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Liliencron aufgefrischten historischen Lieder und der Legende vom Bruder Claus zum Theil Manuscript, zum Theil waren die ungemein selten gewordenen alten Drucke ganz der Vergessenheit zugefallen. Hier wird nun zum ersten Male Auf- schluss über das Leben des bedeutenden Mannes und eine Sammlung seiner Schriften, soweit diese zu erreichen waren, geboten. Im Winter 1872 kam mir beim Durchgehen der deutschen Hand- schriften auf der Nationalbibliothek in Pa/iris ein Manuscript in die Hände^ das, laut Eatalog, nebst einigen Translationen des Niclas von Wyle auch dessen Tagebuch enthalten soUte. Ich überzeugte mich, dass hier Aufzeichnungen eines Luzerners vorlagen und wandte mich an den Einsiedler Gelehrten P. Gall Morel mit der Bitte um nähere Auskunft. Dieser — ich danke es einem Todten — wies mich mit den beigelegten Auszügen an Herrn Staatsarchivar Theodor v. Liehmau in huaem, der mir sogleich meldete, dass die fragliche Handschrift Tagebuch von Hans Salat sei. Herr v. Liebenau hatte soeben vm nach den vorhandenen Acten im Luzerner Staatsarchiv eine Biogra- phie Salat 's vollendet, in der Absicht, eine Sammlung der prosaischen und poetischen Schriften desselben zu veranstalten, verlor aber nach genauerer Einsicht in die im Ganzen unerbauliche Geschichte den Geschmack daran und stellte mir sein gesammtes, reiches Material zur Verfügung. Herr v. Liebenau's Geftllligkeit und unerschöpfliches Wissen sind bei uns bekannt genug. Wer von unsern schweizerischen Geschichts- forschern hätte sich nicht schon an den immer bereiten Archivar in Luzem gewandt? Ich nun stehe schwer in seiner Schuld: nicht nur rühren die Abschriften der Salat'schen Briefe, des Tanngrotz und der beiden Lieder, des Triumphus und der umfangreichen Vorworte von Herrn y, Liebenau her; nicht nur hat er mir meine Gopie des Tage- buches umgeschrieben, gar manche Stelle commentirt und verbessert und das umständliche Geschäft der Datenreduction daran vorgenom- men^, sondern seit bald drßi Jahren theilte er mir Alles auf Salat Be- zügliche in einem reichen Briefwechsel mit und hat selbst während de^ Druckes meinem Buch seine Aufmerksamkeit in ergiebigem Maße geschenkt — nicht zu vergessen, was ich Liebenau's Salat-Biographie verdanke, — so dass mir schliesslich bei der ganzen Sache ein klei- nes Vei^dienst bleibt; namentlich, wenn ich gleich die andern ver- ehrten Herren und Freunde nenne, denen ich verpflichtet bin, . an ^ren Spitze Herr Professor Dr. Konrad Hofmann in München steht, dessen kritische Meisterhand sich in dßn Texten vielfach bemerklich pmcUen wixd. Ferner sind mir bei HerbeischaflFungp de^ zerstreuten Matierials Jaehüflich gewesen die Herren: Staatsschreiber J. J. Amiet \n Solothurjoi und Minister Dr. Kern in Paris^ die mir Salat's Tage- J)uch von der äußseri^t liberalen Direction der Bibliotheque n^-tioiw^^ in Paris z\xr npchmalig;en Benutzung bei der Gorrectur hieher aus* wirken konnten; Prof, Dr. Dierauer in St. Gallen, St^atsarchiyar IX Schnewly in Freiburg, Dr, L. Sieber, Oberbibliothekar in Basel, J. M. Wagner in Wien und Professor Dr. Georg v. Wyss in Zürich. Herrn Dompropst Fiala in Solothum und den Herren Redactoren des Schweiz. Idioticons, Dr. Staub und Professor Dr. Tobler, habe ich für die Beantwortung mancher Frage ebenfalls meinen besten Dank zu sagen. Es ist eine schöne Aufgabe, verkannte Persönlichkeiten, die über ihre Zeit hinausgewirkt haben, in ihre Rechte einzusetzen und «Ret- tungen » sind seit Lessing's Zeiten oft versucht worden; nicht minder beliebt ist heut zu Tage das öegentheil: Leuten, die mit strahlendem Nimbus in die Gegenwart hineinragten, denselben herunter zu machen und sie in ihren Blößen der bestürzten Nachwelt vorzustellen, unser Fall ist ein besonderer : es handelt sich um einen Mann, der uns ein bedeutendes chronistisches Werk hinterlassen, dessen Lebensumstände aber vergessen sind. Man hatte also keinen genügenden Grund, dem Manne etwas Böses nachzureden; sein Werk aber gefiel namentlich der Partei, für welche er schrieb — ergo musste der Verfasser des- selben mit allen Attributen der Pietät genannt werden! Vide Hugo, Nicolai de rupe vitsB 1656 p. 256: « Joannes Salatus, vir integntaie ac prudentia eximius », übergegangen in die Acta Sanctorum tom. IX, sub xxu Martii ; Ming, der sei. Eremite Nioolaus von Flüe in, 309 : «Der edle Salat«, Jahrbuch für die Literatur der Schweiz. Gesch. n, 92 : « Der charaktervolle Salat > u. s. w. Nun sehe man aber die eigenhändigen Aufzeichnungen Salat's und die gleichzeitigen Actenstücke an und selbst diejenigen, die mit der schönsten Brille zu sehen ver- mögen, werden kaum etwas anders, als das Gegentheil von all' diesen ürtheilen bestätigen müssen. Es ist diess ein betrübender Umstand für den Biographen, der die Rolle des Vertheidigers übernehmen wird bis zu einem gewissen Punct — magis amica veritasi Vor- sicht im Gebrauch ihres Gewährsmannes Salat wird jedenfalls eine Partei uosrer vaterländischen Oeschiebtsschroibuog sich von selbst empfehlen. Das Tagebuch Salat's wird als eine Quelle für Kulturgeschichte nksht uner^^ünscht sein, wenn auch der Werth desselben ungleich ist und zu- mal der Schluss mit seinen Wetterbetrachtungen mit andrem Klatsch in den Kauf genommen werden muss. üeber Salat's Ende konnte ich trotz vielfacher Bemühung nichts aufflaiden. Solche Leser, die in der Einleitung vielleicht eine Darstellung des allgemeinen Literatur*Zü* Standes im damaligen Luzern vermissen werden, glaubt der Verfasser schon jetzt auf eine Arbiöit aufmerksam machen zu dürfen, die er in nicht allzuferner Zeit seinen Landsleutm vorlegen kann, eine GescMehtB der deutschen Literatur in der Schweiz vorläufig bis zum XVni. Jate^ hundert. Es scheint doch mehr als blosse Phrase zu sein, ^äi soldses Werk wirklich 6in Bedtirfniss zu nennen. Weoige • Länder werd^ sich rühmen können, treulicher als die Schweiz ihre V^rgangenäieit durchforscht zu haben. Seit neuerer Zeit fteuen wir uns sogar einer Schweizerfeeben Kunstgeschichte, Musi%esöhl{*itö etc Wo abedr bleiW uns^e überftus reiche deutsche Literaturl Hoflfentliöli «mag dor LmöF bald einen öang durch die erschlossenen Halles uüs^rß* vaterlSEfifdi^ sehen Schriften thums mit mir wagen! . In seinen HterarJscben Produkten zeigt sich Sailät iate ein höfc'vor- rag^des ^atirisoh^rfaetoriscbes Talent. BdlAnordriung derselben wurd^ die chronologische Folge angenommm und ünseibstständiges, wie die Vorworte zur Reformationschronik, in den 'Anhang verwiesöo; Was die* Wiedergabe der Salat'sdien Schriften betrifft, glaube ich betonen zu dürfen, dass hier kritisch bearbeitete Texte vorliegen; der Yarian- t^n-Apparat gibt d^s Mittel. zur Gontrolliruqg. Ueberhaupt bin ich hierii^. den » GrundsWz^ gefolgt^ die ühland, Schade, ..v^ Liliencrpn unji And^e ^aufgestellt haben. Dass zur ürkundlichkeit eines Textes nicht dessen äussere Verwilderung gehört, hat man längst eingesehen; XI zwar in der Schweiz noch nicht genugsam, wo derartige Schriftstücke noch vielfach mit Haut und Haar publicirt werden. Vor Allem wurde hier Interpunction eingeführt und geregelt, die Abkürzungen aufgelöst, die üppige, verwahrloste Schreibweise gereinigt^ Httufüng der Gonsonanten und Yocale vereinfacht, die Majuskeln, ausgenommen in Eigennamen, beseitigt ; y fai deutschen Wörtern durch i (auch ü) er- setzt; V und w vocalisch durch u; j vocalisch durch i; u consonan- tisch durch v gegeben; ft und sein Umlaut ü wurde nicht aufge- löst, wiewohl man nach schweizerischer Aussprache genau uo und üe hätte setzen können. Die Umlaute von a und o wurden einfach durch ä und ö bezeichnet, ohne auf organische Länge oder Kürze, die in dieser Zeit nicht mehr rein erhalten sind, zu achten. Nhd. Diph- ttionge, als au (für d, ou, aw), ei (für 1), eu (ittr iu, öu), die sich durch jtlngere Drucke in die Schriften eingeschlichen haben, was z. Q. um Tanngrotz diu*chgehend der Fall gewesen, wurden durch die ursprünglichen Laute ersetzt. — Weniger streng bin ich in der Reglung der Orthographie des Tagebuches verfahren, die Briefe vollends m^m in diesem Punkt als abschreckendes Exempel dastehen I Salat unterscheidet nidbLt zwischen nun und nuMr, das letztere wurde 60 oft gesetzt, als es der Sinn erforderte. Die sprachlichen und sachlichen Erläuterungen werden Nieman- dem beschwerlich fkllen. ISn ausführliches Personen- und Sachen- verzeiehniss sobiw lannöthtg; dafür wurde der reiche Wortbestand tim so sorgfältiger registrirt. Strenge Objectivität wird man dem Buche nicht absprechen; wenigstens war der Verfasser bemtiht, dem Leser nicht aufzudrängen, auf welche Confession er getauft worden ist. Müsste er aber auf eine Seite der hier sich gegenüberstehenden Parteien treten, würde er sich nicht erst besinnen, ob er bei den gröblichen Gesellen des damaligen Luzern^ oder aber zu den Anhängern der weit über jene xn erhabenen Zürcher Reformatoren stehen wollte. Uebertriebenen Reac- tionären sei der Vers in's Bedenken gegeben: tWenn du von Allem dem, was diese Blätter füllt, Mein Leser, nichts des Dankes werth gefunden: So sei mir wenigstens für das verbunden, Was ich zurückbehielt ! » Hoffentlich wird aber Niemand meinen Salat versalzen noch ver- säuert finden: nach der bewährten Vorschrift habe ich mehr mil- derndes Oel zugesetzt, um ihn wenigstens einigermaßen geniessbar zu machen! Solothurn, zu Ostern 1876. Jacob Baeghtold. Inhalt. Seite Hans Salat • • • 8 Salats Tagebuch ^ 25 Salats Briefe "^O Der Tanngrotz (1581) 89 Das Lied vom Krieg (1581) 110 Das Lied vom Zwingli (1681) Ii4 Triumphus Herculis Helvetici (1582) 121 Die Legende vom Bruder Claus (1587) 187 Ein nützliches Büchlein in Warnungsweise (1587) 178 Das Lied vom Zug in die Picardie (1548) 218 Heinrich BulHngers Salz zum Salat (1582) 225 Vorworte zu Salats Chronik (1586) 259 Verbesserungen und Zusätze 297 Wortregister 804 I. Leben, Tagebuch und Briefe. Baechtold, Hans Salat. An das Luzerner Städtchen Sureee knüpfen sieh die Namen eier Mänaei* von lüorarischem Interesse, derjenig^e des Cb-onisten d Dichters Hans Salat, und der des lateinischen Poeten Barzseus 500 — 1660).' Während das Leben des leUteren genugsam be- valitet ist, lag über Salat bis jetzt ein ihm günstiges Dunkel, in s nur spärliche Strahlen gedrungen sind. In den folgenden Blät- ■th fällt nun auf den Lebenslauf des Mannes grelles Licht genug, is wir umsonst zu mildern versuchen möchten, denn es kommt aus >alats eigenen Aufeeichnungen und zeitgenössischen Acten. Gerne iber laden wir einen Theil aus diesem Schuldbuche auf die Zeit ab, deren Kind er war. Johannes Salat' wurde nach seineu eigenen Angaben im ^vsxc ^ Audi die Kiel BUmmen ursprünglich aus Sureee; dieser FaraUie w ^^ Humanist Ludwig Kiel, genannt Cariiius (+ 1S69), der Freund desÄeV&n fltfia, Spslatm, Bucer, Beatus Rhenanua entsprossen. visia«* ' Et sclireibt aich Boiifolil Salatt ala Salat. Dieser Ge.schleeUtsn»"'^^ V«W" seit dem XIV. Jahrhundert in yerai:hiedenen Gemeinden des K:»"l?^»i\o «*'^ '">r- Ol) die Basler und Solothurner Familien der Salathe un* r'^ ^fi»'*'^ äenen Ton LoMrn in Beziehung stehen, ist unermiltell. — In ^«^Ye^ ■**''!^'|^ R'Hlienbnrj,Ras^| Willisau und Münster iehten Salats Vet**^^ "O"^^* .«» 4*iien er die luzemerischen fiathsfrsunde Hana Habermacher «^'V» 'f füs Reir,e Yetlern und ehrliche Leute hervorhebt. (Salate S«^*^ ,*^* *6S0" y^eittthrfithtegprochenc, aus der Mitte des XVI. lahrii»»"^ ^^^«^»*'-^ "*"'* SleUe im JihrMitenhuch der Pfarrkirche Suraee Cabgedt. i*^, ^ *■= ^4' »ttWongen des hialor. Vereins der V Orte , Bd. 18, t»*^*^''*^ *- » ^ J?**«*«»^ rt Margreto uxor ejua cooBlituQnt pro anü*', ^ ., ^ ^^"*'« P'iittsnTL sororis predicti Conrad! Ol Johannia B»\-^' "wpclffi ij ^1^ ^ig ^„„ dpn Heravisgebem des Aw** WwUrt» H 4 1498 geboren zu Sursee. Sein Vater starb 1633 daselbst im Alia* von vieruadaobtzig Jahren, die ebenfalls hocbbetagte Mutter elf Jahre später. Salats Grossvater \vurde 1533 ermordet. Unter vier Brüdern, von denen der eine, Joachim, ISIS auf dem Zuge nach Pavia zum Priester geweiht, im folgenden Jahr der Sohlacht von Novarra bei* wohnte, ein andrer, Gabriel^ ISIS in der Schlacht von Marignano fiel, der dritte, Lux, IS 19 an der Pest starb, ist Hans Salat wahr- scheinlich der jüngste gewesen. Ausyerdem führt er in seinem Tage- buch vier Schwestern an, deren einer, Anna, er mit besonderer Liebe gedenkt.^ Er erlernte den Beruf eines Seilers, den wohl auch der Vater betrieb ; und so kommt es, dass er später in Luzerner Raths^ Protokollen und sonstigen Actenstücken oft unter d^n Namen Hans Salat, genannt Seiler, oder schlechtweg als Hans Seiler erscheint.* Schweiz. Reformationsgesch. Bd. I, p. XYIl und von Schiffmaim im Geschichts- freund Bd. 23, p. 115, Note 7 auf den Chronisten und Dichter Hans Salat bezogen wird, hat keine Beziehung auf ihn, da Salats Tochter Margaretha als vieijähriges Kind gestorben ist: ebensowenig kann die Stelle auf Salats Valw geben, dessen Kinder unten angeführt werden. In Sursee sind noch an* dere Familien dieses Namens: 1463 wird ein Hans Saliti von Münster als Fi- scher der Stadt Sursee auf dem Sempachersee genannt, der gleiche in einer Kundschaft von Schultheiss und Rath von Sursec von 1497 als Bürger von Sarsee bezeichnet. (Staatsarch. Luzern.) 1468 lebte in Sursee eine weitere Familie, genannt Zschörtschele : Hans Salate, sein Sohn Jlans und sein Klein^ sobn Hans, alle drei Fischer, die im Eaofstreit des Ulrich Taechli von Sem- pach Kundschaft ablegten. (Akten des Luz. Staatsardiivs.) 1545 wird in einer Kundschaft Dionys Salat von Sursee genannt (Staatsarch. Luzern), Andere die- ses Namens erscheinen mehrfach in den Rathsprotokollen. — 1 Salats Geschwister: Joachim, Gabriel, Lux; Agnes, verehlicht sieh 1523 mit Jörg Ziegler, nach dessen Tod (1527) mit Ghristoffel Tschapp, sie erscheint noch urkundlich in einer Kundschaft von 1571 ; Etistbeth f 1050; Annai* 1^^^' Martha f 15^^ an der Pest in Sursee. ^ Auch das Wort werchen (1519 fieng i^h für mich selbej; an werchen) möchte ich nicht aligemein als arbeiten verstehen, sondern nehme es für; werch (Werg) verarbeiten. Zu dieser Auffassung berechtigen auch andere Stellen des Tagebuches^ z. B. zum Jahr li^40 erwäbut Salat speciell des We;rg'fl> Wie käme er dazu , dieses Produkt in seinen Aufzeichnungen anzuführen , wena es ihn nicht an seinen alten Beruf erinnert hätte 1 15^0 verkauft er seinem Schwager Werg. — Auch Salats Zeitgenosse , Thomas Platter, betrieb n^ ben seinen Studien auf eine Zeil, das Handwerk eines. Seilers ; Fe4^hter, Th. Platter p. 51, und zwar erlernte er es von einem Landsmann Salats, dem^ei* nen Humanisten Rudolf Ambühl (Collinus), geh. 1499 in. der Nähe von Sempach, später Professor der griechischen Sprache in Zürich..— Ich ersehe- zweiten Vermfthlung siedelte Salat nach Luzern über; 1521 befindet er sieb, wie aus den Aufzeicbnungen zu diesem Jahre unzweideutig hervorgeht, sehon daselbst und hinterlässt um diese Zeit im Luzemer Strafbuch bereits die ersten Spuren seines liederlichen Lebens. * Luzern war von jeher der Sitz des Söidnerwesens, und Salat, dem es längst im Frieden zu eng geworden war, nahm, den Tradi- tionen seiner Familie getreu, Handgeld als Reisläufer: er verzeiclmet von 1522—27 sechs Züge, an denen er Theil genommen. Im An- fang des Jahres 1532 zogen schweieerisehe Hilfstruppen unter Äl- brecht v. Stein und Arnold Winkelried über die Alpen, um dem König von Frankreich, Franz L, Mailand wieder zu erobern, das der alte Frundsberg inne hatte. In demselben Zug befand sich auch Niclaus Manuel.* Ünsw Salat marschierte im Februar als Feld- sohreiber, wir würden sagen Quartiermöister, mit. Da« Foldschneiber- amt war kein untergeordnetes, man brauchte dazu einön Mann mit gewandter Feder und ausgedehnter Sprachkenntniss.^ Mit dem un- glücklichen Treffen von Bieocca (27. April) gaben die Frttaoseti den Feldzug verloren und Salat kehrte mit den abijehenden äe^vdzem im Mai wieder heim. Am 28. October des fblgetiden Jahren zog er abermals nach Malland unt^ VogtHug. üAer sieben Wochen lag man vor der Stadt, ohne etwas auszuriehten. 1824 im April machte er den Zug nadi Gafetellaro am Po mit,' ah Schreiber 4es Vogts am Ort. Nach elendem Abzug war er im Mai wieder ^ti' Hause. Inder entscheidenden Scbkcht von Pavia flS25) befaad- sich Salat nicht: zwar war er mit seinem Fähnlein, das deni «chwer'becirängteiü König 1S24, erhält 1829 mit Vater und dem Sticfhrad^ Jacob« l8ö»(%el dofe Bürger- recht in Luzern, läuft dem Vntefr dÄTOfi, kömmt nach Breisaeh nnd später auf die 6ohe SoTinle 2tt Paris, f *S44 eu Ba^fel. ö. ltfargai*et-hä geb. d»26 f 15S0i «. 1597 ein todtgebomes SöhAlein. 7. Beat geb.' 1529 «f im sdlrigen Jahr. 8. Dorothea II. geb. 1B30 f ^^31. 9, Elisabeth lU gfeb. 4531 f *534. 10. Marie geb. 1583 f im gleichen Jahre. 11. Martha geb. 1534. * Ih dei» liUzemer Seekelamtereclraung von 4Ö21 : Ingdktömmenifl Ib. büss vom seller an dei* pfißtergaösen , hat gegcheftt ink frowenhas*--* - imd 1523: Ingenommen V Ib. bÄsö ton dfem seyler an der mAlT^ftSfien. 'Da«s' Salat in dieser Gasse gfew(yhnt, heeeugt er' im Tagebuch.* ' > ' . ' Ebenso Heinrfeh SchönbrnnH^ von Zug, als öbergt«r Fwiricr, der uns eki' äfanUeÜes Tagebueh Urie Salat hinterlassen. Geseb. Fr; X Vlir, 90» U; ff. » L. Glute-Harlmann , der Sölothurttische' F^ldistfcreTber' Hans Jiatob fom Staal. p. 79. . - s . r von Prankreich zuziehen irollte, schon bis nach Uri gelangt, als die Nachricht von der gänzlichen Niederlage der Franzosen über die Alpen drang. Mit dem genannten Vogt am Ort zog er im August 1526 (Müsseiinleg) ins Engadin und Veltlin ; hier rückte Salat zum ober- sten Feldsdirdber vor, kam aber im December krank in die Heimat zurück. Trotzdem, dass er lange darnieder gelegen hatte, rückte er doch im nächsten Jahre wieder zu Felde. Von Alessandria ritt er krank heim. Dort waren inzwischen düstere Zeiten gekommen : der Qlaubens- eifer hatte die Eidgenossen in zwei feindliche Lager geschieden und Salat, der unverwüstliche Reisläufer, stand schon desshalb zu den Gegnern der Reformirten, well Zwingli und seine Anhänger vor AHem dem schmählichen Bßldnerdienst ein Ziel zu setzen suchten. In Luzern, wo er zwar nach Geständnissen im Tagebuch bereits zwei Mal in Untersuchung gesessen hatte — leichterer Vergehen halber (oder gar unschuldig!) — wurde der routinirte Feldschreiber nach and nadi In der Staatskanztei beschäftigt. 1S28 fhiden wir ihn unter der Mannsehaft:, die auf erfolgte Mahnung des Standes Obwalden zum Zug!e nach Hasle ausgehoben wurde. Im folgenden Jahr machte « iien ersten Kappeler-Krieg mit und in demselben Jahre 1529 er- hielt Salat in dankbarer Anerkennung seiner Dienste sammt Sohn und Stiefsoihn djäs Btirgerrechl zu Luxem, ^ und auf Martin Schryber, der von 1809—1631 das Amt eines öerichtschreibers versehen hatte, ^ wurdö SaJtat für diese ehrmvolle Stelle ausersehen : am 6. October 1S81 fand die Wahl statt; Dienstags darnach ftingirte er . ^ Diese Attfnabine in die Bürgerschaft ist das erste und faat einzige Do- euBieut , das man bis jetut über Salat besass. Erstes Bürgerbuch im Stadt- ardhiv.'ZH Lcitiwm (IM. 15): Hans Salat Ton Sarsee mit sampt siro Sun Gabriel mdmit^sampt idnem Stie&tin . Jacob Isenegel, die band min Herren Bat vnd Hundert • t^ Burger ufg^tnen cta Datum yf Mentag; vor Bartplomei, anno d529. ^Majrtin Seihrjber, de!n man scbon iS^7 sterben lässt (Gescb. Fr. XXHI, tOS)^ starb na«b SaJat$ Taigebueh erst am 22. Ajugust i5$^6. Urkundlich er- sdiekit^er 'nochim Jahr 1531 im Arehivfur Schweiz. Beformatix^xusgeschicbte n, 332, Note 5 und p. 444. — Am 21. Jan. 1584 hatte er einen Forderungs- streit mit Wyssgerwer i ymb «in artzet Ion » (Batjhaprot. XJV , 23 , a). Es könnte auch! ein" Vertrag zwischen Sehryi)er und Salat über die Besorgung der Gedehtechreiberei existirt haben, wie in späterer Zeit zwischen Stadtschreiber Hans Kraft und dessen Substitut Gysat. 8 zum ersten Mal als Fürsprecher vor dem Rath.^ Von Martin Sohryber, der zugleich Chirurg war, hatte Salat die wundärztliche Praxis er- lernt. Dass er sie schon damals betrieb, gebt aus einer Aufiseicb- nung zum Jahre 1534 hervor und so konnten BuUinger u. A. Salat einen « Scherer » nennen. Seine Vorgänger im Amte waren die Chronisten Fründ, Russ und Peterraann Etterlin gewesen. Stand, sowie Tradition brachten also die literarische Thätigkeit mit sich, eine Anforderung, der Salat im vollsten Mafze genügte, bald zum Wohlgefallen seiner gnädigen Herren, bald zu ihrem Aerger. Anregung hatte er in dem litö:ti- risch regsamen Luzern, wo eben die schöne Periode des historischen Volkslieds abgeblüht hatte, genug: agitirte doch 1526 — 29 der be- rühmte Francjscaner Thomas Murner daselbst, der ohne Zweifel auf Salats i:eligiöse und literarische Richtung Einfluss ausübte und den Salat an Derbheit um Kopfslänge überragt ; auch waren Männer wie Schradin und Hans Bircher fast gleichzeitig dichtend thätig. Bei wem aber ist der wackere Prosaist Salat in dia Schule gegangen? Auch über diese Frage belehrt uns sein Tagebuch. Dort sehen wir ihn die hochberühmten. Translation^ des Niolas von Wyte als fördernde Sprachmuster emsig abschreiben, so dass sieb Salat nach und nach den Stil seines grossen Vorbildes aneignete. Sprachliehe Eigenthümli- keiten, namentlich die bei Niclas von Wyle so häufige Gonstruotion des Accusativ cum infinitivo sind in auffalleiader Wei^e in Salats Schriften übergegangen. Ja sogar die Lehre von den Punkten, di« er in elftem Vorwort zu seiner Chronik a»feteUt, ist offenbar Wyte s Interpunktionsregeln zu den Translationen, naobgeblldet. * Die ersten uns ebenfalls in seinem Tagebuche überlieferten Prodxlkte Salats sind < Ein Verzeiclmia? der Gericlitschreiber {im Luzerner StftatsarchiY) fiUirt Salat schon lo27 auf, darnach auch in den Gesch, Fr., a. a. 0. übergegan^pn, wahrscheinlich wurde er damals als Substitut verwendet. Felix Balthasar, in einer handschriftlichen Notiz zu Schallers Regimentsbuch der Stadt Luzern (Mser. der Luz. BürgerMbi. fol. 312) setzt das Factum gar schon in das Jahr 1520. - ' * Ausg. von A. V. Keller (57. Publ. des lit. Vereins in Stuüjgsart) b, i§, t^. u. ff. Erspriesslich wäre 'es füf Salat gewesen, wenn er auch die Äegeln über Orthographie , die, sein Landsmann, der Dichter Johann Kolr.osa im Encheridion d. i, hantbuchlitt teütsQher Of thographi (Nürnberg, ,1534) ibirte ^ berücksichtigt hätte. . (Diqee Rßgeln zum.Theil. bei Uhlaad, Alte h.- u»drnd. Volkslieder p. 986.) Unmittelbar an dieses Ereigniss schliesst sich sein erstes Ge- dicht der Tanngrotz, ein schöner Spruch von dem Krieg zwischen den V Orten etc., angeblich ohne Wissen des Dichters im Jahre 155 1 im Druck erschienen, eine ingriiumige Satire, welche — einem glühend hassenden, verwilderten Gtemüth entsprungen — die Entstehung des Krieges, den Verlauf desselben, die Schlacht und den Fall Zwingli's schildert. Das ist kein feiner, bloss stechender Spott, sondern es sind die todtlichen Waffen der Verleumdung, mit denen der Dichter hier kämpft. Da der Spruch, dem zwei Lieder., eines vom Krieg, das andere, mildere vom Z w i n g 1 i , beigegeben sind, die gröbsten Beschimpfungen der Re- formirten enthält, waren diese nach Artikel 6 des Landfriedens zur Klage berechtigt. Sobald denn auch den Bernern der Tanngrotz zu Gesicht gekommen war, sandten si^^ am 21. März 1332 eiBe Copie desselben nach Luzem, mit dem Begehren, dem Pamphletfeten nach Verdienst den Lohn zu geben. Hiw tibereilte man die'Äache be- greiflich nicht : man begehrte erst zu wissen, wo die Schrift ge- druckt worden sei ; Bern tiberschickte den Druck und bemerkte, man möchte sich doch zur nähern Erkundigung an den Dichter selbst wenden und als Luzem noch zögerte, wurde das Begehren um Bestrafung Salats erneuert.* Endlich auf der Tagsatzuög zu Baden am 8. April kam die Sache zum Austrag. Auf die Vorstellungen der Gesandten von Zürich und Bern erklärte SchuUheiss Golder: der Rath von' Luzem habe den Dichter vor sich besehieden, aliein Salat •^7 Z. 20 Vw 0. deshalb, an uns. -^ Nro. d02 p, 288. Z. -9 v, u fröUch tröst- lich, p. 259 Z. 10 T, 11. und den übrigen. •-- Nro. laS p. 259 Z. 3 v, u. iinfeem. -^ Nro. 108 p. 261 Z. 1 v. u. besch e eben, p. 263 Z/ 4 v.* o* San- ders unser,;«. 9 z.arogg, Z. 10 tag. old nariht — Nro: 411 ^^ 264 Z* 7 v- 11. dassy nach viii uff hüt abend, Z". 6 dar siöd kon. —t- flfro. :llßp-265 Z. 1*9 V.' Oi aagoeeigU ^ Nro. 113 p. 266 Z. 1 v- n. frodoliea :fütrnemen. -^ Nro .118 p. 268 Z: S v. u. jez yerßampt. -- Nro. 121 p. 269, Z* 2 v, u. dayamie (abs talaac mfi). -- Nro. ISA p. 270 Z. 2 Ti u/uf die^! p. 27i Z. 1 vi o.jr II« man,'^— * Nro 137 p. 278 Z. 6 v. n. dalärne> 2. 4 »erkennen. -^ Nro. 188 p* 27« Z. 28 y. o. Syns. — Nro. 147 p. 288 Zi !2'Vi,n; rindt vcTBampt J- Nro* 2SB :p. 348 Z. 6 v. u, willig dienst. -^ Datnttls schrieb S^llut aueh einen Theii des lozernisühen MaiUifie]iafli)ro(kiid' (BUHtsarchiv Lu> zerii, Acten: Militiirwesßil). ..,,,:...- .%, « Die' 8 Schreiben Bern» sind gedr.- im Arch. f. söhw; RoforjiK -Gieficliw lyp. xxn u. ff. ■ . . ' _V , j^j 11 habe nach eigener Aussage den Druck, in dem sich sogar noch an- derweitige Zusätze befilnden, nicht selbst angeordnet.^ Doch habe der Bath beschlossen, den Dichter streng zu bestrafen.* Trotz der Fürbitte der katholischen Gesandten wurde Salat wirklich am 19. April in den Wasserthurm gesetzt. Im Reich draussen wäre er nicht so gelind davongekommen. • Salat behandelte die ganze xVngelegen- h^it später bei verschiedenen Anlässen mit Laune.* «Als ein armer, einfalter Lucemer ein schlechts gedieht gemacht von anfang des kriegs bis zft usgang, und das in ein spruch gestellt, genennt der arm, verachtet tangrotz, darin ganz niemand tratzet noch gescbmecht, nur allein die luter warheit begriffen (mit dero dann bös scbimpfen fist) und dan ouch darby zwei liedli, eins von Zwingli's verbrennen -r^i. ' ^ Salat wftHe in dfeseiti Fall zur Klage g«geii den Dracfcer berechtigt ge- ' \w?6eni Im lahro 1664 wurde iö Laaem ein Bux^hfähi^r eingesperrt, der ein ^lit.?ivl^tkJze^,;verschenes. Gedicht von Hans Kraft feilbok. Auf die Klage des Käthes von Lyzern wurde wirklich Buchdrucker Apiarius aus der Stadt Bern "wegg:e wiesen^ (Luz. Rathsprot. ;?tXVlI, 22.) — Üebngens ergibt eine Verglei- 'f?h\mg'deSöredruckien TanngröU'mitLtizemer Handschriften nur vier interpolirtc • Terse.- ■'•''' '■ * . ! ,?. Staatsarchiv Lu;|Qrn, Abeekiede. Bd. J. 2, p. 391. .,. ,,. .j^ If^^^l Y- Verord^ui^gen gegen Pasquille bei Voigt a. a. 0. p. Soi u, ff. 7- Auch scheinen die Lujsenier gegen ihre Schniähredner strenger verfahren zusetn.' Als im' Jähre :lo63 Jadoh Fürröi* tu Schwarzenbach mit Yincenz Ri- ' ^hint^r'" Übfe^ d^A'Köp'pöter'krieg redete imd' sagte: «die Bernerhaben keine töten ' niö ; tan,- dan « tien • naären jsiä/ Muri erßthtagen » (Xa»figrotÄ V» 295 u. f.) , worauf Ri45hiner erwiederte, «hetten die Lucemer zu Meyland ein narren er- schlagen und werent abzogen, hcttens mangen ercnmann erspart», wurde dieBerrt fär 'solche Tn|tirie eiq Nagel durch die Znnge geschlagen. -^ Wie Lu- zefn scÄoA' im Jahr'loSS/gegent den Basler Bmchdr ucker Adain Petri,, der eine Schrift verlojicl^liatte, in ivelcher Llizcrn^esehmiäht war, auf /Leib nnd Leben klag'te ', • ^riMiW Salat -'ausführlich iri der Chronilc p. 64 d. fP. VgL «ach Stock- feel-dri nndiReber^! Beiträge pj 14Ö. .^ < *' Im» Ta^gefcnch , im ersteh Vww-Qrt xur Chronik', in dieser selbst p. 84S u.^SO (hai^k'^er At»j^. im Archiv). --» Irrig schreiben Haller, i^heneo Balthasar (Ka- ikkld^' dec BthigferfiibK' 1840 i^. 4ffS) Salat' folgendes Piroduki zu (das das Archiv ■ ty'Xix sogar ^mü deni'TdnTigrotz ftir identisch hsTttl) : «Ein Spmdi von den Ber- : *m&m mid'Ij^alt iretf 3>iteii| andi vonr Anfting ireS'^HaVböiidmen^'.bi» uf disse Zyt'fcy^tfflrt'^tÄmmt anv Salat ad i.dessw«gen öing^ker^ert ivordeto. Diflspr Spruch ■ lieidht Um ' Iaht * 18©2> • hFüaW nwd' iit ror» Beat- ^R i p p el verifasst > wordfenw . Bi ppel 1368 — 71 Schulmeister in Luzern dichtete allerdings auch '^ in Salats .öeist, r; siehl ^ahcfr tief unter' ihm, er wltrcinUetssiger SamiWler. Seine Thätigkeit be- ginnt um 1560. Vgl. Gesch. Fr. VI, 143. 12 und hinscheiden, das ander erst gemacht nach der usgangnen orate der Zürcher, da gemelter spruch und Zwinglis lied, ee dann der friden beschlossen, usgmacht gsyn : aber da diser sprueh und lieder den Bernem ftirkänaend, was der schimpf us, schicktend ein boten über den andern gen Luzern : «strafend den dichter, tünd in abw^, so nüt denn crützgend, crütegend den tanngrotzen !» Und wiewol diss alle warheit und vor dem friden gemacht, niemand schmutzt noch schmäeht, und obglych dis alles gsyn, doch nach lut des VI. ar- tickeis in dem nüvv. ufgericbten la«dsfipidm, hättend si den armen man berechten sollen, nit glyeh also räch sehryen und mit der paner an in wellen. Damit dann der V orten vor- und nachgen gnüg ge* spürt, und dass by inen niemand keinen unglimpf ui*zwack«i und zuträohen könd, und dass dann diser dichter vor dem baren und sinen bystendern sicher war, beschlussend sin herm zu Lucern in in wassertum, vergassend sin 70 gloggenstuiKl darin, damit sott der arm man gebüsst han. Tröste in gott, half der tüfel dem hären!» Nicht übel klingt die folgende Stelle : «Wenn man die gross gnad, hilf, trost und bystand, so gott den V orten zu erhaltuug des waren alten cristengloubens tan, under'nbank Hesse schuhen und zwingen, solche unentliche gottesgüte zu verschwigen müssen, und gott nit offenlich loben mit r&men, dichten, singen, sagen, und mit aller macht usspreiten sin unussprecheiüiche gute, so wurd unser gütiger, bistender*ewlg vatter bald fragen: Wo sind die V ort,, dass mir niemand dankt ? Allein einer kund unter üch, spracb er zö den us- setzigen, han ich nit üwer x gsund gmacht, wo sind die ix?« Salat sollte noch eine andere Zurechtweisung erfahren, die ihn mehr wurmen musste, als die siebenzig Glpckenstunden. Berthold Haller aus Bern ermunterte hiezu den Zürcher Antistes Heinrich Bullinger, so in einem Brief vom 20. April 1582: «Libelli illi plane mendaces, utinam uno et eo tarn brevi quam veraci a vobis dilüe- rentur, ne tot mendaciis toti orbi traducereraur! si daretur vel semel tecum ad saturitatem confabulari.^» So gab denn Bullinger 1S32 sein Salz zum Salat, eine Abfertigung des Tanngrotz in Lapidarschrift, aber massvoll gehalten, von einem sehöften Zorn durch- glüht, durchaus sachlich Punkt für Punkt erörternd, widerlegend, strafend. Bullinger verschmähte es, seine Antwort im Druck ver- Staatsarchiv Zürich, Kirchenarch. Epistol. Tom. XXXI, fil ; ib. 29. MftrsJ 1S32. IS breiten zu lassen, auch geht er in der Reformationsehronik kui'z darüber hinweg;* im Anhang unserer Schrift findet man dieselbe zum ersten Mal gedruckt. Durch air das steigerte sich Salat's Hass gegen die Reformirten und deröi Führer immer mehr und machte sich weitem gewaltsamen Ausdruck in einer wüthenden, oft unflftthigen Satire von 1532» be- titelt Triumpbus Herculis helvetici. Dieses grobe Pasquill, dem ein genialischer Zug nicht abgesprochen werden kann, das aber das Unglaubliche in dieser Manier leistet, wurde bis jetzt noch nie veröffentlicht und auch wir geben es nur zögernd an den Tag. Der kecke Spötter vergleicht hier die Reformation mit einem Hexensabbat uad wagt es am Schtuss des Triumphs, über den Automamen barm- los zu s(^raen, (Der Herkules ist Zwingli.) Aus der gleichen Zeit datiren Salats freche Gebets-Parodien, diejenige des Vater unser, Ave und Credo.* Audb solche Auswüchse stehen nicht vereinzelt 1 Bullinger*s Ref. Gesch. ül, 160: Einer von Luzem, der sich Salat ge- nempt, man sagt, es sye ein Scherer gsin, hat von disera krieg ein sprach und zwey litedcr gemacht und durch den truck uageben, in welchem er viel tratzes, lichtfertigs, schmächlichs geschwätzes usgeslossen hat, ouch under- wylen nit gesagt, wie aber die sach an iren selbs ist. Dcrley ouch das ist, dass er 1500 man zallt, die zÄ Cappel an der Schlacht umkummen syend. Disem hat geantwortet Heinrich BuUinger mit einer Verlegung, welche disen titel hat : cüff die schonen boppen » etc. Doch ist das bilchli nit getruckt worden. Vgl. auch Hess-: Heinrieh Bulhnger I, 121 u. ff. ; G. Pestalozzi: Heinr. Bullin- ger p. 84 u, ff. — Auf Bullinger t des blinden pfaffen sun von ßremgurten » macht Salat spater in seiner Chronik heftige Ausfalle, u. a. : Ich möcht im gunnen, er war by sim br&der, der ist ein naclirichter under den landsknech- ten, der ander brÄder ist ein predicant zä Ottenbach. Under diser zudit acht ich den beiiker für den ft'ötniyten I » » Elia Gebött von gedachtem sehärer, geoampt der Salatt von LuQern, gemacht: Zwingli unser figend der tüfel, verbreni, viertheilt werd din schantlicher nam, zerstört din tüfelisch rieh, din wil nit mer beschech weder im himel nöeh uf erden! (iib wider das g'stölen kilchengüt, damit wir bCÄalind unser schuld, und 'füi^ unß nit- in die kälzery, sonder erlös uns, o Gott, vor allen schantljchen secten! Amen. Verflächt sigist du, aller kätzer ätti , Zwingli I du bist vol tüfeliacher 1er, der tufei ist mit dir ; verdarapt ob allen creaturen und verflucht din seel , verbfeiiht* diu Hb sampt allen predicanten und usgeloffnen münchen , nunnen und pfaffen ! ijch giaub nit in den gottlosen verbrennten vater aller kätzer-predicanten, 14 da; auf protestantischer Seite finden sich äbaUche MissgeJburten in dem gewaltig bewegten BeformationszeltaUer.^ den Zwingli, der ein schdpfer ist aller zmtraislLJ; und Idtsseryeu; onch. nit in sin tüfeliaehen uneelichen eingebomen son, der empfangen iat von desi ent- Christ, geboren us einer usgeloftenen nunnen, gelitten under dem naclirichter von liucern, gekrülziget von dem keiben-schinder ; verbrennt, gestorben und vergraben, aber vorhin abgefahren in die heel, wirt wlderumb nferstan mit' andern verdampten am jüngsten Tag, da wirt er gsetzt nir rechten Qa&d m- nes göttet) Lueifers. leb gloub, der Zwingli sige der tüfeliselLgeiBt« dawaatie. tüfelische kilchen vol kätzem , welche ein geraeinsame aller vorzwületen und. verleugneten münchen, nunnen und pfalTen ist ; uferstantnuss semlicher Schel- men und bÄben und nach irem leben wolle gott ein grofzes für geben ! — Damit erfüllt werde der Spruch Christi, Matlhey am 15.: Gend hin ir verma- ledeiten predicanlen mit sampt tiwerm ätti Zwingli in das ewig für, das da ist zügerüst dem tüfel « das ist dem Zwingli und sihea verdampten ^ foglentea predicanlen. — MDXXXIL (Aus der Handsehr. des Conrad RoUenboz auf der Kantonsbibl. in Aarau p. 61S ; findet sich auch vielfach im IV. Theil der Bul- lingerschen Chronik.) Eine Copie von Gilg Tschudy's Kappeler-Krieg (Msc. im Staatsarehiv Lu- zcrn) enthält eine andere Version. Der Zwinglisehen fürnembste gebett: Zwingli, ein vater aller ketzer, der du bist ein yerfürer alles volks, ver-» flucht sey dein schantlicher namen , dein will nimmer gescbech auj erden, als. auch nit geschach in dem hiinmcl; gib uns wider das gestolen kilchengüt, damit da bezalest dein schuld. herr ! lafz uns nit verfÄrt worden in kein Zwinglische oder ketzerische «lehr , sonder erlös ans von allem ubell Amen. Verftiächt seiest Zwingli, der du hist voll tettfliseher lehr, der teufel .ist mit dir , du bist verfl&cht ob allen creatnren und verfläoht ist die fru|cht deines leibs. gott, der reinen Marie söhn, wir bittend dich, dass sein nam ge- schendt werd in alle ewigkeiti Amen. Ich gloub nit an den verfiäc^hten Zwingli., der ein s^häpfer ist. alles zwi- trachts, der empfangen ist von dem entchrist«. geboren von elmt a^gelolfnen closternunnen ; der .gelitten hat ander dem nachrichter von Lacem, geüartheilt und verbrennt ward, der abfftr In die hell; do sitzt er zur gereohten seines hellischeA vaters Lacifers, von daanen er keimen wird z& gericht werden mit allen seinen predicanten> lebendige und todteu. Ick gloub an den hei- ligen geisty dem er nit erkeal hat, und eine heilige chcistltohe kirohen, -dki er schantlich gelesteret und beraubt hat und dass er gemeiaschafi .hal mit iod* len teaflen; auch nit den abiaTz seiner Sünden; «ferstentnufz. s^es fleisch's zur ewigen verdamnuiz und eia feuriges , sckw^beliges leben in def hellen I * Voigt a. a, 0, über Pasquille , Spottlieder etc. p. 379. — Schade, Sati- ren und Pasquille aus de«* lief. Zeit I, 44 bringt ein solches Te Daum. — Aehnliohe Parodien des patei noster, ave, puer natns, der X Gebote im Münchner cg. 484S iJS^Yli Jh.), Spottgedichte auf den, Wi»terkön%. , 15 In seinem Amt scheint Salat damals grosse Thätigkeit entwickelt zu haben ; 1533 fertigte er eine Gopie des Luzemer Stadtrecdits an, dem er auch Abschriften aller eidgenössischen Bundesbriefe, der Landfrieden und Vereinigungen mit auswärtigen Staaten beifügte;^ und 1584 vollendete er eine grössere historische Schrift, einen um- fassenden Bericht über die Veranlassung und den Hergang des Zuges über den Brünig zur Rechtfertigung Obwaldens.* Nach Ein- führung der Reformation im Berner-Oberlaud (1528) erhob sich be- kanntlieh daselbst bald ein grosser Missmuth gegen die Neuerung und es kam zu einem Aufstand gegen Bern; die Landsgemeinde von Interlacken schwur wieder zum alten Glauben und vom Brünig her zogen die Ünterwaldner zu Hilfe. Als Bern vorrückte, stoben die Aufständischen auseinander. (Man hat jfrüher dem Niciaus Jlanuel, der eine vorragende Rolle in diesem Handel spielte, den Salat aber nicht zu kennen scheint, ein Lied auf dieses Ereigniss zugeschrieben.) Der Inhalt des Salat'schen Memorials berührt vielfach denjenigen der Chronik, auf die hingewiesen wird. Dabei konnte er auch aus eigener Anschauung berichten. Im Jahre IS 36 war die Chronik vollendet und vTurde den ka- tholischen Orten zugesandt. Ob der Sarner Codex wirklich schon 1533 geschrieben war, wie das Titelblatt desselben anzeigt, bleibt zweifelhaft, da Salat im Tagebuch den Schluss des Werkes auf IS 36 setzt und auch die übrigen Handschriften diese Jahrzahl tragen. Der Rath von Luzem überreichte dem Verfasser ein Honorar von 20 Kronen.' Salat's Chronik lässt sich in gewissem Sinn als eine * Im- Besitze des Herrn v. Liobenau in Luzern. — In R€nwart Cysat's Col- lectaneen R (Msc. IIS der Luzemer Stadtbibl.) fo). 1S6 — 144, b iindet sich von Salats Hand eine Gopie der Vereinigang mit dem Köni|c von Frankreich, dem Dogen von Venedig und dem Herzog von Mailand von 1B26 ; ib. foh 14B Voiv trag des frbuzöa. Gresandten auf der zu Auffahrt 1528 in Luzem gehaltenen Tagsatzung; M, 160 Abschied der Tagsateung von Samstag nach Pfingsten 1529, und fol. 161 die Instruction für Schultheis Golder zur Tagsatznng in Baden , Maurizen Tag 1S^29. ^ Das Original ist im Staatsarchiv Sarnen. Abgedruckt im Ari^h. für die schweif. Ref. Gesch. ir, 103 -^ 151. Nach den beigegebenen Federzeichnungen zu uttheiien, wäre Salat auch ein geschickter Zeichner gewesen. ' Dieses Original Salats , das Haller und Balthasar gekannt haben , befand sich schon fräber( 1592) nicht mehr auf der Lu^erner Staatskanzlei. Gysat schreibt in seinem Memoriale B, 78: «Man sol demb&ch, so Johans Salat grichtschry- 16 Fortsetzung derjenigen des Peterraann Etterlin auffassen und scbliesst sich nahezu an die Zeit an, wo dieser abbrach. Freilich war sie nicht für die Oeffentllchkeit bestimmt, sondern sollte in den Archiven der katholischen Orte niedergelegt werden und wurde daher auch erst in unserer Zeit als die bedeutendste Quelle katholischerseits gedruckt.* Auf der andern Seite konnte Salat's Reformationschronik nicht ein Öemeingut des Schweizervolkes werden, weil sie eben ein einseitig katholisches Gepräge trägt ; die Reformation als ein göttliches Straf- gericht auffasst, zu dessen Vollziehung sich die Vorsehung etlicher verzweifelter Mönche und Pfaffen wie Luther, Wykleflf und Zwingli als Zuchtruthen bedient habe. Die Chronik, der eine Einleitung über die Geschichte der allgemeinen Reformation vorausgeht, worin das Auftreten Luthers und der Wiedertäufer erzählt wird, verzeichnet die Ereignisse des grossen Kirchenstreites in der Schweiz chronologisch vom «Tahre 1817 bis 1334. Als Quellen benutzte Salat zunächst die im Staatsarchiv liegenden Acten, zahlreiche Flugschriften, mQndliche und schriftliche Mittheilungen von Zeitgenossen und endlich konnte er aus eigener Anschauung berichten, wozu ihm seine amtliche Stellung, die sich nicht nur auf die Gerichtsstube beschränkte — er ber zu Lucorn vom Gappelerkrieg anno 1834 gschriben und m. g. h'erren ghört, nachfragen und es ufifs rathus ihtn, > Im XVIIL Jh. scheint es wieder vor- handen gewesen zu sein. (Archiv I, xii Note 2), ist abßr seitdem verschwanden» ^ Im Archiv für die Schweiz. Ref. Gesch. herausgcg, auf Veranstaltung de» Schweiz Piusvereins. I. Bd. 1868. Ausser den dort p. IX u. ff. verzeichneten Handschriften finden sich weitere im k. k. Haus-, Hot- und Staatsarchiv Wien, vielleicht ist es die für König Ferdinand verfertigte Abschrift (bei C. v. Böhm, die Handschriften etc. JSfro. 7S9); Copien in Luzera, 8t. Galten, Stiftsbibl. Nro. 1208, Abschrift von 1689; Nro. 1206, H p. 265 (Vgl. Scherrers Verzeichniss der Handschriften der Stiftsbibl.) ; Stadtbibl. Solothurn, vom J. 1622, geschrieben V. Justus vom Staal ; Aarau im Besitz des bist. Vereins (mit willkürlichen Zu- sätzen). Auch im Kloster Rheinau hat Zapf, Reisen in einige Klöster Schwa- bens etc. 1786 p. 15S ein Exemplar Salats gesehen nnd macht dazu folgende Bemerkung : t Ist eine Arbeit, die aus andern, wie z. B. aus Schindlers Chro- niken, abgeschrieben worden. » Zufällig lebte Schindler 1684 -—1741 und ver- fasste allerdings ein Diarium v. 1516 — 1741 ! Herr Professor PI. Segesser in Luzern besitzt den ersten Theil einer Hand- schrift, die bis 1526 geht und meist eigenhändig von Salat geschrieben wurde. Die Herausgeber der Chronik hätten wohl gethan, solche Handschriften zu be- rücksichtigen. — Modernisirte Bruchstücke aus Salat gab schon im vorigen Jahrhundert Füsslin im II. u. III. Bd. seiner Beiträge zur Erläuterung der Kirchenref. Gesch. — 17 fuügirte auch zuweilen als Schreiber auf Tagsatzungen — wohl zu statten kam. Er verschmähte aber auch unter Umständen das schlechte Mittel flngirter Briefe nicht.* Die umfangreichen Vorworte zur Chronik hat der Herausgeber des Archivs als Vorparaden und Ziergebüsche übergehen zu dürfen geglaubt. Wir können diese An- sicht unmöglich theilen und geben daher diesen nicht unwesentlichen Theil des Werkes im Anhang. Es ist nicht unsre Aufgabe, den historischen Werth der Salat 'sehen Chronik zu erörtern; eins aber ist sicher: das endgiltige ürtheil ist ihr noch nicht gesprochen, und dieses wird •— wir müssen es befürchten — nicht zu ihren Gunsten ausfallen und kaum mit dem übereinstimmen, was in der Einleitung zum Archiv oder im Jahrbuch für die Lit. der Schweiz. Gesch. 11, p. 92 ihr nachgesagt ist. Was hingegen die formelle Seite anbetrifft, muss Salats überaus kräftige, klare Prosa den besten derartigen schweizerischen Erzeugnissen des Jahrhunderts an die Seite gestellt werden. Üeber die Anfertigung der nöthigen Abschriften gerieth Salat mit den Schreibern seiner Kanzlei in Streit, der am 2S. Juni 1535 von Käthen und Hundert dahin entschieden wurde: der Gerichts- schreiber («Hans Seyler») solle nach Amtseid von allen Emolumenten von Gült-, Kauf-, Testament-, Ehe-, Lehen- und Kundschaftsbriefen, die mit dem Stadtsiegel versehen sind, den Schreibern, die dafür das Pergament zu liefern haben, die Hälfte verabfolgen; dagegen «aber in Croniken und bücher, manungen, quitanzen, beyelzedel (Kauf- briefe) und ander cleinfügig ding und missiven, usgenommen die, so under unserm Siegel usgand, sollend die schriber in der cantzly dem gerichtschriber nüt zureden, noch er inen zu antwurten haben.»* Eine beabsichtigte Portsetzung der Chronik, wozu schon Material zusammengetragen war, unterblieb. " Zu Salat's äusserem Leben bringt das Tagebuch aus dieser Zeit wenig erhebliches: 1534 will er, nachdem er schon früher «Paris troum» gespielt, die «Judith» aufführen, aber es wird ihm verwehrt. Weder von dieser noch von der spätem dramatischen Wirksamkeit Salat's haben sich Spuren finden lassen. 1535 schwört er den Ge- ^ üeber den gefälschten Brief Zwingli's an Franz Kolb vgl. Schuler et Scbulthess, Zwinglii opera VII, 388; Kirchhofer, Berchtold Hallerp« 284 u. ff. 2 Rathsprot. XIV, 140, b. Baechtold, Hans Salat. 2 18 riobtschreibercid , und nach einem Schreiben ron Landammann und Rath von Obwalden an Schultheiss und Rath von Luzern, vom 10. Januar 1836 (in den Luz. Missiven), ergibt sich, dass er, um diese Zeit auf einer Reise durch Berner Gebiet begriffen , die Ob- waldner von den Eriegsrüstungen der Berner zur Eroberung der Waadt benachrichtigte: «Uns zwyfflet nit, Ir syend durch d«n tiwern schriber Seiler genzlich berichi, wie dann die von Bern mit den iren allenthalben pratieiert, iren mitburgern ze Jenflf hilff zä bewysen, als wir dan bericht sind.» Das Jahr 1537 verzeichnet zwei friedliche Arbeiten Salats. Das schöne, nach Lupulus bearbeitete Volksbuch von Niciaus von der Flüe, das er in der Chronik versprochen hatte, erschien, sowie sein versöhnendes Büchlein in Warnungsweise an die XIII Orte, das, nachdem es schon für verloren gehalten, uns von einem gün- stigen Geschick erhalten geblieben ist. Mit ^inem Mal hören wir verwundert — fast fehlt uns der Glaube — ebendenselben Mann, der noch kurz vorher die feindseligsten Gesinnungen gegen seine anders- glaubenden Landsleute an den Tag gelegt hatte, die Segnungen des Friedens preisen, eindringlichst vor dem Bruch gesohworner Eide warnen und die Vereinigung aller Eidgenossen zur gemeinsamen Er- haltung des Vaterlandes herbeiwünschen. Die Stimmung war eine vorübergehende. Am Kriege, der zwischen Kaiser Karl und Franz I. geführt wurde und zu dem die Schweiz wieder Söldner hergab, scheint auch Salat sich betheiligt zu haben, entweder als Schreiber oder nur in einer Mission nach Frankreich. Wir finden ihn im April 1538 in Lyon. Zu Ostern regierte er die Passion in Luzern. Von jetzt an beginnt sein Stemlein rasch zu staken. Ein wüstes Leben, unsaubere Händel, in die er verwickelt war, ^ stürzten ihn, der von Haus aus unvermöglieh war, in tiefe Schulden, und am 31. Mai kam die missliche Finanzlage Salats zum ersten Mal im Rath zur Sprache bei Anlass eines Schuldstreites, der dahin entschieden wurde, Hans Seiler solle «by tagszit» s^ine Gläubiger befriedigen. Der Schultheiss erhielt den Befohl, den Fähndrich von Meg^gen (Sa- lats Widerpart) zu bitten, «dass er im (Salat) nööh acht tag das beste thftge und im stillstände» ; mit Seiler sollte man reden, dass dieser sich beeile, tsin hushab anders zuschicken.* Diese Warnung * Staatsarchiv Luzern, Personalia: Hans Haas. « Rathsprot. XV, 55 b. 19 Vk^m sich der Gerichtschreiber nicht zu Herzen, sondern lebte lie- derlich, wie zuvor upd endlich, aufs Ae^sserste gedrängt, griflf er zu einem verzweifelten Mittel: er gab einen Schuldbriet der wegjen Abzahlung hätte entkräftet werden. sollen, einem seiner Gläubiger an Zahlungsstatt Der Betrug kam an den Tag und Salat war ruinirt; er wurdei eing^erkert und am 24. Januar 1539 ergieng folgendes Urtheil tiber ihn : «Hans Seylers halb, des gerichtschribers, so für und fiir liederlich mit mätzen ist, auch pra^sen^ sine gelten nit zalt, vilfaltig eyd tibersäohen hat, sine schulden zil vernügen, deshalb er in thurn komen ist, haben min g. herrn in uf ein urfechde usgelas- i^en und mit im lassen reden, daßs us grossen gnaden min .herrn in noch mer versuchen und sin selbs angesetzt zil verwilligen wollen» doch dass er dazwüschen sine gelten abstellen und mit inen abkom- men solle indert V wochen, wie er begert. Dann, so er das nit thün und minen herrn nach den V wochen clägd kommen wurden, dann soll er us miner herrn slat und land gan, und niemer darin komeq, bis er die schulden zalt hat^ ouch sines ampts soll er dann i)0roubt sin ; ouch dann sin gut den gelten erloubt werden, dasselb z& vorganten. Er sol oucb des unnützen lebens müssig gan, sin frowen rüwig lassen und sy, ouch sine kind bedenken.»^ Der Ter- min verstrich^ ohne doBB Salat mit seinen Gläubigern sich abfinden konnte; aber erst zu Ende 1540 war der Langmuth des Kä- thes erschöpft und Salat, gezwungen, Hab und Gut zu verlassen. Der S^athsheschluss vom 13. December heisst: «Als Hans Seyler in thurn kommen ist von wegen, dass er ein gültbrief, den er ertödt sollt haben, dem Küfifer zfl. Wynikon an sin schuld geben, da jetz der.Kuffer nit anheimisch, ist uf ein urfehd usgelassen; solle wer- den und schweren in die statt und nit darus bis zu end und ustrag des handeJs, unz der KtSßv kompt und sol darby niemand nit mer weder von gerichts nooh andrer Sachen wegen, das min g. herrn oder Ire vögt beträfiEen möcht, schriben.» Am 20. December wurde Salat seines Amtes entsetzt: «Zwüschen Hans Küflfer von Triengen, sodann Ha^s Seyler ist erkant, dass nach dffln hochzyt ein tag. allen galten und so anspräcbig an Seyler sind, gesetzt werden . und solle dann er: oder sin gut iedermann antwurt geben. Er sol ouch des Äiaptes 'entsetzt sin.» Salat, der im Tagebuch diese Vorgänge nicht 1 Rathsprol. XV, 110 a. 2' 20 verschweig*; konnte von Glück reden, dass er mit dieser Strafe da^ von kam, denn auf derartige . Vergehen war sonst die Todesstrafe ge- setKt^ wenn sie audx selten ansgespiroahen wurde. Avich die letzte Hoffnniig sofaeiterte; Auf der! am IB. Oct. 1B41 in Briünnen gebai^' tenen Tagsatisudg der bathoHschen Stiüide, die er um Hilfe anrief, baten die Ab^eordEueten der vier katholisehenOrteLuoem, fibrenSatatf wieder au hegnadigeorAmd ihm g^gen seioe^ Gläubige beizw^tebea.; aUeki das Begeiurea wurd^ abgesohlagen.^ Ais fteriobtasabraiber zu* gleioh Stellvertreter de« Stadtscbreibers, hatte Salat es ohne Z>veifel nur seioen föübem Verdiensten und dem damaligem RcigimiSQt m danheQ9.dass er inieht längst von seiner Stelle eatfernt worden war; Gysat gibt «uns. eine leirgötflli/ebe Schilderung von * ^ Sammlung eidgen. Absciliede im Luzerner Staatsarchiv und Staatsarchiv SchWyz, Tagsatzong&äbschied vom 18. Oct. 1S41. — WW aiif Safat «tim Öe- richWchröiber 'ei»wftMt wurde, ist ünbökaoat. AAi '». Fftbrtttti^ 1548 ma^ Meklüor'Krelisiiigae gewählt '(HathsprDt..'XVIi, 60^9«.}, tiem' in)(^ mi gleichen JähVi Zae^jurias Ble^^i,- der auch als Dichter. li^^J^afinte ;Fnei)nd{ .^e^,. Aegid^vu» Tschudy., aachfoljgte^ .. ., - . . ...... 2 «Vorher (frül^er) w^ren Stadt- und unterschreiber müssiggäriger, sind tag lind nacht byni zechen und spielen geAvesenV liäbeh die substiluteii cfikiefe, sorgen, laufen und' au Ararten lassen , also wenä tnan^ ^t wollea rathi hakeü', HHiii die ^hiriber iiti bett^- borfl) kalatzioieriiui' den ftrinkstoi)^ ihnlb.sAehe«. ipuBsexk , Den , vorfahr^a hat maos ^b^rs^^, nit jog^redt «^od war ^y ihu^^ immer kilbi etc. Man hat keine, weder lateinische noch italienische brief le- sen können, sondern alles an die priester und Schulmeister im hoof schicken m^seii) auch an gemeine. ))örg^r-, wi^ es o^r g^chehen ,, 4a ich.npc;]i/in der apothBk war etc., Pi<^.,$chriber haben alles^t g;nn$t; gßfun4^> 4ie;.|>l^upter. durch die finger gesehen und gesagt: es sind gut gesellen und von ehrJU^jiAr frenjindsehalt, bab^ kuaAfr, ipaa awüsee Vmm doc^ b^fenl.;^ , J»,./\^i:^ii polit. DenJtw^.dos MX8,,Ui2ßm i3i7 pw.Q3 u.,,ff,. rDje.J^tgte, 3Wle.rhepp^^«scb^i#t: auf unsexai SalaV g^m^pzi äu ^sein, ^^^a/Vi^ti^m,^ JJai?|9r^ftcj^Qf, W4,,}ios«i4^ im Rathe.sasßen. T»- Cysat nahm ülDrigeos yersohiedenp t.ou jßaJiat. yj^i^fas^ff. Acten aus den Jahren 15S7-— 39 als Musterstücke in sein do71 angel^gjt^^FjQj^rt melbuch auf. • , > A^tifzeiebmo^tJ des Mchtf^^^^ ^r Auftchrei des belasteten ®^ ^^v^at« gl Zfett tönt dureb dfe Aufeeiöhnuo^^ *» ^^'^*^SS^««^*" dtirch eifr ergröiffeiMfer Auftchrei d^ ielastetei^ ®^ eebßVÄo» l^^^^ Naöh seiner Abseteimgr töhrte S»lMein "^^*^*^e danti a^ßf ei- sfoh nach seiner Heimat ö^u^ MtetiWfeg ^^ ^ t I 4 im April taucht er m Seiripöeh, a?^) Ihm Verwandte ■'^ * ?.--a IPr-anÄosen ven der eiiie*. TÄgSÄto^tVg g^ Zunächst Wandte ei- sfoh nach seiner Heimat S^^^^ Mietihfeg ^^ ^ €^ im- greidÄscfben XWegr wieder als frangösiscö^^ ^ffig ofttoai ^^2J naeb Perpf^ao C^arpföia), zu Fuss, ra&^^ ^^ ^VörloreTi geg I I J'icardie. Sein Lied liierüber blieb uns glüokl iol3. t7i IUI- greiarisonen J^Ln^s^ wiener i&^S'naeb Perpfgriari C^^^P^öia), zu russ, mw*^- I* dtehiete ein lifed abei* den FeHzug, dasselbe *•-— ^ es BOh Im Januar Iö4f3 er-öffiiete e^ »m«. »nVmi^ itt Stxrse , ihm aber Bier mit de^i^ JPÄdagrogik in lebra, im August, nachdem die Franzosen ven der eidg", TÄgsatoißS mals Hilfe gegen Jtarl V- g-öbettelt, macht sieh Seil a-t auf oac fieardie. Sein hied. liier Über blieb uns glüofcl iol:»- • erhatteo- Hrfnigekehrt siedelt« «r sieb Im Deeember dessö-X2>eii J^^' Saanm' fei üööhUand aü , * "*" *^°*'* ^®*° ^^'^'^^ als S, " ffials ztti suchen und iö» üf«^« ^®*t "^'1.^ ®" ^«m J Ate deufecher Löhfer ang-^t«"'» «»^ ««»»«n im Juü j ta Prankt^ch fCalate), «is Keidscbreiber ^i^^^^ ^^^ tiuzern, auf dem Feldzug", «^^^ *-^* ^!^®° *e Praaz« "«d d^r Hiit dem Frieden zu Grespy endete. Wir bat» «wes Liedes >iuch über diesea Zug: zu oetiagen. Aus ^«riobtete, Salat, «emli«^ ^******^-^iwL**"!f" «*«*^n Ltaerifc die Erlebnisse d«r soll ^«»»«»"«ehen. Söidoersck« «nn ef^entfieh dabei zxx tfelio ist , g-eßt ««s dem Schluss h?rvor:,er will Gnadß und I^^^^th^-"" Tt "°^ ^'^ «ioht^ auf Erden wäre ' ibm ^»^äs^^V n^" ^'' «r Wieder iaPreiburff vro • ^ *f*^ "'* ^&" ei« ?»«i8t ab«. m«s8 es iL do^t "5f ' Jf "^ ^' "^«^^ ^Bi-es öftönt eitt rahrendei- JSTötbrurdes «armen vertf. ./ Nacli'dein Gesch. Fr. ^ ▼ » ,^ 3^o«e 6 Iraf Stilafc iUS ii^ ^n^^*^^^^» schrieb dort aiici^ > T ^,. »irtt^r Saan^n auch bloss (Ja« Ich Wss' Wohl, dass rnart 2]^ (Xilien krön, die hl^f ^**^j:a»^''Freibttrg überhaupt 41^' '^" — *-w*u^ui,5 uueniawK- rCnouau, die Schweiz, hist. vV»» , AWr"'-'' "nd€^ero!d Meyer ^^"LJ^^idfch h^^fvor, dass' SaJat ^*/ f *^ iös dem Tagebuch geht att^^''^^*^ ^^ ' Beilagen, Brief I. 22 an die Väter in Luzern:* Die Herren wüssten, wie er aus eigener Ungeschicklichkeit in Lnzem habe abtreten müssen; seitdem wolle sich, ihm nirgends mehr ein Glück zutragen, mit dem Schulhalten gehe es wegen eingetretener Theurung schlecht. Kr beschwöre sie um Gottes und aller Heiligen ^villen, sie möchten ihm Alles verzeihen in Ansehen seiner kleinfögigen Vernunft, groben Verstandes und' an- geborner Unwissenheit und ihm irgend ein Oertlein in Luzern an- weisen. Er versucht es sogar, eine drohende Miene anzunehmen : wenn man ihn nicht höre, sei er am Ende gezwungen, zu den Wider- parten des kathblisohen Glaubens überzugehen, von wo ihm Anerbie- tungea zugekommen ; aber lieber wollte er beim Türk in Gefangen- schaft schmachten, als je aufhören, ein handfester wahrer Christ und Luzemer.zu s^in. Er möchte lieber heule als morgen heim: fünft- halb Jahre im Elend sei eine harte Busse! Eine Antwort möge man so tibfassen, dass die Preiburger sehen » dasß er nicht ganz verlassen sei.. Schliesslich bittet er um Mittheilung aflfailiger geheimer Haths- verhapdlungeji , die er aus angeborner Vaterlandsliebe treu bewahren *M. ü werde. Der Rath aber würdigte seinen frühern Schreiber ' kemer AntiVYort. 1 546 wollten die Preiburger mit den Bernem einen Zug nach Neuen- bürg und Gfenf unternehmen und Salat sollte sich als Freiflder Haus- und Stubenrecbt in Preiburg, Harnasch und Wehr erWerbeh. Da er '§ich unter der Leitung des^ Doktor Adam aufs Neue der /Medicin ergeben upd mit. ejuigeii Ersparnissen in die langenlbehrte Heijiiam" zur &ck- ;5ukejbren hoffte, bat er den Rath von Luzern am lÖ; Januar iolß um einen . Mannreehtsbrief sammt Empfehlungexi,' die' ihn der zu- gemutheten Verpflichtung ti)3erheben werden.' Der Ralhi , liess ihn wjsseo, dass er iji dieser Sache nichts thun könnte, weilTP'e'tent kein geborner Luzemer wäre, und wies ihn an Sursee. Dort aper wollte man erst Aufschluss haben,. über gewisse. Yorgfti^gie^,, die ^^lat von Luzern weggebracht bfttteih Btoer (gab^ daher.iin .euifi^i weitern Schreiben vom 19. Mai^ dem Luzerner Rath die • nMbige^ NsetiriehteD ' '" '•' '''' ■' ' ''' • '-' '■•• • < ■■ ' . -"; "..■■. • li i h\"'\;->' •' , !f'>'s.l,i[ t\'A\ 'II. 1 Brief n. * ' •-■ i ' ■ ■ U ;. .: ;;: ...11. .f'i JNHJ lHj^ j tJi;/l "'* "Brief in' ' '^ ' ' ■ '"" ■■ ' ' ' ''-^ '■-'"'' -"^-'^ ,"3;»"(. fnT«j tlft'.A "['\. «Brief IV. -^ -Ete'ist also einef hlcent, Wertn »f^h SkM' iii''ilfe!Wie*> fchronik eiiieri € erT)Ohrnen Luzem6r * neirif. ' Fn firi^f Vtl i^rtiVefbt'i^f'sit!W-g^r:'*Bflr* ger zÄ Lücern , Surgee' und Prybiirg. » ' ' ■' • . • tt .M*-- "\Ui.üi\ \: r:^ 1 33 Ober seine Familienverhältnisse und wiederholte — aber auch diess- Djal vergebens — seine frQher gestellte Bitte. Durch ein Fastnachtsspiel, das Salat mit seinen Schülern im folgenden Jahre aufführte, gab er neues Aergerniss in Preiburg, wo man dem losen Maul sonst nicht grün war ; er wurde eingesperrt und sollte des Landes verwiesen werden. «Dem Schulmeister Salat soll der eid von Stadt und land geben werden von wegen des üp^ngen und unlydenlichen spils, so er den knaben hat ufgeben zu spilen» — lau- tete 4äs ürtheil vom 31. Januar 1547, das aber nach einigen Tagen wieder. zurückgenommen wurde mit dem Beschluss : «Hans Salat ist mit nachlassi^ng des eids, so er von statt und land sines unerbeTlichen spils halb thftn sollt und der gefangenschaft begnadet mit dem an- baU;^,' dass er den Jünglingen ihr gelt, so Sie umb ir sprüch geben, wider kere, und fürbais hin sich dermassen halte, dass irae nacher nütz, meer zu verwysen sye.» Die Lehrerstelle musste er aufgeben.* ',Zu Freiburg im' ICIend sass Salat bis zum Jahr 1851 als bescnäftigter Ärzt.^ 'findlicb kam die Gnade. Er raffte sein Plün- derlein und seine Bücher zusammen und eredachte in die ersehnte 'Heimat' ZU kehren, wurde aber von seiner Praxis bis zu Ende des Jahres zurückgehalten;' vorher sollte ihm noch ein verdriesslicher . öandeljbe^egnen. ; vor langen Jahren, als er an der Reformations- ,ciirpmk arbeitete,' hatte sich Salat zuweilen des Kaspar Meyer, Schul- ^,'ldbrer des ;Stiftes, als * i^sjchreiber bedient. Nach dem Tode Irfeyers * , hei Athene 'die' ."Wittwe .desselben den Johann EOnzii (oder Künzig) von ..Ißj^'gnaiL'P^ später Schullehrer in Samen.* im Juli ^iSSlVrecji^ nun''diese8AYeib' in einem groben, drohenden Scfarei- 'Mn'au Ss^lat'eine und es entwickelte sich ni^JiovirtjiRMöb. Maa Ö6; 26u/0ctJ iM€ erflckaiU) ein fiftUfl^Buffii^^ir als • Eingang zu Brief VI. — 1851 am 28. Febr. schrieb Salat aus Freiburg ffir den Luzemer Rathsherm Ulrich ToUiker einen Bericht an Schulthelss und Räthe von Lnzem über den Schuldstreit des Grafen Ghamb^ mit Bastian Knab und Joder Rächenberger von Luzem. (Abschiede im Siäatearchlir.) >ifir<.fj1 dfiWlin, KQ?irAd.)S)ilheiab.^ II|. J89 i^nd Sarner Scb^lprogragim von 1869, •^iN f3. rl^m^^br^^b FjtQi^s G^sfihichtsbuch^^ Salats Chronik und^ den Tann- grotz zusammen. Hs. in der Stiftsbibl. Ejnsiedeln«. Vgl. Kaumajins^^^rapeum f, 861. stücke , mittheilen. ^ Dieser bestritt nämlich die Schuld, und aner- bot sich, in Luzern selbst gerichtlich Rede stehen zu wollen, wo- rauf ihm das Ehepaar abermals zwei infame offene Briefe zustellen liess. Salat , aufs heftigste empört — da man oflfene Briefe nur an Bösewichter und maleflzische Leute richte — begehrte vom Rath in Luzern ernstliche Bestrafung der Ktinzi, den Provisor selbst aber und dessen « unfläthiges Zennerli » tackelte er in einer Weise ab, die an göttlicher Grobheit ihresgleichen sucht. Die Sache wurde erst am 28. Jan. 1552 ausgetragen und Salat scheint sie unterdessen milder aufgefasst zu haben ; 4enn^4bwoW .-ihSi voji '^ijefi ; J^feönergericht in Luzern das Recht ettheflt würdö, -denTrozess vor den Rath zu ziehen, liess er es bei dem Spruch bewenden : beide Parteien sollen an Eides Statt reden, dass sie von einander nichts, als alle Ehre, Liebes.. und Gutes wissen, die Kosten unter sich tragQp und dem, Gericht § Ib. . ? Busse erlegen.* / .... . - - ^! ■ . . . :' Das ist die. letzte sichere Kunde, ' die wir-übet^ Salat beizübrini^eii' vermögen. Im Tagebuch selber ist eine bedauerliche "Lübke (Von ' zehn Blältem) seit 15-50 und fiuf detoMchöten, dem. letzte^ Blatte^, endet ^ ganz, räit einem Lisiderisruf^ Ob.c^qr g'.e§c]tieij:fiijte., iä.afin in Sursee— wohin er jedenfalls um 1552 jHirückb^Jtate.-rr.Sßinß . Tage beschlossen,, odejf.Qb Qr spip, liuaern, wieder hat schauen' dürfen : vwer möchte «s wissw.?'. -^ -••>■• -' - . • ■ ••' • '"'• ' ^' '^ '''-^ • Damit schliesst die Skizze eines vielfach von tÖhän'^leck.kn Ver- unstatteteti Lebens', dössen ' unglücklicher Ausgang n^t y^^ söi^j^^iid zu stimmen Vermag. iEs ,ist wenigstens . ein Yoi^reQht ,. . ^es. , Eiei?ds> ^ ^dass es ein unerblttlicl?,^s Gmfhi ,^i\i^t ..Ate .tUe^atraber.nimfiifc Salat eine viel zu bedeutende Stelle unter seinen schweizerisöh^n Zelffge- nossea Äin^als- dass Brief V und das yorJiergß.l^^nc^e ,^chr^eia ;l)i^ .y]|. ., ^ h n m u .i ' * i ir\ * Keuner-0enc)^tsptpt.,.i552 Dq^^^ ^ Die meisten Luzerner/ To^lenb^icliei^r^l^^ rw^^: bis, ipM4i^.,i?.V5fiAJe]^len Decennien ,de§ XVL JfalirL', zurucky^ jJyHph-.4J[e,.4^^(^^gjfn , Qrjflr;iiv}^qQR toyier Jahrzeitsti tf uni^ Salats. In Mannschaf tsrödeln von 15f^ß iTr-ßQ^'f W^ i^^ el^ß^lls nicht genannj. Die Erneuefiing dec ^giei^d^J Jm^. Bf.j ISJa^^s '^«iwh ij^JfjiwyJeg .^f zeugt dayo'n, dass, d 5711 'ßalaSKlän^s}. ?if^rg^s|en,,,\Kar. ;., , .. >, , ; > m, .ko»^ .ij Salats Tagebuch. ifanuscr. allemand 238, Bibliotheq^ue nationale in Ptiris. 68 pagrnirte Blfftter in Quart (Perg. Einband) mit dem Wasserzeichen der Traube, Bl. 68—78 fehlen, Schluss auf BU 79. Alles von Salats Hand ge- schfiej^ßj), Jm Pariser Handschriflen Catalog irrig als Tagebuch des Kicks ron Wyle bezeichnet. Inhalt: Bl. 1 — 3, Tractatus de varii» modis scribendl (Ueber Geheim-» Schrift); einiges über Schriftwesen: Scriptura nisi in jLenehris legenda^ 6in geschrift ab berment tun, mit stahel schryben, ein linde fader han -'etc. Eine kurze Lautlehre: die Ö rfiffer oder slimmer a e i o v, zamen- gesotele. stinnner ä oi ie d^ d v^ ä f fi au eu ou, heimliche stimmen eh seh bsch etc. mitstimmer 1 m n r w, stummen b c d f etc. Regeln für. d?n S^hjceiber. .. . Bl. 4. Niclaus von wyl von Bremgarten. Äs ist schwär vnd niU wol müglic^ , das ettwrf^ mog von gebürlichen tittlen vnd vbergeschrifften ge- «ezt werden, gwüsses, bliplichs vnd jederman gfclligs etc. (Aus dem .^ngtttganr ifiLTi-ÄAslatlon des Niclas von Wyle, bei A. v. Keller p. sSöO; 18 u. (L) Bl. 5 — IjOi .Yon heden Ständen, das sind dör reistUch Vnd wätl- ijch. In dem geistlichen sind {gegriffen: der babst elo. (Fortsetsfipg dör gleichen Translation,' bei A, v. Keller p. 868, ii — 863, is. Ganz, tM Ausnahme des Epilog^.) Geschriben uff den 16. tag des manatz Bl. 11 — 22. Epistola Enee Siluii. Eneas Siluius Rattet hierinn z'ü lernung der fcächrift etc. Dem durchlüchtigen furateii us key- BÄ^helÄ' i)lötl'ettte{»rolssen Hei^i-en Sfgmunäeft etc. (Die 10. Translat J)ei " Ar V.fKfellel'*499', 8-^220,3. Vollständig mit Ausnahme des Eingangs ^UÄÄ SöBliÄöes.) Geschrielfen uff dfen 14. tag Appj:ellen jm 1826 jare. - HS1>. Lau« deö" noslf-ö. '^ » Bl. 2a-:-''i9(/a. 'Ob ein Wirt gefit ladende danck gag.eii soll sinen gesten, das sy zä jm komen sind etc. Zu zytten als babst Nico- ians der 5*« jn sinem ersten jar von Rom gen Fabia floch etc. (Die 5. 1 l 26 Transh bei A* v. Kellet 114. b^j <- i21 YoilßtdjQdJg mit Ausnalmie des Eingangs.) Geaohriben uff den 8. tag mertzen anno 1529. JS. Laus omnipotenti. Bl. 29b —4S. Erstes Stock des Tagebuchs. ' ' BK 46— 49;b. Ein& Epiafel Efasmf et«. ' Bl. S0--57. Ein Epistel Saut Iheronimi: Bl;^8— 79-. Zweites SJ;uck des Tage^buehs. Salats Tagebuch (der Ausdruck ist zwar ^ieht ganz zutreffend}. ist. im Anfang zierlich geschrieben, später ungemein nachlasaig und kannte nur anter vieler Mühe entziffert werden. Der leere Raum auf einzelnen Blättern' ist von einem spätem Besitzer zu Schi^efbübuiigen benutzt wdt»den!* Auf Bl. 86^ steM v6n ehiißr J^iftgdrn^ tdheb Hand: '« Hansb Bumen ron^ mfl^ter. soi mn: fgiäd- hriff SOQQ gl luc^iiaer werung auf znkuaifige (1} nueb^n far ^ini^ht bi^zalgen. Ilem bau ich geirechtnodt uf> micbel grodt». Daß Tagebuch wurde jedenfalls erst gegen 1536 angefangen und zwar schrieb Sajat — nach der gleicjhmaasi- gen Schrift der' ersten 8 Bfaiter zu urtheilen — fein' giites Stück in ^löe m Zuge iterfer ; spater 'erfoFgt liV Hic inveniuntur duedam acta preteVita de me et aius rebus, tempore . Dieq acta et facta. . ' Vgl. Attenhofer, Denkwürdigkeiten der Stadt Sarsee p. 50. ' statt Torregum. . "" ' ""''* • »-Randi^io'sffeiaiÜ'oktfernieAtag:'' '•■ " ••' "'■'■"■ -'• '''• '^ ■'"' " •' 87 tfe poÄt dito 8t. J«eob! ftnnö prsediofo 18. conflrmatüm ^t- matri-2«.Jii". monium nöstrura in ecclesia et amic'us meus Habennachet duoebat Spani a Torrego in Sursee et ibi Dupcias babuimus. Anno domini ISIS bschacb die sehlaobt zft Nawenvi vvider kUng Ludowicum uss Franckrich, und im die mit grofißen erea angwun- nen, daran was min brftder herr Jodifem. Er hfttt o\ich ettwan 1 jar datvor sin erste mfiss ghan. Anno domini 1515 bsehach die schlacbt zu Marfan wider k. Frawnscwöi quae perdita : erat ; da verlor, ich minen brdder Gabriel, godt 6y inen atlen gnttdig, so da. bliben sind) und fieog VMXi am donstafg^ 'ta4f iden abend an uttd ^öod di"e ganz naoht in der not; am iüörgen', frytäg, was crucis eisraltaoione , katnöndis* abfei* an^. sept. einandreu, und mösstend unser knecht abzien, und warend vorhin by 2 tagen.. vqtt.irien xj^ß dem Öild zogen Bern, Fryburg, Sobturu, und Abiio 'dööriiä' 1814' üff «ant' Üriehs tag erhob eiob der puren*, j«". krieg und zugend miner heri^eh ömpter tix' St. ÜH'ch by Rtiöwyl glegen, und hflbend an, graeinden halten wider min herren, und hal- tend min herren ettlich Irs' raW zfl.ltien ' gööBSikt, • «&♦ lö&feh, was inen doch anglegen, und worutA by so uhrftwij^ w^rettÖJ; dÄs was der alt vogt Marti; BaHiöäöi- ÖÜhvÖi-, Ttoi^'uWiiföfetf ^ttWcfe, und *e ' Wbrrferid* yih fleh ptil^n '^fangen und - gen' ' Süif se6 g^chfofe't, und lüffend die empter für die stat Lucem, und blegerten ' ttJitoör herren Stadt, und liessend dfle riö^W'airtft df6' glttgfeen eäh kurtti'hinder sich gan in tfJfr*te^e^*;^1n tb^uft^, 'ötö^ttttitiSiftäeti/erf tind'§p«rQnnen mit vil ungschicKtfeii 'ti^We!fi''uiia''frfe^el^' Handel: ''Do^^H^Atässtend min herren ^flöj^ö^ fefeeö;^ dferiptimiHr tmh(*'4Ä ^eätlllen; schult- l:eisilPeiT,^?lfei^J jüiife ''Hans^^eir, '^JA^bB'^Sdhtäld, • miA^etfer 'Aerny Moser, houptmann Huser, Renwart Göldin, Curat Hasfurter. Seckel- was St. Jacobs abeni* also 'ersticttena die puren in der sach, und toiit(a(d'iflt'Tiie'\^sS4n/-^*'ö'W'old itt (ut öeiäiiei'Wefptfpili^o com- Äil ttiM 'fl^iig'ka'äö; Mrifebörenselkatizfe^ ^W%mi''^^ 'flerigeina "ei6aü(frea"üiiU "fürtcriäs' iil"Wlbe^"lieh%n ^ Hans Thuni. , / * ÜDrichtig, Jacobs Abend war ein Sonntag,. der Samstag war der .28. Juli. stat ; duL. Y^trd ineQ ir ^mi^etat zumteyll g\omU und schlag mau dem fennrich Heid von Entlibüch den köpf ab, dann er was ir, der eoqv ter, redfer gsin,^ uad (bat) garvil'Unfrideaßiin den saßh geßdiaffet, ouch eim puren, hiess Marti von Awoh, tö WiUisower .»mpt» ward der grmd denen, gsohmüst^ . . ■ . r. . ttem im IS 19. jar flei^ an der gros . stäctjet» (dö wüs i<$b>:aoob zu Surse) in der fasten, und . «turbent iemerdar kind < um imi i oseieii^ 4.ani.. dp ftengend omh- an veffwarl lüt sterben ete> laod uffi ükici gieag 2. Juli, ich mit miner frowen gen Zürich, oder off visitacion© -beÄte Jjfari® 14. Sept. laiid wanend da bis crueia «eixaltacione, ^kamend wir wider /gen Slirsee am abend ; da was min fater todkrank » ouieb min bräiäer Lus^ uud 15. Sept. d0Vi starb., am necbsten tag naobdeß heigea crüs^ag der' erhühung, 7. Aug. ujid stand mia läter mder uffi £tom uff s^ AfTira tag aterb min 3. Aus. Schwager Niolaus Späni^ und (krvor am. ainstag w&srgstorbea mki Schwester Martha,* und darvor was gstorb^ii das ! e]iein> Mbgdiaie^i, und üi dem. tod stürbend ettliob^ tags ob zwen^igi^nj und staubend HS. 8ept.by j900'^nientschen in der kUobßri zu Suraee. Item uff sant Mk3lieis abend ward min fro\r kranck, und. was sant- Michel lam^onsbig und 30. Sept. ani frylag früy uff sant ürsön tag zwischend 8 und 4 starb ,Äy, und 16. oot. uff sant Gallen tag starb Hanalein^ und was. St. Qül u£. ein suooa- tag, und am dcm^tag darnach $tarb Jacoblein, gott sinan allen gnedig und barmherzig! und am samstag darnach gieng mich ouch blatcren 1 Erst 1515 wurde Hains Hwd euthtapliet. . < ^ Han^ Ae^berli wurde den ^U Januar .1515 soni To(^.yeirjLM*tlißilW ^ Um deB 10. Mär^ d5i9 waren bei 6000 Reisläufer, trotz des Verbotes der Tagmtzung, nach Eilaobeuren zu Hi^rzog Ulrich gezagen, es ergieog aber «b dieselben nach einigen Wochen der schärfste Befehl, sogleich -heimziikehreQ. * Unrichtig 1519, 12. Januar. und jmt «II, dooh stÄBd ioh in 4 tage» wider nf/ ünkrüt ver* dirbt ttit. . 1 Mtesr^ liißFr Beter Hts prmpositiAs et pater UHoris meee Apolooie ofclifc dig ifiencarit ante Bartolom«um anfiö 1S19.* lU^'ish !1521. jar zogend min herren, Uri und ScbwyK* g^ef^ Basel an d'fasnacht.* litt '2tt^ gar ward der lobttf tuhi im bof xissgftiacht ^ Hern im 1921. jartist hie im kouffaDis kernen verkouft \«^ofrde&, der wiiB .im hcääteett emamer gwachßem, • ■ . Item uflf nechst mittwuchen nach der eschermittwuchen, anno ^«- *'»'«• Ul^ ifieog: ich fbr : taiidb selber aa waröhen, eum iixol*e nieo(l) Anna und ti£E>m^aatag' iv'orm < balmtag' • zocb ich ton mim vatter ^'hm, do h. Apru. wta 'i^aHt görg .üff'deh.'08tet8a)mstÄg. Item ufif den nechsten donstag nach sant Marsien tag im' 15 2ö. 2«. Apru. jar, natetf ieb' min« Appolbnien Ha&ly, und am- neehsteh donstag vor (ter 'kVütiswuHShen gi^ng ich mit ivö zkil^hen, uud fleog an wercfaen, 10. Mai. Qädistsit% 'nädilJohannk Baptlsta, und daziml ward ir Jacob im sei- 25. juhl befl/:j4r"üff "Simon und Jiidas^ tag 3 jar alt. ' as.oct. '• Item 4ni''vl>S87';|ar uff'^den i&, tag merzen, hau ieb min sttifsun Jaöob^viu^MmJsöbwag^ervewJiiiget • '^i'^.'kntsö^ IS^Sl ^geml' @6Ö0 man zA ^dem babst Leo; und was hi^ htsrr W^mi iroü Mi^gen böuptmaili, Jäkob Fanckhuder sin * fenxirichy mi zugiodd i^nwfifg tiff mstag vior ^Mtlmarumv kamend mder uff fry- 19 mü^. tagj'/wotiidtfeem^iimlliotn maMirum. . • • ... 1 - ■ 22. jnni. "^'kano ilSSlDkam bar d^ hen* Tön Lametb^ der des ktto^s Frä;a- ci&eil idi£ Bra^äkrieb iämbasistor was, * lag aüm rOssli b^ HonaS^hSfer^ und' i»{«rd^* mg man uff die fryen empter, Ja(^ Marti mü »im züg^ jiinstag' damaoh' zog die paner gen Zug md 4er & oi^teu panner all ; aiq mittwcici^n^ mbr^n zugends uff Q^pel^ tate&d;Ufid gAwunnebd die 'sdi^äit geg<^ d^nen von Zürich, erscblji^genA.in^by. IßQ man, gwunend 18 stcKäcbtt^en und. der 2(ircher schUzQn.ffBin^, »iistlll zeieh^ eta Darvbr, ee toan uszoch, sach man all abend ein grossen cometen mit eUrymen eins guten ^pies laqg; ^tteh naoh pfingsten ward uaifö, deiä 6 orten '^ t)ro- viand ahgi^blagen, und wert tiis eod des Mkriege. ' * Df^rnaph am .24. tag oelobris M man: idie Si^Iadhi^ äd> tteiä-^ zingen. -• :. .: • . n . -f '■'.• ■' ■ • ' -' ■• •' ' -■ ' ' •'" ^ Bandit^ yerbaimter, in dieser Beäeuttrag au^li bei Kessler, Sabbatal, 426. * Vrgl. die Fortsetzung der Chiondk -,d9e. Y^letius »Ai|9h^^ iiÄoSeJiireiz. Geschichtsforschei* X, S8S. .^ V , ». : ■ eingertelxtei * ., * Ifi miWB BiWicÄh*.der S^^tiz. <6es6hi IV, iSO ist ein . feegister- b&chly uss den alten warhafiEtea Eronegken gezogen» litfs ' nach ward man der sach innen , ward abdon, m&sstend SOÖ ihr. zd bäss genn.» Auch Bullinger im lY.Theil seiner jE^t' Chronik sobi^iWi vettiflieriBeilieffiK^ze, zum Jahr 1531. Ausg. v. Hottinger und Yögeli ^^..AMoi'Sal^-Gkrofii 41 Uff Ottmiuri ward der frid mt den Zt&chem g^acht zu Deniken i«. not. in Z\iger pjet, hie 4i8eQd dmr Sä. ^ Darnach zic^tags ^naefat Vor Eaterine ward der frid mit den^i. kot. Bemem gtnacht. Item donsbaga vor EatidBe .kam man mit der paner heim. 33. not. Fritag deir 6, tag OKrtoi)ris amio 15S1 ward ieb grichtschryber 4ind zinstag vor Lucise erstmals fUrspräch. "• ^•^* Item^ anno i55i uff Leo bapala tag, wafi frytag der Id. tag aberellaa leit maifc mich in wasaertnm von mie spraehs wegen, der tanngros geheissen, da lag ich inn bis am mentag, nämlich 70 stmi- den; haad v^pg&t, demi mich fanügt woll Item im IS 32 jar, als her vogt am Ort houpto^ann zft Sant Gallea^updOiswald Teek^ ^er tedater man, am wegis us ins seh we- hers hus zhus was» büw er, Oswald, sin wib Ifai^reten am Ort ztod f^ytBg. morgam um.. das ein, was der X'' rittem abend, wannu. juai. Peter Sc|i^^, eiins berrea snn von Eich,^ bi iro lag. Glich darnach am eim meotag, was der abend visitaeionis Marie, 1. juh anno pr^Bdicto, biäw derLemman von Zug sin wlb oueh ztod, dans im I»:i!il, daim $y bat ekb OHch lan ofiisntKch schürpfen; In diesem jarerWard onch Peter Mattmann zö Sursee ztod ghowen. Im qbgemelten , ISSä. jar ward aber 1 todschlag um pflngsten vollbracht duirob ein^ faiess der Bren»^, gscäiach in der krop%assen, fand eriö bipa wib. ■ Aber ^m «pfi^agsten im gemelten jar ward Jörg in der Ow er- stochen im Entlib&ch von eim toiiben mentftchen von Fryburg, hiess Peter Emil, dar wind g»fang!an, lang getttmfr und im EntlibAch ftir ein landtag gestellt, da dannen er ledig erkennt. Aber ein todschlag im Entlib&ch. Item aiber mi 4»ds6hlag zä Wimken, darum ein laudtag vollfilrt zft'Tri^gen, was J. G. Sunnenberg* der degern für^prech. Item aber in dem jar, uff Martini stach Hans Aregger Hans Rudolfen Bader z£i |luswU und am dritten tag starb er; landtag meatags nach Martini. is. not. Item mentags nach Martini morgen um ftlfl stffes eft toube kü vor dem fritschi den Schwahi, h. fenrichs von Meggen kpecht, . dass er um 9 ein lieh was. . ,; ,.- : . ,• • * Söhn' ^69 ^Pfarrers iö Elch am Sempachersee. • -■.•/■'• ' Junker^ Caspar {3onitettl)erg. ^ n 42 Bodem anno uff sant Martha, was der 27. tagjulii, kam nachmittag ein Wetter mit hagel, doch nit gar vil, und kam ein wasaer entweris^ dabar gegen sehulthess Hingen gut bi Kriena, über den berg harin, gan^ uDgslüm^ daß in Eriensbacb sich zütrAg mit grossem scha* den d^r garten und gAter den . obem grand fib; m^i den ateg vors henkere hus, den andern ob dem gr^del,^ den grendel ein teyl (wenn er wae nit ufzogen), den stäg vor der badstuben,. die Krien- bach brugg vor Hans Kellers bn^garrdeu' stäg sampt eim grossen teil der muren und garten bi Bat Sofaürpfeii hus etc. ,\md< ward der burggrabeti alla v^l, dass man bim zoifaus das müi'li abbrach; denn das wasaer lüff über das mürii us , und . fleng man fisch mit bärren* uff der schützen matten etc. Praedioto anno uff. unser kilwy, was. donstag der '3; tag ootobris (als der bisQhoff Stmhis voa Yerulan im fryen bot lag) wurde berreo meyster Hieronimo Merck, sant Joannis ord^ns commentui:* zd Hoch- reyn und Heydenj siae brief vnotarius saoro palftoie; etOi /. . j .^ ; =%. 12. Febr. Am sclbeu hüpschen : aiftstiag tatend ba, mir ein . id:^n;(^4:i .saba&er von Reyd«!!, br. apt von Miörli*,h. ,com» v^on Hwjreyn* -. IS 8 2 «ach man aber ein cojnete», .dem vorigen .{an) •■'••: • -■ - '•-. ' r • ^ bore, Fischernetz, i- « - : i .. ;.•: l ' :.; '•:,: -;t; . ' * Laurenz von Heidegg. * später geschrieben. >.,,.],. . ^ » 48 Item mm grosvatter ward erschossen uff Ottmari Vön ^m ab i«- »<»▼- GröniDgen by BodmeD. Item im 15S2. jar vielend schluce^ zu us tagen erst in aller Wfist gar mechtig, und die hend grossen schaden tan hie mit vil Tortechli und an ettlichen orten hQser, geb&w, boum und mectatig vü winreben; darnach !m summer kam so unbiUieb tU mOs, dass si düs kern und saat uff den yddem aassend, dass an mengem cri nie siehlen in ettlich acher tragen ward. Item anno 1532 gschach ein todschlag zft Engdbei^, und uff St. Sebastians tag im 88. jar warend min herren und der Schwyzer •*^- J*^ und Underwaldner botschafter da inn im clester (dabi was ich) und verrichtend die sach. Item in der wuchen vor Sebastian obgemelt, seiilAg einer sin brflder ztod mit eim spair^ im Lutertal in Willisower ampt. Mes- send die Bircher, im 1588. jar. Itesn nach dem XX. tag im gemelten 83. Jar stach Caspar (}yger is. jui. (was erst grossweibel worden) wn goldsidmiidgsellen ztod, nachts om eBe 2 vor der TVintergerstin hus, der was under Erdfbrt daheim; Melt tnan ein landtag, ward Caspar zdm todschlag bekennt und 4stat ttRto ertc. Item aber eodem anno (15)88 im homung tew einer zft Wilii- söw, hiess Uli WÜli, v^ der etat Mnen ztod, der hiess Franz TrOsch. '- Abek* eddem anno im homung ein todscidag in Ruswii ampt. Eodem anno am osterzinstag hüw Ludi Karrer Daniel .Schtoe,"**'"^ was dei* Spfeei*m man, der etarb uf Jeory. u.avm Von frös^fa fEQd' ädiheggen, so Heini Ritter gseb^ hat YHit Pauli i)ekerühg * ütid am ^ödiö-mentag, 24. fbbruar, hat es tonneret; ward gär eiü'Msisei' sufiämer und nach pßngfsten eehirytt es iimn^Hiar im ptg. Boctor FVidli suspensirt vom prädi^ren (hier eingesciiobe&c dass niemand kein glüpt brechen sol, noch sich erhMüen) und kbt aber un- Iftng darnach, denn M. Iheronimus was nit me, denn 7 tag protho- notarius und comes palatinus. Item herr Alexius wots crütz annen, starb ^^Id; item her Hans Leuchli kam ufs hus Reyden, ward er blind an eim oug, und starb glich ; h. Hans Ferr ward comt(ur) z'Hiz- ""* tilch, was jar und tag krank und starb bald^ . w. hot. ( _ t 1 c Schlössen, Hs. schuce. L. 44 ^ 'Anno 1558 gieng min IMier vatter uff und nider etc. wercht ouch all tag und zinstag, äer 6. tag meyen am morgen um 6 stünil €P uf, gteng bifl an d'kamerstägen (tA Sursee in sim hus) ; da ruft er der Etssbeten, die ffirt iö in d'sluben, satzt in ulT den sässel^ da starb er; got ey im gnedig und barmherzig. Damalen was ich so kranic 2um: liärMn, äeyt mir gfatör L. Z., dass ich zA mir selb sota sorg han jirUoh uff ustagen. Dann die nalur dae an mir gwörkt bette, um die zit mins vatters tods^ dass ich (alls im glich iu der natur) des^ HÄtUrlichen sehmerzen und- wee hätte liden müssen, und ^ metee mi6b, oäeh (so die üitffifties töds kumen) in zit des awyen odai? Hstägen sterben müssen. Item als dann die gierten schribend Ton jedem 7. jar menfsch- lichs alters, ml mich ttincken, dass ich eben in disem jar erlebt hab zum 5ten Wal das ?., tiSt 85. Nach schwerem anliegen "und endruög mir zugestanden. Aimo 1BS3' uff Gonradi Änd nmn um mittag arii sinnistäg by dör metxlg em kindli, hat ein böswtchtiö (als man achtet) untouft ertrenkt, aber es lvard nit bsunder nachfrag darum. Anno 1554 wurdend noch zwöi tote kindft in der rtis funden, und als um pflng- sten statschribers die gros tochter kindet, das kind gern verschleikt hat, wan si Hess es in einer zeihen zu touffen trägen, ward ein gros murtftlen; kam an min harren, der vorder ftindenen feinden eins war ouch ir gsin.'* . ; ^ Armo 1S38' circa omnium sanctorum büw eitier ^on Malters (was toub) sin wib ztod, man fleug in, fÖrt iii har in turn, da lag er lang, und im toubhüsU; bis sich fand, dass ers us töübe tan hat. Anno 1584 circa triura regdm schlug Toni Späni us Boten- burger ampt sin wfb, darüber lags tibernaclit dauss, gieng morgen gen Meggen har (da si dienet), ward krank und in derselben nacht starb si; ward er gfangen, lag im turn. Der ward übergfürt* uff 21. Jan. Agnesö, was mitwuohen, und nfechtig kalt, hie im hof zwöscheiid pfaff Hubers und der chorhem hus, schwur er, aber es kam kein zeichen. * Randbemerkung : Obiit pater carissimus meus, er was uf ein türaer fEur- nier) gsin z& Stnggart ; ich acht der gsin anno 1464, ^y etwan di^mals 16jädg gsin, so ist sin alter gsin 84 jar. * dessen. " Stadtschreiber war Heinrich von Alikon. ^ lieber die Anwendung des Bahrrechts in dieser späten Zeit siehe Grimm, 4S AnnQ 1534 nach wienacht und etwan 8 tag darvor flengs an, und ward mechtig kalt» dass der see gfror, dafis dm» wegen ^ müst uff dem See bis in triecbten,^ und wäret die kelti ettwan ein manat. Demnach kam gflt fyn wätter, troehner hemung, merz und hal* ber abereil und uff Harci, was 25. abrellen, kam ein rüobe, faatt seh all diiig ganz schon erzeugt und sehier yerblOyt, dafis es schaytt unz gar in boden» imd bös rifen kamend, dass vil teil der fruchten erfror. Anno ut supra, uff den abend annunciacionis Marie, in der nadit t«. Min. um die 2 viel die probsty in und herr probst Bodier im bett gedeckt mit allen dingen abbin in d^gassen, die hinder der brobsty uf gatj imd alle träm und laden uf im abbin, sampt dem gemOr und allem wüst, da man in gar kum lebend fürhar bracht Als Ennius Verulanus' hie glegen ein zit, ouch Leonardos Aretinus, ein ofBcial, keyserlicher Apostolität bottschafter» maobtend sy ein anzug an sich und tragend an ein yereinung mit bilpstl. heylikeit und 'kays. Appst und die 5 ort machtend zwo partyen ; denn die kjilngisch was vorhin, so machtend sy die keyserisch, und war^d nun bös wider einandern, meret man im 1533 jar nöwen^ im herpst und hieltend ein gmeind in der Gappel, da wards meer ; mit dem %st und keyser, sampt Yilen italiänischen ftlrsten, ouoh dem her- ^gen zu Meyland verelnung uj&ürichten. Zületst für Ennius, vom bapst abgfordert, hinweg, und seit man, er het sin kein be- zieh j5^lan vom bapst , gstfindeod doch partyen also, und uff wie- nacht schiebt der keyser siner parti jedem zum, guten jar, ncieh dem I er wa3, by dem minsten 2 r(heinisoh) gU ; gstünd also. Do wot fch uf I Ostern bistoriam Judit §pUen, aber sy erwertend mirs mit der keyser- I ^hen party,, \7arend ouch die geltkarteu des spils geschmirget. dass si schier tatend, als begertends an die andern ein vereinung. I deut^cbe RechtwUterthemer 9H. Der von Grionm tum AnsikelmB Bamerchronik zam Jahr 150S angeführte Fall findet sich an^führUcher hei Petermann ^tter* lin (1807) Bl. 122 u. ff. \ einen Weg öffnen. * Diser see hat die gestalt eines kreitzes, welches man gar schön auf dem Driefchler sieht (also heist das ort des sees). S. mein Programm, der Minorit ^eorg König von Solothurn u. seine Reisebeschreibungen. 1674, p. 13, ' Der päpstliche Werber Bischoff Ennios von Verdi. * etwa. L 46 AJßo tribends ir sach flirer, und was die kejsersda pacty uod^ bunder ten die grösser, und übermeretend min berren die rät, .und als die boten gen Lyon grittenum 1 pensiim, um. wiemiiGht wider kamend, was der ansehlag mider den bunderten mit irem anhange man m&sste pension glicb under rät und hundert teilen etc.» liess sich die moh ganiz ungßtallt sai (als Hans Russ but krönen zA mir seitt). Und uff Johannis zu ^ienaobt anfangs 35. jars^ ward Heinrich Fleckenstein acbiiltheiss mit hilf deir keis. party, wann das selb spil alls durch in ghandlet ward, (me darvon söch in ufzeichnungen anno iS36.) Anno 1534 uff dem nüwen jars tag enstach Alexander Schifli Hans £aIchoSher zu. Sohwyz, über friden in sim eignen hus, und bat £alcbofners i^ow gseit (die d^n am bet lag, in der nebendstubeo, die tür offen stund, der man mit eim Uecbt in der stuben was), dass vor Alexandeim in stuben gangen war ein man, ganz sdiwarz be^ cleidt, den si nit bkennt bstt, sah in ouob nimmermee, als do Ale- Stander im man ztod büw, und band ir beder kind ein andern 2& erben und rechen von fründsphaft.* Item im 1534. jar suntags, was dier 7. tag junii um 7 nach dem naohtmaL, büw Marti im Hof, underschryber «ü üri, den amann Tro- g^ ztod, dass er grad uff der waldstatt bleib ; ward darum die saob betragen; ane ein landtag, daias Marti & jar sölt das land midcpä, 20 gl. gen an oost^, und bsalen dfir armen sael ein ewig liecht, imd damit büsst bau, und wie doch der aman ein hOpsch, redlich CQStfry,* frtintlich (mit jederman) man was, rouw er doch gar nie- mand, (ane sin f!rUiad);.was ursaob. sins. froawon sohendans, deshalb er niemands eren verschont, sunder mencklichen gelästert in wib, töchtern oder sobwestem, d^co er sich dann ouch etwan menger, die sins willens gar nit faren wollt, öffentlich berümpt, und schaut (nit) uf trab ;* denn im der eilend tod ungebicbtet und (on)* verwarung der h. : sacramente zukam, mit wenig röfwen aller weit; denn Marti ^ 27. Decciuber. .Also begann man in Ladern, damals noch das Jahr mit Weihnachten. ' Vrgl. Osenbrüggen, das alamannische Strafrecht, p. 80 u. f. — ■ freigebig. * achtete auf keine Drohung, nit fehlt. * fehlt in der Hs. 47 in oudi domm «rstach, dass er im bi änet sdiwester etlich btnkar- im gmacht hat. So hatt houptmaD Ürich HOsler äüig ooch von einer frowen m spnmg tan, des er stail), aber ling vor dtser ät Anno 15S4 uff der Littower kilwy fiel Yogi Hasen ein kind, hiesB Jaoob, zom fen^» us in d^ baselstubm zum rttesü barab uf die bsetzi, starb' doch nit Amio 34 uff assomptioiHs Marie erstach Jost Meyer ein armen is.a««. koler; was der kmdtag z'Rotenbnrg, donstag nach Maorietam. >». s«pt. Dff den selben donstag im nachtaul kouft ich Heinin Ritter sin hus ab, das wott mir Posch abzien, mochts doch nit und bsohah der kouf um 285 gl., die SOO verzins idi jSriieh uff Michaelis mit 10 gl. Zoch harin uff mentag (lag die erst nacht hinn mentag znacht) vor Simonis und Jode, was der 26. oetobris. Item anno 15S4 uff sontag nach Leodegarium kam so unsag-«. octbr. lieh vil vogel in d'stadt feil, dass man ein riedschnepf am moi^n um 16 angstOT gab und vor nadit &nd man einen um 8 a(ngster) ; meint man, es wer wol 1 mfittiger sack^ vol vogel den tag ver- kouft Am hüpschen zinstag zugend min herren um im hamischt und was in der ordnimg 600 man, ^t schön ufgebutzt und mn des min- dern gschrey und costesis willen ladend min herren ir empter nit, die wurdend z'rat und kamend selbs alle, usgnomen BQren und Merischwand und zugend in am mentag vor dem umzug an xvm* man. Samstags vor Smcmis und Jude, als Schultheis Hug kam ab der'«* ^^ Gisikou brugg um 4, reit darnach gen Kri«i8 in sin hus, suntag morgen ward er krank, dass man meint, er hetts blatt;' dann im moht kein aat werden. Also treib er es den ganzen tag, gieng wider und ffir, unz am 10. in der nacht, da starb er. 61ich nach dem 7ten kam er gar schinbar zu Bemharten und siner fh>wen ins stObli in sim hus in becleidung, wie man in in boum' gleit hat 1534 als herr Hans F^r, oommentur z'Hiddidi hie lag ins Sattlers hus und sich liess artznen (ein doctor, der kond gar nüt mit der gschiift) kam ich zfi im uff Ottmari, um's nachtmal sas er uff it. kot. ^ einen Scheffel haltend. ' Geschwulst des Häntchens unter der Zange. Stalder I, i8S. » Sarg. L_. 48 dem bett, bot mir d'hand, und redt mk mir, und ee es wider tag; ward, was er tod. S.Kot. Anno 1SS4 suatags vor Martini e&Hoohdorf in Heini Wirtzen hi28 im schlaftniDk ward ein rumor, da was Hartman, der rebman zu Hobreyn mit 2 Ztirchem, warend sine knecbt und was Hans Wyss Ton Qttenbusen, an die kamend die Stiober zu Nunwyl, S br&der und der vatter; die wurdend gstocben, der alt Stieber und RAdi sin sun, bed under*n nabel , bOs stieb , sturbend bed , der vatter noch der selben naht, imd RAdi under den 8 tagen; wurden Ka^tman, ein Zürcher und Hans Wyss gfangen , in meinung, si werend schuldig an den todschlegen, «und als das in recbtvertigung kam, (kam)^ es 2*. Not. dfl^zA, dass man si überfürt* uflf St. Katrinen abend zu Hodidorf under der linden all dry, aber es fand sich kein zeichen ; f6rt maus 27. Nov. wider inhar in tum , und fiytags darnach ward die saeh usgmflc^t, dass Hartmann und Hans Wys allen costen abtragen mftsstend und Hartmann miner herm gricht und piet verschworen was.' (Anmerkung.) Wie obstat, dass Hartman miner herren stat und 29. MKr». land sot miden, kam er im 85. jar am ostermentag gen Hochreyn, wott da ostem, als er euch tedt; und als er uf den abend abbin gieng, hattend in die jungen zwen Sticher usgangeto, * und stftnd der jüngst an in, hüw in ztod uf dem feld under Honreyn. Anno 1585, als miner herren empter ind mäs kon, wie obstadt, hattend min herren den emptern allen under rfnander zö teilen 1000 gl. gschenkt, da kouftend die empter t ochsen um 42 krönen, 28. Dec. bracht(mds uff den kmdlin tag, und sohanktends minen herren und darzä 20 gl. den wibem in de^ stat zu verfasnachten. Anno 1885, samstag vor purificationis, was der SO. tag januarii, schwör ich d^ grichtschryber eid, las in Gabriel;« vogt Ölesti?, ratsrichter, gab mir den eid, des form stat bim gschwomen brlef in pünden. Item min stüfeun Jacob kam uf der kindlintag uff eim scUitten ^ fehlt in der Hs. ' d. h. über die Leicbname. Siehe oben. 3 Eine Kundschaft Salats v. Sonntajj vor Martini 1584 über die Etmordm der Sticher ist im Staatsarchiv Luzern. * aufgespürt. Grimm D. Wb. 1, 872. ^ Zargilgen. 49 "9^ Bi\akUeli , Ibbi; Ters^;iiet in Cristen £olb, der seit, er wer Ferhext Uff dem saut Jobannis tag: z Vienacht ward Fleckenstein schult- ». D«e. , . ^ 1584. neis. Uff der tagsatzung zinstags vor inrocavit sass ich erstmals «Febr. bin eydgnossexu In der wuchen zwOschend reminiscere und oculi hatt der herrp**^;;^!: von B&chery ^ 1 kessler ztod ghüwen, da upd enent der Oisliken brück, enent dem marobstein in M^i emptem. Item am hoben donstag schlug einer, hiess Bernhard Stocker 3». lu^ zu ^'V8ggiB, sin liplicb fatter z'tod. Anno 15ä3 sind vorhanden gsin SOjäbrige schiter by amaun Schvrenders hus, item 1 scbiben salz, ist vor dem Schwabenkrieg inkoult, hat ein pur um Hochdorf, ist aber nur ein sälisleib oder schibli. Item am anstos, da unden gegen ^Bempiet zA, ein casten mit kom, ist im heissen sumer gwachsen — ouch zu Sanen 2 sanen- käs sind 60 järeg. Anno praedicti), uff Krienser kilchy^hi, 35. abreiten, erstach Bläsi, scberer, ein Schererknecht, im frowenbus nachts.^ Anno 153S, uff den 8. tag augusti, was käwi zliittow, stach axnmann Wys von Ottenhusea Jacoben zur Eandlen ztod in sim hus, was der landtag donstags vor Pelay. "•<>«*• In Rotenburger ampt 9 todschleg. Anno 1$34, circa Mauricii, ut supra, erstach Jost Meier den £oler, ». sep«. die ^wen Stieber Hartman, von Sticher, (I) Sigmund Bär von Hansen von Waltwyl mit der fust erschlagen;^ im 35. im brochat (hat) der ein kouf- man den andern by rotenburg umbrocht»^ Hans Wyss Jacoben zär Elnd- len, und Bastian Eosling sin wib und Clausen zum B£lI. Eeein jar umb- har kam, uff suntag nach Litower kilwi, ward der landtag ghan Ba- stian Kisliugs, donstag post nati?itatem Marie, daran min herm vil sas- •• »«p*- send; es clagt Clausen zum Bül fründschaft und von der frowen wegen nieman; da es an d'houpturtel gieng, wotend die flirsprechor die sach mit urtel für min herren bkent han ; da bgert der landrichter, sich mögen ze beraten mit minen herren, und müst man den richter mit ^ Hans Huber, Pfarrer in Buchenrein. « Im Luzemer Umgeldbuch 1585 , Samstag nach Pfingsten : c V /? todten- greherlon des entlybten scherers halb. » 3 Rathsprot. XIV, n\ n\ 168 ; u. ibid., 161^. * Ms. im brechet. Baechlold, Hans Salat. ^ 50 urtel uf und wider nider bkenneD ; wotend min herroa d'sacb nit laa für sich bkennt werden, sunder sot da ein entliob urtel ergan, d^ nun gsach; die urtei aber, so da gieng, tunkt min berreoi zö lugg; da zoh der landriohter (vogt Hünenberg) die urtel für min berren. 1586. Es was vor jaren barkon z& ross us • niderlanden einer, nampt sich Hans Selbery3ten, yerkouft $in gul, nam sieh an z& büjssen, und sucht ein öde statt im H^giswald wol binder Eriens, in März Heu- bergers alpen ; fleng an, und hielt sieb selbs hert und fürt ein gar geistlichen schin. Im 31. jar zog er mit uns, kam an d'Capßelschlacht, und als er des viends ansichtig ward, hat er zi gott gerüfft: herr, sende din forobt in das volk I Zoh dran mit eim seblachtschwert und ward übel wund, man f&rt in heim, und nam die ab Tberg zur trüw in in ir hus, tet im gar vil gftts; demnach kerl er wider in wald, las und schreib yil bi deiner narung^ treib, sich selb, bäte gern die zwinglisch sect widerfochten mit Schriften, was aber kein grund noch sundrer verstand in im^, (dami ich han sin Schriften all glesen) in summa, er mäht sich selb toub, kam abhar in d^statt, schrei und tet, dass man in in ysen leitt^ die aret zu im giengend und ward wider grecht als man wand, lieber etwas zits damaeh,, als er aber in siner herberg da oben am berg glegen was, hatt man im gelihen ein bibli und sust hüpscher bücher^ die verbranat er alle und kund er um wienacht im 35tan jar abhar und we^a aber toub, dass man in in ysen schlug, dan er üb^us s^am reden treib, und nämlich so liess er sich merken fast brünstig und bette gern wiber ghan# Uan tet im aber sin rat an, bis er wider hupscbUch tet; liess man in aber gan, zd. sinen ufenthaltem in der statt wider und für; da gieng er schier wider ufbin in sin httsli. Über etwa;^ zits verliess er sin wonung, leit ein schrift üff sin tisch, gar selt- same Inhaltes, jetz mit, dann wider di« nüwen sect, gar schüzlich ding, gieng also us dem land ein unlang zit; zoh wider und fOr (er hatt euch allwegen von anfang bar ein subern geist, trfig ein wis^n rock, merteils wis hosen, und die flu punden, ein hüpsoben yseograwen hüt, sin bar und hart gstrält ganz subers dings) und seit man vil von im ©to., oudi wie er ettlicbe rlohp ftouweiii.,W' im bette •— treib sin vagieren nun aber also, tok wider ..und fUt> jez m d'statt, dann in berg; und im winter^ der dann fast kalt was, J Sl de« 35tea Jars gieng er aber in sin bflsli im wald, bleib da bis um liechtmSss im 36ten jar. Nun was ouoh in der statt ein armer, t. Febr. torechter, sinnloser mentseb von Schwüs, hiess Peter, der euch sin wonang (als vfl andrer arm«* und torechter lüt roe) in der ab Yberg hos hatt, und i^as diesem brAder im Hergiswald (also nampt man in) gar härzlich viend. Nun zinstags^ der 8. tag homungs, kund der brüder harab in d'statt, trAg mit im ein trumm schytt, er hat ouch ein harpfen , und gat des nechsten in der ab Yberg hus , fi*agt si : Schwester, vritt mich beherbergen! tratzlich. Sl ersohrack, gab im frflntliche wort und mäht sich von im us der stuben abbin ins bus iD stall. Da was der arm Peter, und tet höw inhin, sprach sie zu im: min Peter, gang nienen bin, der bröder ist kon; wenn er mir etwas tfln wett, so ruf den lüten oder hilf du mir! Indem hat der brftder sin IiAt und rock yon im tan, ist binden an der frowen im stttl, wie si mit Peter redt; erwOtschts in d'arm und wil si Oberringen; so feilt der arm Peter an brüder, zart in von der frowen, dass si enlran, und lüflF zu Jacob Martis hus. By dem assend gut herren imd gsellen; klopft an und ruft um hilf, der brödw war da etc. Under dem hatt der IjrAder mit eim tolchen, den er aDweg an im trög^, den armen Peter gstochen, louft flux in d'stuben, leit sich wider an. Indem kund Jacob Marti louff(»i, und mit im sin knecht, vogt Meyenberg, houptmann Hunkeler, Mang von Wyl, derrätin; so kQnd Peter us dero ab Yberg bus, zeigt inen, dass er stechen wör, falK an Jacob Martis egg nider und starb von stund an. So gat Jacob Marti ins hus ab Ybei^, kund der brüder gegen im, (meint man, er wett hinweg sin) und spricht zö junker Jacoben: wän su- chend ir? Er andwurdt: dich, dass dich boz marter sehend! Sprach d^i' bräder: boz marter, ir mftsst mich finden I Indem zuckt Jacob, so springt der t^der ein mecbtig Sprung zA im und sticht in mit dem toI(4ien glich ob dem nabel in lib, dass er uf d'knüw nider sank; ^ löuft Junker Jacobs knecht (ein guter, fromer gsell, frömd, aber lang hie gsin) zA, schlat mit ein^n biel uff den brAder, da moht ^ im nQt angwinnen, so dick was der hAt, mäht im doch so vil ^schaffen, dass der brAder vom junk^ kart an knecht, gab dem ouoh ^ Btk^ lunden zum harzen, und eyn davomen. So ist noch da ein fi^otner,' scdilecht^, erbrer man, so im Hergiswald uff junker Jacoben gfrterfl saS) hat wü) imd kind, genempt der Q&tzi, der ouch dem brftder Weren wott, sohlAg uf in; den stadi er, dass er an der statt i 52 starb. In dem wil Hunkeler an in; so tiSt der brüder ^in Sprung nach im, wil ouch den tolcben in in schlan, do fiel Hunkeler im us dem streich, so ist Junker Mzng von Wil da, stosst sin rapier in brüder, zA einer sHen in, dass er eaent usher gleng. Do fiel ^ brfider, schrei S mal: Jesus! und starb oudi. Also Yergrfib ma» die zWen nach crist). Ordnung, Jacob Marti und sin biecbt f&rt ma& heim, band und versorgt si; den schalk$br&der vergrub man zum galgen etc. Des sdQ3igen morgens band vil fromer Iflt aBentbeall^ ghürt eis getön im Hergiswald, nit anders, d^n man ettwan menge cartoDeti abschlisse.* ■ Anno 15S6. 13. Jan. . Donstags post Valenlini primo sedebam in concilio apud minores, 8. Miir«. mitwuchea post Fridolini primo in consißtorio. • ; . 8. Mai. Eodem anno uff invencione crucis hüb ich .gfater Jos Küfers sin Helenam us dem touf, mit mir Mar^tz Glos uu4 Melcber Erep- Singers flx)w. 21. Juli. üf sant Maria Magdalenen abend warf Uli Scbnyder eijci .diieDSi^i knocbt herr schultheiss Fleckensteins, was us dßn pünden, mt eiöer schär in d'lii^g siten, dass er 4 stuqd ein lych was — . hielt wm 10. A«g. den landtag um Laurencil und ward Uli fry von 'm bkenaat ane all entgeltnus. .... Als ich min cronik usgmacht, den . 3. lendern, di^. ipen übörant- 28. Juli, wurt, han ich fry tags, nach Jacpbi minpn hef^r^ dip JU* oucJivPrä" sentiert, da wards meer, man sot. mir 10 kron€in druiw gjep, 9b&: 27.Dec. uf Johannis evangeliste kunt ich wider JEÜr, 4a gabpnjcls ii{ur 20 kr. Circa augustum obiit doctor Erasipus ßoterpdaaiu^, Ba^Q^« ibi et sepultus est.* Am 26. tag ougsten hftb ich gfatter Bastian Harnester sin sun US touf, nanten in Joannem, hüb in mit mir der büchsenschmid von G51n und die all: Zasin. ' • • . 2. Sept. Samstag znacht nehst riah'Verene, müst ih' mih in rnSn^r taf" mer eins bftren erweren. Mari hat ein' jungen baren in der iÄätl Uöd stÄnd ein leiter an' mim tah, die stei^ er üf eihmal bii ämi tilh'»' 1 Diese Erzählung auch bei Stumpf VII, Cap. V. — Vgl. auch IToltinger, Helv. Kirchengefichichteiillf. Tb.p. "JOl; Viftter Gesch. Vöü'BttsieAi Ij m'n.f. • Erasmus starb am 12. InU. 53 2um andren mal halb usbar, dass ich in mit steinen abbin jagen mftsst. Dis jarfii ist g&t ergiblieh kom eio noturft worden, und andrer diog ouch, und so treffliob gflt wätter gsin tHr h5wet bin, man kunds nit besser... wünschen, ouch dermaüs t&rr, dass vil brunnen vmd mü^inefii, so Iq langen jaren nie abgangen, jez ersigcnd» vil pu- ren in d'stat zmlUi faron mäjsstend; ward ouch uf suntag ^ach Ye- rene uf der kilwi zu Rotenburg wasser mit fassen gen Rotenburg»- »«pt. gfH) ^iwaa lim gelt verkou^t, und etwan ein scbUssel mit win um ^ vil wasser abgewecbslet. Vor crucis exaltatione regnets ettwan "• «•?*■ 3 oder 4 tag an einander, und uf crucis schnyts bis in d'statt ; aber es ward der finest herbst, als man wünschen möcht, und bis Mar- tini kein schnee uf Pilato, und giengs vech noh in matten. "• ^<>^- Suntag, was sant Gallen abend, hüb ich mit Maritz Closen und «• oct. vogt Hasen frowen gfatter Entlin sin Maritzen us touf, was das kind am morgen worden vor den einen, fllius solis. t'rytags, was 13. octobris starb min gschwy* Margret, Ludiga- ris frow. — Suntag znacht post Martini fiel einer zum ochsen ztod, hles Baltassar von üri, und am mentag morgens fand man tod am bett ligen den läsmeister zun Barfuosseo, gar ein fromer, geistlicher g'Mer man ; got sig uns allen gnedig und barmherzig. Es was «ta red, die so mit im znacht gessen, bettend im's bracht, gflllt, und war znacht ab dem bet gfallen und gstorben. €ffich demnach uf Otmari hattend naehpuren an der pflstergas- >« »•▼ sen zum affenwagen zmorgen gessen ,* fürt man Bastian Perren mft- ter krank beim, stitfb um 12 in der naht, sine sacramento etc.* (Folgt auf Blatt 46—50 Epistola Brasmi Höterodami , Blatt 50 bis 58 Epistola Sant Hieronimi ; Blatt 88— 67 Portsetzung des Tage- buches.) 1536. In der wuchen vor Simonis und Jude ward Heini Schmidli von Heggen her gfangen^.der hat sin tochtermau, so Hans Josten sun von Meggen was (als er seit) uff einer kä fanden, kam us, und wurden bed gfangen gleit, voltert maus bed fast und hert, bleib ^ Schwägerin. ' Diese Nachbarschaftsessen dauerten fori bis zum Jahre 1798. ' Unten am Blatt 45 : Ker um bis zum 58, blat , da schrib mee ! 54 Schmidli druff, dass sin sag ateo war, mgt ouch wie und wenn ; so bleib Jost stark druff, ain scbweber täte im scbaatUch vnreoht etc. — Als ich dm fulen pfoffeqt sobfilt ein b&beya» sass am grioht Glos, Tommarn:!, TolUker und Meyer^ riabter. Anno 1587. Gschach aber ein unerlicher todschiag^ voW Fryen ssft Otenhusen, in der fasten etc. Um ostern schlfig: Rehberger Von Urt eiri kremer von Bern hie zum storchen mit einer funst ztöd. Zfi ustagen Hess sich ein zit lang all naht vi! und fast hören im see der vogel Onocratolus.* Eo tempore habui A. P. ad bonatn (I) Es warend anfangs gar flu ustagen, und erzeigt sieh all ding" wol, bis dass der mey kam, flengs an nass welter sin gai^ fkl^, was selten ein rechter schöner tag unz um pfingsten. Ward doch viel 24. Aug. kriese, die wartend bis um Bartolomei und allerlei ops,'Oüh yilkorn undhaber. ' "' ' .: Uff dem 21 tag augusti starb gfater Marti Bchrybek*.*' tJff den 2. tag septembris starb min schwiger Pren Schwiügröberiti,'waß suntag. Uff circumcisionis domini ferbran H&twyl. ,. Aniio. 15 3.8. , . 19. MX». Zinstag znacbt nach remioiscere.' seit ja)ir..^tter U Zucki sin histori,. wie es.uff em zit alte läz, .wa« er a^Qeqg, als unfal> irazmüs woten im alte fresseui tackt ein. turn »ü, . FjrybHirgi jim . gotswillen, kam im do eins wider ufe.iander. eta.,:w«^r.vil.yü.,^ .sqbuWi^ dann w haftnnd vertaoht-ete. Suntags vor uffart, was 26.,i»ai, hüw Jos 9a^, 01i, Qswalijeii, und mäht ein grossen lärman, und am suntag zu acht tagen in der naht starb Uli. Die soüs post omnium sanoturum primo v^ni nd Av S. ipii — Am oistermtttwiudittL imd doDstag regiert, ioh dm paasion, ward Mt wol g^lt mit; wenig ftler, was IbUtker MoiaeB u^, Salvf^tP^» die atKiern person«ti fhadt mian all bim. nsgisteor. . , Donstags vor Mohaelis «ömiimoavt et im] • Zwei Worte unleserlich. - • '^'' ' »-üj-jj. ' 55 Anno 158 9* üff Agnetis, was zinstag der 21. tag jannarii« ducebam A. S. ins stilbli; quam inveni etc. clamorem fedt et abii cum ea in . . .^ jacebam usque circa horam &» ivl in domum Toro: vini ktus eram et erat dies YiDcencii, mittwuchen 22. januarii ; venerunt nebulones cum baculjS) ccBperunt et ducebant me in turrim aque (Frankb. Käl- ber)^ ibi et mansi usque die veneris. Um trium regum gieng H. £alher utfen weg in Gellem, trüg in dcpcb der weg in Luttringen ; schreib mir der fürst sin meinung, also uflf manta^ nach mitfasten reit Custer aber anher, da was er uf annun- 1. Apru oiaüoais Marie, schreib mir der fürst ander wort, lut der briefen;2fi. am andern tag meien zoch Kaiher mit Andres Würschen enweg uf Xutringen güv Item es ist gsin ein gut sanfter jenner und homung, ettwan 6. tag im meien da äengs an scbnien und regnen, fil und fast, am OBtetrabend .fati$ an sobpy^r treibs oucb am h(eilig) tag am mentag. .Als Job. Q^V d^r unden in der Rüs gegen sin hus den selben schacben zu ustagen inlegen und zünen lies (das ein frye allmend und rüs ist), starb er circa maii. Qot gnad im! Circa appriUis* ist Wilhelm Arsent von Pryburg entköpfet uf be- felH kr: Ap. zu Ffankrich. Ich witf jjft Lyon; Item e6 ist ^1 kriese gwachsen, ein gfites wettär, stiller Sum- mer,' ni!täsö Vil trüben um und um, dass maus abbret^heu' mäs, vil littd festV kbschfeg 'ioi wIn fiast in • Solothtirn. Am 7. tag apriUs was die gros eclipsis soiis, oüch was «in '$6h&iljW/' t<3^hbrf kbm'^folg. J^ 15 40. • ^Item^'es^st gsto ein re^hfc ; mBssiger wintoir, füna* höp«ol| usta- ge!i*^Bfigftöagdö.'aiifangB.|aeiQ«c, mis äee asteortagjam. 28. tag merzen uiid' dös '- a«erflö«M?'wättery fleug öuch . an aterben .vil lüt hi^ , und wi- der in der statt, rkSi tii^d' aafmi M ein gäna troebjw f^ wätter, dass 'Vfllkcfc''^stoK!faieA^(ötc* wtet bi» Medaiöi, daregnets^.aber.uf dert. j«*. .-"..' f ^ Ein Wort unleserlich. ' ^ ■ , * Janker Göldi? . , - ,. - ,,. „. . ^ , - . ' Todesartheil den 19. März. Vgl. Schwei« Gesfhiehtfci^cher ,1^ ^17^ ^ote. * ustage, Frühlingsanfang. , ,.- 56 M. joni. X* rittem tag ist nöws g&t im koufhus gsia. Also wie Medardis nass, was es ein wil (wie die alten sagend, so ^ werd es 6 wüchen all tag regnen ; all tag oder je am andren und dritten tag regnen) aber ee denn 14 tag us, kam die sunn wider, wärt stalle und streng ; gieogend brunnen und Wasser ab^ so bi mentschen tenken nie abgangen warend, tt. juu. rerbran der boden umendum fast, was (am M. Magdalene gleng ich gen Solotum, uf iren tag schreib ich das) unblllich heis , clagt sich all weit fast um Wasser, und was am uf- und nidergang sunn und man blut- rot ; schinend ouch ganz bleicli^ dann der himel was tunkel von itel hitznebel. Es brunnend die weld an vil orten, ouch der Hergiswalt jfl. juu. dass man frytags ror Jacobi stürmt zä Erieus und Horw, mösst all weit gen löschen ; an eim morgen was os uf der wyti nit anders, von rouh und hitz, als im herbst mit nebel, dass man Pilatusberg kum sehen moht ; gieng viel Übels fttr an mengen orten. It. wasser was fast werd, ouch um d'statt vil brunnen abgangen. Item um i.A«s. vinculi Petri flengs an regaen» und regoat redlieb etlich tag und nacht, wurden all wasen und matten fin wi^er grün, wC^obs |;ra9 und emd, als wers im meyen gsia. Item vil übel und bOs gieng für allentbalb mit onQirdiep , , stilen und ander maleQz, es brunnend vil weld undberg umewiiim. . Item uff cantate, 2!L aprilis starb die, alt bSbse.H^^o, ]Eisbet Egglin, Hans Allmenders grossmüter« üffen selbeatag fiel Bastian Ferr än.sche&küöl.eiaweH 9^ ^^olf Spiler uf sim bof uffem&ütsch (wie os sl^iti^kUwi ,wa$} mCIIQ schißssen angfehen hat. , . . . : . v \ . . ». Item ufern h* tag ostern, um 3 in der. Qaht, ^pUt ich. zä. Alp- nah die urstjend.^ Erat meciun A. S- • i . Item uff sui^tag, was der 13. tag junii, hüw Pet^;r Marti. Jost Russen ztod zum affenwagen um sibne post cenam«, Fard Peter ouch. i.j»ii. wund, und was der landtag donstagvprÜlrici, wareud boitenda.vo» den 4 orten und allen enjptern, iW^rd P. Martin -d'gtevt v«rrilft.>bi§ vf ^ Zwei Worte erloschen. * '^- ■ ' *" ' Der Münchner cod. germ. 147 enthält eine Urstend. Ein Bliek ih die Vorrede des Spiels fol. i i^nügt, um Hb^rzetigt m werddn^' dassrhier nicht etwa das SalaVsche Stuck vorlieft: Durckleuchtij^ fdrlton linohgeboreii' | Adte • und tugent aasseriooMcn | Aüoli hoobgelbonie Mtdtin *raip; j It MoslUefti igiiad ich auch hie main etc. . ^ ' '^ 57 der frUnden gnad etc ; richtet vogt am Ort ; clegem fOrsprecb Bir* eher, der antwurtem Tullikern. Item StoSel Landenbwg^ zieht uf Rotwiler(gebiet), bat meatags nach Girilli inen aber i dörfer verbrennt. «.juiu Item uf sant M. Magdalenen abend fOirt man ein armen dieben US, wot in henken, do lougnet er sinen vergicht' an der leiter; samlet man den rat wider usbar zum scbryen , aber es bleib bi der ur- tel in z'beaken ; da nam er uf sin letet end, er wfir unschuldige dan allein nä^tel, ein hemd und brot bett er gstolen, das ander bat man im mit der marter abtrukt und tröwt, weite sterben unschuldig und wie ein biedennann. Item ein langjärig propheci: Es kum ein jar, dass wasser und fass tür werden. IteuL zinstags am morgen nach Jacobi batt man ein gross rot «7. juu. Schwert am bimel gseben stan, als die Schwyzer harf&rend. *• Acta senatus et centum nostrorum.' Vergangnes jar band si 3 oder 4 bctti us s. Jacobs spital gnan und ins frowenhus tan. Item als bäs Michel zum Witenkeller El- sesser ussctiankt 1 angster oder 2 neher dann die winschenken, da verhüttend ims min beren. Item als si ir hamischt feil hattend, verbnttends H. Knaben und den Amleen die iren zu verkoufen. Iteiü rerbttttend Jörgen Öiaser in ir stat zu koufen. Item mentag nach decollatione Johannis, was der 80. tag augusti ist Gabriel im Zurzachschiff drus, an min wüssen und willen, hin- denligs mir, uf anrichten mis volks.'* Ist gen Brisach kon. Itemuf 15. tag julii gieng ich gen Solotum zum Pfaffli, kam anstags vor M. Magdalena wider heim, hatt ein krankheit ergan- «>. j»"- gen ; um Jacöbi hat fal Johem SchQpfer und Homer erworben, wet- ten mich * fan lan, was mit hin krank bis am letsten tag julii, was Samstag ; uffen abend gieng mlhs kalt^ an, hats die ganz naht ; am ^ Christoph von Landenberg, Herr zu Schramberg. * Grcständniss. * Hs. aeta Sc. nr«u / ^ Eine niun sar Hälfte leaediishe ZIftiie.sihlt dtd^ Dornen doiier auf, die dem Soikiij^ Rä8e86ld:ttii>i sooslii^ Yoi^swluiflsa;g . ^.DisiUte Fiebecj schlechtweg auoh.blos.das Kalte genannt» Giimm D. Wb. V, 86. L. 58 dritten ta^ augusti bat ibs zxm andern mal ; uffen selben tag bot jpiir Eal- cher, den appentegger z'zalen mit einer tipigen predig etc. . Frytag nach Oswaldi.zum dritten mal, mentag n^cb Laurenzi jsum 4^ mal. Mttwuchen 11. Aug. nach Laurenz! schickt leb ein suplicaz an d'berren, dai:iakh' bgert mkn Sun Stipendium zt Paris uf der ^büi und dan voaminetwegen i^ilbis Mar- 11. Not. tini, wet ih miB,e geilten vernfigen ; * scblügeods mim bölive» ab ; min an- 13* Ang, bringen bands gar nit hören TfoUen. Donstag nach Laurent aber s'kalt, 15. Aug. uff assumpticM»is llarie aber ein mal^ doch nit &o etark; mitwuchen dar- 18. Aug. nach aber 1 mal, aber minder dan vor. Samstag yor Timotey aber, II: Auf: n^öT ein weßig gfroreo, uf Bartoloiaey aber wenig, Poleyenabead aber 30. Aug. mentag nach enthouptung Job* aber ; han zum andemmal die 8 offla- ten gessen von PfaflOi in Scdoturn fürs fiebep. Trftw got, es w^ell le. oct. miht Verlan; bat earst um Galli miii angfaugeii laip, : 21. Sept. Circa Matthey rants Hasen bübeaa ftst. vMad j&'HeiPieggerli;,(t),* 13. Sept. hinder mir, dem M^ und sim man, uud uflf!|tfa.Hri^ii am moirgen fragts mich .erst, ajs jchß ■ a^zug^ ob's in nm . SQt, hftt m dok^ vor längstem guan .; allso, .machtends lest und groB hps%,^ ülß. a^iii .mib 26. sepi.imd hindßr mir. Suptag.vo;r Michaelis fftrt man's zpaeht zun Sd^y- dern, seit all^^g mir memaijd nit ein wort,, sq ;W^Dig>..jils. wfer's jgaih ntit aPgang^n, 4ami das. der sezlig* so. verachtlicb was, läftsser sam- stag d^v^ '-* sie rannten fest, siarvcthoiiteDlfeieiiy?^ .' tr- ,.j.ii ?.l i;>. ; f J • ^Hochzeit, ,^'N"n .1 .-'^ .'.' •.\.'> - .'■ '\ ,a .'•':: .Ktrr •!-. l-i^'/ * Zu St. Leodegar im Hof zti LiHaeii..'ii .''-. * f-r-j; »ii riMmu^H ^ l3;:^Sept6iiil)eraadt^Bafth^t>rotdkidfc;[«yo jfiMSaMi€ie8B/8/Effgii>sarspat an. ' bliuwen, bläuen, zerschlagen, zerstossen. — Wenn der leiot^i^ Ist, so reufet, röstet, dörret, plewet man in. Luther. ; i..: '.];i',!};^;j ^ 59 • Ilem ftin hupsehen zlnstag ist man umzugen mit- der burger- ßehaft, tet iro bi VIP gsm, Item mentags post Gallt ist her Caspar Ringger' enthouptet ". oct. Worden- (w^gen) diebstal und mifstat ; er häts gar ungern dar.' Item m^äd hat um d'mäss mflssen schwellen, schloss und alls zAtön. Rem under Basel sind 4 man durch'n Ryn gwattet." Item uff sant Ottmars tag um 6 nachmittag hat Uli Stördhl i«. not, ein aHcfn man ob 90 jar, genempt Hans Bader, in siner Stuben mit eiffi bymeeser erstochen. Desselben abends ist ein sobütter* von Küsnaoh'ouch nachdem naobimral d'eggstägen ab z'tod gfallen. Um Ottmari flengs an regnen je 4 tag' od^ 4 nacht. Rottwyler rüftend an um hilf zd gmeinen und bsundem tagen. Kamend nüiti herren (öuh die andern 4 ort) us zö eim fennli Jacob Mfiärtl;^ .iMmbtman, Hans Hüg, fenrich (die andern ort woten nit zien) und"«bt manua sin gsin donstags nach Otmari; ward erwendt durch is. »ot, Züreb un•' üffmlttwuch den 8. tag decembris, was oonceptionls Marie, im öörg^nbrod soHökt wftohrer Pleek(eöi3tein)* und gimmel Herten(stein)^ und ettieh^lm rat, liessend mich fan (von wegen örassers briefs) kam der rat Liebezer, hiesch mih abhar kon, er m&Sst mir n5wes -iötegen V' stöödend d'hund am ort' oben. Seil ich : du best nüt bsun- a^^'ti^r mir z'tftn, warteM Wol, bis ich gfris^; seit er: ic* wil fast 'bal4'%lder kön. Als ibö finster zÄ tet, gat ^ ein wenig gassen 'ab, kei^t'fiieh'titei und wiiÄtden hunden ;^ da was Fanktaßer tmd rat Uäbg^ri höldiörm'hüs-mih von Rungk und Baldög; ufP der Adel- helteHttitTIi'^ KÄkätePund Bfechwatter, rat LIebezfer. Vor der tür klopft KBlctueh'^-^Mgi Ich ushln, gsah wöl, dass sin müst ; giehg abbin; » Br war Kaplan zu St. Peter in Luzera^. . . * Er hielt das Haupt ungern dem flenkör iiin. 8 Vischcr und Stern , Basler Chroniken 1 , 160. ' . . . * Geschlechtsname? oder schitter, ein gebrechlicher Mensch, gtaidei' H, 820. * Heinrich Fleckenstein, SchuUfaoisB« : : i. i 7. . . ■ ., .; ' ^^.j w-MiÄöd^giriwn.HÄleüötoin, Kkiii»a4h* - i5ilÄaieLÄigl.i SchinoHer JI 46. « Rathsknechten. • ' . . •> . 60 fiel mih £aIoher bü, wot m% kum itfö stQbli' ian eio mant^I ndn; fÜrtend mih über rüsbrugg in wasserturn, was 11. Wot'd^ bs^Ssen (Plecken)8tdfi mlii wib intt för rat lao amfrytag; sölt mir ouch niemaa ein w^rt, worom icb ghÄgeä -nst^ bl» UffyifiA&t^ am don- stag zö mir kam. Bin da gtogea 119 stund bis mentag um 11. so.Dec. Darnaoh mentags, sant Tomas abddd/hat ih tag^rwdis für rat^ mieh z& yer^)(reotaen, was £&ftr min anred. Aber d'heren uauiend mir « Jan. min stand eto. Soiltags nach S*^ regniii anno 1641 lieBStads an dier kanzel röffen (mir unverkütt und unwüssend) mine schulde und geltem sottend ins geriobthus gan, sieh uffschrtbeii lau ete.' Item am IS. tag decembris, was süntag, stah Andres Meyen- berg den Wolf Pflstesr da us' in der Geyiämatt, dass er am dritten tag Btarb; i3.Dec. Item uf sant Jost*s tag in der nacht nach IS ist ein erdbidem gain. , ' ti. Dez. ' Circa Toms hat einer zu Meyercappet ein, genant fihötmüsHf ztod gbowen, aan alle ursacii. Item man fand zum WytenkeBer gflt win um 7 angster, 8 ang* ster etc. und den besten Elsesser um 12 angst^, und gilt oueh der liuoerner landwin 12 angster. U£F der kam vom bidmen wider, ixt^ etlich tag sand; item am 8. tag septembria» nativitatis Marie« nata est fllia prima nomine Maria, filie mee Anne^ hora 7*" post meridiem ; patrini: Ludi Haftierv Jacob Umgeltcir. Donstag vor Galli starb min Schwager Tscbup,^ zinstag damaoh gms JBbseQ ftew zu. Eriens. Es ward im selben sumer ein frowenbUcT, geist^ gsehen zd £riens in der kiloben, bat sin wonung im gloggen- h^; liand ia yü lütheiters.iags gsen. Der 'tfii(l;£öng an^eliwan ang&r.iim Tereoe; kam iob samstag isept. nach öalli gen Sursee, und uff omnium safiotemm starb mis sohwager ff-^^Ti Steifeis iAmili Und 7 kind einaodren nach Und uff Andree Marta^ das so. not. letzt. Kam mir oueh suntag vor Martini botsohaft, dassmoü« Gabriel «not. z& BaaeL gäitoiheo: was; warand aä Sorsee gatorben 4 meiitsnheii me dann der fafdbteil^ kamend dtok vil in ein loh. . :Uf Barioerei, was. suntag, aties mida der paräst an in mim hus*- i>ec. ob dar bS^l am .. linggen foeki; empAeng eticarisliam mentag fcöi^ stund bald uf. — Peter Mosern starb ein wib , nam er vor naht ein •'■..■/ • > andre, die fürt er mornades übers loh by der armentür, zeigt der lebenden frowen die toten, so noh nit mit herd bedeckt was. 0ms nüw jar hert der tod uf. S'.t :■- v . Anno*. 4542). ■ ■ . "Pinfirt kn öeätel A. &, wie Ich bishar uttiWben in exilio, bis um pBögsleö Äti^bB-Bag vferhlridei^t, daBs ih mit B. G. T;* itiö Pemtotss. «ai. II r i -*iJEf'4bxliite mir nfchV Verüöihtung^ mein» Sünden g^Währeto. * Schultheiss Tschupp zu Sursee, Gemahl der Agnes Salat. * Beat Golder , Sohn des Schultheissen. 1 68 zoh; seit mir xfi sia sohriberstand; da* es angieng, natu et ein an- 31. Mai. dern, müst ich zien um 8 kr.,* zoh am pflngatmitfnnii*n en'WBg «i fÜs uf Parpiaia zä, wie min gedieht wist^ was tU krank liod unwillig im selben zug. Am nüwen jarstag wotten mih dlmod aerzerl hsa; zoabt ein ufrär mit miner sehnrzen; ivas A. 8* by mir in Molina. £am wider gen Sursee uf animarum. Im Fiemont im beriost smd ettiieh tag höwsohreeken gflogoi übers läger, alsdiok, dass man den himel nit sehen mugen, und iro si sich 2& oirißh gfain^ ein twttr band diek uf eitt andere ggessen, und die esobt von boumen truokt, gros, grusam und gonzriL Dai^^ nach ist d'schlacht bschen im andern jar. In die paraseeues^ ghagelt stein erbaen gross. Was gar ein rucher winter mit vil sohnee, kait uetagen, mit ruhem lüft, noch z& mitten abrelien köin k)id>« blAst, noeh p^ns. Am 7. tag meiennoh vil weld*^ bloss; der' was der ^strebt süme^ lieh tag. * 28. Mai. ih hats kalt we; donstags vor pfingsten giengs mldh aB z'Luoöm, 9. oct. hats bis an meütag Dionis. • • aig ein wuUcenbrtich gsin, um' 8 in der häJ^ ang*ftigeiöf/''gwirt bis 6 gegen tag, hat die bsti»tt an gössen ufgsohlrygt* und in brüoh tan, eins maus tüf, und gassen breit, ganz schtizlih, dass si anfleflgeöd US den hüsern in d'sohtiren flöknen. Item um mitte merzm zugend 8 vemdi ins Piesnonts in pQdgsten zugend wir andern uflf Parpiaia. ' Anno 1S43. Ist gar ein kalt wätter gsin mit vil schnyen und öchnell ver- endrung; jez kalt, dann warm etc. und die ustag all kalt imd tun- i8.Dec. kel. Anno 42 fiengs um Jodoci fast stark winden, dann etwjan 1 tag 26. Dee. oder nacht warm, dann schnell wider kalt mit wind Uf nativitatis ein grosser schnee mit starkem wind die hl. ixacht und tag us,' uff 2«. Dec. Steffani am morgen ein wenig heiter, nachmittag aber wind und 11: dH: schnee, d'fyrtag us mit regen, uf innocentium und frytag damah. Daruf warm und tunker von nebel, näss und wuscht bis um triam ? I * Kronen. ' Charfreitag. ^ »viele Wälder unbelaubt , ' f . * seh weihen, wehen. ' . i > 6S regam scheind sun, triiim regam tcmkel nobel und warm etc. m^- *• •'•°' tag damajßh kalt und heiter. 9. januarii fieng ih d'schül zd Bnrsee an in mim hus, gi^ng zA Hans Meyenberg ztisch. Mentags. vor porificationis Marie kam ih an d. JOrg z& Reyden *»- j*«- uff dem berg von wegen A. S.^ wot er zboden ghowien han. San- tag darvor hattend in Lütis bns togg ^ : mir klopft und was min car- niol brechen. Ist gar kalt wätter gsin am ostertag» schnee und fast kalt, vor*^* ^'^ uSert dämff und damah &tets «cfanee und kalt regen , bat ouob zit« <'• >^i- lieh im merzen ghaglet. Im meyen sind sehwalmen in nestem erfroren, ouoh im Entlibüch ettich viob und ross. Am 27. tag aprillis ward ih krank zu Sempach, lag 14 tag, am pängstmentag glan, mentag post Mendardo aber 1 mal glan. u, jaüi. In festo corporis Gristi zft Sempach ein ungstüm wätter, dass***^'' di 5^ngen storchen in nestem erfroren. Item um Bartolomey zoh man ins Picardy, was Bat öolder und •*• ^»«* Peter Marti mine houptlüt , lut mins lieds etc. Zinstag vor B&rto- lomey zoh ih von Snrsee und wies wyter gieng, stat in sundem "* ^''*^' tichten. Anno 1S44. Als ich US dem Picardy kam uf s. Nicolai gen Fryburg, zoh « '^•*- ih ufhin gen Sana (10. deceraber), da hielt iöh schftl, (vixi mirabir liter) bschwör ein wibli, erleid mih wol da, bis alt fasnaht. Kam ih gen Pryburg, was 18. februarii, mitwuch damah von rat angnan, ''• ***"• Samstag darnah Ramm's hus empfangen. Mentag nah reminiscere an- S*. mSt«: gfangen schul halten. Am 12. tag februarii obiit mater mea, cpiarum anima requies- cat in pace. Am frytag in pfingsten hat der Kriempach z& Luoeru gross Beiladen tan. ^ ^ ^^ ^^^^^ Am Ostermontag gschach die Schlacht vor Carmiaa im Piemont. 1 Docke, schw. Doggi, Doggeü, incubus, Alb. - Stalder 1, ^ST-, Oximm, D. Wb. n, 1208. CeriBoVo lafeV 0«l- * Vielmehr die für die Schweizer siegreiche Schlacl»*^ ^^ «uter eidc ^\d- ripan am 14. April 1544. Auf dieses Ereignlss hat O»^^*^ ' C. Juni. ner , ein schönes Lied gedichtet. Liüenkron IV , Nro. ö^^" 64 Mentags, den 16. juni d'flü zi Fryburg inhar gfallen. Am abzug der diebschen landsknecbten us Piemont band die böswicht an ettlichen orten am Rin gschriben: Dort oben stat ein wisser gatter, d'Schwyzer sind aller kelbem vatter, Es ist vil Schwyzer hür verdorben, Ist meng kfl. wittwa worden! band ouch also ein lied gmacht. Suntag den 13. julii zoh ich von Fryburg, was Niclaus Fläcken- steins schriber, zogend für Galles,* lut des spruchs und lieds. Kam J2. Not. wlder gen Fryburg samstags vor sant Katrinen tag; was zu Sursee €. Dec. uff Nicolai, bschickt min W. (wib) etc., si kam aber nit. Frytag in der fronfasten wider vom rat angnan. Anno 154S. Iniiium satis acoeptabilis leto eorde. I.Jan. Circumcisionis 8 lib. de fürtu.ff) üstag all hüpseh und schön, merteils bis 7. januarii was schnee und warm. 32. j». Yincencius am morgen näbel, den ganzen tag heiter und schön bis um 3., aber tunkel. Am 6. tag merzen z*naht hets grisslet (am 29. tag noh 1 mal), üff oculi, den 8ten tag merzen, 3 sonnen am himel gsehen wor- 17. MKr». den. üflF sant Qortruten tag noh einmal. 19. April. Ufif misericorda doraini han ich z'Fryburg gspilt d'wällt, schenk- tend mir d'herren 3 köpf körn,* galt mir 1 kr. 3. lib. * Galais. — üeber diesen Feldzug Carl's V. nach Prankreich , der mit dem Frieden zu Grespj endete, hat una Hans Sachs ein Gedicht hinterlassen (Lil. IV, 252), woraus man schliessen kann, Sachs hätte den Zug selbst mit- gemacht. Vgl. aber Tittmann, Dichtungen von H. Sachs, zweiter Theil p. XIY. Auf der Zürcher Stadtbibl. befindet sich cein neüw Lied von der Statt Gallis. Im Thon, es'geht ein frischer Sommer daher.» Abgesehen davon, dass dieses lied in's Jahr 1558 fällt, nennt sich der Dichter am Schiuss: Der uns erstmals das lied gesang, Jonas Hachelberger ist ers genannt, Hats uns gar wol gesungen; Er ist auch selhs darbe! gewest. Den reyen hat er gesprungen. Ja ! ^ Kopf auch ein Getreidcmafz. Grimm, D. Wb. Y, 1745 65 Am abend um 10 in der naht süess micbs kalt wee an, hielt mich hert wol 14 tag, bätets ab. Uff corporis Cristi hat man in der abenürti 1 komhabn, darufi2. j-^i. ständen 13 äri, eins was abbrochen, ouch fand man 6 und aber 3 äri uf eim halm. Samstag nach coi^ris Cristi hat min wamer heiter* klopft, «• j«»j. am morgen in der kammer, darnach schlög mich s'ross, das ich fieng bi's Lienharten. Der gifter und pestelenzmacher sind vil zu Jenf und do um, werden ouch iro vil tödt. um Jacob! hat mir min wamer aber dick klopft, dass ich uszs. jnu. dem hus zug ins ander. Suntag vor und uf Laurencii bin ih zum herrn H. Männli kon; was der schiesset zu Mellingen. Uf Laurencii sind die saluten* z'Pryburg us dem wyer (darin Caspar Werli vor jaren etlich tan, die man aber nie drin gspQrt hat) ftirhar kon an d'trümm, dass man ir vil ghowen und gfangen hat; band ouch dlierren ein gastmal mit gban zun Eremem. Derselben wuchen ist ouch ein salut z& Murten gfangen worden, eins maoB ^aog. Davon dieser spruch opink) mea. ^ Ein fisch ist der salut genant, In eüieben landen wol bekant, Als fttmemlich z'Murten im selben see; und da um an etlichen orten mee, Der Fisch bim mul am witsten ist: zu schnappen und schnarwen alzit grüft. Verschlucket in räwel,* was im wird, zu mentscbenfleisch hat er gros begird; Das schaflt, er hat nach Murten schLacht, im selben see sin dingli gmacht, Im mentscbenfleisch, so drin ertrunken. Darum den schelmen noch t&t tunken, Dass menscbenfleisch sig milt und s&s, und dass er des meer haben m&ss, ^ deutlich. * Salut, silurus glanis. ^ Brunstzeit. Baechtold.Hans Salat. 5 66 durch tod old schlachten wie ers mag han, darum tut er sih fürber lau. (Letzte Zeile ist weggeschnitten.) «. Sept. Samstags vor oativitate Marie fiel aber 1 stuck vom felsen z& Fryburg enent der Bernbrugg in berrn Studers garten. Mentags nach Prancisci, 5. ootobris, wards nüw (hora 9)> g^^^S der wind an, wayt mechtig stark, wol aht tag (dann die alten sagend, wanns im ntlwen anfab, werds gwonlicb 9 tag an einanderen wäyen) und als dann gar vil obs und ftirus allentbalb eicblen gwachsen was, die vor Martini kum all gerissen wärend: die warf der gros wind all ab, das man eingeton hat, und achdtends ein zeteben witrer türi, dass die vili der eicblen, so unlang wäret etc. Es was ein propbecy der wucherischen puren. Item uf frytag 23. octobris sind 3 kind uf Bürglen^ gsin, das 1 ist stattscbryber Gleris gsin, das ander einer armen wälhin gremp- . lerin, das 3. hat 2 heupter ghan. Item uf zwenzgisten tag novembris b&b ich s'kind Anna im Obergaden, genempt Ursula, mit dero zum Stein, H. Bastians Qoncu- binen. Item band ettlich gsellen d'kugel gschlagen von Remund* bis gen Fryburg, galt 600 scbleg, aber si ward dar gschkgen under 40*" streichen.* 1546. Von ustagen stat im peregrin rodel. Item hat angfangen schön sin mit dem merzep nüwen, und das aller schönest wätter, glänz und schön, nah wünsch dur us. Und uff 30. tag merzen (als ich gen Wisliken reid) tonnerts, und zfi naht lag ich zu Aarburgc, tonnerts, blitzget und regnet. Seit mir herr zu Wislikon, dass bi im wärend gsehn worden 2 sunnen am himel und 3 spies übereinandern etc. 4. Äi>rii. Samstag 3. apprilis fiengs an rägnen, suntag letare hands z'Bern gspilt. * ^ bei Frei bürg. * Romont. ^ Dieses in der Schweiz jetzt noch übliche Spiel beschrieben bei Kochholz, Alemannisches Einderlied und Kinderspiel p. 458. ^ An diesem Tage wurde in Bern ein Stück von Hans von Rute , dem 67 Item nach mitterfasten um den tag z'Baden sond bi Willisow 6 man am himel sin gsehen worden, die 5 ganz schinbar, aber einer tunkel, nit wol sichtig und ob jeden 1 schwyzer f. Darby 8 mans- personen und ob jedem 1 rot crütz, ouch 2 cometen by inen. Item uf misericordia domini, under dem ampt, zwttschend 8 und 8. M*i. 9, hat man 3 sunnen gsehen, 1 hinder s. Niclausen, die ander ob dem hus zum wissen crütz, die recht sunn enmitten in form eins crys wie harnach staat. (Folgt die Figur.) Item circa junium hat der keyser Carolus den krieg zur band gnan und d'rychstett gegen im ins filld zogen. ^ Um Michaelis das gschrei, Carolus hab dem landgrafen von 2». sept. hessen 20000 man erschlagen, und in, Hessen, gfangen. Item der Stifter zu Torenberg* ist funden worden, sin palsa- mierten lib, im ärtrich, als si ein komhus band buwen wellen; den hands da hüben lan, und daruf ghuwen. Item der herzog von Zäringen , Stifter der statt Fryburg im Bris- gow funden worden, darzü hatt man jederraan nach ordine gan lau, in zu bsehen; zum letst gerodet, ist er als äschen zerfallen. Attende, was wellend die Stifter nüwes bringen. iüngern Zeitgenossen Manuels , aufgeführt : Wie Noe vom win überwunden durch sin jüngsten sun Cham geschmächt etc. Ist zu Bern in Uchtiand durch junge Burger gespilt uff 4. Aprilis. Anno 1546. (Weller, das alte Volksthea- ter der Schweiz p. 71 u. ff. Gödeke II, 1163.) Hier sei gleich die Frage über die Autorschaft eines andern, in Freiburg aufgeführten Spiels «die Geschieht des Propheten Danielis etc., Bern bei Matthias Apiarius 1545 (Weller, ib. p. 248), erledigt. Weller möchte das platte Stück Hans von Rute zuschreiben. Im Freiburger Manual Nro. 62 unterm 81. Juli 1844 findet sich folgender Rathsbeschluss : « Hern Schul- meister ist nachgelassen, das spil, so uf Quasimodo hie gespilt worden, inti- tulirt c Daniel der Prophet» in Truck ze legen. » Also fällt die Auffülirung des Stückes nicht — wie Weller sagt — in's Jahr 1545, sondern auf den 20. April 1544. Im Manual 61 : « Minen hern den spilern sind hundert pfund stür an irem kosten geschenkt. » Nun war in Freiburg lateinischer Schulmeister ungefähr von 1528—1552 Georg. Brun (am 27. August 1552 zeigt der Frei- burger Rath dem Glarean den Tod Brunos an und bittet ihn , einen Nachfolger zu suchen) ; Brun's Provisor war Benedict Kun von 1538 — 1576. Mithin muss einer von diesen Schulmeistern der Verfasser des Daniel sein. ^ Der Schmalkaldische Krieg. Erst 1547 nach der Schlacht bei Mühlberg wurde Landgraf Philipp von Hessen gefangen. * Peter von Thorberg, Stifter der Karthause Thorborg , gestorben 1399. — Stettier, Versuch einer urkundl. Gesch. d. Ritter v. Thorberg. 1848. 5* 4. Dec. 68 15 50. Obiit soror mea Elsbet; donstag vor Nicolai kouft min Schwa- ger mir ab min teil hus um 25 gl., zoh mir ab die 12 ^,* so er mir unlang darvor gelihen hat. Item um ir bQnten gab er mir um min teil 12 gl, zoh mir ab 10 gl., hat er dem Günterli Eftferli zu Triengen gen, gab mir damah um 1 bettstat, 4 linlahen, ettlicb bäfen, kessi, werch und all ander ding nob 8 ^, doh dass ih alle ding wider loesen mag, und so ich im 100 gl. gib, sol er mir mis vatters seligs hus wider werden lan und die bunten um 12 /^^. Item frtind Michel sol mir von miner schwöster seligen wegen, so si im glien hat, 10 gl. Somnium habui preeterito anno, dass ich gold und gelt finde in den tremen uf dem härd under der mur hinder der Löffäbnrg.^ Me, wie ich gros hüpsoh fisch fanden, mit den henden gfiingen und us- hin gworfen us der Suren bim undern berg, da 's wasser us der statt louft. Item ouch in eim hus, da ib z'hus war, ein eigo« graben mit vil hapscher visoh hätte, üf Silvestri mcw^gen um 4 , wie ih zwüschen beden rathttserff ein hüpschen glatten stein vermeint gegen brunnen' abbin wit zu werfen, warf in aber zhoch, deshalb er nit wit'lüff (intellige bene)j damah lägend hüpsche stück unghowen stein vor Franzen hus, was das ein hüpsch gäl, wie ich sehribbulver drus mach, brab ich ein stück darvon und brahs uf, lies sich uftftn wie ein schribtäfeli; als dick ih eins ufbrah, warend so hüpsch bildnussen drin von ferwen hüpsch erhept, und mengerlei, die zeigt ih der frowen Kechlin etc- die was fast wol mit mir dran etc. (Lücke von Blatt 67, b bis Blatt 79.) Blatt 79 a. Des keyserseid.* 1 Schilt. ' Löffelburg in Sursee an der Grabenmühle. Vide Attenhofer, Denkwür- digkeiten von Snrsee (Luzem 1829) 107. ^ Ein keiser schwert zwen gloubens eid, einen, so man in erweit, den andren, so man in bkrönt, und also ist de^ erst eid: Dir her N. bapst wil ich küng N. yerheisen, globen und tun, dir schweren by got dem vater, sun und h. geist und by dem holz des lebenden crützes und by dem heltume der helgen , dass, so ich us vergünnung gottes heren gen Rom kum , ich die bei- gen römischen kilchen und dich iren rectoren erhöhen wil, nach mlnem ver- mögen und nimer kein leben noch glid, noch die eer, so du hast, mit mim ^Tillen, noch gunst, noch rat old mis ufwisens verlürest und dass ich in der 69 Bl. 79, b. AU das man singt, seit tichter uf erden, gschiht alls um die userweiten und werden. An den kein arbeit ist verloren, den uf erd nüt höhers ist geboren. Im 1541. gar.^ Samstag vor Misericordia domini sties mich s'kalt we an um 10 in der naht. (Blatt zerrissen.) fltflt Rom kaia gf4ll^iii no^h ordaang mach van- dir, noch allem, das vi. dir und der stat Rom ghprt uod den Römern, an dinen rat und alles das von sant Peters ertrich zÄ unserm gwalt kumpt, wird ich dir wider gen, und wem ich das Italisch rieh lieh, mach ich schweren din helfer zä sinde, z& I)6chirmen die erden sant Peters nach sim vermögen. Form des andern Eids, so man in krönt zä Rom. Ich röm. ktiog, von ^ gnaden und gunst gots zäkunftiger keiser, verheis , gelob und versprich, schwer ouch hy gott und hy sant Petern , mich vor andrem ein ein hschirmer, Fürsorger und heschüzer des obristen bischofs und diser h. römschen kilchen ^d in allen sinen notwendikeiten und nuzbarkeiten zd beschirmen, und erhal- ten sin bfsizungen, ere und grechtikeiten, nachdem ich us götlicher hilf er- sucht Wirt, naeh mim vermögen imd wüssen in rechtem und luterem glouben ; alao mir got helf und dise h. evaogelia. . ^ Diese Vecse früher geschrieben. — Dann folgen zwei Bemerkungen, die auf eine Gerichtsordnung schliessen lassen, welche u- A. in der Lücke ge- geslanden haben muss. Beilagen. TU Briefe üalato. (Aus dem Luzerner Staatsarchiv; N. 1. Acten Frankreich, Krieg« N. 2— S Personaiia.) L 1544, 26. August Den fromen, erenvesten, fürsichtigen vnd wysen schulthessen vnd raat der statt Lucern, minen gn. lieben herren vnd vätteren. Promen, erenvesten, ftlrsichtigen, wysen, gnädigen min Herren, f. e. w. syend min vndertänig, willig, gborsam dienst allayt bereytt vnd demnah zu wüssen, alls dann die vwern, min gnädig, lieb har- ren, houptlütt, fendrioh sampt den knechten von fw^ sftät vnd land, sampt anderen eydgnossen zogen, sind wir kon samstags vor Sant Jacobstag gen Baye Bonduo vnd da rings vm vns gelegert bis zu volkomner versamlung aller Eydgnossen. üf dem wäg, alls man die erlangt, hatt man vns teyllt in 3 reyement. Namliöh f. m. herren Itit, Vri, Schwyz, Vnderwalden, Zug, ölarns, und Appzell, so 24 fennli sind, jn eyn; dann die stett vnd vorlender jus ander, Wallis vnd Ptinter jn das dritt reyement vnd houptman Bircfaer zd vnserm obersten erwellt. Damach vff Sant Jaoobs abend wurden wir gmu- stert zti Bonduo jm Land Präs, vf 7 Ha enent Burg iü R-äss, vnd bzallt. Zugend vf Jacob! gen Ghalon an der Sona , da bzällt^ wir ouch. Zugend ftirer 1 tag 5, 6 oder 7 IIa bis samstag dm andern tag augusti, vff Troya zö, zur liliggen band ob«n durchs Hochburgund, liessend Digion zur rechten band ligeü. Eamerid wir vs dem Burgund jn ein flä(*en genant Leng^^ö, ists küngs vnd dar 71 forsten von Lutringen. Da schwörend wir gemeltz tags vnser ordi- nantz, kam ouch da ein herr von vnserm obersten Duo da Orlianns, vnserem göti.mit brief gar frünüichs danckens, empfahens vnd er- ßiettens, daby, wie der keyser dem kOng vf sin ertlich Ittr ein Star- en fläeken, genant Sandisi, zwüschen Schalen vf der Schampania J,.. .f."^*'°^ ^^ •^«™ a°stos des Hänigöws ügend, sich gelegert nat, etlieh stürm darvor verloren etc. Sottend fürderlich zühen vber d Oampania nider vf Sc-halpn zu vnd an der Schampania, da weit er vns lag^n zu warten vfs keysers fürnemen. Zagend wir aber dran, liessend Troya vf der rechten band ligen, vf 2 lia vber Cam- pania mder, mit fast gutem wätter vnd wyn, sampt aUer noturft; aDer 5, 6, 7 lia, 1 tag. Bie Laurenoy kasKod wir jn ein dorf, 2 lia nebend Schalen vf der lingg band, dem Franckrych zu, genant Tibi, ua üengend wn- an mit den vennlinen wachen, vnd lag der keyser noch vor Sandisi. Zugend wider vnd für, also bis vff assumptionis Mane zugend wir widerum vf Schalen zu, 4 myl darunder, 6 ob Keims ja ein dorf genant Ati sus Marna, ein schiflng wasser, rünet von Schalen vf Paris. Am samstag kamend 9 stuck büchsen zd vns, ouch vil reysig zring vm, vnd donstags vor Bartolomey sind wir vf d'rödel bzallt worden, vnd jn derselben wachen vor Barto- OTtty hat sieh Sandisi dem keyser ergen. Doch hat er die kriegs- iut darusEiehen lan mit jr hab vnd weer. Vf das nun ist zu vns Ktm der göti, hat vns bsohuwt, vnd müsstend jm ein loaf tun vff öant Bartolomey abend. Ist ouch mentag darnach ken der Dalphin ^ me gsohötz; sol ouch jn kurzem zu vns kon der künig selbs. i^ytt nit me denn 1 tatsche mil von vns ein stetli, heist Beme, dan man macht ein stark© schanta 1 lia flir vnsws läger vf gegen Scha- »n; vor der sehantz rünt die Mama. Darneben ligt ein mos, dar- nmaer ein gros dorf vnd der Maas, das sich vnsem forsten samptt ^S 7^^"^ *°^° '"•' ^^ C»«*^' ^^) <'«r krieg da ^aeht werde. Dan- der keyser lytt noh vor. im, vnd vm San- ^. XMfj^t md buwt da, vndwü darus machen ein starken plate, Zk V^ Wan ffir. «r Herd danp s'land vf für ein guten Säcken ge- Z nff *S? •' '^?:5'*°^' «"^ ^ Schaion sieb Iftgeren. Daruf Tri? '^^'Z^} ""^'^^ '^y*^ ^ 76 miaen gnädigen herren wol wüssend, vnd sunderlich speciflSciert, das ich vm kein andre sach, dann miner gSUten halb' von vwer e. w. statt gfaren bin, vnd so ich mit minen gällten verkumm, das mir f. löblich, erwirdig statt vnd land offen vnd von niemand wyter ver- spert sig (alls jch mich dann ouch versieh zö vch, minen gnädigen, günstigen, lieben herren); by dem selbigen dann ouch ein supplicacion oder recomendacion an vwer niitburger zu Fryburg, die sig, wie ring sy well, erspaartz mir denoht ob zähen gold krönen, wil ich lieber daheym eira gällten gän, damit mag Ich gemelltz vfsatzs vnd beschwärd geledfgt vnd erlaassen wärden, wann jch obgemällte brief hab, die mir daimi Toman Troger empfahen vnd zum fürderlichsten bringen oder zuschicken wurd. Mit demütigster pitt v. e. w. welle mich jn beflllch trölich hallten alls dero göttwilliger, armer diener allzytt, die auch der allraechtig Got allwäg enthallt in hohen eeren. Datum zu Fryburg jn Oedland vflf Sant Sebastians abend, anno 1546. V. e. w. williger, armer diener Johann fealat von Sursee. Auf der Rückseite des Briefes^ avf der das Siegel etwas undeutlich ai{f- gedrückt ist, steht von gleichzeitiger Hand geschrieben : Hatins seyller begci-tt eins raanrechts rnd das er zä fryburg x lib. jnzug* gelLt gelten muessi. Anno etc. 1546. iv. ■ \ ■ ' ' 1546, 12. Mai. Den frommen, eerenvesten, flirsiohtigen, wysen, . harrari schul&easen vnd raat der Stadt Lucern, minen ga, gobiettead^ liehw herren. Fromen, eerennesten, försiöbtigen, wyöen, göädig^ä min he^^fea, vwör ersam«! wyshcyt sy^nd min ghof sam, gantz vndertämg, wilHge dienst zä allen zylten ber^tl. OnÄdigen, litftben hef^env alls däim vif min ansuchen f& öttKchen tiialen b^chähen» an V. e. w. vöi min- manrecht loh vergaugoer zytt amtwurt empftogen htm, das ir min gnedig, günstig, lieb herren des geneigt vnd gätwülig wftrend, dann alleyn kundsohafft miner gebnrt vnd harkomens (des jr ilit Isländer wüssen trügend) sot ich ein schyn bringen von den tWöten von 77 Sursee, minem yätterlicben sitz und geburtstadt etc. ; daruf ich sy frOntlich durch gesdirifft aug^ftcht bab, aber uüt von jnen bau mögen, dann das sy sieb vm so vil für vcb min (vnd jr) gnädig^ herren vnd oberen vs den karren für d'ros stellend etc., ieb sol von vch minen gnedigen herren ein gscbrifPt bringen, wie ich by vcb, Y. e. w., mich gballten, vnd abscbeyd gnomen bab, darnach wellend sy mir min mannrecht mitteylen etc. ; das jch nit von jn wil noch begär, dann solch jr schryben würd mich zä Fryburg, noch anderscht- wo nit vil fürderen, diewyl ich mich von vwer lobrychen statt Lu- cem nenn; man mich oucb des bekennt, vnd stund nun manrecbt vnder dero von Sursee gwalt. Dorum noch vnd abermals au v. e. w. ist min demdttig, flyssig, emsüich pitt, wellend mich versächen nach gebürender noturft mit cynem mannrechten vnd zum teyl sup- plicirung an vwer mitburger, Schultheis vnd raat zu Fryburg, das mir gar zu gütten nutz, aber mangel. und abschlag des selbigen z& merklichem schaden vnd nachteyl reychen wirt, diewyl si mir an- müttend, jn jr statt zu koujffen jr gsellschaft und husrächt, das aber vmsust war. Dann ich enü icher meynuug bin (mit hilfif vnd gnad gotz) in kurtzer zytt wider hinder vnd zu vcb minen gnedigen her- ren jn vwer landschaft ettwan an eim örtli nider zu lan, vff besse- rung. Sodann oucb vm deswillen, das jch ettwan, wan äs mich zytt tunckt vnd by der göttlichen warheit von nötten ist, der eeren gots vnd glimpfs versprächung v. m. gn. b* ein vnuermydenlich wort red, mir ettlich gwalltig darum vfsetzig sind, vnd darum solch handlung, das jch wie ein frömder jr husrächt kouffen, vnd jnzüggelt gäben, oucb min manrecbt (das dann billicb ist) zeugen sol, an mich suchend vnd pott tan band. Dann, in göttlicher warheytt sind nit aUe schaaf der wullen glych, so sy tragend, alls ich eios teyls mit minen gnädigen juaikfaerren, vweren raatsverwandten Josten von Hegten, tnd insunders Wenddl Sunnenbfirgen geredt vnd ettwas anzeigt ban (vnd ouch von mim mannrecht) vff dem h. palmtag näghst verechinÄO, . vnd gnüßs des (bi der warheyt gottes) nüt , das niiff ^ wiq:!y. aUtgloub vnd v. iii> gii. lieben herrw stftfc bochwirdir g^r nap[ien vnd bandelji allwUg daß obmst vnd Tofderst ist vnd sin m&Sj so Img i^ Vernunft vnd aaten han mi^. Ynd dann minor geburt visMir.barkHimens. halb, ist min vatter vnd m&tter aälige in. mr Mirtt Sursee ein 70jfirige ee g83m, mencUiot^m unbeachwäriida, die ftomme, eer^ide frpw, herren bumeysters TolUckers m&tter^ 78 gut wQssen treyt. Item in v. e. w. eerlichea landschaflt zu Roten- burg, Ruswyl, Willisow vnd Sant Michaels ampt eyn redliche, eer- liche fründschaft, alls oucb mine lieben vetteren Hans Habermacher vnd VUi Moser, vwer lieben raatsfründ vnd andre. Deshalb enpfil minen gnedigen herren ich mich als der jr, vnd williger, armer die- ner, so nit beduren trag, min üb und laben zu vch vnd von vwer wägen zu zesetzen. Wellend den wysen von Sursee fürgryfifen, (wie billich) min geburtzkundschaft gnügsam habend jn ^er lobrychen statt Lucem, vnd mich mit gnügsamem manrecht versächen, wie vormals v. e. w, durch mich gebätten, damit ich miner armütt raa- ten vnd dester baas ettwan eyn widerwilligen aaten erstecken vnd temmen konn vnd mög, vnd min abzug eerlich von jnen han. Vnd wormit v. e. w. jch je erzürnet han, mir das trülich verzihen vnd vergän, vm gots, aller siner vserwelten vnd vnsers waren alten oristen gloubens willen, vnd by der peen, nitt me zu tun wider v. e. w., ouch in ansähen der langen büs, so ich jetz darum tan han bis ins sechst jare, vnd. sollich handlung empfälen vwerm grichtschri- ber Zacharia Bletsch, der mir solichs vsrichten vud zuschicken wirdt. Der allmechtig got hallt v. e. w. allzytt in trüwer hütt vnd hochen eeren. Datum zu Fryburg jn Oedland in der tütschen schul, am mit- wuch en nachjubilate anno 1546. V. e. w. williger, ghorsamer diener Johannes Salat der vwer Unter der Adresse steht das Concept der Antwort: Erstlich könne man jm kein vrkund sincr gepurtt nit geben vß der vrsach , daß er hie nit erbo- ren, deßhalb min h. kein wüssen nit haben; zam andern vrkund sins ab- scheidts jme mitz&theyllen, wil min h. nit f&gklich sin beduneken , achten oueh, jme daß wenig erschießiich sin by einen herren von Fryburg, alls er selbs wol wüssen mog; vnd zürn lettsten, so er wider hinder min herren begere vnd er sich mit sinen gellten gesetzen mag , werden min g. h. vff sin bitte sich gnädig gegen jme erzeigen. Attf der Aussenseite des Brirfes ist Salats Siegel aufgedrückt ; dieses zagt in einem wagrecht getheüiea^ spanischen SehUde in der obem Halfie eine Puppe mit ausgestreckten Armen, in der untern ein Schachbrett; über dem Schilde sind die Buchstaben L S, angebracht. lieber dem Wappen steht von gleichzeitiger Hmid geschrieben : Hanns Sej- lers tocter werch Anno xv* xl vj. 79 1S51, 12. Juli. t m Diser brieff gehörtt dem Hans Salat zu Fryburg in üechtlandt. Min gr&ss etc. lieber Hans Seiler, es ist min pit,an tich, jr wellend mir das gelt schicken, so üch Caspar selig, min man ab- verdienet hat mit schriben, nämlich x guldin vnd xiij ß. Mich nlmpt wunder, das ir üch nit schämend, das er so mengen schlaaf vnd ouch mengen tag durch, durch üwer willen verzeert mit emsigen schriben, welchs ir genugsam vnd gar wol wüssend. Darum sind hiemitt gebetten vnd gewarnet, so vnd ir mirs nit by zeygern diss brieffs schickend (dan mich dunckt, ich hab lang gnüg gewartet vntz vff eilff oder zwölff jar), wil ich üch dermaassen wider schriben (so- bald ich jnnen wirdt, das ein geschworner bott von Lucem gan Pry- burg gatt) vnnd nit allein üch, sunder ouch dem schulthessen üwer handel schriben, vnd üch rechtens nit erlan, so lang vnd bis ich bezalt wirdt, vnd ouch sömlichs vfif üwern kosten. Hiemit gewarnet vnd gott bevolchen, dann so ich mftss offnen üwer bübery, w ird ich nit Aren, darumm sind gewarnet. Datum zä Lucern vff suntag vor keyser Heinrich anno 1551 von mir Katharinen Gross- manin, Caspar Meyers seligen hussfrow gsin. Am Rande steht geschrieben: c Wüsscn, das ir noch hür mir hie zä Lu- cem yff der Hoffbragg verheissen hand, mich ze yern&gen > loozu von Salats Hand beigrfilgt ist : < Ja , so jch dir schuldig war !» V. 1551, 27. Juli. An Triny Grosman, ettwan Caspar Organisten seligen frow gsyn. loh, Hans Salat, burger zu Luoem vnd Sursee, jez wonhaft zft Fryburg, han ein briei empfangen von dir, die dich nempst Triny Grosman, darinn du mir ein schuld heuscht, dero ich dir kein haller noch denar schuldig noch gichtig bin. Heüschest mir als ein vnflät- tigs zennerli, die du ouch bist, vnd tröwst mir ouch im brief, du wellest mir min bübenwerch an tag bringen vnd nit fyren. Darum 80 wUss dich darnach z& richten, das ich dir, ouch dem, so den brief gesohriben hatt, d'statt Lucern zu eng machen wii mit dim brief. Heys din hariouffenden bachanten noch me zu schöl gan, ee dann er sich vnderstand, eyn fromen erenman mit sim schüzischen schryben, mit lügeti vnd bosheit z& scbmehen vnd lestern. Wo hat der sehüt»sch bachant das gleert? Machs vch nit so krUtig. Bast du vergessen din harkumen, wo dich din man selig gnan hat? Wenn ich by dir wer, wot dich vnd din feysen dran manen. Du wirst finden, was .du mir für erlogen brief gschickt hast in kurzem, wil got. Datum zA Fryburg. mentags post Anne anno 1551. Disser brieff gehört Hans Seiler zu Friburg im V'chtland im zu vberantworten, Friburg im Ycfatlaiid* Ich Katrinn Mcyerinn zu Luzern thün dir kundt, der du dich nennst Hanns Seiler: es nimmpt mich wunder an dich, das du der schuld leugnest, die du mim man seligen schuldig bist^ vnd du vf der Hofbrugen geret hast, du wisest wol, das du im schuldig sigest vnd sigest drum harkon, das du iedermann wellest zäfHdden stellen ; ietz stelst dich selbs lugenhafll in dem briefP, den du mir geschribben hast. Du hast mir geschribben, min man hie dir all- wägen ingehan an dem sold ;' du lögst in an vnd6r dem hfird vn- den. Dan ich han in gefragt, ob er dir den sold alwägen heig in- gehan oder nitt, so hakt er gesprochen : nein, ob der monet vss sig kon, so heigest du den sold verthan.' Vnd du hast mich geschulten ein zänerli ; ich bin mitt fromkeit vnnd mit eren, nit me ; dan lüg, wer du sigest. Witter, so hast du mir geschribben, wo mich min man sällig gnon heigi : er hatt mich gnon by frommen, erlichen. lüt- ten vnnd als ein frommi dochtter eina nen sol, vnnd han mich ge- halten in Lucem, das ich mitt fromkeit vnnd mit eren drin darff sin. Wie du dich als erlioh bettest gehallten als ich,* so hettist ouch dörffen in der statt Lucem huss han, sust hast müssen zA Friburg hus han. Hottest mit diner frommen ftouwen hus gehan ! vnd ouch du weist wol, das du x gl. schuldig bist blibben und xiii ß. Ich wil es dir aber setzen vff din sei, da m&ss es dir brünnen vnd 81 bratten vm sin lidloQ^ den er den gantz nacht hett vssgescbribben, das er dich vergelti; da hast du das gelt ingnomen vnd hast mit den hören vorthan.^ M&iu maaht Salat folgmde Randbemerbungen: * Daran ist nüt. — * fiadfc sich nil, — * aber nit. — * jch truw ja. — * vnwaiheytt. 1551. Dem Hans Salat, leermeister ze Fribürg im Vchtland. Ich Johannes Eüntzi, provisor zu Lucem, tun dir kundt, der du dich nemst Hans Salat, wie du mich gescholten hast ein bachan- tischen, schützischen, hargeloufihen hüben ; so sag ich dir, das du mich hast wellen in din fromkeit ziehen,^ aber du velst. Hetest dich so wol gehalten zä .Lucern, als ich noch bis har,' so dörCTest nOt ze Friburg m hocken; du bettest mit diner fhmen ee Lucem hufi ghan on die erloupnus, die odhar gethon von minen her- ren. Du meinst, man wüss nit, womit du syest yrngangeo.' Wol- lest mich (als ein frommen) in din f&ßstapfen ziehen.^ Ich bin ein armer, frommer, yfftechter student vnd nit bachant. Du hast mir tröwt, Yon Lucem mich ze triben ; so vertribst ein guten, redlichen gsell^ vm siner fromkeit willen. Aber hau ich dir ze yil than, so verclag mich vor minen herren zu Lucem ; ich mein, ich hab minen berren dienet mit hromckeit vnd eeren ; drum lag , was du redest I Datum zä Lucem 1551 von mir Johan Eüntzi proviso ze Lucem. Biesu maeht Säht folgende Randglossen : * ich hin kein büb. — • ich hof mich als eeiÜch ghallten, als är. — • da bgär ioh von jm zÄ ^esen, wa er meyne. — * was er für fiißstapfen dan meine. Baechtold, Hans Salat. 82 VL 1581, 14. September. Den strengen, edlen, eerenvesten, ouch frommen, fürsichtigen, wysen, herren Schultheis vnd raat der statt Lucem^ minen gnädigen, lieben herren vnd vättem. Strengen, edlen, eerenvesten, frommen, flirsichtigen^ wysen, gnä- digen min herren! vwer hoohverstendig wysheit syend min gantz vndertänig, ghorsam, willig dienst mit flys bereytt allzytt Als ich dann vs gittigem, gnedigem v. wysheit guiist vnd naohlass nechst ferrückter festen mino bücher vnd plünderli mersteyls von Ffyburg gen Sursee gefertiget, willens, da widerum bus zA halten, vnd Yin Pfingsten wider vfhar gfaren, dz übrig ouch reypb^,;ßtiössjend mir andre geßchefft, alls der medicin vnd sust zhanden, d?< ifib aU&o 4fi oben noch ettwas zA tänd hab ; bis ^m winteü. so . rudk ich h^jWß wils got. Vnder dem stost mir ein saoh an d'hajid) da ich nx^ nit fOrkon kan noch mag» voh min gnedig^ lieb herren vnnd eimges. vätter clagenswys z& bdcümmor^ vnd anrüffen vm hilff vj^d reoht Dem ist nämlich allso : Alls jch vor jarea, 4o i<5h vwer,. min^^r gnä- digen herrMi dienw am gricht was, vnd min cronik. gchrßylp^, gt^ ich Caspar Meyer seligen, dazmal leermeyster vnd m deir Fu^pn zhui^^ ouch z& sohryben ettlioh sextem, vnd schickt jm darzwv«chenr oucb allweg gellt etc., alls ich bewysen wil, jm: kein denaii schuldig . bli-? ben syn. Vflf das nun verrucktm sumers schribt löir .Caspars selir gen verlaasen frow, so nöwan 1 frömden bachawten h^t, der sich schrybt \^«r, miner gnedigen herm, provisor, gaivein schalklichesn brief zu, darmn sy mir hiesch x gl. xüi^, so ich jrn^ i^an seligen schuldig wär> mit tr atzlichen, eerverlezliohen warten (den. ich noch, han) ; vff das jch jro widerum züschreyb zimüoh antwurt, . vnd das ich jm gar nütt schuldig sig, »ander recht darschlügj vnd recht eruordert für vch min gnedig, lieb herren., so b^ld ich heim ke^l; des sy sich nit vemügt, sunder sy, ouch jr bachant, yettwede^s nur ein schantlichen tratzlichen hoch eerenlezenden, schalkenden brief zu- geschickt, vnd die offen, alls ob ich eyn lantflüchtiger, malefizischer böswioht, von eyner obw'keit verrüEft, war, das von den gnaden gotz nit ist, vnd hat Hymerycher, vwer bott, solh brief haruf tragen. Daruf, fromme, hohe, wyse, gnedige min herren vnd gütige vät- 83 ter, ich alls vwer armer burger vnd gborner Lucerner schry zu vch, vnd rüfif vch an zum aller emstlichsten demütiklich, grüntlich vnd ernstlich vm vwer vettwlich schirm, hilff vnd rächt gegen den beden personen alls frömde lüt, jr wellend mir sy bede (dann sy nit der vwern, ouch nit burger sind) vermögen, zum rechten ze schweren, trösten oder btirgschaft gen, das gnügsamsig, bis ich kon* mag, als bis zu vwer mäs, mls got; in ansehen, das ich nit acht keim Lucerner so schantlich schmach vnd vneer zögleytt syn vnd das man kein offne brief nahschickt , er sig dann landtflQchtig, vnd so solchs tftt an raat eyner oberkeytt, (vermögend alle recht) das die den köpf verfallt (oder vf!s gnedegist) eyn widerruf tftn vnd sich erlös erkennen durch getruckte, oder vnder eyner herrschaft sigel vberscliickte brlef an alle ortt, vnd so wytt die offnen brief gangen sind. Dessbalb vra solich recht bitt vch min gnedig herren ich vnd vis f ch dEtfum an gegen selben provisor, der sich nempt Hans Künzi vnd sin wyb Katrinen Grosma, vnd clag mit ernst zil jrm lib und gflt. Desglich wellend mit vwer gnaden diener reden, Himerrycher, das er syn botteneyd bas vflose, darinn jm vorge- halten Wirt, niemands kein offen brief, absagbrief oder schrifften, so ermeynte vni'Aw vnd vnfriden geberen, abzfinemen, noch vertigen mit sim wüssen nit, ( dann er dis schmehen wol gwöst hat an mich) dann alleyn befolen von eyner oberkeit vnd sinen herren vnd wel- lend jr min gnedig, lieb herrn mich als den ^wem, so lieb vnd leid mit ghan vnd noch zft han ganz wiUig vnd geneygt bin, nitt Ver- lan, nitt allso schantlich geschmecht werden von frömden lüten, die vtHieht tiit gros achtung vf f wer, miner gaedigen herren, eer vnd wolto häü wurden, alls ettwan me bschehen durch frömde amptz- lütt etc. Dann ich zum fürderlichsten, alls mir muglich sye^ heim- kon vnd das recht Äben wird im namen gots. Befll miöh twer vet- teriich' glitte ttid gnaden, die der allmeöhtig got fürdre Vnd erhalte allzyft Jn gsuntheit vnd zünämenden eeren. Datum zi\ Pryburg vff exaltatiötiis örücis annö 1551. ' ^.'■g.''v.'w\ • • • ■ '■ ' ghorsamer dttner • • Johann Salat, burger f^wer loblichen stat Lucem * . ■ ■ * '. , ' : ■ • . p 6' i.- 84 vn. 1551, 14. September. Dem H€»sU GQnzli, prouisor zA Luoem ;so vberantwurtea« ^ Johannes Sälat, Burg6P zu Luoern, Sureee vnd Fryburg,' enbütt dem schüzJschen bacbaöteü vnd groben bestia cormitft, s(> zu Lucern sich eyn proviso (also staatz) nemptsryn: Din zennerll^ din wyb hatt mir (ouch du comutus) jedes ein offnen brief sbü gtoebickt, äs war an eim zfil gsyn Vwer verreterschen Iti^en, du barmhrfri- ger comutischer harverlouöher Schwab ! Daruf wüss, das jch mieh zu redlich acht, vff solich diebisch, kindsverderberisch Mg, alls din zenrifQchsi jn jrem brief mir zfigeschickt hat , da nit 'ein warhafteir büchstab inn ist, sunder ytel stinckend lü^, antwurt zft soh^yb«ri; vnred hat nit antwurt, wo kein eer jnn ist/di gaat kleine vs; srinag mir kein eer nen, ouch keine gen. Aber dir, du eilender oo^^nütjscber Schwab, wil ich kurtz antwurten vf din schrybeil f Wefm du ^rüstest, was es innhalt, offen brief eym zu schicken; du bettelt diöe bachÄ* tenhor vor bas erschüdt, ee du öin solch gichÄlksbftbetisttick gegteb mir ghandlett bettest. Mag ioh dich fcÄ Lricern beMtlen/ ich vrii dir din offnen briet zrechtlegen, das du, harvfertoaffhcir leetersbÄb (als du an mir ghandlet hast) wfrst keim uBfreöhfefi, frommen «W^ö^ sen^ der ich bin, kein solch schelraenstuck me tön. Ich wil ^ich le- ren kein eidgenoss me schmähen, alls dann 'Vwer veriWyflet's^hWa- benrosdrek art und eigenschaft ist. Du schrybst, ich well dich% min f&sstapfen ziehen, das verbiett mir got. Ich bin jm zu vfrecht vnd eerlich, ein so leckerischen Schwaben mir gelich achten oderjn min stand z& ziehen. Wyter: hat ich mich zA Lucern alls wolghall- ten, alls du, so törft ich nit zSl Fryburg hocken etc. Kein fromm mensch redt von mir, das ich ettwas vnrechts zu Lucem ghandlett hab, von der statt heyge müssen, dannen gschworen oder von minen herren vsgstossen, vnd nit hey törffen darkon. Welcher solchs von mir schrybt oder reddt, der lügt mich an als ein verräterscher mör- der, diebsböswicht vnd ein wyl ein häx vnd kindsverderberin. Das verstand, du barmherziger comutischer Schwab , hat ich min gelten bzaien mögen, ich war kein stund von der statt gsin, da dann ich frys willens vnd nit bezwungen gangen bin; darum ich an min her- ren geschriben vm ein erloubung, han ich tan alls ein ghorsamer f j 83 ii i t f I schuldig ist, die mir min herren frOntlich zügschickt band, als irem burger. Da züchst in dim schrybwi glich vfeinander 8 oder 4 mal an der fromkeit, wie du ein frommer, vfrechter bachant syest; du hast n6wen bös nachburen, das du dich selbs so r&men m&st (pro- pria laus sordet) bist so from vnd mftst mich lan zwyflen, wie du abgscheydeu syest. Ich han min v^tterland vnd heymad noch nie vbergen, noch verian> sunder noh hus vnd heym zu Luoem vnd Sqrsee, vnd nit von mim vatterland gstellt, als du, Verstands I ich wU zA Lucero« wU gott, in kur/er zytt redlich vnd eerlich büß haa, so du schüzischer Qornutt ettwan kum brot jn dim partegken- ^ han matgst. Darum las du vnd diu briegga vch nit blangen, idn wil km mit der mäs, vnd dine bübenbrief minen gnädigen, lieben herrau als trvlich (Urlegen, das dir vnd dim zennerli ja statt. VAd Iwd, 4^ujQh.die 5 ort zä eng werden m&s. Du milst ein ^fdgnossei^scbaft leeren kennen vnd sähen, das du dir zö grossem 6cba4^n mich g^äx^ht .hast , der dir laster noch leyd nie gtan hab ; soltseben» was nnz du daruon hast, eim barmherzigen zennerli vnd ris|gvQrtig:w , lieohten wyb z& glouben ding, dero du kein wQssen hast; wir^t nit ein kiad an mir finden. Ich weys den wäg noch wqI in Hojf. Ich wil dich wol kennen by dinen bachantenhoren. öott bewar mir min eer vor solchen falschen, diebischen zungen. Datum zö ^ybifurg vff «xaltationis carucis anno 15S1. Iph will. lü. redlich vnd eerlich syn, dir ein offnen brief zu s^ieken;^b^r verstand sust, was er innhalt. Ich wil dich berich- ten, was eiii offner brief lidt. Ich bin kein malefizisch man. n ■ « ,» IL Schriften. V- V» ♦ 1 . .* *• . '. i I i > • . i I t - I ♦ ■• ; . I -.* r^ 1 . •■•} f . I M ' ' ! .' -r. I • '• I / '■ • : • • r <■. I . • . .. !.- / .1. / "•_ .\ ■ .~L *-' ■' •t •■.'■••.i'!'> • '-nir ■*••■:-. ''-■S'" ,-.,'. ..»^ f , , ,, , . M I ^ • ;i (•-•-^ 1 '.' / / 1 i„ sämu spn4 vor\ den\ krieg, so sich* zwischer\ dei\ fünf orter\ und der andern örterr\ der Eidgnoscixaft verloufei\ hat. Anno &c. Ir\ deir\ JA, D. XXXI. Umechtiger Gott in dinem thron, ;Der du hast geschaffen sonn und mon, Den himel, erden, meer bereit, Heilige, hochgelobte drifaltigkeit, 5 Maria, müter und maget rain Und alle himelgenoßen gemaini Hoch lob soll üch bewisen werden Von uns armen Christen hie uf erden Und alle zit geert der götlich namen! 10 Alle, so diß lesend« sprechend amen ! i so sich fehlt im Druck. — V. 3 Drack: meer erden breit. • Tanngrotz, eigentlich Tannenwipfel, Tannenreis. mhd. graz, Sprossen oder junge Zweige von Nadelholz. Lexer I, 107». Stalder I, 485. Tobler App. Sprachsch. p. 286. Schmeller (i. Aufl.) II, 126. Rochholz Aarg. Sagen I, 89; dann das Abzeichen der 5 Orte in der Reformationszeit. Salats Chronik p. 282 ^ch. I.) : « Der V orten zeichen was ein wiß crütz etc. daby dann jeder trüg oin tannestli, und merteils ein gät lang patemoster etc. Worumb aber die j ^umestli der fünf orten zeichen wurdent, kam dahar, als die secter so groß I tratz, Spott und Verachtung in die V ort bruchtend, .under dem ouch si namp- I teud tanngrötzen. Desshalb es dahin kam, daß die tratzlichen, fräfenen , gesellen in den V orten tannestli ufstacktcnd in die h&t und parreth etc. » 90 Salat G<>t i&t baroaberag, ilarzd grecht, Erbarmbt mh über alle g^sohtecbt; Er will oit, .daß ^er sUnd^r. 6(erby Sonder leb . uml* goad erwerbe 15 Daruf yerhftrrt er vü ait und lag, Warnt den menschen mit straf und plag; So das daiin nüt ersebieäea m^g Und .sin gftte nit will yerstani Denn lat er ßchleg«! na<;h weggen gan; Äo £emer person macht» praohts nach gwalts er schont, Lat kein bto ungestraft, kein g&ts unblont; Und 80 er die mlßttot nit fäohlieh straft, Wißend ctocb, daß er alt soblaft, Sonder d^ kommenlieben .^It erwi^rt: 25 Decm ist sin straf, gar streng und hart, Ais er dei» geistert. baod Mit worteb unditateo^aa metgea «endöu, Alle tjiuea uBorwelteu zä-sobendeo. So idh zu r«obt nit kbmmea img, 86 Des ii3h dir Htm voa berijen Idag i — Denn daß iföb möfi mit kiieg darin: So soltdu herr Jesu Christ dbersterMveldherr sin, Und was mir angelegBi isi, Will ich dich» suchen 20 allor frist 90 Umb dinen tpost,' hilf, bistiand und rai, Sit es nu «n ein kriegen gäti Nun ruf ich minen sünen zftsamen In unsers obersten hert^n namen; Luzem, üri, Schwiz, Ünderwaldeü und Zug 95 Die stünden zösämen on allen' betrug, Machtent ir anschleg, fuhdent rat", Wie man lüöißht kummen in die that; (Aijj-) Darzii beschrlbend sie ir frtind, Sant Joders ftünd, altslebig kincf; 100 Ich mein, damit man *s oucb verstand, 71 slcen. — 96. macbenl. 79 da es nicht länger Vejrzag babea ii|»g« *^ 9» beschriben, schriftlich auffordern. — 99 Sant Jod er ist St. Theodor oder Theodul, der Heilige von Wallis, St. Joder ist noch populär in einem Solotharner KantonstheÜ (Patron der Kirche in Welschen röhr). St. Joderstag ist der 16. Augast. Vgl. Fiala, im Aaceiger f&r sehims. Göseh. 17. Folge I, 347^ Im Fastoachtapiel von Hans von Rute S. Jodel vgl. Birlingers Alemannia Hl, 61. \ TA.3sr Mal* ^ iix> '^ -t „^„.^r^ llO US WaUislanA E-ndJuiij;: gar; ^iahar, I otersten henreo weit kerwi. mifi sag: Hülsten tag:» der. etat 'TTelet hat, ort besfelt gaö^® äSrft »"tlt «^«»t*^ ^« ISO D«^ *' r^ if -r^it^UcU ei^ ^'^^(^S^'^K die FrK^ * Die P^^Eji-e^^lfr fc wil* *=»« ^^' ?^««5 **! sieb g«^ :b Also mi^^ ^is ^ ^^ ,^^^ Verharrte» j,rie , ,e Herear»« der Schlaebt darvon, J&ii ia koQ ^-Jtxxidert man* ^ ic5h sameln bxi. vaart. dahar, ür war, stcit, ^ laat. Jt^iifea sfny ^3.pt^,ab, / kind. vvil leit, ^oheid. tx'tag' •= >•' < ■ 94 Salat 185 Zuheilt uß die fCknf ort oach irem ansohlag: Mit iren patittr in gn^tteeiMim^n; ZA Zug sie nachtd eäsrnnen kamen Mit gesohQtz, niunitito und alieto das, So in zum krieg notdürftig was. 140 Mitwoch am morgen bort jederman meß Nach christenlicher ordnimg und prooeß, Mit fliß und ernst theten sie keren Zft gott, irem obereten forsten und herren. Zugend darnach ron- Zog 'der stait 145 Uf Cappel, da sich gesamlet hat Dero von Zürich gifaltig mÄcht Mit panren, gsohütz und grosser pracht Z& rettung der Fryen ämpter land, Denen sie hilf, leib und gfit zftgsait band. 150 Zft denen woUend s' zogen sinv Da flelend inen die fünf wt darin, Die die Züricher nft wißtend uf ä&t wart; Sie zugend dahar frei ungespart, Auf Schönenberg für und in das holz, 155 Gar menger eidgnoß küü und stolz Mit freuden und on verzagtem müt, Glich wie ein low umb narung thöt. Als man d^ vindes innen wa^d^ Schicktend s'- im ilends zfi der wart 160 Ein offnen absagbrief zft banden. ' Sie hattend's wol darvor verstanden. Daß niah von im twserfordert die pönd Und sie nit mer achtet ftir frtlad. ' Uf das flux zügeiftd mine kind 165 Durch den wald' uf die vind geschwind,' Die flinden s' in irem vorteil «tan, Deßglich kum je ersach ein man. Mit geschQtz, moßgraben und aller dingen, Das in doch nit vil frist mocht bringen. 469 jr. 15» uf 4er wart, auf d«r Kunäschaft, Lauer, wr auf ^ie- Vorposten. 168 moßgraben, Moosgraben, eine Schanze von Rasen. Tanngrotz. 95 170 Uß dem wald kamen miner süaeu ^n.> Uf allermaist dreihundert maa« Ein vorh&t dapfer und verwegen > ßiengend uß, wie die find lägeü* Do inen das ward gesait, 175 Zugend s- daran oil lenger baii, Sobald sie dann nmbber saben, Fiengend sie in zom an gaben; Dem find lieffend sie z& ernstlich, Machtend ein leromn binder sich. 180 Do druckt die ordnang durch den wald, Die vorbüt fiel in find bald, Ir groß gsohötz sach man in d'ordnung gon, Hat doch (€rOt sei lob) wenig schaden thon. Min sün sehlägen mit fi*eudeA drin, 185 Die find grinnen wie die sohwin, Mochtend üit lenger baiten raee Das s<^lalien und jstechen mit angst und wee. In war zö schwer dw» tangrotzen zucht, Sie gabend sieb scbeiizlioh in die flucht 190 Gen Albis und gen Zürich hin, Irer keiner wolt der hinderst sin; Namen für sich ein schnellen trab. Verliessend all ir gsohtttz und hab, Liessend' achtz^en stuck uf redern stan, 195 Dabi blibend tod fjanfeebenhuadert man; Auch' baggen on zai und munition. Der gfangnen fürt man vil darvon ^ Kamend gm Lacern in die statt; . Vier vendlin min väMin gwunnen batt. 200 Wer die selbigön dar hat tragea, Waißt mengklfch wol, darf nit vil sagen. IOC . *70 meiner sün. •— 176 vmb ersahen. — 190 f?e n fehlt das «weile Mal. — 192 trag. — J" gahen, eilen. — iss grinnen, grunzen. — iso schiuzlich, mhd. scheu, verzagt. — 195 Hier hat das Mscript Georg die Randglosse : e Du lügst ^eeiaDiebJ» mch Salats Chronik p. 809, die all' das.wörtlieh erzählt, fielen ÖOO Zürcher. ^ = 96 Salat Also ilend mine sün den fmden nach Bis am klein Albis mit stäter räch, Do trib sie ab die finster nacht; 205 Hand sie sich wider gen Cappel gmacht Und den vind ihren lan. Zä Cappel taten s* ir leger schlan, Zu warten dreier tagen fr ist, Wie der Eidgnossen brach und gwonheit ist, 210 Ob jemand diß tat rechen wett. Das man daselbs funden hett, Under denen mich hoch mit fr^iden ber&rt Der böswicht, der da hat yerf&rt Ein frumme gemein, so manig biderman, 215 Hat hie auch sin bracht und leben glan: Ich main Ülin Zwinglin, wer in hat bekant; Er ward geflerteilt und verbrant. Als kaiserlich recht wist imd vermag, Davon ein liedlin am tag. 220 Also ist es gangen an disem ort. Nun far ich uf das ander port, Über RM. Der zug noch zu Boßwil lag. So zog diser nach dem dritte tag Hie disent der Rüß uf Ort^bach dar ; 225 Aber des vinds wardens gewar. In dem nun ouch (dunkt mich) allgmach Der Bemer zug unden ufher brach Mit großer macht, hofiart und bracht. ZU dem hat sich ouch Basel gemacht, 230 Mülhusen und Solotum ouch dar kon Mit gschütz, iren zeichen und munition; Rucktend uf die Fryen ämpter uf. Ein starker großer stolzer huf, (B^ Hat sich ob zehen tusend treit, 235 Als etlich von in selbs band gseit. Nun lag zu Boßwil, als obgemelt^ 207 taten. — 310 weit. — S27 auff erbrach. — S3S ruchlend. 319 Salats Lied yom Zwing]!. — 884 Betrug sich über zehn tausend. -^ j TAjineROTz. 97 Schier bi dr^ituBeod, ein fröliehe weit, Daon die abdre paner i^as komen dar Von Luciem al miner kleinea schar. 240 Do das vemam der Borner huf, Brachend sampstag vor Galli nf, Zugewl gen Filmeringen har^ Darzü ruft sioh mu kleine sefaftr^ In maß» daß es dem Betssen ward kund. 245 Der zocb wider hkider sioh t& stund, Sin zug er uf Bl^emgarten nam. So muQä' voik die selb kunisehaft kam, Daß im der Ber nit wolt ihiin stand, Omeä die puren bettend gnsiid)! das land, 250 Die addren wida* gesobworen und baten umb gnad Und nun uf die armen gieng der sohad : Ruckten sie gen Muri bar, Daß in das far dest glegher war. In dem nun die ftifif ort, mine kmd, 255 Hie difihalb d^r fiüß haruf gruekt sind. Ob sie irs vinds wurdent gewar ; • Der wider Tersdml&t ein große dchar, Sib«) paner land nun Tendiin gscfawind. Da» die Sodhathüäör bi gsin sind, 260 Sant Gaüen^ Frouen^der deßglicb, Toggenbnrger, ^urgöwer, min ganz rieh Mit zweito gsohützen und munition ^ Doch künden s' inih volk nien^ ankon. Ais moh des Beren huf binint 265 Gen^Br^mgartef^, meinends, sicher ze sin Und fiengend. an. ziehen hie dißhalb uf, Da sie dann wißten 4er ^üriobar huf. Als das mim' yöHdin zu Mpri ward kund, Brachend s' uf Galli uf zu stunde 237 freüliche var. frevenlUbe. — 938 wess. ^ 250 g nad feWt im Druck u. den Hss. 362 gschütz. - 268 mein. ~ *« Vilmergen. — . m das Fahr über die Reuß. Kaechtold, Hans Saiat. 98 Salat 870 Hieltend rat ob Muri, undea am rem, Lucemer baner scbiokt^nd s^ beimu Diewil in ämpter 'k^n whlerätand,. . Die Berner oueh uf Zttrfeber land^ « So zugend it* mit ir kleinen sdhar 275 lieber d'Rüß oudi in Boden gen Bar; Da funden s' min rechten zugzü stunden, Dann sie die ZQricher nit betretten künden. Als sieb min stügli nun verloffen ^ batt, Einer uf 's land, der andisr in d'&tett, 280 Daß niemand mer in ttmpter y^si So bald der Bfer vemomaien das, Der noch mit macht tu Bremgarten lagi Versamlet bald ein nQwen lanschlag' Und ward da fi*evel, fHs^ und gnil, 285 Dorft jetz gar tapfinr wagen sin hail. Im grimmen zocb er nfbar m&etit, Zu Muri das elosterstürment ; i Was sieh nIt wert, hat er verbreöt. Die bilder gar tapfer angewendt, 290 Zerhowen, gstochen, nidergsetalagen ; Ich hab kum manlioher ding gb6rt sagen, Da, wann man's recibt ermißt und betra^ht, Wirt dar von ein eigne crenik gemächt; Dann sie warend alter manbeit vol. 295 Bewist sich am Heini Treyern wol: Den armen, werlos^, toreebten man ' Hand sie ouch dörfen erbermklioh erschlan. Semlich geschrei kam gen Honrein nach, Daselbs der Lncerner paiter verzoobj« 800 Was sie witer wollen ftihen an, Doch was bi der paner nit fün&ig man. (b.ü.) Da zocb derBer gen Merischwand, Ml vernam. — 293 cron. — 276 Baarer-Boden. — «7? betreten, überraschen, treffen. — ts« gaüj ubermüthig. — 286 m&ent, brüllend, brummend (Benecke-Müller II, 281) — — S97 Vgl. Chronik p. 316. — sm In Hohenrain befand si<^ damals Salat 8ell)st. 1 Tannorotz. 90: Gar vil sie da erstochen band In leren hüsern, epiobem und sohüren, b05 Die puren, tbeten dae^ ir vefU^eo. Da hatten s' jaber eki bildersturin, Erschraektend ouäx sant Jei^^ wurm, - Daß er uß der kiloheD gQoben w^. Wo mt da Uli w«r gi^n der bito, 310 Und tbaten da aber «in große scblaobt * Mit denen gi^lLen, von bolz gemacht. Als wm das isü Honrein halt; vernou , Ließend b\ ein eturmb an gloioken gon ; So bald dor bfii^ des sturmbs bat geacbt, 815 Hat er «iob über d'Hüß, gemacht Den minein you Luo^m ab li'em land. Und zoohj do er die ZUrioher fand. Den. «elbwj. seit,er.flux die that» Wie er vil bilder enitoehen bat 820 Et cetera. Als öienun all ir macjht Zäsamen brachtend, und wurden geacbt Ob drißigtuaend stritpair man, . Hand sie Tm selber zeiget an — Jüt haffart, j^aeht und stolzem m&t 025 Onzalicb gsobtttfS) wol grUst iwd gut; Und daß ich kurz bienu^ sag : Uf der eilftusend megten tag Kamen harfür zwen bufen stolz Ob Ga$ipel uf Seheneaberg durch das holz. 330 Denen gaben die minen stark scharinutz; YerUeßend Bar^ in selbs zu nut^, Namend in ir geordneten pktz sSl band, Dem vind zu wairten mit widerstand; Namlicb gegen Barburg uf einem, rain 335 Stund min erst ußzogens büflin klain, Bi denen die paner von Rotenburg was. So man die aigentlich zalt und maß, 312 hanrem hart. 807 St. Georg wcM dor Patron von Merischwand. L 1 100 SAL4T Fand uf s^meist vicrhimdcrt man. Dem Tind da zA indeistan; 340 Sechs stock uf redem betten s' g&i Cnd wider denvind lewenmAt, ZA Wil ständen zwo Ordnung flri Und ain gAts, staiir gsdiatz darbi; Die betten beides tapferKait, US Zu striten war» si berait; So sich der yind in boden wolt Ion Weiten sie mit im ein torpeltanz hon. Als des die yind warend bericfat. Ein TölUi maßends bi der gsicht, 350 Dero was in summ achttusend man; Hand etwa bi tusend Walser g^an Und etlicb fendli weiscber schOteoi: Bedunkt den rind, es wurd in nit nQtKon, Und wurd es han gar kleinen gnieß, S5S Wann es sidi herab in Boden liefi. Ließ im der Ber vergon sin hoch Und legt sich wider in das loob, Zu ratsehlagen bis an den dritten tag; Macht er mit den sinen ein andern anschlag, 360 Wie man min sün hinderziehen wett^ Darzä er ein hufen ordnen thet: Ein vendlin von Zfirich aß der statt Die zAzognen z& im gnummen bat Ais Basel, Schaffhusen, St fialien ich meld, 865 Tockenburg, Mülhusen und Frowenfeld, Ouch Turgl^w mit gsohtttz imd grossem p rächt, Zugend uf den berg ob achttusent einer nacht Doch was der Ber nit recht im wüten, Vor disem zug thet er sieh b&teo, ( b. üj) 370 Die selten gen Einsidlen zogen sin, 359 sein. — 360 weit. — 84f In Salats Chronik p. 816 heißt das Dörflein Ywyl. — 847 törpel- tans, Bauemtanz. — 84« hielten sie sie bei deren AnblidL fOr ein kleines Yölklein. -- 864 gnieß, Nutzen. — sm hoch, Prahl^ei. Tanngrotz. 101 Dasselb zerstört, geDommen in; Davon sie tribend so schentlich sag, Daß ich es nit beschriben mag: Wie sie Mariam mit worten geschendt 975 Hand, gott und sin wirdig mAter gwent. Wenn dann dasselb war gschechen gar, Sollen ouch die Püntcr kämmen dar, Wann man's in nit vorsehen hett, Mit eim zag in die Hark man schicken thet ; 380 Und denn die miaen umbzogen han Den berg und statt Zug gwinnen an. Beit mit der irten, frag auch den wirt Dem dann darzä ze reden gepürt! Also zugend s' dahar mit großem pracht, 885 In dreien kilchen thatend s' aber ir Schlacht, Zu NUcheim, Menzigen und Schönbrunnen Hand s* in den kilchen den sig gewunnen ; Die gsobnitnen knaben im goidinen har Zerhowen, zerschlagen und gnommen gar. 890 Ja nun Oberuß — was dai'fs vii red ? Em ietlichpr da sin bestes thet; Ir keiner hat sid^ nur umbkert, Das schAf, da hat sich niemand gwert; Aber wenn holtzhowen dapferkeit sin soll, 895 So weiß ich ouch wiber, die kQnntend's wol ! Sie sofalügend das leger der naobtseld Zwischen Aegeri und Henzingen in das feld, Traten uß ein platz, da sie wolten ston ; Groß schaden band s' dem landvolk thon, 400 Denn sie iagend uf der Zuger land, Die walstat heißt uf Furschwand. Alsbald min sün des wurden gwar, Verordnete flux die bergknaben dar Von Aegeri Menzingen, Zug der stat 385 Ihatend. — 386 Nüchlen, — 392 nun. — 395 kindends. — 401 Hurschwand. — wt Warte mit der Zeche. — 88« Chronik p. 820. — sss den geschnitzten Heiligen. — sm nachtselde, Nachtquartier. — sas ustreten, ausfpuren. L 102 Salat 405 Ouch köner man verordnet bat; Darzö ein hundert Walser öi, Ein fendlin Welsfcher ouoh daitii Und ander dapfsr gesellen gdt, So darziY betten luft und möt. 410 Als die des abends zemeDgestelt, Hand sie einandren abg*eiselt, Warend ir seehsbundert drißig* man Und ganz nit m^; Die ^sug^nd di^ dm'bi. Zänstag frü octöM& «m '24. tag Umb die zwei utigfar, iifi^ ■iclh^ üoh «ag, Fundenfc's' den vind wol b^wairt '. 485 Mit gsohütfl, zw^ ördbungen' stark> und bart ; Die ersrten Mdid ^' ^m iüift ftctfler baihd, KH laug tlieten- sie' in widerstund. Da Setigetid s'^an, än> die anderati goa, Do Was ehiwU ein wlderatoU' : ' 430 Docb moobtend j^ isi^^^s-nit laiig erlldmi Der tangl^oteenf bowea, ßt^bon-'üntl 'Sthniden : Tatend Sieb >bal($ in dte fliiobt -ergebet, DaiMt sto ^- 44^ Ma. ;^' «95 ieo0er< gherm. r- ' ; • 451 Nicht 80 bald wieder hinter die Milchbengel gerathen. — 46« aber, abermals. — «öröislSj das Lara- ES. — 4«9 Salats Ghrotfik p. SM; Bullingcr Ref. Gesch. III, 190. — 466tanngrotzen hier ein Wortspiel, mhd. gr6se& heißt aiieh eufethrti^;. -^ 4?^ die griffen die Lus^ner &n< -^ L ] 104 Salat Ouch ein vendlia welscher imabeu Zd Tamersellen sich glegert haben , 475 Uf der minea von Lucero eigen land, Einanderen sie doch nit gscbedjigiet band ; Ouch bat man zäsätz und starke wacht An vil orten gegen einaadren gmacbt Und alienthalb versehen wol, 480 Als man in kriegen thün soll. Nun trüg sich zu, daß fiirsten und herren Zu scheiden fliß an wurden keren, Schicktent ir botscbaft schnelligklich. Der christenlichst künig zu Frankrich, 485 Herzog Karle von Saffoy damit. Der Margraf zä Baden spart sich nit ; Frow Johanna von Languilla gut, Herzogin und gräfln, das edel biut, Ouch uß der Eidgnoschaft gar schnell, 490 Von Glaris, Friburg und Appenzell * Hochloblich bot Schaft, eerejilüt: Die sich ganz ließent bedüren nüt Mit handien, arbeiten tag und nacht, . Damit ein friden wurd gemacht 495 Zwischen Zürch und Bern und mineu kinden, Des sich bewilgung thete finden; Doch vorab, daß die vind zugend bald Ab Zuger erdrich^ rumbtend den wald. Das thaten sie mit aller hab : 500 Sambftag nach ailerheilgen zugend s' ab Qen Bremgarten und darurab nit wit, Die schidherren thetend sparen nüt ; Doch gwan die sach Verzug, und ufschlag. Weißt menigklich wol, darf hi|j nit sag. 474 Tamer sollend. — 4S0 thon. -- 485 Soffay. — 491 eerenleut. — 494 wurden. 501 weit. — öOa Ihel. — 50'* statt sag sey. — 188 zu veriaittcln — «87 Loagueville. ^ «m die ließen • sich nicht vef- drießen. — ms Ufa ch läge, Vorschub. -- lo* bedarf keiaer Tveiteco Rede. -^ Tanngrotz. 105 505 Indem kam minen sünen mär, Wie ein zal vind uf dem Hirsal war (O Und uf dem Horgerberg enet der Sil : Daruf ratsohlagtent sie nit vil, Verordnent aber min kleine schar 510 ünverzogenlich zu ziehen dar, Darzii zweihundert Walser bstelt t Vnd etlich vendlin Welscher erweit. Die zugend ilends gen Menzingen hin Uf den berg, da kam abends z& in 515 Von Einsidlen ein vendlin dar Mit einer ußerwölten schar. Also band sich versamlet ghan Der minen bi viertusent man, Zugend zinstag vor Martini, vor tag 520 An Wädischwiler stat, da enent für lag Ein wacht, die selb man bald ufnam ; Aller zug uf Zuger erdrich kam. Und zugend ilend on frist und rü Uf näbent der Sil dem Hirsal zii. 525 Da wurdend ir die vind gewar, Ließend sich harför, ein starke schar, Min sün theten flux ir Ordnung machen ; Ir herz im Hb mit in thet lachen, Daß sie den vind soltend betretten, 530 Darzft sie ganz lust und freud betten. Kniend bald nider uf den plan, Rüfftend iren obersten herren an, Daß er ufsehen zu in hett Und alle handlung regieren wett. 585 Darnach sprungend s' uf und ruckten z&samen In Jesu und Maria namen, Zugend uf den berg stracks on verziehen, 508 ralschlapflel. — 509 f erordnet. — 5Si Stil. — 54» Unterdessen kam meinen Söhnen die Kunde. - so« Hirsal (Hirsail) der Berg Hirzel. Meyer, die Ortsnamen des Kts. Zürich, Nro. 1Ä46. — sto Wo herwärts vor der Stadt ein Wachtposten lag , derselbe wurde bald aufgehoben. 106 Salat. Die vind Seegend ati fliehen Gen Horgen z&, und o^en uß 540 Uf ZUrch, in sk wfi9 komme«, ein gtm. Man ilt in uf dem föß nach; bald Bte gen Borgen (Ur den wald ; . Oucb etvra laeager tÄpferer knab' Körnend gen Horgen ia d^S: dorf berab ; 545 Do ftodent s' nQt, dapn wib;Und ki^4, Die in großer angat gewesen $ind^ .. Dartmib sie karten widier bin . i Zum 2Ug und lUeßend Borgen sin. Ala nun der vind was : ergangen,. 550 Darixmb B\m der zug^ denn, an ^^^s gingen, Eam^d sie uf den selben . .tag. < . Gen Bar, do dear zug dann lag; Dana sie mit dem zug nit yj^rmein^,. Wib, kind, =ar«n .Htt zu grÄinen, . •,,,. 506 Sondear dw» find, wo eir wer, blibpo,, - . Het man im die schinbein fQr die lerne geriben. Doch gsohach eib «traf ati^vieih uDiilgüt, Ais man in sdcbem ziehen: tblU».. .:. /. Daß einer- gibt, der andör nlmpt, .:. 500 Denn nit gUefa jedi%*:maiiiist:baienti. < Do man nun uteo lag* . ; : ; • Begäi) sitsh uf sant Mai^in^Uigi: - ..;/ Do kam pur. Satter zfi:rmtoenkindeni>a . Ob er ein-^örtdön- da möebttedßft;^ i / 565 Begert.in, Äp -die -b^MMfNlHltcraß giani;ii j Da thel' er jaion iseigen.ian^.' ;•..-, .w :!'■;.;•. Wie in «in iandscbafib Yieot 2Hitri(^bic830bickt hett. Dafi er ;umb .ein:fridfBi!nrerbe»^ttMiri*[ * Du ward mitiom rrtii^aoiaßiii ^ ivtl^ . I : f 570 Im gebian* gleite ta^;stat!und>.zil:f, 555 dem frid. Ebenso die Hs. — 561 tiür. - 5(Ö kecn: ^ f'i.i 664 greinen, zanken, bekämpfen. — 666 Hätte man ihn für den Schaden gezüchtigt. ~ U8 «uf solchen . Streifzügen., -r- »ci.SalatB Chronik p.,818; Bal- Jingers Ref. Gesch. Ill, 2S8. — seo yeran laßen, unterhandeln. J Tanngrotz. iOT Daß man sie grflüieh wOIt rerhÖreB. Uf das tbet er von daniien kereo, und ward gebandlet ein anßchiag ; Xamend zAsamen uf ^nt OthmarBtag (C. ij> 575 Die houptlüt, krl^si-ät öiiner Hlnf orten, Ouch von stat nnd land Z&rcfa mit frQntlicben worto» Üf dem bof Denniken dißhalb der Sil ; Dahin kamen erlieber personen vil, Piengend an bandlen mit red und rat 580 Und gab der alknecbtig got sin gnad, Daß alier ^vrflracbt ward hingeleit Und aitt iHd zvriscben in zft ward geßeit Öanz fründlich, nnd ward abgeredt, Wie man das in den gsdbriften hett. 685 Als sich nun der bscbloss g'endet bat, Knflw6t jedörman nider an der statt ; Got z'lob, tiine^ ghad^ und dankbarkeit Fünf Paternosler und fünf Ave Maria gseit. Also bait g^endvt sich der ltn»bkg. 590 Nun nach Ottimari am fritag Brach üf der fXmi. ort gadi: her Und nftmen tber d*RQfi iren ker. Die Fryen ämpter gborssm z& machen ; Also schictfiend'iBtfe stdi in die saohen. 595 Do sie den' 2A' Muri vemomea, Uß Bf&ihglUleb und Mellingen botochaft komeD Und u6 d«n Sttiiptem ringtiids faal-; . Ouch Raperswyler kament ernBstiioh dar, Rftftend MNumtr fridi UDd ge(rt«n gnaden, €00 Dann 'Sie de» kriegt Warend: überladeD; Erbutend sich : strafbar undk ir aohxild, Darumb sieidami ertangtend. hidd.> Ouch kam^d. die schidlüt, rAftend au Die fünf ort, daß sie trid wölten han; ^ 605 Des dann die Hemer begirig weren, fehli Jäö'*».^«^)«* '^hrtX^-SSI hifiKelegt. - 683 ItaindlUch. - 884 gschrim, ~ OM B^ L 108 Salat Thetend sich aber in bandet kereii Mit fliß, ernst, m& und arbeit. Indem band sieb min volk geleit Qten Heglingen, Tbotigken und darumb, 610 Stallend oueb des frides stund Zfl der sohidlüt band, on betrug Darumb zä bandien on Verzug. Das nun gescbacb und ward getbon. Der ft'iden von Bernern an ward gnon «15 Gearticuliert in form und gstalt, Wie sieb der Züricber friden inbalt; Denn daß der statt etwas mer Zerstörung, zerschleitzung widerker Der kilcbea und armen lUten scbaden: «80 Des icb micb bie nit witer beladen. Demselben sie bscbiußlicb entscbaft gabend Zu Bremgarten an sant Katbrina abent. Oueb bracbend uf die baide beer Mitwoob vor Katbrina. Hie nit merl «25 Denn dankend G^ott, ir liebe kind, So des waren alten gloubens sind, Um sin unentlicb giltigkeit, Damit er uns täglich ist bereit, So gütlicb bilf und bistand thon, «30 In unsern nöten mit uns gon! Bittend oueb all und belfend erwerben Durcb unsers berren bitter liden und sterben, Daß uns Gott recbt verlieb sin gnad, Zd bliben uf dem recbten pfad; «35 Und all die, so gewieben band, Widerumb zu dem recbten pfade land! Damit wir in cbristenlicbe einigkeit Wider kommend und uns werd bereit Hie frid und dort das ewig leben! €40 Amen, das werd uns allen geben I Also der krieg ist ußgefÜrt, All ding zum kürzsten berürt. (d.) «06 kerenct. *— 609 Thetigken. — 6i6 glauben. — 636 Dr. uud Hss. pfad und land. Tanngkotz. 109 Dann, denen so es zu lieb ist gscbechen, Hand merteils selbs all ding gesehen: 645 Den ist diß schlecht, einfeltig dicht Zä lob und eren z&gericht, Den frommen fünf aitglöubigen orten; Wie die sind genant, des darf hie nit werten, Sie kennend einander gemeinklich wol. — 650 Darbi man nit vergessen soll Des dichters, wonhaft zu Lucem, Salat, der ist bi*n gsellen gern! Hie Tannast! die von Zürich fliehend fastt Es kan sie niemand errüten noch ergen, 655 Sie mügend nit fünf k&wdrecklin besten! G. D. C. A. M. Statt der letzten 8 Verse finden sich in der Hs. der Kantonslnbliotliek Luzem folgende : Also hatt diß gedieht ein Endt, Gott nnß weiter sin gnad bar sendtf 666 Nämlich die V Orte. L "' I ns im mm femj in der compofitz: Wiewol ich bin alter gris.* „'X.^^y' •«-'-^ '^^ 1 1 hochgelopte drifälügkeit, Maria m&ter, raine maid^ alis himelscbL beer gei^eiae! groß priß, iobj eer zu aller stijnd, Sprech .u£ eins jeden cdirißtea mundi alt, Jung, groß oder klQUieL. 8 Uia gnad und g&t ist manigfalt höchster gott, kein mensoblich. gwalt noch fükrwifas dich mag letzen 1 du wartst uf goaid ein lang^ j^it^ als dir daran läge nttt.; uf 's letst tbüat alls ergeben 1 s Dem einen wol, dem andern schad, darnach ein jeder verdienet hat, din gerechti^eit nit irret; du gstast dem fh)mmen und grechten bi, nit achtest, wer ein jeder sy, ald wie sich mengklich gschieret. • Druck: grüss. — 1,6 klein. — 2,4 zeilt. — 2,6 ergötzen. — 3,6 Liliencron: als, un- sere Lesart offenbar die richtige. * Die folgenden zwei Lieder neu gedruckt bei Liliencron, die hist. Volks- lieder der Deutschen IV, Nro. 430 u^ 429. 2,8 letzen, aufhalten, verhindern. — 2,6ergetzen, gut machen. — •S,s ald, oder; sich gschieren, sich benehmen. r Lied vom krieg. 111 4 Wann dich dunkt die füglich stund und diu barmherzigkeit im grund sich *s menschen will beladen, so hilfst du im uß nöten bald^ dawider hilft kein bracht noch gwalt, kein Sturmwind mag in schaden.. 5 Hast du erzeigt in disem jar eim kleinen völklin, ist offenbar, das sind fünf ort, mit namen Lucern, üri, Schwitz, ünderwalden und Zug, die band mit trüwen, one betrug ein gschwornen pund zösamen. 6 Den halten sie z& aller stund. Nach dinem glouben uß herzen grund, ich main^ daß er dir gefalle; d^tm du in bewisen hast groß gät, verliehen kraft und beides mAt wider din und ire vind alle. 7 Man bdt gesftcht vll renk und fUnd, an sie hat gstürmbt meng ungstümer wind ; ir pund und glonb^ 2ä nemen, daran satztend etlich stett und land ; du hast in aber thon widerstand, ir hochm&t gholfen temmen. 8 Winmonats tagen der wurd gezelt, bist du z& heuptmaa ußerwelt^ die (Unf ort sind ußzogen ; die pildmiß der hochgelopteii meid, so bi dir wont, hohe drifaltigkeit, im paner mit inen ist gflogen. 4,5 noch fehlt. — 6,2 Statt nac h hat der Druck auch. — 7,2 Liliencron : an sy nat gsturract menger wind. — a.« ausserwöU. — 8,4 püldtnus. — 8,6 Liliencron: pann. 84,-86, vgl. Tanngrolz V. 118 u. ff. 112 Salat 9 Sie füirtend ein kleine, dapfere macht, den vind süchtendt s' tag und nacbt^ zweimal band sie in gfunden; zu jedem mal gwunnen zeichen und gschütz, din f&rupg und hilf was inen nütz, sie machtend vil todter und wanden. 10 Der gfangnen fflrtent s' hin on zal, sichtend den vlnd zum dritten mal, zugend, als köndent s' fliegen; der stier von Uri lüt fröllch dahar, do das erhört der vinde schar, sie mochtend s' nit erziegen. (D.ij.) 11 Es thet in in den oren wee ir keiner ^'olt erwarten mee überal an keinen enden; umb frid wurbend s* tag und nacht, der ivard in kurzer zit gemacht, durch schidlüt tatend s' enden. . 12 Und was sich da verlofifen bet, weißt mengkllch wol, darf nit vil red, darbi laß ich^s hie beliben von wegen röw und einigkeit. air Sachen sind hindan geleit, drum ich ouch nit mer schribeu. 13 berr und got, dich r&fent wir an, wollest uns zu aller zit bistan« und nit vertan uf erde^ ! . ^ • verlieb uns &id und einigkeit, laß din arme alte Christenheit von glouben nit drangen werden 1 9,t veindt». — i%% augends. — |0,( freUlicb* -^ 10,9 t«indt. — lOi^ enMiffm. ^ 11,2 mer,— 11,6 tattend sepdeo, ebenso Liliencron. — 13,1 mir. ebenso 14,1 u. a. 10^4 lüen, lüejen, brüllen.— 10,a 6rziegen, (des Reims wegen besser als erzügen, aushalten) za mhd. erziehen, erreichen (Ben«cke-9L Jü, 938). LiKD VOM KRIEG. 118 14 Hilf, daß wir blibend dine kind, man schribt, wir siend dine find und stritend wider din eren: das wer doch wider din grechtigkeit, Sit du dich für uns in strit hast gleite umbsunst wer unser weren. 15 Ich denk, wie für küng Pharaon du ließest vil diner zeichen kon, doch wolt er nit vom bösen wenken, vertruwet in sin eigne macht und kraft, bis du in mit aller ritterschaft im roten meer ließst vertrenken. 16 Drum ob din götlich wamung nit erschießen mag zA disar zit, daß man yerhert wil hüben: so wißend wir, din allmechtigkeit wicht nit von ir gerechtigkeit, niemand mag uns yertriben, 17 So wir bi dem glouben blibend stan; des wir dich teglich r&fend an : laß uns nit werden zwungen, den gfallnen wider ker im mAt I ein feder in wol frewen thAt, der diß liedlin hat gesungen. Her gott durch din allmechtigkeit Beschirm din alte Christenheit ! 14,3 eere. — 15,3 besen. — 16,2 zeiL — 17,S rieffend. — 17,3 zwingen. — 17,6 des n. hand Die Sini^eise dieses Gedicht« ist das bekannte Lied des Peter Müller über den. Schwabenkrieg «deraltGris» (bei Liliencron Nro. 210); der Ton der fol- genden das Lied yom Schenkenbaeh (bei Uhland Volkslieder Nro, 141): «Von erst so well wir loben Mariam die raine maid. > (Die Melodie bei Liliencron ija Nachtrag, p. S8.) B aecbtold, Hans Salat. 8 .. '■ • X 1 • : ■ ' t, I « A ^ I » ^ ik ■ * A * A . «■ » A . 4^^\ AAA.1. ^A A l«*t ^H$ TTt^utffl' 'IUUß> J^ttttttTtTttt in der wis : zum erften send wir * loben Maria dip raine maid. k' • 1 Ich m&ß ein waiig singen^ ursach der langen zlt, von jetz gescjttöhnen. dingen; doch will ich bei*(Lren nit, ' denn nur diejenigen Vaganten Zwingli und sin predicanten, denen ist geleit ir tauten, sie tribend's nimiriermer, des sei got lob und eer! 2 Sie sind gestanden schriead jetzund ein lange qit, als ob 's Yol tttfel 8ie»d» davon was es nit wit; blAtvergießen und kriegen, mit falscher 1er und liegen^ arm lüt verffiren und triegeÄ, bis si's dahin band bracht, daß es ist kon zur Schlacht. 8 Wie es da ist ergangen, davon sind ander gedieht ; allein wirt hie verfangen, , : . • mir. — i,S zeitt. — 1,5 nun. Llllencron: doch wil ich mich beräemeK nil* da«* yon dem irrigen vergangnen.— i,9 Lii. das sygetc. — 2.8 sich. — 2,9 dan. 1,7 ihr Possentreiben ist ihnen gelegt. LiBD VOM ZWINGU. 115 was Zwinglin hat zAgericht; daß er nit 1 nger kund triben, mocht nummen verborgen bliben, Drum er's zfl krieg tbet schiben; Der fuchs wolt entrinnen der hurd, daß er dem henker nit wurd. 4 Dann eo da wurd berichtet von Zürich ein ganze gmein, WBS falsch er hat erdichtet: wüßt er, daß da kein nein, dann daß er mAßt verderben, von henkers banden stoben; drum wolt er erlich werben, das do«h seltsam an im ist, im hat aber gfelt sin list. 5 Sin rechnung hat er gesetzet: wann man gwunn ein schlacht, wurd er alls leids ergets^et, f&r für mit sinem pracht; solt man dann die schanz verkarten, so wolt er lieber warten von spieß und bellenparten eins frommen kriegsmans end^ denn des henkers re^ment. 6 Die rechnung hat im ge&lat gar grob und sin anscblag, im ward unsuber gstrelet, daß er uf der waltstatt g'lag; daselbs thet man in finden, mit vil siner bösen kind^, man solt sie alle schinden, .._ ^ 8^ Dieser Vers fehlt im Drack. — 3,8-9 Lil. : der fachs wolt entrannen syn , der gMem henker wirt — 4,t Lil. : von Zwingli. — 4,9 gfolgt — 5,3 als leid. — 6,6 Lil. ueoeo kindea* S,f sehiben, treiben. ~- S,s hurd, Falle. — S,s die Chancen aufs Spiel Batzen, 8* 116 Salat ich mein die bflbeii allein, die yerf&rt band an ganse^gomein. 7 Also ist er gewichen den rouch und kommen in*s für, sin hochm&t ist verblichen; sin pracht ist worden thOr. die er mUchbengel ■ und* kAkenioiflni, tangrotzen und ^^nnen thet^ nenneDi hond in r(^ht giert üi> dankend wir dir, Mal'ia' reia. ff 8 Die handknabep, Jiand ia g^noi^mßn , imd im ein grepnuß ghan, daran. die ftlnf ort siEtd kommda, brachtend mit inen ein nlaiij der sitzt iA l^eerii mit wesen^ . er schwingt die lot mit bäseny der hat im deft requiem' gleEwn ; • a i»;/ er wartet am obre» grundy ' wenn dl)S henktir^ fr^ofesfeEigeit 'kimi^b> 9 Ich maß in höpsphljclj ft^I:ie^^,v , daß Zwingiin nit gruse darab, er wurd sich Mn besehwöiaien, ^ ist gar ein öübtiler knab; f^ - mit freuden und mithü^toöo,' •* ^.' 6,9 Lil.: ein arme gmein. — 7,i lU: als rouich 'und lob' i^m für. —.7.7 LiL: gleit zemmen. — 8,2 kban. — 8,6 bösen, -- M l}MA'^\i)m\W^^, il^ii.'r^,9,5 vnd mit kochen. f I ! >< • I 7,6 kühkamme, Halsring ^ womit man das Vieli . ai^Bmdet (Kummet)» Grimm D. Wb. V, 107, 2587. Btittihger's dhronükfi^. teil,' zum Jahr lK8i « Item dieweil ihnen die Tannäsl tiüd '«aie ilüüd^^e^h^ Mith den landsfn- den abgestrickt,, ^enke^id,, Biß j^t? d\^. Jiilt yoU kühkammep., Ui^d, ab einer st& Siag «in Mhkamm ivor dettt Balsuigsr'rgichn&tzieti hi^.er gereÄE^ver i:WdU» diekälber daran binden, die wir von Zürich fem zd Gappel'geäid^t^littlliitfiV (bei Hottinger und Vögeli, Bullingers Ref. Gesch. 11, 869.) Vgl. Salz zum »aiat. r 7,ir^zBB-heB(^lid[ß^n^ (fbetdQgiäi. — 8,i den Nachri^hterVvgl.Birfltog^r Rtöl.'ÖeiAw lü; 167. -^^ V-M cV „iv:iTri Lied Yim Zwingu. 117 vier teil thet er us im macton; er trügYÜ schmalz im baohra» doch warf's der henker hin, als ob's ein lötschen wer gsin. 10 Den tod hat^ er vQi:6ohul(l0t, wiewQfl er ing^^icbeia hut, dem redvteoQ eri baa hiuldet; . ein für wmrd gmaobt «ur stati« darin ward Tm'mgüxi verbrennet, wie kaiseiücb veelbt erkennet; wo diß urteä wurd gen^n^, verstat man wol darbi, was er flii* öin lerer" gsih si: • 11 Also wjct Jotillish .geacbtet. sin tod sim ' leben glich ; . ein fromm herz wol bati^achtei, was für eia bifniiieiriob von got;darttmb wirt ge^en, der also bi slmlebe^ allor firommkeit that widerstreben. herr gott, erzeig din gnad denen, so ' ^r v^rfÖrelt ■ hat 1 ' 1 • ' 1 1 : V ' i » , 12 Ir frommpn aUen Christen,. ; . ; ' wie sind ir so. j^rscher , art, daß ir also , »wta»pt«n , den flnen apilman zart, der alle Bpii kund laiten, die Kit falschlich verlaiten! ir band im sine saiten, ;. .uf der Ivitepi gar zerstreckt, '. ■ upd iß untriflich geweckt I , . 9,Ö LtiVtet er vier uss im machen.— 11,9 widerschreiben. — i%^ zerknisehen. -^ fl4i'ffll:rbei«l»nv--^'i2;«Terlai«eiL *^ W,7«e|i»B.-^ iSiS vnd der«--«,9JUl.; syn^Wchea •' {. Ä,»übifcdlie> cßöhiaken, — ^,9 le u Uch, Hujid, SWder H 170* ^ iO,^4 Vgl. Tanngr. V. 217 u. f, -^jl2,^Ifcei<^knl8leii,- «er$toJ&en,«qta^tschea. 1 \> »> 118 Salat 18 Lucem bat im gesungen zum saitenspil ein baß, der lutenstem ist zersprungen ; Dri macht im Jobanntö im vaß, Scbwitz schlug Im ein teuere, ünderwalden s^ien den chore, Zug strackt den alt entbor^. also ward sin musik ganz, nur nit der concördanz. 14 Was grober tangrot&enl üwer schimpf wer wol eins todl ir starken zigerklotasti bringend mencb mann in notl ir scblahend wüst uf d'saiten, wer wolt gern Qwer baiten? wo ir erst ernst anleitten, wer ttch bOs widerstanl got well's ailweg mit Oeh hanl 15 Hie will ich's jebs Ion blib,en und besingen zu dem end, nun nit mer davon schriben; got uns dJlm kumm^ w^ndl ... hilf uns drifaltigkeit und eioe Maria, maget reinet aDs himelsch heer gemelnei sei unser sOnder stem, bitt Salat von Lucem 1 13,6 Lil.: spdDn. — 13,8 müsif^. ~ 13,9 mir nit. tJI.: nur löit. — M ^vÜBSt» 143 bess widerstand. — iSJ LH.: and tMi^^en« — i6«9 lAlt füereiutor« stero. ... ■ ». 18 Zum richtigen Verständniäis dieser Strophe \kann au6h folgende SteUe ans Salats Chronik p. 27 herbeigezogen werden. Zwingli war «fertig ih aOen hiibryen nnd lichtvertigkeiten, lert ouch trummenschlachen, pfyffen, Itttsn^ harpfen mid ward ein ganzer mnsikas.« — Also: Luzemdan^s^dämÜbift^ ZwingU zu dessen Baiienspiel den Baß, aber «die Lante ist jefit ttnj^HW^ (lutenstem, das Stimmloeh der Laute). — - Schwieriger ist der Atadroek'Jo* hanneslm raß,» der jedoch in Verbindung mit dem Martyrifiitt des W^' gellsten Johannes zu stehen seheint. Der Festtag Johannes ante^ poftam U^' Lied yoh ZmsuGU. 119 Der Tanngrots mit den Jfeiden Lißdem extstirt in mßei Aua-^ gaben, beide ohne Drudeort und JßJm^aU, tcovon die eine A, 14 EU. in 4^ un^aeat, die andere B, 16 BU. in 4^ (mir nicht vorgekom- meny ich verlasse mich auf WeUer). ^^^ dieser Ausgaben, wahrsch. B, erschien auf Weihnachten 13S1. -r^ BaUer, Bibl der Schw. Gesch. F, 138; Gödeke l 268; WeUer, Annßlen /, 28; //, 499; lAUencron, VoUssl. IV, 22, Amn, Auch Druck A, der meiner Ausgabe nu Grunde Hegt, ist äusserst selten und mir nur in 2 Exemplaren bekannt, von denen sich das einCMuf der üniversitätsbibl. in Frei- bürg f. B,, das andere im brit. Museum sign. 11517 d, befindet: Ein schöner Spruch von dem krieg Witschen den M^ Orten, vnä der andern örttem der Bgdgnoschaßt verlai^fen hott, amw etc. In dem MDxosxj. (Bückseite des TOdblattes ieer,) Si 3: Der spruch heisxt der Tangrotz. MBxxxj. -^ S. 22: G. D. €. A. M, (Etwa: Gedrudet durch Cammerti^iMk^ aus Madni f VrgL Gääeke, Pamphiius Gengenbach p. 609 u. f:) S. i2-*^27 die bd. Lieder, die dnadnen Versseilen derselben im D&mbk^ flieht ijtbgesetst. — Dagegen kommen in der Schweiz zahlreiche Hamdschriften. des Tarmgrotz und der ssicei Lieder vor: Basel,- '■ ümversj^Bibl.;. Zürich, Simmler sehe Ab- schrift ^^' ^9 u. Sammelbd. A 125, eine sehr gute Handschrtft vielleicht nach B und oft zur vorliegenden Ausg. beigezogen; St. Barn (6. Mai) ist ein noch im XV. Jh. yolksthün^he^ Datia^ungstag. Schwei- zerische Kaiendarien haben dafi^ 4iief AuBdMcke: I ■M' 1*; :.T" lu'-^ . ";'' " II ' ; ••••1 ' r nmitjt|tt$ J^tvttäk JI|$Mm. t532. » I ••V«.' ■• '■• ■'. • : \ \ ' ■ * • t ; » I Wer sich mit bettlen will began, MüJJ meng eilende herberg han, Ouch etwan dick der keller durst, EJin bein gnagen für ein brat\v:urst; 5 Doch Wirt im gehrates gnüg. Es Ist aber nit gar wol sin f&g, Si leitend dick bi dem gsottnen baß, Hiebi so län ich bliben das. — Nun höret j wie es mir gieng so.gfar 10 In disem einupddrißigsteu jar Am elften tag winmonats gut! Ich hatt' zii verren sant noch müt, Zoch frölich dran, ich acht' kein ptit, Dana gwan ich nit vil, so verlor ich ouch nüi i& Als ich min weg durch den schwarzwald nam, Des abents ich ein abweg kam; Vermeint, er sott mir machen kuud, Daß ich thier, Kit und hüser fund. Zoch .also stets dei: naseu nach, ' . > ' /\> •', V' • .\ • . • « Daruf nun also Zwinglii.aU ein starker Hercules Ich dacht, oho, botz leberwurstl 85 Z'nechsjt vpr mir was ein hoher feils«^ Ach wQßte das mia achün^ £ls, Wie ich so schützlich bin verfareul Nun wohin? Hie. müst du dich bQwaren; Saß nider, ich armer eiertrack, so Nam under min houpt min ledersack, Dem was sin buch glich dünn als mir« Ich tust mich zu und leit.mich schier In einen holen boum, so, ich ungfar sach; Darin macht ich min hus und tacb;. 85 Ich fäscht mich in gar wol und schon ^ Noph kont ich nit z& schwitzen kao;- Da3 schAf, der sal z& hoch was gar, . Hatt'. ouch ob mir kein gensen bar* .; Lag also lustren bis gegen tag» ;, 40 Da hüb sich unib mich angst uuid^kl^g: Ich hört ein ten^mer, toß und. pracht^ Ein grusam leb^n waril geojißcht, tMijt rilen, ren^aen., schrien, ^^gm, Hülen, grinea.Jamwer klagen;,; .r ^; , , 45 Desglichep ni^: erhört kein ipap; ^ /^ Ich meint, deir bicl^m und;sw;^n^,.wett{ lan! Es bidipet qrden, luft und; wald, Um mich l^at' es ein i^me^g^italt, Mahomiet.v^i^br^cht.an, mir sin, zeichen: 60 Eiin gsehwär tetin.mir erweichen, so begreifen, überfaUen. — u hurst, Gestrüpp. — s» tussen, drü- cken, pressen. — u einfäschen, einhüllen. — ss keine Flaumdeefce. - 49 instren, Iftuera, hdrehen» r^Juk^ hdrte Lfirm^ :€re.t()se unci Geschrei.- 49 iwunz, das B»ium\mssm (Sohi^eUar lU^ 6i4^.) iQh .Mfte,.. das Bc^n ^^ im Kreise Drehen «ochte .aiiftj&reni (lan). -<- 4? bl^men^, i)6b»0»>-^ 4»w\f^ war es übel beschaffen. ; . . . Thktmphus. 12S ieh ö^eiS ' uirf s€l(*l vtor adgst tmd äot, Was jetz wol m^, denn Imlb^ todt; Ja, wer ^vTdtt mir doraö verwiö«if ' Mieh 'fl^ngen an die^ angstttüs bißein; ' 55 Groß not ))ät lälcb Hmgeb^ gar. "So künrpt' von felsen ein grusam '«obar öfaren toö des steinei^ wwid üf röB 'und tifei^eri tiieng«^ band-, Öformfert ubd gstalt so ^usaädich ,^ 60 Ich dacht, der tüfel wMl an dich?= Döißh griet es tif d*n ' besseren «nii; Öl fftjfemd von tnlnfep herberg h!n Öüi*ch sttwJen, lÄt&ök, stein, Wm uöd -hürstf föh^dacbt, das Ist ehi selÄööier föfst, ' 65 Es ißt das »töik ab Brattelen matten! Mt iSaeh'fei'bloß jis dür ein schatten. r Daim; wenn je vdn rößeri, felsen (Ad stein Ein iörstäif eetfen !Ör ünd^ast «rsch^öin, Ir tieterf ^nm- mnl 'us nasen ' und oren : 70 So sabeM 's' äetovrerzer, tbnö die ' mibrein. fi-^betid! ünd'fCiß, groß ^eteani Mamen Si f{Jf fteiit WC« eim eltt feil aibkraöien; Ungesttiriüfeh- tarnend si 'gefkferi, Ringeteöd mit inöii vi! fifelzamer scharten, 75 Für und'^^' grüöamer wer Also nktiiehd' fei 'fftir mich ir kör.' ^ •' i'MnÖ läihih', ich waä vast firö, ^ Fragt fidt vaist, ' wa'rhin' old' wo; ' Richt^'teföh lötehlei^ -üf US mJner wat', 80 Da 'Wäs'leh g'anz voi ti^k und kat.' Hett'ifeh Mt -^feo^'t^rigwüßt trki ^rest; Ich hett miöh gtöeitft sin in' eim 'Widbuplfeniiest; 54wgsllüt. ■'s'!' ' i ' «I veH^isen, tadelai --^- et' do^h. besann i«h. mich eines bessern. — « Baratt el^enmatt b^ßt in htiemiätbßn Hexeapfoeessea der Gal|^plttti, ^er'Tefsammltttig^otrt 4er Hetzen. G«Bob* Fr. XXIII, 899. -^fi firainme, Klaue. — 7a figürl. das Fell abziehen. — 79 wat, Gewand. -^. ; ^ - 124 Salat Schabt fast und wVißt mich aileuflmlb, Subert micb yon ddia litan^Qfialb. 85 Wagt mich bi langem uß der olua> Und fiet9t miob in. das. gra^ barus; Dann. min saal.ea marter übel stank, Ein siech meosch wer bald wordmJkrank. JXin sack^ mantel^ steck, $U9 bi mir %ig, 90 Ich. .wünscht und ruft atets nada deikitag; Indem ghört ich ßin gruaam bom, 'f' we, miortjQ» nun bist reriornJ v . -' Mit ungewl^ßteui arü^ verbengten, aoum Wuscht ' ipb - Ulf V pfttz I flttx wiiiter. in den boom ; * 95 Lie&ili^^n drußon all minvliftbi ! So fart daher mit schnellem tml) ' * ' Ein post:, lie& gegen vfi^sengan^^ Das fQwßr M allen ortea nfbran. )ioh dacbt^ das ist ein seltsam postj, > 100 Mfiinl daß der tttfei in dir ^fl :• i . Glich uf in kam ein gdmme.sdrar, Jü^nd mit gpoßepi.getön dahar, » . Fürtepd ^ M gfengen vil, ^ n Ti:ibeD»t ein ungh(*t jubetepil. :, ' ; . 105 Die, gfa^gpen hajttei^ ^bermkliob; kla^v Mit nrv^^m^ uin^ sofafien ntentgeriei'Saglv Demnach kaxni ein^huf «äiif&ßi i :i ^ • Alsiicb^rkant und sahen \xit&.: . n ' Itel wibgbildeffvjuög und alJv • -^ ^i i :•• 110 Bekleidet wuag^erlicher.gßtalt, Gli^b als die i ofiden. : sind i uf ?er (Jjen^ . . ! ! OucbifÜrJjand. ^tUehe kpstlich'7perdela;' • TrügijQdrb&oblin, daifinn* eiaandeir legten, Glich .aJis ob(ßV«^tvi^Si df^ifr^tierkeirteoi ' n5 Daimjschwur^Cäad si mit großer stim: 83 so habt. ' i ! • . .^ . !'. 8s w ü s t Nebenform zu wuscht, wischte.' — 94 a u fwi sc h en, sJiS*^ rea^pfitV! huBüli. --.iwitöl , Uuler/^ m WäÄrend p e±:deii,iii. ¥i;>lli> si- eher 'Geifer den bebeutet, schelxkttcs hier ainen «mdera Sind m krima^, i^" aer wäife perle fi, Resenkränee.-— j. (^ - • Triümphus. 125 mctrtl das band TTfr b\\b von im. Etlich bekteidt als weltKeh kttuden, Hattend aber ir habit ssamen bandeft , Trögend's iif dfem houpt mit trurigen perden, ISO Etliob sebleifteD^^i^ nacfaer uf der erden, ScfaJQbeBide darab, ^pmn^tid yöh stat, Wie 'ein büxid, der am sehwanz ein blatter hat Het si trtbedt ^«Ititom winlieb pöß^nV Mich tuDkt, 81 bettend M geschoßen. 1S5 Nach zweien tfaet allwe^ ein gt^itstnän gan , Der war gar gmeamliidh getan, Bäsgiscben uf erden nit Word fiinden, ' Fürt jeder zwei- an ein ketten pnnden. üf die Mr gar ein starke rött, 180 Gar abentürschküaben,' lieber gott! Beschorenv ^olr blattet tmd gbar, Jungy-alt, starky sohwia^b, mengerlei förwar, Umb den l^opf gut MnchSi^h ul^espitet, Umb iteüBrßi'gifit M^gsdb zerhackt und geschlitzt; 185 Ein bAchilh'der band; tins schwebt an* der siten, Etlich stifel. mnd^spöl^B, ölÄ wetteä&' rlten. Yil hattendotiehi bürden und WaMeMäk, A^:iwäfend(8'i lüCtoiibh undv pfäfft^fi^k. Di^^triogmi t^ so kftn ihm} m^artexficb,' 140 Si hättend ^ö<^i^ i^batm^t'Oilch. ' "' Vil kamdäd idaMi gft« ireltHofh bWeldt, • Darüber lan^i'r(^kiiftid''mfttel augTeit;" Ja, als der ö^Hfitnlfirt^ äffeftffißV ' ' ' ' Ich meini;^ «i ' gitog^end Iti' b^eu' wis. ' ' 145 Ir hibit^mAB^'^i&rstiiä^iVi^ blaHv, Einer* 'teÜS^deiH^^fittdcjm ab^cim 4S): ' Laß Ugto ^e^'^^rdeif, ^duM^t diocti >^^wib, Die frißt mit dir das allmüsenl 1^0 Zugend dann ir bftchli us dem b&sen; , ''"■ U^ikd&die,(dei5>BiB]ieiiii]flehe./^ IM blatler, Blase, Oescliivfirl^i^weiii^' eiwn (wätsack ?; — 144 in böggen wis, yermwöimW, :?«iiärv< (ifa-ltoJzeft Wläjt- — 1« rou chfar w, rostbraun. I L 116 Samt . Ftengend m eeigea meagertoi, Dann bäbfiit8'aa>das jäouneirlidi.gSQtQ^Bi: immei: vadldobter Ber^^s«; Hast nna v^erwisen, fw djsr meft . 166 Und orden;. dir wird oueb d3nHÜ> der kn. Dem Jetzt: mAU mit miß durvon^i i. filieh. fieogend s* btin s^ sobri^if aa, - Den grofisocn, ieh t;oiit't3 aber ntt. vefsten, Docb tbat*s faat über Heroulea gnu ifo Waread nooh mt.Säst mutig o^r. ^eil, Ich dacht, der^ tttfel bat $' r Ich kennt ei wed^ ^m nocb fs^t^o« Es waren affi^ntürig .ftiatftsiteii, -i. leb dacht: das ist gwih& it(l^fe)s^gespe»g&, 176 Die Bchamgaitig dm miimtst "Snn ist es jedodi lat einitronm» Mir ward gans watt im^boltai ]biii9ll. Als ich ir nun* nam eigenlifib ;war„ So Jcompt ein feister tropt dert Im* 180 Der war ein apt». ieb> wei£ wol wo» gaki« Mit im gieng ein ärow meietew Von (hem, schwig still !), die ich vast wo! kannt, Die tribent den allerflnsten tant Ich meint, ich wett zii inen harus, 186 Hett mir nit bracht ir plitz-volk gros. m Der groß zora ebi^a dsfl «Dien rat,» r^ n^ überai^t]^ pder ans? gaUsieiL. — 1«» 8<^ schmatag «m'g Mauh ^ in leb. eri^iM^te, .daß sie w^ feiern ikooh üfisten, — m. mirisle waM, ich, bin begierig, lOaieni. j TRnmraüs. 197 Si sprach : miß liebs ^rli und eelicber man, Wio Wetifit, daß €is un& well ergan? In grimmen zom ei^ Ober «i f Ar : Du verflAobte, dchantliobe, eelicbe hAr, 190 in dfse «traf hast midi verpfandt^ Daß ich vGtlM min göistücfaen stand, ' Min glttpt brach, die ich gott bat gschworen, XJiA da6 ich di(di mir Imtt erkoren, Des tdM ich (^ig sin verlören I 195 Roupft, krawt und stteii ; Mich wundert) war zum tüfel ei wotten. 885 Doch scbruweiod s' all mit groß^ raeh Ueber einen» der kam euch bamach Mit großem pomp in der pro6eß, & ward von inen genaiit Heroules* Von ir kleiduog kan ich nit gwQfl sagen, 830 Nie seltsamer saoh ieh's^ bi tnhien tag^n, Halb geisttich, halb weltlich to eindm lib, Doch war^id s' sohGn ußgespiüste w!b ; Ir sch&li und hentschli zerbowen und leiß, Ir Schleier geferwt ganz mit bertigem fliß, 835 Nadelbendli, brütsohli und gdllerlin fib, All sidin, als wärend^s kitoh^gewänd gsin; Ouch seckel von farwen und zerhouwen. Ich daoht, das sind reciht klosterfrowen ; Si gflelen mir nun snber wd, 840 Ich wünscht* naoh einer In iffifo bei. Aber ir gleitiäat warend so gefliß^> Der täfel bett mich mit ir bsebißen. Also Mrend s' fDr mit giroßeb gsobrei> Ein groß ansial) ir mengerlei. 845 Da nun die fäßnachtiDutam fOr Ramend miner herberg thCkr, So f!u*t dahar mit großem praöht, Ein schönes volk hoBßirtig gmaoht, Ufgeblasen, stolz, Je zwen imd zwen. 850 Ich ban ktub tratdieher poßen gsen, Sil niw. ~ 330 wie. — 234 mit fehlt. — 836 alt sydin. — 240 noch. 8M war, wohin. — mt proceß, Prezesao». — «w usgespitzt, anfr geputzt. — 986 brütsche, FlÜgeUdeid. — 949 bschißen, betrogen. TRiuas>Hus. 129 Sekleidet in sammet^ sidea und gold ; Ir kteiduDg glichet eim herold, Der eineß herren wappea treit; Dann eUkber hat in oioiam kleid S55 Ein großen aohild der gsohlecbteu oüd landen, Etwa» ß^ch man die stat, da eiaaebät wasgstanden; Etliph gstipkt Yoa berU, gold und eiden, Wie man die thät u& der r$ima scbniden, Und; SiÜQkt'i^ vS m^&gwmi und kilobeniier, 260 Leyit^^ und cborröck, es glicht im sobier. Wärend s.\nit gisin- so im großen praebt, Meint ich luter^ ai bettendes daruf gmäcbt; ^ JSs cooformieireti^cb.im also vroK Si tragend ir hend und büsen vol, 8c^ .Mouet^au^^ni kelcb, oapsen und dergliob, Vqi^ ßilber und gcdd gemaehet «gane deb. . Wiftiren^ ijp flijt g$ia a^ zalso vily iSfy smifxt ii^e l»ei PnM^essio» nen. ^ «T-b-OiChzitlich, iesWidu — «> bei.lt.üm, Aeliquien* . Baecbtold, Hans SaLat. 9 lao SAUkT S85 Desglich vil spitait sUea rock, . Ouob trügÄnd s' ta wl :V|l.opferstöck, ' ,. Wichwedel, lär kassel» . h» I fiel^äm. sacb^, lob könnt ir weder grin^Q^coch lachen v Dann, daß ich daobt in mixiepi Iftger: S90 Was sind doch da» filr kisteußlger.? «WüBob uß, rMra uf, und laß blibeii Düf?!» . Das was mir doch die : wildest püt Jenen wanl gar jemraerlicb pinanthan Von denen, so mit inen thäten gan« S95 Mit scfalachen, ftoßen, tröw und pochen Mit «wett Inen ein sur menester koch«il» Demnach kämeud s' groß bürde trägen,' FArtend ouch bar mit karren und wäjgen, Schöne große büicber atter gscbrift^ 800 Alle offen, zerrißen und vergriffe». Ouch karoend faren utttUphen i^eblii^n; . Vii Personen nach (),.g^^^^ >; Die .icj?j ppjp. reßbt ,iund.;W|ol,^b^n,,kenq^^ Oupb JiyibÄr/ßP, biQ.Äta ßip^iger^nntj.T} 375 Ich kaf^:s.^bei9i:|Wise|fa.i4t,u^ Ein toub.,m^nsj9b. n^htMYTol j^ii^ipif ig;. ]jf erden! AlSQ,,i?(yc^ivWpd^ct .yonr b^^ei^^s^,^,.^;:, We^.^idacbitwftr.der .l^uiwjphjierjaqd^fb^^rj^ Dann diserpy^geueiffp^erjSplf^en^,, , q , 8^0 ^aI:en^^4aerlS^01 vpf.pucb.J^..^^ » .J^^ nit mit sölicher ruftung und macht; . Iqi^. .iij^lpt, ,-si.,}c^?p.^nt, v^ ^^9?;^ jc^c^t , So blä,tte,.wd..b^Arfe^ ,g.^tQQ up^jgsohlagen ; Ellfawle^ir. J^,''sa(^,tehr piej ji|i',^^^ 885 Nvin,.u^ dip y.orig;9p\,^mj.eiA-}C|,unf^^^^ Gar, ?fii?jad«r%}ipl^' ^ .^fi!*^^''?;* ^^1^^- M6 faß, Gefässe. — 867 Belsazar. — nt ich weiß sie nirgendä auf ErdBn :(iä kfiine Eate|^(»>ie^(«Lntef^ül)rlQffei»v m m hMouf0n^m^i9T£^sft4%%ef^ (mhd. soufen, sinlMiiriftachfafij^ £)^^Uiif9f^ :Fx>rmMMB«^ttl!^^J^eirrJl^a|^ YgL Bnippacher im Anzeiger fOr schw. Gesch. 1876, Nr. 1. Truimphus. ISS Einer grusamlicher rittersohaft ; Sprengend -all' dafaer untnensc^hncher kraft ; Wie man der törtöcheü odet tkcHen trüg, d9o Noch %ai* hio fllrs und tunsts genög.' Die rüftend tind schTüwend so gtüwfiöher stimm Mit und tröwung snr und grim, ümb si e?tr röucli und schwebei sehwebt, Darin ein seltsam fürung strebt. ' 895 Ais mich bedunkt, ein Tragen es was, ' Darinn " diser faouptmaim alleinig ^aii. Als inich's bedunkt, ganz truriger gstalt. Etwas ob vierrig jaren alt, ' Sin köpf mocht er nit ufrecht tragen,' 400 Im was' ein wündeln in hals geschlagen, Ich dacht, das ist der sach nun glich: Hie bringend si den houptman rieh. Er hat oucfh' (ddnkt mich) ein Wunden im grind, Sine hendlin W&rend klein' und gscfawhid, 405 Gern hett er gscbi^iben, geleert und gseit, So ward's im verhatten yck sim gleit: Die schruWeiid' im 2Ü mit gtusamer gell : HercüliöS, xla bist ein gwkltlger gsell; Ein^ houptöiann aMer dieser schar," 410 Die hast du un^ erfochten gar ! * Schow zA, wief ha^ eiii schöne proceß, Billich heißt dti der tütseh Herctrtesl ' Du hast 'nhs in kurzen ziten - ' ÄTei* ^unnen, (mit Vericeeren) denn wir all mit • '■■■'-'■ strften! 415 Daun iara je ^!n' grusan/er toühelröchlag. Daß Hfercül nrf)en dem wagen- lag: Difr plitzen gabend ganz heitereh schin, Mich dünkt; er "War em *rot herll gsta: . Sin gstalt nlfttit Inich ganz eigehllch an 4S0 Ein Priester, des predigen ich ghöret han p 'if «>■ . ■' ■ » ■ ; m lö^isclieii, Fa«keln. «^ m* nach )»it f^hlt^ein-flulisi;..-« 46«^ alw es waitte ükm tob seineiff ^telelt»^ vemrbtttt«; *^ W g«l] ,• Stinane. k ' i«4 Salat] Vor etwas jarait im ScliwryteerlaaA, i ZA EinsMlen tiat er pfarhelTfiftand, ^ - Er 'räs glieh talse rotbr&ebt> unb deii schnabei. Wd taf, vericeeri uas» ein päraMll'. ^ 425 Sprachest' sine gfecdeü gcrcbiiiad^ Wüstend dann lor. grtttrlieh' übec donigrind, Wurfentin in< sefiel, -da eri'^Qr^'Salh Ein brüHen. leit er flul tlMd^nlaißv < ' Besobowt ^in BGltar ünd> wiggie&rt, / 480 Die er :hat: yeirkertl ^ Ouch f&rtT'Qiaa im nachdem griadw ^o$». Trumffli^n, pflSen» luiefii gigeo, ei« seltsam troß; lob meint, er wiln lein- s^ilrnfia g${Q, • . £r kla^t ouoh >fa$t ein frottV'li ifiny ; / 435 Daß er si cdt möchi bi im hiiD;);; ..' Itit weißi iob^ Wer imndje hat! .gnao^-// Also triämphi^rtönJ Sf jm-itiiim- darv^Bi Nacb diaetni \mg y ii öar mx «Uead^ blatte* i^harv '\ ( > 440 Zerbovrtn^t gscboßeo^ ^ vfirwuiwiet ig*r- ^ öf ;die( .fcani fiia^ ar.mery.:b^^lp*ey'b\ifian, . SLluöt (d«likt:raiflb;)«'w0(J^r>ft^ßen.Bach sufen; Warendjmiin» ,wib, afm, rieh,ejit iteb .grÄ^5 vWKH^dflfö alu. 498 Sabbata I^ 169: Zwingli's «angsicht (war) fruntlich und roifarb.« " m verkeÜrBii', ttbersctÄCfnV'eiMäreii.'— »sis 14^^ eVÄen bfeiWaÄcKeii, ^^'^' fend;-~ i8i»«J^6' öWen'^ 'Ähto. '^-^^ lii si Ibit?;" eg^ pftftct «5(^. - 448 was inäiidäWiti^hüflfen wollte'/ -^'i^iii^^tt^i^^ • -' ^ ( ' Triumphus. ' 185 455 Uf die . kam noch: ein gFUfifim sobar Gar ungestttm. reisig rittea bar. Bittend da&ami voIk uü der. erden Mit Grimmigkeit iHid ztHmigen ptrdeA, Darz& ssbeltw^rt und iröw vü, 4<4 Derö kdL.um kütea gescbwigen wil. Min wunder fieng micb an verlan, Ich macbt jdtz heiter wol verstaii AU hadtUnng und saohen diser prozeä Und Wttr da die spieß nen bi der zawingen, Damit-so reieiite man dest leDger, Kleine ■3piefij7«vfngli sind ouoh dest enger. Die laß ich hin also sohluoen; 470 Wer mich druÄib. fragt, ml im me rünen. Biemlt so fArend s' all für micfa, Wer was "Uf erd ,je fröer dann ich f Ich lusteret durch des bouines rinden^ FöJNibt 's^Tf es verschlug sich etwer dahinden, 475 Der löidh xr^rriet und wurd orich gMgen; Dönö Wel's inir tröbs di(> beln abgangen. Aljer ieto iorft ^ler sorgen nüt 'Si'iiaUößd so gAt sorg uf die pöt, ^ Rumplert*'ttf, tribend naher ünJ veorechwunden, 48« Wsft h)6^t'nkdh inen nit ein-haU«r fütiden. ' Alsio'i&atet^äd s' aum W^eti hiarin Mit'SölidUftni glächrei, aogst^ jamm<>r und pin ^ ' sebrieiäB ttnd k1&geni9 manlg^lt, Mk schQtzliöher form, ers(Arbck^36!' ^stalt, 485 8lIöb;'^Äcbl^tt, istreicb«), i^racbt,' wÄl und schallen, ' kU h^v^^i ntid ^den wett z'sAmmeu fallen. Naöb Itieb öefl ^ ta$m in,. *' Er ttftiöht zü'*lttcfen öi)rongeö «ifa.»"' "SftjiWflll^ifiW flö^^rn. ^ 47Mic)iy«ir*JchUg^n? ye|:bei?g€>|i; etwer, etwa einer. — ^fi^ .pfilzeiix gewaUsiim liineinfahrew, — r fw» W.Äli Gewüh|., 186 Salat Da nun di£ alles vergangen was, 490 Ich wagt mich aber haruß in's gras, Und sucht min maptel, stecken und sack, Hat' alls noch ein lieblichen gschmack. Dabi ich*s fa^i, rUft mich zum gans^^ Hiwnit nim duch dfiv tag antrirfe, ^ / ^ 496 De$ ich gar. Kum erwartet hatt "^ Ich liftb schnell,^ .:5apftemf<}U yon;ßtat) . Mit ilen macht ich mich darvon, -Bin eit nie wider um:hin'koa. '' " Rat an, wie heißt das krütli gut, 600 Daran man öl und eßig tlidt? Soömdi^t den- nam^ tta'6et fhalf;- Der disßu [spruch gemachst [hat- ,~ ..T • i ,> 1 ii » 1 , Antwort Anders icn's nit erkerinen kän, Salat maß es dea* oanven 'hiaii \ ' Replica, 605 Recht ist's erraten uf der stat, Wann's nur Johannes darbi hat Von Sursee, burg^r.zövliücern, Orichtscbriber dasolbs im Stern. Der Triumphus Herculis ffefvjßticiyisf .iipAr nwr in einer spätem Ha. bekannt, dem St. nrbanerC!6d.''v. Satäis Chronik, jetsU auf der Kantonsbiblioihek in Lucern. Die Hs: stammt aus dem Ende des XVII. od. ga/r Anfang des XVIII. Jh.'s; ausser Salats Chrono ent- hält dieselbe Notizen aus Ci/sat und BuUinger^ die bis ins Jahr 1610 %wrückgehen. Der Triumphus steht auf SS. 934 — 9S3. (Vrgl. auch HaUei^s Bibliothels II, 404.) 406 sich zepfen, sich datHm rtaüSheti: ' • ( 1 1 1 M V'luri j-.o.'.i'j.iot. yi- tt\p$ Witt J^raötö^ Legend vnd leben, des froix\- men, andächtigen, lieben, fäligen Nicolaufen von der Flu gebornenn Landsman ob dem Wald inn Vnderwalden, inn der EydgnofchaflFte, den man nennt briider Claufen, als ein ftarck^ waar, tvol begründt, fundament, des alten waren Chriftenge- loubes, bewerlich durcb fyn-kheö^. acte, leer vnd fterben. J. S. GS. Z, L* *T , ' (Ht)lz«clinitt.) • • » * . -* . \ \^\"t ■^'. ^ • ,'\\' . V.' \\. • MDxitxvn. V • I I i 1 .\xv:V> V^-^ ' \ . \ i» •*■ . \\ *■".,*,• .'/, m\\ .» . »» A-.« \' ' ,i\ \\. >\\ • . ' Er >vaj5 lapg,j^phöa wdjhUp^qt^qrj^tft^r!, . , , ..,. Gut glidm^ü', doqh gapz^ .gemerglefc ^b^. , i . ,, (.< Die but den beijwu,!iliurc;l(iscbiq^gf^b^ ,,., ■ . ßöt $obwara mit_:graw.i)ejij)i[eng;t,sjw ba;i;„ (..,i ,;,. Sin jbart.zerteiit, nit witfDppb^laDgi, :. ,, ^.i .,,, ;:..i, Und voa. siw.apgsiobt eiii ^öferWjcb^r; ;;g}ap;^,, j.i ^u^,,i 10 Erwirdig und schreckhaftig ganz. ,:,^- NU blöts, . .$aad«p luft.iin(J..j8.tei^.,|vqt ...,i, ^ i m* ;Er hftt eio..6tarii[>.:fnnunliobt5i<.sMw»Hi.i m-I uj.... 1,.'m . ..,; ! : .. i,,.iSjttig,.jRi>gs«m.^iwg.Wi>i;«d(Yi?P'W>^ ::'-;.. r'ii -im- 16 :Qaob lift&ll<2iJ: un4 jfrünUicb .^^er^.-^Uzit; ; ^,., .t.i.v''; .t. ..• , .r Deeiiiö GiCKtt j^jt^ «ip bÄilgi^^pg-igitTj... n,,^ .^„.ui ./ - ■> ' ' ■'-" ''•!• . "i* ■■ ■ • '^•:. i sW' j.'t '•■;•. I' iii'- jii uMinli-/. " "■ -■'" '■ '''• ji'" ■•"'.?, ,.,/'••// ;.. i:f :i,'.'...,iMV' ftMfiiMü /l'«{ifUj( I'i'Il'' ■■ ■■' '■ "'■ ■"■'^' •'! '"Im! ./!■;! -i',-: ■,' ?•',.:..» .i"[).",.ii f..!i> ff'i.Tjiiti"./' .',•. ^. "' i'-I "..- •I-".'- .! I vli , ■! •: ./ >.<•:.) «^> 'j(i jjii j.Mu -ifiMin iiiuvmi. ". •■■'•-' '■'•^..' '.'. ^ : . .; ■"".'»,, IC / ;rT.'' '-nj n i'-L-rii i-iur in-,!, nl >r^i)oii ■•":'•'' •'.''' ''■' "I .^^■' ! Vlili.' 7' 'i^i'-;'J i\\\*-\'l 'I'.fiMf nJO t')d'«t5^'I')V f .J >f- ■ '. *\ -iucht be- öomiaen ooob ^A nemea* > • . .0 Und (30 mm dann also die giroßat):. ^ruiiderw^rk und hobda tbat^n ;€[oite$ verscbwjgt uod in deom Hiebt glQrieitt f^ d^lobe Gottes: das aoht^tlQott und alle ^arstendigeQ iZrtt . dem garoßea l^ter der wdaakbarkeit . . Dapumb.sp haad . wir ji^un me i^tat» -plats, £&g und J^miBa^ch 10 zit, gedachten frommen, lieben brüder Glausen nicht lentger also ia den^ ^toubQ, der yersxjjiwigupg zji bUb^alpa^ als eifi grpQ instru- .. ment, darin öott sia erbämd,, ge>yj^lt;,,^ S^^h traft, J^J^^end und bistaiid erzaigt^ ufi4 gethan. als ,yoHko9n:petjlicb|, deJSgelicjh mitj^ei- nepi .iödtlicl^ßn raenspheji von aa|aDgo,)h^r der weit j^,.?yp^^Ä^ u wprden. . : „ i i •■ Dftnn es band wol oucb , vormaleu e^ic^ wunderb^rljch.jekbt on spis, als Moses, Ifelias und Christus nnser beji[r;«,jW.9lc% der erste zwaimal, die andern jeder einmal vierzig tag und nachte on natürlich, liplich, spis göin und glebt band, jo Item sanet jSieranymt^s bat sin übe gaius^ager gmacht durch abstinenz, hat aber doch, spis gebrucht. ,^^ ,^ Item so zaiget an sanct Hör, ein apL er wüljte. ein menschen in der einöde, so dri ganze jar nie liplichs spis oder^ tranl^^^e- noßen; aber ailweg ani dritten tage brächte fb ein^ eugel etwas ^5 "spisung vom bimmel. .. , - Item aber (knn von einena büßenden menschen, der ouch sjben ganze jar kein liplich narung gebrucht, danp allem, alle^sontag etwas brots. '' . Item gar großer^ schwerer abstinenz uöä . ringwich tjger 3pis «P ist'gsin sanctus fljlavion, eremita, jedoch nit gar ob s|d5.s und .na- rung; Maria ISgipciaca hat gebüßt in der wilde drißig jar, mit fast wenig, aber doch nit gar on spis. . Item ein junkfrowe, zwölf jar,alt, hat gelebet nach. enipfahung des hochwirdiffen sacraments sechs monat lang allain ni brol und •35 wieißer, demnach noch dri ganze jar lang on alle spis'ünd trank; in histqrien list man buch, daß etlicb zwei, eflich me jar qr\ pa- 3 nun. 36 Hystostorieo. j BRUDtti Claus. 144 WSaMst -^ und trABk geiept band, als (Hieb vil in Tites> patruii> mher, berter ^LfestiüööÄ uödspis'gar wenig-, doch etwas je. ca üj) ' Il>ätni^«tttein uiisef brflde^ Ctatis, als man b(^ni wirt) hat si(^ ent- halten OD all natürlich spis und trank gar woiKl^arHch und aUein ^suß' g^tUlch^r'kraft harflttßeod, uß sioem waren, reohten*, starken "^ eridtehgett^iA^en^; d^s cmeh iMfinialeQ neah du aller^erkest füindatnent, gf iiiiK}« ua4 bancttiiab or ist des waren, rechten chrtet^engtoubetis^ darin er worden, gelebt, gelert und gestorben; des im oulAi s:Ügk- naß'^^nid di^ ikßlendiisGhen historiographi mit pris* und räm in j« Hm »ejiribeii. > ■ -^ '"'■ ITrförist' dili^'al^ö''rfti rechte, wäre, öött gferlUgehistori, und ' dem' ' recliteii christehgielouben' bistendige' geschieht} deshalb nutzt ' üriÄ'Voh'ilßt^D,' die keiriswi'gs lenger zft Öbcrhupfen äl's ein exem- plkr' ledlet^ ri%mnTkeit, örbärkeit und rechten gloubens; wolchs nie- 15 mand je keinswegs zu hindertriben understanden hat, ouch nit litrögftctt deü'fittifdan zft stoßen, noch utnbkercn; als die heiter 'klär, war histori ariieigt, so nun hemaöh \^olget. ' - Ersflte^.'Vi^m^rh&nd alt und jung ' ' 20 , So noch zii diser unserer ziteh lüt vorhanden, " die njit dem frÖEbmen, Gott liebendeh bruder Clausen mÖutlicb red gehalten, sin naiidj gehabt und. lere vop im empfangen, diß beschribunge der ' histori öiich" noch so vil'als in frischer that und menschen ge- dächtnuß, und njt uf andere weiten kommen ist : Üarf es dester wminaer^oaer gar 'feeiher umbstähä, dann alfein zu habeii grund -'ärhisliiri^aiö^iiitiw!' '•' '^ -■•-•■•'■ •"■■■" ■'■•■' ''^ ■•■■•• Es ist gsin in oberen, tütschen landen bi dem hochlöblichen alten bünd' der'Eidgnoschäft ob .dem wahie In Ünäef Waiden, das '. dah i^t drit In a^ikuhft und sechst, prt. in, Ordnung und zal igemelter 80 jfiidgnoschaft, ein husgsind eerenbaft, erber, gotsfSrch'tig, eflidhe hmylert j^r irs geschlecht^ in. wesen, sb jner siten, däijn rieh- ^ fumbi^blut und ers^hjh, und ,Von dem' berg, darin si. ir.alwen, ' weiägehg, wohun^ und n^rung gesid^i und gfiän, Fl^yer oder ' me'vön.der'MÄ geiieißen, .und ^K^ noch; w^rend zimlicber 85 narung und' ganz mäßig, 'welche on aie biiwung des erdrichs und 16 bester. f7 den. L 142' SaUt. • .' nfzuofat äes viohs: kein' anderö tegaügsnäohaft Nghtto^nkmandtfi letzen, sonder menigkHohen umi sondeüS' irektiiiBiQbbui*eii iToli • ' ■ • ' 10 Em gsicM'teh von tm^erm bruader Bchrib^ Die er gehapt in muotterüb. Als brüiler Claus nun empfangen und verschloßen. läge in dem übe slner miitter, hat er gesehen einen sternen an dem himmel, der an schöne andere sternen überträfe, von wöliches stfimen die 15 g€fnz weite erlüchtet warde ; dem glich darnach in siaem leben und wesen im Ranft (hat er selbs bekennt) er dick ouch emen ster- nen gesehen hab; dermaß, daß er gemeint, in oben, den sin, , den er in mütterlib hat gesehen; ouch habe er gesebeja ein schönen, großen stein, ouch das heilig öl, damit mau dh kranken ver- 20 wart : wölchs alles er darnach, in der wilde wonend, einem giüem besonderen vertruwten priester gesagt halj, der das • denn qn röffl" sucht .angezeigt als ein wunderlich anzeugf ßins pachvolge.uden lebens. ' Von siner gepuft, nambn^mä' toitf, -^ '' '^ 25 • "' GehaHf^et öW nach jeMgem iövf. ' .*»:'.:. jEr hat ouch dabi angezeiget, daß er .wpV bekep.Biet hab sin mütter und die hetiammen, und daß er durch felsechte ort, du^ch den Ranft, in wölchera er ziSletzt sin leben volf&rt, gen Kerns sei getragen worden -aö' dem to^^;* ÄlSobeöolkMtolJfet gemerket hab, so als wan soliches aöeB >6röl*(k!ittztaÄi- Vblls^'ÖcA worden, und ' de* . Di«feitflidt*nie« i lYöi^easeh hidife .; - den i priestep, ' der • &' i gfetoufet, - «toefa i gdtten • i uhd . i g@ tttn demnaobi < »ungezeigt Äiletvögen v bdceinit ; i hafatiöuofa t^ehäQii^an bi'iiiMlK)u£''Uiid^iehd0*ed einend ^tate oiw, 14 s-triiue, Lichtstreifen, n in eben den sin, acc. c. Inf., dai^ dieser eben derjenige sei. . . < ^«' *. • »j •< •:. I1-* : ;»'! ■ -.'j .1 ' Brudbb G£aus. 148 ' idei^Mweratia^^a]^ .aiibekBii|ii;..'€Ui ümiouch den namen Nioolffi ge- '^beir und ^iiil^etii- sieht aenigStiliche oitk^ " ''f^fe hruodervlaus, der selig man/ Sin kmäKeii imä jügend gnonmen an. 5 .,;.^Al3.,»»JQ bjjfid^r/ GlauSq, \y;i0 gehört, geporn, getouft uud in kijidlicihs. altjöT gfiD^ßD, was .ez; ein , aHerb^ste kiad mit g«^r,. guten sitt^ .underwisi^o,; . väterilcbe f atuög und sin^er elteru warnunge trtllich haltendei; fllni^li(;ü^ w^rlaatt,, oucb milt und gütig in all mängklich. In im sind ouch nit fanden worden anzaigung gailer 10 umbschwaifilng und U^ifertigkaU, als gwon ist in den jungen nämlich unser zit; er ouch sme eitern und alles alter mit flißiger (Ifenslbarkait eeret ; sine ebenalten und mitgsellen er ftimämlich man'et zö 'göttlichem dienst, und ouch insonders sine rechtgeporne geschwiöterte" mit wölichen er all weg ganz einmündigklich lebet; 15 niemand überlegen, sonder allen gsellig, angnem, ganz menschlich und lieptichj nicht' schwätzig/ entpörig noch eerenbegirig. Und so di^'^^twän' den ganzen tag vojbracht in matten und feldier mit arbeit, so man dann namentlich zu hus : gieng er mertails binden iiabll', stitidei^ slch'ab von der gesellschafte und sinen husgenos- jo feeii;' üM kö (fii a'i'äeyeii vorhin weg des ungeacht ouch etwän fa- te%l,'^äiy'0b"^i eä nit',' doch wöl sahend, suchet er im ein haim- IM '6i*t*äub^tbn,' und dann also nach gethoner danksägung un- 6erä[rscbopSfer ^lenge er allgnaach hiinnach ouch ze hus. Item ein frommer, warhafter, erberer man, so von Jugend uf brüder Glausen S5 gesell gsin bis>j^K3^^Jfr,. (^up^ sin.ßQnd^i:. bai^licher und guter nachbur, und ga^^yiJ gi^^oi.ui^d .gm^in^ftfl;,..ajit einander het- tendi^der sidher geöffnet, wie brftder Claus allweg were ein from- merl^V^J^f^^^li^^^^g^iö^'i hiemant erzürnte, sich, allweg schibe von . iM' uüd' andern KnSben ah äinige haimliche ort, betend. (B) i'u: .ii^ii.'to/.' y:(m:ßl^^mfy^,.m4 ab^Umm, ..: .• -^ .... . .. iJi ij^rnachi järw&chsiti^ indas aitbrJ Der Jüngling iNicolaus ficing doi ali^ivaQiitag«;i^ tag\in:gvoßian; tugenden sieh üben. uild in zueht, :«bo !diiCßerjinoch>bir.AkindllcbeiiLMdt6ff'alle< fritftgvgelioh^ darnach 35 allweg zur wochen sinen lib demmet mit fasten, ouch die vierzig- 86 demmen, bezähmen. ^ , 144 Salat tägig fasten järlich gar uß und alle tag fkstet, nit me zum tag aß, dann ein klein stuck brot mit ein wenig dürr biren; hielt euch das und all sin abstinenz gar heimlieh, und so er von den sinen oder andern im biwonenden gestraft hierum (bester meinung), 5 daß er zu vil strengigkeit, sinem alter unlidenlieh ime ftimäme, antwurtet er: das wer dem göttlichen willen also gefeUig, gar früntlicher, tugentlicher Worten und mainung. Zuo der ehe jeta unser Nidaus gat, Gwan ouch vil kinder in eeUchem atai. 10 Da nu Niclaus von der Flft von einem gar gftten kind z& einem noch beßeren jüngling erwachsen, jetz uß den milcl\jaren zu zitigerem, allerbestem, manlichem alter kommen was, ward er in die ehe einer eerlichen tochter, genannt Dorothea vermählet; nit umb Üppigkeit und schnöds wollusts, sonder fOrsehung und verord- 16 nung Gottes willen; der ouch on zwifel sinen ehelichen gmahel an- redt im ersten z&gang, als Tobias der jung sin gmahel Saram, bi dero der tüfel uß verhengl^Duß gottes siben mann erwürget hat, wölche all haidnischer wise nur um liplichs wollusts willen si gnommen hatten, nämlich sprechend: Stand uf Sara, und wir 80 r&fend zu gott hüt, mer und immermer und vermählend uns Gott durch diß dri nacht und demnach bsalend wir erst unser ver- ' mählungl dann nämlich sind wir kinder der hailigen und send nit also leben wie die beiden, so Gott nit erkennent und betet also To- bias: herr, Gott unserer väter Abraham, Isaac und Jacobs! dir 25 send wolsprecben himmel, erden, meer, brunnenfluß und all dine creaturen, so darin sind I du hast gemacht Adam von laim des erdrichs, hast im z& eiiQ ghilfen geben Evan! Herr du waißt, daß ich dise min gmahel nit nimm umb wollusts, sonder umb verlaßung willen kinder und nachkommen, in wölchen din namen so wolgesprochen werde ewigklich ! etc. Also ouch one zwifel unser Nicolaus seligklich in großer gotsforcht das band der ehe mit siner gemahel ingangen ist. Die ehemenschen dann ouch die trilw eheliches bunds nie begweltiget habent, joch mit einem unnützen, müßigen wort. Hand also geporon und überkon x kinder, näm- 18 nun. 33 trew. n bsalen, bezahlen, Genüge thun. — n send, sollen, m um Kinder u. N. zu hinterlassen. -• ss joch, nicht einmal. Brudir CSlaus. in liob lUnf tnalieDr uad IQnf töd^dr^i, von w5ttoh«m sin^m stam- nen' her entsfJIraDgen, gemert ist die ha^ig diFistenUcb kil<3h^die band oueh ire kiad hi dier fbrobte Soltes mit aliier giltigkait un- , ilerwiseD'mtd sich geflißeik^ die zu trrieihen ihtien, ihren eitlen sgirtioh. Nun mrt man auch vcme^en das, Wie Nicolaus ein kriegsman was. Stattlichd alters, bestendiger frommkait, zönemender religion ruckt Nicolaus von der Flu für, kam nie zA kriege, dann allain lauß gbaflS linear obern; dann ^r was em allergrößter liebhaber des Mdens. So man aber mfftßt striten fiir das Vaterland, hat er sich c»«) gehalten «Is Mn dapfei», handfest, redlidh mann; ximb willen ret- tung'tind schirm 'deßMbJgen Vaterlands und eidgnoßischer fMhait, sampt trtt«rto ' und Waisen ; Heß oucb sins vermügens nit zu, groß li^ttoes öloh zÄ gebruohen in die find, und so die geschlagen, uf- ' gtiiöäiibeii bder beüfagen wurden, tnant er stets, stark genad mit- '^s^Qta titid "bäHxJfaerzig z& sin. ■ • . - . . , , , ,, Welflich eer hat er verachte Ver/üerisch und aerg^engkUch betraeht. id / Fum&nlich achtet Mhset Nicolaus hoOh alles, das göttliche : $^. i^ütt und bekdiget; darg^en und wider alle irdSsehe, zergengk- üoisiä 1 ding, i als .oüohr^uhd eer hat er gschohen und geflohen; . :ßo üMjt^ = dÄß er kukn. uß bitt einer gemein umb ftirderunge willen : Seitl^ntiftiiiuiizes sich als ein ratbsberr half ündei^iehen der lands* »ijie]|dlb?ti;.dann:er zuili ^dickeren iual noch in plÜiender Jugend zu . ßm Iftpdsaoiaiati . voöl der gmain dargeben ward ; dann das er sich . rfleißi noijit. ensstUcheir bitt. und nach all sinem vormügto, sich dar- Ym zu. «jbtitten. i; . < . " "' \ tti/irier von im bericht man git, 50 '\* ' Wie er sich hielt nächiUcher zit ,, , ..T^o .recbtCj i?irar^, göttliche liebet wonet, die mag kain zitun- ..gewirfcetlpn, hinganr' als ouch Nicolaus hielt streng d^i gewon- hait, daß er zu nächtlicher zit, so all sin gesind rüwet und schliefe, 'M* 8d£k fleifi^ sitfaJbefliß. --98 sieh 86h ül;teit\ abjscüdtteln^ sich entledigen. fiaechtold, Hans Salat. 10 L 146 Salat mit brechung sins scblafs in ganzem ghaim allein u&tünd nach unlangem volbrachtem schlaf und r&w ; gieng an ainige, den üb- rigen tail der nacht wachende mit aller andächtigisten betrachtunge und embsigem bet ganz wächerig verzerend. 5 Stets im der fiend ai\fechtung tet, Das er stark widerfochten het. Der fiend aber menschlichs bails, so da stets umbher stirmet • als ein wütender low , zu suchen, wen er verschlicken müg, und großer nyder rechtgeschafl&ien religion/dem aber der man Gottes 10 Nicolaus von der Flä so mit embsigem beten, fasten und almäsea- geben widerstreit, forcht stets, daß von diß seligen manns Nicolai Vorbild und 1er vi! seelen wurdent entzogen dem hellischen rä- chen: trat in deßhalb gar dick an mit arglistiger Versuchung, wie er dann je mocht ; insonders ouch eins tags, als Nicolaus 15 gieng mit Idanum, sinem sun, durch ein thal, genannt das Melch- thal, in sin gut, genampt Bergmat zu versehen sin vich etc. Da nun der sun dem vich sin ge wonlichen rat anthet in der schür oder gaden, wolt der vater Nicolaus als ein flißiger arbeiter studen und dorn ußhowen, die matten zu rumen. Was da zustund 20 ein grusamer, persönlicher ttifel, erwüschet fluchs den frommen man, der sich des nüt versach, warf in durch ein dick dornghürscht und gstüd hinab wol drißig schrit wit ; da er in großer onmacht lag. Als der sun sin arbeit vollbracht, sinen vater suchet an dem ort, da er in maint sin : fand er in jetz halb todt und sinen i5 lib ganz verletzt von den dornen in schwerer krankhait ; rieht bald uf sinen lieben vater, zog und trüg an im best sins vermü- gens bis in sin gad zö eim für ; da er allgemach, wie er zu im selbs kam, redet gar mit gedultigen, senften werten: Wolan, wol- an im namen Gotts, wie hat der tu fei mich so übel geworfen, da- $0 rumb ist aber also erflilt der göttlich willl Also ward er mani- gerlai gestalt, stark abzütriben, von dem fiend z& vil malen an- gerennt. 5 inn. — il widerstreit felilt. — S8 vor redet steht im Dr. ein und. 1 einig, Einsamkeit. Grimm D. Wb. III, 211. — 4 wächerig, schlaf- los. — 16 Keiner der fünf Söhne des N. v. d. Flüe hieß so. — i7 seine ge- wöhnliche Nahrung gab. — n gad, gaden, Hütte. Brüder Claus. 147 Von gsichten, so im wu/rdend ftuwrf, Also ouch mt gilgen uss stnem mund. Was möcht doch diser gedultig mensch senftmütigeres geseit han uf empfangene peinigung vom tüfell So dann aber ist gewohn 6 die göttlich filrsichtigkait, die, so sie am meisten lieb hat, all wegen für und fiir mit den Schweresten ungesttlmigkeiten zii besuchen, damit si als gerainiget und bewerter zuletzt dester überflüßigklicher getrost werdenc^; als dann er ouch si, nach gwonlicher erbärmd, etwenn gar wunderlich tröst, wie diß nachvolgend sach anzeiget. 10 Dann als Nicolaus darnach aber uf ein zit gienge in sin obgemelt gut zu sinem vich, satzt er in der matten sich nider uf die erden^ fieng an nach siner gewonhait uß grund sins herzen mit andacht beten und sich einlon in betrachtung himmlischer dingen. In dem er sach bald ein schinende^ schöne gilgen wachsen uß siaem aignen mund, so da 15 rüret bis an den himmel mit wunderbarlichem wolgeschmack. Also glich für in kam sin vich, darüber sampt all sinem gsind ir narung hatend ; und als er sin gesiebt keret zu dem vich, sach er under denen gar ein schönes für die andern roß, und daß sich die gilgen krümmet und naiget uf das gedachte roß, und im fürgang die 20 gilge durch das roß von sim mund gähling gnommen. Dadurch ward im zu versten und erkennen geben, daß man sol buwen und sammlen schätz im himmel, wölche nit werdend funden oder über- kommen von denen, so da zu vil anhangent dem zitlichen, sonder durch gsicht und fliß ; uf das irtisch geleit, werdent die himmlischen 25 ding entzogen, wie das roß die gilgen entfftrt und das zitlich zerstört und verfiret das, so man in himmel buwens willen hat, wie der herr im evangelio: wie mage man Gott und dem Mammon dienen. Demnach uf ein zit, als er im geist liplicher empfindung ent- gangen, ist im fürkommen, wie er durch wüste stett und ab 30 dem weg wit von menschlicher wonung wandlete, und im wit- nuß bar engegen kam ein alter man, eerwirdigs angesichts und einer zimlichen bekleidung, singende ein allersüßests getön, als zum ersten einstimm, darnach bald in dri stimmen mit einander sin- gend gethailt, dann wider in ein stimm kommende, die im gar 2 auss seinem. 28 der leiblichen Empfindung entrückt war. 10' 148 Salat sAssigklich in sinen ohren töntend ; daruß er im geist subtiligklich (als er nachmals bekennet) verstand die unzerthailich gottheit, underschaiden durch dri personen, wunderbarlich, doch 6m Gott einhellig. Als aber der alt man nach hinzu kam, hiesch er vom 5 frommen man Nicoiao ein alm&sen; als er im das miti haute, der alt das mit vil danksagung und ecrerbietung ufhame und zä stund verschwine ; daher er voUkommenlicher underwiset, almüsen under anderen werken der miltigkeit den obersten verdienst behalten. In diser gesiebt zuhe er ftirter, kam in ein dorf, mit wenige 10 hüsem erbuwen, aber darin ein fürschinender, wolgezierter palast und sal^ darin er gieng ; da fünde er Stegen, werend zehen stapfei oder segel hoch, under denen er sach herftlrfließen ein brunnen mit öl, win und gemischt mit honig; hetto ouch dabi ein heisere stimm, sprechende: die durstigen sollend schöpfen von der fftchte 15 diß brunnensl Er erstumpte und stünde in angst deßhalb mit Ver- wunderung des Ursprungs eins solichen ungewonlichen brunnens und fluß; stige die seigel uf, fände ein becher oder gschir des brunnens füchte vol; mocht doch nit erfaren, von wannen, oder wölcben hülinen der erden diser fluß wallete. Dann daß davon 20 der man Gottes mer underwisen und klarer von der göttlichen drifaltigkeit, die mit. keinen enden beschießen, sonder richlich sich erbarmet der durstigen, verstund; und daß man nit, dann durch die zehen gebot zu einicher erkanntnuß Gottes kommen möcht; in ouch bedunkt, daß gar wenig zu dem brunnen giengend. 25 Als er da sich ein wenig erlustigete, gienge er in ein wit feld, da er funde umb und umb große vile der weit, ganz on zal, be- kümmert und glich als die onmeißen sorghaft arbeitende mit men- gerlai geschäften, und allain anhangende irdischen gewinen. Dise machten ein zun, darüber si niemand ließend stigen, der ihn nit 30 zuvor gab ein pfenning ; ander machtend ein brück über ein Was- ser, darvon man den zol geben müßt ; etlich pflSend, sungend, tri- bend den knöbel, und der dingen mangerlei, übtend spilend und sprechend, alls nur umb den pfenning. Darbi er wol markte, diß itelkait der menschen sin, damit man scbir in aller weit aigen 1 tentend. — 33 als nun. 7 verschwinen, abnehmen, verschwinden. — 12 segel oder seigel, Sprosse. — ae weit, Leute. — sa würfelten, k nobel oder knöchel, der Würfel. Brüder Claus. 149 nutz und narung sucht und dise zergengkliche ding den menschen hinderzuhend von dem zügang diß brunnens obgemelt. Nun hör man toiter scliön bericM Von einer sdzamen gesteht/ 5 Bi dem ist gar nit fürzägehen, daß z& dem frommen mann kommen sind, als uf ein zit er an sinen hüslichen geschäften was, dri mann zimlicher, eerlicher gestalt, beklaidung und sitten, erschi- nend als etwas edling ; under denen der erst hüb an reden der- gestalt : NicolsB, wilt du nit dich ergeben in unser gwalt mit lib 10 und seel ? Dem antwort er bald : ich ergib mich niemand änderst, dann dem allmächtigen Gott, des diener ich langest begert hab zQ. sin mit libe und seel! Die dri kertend sich zamen mit eim irölichen glächter und redet der erst wider zu im : So du dich dann Gott allain geaignet und ergeben hast ewigklich,^ so verhaiß 15 ich dir gewiß, daß, so du hast volbracht und gelebt das siben- zigst jar dins alters, wird sich der allergütigest Gott erbarmen di- ner arbeit, und dich erlösen von aller beschwerd und widerwertig- keit; darumb ich dich erman hinftir zu bestendiger verharrligkeit und Wirt dir geben ein baner mit einem berenklawen bezeichnet 20 zu. einer starken besigung in das ewig leben, und des zfi ange- dächtnuß Verlan ich dir zu tragen das crütze! Als diß also vol- bracht, giengent si hinweg. In wölchen Worten er verstund, so er obgesigen dapferlich menger band betrübtnuß der Versuchung, wurd er erlangen die himmlisch glori und allda zugesellet viler 25 ritterschaft. Ein schöne undenoisung vernimm Von einer himmelischen stimm I Es ist ouch gloubens unmangelhaft, als unser frommer Nicolaus uf ein zit in sine gftter hat wollen gen meien, und aber ruft mit ^^^ zo großer innigkait an die göttlich gnad, um daß er sich der weit gar entladen und Gott allein anhangen und religieren möcht: da ließ sich herab gegen im ein wölk, daruß ward zö im geredt, daß er thorlich thäte; dann so und diwil er anhieng sinen eignen lip- lichen kreften, sich daruf verlaßend, so ergebe er sich dem willen 4 gesicht, Vision. — e fürgehen, übergehen. — S9 meien, mähen. 150 Salat Gottes unwilligklich ; so doch Gott am angnemsten were willige dienstparkeit. Do nun er^ durch dise stimm also gewamet, fieng er darnach an verachten sine hushäbliche Sachen, denen er unz dahin angehängt was, und die himmlischen ding gar wächerllch 5 begrifen und umbfahen. Biin ander göttlich wamungsgab, So in von der weit hat zogen ab. Oben ist angeben, daß er umb bitt und liebe willen des nutzes der gmeind sich ouch ergab, zu sitzen bi rat und siner kilchhöri 10 gerichts. Und als dann an den enden etwan durch gunst verbunst etc. zu ziten eimem in raten oder urteilen verglimpfende wort, zuwider gmeinem nutz oder jemants rechten, entgiengend: sach uf etlich zit der fromm eerenmann solchen fürin flammen erschrockenlicher gestalte zum mund ußfaren; derohalb er sich ouch vermaß, zu 16 miden und wichen all weltlich eer und gwalt, wil die so heiß und unschimpflich zö. handien werend. Uf solichs und obgemelt gsicht und Warnungen satzt er ihm nun stark in sin herz und gemüt mit tractieren tag und nacht, der weit und all ir handlungen gar zft widersagen und abstehen, mit ganzem menschen anzuhangen der 20 ewigen göttlichen philosophy. Solch filrnemen ihet Nicolaus jetzund Siner lieben ehelichen frowen kund. Solchem nach nun also von tag zii tag rechte, wäre geistlig- keit und aodacht bi unserm frommen landman zünam und warde 26 durch die göttlich gnad mit darsetzung sovil an im dahin getriben, und jetz beruft der war fründ Gottes, daß er meinet die ganz weit im nit wit gnög sin, darin zu wonen mögen; und was nun da kein rüw meh, dann sin herz ganz anzündt in der liebe Gottes was. Darumb er siner lieben gemahel sin fürnemen kund thet, so als der allertrüwesten ratgebin : wie er im selbs fiirgsetzt, zu ver- laßen dise schnöde, brinnende weit, und suchen in einer öde im ein fügkliche stat, Gott allain zu dienen ; und so dann im darzü zimen ir gunst und urloube, solte si ihm umb der liebe Gottes 8 angegen. • 8 unz, bis. — 9 kilchhöri, Kirchspiel. — le un schimpf lieh, ernstlich. r Bruder Claus. 151 willen darzü helfen und raten; dann er fllrhin umbsonst der hus- heblichen sorg anhangen wurd und gar wol entpfunden, sin ding zu weltlichen Sachen uß sin. Als er das zum dickemmal von iro erfordert, wölchs der 5 tugentsamen, frommen eerenfrowen gar ein uberlästig, schwer, ängstlich fümemen was, zu verlassen iren frommen, lieben gemahel, ihren lieben kinden den so trostlfchen, frommen, wolgeliebeten vater, alle ihr hoATnung, liebe, hushab, und tröste etc.: ließe si ihme das doch umb siner ernstlichen, vilfältigen bitt willen, aber gar un- 10 willigklichen, mit schwerem, betrübtem herzen nach, als ein gehor- same ihrem begerenden, liebesten huswirt und gmahel. (C »j.) Sin fümem was mm, zuo mn allein^ Verliese wib und kind sampt hus und kein. Der ußerwölt fründ Gottes Nicolaus von der Flu ist gsin ein 15 ganzer, warer theologus, bericht und ganz wißend aller clauslen, punkten Inhalts und Substanz der hailigen evangelien und götlicher geschrift; (der doch kain bericht des ganz nit hat noch verstand eins einigen biichstabens) deshalb im nit unkund was, wie der herr Christus gesprochen hat: Wer mir nachkommen will, der entsage 20 sin selbs, trage sin crütz und volge mir nach! Dann wölcher sin seel erhalten will, verlürt die; dawider, wölcher sin seel verlürt um minentwillen, der findet si! Dann was nützt es dem men- schen, ob er glichwol die ganz weit überkommen bette und verlur aber sin seel? Und ein jeder, der da verlaßt umb minent- 25 willen sine guter, brüder, Schwester, vater, mdtter, sin wib, kinder und das sin, der empfacht's hundertfältigklich wider, hie vil in zit und dort das ewig leben! Dem herren dann also nachzufolgen, alle ding zu verschätzen umb diß ewigen lebens, Gottes und sins hai- ligen namens willen, darzü er nun uß der verwilligung siner lieben 30 gmahel frölicher worden ; hüb er an bi im selbs sorgfeltigklich rat- schlagen umb erwölung eines orts und stat, so sim fürnemen am allergeschicktesten sin möchte. Kam ihm zu sinn, ob er viellicht semlichs in sim vaterlande zu banden näm, möoht bald uß äferung der böswilligen vermaint werden, diß sin fürnemen ein glichsnende 16 bericht, berichtet, erfahren. — ss verschätzen, yerachten. — 88 äferung, Tadel. — ss glichsnend, gleißncrisch. 152 Salat erzeigung sin. Also eins tags verließ er sin husfrowen und kinder sampt all siner Substanz und hushab, gieng uß sinem yaterland und gar uß der Eidgnoßschaft zä s&chen ein wonung under den frembden; nam ihm fOr ein witen weg; und als er uf Basel zu 5 über den Hewenstain (der die Eidgnoschaft von dem Burgundischen damals schied) kam gen Liechtstall, ein statt, jetz züghörig der statt Basel: gedünkt in, wie die statt und all ir Substanz gar rot were ; des er erschrack und bald wider von dannen gieng ; kam uf einen meierhof, do er mangerlei red mit dem buren, uf dem hof 10 sitzend, volbracht und im ouoh öffnet sin fOmemen, wölehes der bur achtet gät und gerecht sin; aber nit wislich zu banden gnom- men, fümämlich darumb, daß er als ein gebomer Eidgnoß zA derselben landschaft gieng, denen sonst nit jedermann gunst und huld trüg; sonder wer ihm vil beßer und rüwiger, under väter- 15 lichem schatten zu wonen und contemplieren, dann züflucht z& nemen under die frembden. Der fromm ma/n ward jetz nachts gemant^ Wider i^ keren in sin Vaterland, Von gedachts buren rat und mainung ward Nicolaus der fromm 20 bewegt, gieng in sich selbs, gnadet und danket dem buren siner guttat und ftüntlichen meinung ; keret also uf den abend da dannen nit wit, da er benachtet uf einem felde under heiterem himmel von den lüten, da dann er im ein örtlin ußtrat für sin herberg, die nacht sich niederließ und nach volbrachtem sinem ernstlichen bet, 25 betrachtungen und embsigem unrüwigen erwegen in sinem gmüt, wo er doch uß wett, entschlief; und also gomüdet, unlang schlafend lag, umbgab ihn schnell ein heller schin von himmel herab, dar- von er nit minder verletzt, als hatte man ihm sinen lib mit einem meßer ufgethan, und dunkt ine, er wurde von einem seil stark cca») 80 gezogen als heinwert; darbi er meinung nam, daß er wider in sin Vaterland solte kehren, stünde er also fri uf, verließ sin her- berg, kert sin weg wider dahin, dannen er kommen was; doch als ganz verachtende all die ding, denen er in sinem hinscheiden ab- geseit hat, nemlich all sin gut und hab, sampt siner geliebten 12 zuo fehlt. — 24 erstlichen. so gnaden, freundlich, dankbar sein. — so heinwert, heimwärts. J Bruder Claus. 153 husfrowen und kinden glich als ob er das nit und nüt me eigens uf erdrich bete; gieng also eins unabläßlicben gangs bis in 's Melch- tal in sin gut, da schloff er, stackt und verbarge sich in ein fast dick domgehürscht, darin er also belib on alle spisung und trank, 5 aller weit unwißend. * Bruod&r Claus ward funden in den dorn^ Und im ein wornmg usserkorn. Was für ein kurzwil, rüw und fretid unser fromm in Gott haftender landsmann, jetz brflder Claus, in diser siner herberg hette, 10 wie schwer, lästig, unabläßlich stupfungen, Versuchungen, tratz und reißungen er liden müßte von dem nidigen, giftigen ufeätzigen tüfel, dem erbfind aller Seligkeit, dann er jetz etlich tag sin ab- stinenz volbracht von aller natürlichen spis, sampt anderer siner innigen contemplacion, das dann on zwifel dem häßigen tüfel ein 15 seltsamer vogel was; daruf er im nit absatzt tag noch nacht durch fürhaltung zitlicher eeren^ gut und natürlicher spis, diewil Christus unser herr selbs, als er die vierzig tage gefastet, von dem tüfel mit eben disen dri stucken versuchet warde: mag ein jeder gut- herziger wol selbs ermeßen und betrachten. Dann als er, brüder jo Claus in den dornen, wie obgehört, verharret und blibe bis an den achtenden tage, sin mainung was ouch, ftirter da ze wonen: warde aber er an dem orte von den Jägern, so gewild sichtend, funden und sinem liplichen brüder, Petro von der Flu, gezaiget; der in, (wann er in sonders herzlich lieb hat) so fast er mocht, S5 innigklich ermant vil dingen, und nämlich, sich selb nicht hungers zä tödten. Antwortet ihm brüder Claus, daß es hinftir nicht meh beschehen wurd, so es bis dar nit gethan wer. Als aber diß orte ein übigen zügang hat der werchlüten, von wölchen er zum dickeren mal etwas beschwerd erliden müßt, da man sin da gewar: fleug «0 er in dem tal an suchen ein wildere, abwegigere stat und einöde. Und als er lang ouch vil rucher täler, grüben und hülinen durch- wandlet 5 sach er einsmals ein schin lüchtend, glich als vier brin- nende kerzen, von himmel sich herablon über die gegne eins tals, so man nennt im Ranft, unfern von Sarnen und Sachsien am ge- 35 bürge gegga ufgang der sonnen ; durch die er underwiset, zö er- s8 übig, häufig besucht, ss gegne, Gegend. 1 154 Salat kennen, da sin die stat siner wonunge, geschickt und allcrkomm- lichst zu gottlichem lob. Als bruoder Claus ein stat erfand. Ward im ein hüslin gmacht zuohand, 5 üf solche anzeig kam er nun in Ranft, hübe da an mit hilf der nachburen^ ein htilzin hüslin zii buwen. In wölchem, als er schier ein jar gewont, sine frtind, nachburn und landlüt in Under- walden sahen, sin geistligkeit nit sin ein glißnery, oder in disem dieHer Gottes würken ein unnutzen oder fantastigen geist: hübend 10 si an mit gemeinem kosten und tagwohn, da zu buwen ein capell zu lob der gebererin unsers herren Jesu Ghiisti, der junkfrowen Marie, und dann ouch an die siten der capell ein nüwes hüslin und wonung irem lieben landman, daruß er in die capellen mocht sehen und wandlen, als ouch bede man noch sehen mag, so man 15 in Ranft kumpt; und als solcher buw nun volbracht,- band si es fri geschenkt und übergeben irem Üben fründ Nicoiao. Wie er kam an sin ahstinenz, Ouch harte zit und penitenz. Unser wirdiger, lieber vater, brüder und fründe gieng nun in 20 dise wonung, ergab und eignet sich ganz und gar Gott zu dienen; warlich ungleüblicb, wie vil er arbait, abpruch, wachen und beten tags und nachts, und allezit sins lebens er sinen libe kestiget; dann ouch nämlich sin stüble oder gemächlin was lang bi dri schritten und uf anderthalb schritt wit, und die ober dil rüret er 25 an mit siner Scheitel, daran zwei fensterlin. jedes uf ein zwerche band wit; darin kein bett, sonder ein scharaoli oder stein under sinem houpt für ein küße, und arme decke von grawen tüch. Item sin bekleidunge was allein ein langer, grawer rock, oben ein houpt- loch darinn an ein kragen, uf form wie unsers seligmachers, gieng 30 im bis uf sine knoden der fußen; den zu im gegürt mit einer schnür oder etwan ungegürt, kaine schuh nimmermeh an sine M und allwegen mit bloßem houpt; an sinen henden ein paternoster, daran er betet. Deßglichen von siner abstinenz ist uf 's erst zu wideräferen, daß, als er, wie gehört, von Liechtstal wider in Under- a 1 komm lieh, bequem. — lo tagwohn, Tagwerk, Frohnarbeit Yon ei- nem Tage. — IS kestigen, kasteien. — 84 wideräfern, wiederholen. Bruder Claus. 1S5 wald käme, beruft er heimlich ein priester zii im, der im fast an- gneme was, genennt Oswaldus Isner, damalen kilchherr zu £ernSr dem er vertruwet und im öffnet diß geheimnuß, daß er nun bis in den eilften tag, on beschwärd hungers und dursts, ganz on all 5 liplich narung durch die gnad Gottes verharrt hatte; der sach: halben er im zum trülichsten rathen wette, was in bedunkte, ihm fürter zu thfin sin. Der herr sich zum höchsten verwunderet der nüwen sach; fleug an, im sine hend und f&ß allenthalb begrifen, und sin angesicht eigentlich beschowen. Als er daran fand, sach 10 und spüret so ein bleichen munde, dünn backen, dürr, zerschrunden läfzen, und sinen lib so ganz ermegert, den die bloß hut dackti erkannt er, diß nit gschehen uß eim unnützen, leren glouben und superstition, sonder uß göttlicher kraft und befestigunge ; rieth dem frommen man, sich in dem abbruch mit der hilf Gottes lenger ze- löbeweren; daran er nun volfiir mit starkem gmüt, und solichefi^ verharrlich volbracht bis zii sim letsten tag, nämlich gar naher zweinzig jar. Als^ solch hert abstinenz erschall Ward er verhüetet überal. 20 Da nun fast ufbrach dise red und lümbde bi allen landlütenr discr ungewonlichen, unerhörten abstinenz und abpruchs, fiengent die lüt darafter an under einander mangerlei reden, dann ouch tugend, frummkait, eer imd glück nimmer on mißgünner, nach- reder und Zolles sind, so alle ding uf 's böst ußlegend und kerend^ 25 dero ouch der gut, fromm man nicht on was; darbi dann die güt- herzigen meiritend, (als es was) diß sin allein ein wunderlich Ord- nung Gottes; die verkerer aber aller guten ding satztend dem keinen glouben, meinend, ihm wurd villicht heimlich züverordnet, spis und narung, und was ouch da nit mangel an der märetrager 30 und eerabschnider Scheltwort. Wurdend hieruf verordnet und be- stelt wacht und hüten durch das ^anz thal umb den Ranft umb und um mit fliß zu bewaren, daß kain zu- noch vongang einigs men- sehen gemeltem Gottes diener beschäch. Als solich hüt durch zit eins ganzen monats mit hohem fliß volbracht, wai'd ganz keins- 35 Wegs nit ^nden noch vermerkt, so sich einer vermeßenheit und 22 darafter, darnach. — 29 märetrager, Schwätzer, Veriäumder. L 156 Salat unnützer glichsnender geistligkalt g^lioti tiielli entwendt. Der bischof sin cap^U rfecfec*^^/ Sin gross abbntch at^cH ' ürab daß aber nit vlUicht ein löt>li >Vfc bi jemand uß nachrede der nidigen g-eacbf- ^^^^^*^*^*^^ ^^^ ren einer solichen gottsgab halbex», >vaT»H ^^"^^» fälschlii von Gostenz, under wölchen l^iscliofr'xincl • ^ ^^^^*fet bische walden ouch lit, ein wlohbischof Herrn ^^^^'^ t^isturah dai to thet, die capell brüder Glausea i^j^ ^ '^öi, zu. Tvichen, a bererin und junkfrowen Marie na.eti IöHk^ ^^^ wirdigen gmelter bischof ouch zii dem fVomin "^^^ni bruch. tend vil red mit einander von göttliche ^H 5^^^^ ^^ ^in won Also under anderm hielt im der big v. '^S'^^» oia guten 16 höchst und Gott angnemest tugend a^ ^^^ dise frag* ; \^ daß es gehorsame wer, nam der wichK^^^ tirüder Claus ic das er darumb dar hat bringen Ion ^^^^^^ alsbald win im bi verdienst der ghorsame, ^j^ I ^^acht im dri biU dem gebot und ghorsame nit Widerst ^^^^^' "^olt nun br «0 schwere der sach, uß langer entiv ^'^' "^»ewol er üb er wöite uß dem einen mundfei e z& 1 30 nach disem, als Hermannus starb , ""^^""^S. begab J erwölet, ward der ouch durch soi u ^^*<^ zö C f ^ und erfaren grund und warhait der i-"^ ^^^bden bev^J in die einöde zA dem helget. man ht^^^^' «igt sich f a' feltig red, demnach gemelter bi4£^!^*f"da mit im yul 35 leben und sitten zum höchsten erhöf "" ^^« fro JmJ ' ^öd bat sich . bi 19 entsitzen, sich entsetzen ^» verdauen. ** gar stark gan werdend ! Durch fwrbitt bi bnioder Clausen leben Hat Gott ein wwnderzeichen geben, 10 Meister Heinrich Wölfli, ein gebomer Bemer, hat eben dise histori unsers frommen, lieben brfider Clausen zu latin gar schön beschriben und darin sonderlich anzohen ein wunderzeichen, im Ranft bschehen, ganz gruntlich; als ob er es von dem, an wölchem es volbracht oder den sinen bericht und grund entpfangen. Also 15 daß nämlich uß der herrschaft Bern ein mann gar schwach krank gsin an einem f&ß dermaß, daß er von unendlichen schmer- zen kein rüw entpfand, verhieße er zu der capell der mütter und junkfrowen Marie zu ünderwalden im Ranft ein wächsin f&ß zu tragen umb erlangung gsundheit, daruf er gnesen ; thet aber si- so ner gelübd nit statt, ließ es anstan ein jar, daß er ouch wider fiel in sin vorig krankheit, schwerer dann je; ward er indenk versumung der fart etc. Und sobald er mocht, fügt er sich in il, zu volbringen die gelflbd und als er den wächsin th& brachte und leit in genennte kilchen Marie im Ranft mit dem&tiger be- 26 felch und bitt brüder Clausen in und umb sin fUrbitt , der ouch sampt dem kranken ernstlich ruft zu Gott umb gesundhait disem kranken : ist er z& stunde wolmügend und gsund worden von all siner krankhait. Eben mit diser meinung hat's obgemelter meister Heinrich Wölfli selb beschriben. 30 Hiemit ich mm ouch fwrter lend Zuo des frommen bruoder Clausen end. Als nun kam die zit, daß der allermiltest, unser himmlischer Grott und vater, uß diser zit und elend nemen wolt sinen lieben diener, brdder Clausen, zu den ewigen freüden, ließ er ihn vorhin 4 halten. — 5 bbalten. •so 1 enden, an's Ziel kommen. 11* 164 Salat arbaiten in einer schweren krankhait, in wölcher, als vor und ehe gepinig^ und ußgemerglet was sin ganzer lib, jetz ouch sinem ge- bein, geäder und mark zügef&get ward Übung großer angst und schmerzens^ so fast, daß er nun ganz verzert und mit erstorbe- 5 nem fleische sich hin und her wendet, kert und trait dermaß, daß er wol vermerkt, in nit me uf erden bliben wollen noch mügen ; dann er dise krankheit nun in den achtenden tag nit mit minder gedult, dann ouch wee und schmerzen getragen und gelitten bat: hüb er nun an gar inprünstigklich mit großem ernste begeren die 10 heilsame, wegwisende spisung des waren libs, fieischs und blAts Christi Jesu, unsers lieben herren. Als er solich sacrament nun mit höchster eererbietung empfangen, leit er sich nider nach ge- wonter wis uf ein betlin, wölchs ein laden was, und mit großer danksagung gab er uf, nicht on groß wehe und schmerzen, sin 15 tugentsame seel uf den tag sanct Benedicts, der dann ist zu mit- ten merzen, im xilij**. Ixxxvij. sins alters im Ixxj. jar. Bruoder Claus ist mm vf d^himmelfart ; Hörend, wie er bestattet ward! Uf das so christenlich, ordenlich, selig, vernünftig end des 20 frommen dieners Gottes warde nun sin lib nach altlöblichem, christenlichem bruch und gwonhait getragen in die lütkilchen sant Jöders zu Sachsien, wölchs er dann ouch empfolen und bi sim le-^' ben begert hat, mit gar ernstlichem began, singen, lesen und ee- ren, nit allein siner husfrowen, kinden, gsinds und frtinden, son- 25 der aller priester und ganz gemeinen landlöten ob dem wald, mid begraben eerlich mit großem schmerzen, truren, weinen und kla- gen mänigklichs uß herzlicher, sonderer trüw, lieb und neigung zu im gehapt. Ein gsieht von dem frommen man 30 Hat er den sinen %wr letze glan. Und als nach drien tagen Dorothea, die husfrow unsers seli- gen, lieben landmans gienge nach löblichem bruch und gwonhait unserer frommen eitern zu dem grabe ires lieben gemahels, mit trüwem ernst und andacht: ward si zu stunde getrost und ihro 5 kort. — 6 er fehlt. 1 arbeiten, ringen. — is laden, Brett. Brüder Claus. 165 Jcund gethon durch einen boten und geseit, sich gesohen han Ni- colaum iren von hinnen geschaidenen gmahel, uf der Flu (da dannen sin gschlecht und er den namen ghan) mit großer klar- heit schinend, tragende in siner hand ein baner, darin gestanden 6 ein berenklawen, bezeichnend den, so jetz mit starker verharrung hette • überwunden alle widerWertigkeit des fleischs, der weit und des ttifels. Mirakel und wtmderwerk mag man sehen. So M bncoder Glausen grab beschehen. Als nun diser diener Gottes, unser lieber brfider Claus, tod 10 und begraben, wölchs wandel und wesen so gar angnem, ein so schön ebenbild und Spiegel aller tugend und christgloubigen uf erden, so allenthalb har zfi im gefloßen, ouch nachmalen durch le- sung und hörung diser siner legend und histori , die 50 war als das heilig euangelium und so klar und luter ist, daß die nun 15 keins recapitulierens oder wideräferns, sonder allein flißigs lesens darf: wott unser so gütiger vater in himmelen diß andächtig Volk, so jetz der lieblichsten anredung beroubt, nit pinigen mit täglicher klag; fleug an umb sonderer, trüwer ergetzung willen und hat nit ufgehört bis uf disen tag, gedachte menschen zu trö- 20 sten mit vil und mangerlai wunderzeichen und miraklen durch fiir- bitte des frommen, seligen brüder Clausen zu Gott für alle anlie- gend not, als krankheit, kummer, angst, not^ Jammer und arbeit- seligkeit^ beschwerend die, so dann derhalb kommend zu dem grab des frommen, seligen manns, so allda beschehend; als die dann 25 gar vil und mengerlei, wie, wann und an wem si beschechen zu Sachsien bi brüder Clausen grabe eins theils, doch nit alle, an einer bermetin tafel stand, die ich umb kürze willen hieher zu schriben underlaß ; dann die gütherzigen ha))end des hiemit gnüg- sam bericht, den böswilligen wer es umbsonst und vergeben, wann äo schon ein ganze bibel darvon Seite. Dann es noch in so frischer handlung und mengem frommen eerenmenschen kund, daß und wievil großer zeichen und Wunderwerk durch sin hoch verdienen und gunst von Gott erlangt bschehen, volbracht und gethan in siner fürbitt an denen, so in umb fürbitt angerüft hand imd noch 85 täglich wunderbarlich beschehend an geistlichen, weltlichen, man- 27 stand. 1 und gesagt, dass er gesehen habe etc. Acc. c. inf. — st Pergamenttafel. 166 Salat nen, frowen, alten und jungen. Ist ouch, acht ich, bi allen rechtverstendigen ganz In keinen zwifel gesetzt, dann daß er, unser frommer, seliger, lieber brüder Claus, gar eine starke, handfeste stütz und enthaltung sig aller siner verwandten und des rechten, 5 waren und unzwifelhaften christengloubens, und vor dem ang- sicht Gottes nit minder fUr all christgloubigen menschen und sonders, die des an in begerent ; dann ouch Abraham für die So- domiten, Moses uf dem berg für die sinen, Hellas umb den regen, Ezechias für das volk etc. mit trüwem ernst rufe und täglichen 10 bitte: herr, biß gnädig minen armen sünen, libs- blüts-, und eidsverwandten der ganzen Eidgnoschaft, allen Christen ingemein I verlieh herr inen din gnad ! herr, band dir je gefallen mins le- bens handlungen, so biß inen gnedig umb minent-, ouch all ande- rer ir frommen fordern willen 1 etc. ümb soliches dann der barm- 16 herzige, gütig Gott ufhalt, sich schier erbarmet und ein fromme, löbliche, bemüdigete, verwiste Eidgnoschafte widerumb leitet, wi- set, füret und bringt in vorig, früntlich einigkeit, trüw, lieb und früntschaft, sampt großem lob und eere, in rechten, waren, von brüder Clausen fundierten und gepflanzten, uf uns ererbten Christi so glouben, mit concordierung und ußrütunge aller mißbrüch, schän- den, laster und bosheit ; dabi dann ouch unser pund, friheiten und gerechtigkeiten uns der ewig, gütig, unser himmlischer vater z4 beharren und bliben gunne und verliehe in ewigkeit, sampt all unsern nachkommen ! Amen. 85 Von einem bruoder Clausen sun Hab ich ein klein zuo schriben nun. Es dunkt mich, nit fürzügan sin mit schwigen umb willen handfestigung einer rechtmäßigen, frommen priesterschaft, und wi- der die, so da meinend, ein jeder Christ sei ein priester : daß brii- 30 der Claus gar in hohen wirden und eeren hat gehalten fromme priester, gelobt und gewirdigt priesterlichen stat bi all sinem leben. Dann er ouch hat under sinen sünen einen, genannt Ni- claus, den er, als er jetz in der einöde was, schuf, verordnet, schickt mit sim willen, rat und gunst gen Paris, zu machen ein 35 recht gelerten, wirdigen (durch kunst) priester zu lob und gefal- len Gott dem allmächtigen, dahiü da raicht alles sin thon und lan ; der sun nun, gehorsam und geföigig, magister artium und Brüdbr Claus. 167 ein wolberümpter, geschickter, eerlicher priester etliche jar nach sins yaters tod und zu Sachsien lütpriester ward, da er ouch sin erst ampt celebriert ; der meister Nicolaus sich nun ouch nach kur- zer zit gar in ernstlichen wandel schickt mit großem gunst und 5 wolgefallen gmainer landlüt zd dapferer fOrsorg siner pfarr und seelensorg. Doch (villicht uß erwerbung von Gott, sins vaters,) ward er noch in zünemendem alter und Sterke mit einer krank- hait schwarlich beladen Als das sinen frommen underthonen kund ward, deßhalb ein gmain truren und beschwerd under inen ver- 10 merkt, mit vilerlei anschleg, heil und gesundheit wider zu erlan- gen irem geistlichen hirten und zuletzt beschießen zu thfin, als ouch angends geschach, von gmeinen kilchgnoßen ein ernst- lich fart glich einem crützgang, hiuuf zu S. Niclausen zun Ben- ken, zu bitten und erwerben umb Gott den allmächtigen, so im 15 das gefeilig und sinem willen gmäß, daß er inen gemelten iren hirten und geistlichen vater nit nemen, sonders gsund restituiren wollte. Aber der herr in heimliche siner urteilen handlet nach (^ sinem gfallen, und ehe dann si wider heim, kamend inen die un- angnemen mär entgegen, daß sin herr und hirt M. Niclaus von 20 der Flu di tag sines lebens geendet und uß disem eilend ver- schiden war ; nicht mit minder klagen und rüwen, dann ouch eer- licher bestatunge, begrebt und allen seelrechten ward an im ghand- let. Gott lieh uns allen, in sinem willen zil leben, in sinen gna- den zu sterben, damit wir mit im ewigklich lebend I Amen. 25 Erzelung^ ku/rz Substanz und gru/nd. Was USS bruoder Clausen leben kund Als war gerechter gloubens pund. Also hat man nun kurz die wäre histori des frommen, seli- gen Gottesfründs brüder Clausen, als sin leben, 1er, wesen, glou- 30 ben und sterben, darin klärlich als allerschönesteu, lutersten Spie- gel menigklich, mann, wib^ geistlich, weltliöh, alt und jung sin exemplar fladen kann und mag in allen artikeln, punkten und stucken ; nämlich wie er ein allerbests kinde da glich angfangen und durch alle alter ußgefirt groß tugend und dero keine ußge- « Ion ; als sin embsig fasten, sin streng gebet on underlaß mit dem zeichen des patemosters an sinen henden, sin achtlich contempla- 2 lüpriester. — 4 ersllichen. — 19 herd statt herr. — 25 erzölang. I L n 168 Salat tion, die unerhört abstinenz, so er beharret zwainzigthalb (damal etlich von im schribend xx, etiich xig ganze jar). Item sin große demüt, zucht, tugend, g&te, Versuchung und pinigung der bösen geist, sin gütig 1er, das trüw ufsehen zu sinem gesind, « haiiige liebe an sin gmahel ; item die bildnuß unsers berren Jesu Christe, siner ußerwölten gepererin, der reinen junkfrowen Marie, der aller ußerwölten geliebten, sin capell^ zell und wonung damit geert als weg und Spiegel sins lebens^ fürbitt der heiligen für uns und aller unser anliegen; hat er angewiset, für die armen 10 abgestorbenen zu bitten und nachthön ; hat er die bilger und von im rats begerende mit truwen underwiset und giert. Die münt- lich bicht dem priester hat der gut, fromm mann alle monat ein- mal gethan und dann das hochwirdig sacrament empfangen, meß gehört, so dick er kunnt und mocht ; von dero kraft sterke und 16 ufenthalt sins lebens ghan und in so großer gefert schlechtlicb, frommklich und hertigklich gelebt etc. ; wie dann durch die hi- stori ußgehört und darin vermerkt und funden, daß er alles das gethan, gehalten und gloubt, so wir christgleübigen noch halt^d, thünd und gloubend. So es dann ouch nit me dann xlvüj jar 80 gsin im merzen diß xxxvj. Jars sit sinem tod und hinefart ; ouch noch vil sind, man und wib, die sin gütig, müntlich 1er und un- derwisung selb empfangen und gehört band, deshalb nit mag fun- den, dargeben, oder von jemand eingezogen werden sit br&der Clausen tod und abgang, den glouben, darin er gelebt und gestor- 25 ben, sich vernüwert und verendert han, sonder eben derselbig hü- ben und ob Gott will, immer bliben soll und wirt. Dann mängk- lich weißt, daß Gott dem allmechtigen nichts anders gfellt, dann recht thün, dem aber ouch brüder Clausen glouben, thün und werk gfallen band, bezUgt mit dem wunder und mirakeln an ihme 30 volbracht ; hat es nun Gott gefallen, so ist's ouch on zwifel recht und das allerbest gsin. Hat man also das sin leben und wesen, sineu glouben bewerend und erhalten; dann hat der allmächtig Gott, der einig Gott der seelen und nit des fleischs ist , brüder (fv) Clausen so hoch geacht, daß er sinen lib xx jar in leben und S5 wesen enthalten, als oben gehört, on liplich narung, und bette in im gelouben (als gseit werden mochte) irren, und die seel nit hö- her geachtet (der doch umb erhaltung der seelen uf erden kom- men), dann daß die als ungleübig, (dlewil ußert dem waren glou- Brudbr Claus. 169 ben niemant selig werden mag) verloren worden wer, nit doch so grobs Verstands, so vermeßner bescheid, so tüfelischer meinung sin, der solichs reden oder zu gelouben angeben dörft; ob Gott will niemant, dann solches der gerechtigkait unsers so gültigen 5 Grotts, nit minder dann ouch siner großen barmherzigkeit nach- teilig und abprüchig wer und geschmächt siner göttlichen gna- den. Also hat brüder Claus den rechten, waren Christi glouben ghan, ja so band in noch ouch alle die, so im in glichera hand- ien, gioubens und was er giert hat, nachvolgend. Daß dann ouch 10 durch sin rechten glouben sine werk erhalten werdend und be- schirmpt sin lere und handlung Gott gefeilig und als gerecht anzeige, so wißend wir uß aller gschrift, daß der gloub allen dingen vorgan muß nach dem und wir touft sind und ist uns von nöten zur seligkait, als Christus sprach : Wer nit gloubt, der 15 Wirt verdampt und ist jetz verurthailet (er meint , wer im sins euangelions nit gloubte; sonst glouben ouch alle nationen) ; on den glouben ist unmüglich Gott gefallen, und ist der gelouben denn das, durch wölchs der mensch bi Gott gerecht geacht wirt. Wer zä Gott will, mfiß glouben ; item mit gnaden sind ir heil gmacht 20 durch den glouben, ein ander fundament mag niemant setzen an den glouben ; din geloub hat dich selig gemacht ; herr, dine ou- gen hand ein ufsehen in den glouben ; ich wird dich mir vermäh- len im glouben ; was nit gschicht uß dem glouben, buwet zu ewi- gem thal der verdammnuß etc., als alle gschrift des vol. Dar- 25 umb so nun one den rechten, waren christenglouben niemant selig werden mag und alles thün umbsonst ist, so hat ja unser brüder Claus den rechten, waren glouben ghan und uß kraft des- selbigen ein selig leben gelebt, wunderbarlich, wölchs er fester dem glouben nit het mtigen th&n, so dann ouch der gloub gute werk 30 bi im will han und on die nit sin mag ; deshalb der gloub ouch sine werk und leben einandern verzeigend, alle und jedes das ander, als gerecht, fromm, selig, Gott gefellig und eben das, so Gott von uns erfordert, gsin noch sin und ewigklich bliben. Umb das so land uns nachvolgen brüder Clausen und davon niemant wendig 35 machen, noch keinerlei zwifel, Verdruß oder hinläßigkeit eintringen noch füren ; dann wir müßtend in ansehen unsers so frommen, seligen, gerechten, lieben eid- und bundsverwandten brüder Clau- i mit statt nit. ~ 8 se hand. — 17 geloubenden. — 92 raer statt mi r. 170 Salat sen vor der weit uns schämen und von Gott gestraft werden mit höherem verwisen dann andere commun ; und also ouch in fromm- keit und guten sinen glichen werken, wie wir von im erlernet und mit umbkerung von Sünden zur büß das end zu erlangen 5 unsers eilends, und prognosticierte gotselig , rüwig zit und jar zö uns zil kommen, ftirdem und reitzenl Denn so wir zu öottumb- keren, kan und wil er uns fristen in allem eilend, angst, not und tr&bsal und uns dero entheben^ als Noah durch die arch, als Abraham in der fÜrung von dem erdrich Senaar, Loth von Sodo- 10 ma, die Israeliten uß dem gwalt Pharaonis etc. • Dann nit allein mügend die frommen, gerechten menschen und fründ Gottes Gott erbitten umb anliegende sachen, sonder halt er die sinen so hoch, daß si ihm ouch zu gebieten band, und er nit mag (nach siner erbärmbd zii reden) wider si thün, oder in ab- 15 schlahen und versagen; daß also dann ein ganze statt, land und comun einer klainen zal der frommen genießen mag mit abwen- dung umb irentwillen alls Übels und durch solche erlangt frid, rüw, gnad und einigkeitdes rechten, waren chrlstengloubens und der armen, vermüdeten, verwisten, löblichen Eidgnoschaft darumb 20 mit einander wider und witer christenlich und brüderlich zu le- ben, hie in ziten, uf daß uns nach diser eilenden bilgerschaft und jamertal als dem frommen, seligen, lieben, unserm landsman brfi- der Ciausen werde geben ewige freüd und Seligkeit. Amen. J. S. G. S. Z. L. Die Legende Salats vom Bruder Klaus umfasst 24 Bü. in Quarto (wovon das letzte leer) mit der Signatv/r A ij — F iij ohne Druckort (wahrscheinh Freiburg L B,), 1537. Der HolzschniU, eine schlechte Nachbildung desjenigen von Michael Wolgemuihin Hartmann Schedels Chronik von 1493 Bl. CCLVI, a (erneuert iff^ Anz. für schw. Gesch. N. F. /, 140) stellt Bruder Claus, den Stob in der einen und den Krug in der andern Hand haltend, anei- 5 guotrellig. — 40 un statt uss. — 14 im statt i n. — 19 vorwisseo statt verwisten. Bruder Claus. 171 fier QtieUe sitnend dar. Im Hintergrund die von Felswänden überragte Klause. Schon Haller (BibL der Sehto. Gesch. in,, Sö4) wa/r kein Exemplar dieser Schrift mehr bekannt; das ein- aige, das sich seither g^u/nden^ gehört der Stadtbiblio- thek in St Gallen. (Vrgl. Scherers Verzeichniss der Manth Scripte u. Inamaheln der Vadia/nischen Bibl. p. S20 Nr. 1242.) Die Annahme Hauers, die schon bei Hugo vita Nicolai de rupe {1636) p. 2ö6 erscheint^ als wäre im Jahr 1S36 eine erste Aus- gäbe erschienen, ist abzulehnen. Nach Schiffmann's Untersu- chungen, der die Legende Salats 1868 im XXIIL Bde. des Ge- schichtßfreimds nach dem Original neu abgedruckt hai und auf die wir verweisen, legte Salat seiner Volksschr^t die ISOl auf Ansuchen Obwaldens verfasste, aber erst 1608 durch Eichom herausgegebene vita Nicolai Subsilvani des Berner Chorherm Wölflin (Lupulus) zu Grunde, die er oft wörtlich übersetzte, Uebrigens nennt er Wölflin (p. 163). Das lateinische Original blickt oft nur zu deutlich in Gonstruction und Ausdruck durch die deutsche Bearbeitimg hindurch. Salat eigenthümlich seien die Reime, die Vorrede und Capp. 14, 30, 31, 36, 37, 38. Die Salat* sehe Schrift ist nach Rochholz in die canonischen, Bruder Klausens Seligsprechung bezweckenden Processacten von 1648 auf- genommen worden. Vrgl. auch Acta Sanctorum Bd. IX (Martii tomus ni) sub XXH Martii. Der Stil der Legende ist weder c dunkel noch hart *, une Schiffmann klagt, sondern so klar und fliessend wie derjenige der Chronik. Allerdings ist bei der Interpunktion des Abdrucks im Gesch. Fr. das Verständniss oft nicht leicht gemacht. Noch im gleichen Jahrhundert machte sich das Bedürfniss gel- tend, die Legende neu bearbeitet wieder dmcken zu lassen, tdieweil der gemdten histori exemplaren und bilecher allenthalben verkauft, von menigJdich gelesen und probirt, sich nirgent schier mehr finden lassen.» Diess geschah durch den spätem Abt von Einsiedeln Ulrich Witwyler, einen Schüler Glareans (lö3ö — 1600): t War- haffUge wu/nderbarliche Histori vnd leben des recht frommen, cm- dächiigen, gottseligen, weytberüempten Nie^lausen von der Flue (den man nennt Bruoder Claus) ob dem Wald in Vnderwaiden, in der Eidgnosschafft geboren. Vor dreissig Jaren im Track auss- gangen, jetzt aber emewert vnd gebessert durch F. Huldrichum 172 Salat Witwpier, ^arrer zuo Eirmdlen etc. GetrucM auo Däingen, durch ßebaldum Mayer. MDLXXI. 8^. — Zweite Auag. Constanz 1879, dritte 1S8S bei Joh. Maper in DiUingen, vierte 1597 bei N. Kdt in Constanz, fUmfte ib. 1S98, letzte Dillingen 1771. Witwpiere Buch- lein ist zum Theil eine Modemisirung, zum Theil eine Erweäe- nmg der Salafschen Schrift. An die einzelnen Capitd scMimen ^ch Betra^htwngen. Der Eingang und namentlich der Sehlu88 ^ind neu hinzugekommen. — lieber alles Sachliche vrgl. Rochholz, die Schweizerlegende vom Bruder Klaus von Flüe nach ihren geschichtlichen QueOm nnd politischen Folgen. 1873. ^tt ööljJtt]^ 6m||lm in Warnung wyß, an die xiij ort eyner hochloblichen Eydgnofchafft, fampt all jren fründen vnd zfi gewandten^ nämlich vff zemercken: was ye vn allwegen hab vmbracht, vnd zerftört die fterckiften rych, gwält, vnd comun, ob fölche ding vnder jnen ouch wärend, das sy die vertriben, vßrüten, mit höchstem emft Verlagen, vn ab frembdem schade" Warnung nemen wöl lend zu erhaltung vnd wol fart, gedachter Eyd- gnofchafTt. 1537. J. S. G. Z. L. Was nit fdret erbem schyn Soll nit nutzlich geachtet syn. J Epistel ar\ eii\ Eidgnoscl:\aft. Joannes Salat zu Lucern. |En frommen, ernvesten, fürsichtigen, ersamen und wisen burgermeistern, Schultheißen, landaman, raten, burgern, slandlüten und ganzen gmeinden einer frommen, loblichen Kidgno- schaft, nämlich Zürich, Bern, Lucern, üri. Schwitz, ünderwalden, Zug, Glaris, Basel, Fryburg, Soliturn, Appenzell, sant Gallen, Wallis, Rotwil und wer denen mit eid verbunden: — verliehe der alb mechtig Gott sin göttlich gnad, frid, rüw und einigkeit in warem 10 verstand christlichs gloubens und allem, das ir pünd, eid, eer, land, lüt und regiment betreffent! Es ist von anfang der weit also bar kon, daß allwegen gwüßen künftigen dingen vorgeloufen sind gewüße zeichen und Warnungen, als nämlich der Zerstörung und eilend der statt Hierusalem : stund 15 ein Schwert am himmel ob der statt ein ganz jar lang. Item im tempel nächtlicher zit schin, als der helle tag; wundergeburten, gewapnete beer in lüften; ein armer bur hett ir Warnung grüft siben jar lang. Item vor der Römer und anderer stett und landen plagen, kriegs, todt, türung etc. ; blüt uß der erden, ouch uß brot 80 gfloßen, milch geregnet, die zamen thier wild worden ; sibentägiger hagel on underlaß, kuglen von himmel uf die erden, und wider in die lüft gsprungen, berg ufgspalten, feür und Schwaden daruß geschoßen; dri sonnen am himmel gsehen; ein ochs hatt zu eim buren geredt; erdbidem durch die ganz weit und die etwan vier 26 ganz Wochen wörenten; das meer sich geschwellt, stett und lender ertrenkt; vil zeichen und cometen, feüre spieß, r&ten, stangen und weer am himmel; blütregen, wolkenbrüch und waßerfäll, daß stett, dörfer, land und erdrich gar verwüst; selzam gespenst, gsicht, ouch dracken und würm in waßern gsehen; höwschrecken, käfer so und würm vom himmel gfallen, daß damit die erden verdeckt und 9 allmoechlig, -- i3 vergelouffen. — 22 schaden. L 176 Salat all früoht verderbt wurden; blutig brunnen, blutig sonnen und mangroß schwere stein von himmel, ouch rote crütz den lüten uf die kleider gfallen; nach den erützen hat gfolgt die erschrockenlich (•« grusam plag der bösen blatern; brünnend facklen, sül, ouch ster- 5 nen von himmel fallen t, groß cometen heiters tags; zwenunddri mon einsmals am himmel gsehen; Wundergeburten wider d'natur vil und selzam von fr o wen und vich; sehne in blüt verkert; ufrAr in die kinder; selzame wunder in waßern gfangen; äschen, fleisch, blüt von himmel geregnet, vorchtsam cometen voll köpf 10 und Schwerter, sampt andern selzamen gschichten am himmel. Item ein bsunder selzam monstrum geborn zu Ravenna, bedütent uf die ganz weit pun jetzigs ellent, ouch vor nächster Störung Rom durch den von Burbun die Römer gar vil und heiter warnt vor irem schaden, des ward er gschlagen, gstoßen und gfangen gleit; 15 der in der Zerstörung wider uß kam, ouch dem kriegBvolk wis- sagt, si wurden 's wider spüwen, und ouch büßen müßent. Solchen dingen ist allweg ußwürkung strafen und plagen nachkumen und gfolgt, ouch mertheils^ wann die Warnungen kon, von den gewarnten verspot und veracht worden, niemand sich zum 20 seh Wimen gericht bis das •waßer ob dem köpf zamen gangen; als- dann so was es zii spat. Also gat es ouch noch, dann ob jemand imser verderben anzeigen bi den vilfaltigen Warnungen und zeichen* so an himmel, erden, naturen und creaturen täglich erschinend: wurd er darumb mit höchstem spott und Verachtung für ein touben 25 menschen und narren umbtriben und ghalten ; wurd's joch so gut, daß man in nit schlüge, stieße, oder gfengklieh inleite. So nun aber ich selbs sampt minen liebsten fründen und verwandten in diß läger cartiert, bin ich mim blftt (ob ich glich, so unbhüwen^ für niemand, dann mich in sorgen war) schuldig, zu warnen, so 30 vil an mir ist uf 's minst die minen, und so mir verwandt, das sind alle die, so der Eidgnoschaft pünd und eid begrift, acht zu haben uf vergangen ding und Sachen, desglieh mit höchstem fliß uf gegenwirtigs und zum emstlichsten, was daruf künftig sin und notwendiglich volgen wirt und muß; uß solchen dann mit den 2 11 f fehlt. 6 Solche Wundergeburten in der Einleitung zu Lenz* Schwabenkrieg (ed. Diessbach 1849) p. 4. — ss joch, sogar. — ss ob ich gleich, wenn ich un- yerheirathet wäre etc. BUECHLBIN. ill Nmiyitern fin keren, büß th&n und gnad erwerben, mitLoth den engten glouben und uß Sodoma keren. Wem's aber nit gfall, der (a m blibe. mit den übrigen Lotbs verwandten in Sodoma, verachte Loten warnen, trüw bit und manen und verderbe mit den fulen hufen! 5 Diß kurze wamung stell ich zA gemelten minen gnädigen, günsti- gen, gebietenden, großmechtigen, lieben herren; der Eidgnosohaft hohen wisheit wöU die naohvolgende ding erwegen, betrachten und für unfal husen; darzü uns Gott der allmecbtig fürdre mit siner hilf und gnaden ! Amen. 10 Vorred ii\ dis w^arnung. ^fCh erkenn und weiß fümemlich wol mich leider so klei- ner, schwacher, blöder Vernunft, noch vil minder Stands, aller minst richtumb und gwalts (welche ding dann jetz bi uns in gröstem glouben und ansehen sind, und on dis weltgaben gar nüt 15 angnem noch geacht wirt), ja zu vil ringfiig noch gar eim schwe- cher handel, dann dis min fümemen ist, nämlich so im titel ge- nempt ein wamung an ein lobl. Eidgnoschaft etc., und daß ich mich selbs hie ganz verwürf und stell emmitten in den rächen der ungütigen , gunstverbünnigen dem , so etwas thet, si doch nüt 20 thünd noch kennend, laster stiften, nachredem zelen und vitilitiga- toren, denen kein arbeit, kein thün noch lan jemands under allen gfallt, noch für gut geacht wirt, gänd im hofiTertigen hörnern zu, als kennend si's allein alles, habend alls dings ein verstand, mur- murierend, sind doch ganz nit momi ; dann si stellend sich selbs 85 dar, als küntend s' alle Sachen züchtigen und strafen, band doch im grund der dingen glich so vil Verstands, als ein pyfel uf der luten, (a inj) und so man si fragt umb ir anligen : wo hat der gfelt, was ist's für ein defectf könnend 's nit sagen mit eim einigen wort, sunder komend mit witloufenden, hochen reden, mechtigem gschrei, brachten und 5 gemelter miner. 16 Ich weiß sogar, daß ich viel zu ungeschickt hin, seihst einen unbe- dentendern Handel darzustellen, als etc. — w rerhünnig, mißgünstig. — si vitilitigator, Splittemchter. — n maßen sich an. — 24 momi, Kriti- ker. — se pyfel, Büffel. — 20 brachten, schreien, hochmüthig sein. Baechtold, Hans Salat. 12 178 Salat bocben, j« wana kein wassor ivlb meer lUf » man wurd wd sehen sin fei ist also groß, daß es minder erklärens darf; d^m der tag eins zügestelltea liecbts etc. Hiodier ragks und bi 'm Unverstand f&rend dann die blinden schrier also ein blinden gfecht^ gftnd's emaader als e gwonnen, welobe schmecher sieb alle die, so je etwaa lobwirdigs zu tbün fürgnan und tban, zum höchsten beklagt band; nämlich oucb die heiligen lerer: als dann 8. Hi^ronymus gar nach Aber alle biblischen bftcher sich ab denen entsetzt, sunders ttber die kUnigbftcher, r&ft er zJi sinen gloubensverwandteu, sich mit dem 10 schilt irs gebets z& widersetzen der zVilen art, so wider ihn w&teiid mit toubendem mul die statt umbloufende, sich selbs giert schetzend in dem, so si andern abzUhend. Item er wolle sinen hinderredem antwurten, so in mit hundszenden gnagond etc. It^n Appanus, daß er diß N. anzeige allein umb etlicher z'vilen uad aller un- 15 gschicktesten sehender willen, welch nüt, dann allein das, damit si umbgand, recht sin schätzend. Der hoch verrümpt, kunstridi eeren- man Albrecht Dürrer was euch warten der nachredem, niemand nützigen scorpionenstichen, darin er anzoch in der ersten vorred der vier b4cher von menschlicher proportion, under anderm deß- 80 halb also : Wie wol ich hoff, mir werd niemands, der mit tugenden und verstand begabt^ diß min schriben z& argem ußlegen, dann ich kan wol ermeßen und erkennen, daß nimands thilt, dann die da sind eins kleinen Verstands, das mftß ich Grott befelhen. und ein jeder mag sich diser miner underrichtung, so ihm gliebt gebrudien; S5 wo nit, mag einer darfÜr achten, dise 1er sig nit im, sunder an- dern, so die anzünemen begerend, beschriben etc. So nun diß den allergiertischten, ja ouch heiligen doctorn und wisen bsche- hen und noch bschicht in den schweren hendeln des gloubens an- ti'effent; band solche vor denen toubsichtigen nit mögen sicher sin: 80 so far ich ir halb ganz ring dabar, acht's gar nüt, daß so vü ^^ frösch in dem ftilen waßer; ouch die unsubern, giftigen krotten rätschent und murrent über min ringfüg, doch trüw^ herzlich War- nung vor schaden; welcher schad mich dann und die minen^ so der infallen, glich so wol bereichen und nüt fttrrucken würd, als 1 b Gehen, schlag^en, jßg. prahlen. — 91 ratschen, schwaUBen, goacken. — 84 ebenso wohl erreichen und nicht übergehen wird; Grimn^ D. Wh, IT» 790,6 konnte diese Bedeutung von fürrucken im nhd. nicht belegen. i j BülCHLBlN. 179 war ich bim grösten und wisesten dran. Dann es hat dor herr Jesus Christus glich so wo) angst und not für mioh und mins- glichefi arm und niders stand g^itten^ unsere m&tem so sur uns eramet, als keiser und kttng. 5 Stim ieh hierzfl mit den Worten sanct Hieronimi, daß ich hierin nit sfledbe das lob der menschen, ouoh nit entsetzt ir schel- tungen^ minder beger Öott z& gfallen ^ und ftirsin dem gmeinen stand, nife förchtend die tröwung der weit etc. Dann als ich kurz verrückter tagen die bibel, Josephum, Egesippum, cronicam 10 cronicarum etc., darunder euch wider nach gedacht andere histo- rien und Schriften, so ich etwan vormaln glesen: hab ich mit sun- derm fliß ufgemerkt an kunst und Zerstörung der küngrichen, fÖTßtenthumen, stonden, commun und herschaften diser weit, durch die f&nf alter in das sechst, umhar, wie die etwan uß eim in ein 15 anders üb^tragen, dero yU gar zergengt worden und daß nüt be^ stentlichs uf erden, sunder wir menschen sampt den dingen zer- genklich und fOrnemlich, daß der zerstOrung der gw<igen diß die grOsten Ursachen all wegen seient gsin. Item wann ein herr oder Volk in die vermeßenheit kam, daß si all ir hoffnung und ver- 20 truwen satsstend in ir macht, als werend si alle weit, dadurch mengklicben verachtetmd, euch under in selbs jeder den andern, wann inen ein ander rieh baß gfiel, dann das ir. So kam Esopus hund umb das stuck fleisch sampt dem schatten. Hat ouch nit wenig Schadens je und allweg bracht Verachtung der alten rat, 25 erwölung und volg der jungen, kindischen raten, daran dann je und je ghangt ambitiositet mit unlidenlichem pracht. Item so man den eignen nutz ftlrsatzt dein gmeinen nutz; so heimlicher nid under bürgern und inwonern brüderlich liebe undertruokt, die dann gebarend partyen, verzeichung und rotten: daruß kam dann 80 ungehwsame und tlbersechung hotten, verbot und eid aller obern. Sobald diß frücht bi einr commun rif worden, ist frucht und bugen, grund und boden, stump und stil verdorben und Oberstürzt * i7 dass die. — 92 jren statt inen.' 4 er amen, erwerben. — t fürs in, nützen. — n zergengen, zum Untergang bringen. ~ m diese Fabel auch in Boners Edelstein (ed. Pfeiffer) p. 14. — n- fr acht und bugen, eine Formel der Rechtssprache f flr Grenzbe- stimmungen, bug (plnr. bugen) oder bück bedeutet nach Frisch I, 150 er- 180 Salat worden. Darumb uach gründlichem bedenken der dmgen tmd dero, so allweg mit disen gevolgt und noch volgend, hab ich warlich ernstlich nachgedacht einer loblichen Eidgnoscbaft, mid daß wir (als der groß Alexander sprach) ouch nur wie ander lüt 5 und nit Gott sind ; niemand nie so hoch, stark, gwaitig, noch mech- tig gsin, der nit zft ziten von dem vil mindern schaden ouch et- wan ganze Zerstörung empfangen hab, wir ouch nit darför gfreit; dann daß glich die ding, so andre rieh umbbracht, uns, wo si an brechent, ouch wie die zerstören und Überstürzen wurdent, dann 10 nüt ist so groß , das nit verderben mag etc. Diewil dann zur Züchtigung, Warnung und beßerung niemant gebürBcher ist, dann ein großer flend oder ein rechter fHlnd, als die so allein sagent ane flaueren die warheit: nun (gloub ich warlich) mengklich ein nun me wol wüßent, wie ein Eidgnoßschaft ze vil malen von rech- 15 ten erbflend gwarnt wirt, zö ziten ouch trutzlich haruß gseit, wo und wie mit der zit der wolf die schaf anfallen werd etc. So ich dann als ein gebomer Eidgnoß und wairer fründ durch eid und touf dero, ouch dise min mute, gütige Warnung an die hab gan lan und gstellt: bitt ich mengklichen, diß der selben guten 20 meinung, diewil Wir all einandern z4 warnen schuldig, schaden zu wenden, all unser Sachen als ein einige sach 6ind, von mir uf- und anzenemen, den arzet suchen bi gsundheit, ee die krankheit die kraft überwünde, bi andrer lüten unfal wis werden, wamunj und anstoß nemen; nit daß wir hamach sagen wurdent: hettent 25 wir diß und das than, und, ja ich hätt das nit gmeinti das dann ist ein allerschnödeste verantwurt wiser und gwaltiger lüten, und ' wir mit zu spatem rüwen aller weit spot wurdent, weder gnad noch trost verdientent. Und sond die mitten und gütwilligen sich nit irren lan die bösen zungen, so sieh selb allweg beßer schetzent, 80 dann das, so si anftchtent, dann allweg ein unschuldige gwüßne tiberwündt das übel, so die zung gewürkt hat, und macht der nachreder sich seb zu nüt. Hiemit aber nit die vorred lenger, 4 nun. — t3 anndren. — . habene Erde bei den Gränzscheidungeu (Grimm D. Wb. 11^ 484 artemisia tuI' garis, Beifuß, paßt nicht hieher); fracht, angohautes Land, also: Feld und Feldgränze. Eine ähnliche Formel findet sich in Johannes Mejer's Unoth p* 20 Nro. 50: brut und huck. — so gwüßne rahd. gewizzene, Erkenntnis» — 89 seb, selbst BUKGHLKIN. 181 dann die bsohribung werd, laß ich's nun bliben; wiewol, was man schweres buwen will, muß man des baß fimdieren. Die we- nigen Senfkörner des großen kOnigs Alexandri hatten me kraft und räße in in, dann künigs Darii magsamen aller. Also im guten 5 vertruwen laß ich dise min günstige wamung gan an fromme, lobliche Eidgnoschaft und all dero fründ und ziigewanten, zu hören und sehen, was vor ougen, wie all ding stand, was allenthalb ghandlet ; darnach dann die nachvolgent wamung und anzeig dar- gegen halten, mit höchstem ernst erkennen und besichtigen, ob 10 solche ding ander inen, damit vormals so vil land imd commun zerstört und umbracht worden; daß si solche verjagen, und uß- triben wöUent, volgenden üblen züfürkuramen etc Welchs ich, als zii bestem behalt der jungen, in rimen gesetzt hab, alles kurz, zÄ miden Verdruß. Dann wol me hätte zii jedem anzug mögen 15 schriftlich ezempel inf&ren und stellen, hab doch sölchs under- laßen, ouch der anzognen sohrift nit auctores z&gestellt, uß ur- sach, daß die gierten und gutwilligen solcher ding aller sust vil beßer bricht und wüßen tragent, und diß inen allein ein erma- nung ist, bas darvon ;segedenken und reden; die böswilligen aber io und die getroffen sin möchten, wurdent nit allein loca, ob die an- gezeigt werend nur nit sftchen, und ob der sohrift glich me in- gfürt, sunder verachten looa, acta, und auctores, wölcher bös- willigen ich mich nit beladen, annemen, noch bekUmem will, dann sie band Christum an 's crütz, alle martrer in pin bracht. Gott be- s5 wäre alle, die eins gdten willens sind vor allem übel, crütz und schaden t Amen^ : 1 fandtor. -* >i ChrisCram. 4 rcBße, Schärfe. — m&gsamen, Mohn. Bezieht sich auf eine Stelle der Alexaodomge. In den Kriegen zwischen Alexander und. Darios schickte di^er einen Scheffel Mohn an den Gegner als Symbol für die unzähl- bare Menge seines Heeres; Alexander aß einen großen Theil davon und übersandte dem Darius einen Beutel mit Pfeffer, damit sich dieser eine Vor- stellung von der Schärfe seines Heeres machen könnte. Ausführlich erzählt im Alexanderlied des Pfaffen La mp recht (ed. Weismann) v. 1889 — 1974» In der historia Alexandri magm regia macedonie de:preliis, Argent. 1494 Bl. b. 14 rerdruß^ U^ierdruß. 182 SüUiAT I I • r ■ I axt dte ^ctti orl i^m,rtt^ ttll i^jos {#imden: dbeu j. ' Is Gott der vater v6ri ewigfcelt ^ ;B68oküf d^ü himmel uiüd * eräefa %reit, GesehOpft, elemeat, Itreft tmd nattir, Uf das d^ ifiendcben liaefaf Mzie^ Sgur : 5 Ward doch hiebi ingbimden sMt^ • * Zu sterben älls, das leb<^ Mt, " ' Zerg^klMhS' i^nd an alten ^din^ett; Allein der seel mag ewig glingen. ' " Darumb vom Vater Adam' 10 Das erst alter- bis' uf Noe^kato, ' * Da durch den sündAiß alf itUng Teritoßen, Ußgnomtnen, was iÄ d'arcb wiis bä^hlelien ; Solchs hattent verdient Adams Mnd Von Gott, mit bosheit, schand tmd sünd. 15 Das ander alter diser weit Von Noe bis uf Abraham galt ; Der lebt in gotsfbreht, firommfeeit und schäm, Daß Gott ibit ihm 'In böntnüß'kam Und hielt mit ihm gar lieblich hus. 20 Uf David gieng 's drit alter uß ; Der was ein man nach gottes willen, Under ihm all unrüw sich thet stillen ; 9 geschöpft, mhd. geschepfede, Geschöpf. — » einbiad^ii:, «Wß "^ schenk einhinden, dann einschärfen; satt, ausdrücklich. BUXCBLBIN. 18S Nach ihm fiel 's volk in sQnd und schand, Wurdent gf&rt uß irem ingebnen land 25 In 's eilend kläglich gen Babylon — Dahin das vierd alter was kon. Von dannen das fünft verzogen ist Bis uf die z&kanft Jesu Christ, Der uns- mit sinam liden und sterben « 30 Thel jBwig fröud und heil* erwerben. * * • ^itit 'Ohrtj6t(>' gäiög' dtefif -sefehist *4t«r -an, • Dantinbiwliijdtraii&dittiub.'tllikiid gan. Und wartent entlich uf die sach, Wann Gott mit uns ouch entschaft mach. 35 Nun in den ziten, lieben fründ, Darumb* ich : tVch dise ding verkünd ^ Ward d' weU zertbailt in vil gesohkeht, Rieh, -tgwiiUti oemmun ipd stett, recht, lUobtep, {UrsteB, küng, n^onarchy ; 40 Oott ließ ifjCs .nacb,^ stand in des bi^ Underwist mß Wittens all zit und tag. Wann daim ^yplk dea.«elbea pflag, . So hattQnds'eki.gpedigeii herxw; Wan s' aber durph; stki4 vcm jgn tbatend keren, 45 Zog er bai^i ab^ ließ si ¥er4ar]^en. Mit aU^l^^pli^n, Ji^n und sterben; Des d^pn .1^1 sohriftea g^nz sMkI v<>1, ^ Drumbvi^h^s ]^9 nit..2Uang Iribeo sal c^) Da es^nvui in '6 .seehst a^terkam»: 50 Des herren wort man selbs Yeraiua, . . ' Was sin gpbatxuid meinung wttr, - Sin Joch, Jtotr s&6, sin bui:;d9 nit sohwi^r; Öieng's |Ü3er wie ^i den vorigen zu, Des ich xwn kjünseste^ ^tneltuag^ tbä, 55 Wann man yolbrad^t. sin. willen und gsatz,, Theilt eivmit siiner gnaden schätz; SS in dem wir uns jetzt bewegen. Ueber diege 6 Zeitalter, nach denen dflt Mttirtalter ^wfyhnHdi reobnete, Vgl.O^eke, Patnph. Gei^eftliaeh^p. S69. 184 Salat Und wenn man sich sins willens wart, Sin g&tigkeit in straf er kart. Ein rieb ließ er das ander strafen 60 Mit feür, roub, raoh, Mützen watEm, und den er bat gebracht zur rüt, Dom falt er nit^ was er ntt g&t. Und ließ, glich wie z& vorigen ziten Die Sünder strafen und yemüten; 65 Den frommen tbet er stark bistand. Des mir on zal exempel band, Wie leider nun in Christen landen . So tlbel es bisbar ist gstanden Und gat dem ab von tag z& tag ; 70 Mit Sünden wirt verdient die plag, Vil christenblüt verderbt, verrert. Meng rieh und gwalt an Türken kert Und sunst, gezwungen wid^ und für Die straf Gots gstanden in der tür, 75 Yil weit verderbt in boden und grund. ■• Nun bSrent, wohar des urspruag kundl Sind zäi erzellen , wäl ich mich maßen^ Die gierten und geistlichen predigen laßen; Z& strafen bie nit undersfain 80 Und jederman predigen • lan. Es sind besunder diag und sadien, Davon ich hie min meinung machen. Nämlich bös früeht, mit sünd verouscht. Daran der gwälten Zerstörung ist 85 Gelege^ vorhar und lit ouch noch. ' Sobald ein rieh sich der underzocfa, Bi im ließ ^urzleoi w^aig old vil : Hat's flux erlangt sins endes zil 71 Terrerert. 67 sich wart, röckumgelautetes Prät., sich wehrte gegen s. W.; 68 kart, kehrte. — es dem fehlte er nicht, d. h'. verschonte ihn nicht, veo'' er nicht gut war. — 64 vernüten, zu Schanden gehen. — m davon wir (mir) etc. — « verr6ren^ vefrgießen. — 7t Ich will mich darauf *be«Arfiak^D>" ^* Sünden (sind) au&uffihcen. *- se Sobald sich ein Reich der Sünde biBg«b. BuiBGHIiBIN. 185 Und ward gericht zum überstürz ; 90 Die will ich hie erzdlen kurz. Erstlieb, so man all weit veracht, Yertruwen setzt in eigen maobt. In boffart, pracbt und übermät: «Wir sind füruß, niemant ist als gfit, 95 Mechtiger und sterker, dann all weit ! . Dem band wir gbtirstet, disem gstreltl Wem etwas brist, der zeüg*s uns an, Wir wend im all sin Send ersoblan ; Hat er nur gelt, so gwünt er recbt!» 100 All sacben will man macben scblecbt, (b ü) Veracbt ein jeder dMi andern gar, Da kumpt gar großer unfal bar. Item : «Diß land ist uns zu eng ! Din nacbpur ron dem sinen treng, 105 Stoß wib und kind an bettelstab Durcb bungersnot, vil tusent zum grab!» Arm Witwen, weisen, groß blütvergießen Angst,^ jamers, not, band s* kein verdrießen. Daß nur ir mütwill ftUr sich gang. 110 Solch überm&t lidt Gott nit lang. Ob er schon sefawigt, er schlaft drum nit, Sonder hört der armen gschrei und bit ; Schickt dise vwmeßnen all darvon. Bringt s' umb, als den kOng Pharaon J15 Und alle, die sins glich band ghandlet^ Sind den ruoben weg der verderbung gwandlet, ' Und bat s' Gott bsalt mit glichen reisen. Denn er ist ein vater dw witwen und weisen. Wer unrecht zw^et, sieht selten boum. ISO Der berr hat dis b9s Ulier bi *m zoum Und leit dem David stein in d* schlingen, 6it kurz endschaft gemelten dingen, 96 moechtiger. — 99 nun. — 104 Ireg. — 109 nun. — 114 brings. S9 üb^rst'Brs, Unterg^ang. -*- m figürl« einen büisten und striegeln. — m reise, Kriegszug, hier Ordnung, Weise. — u» zwigen, zweien, pfropfon. 186 Salat Die dann sind, a&r gwedtan gift; Des flndM esempel io aOec geeilt. 1S5 Daa ander, damf gtfA Obelste/I, Ist, ßo man rwaeht dat altmirat,. /- .. Erweit die jimgett fttr siilo,.;: Da» g'stat ]mn iMge sibiDa 910»; ' ' -. Quch kindisch JTät, 4ie sebvtft fii pMti ^ ISO Es hilft Hit, otf /s'> til ja?eH'bet4r - ; Und aber ]i^di«cher>an^eh(f^ sM«.,;- ..r Menger junger eia läan» deü^aliedü Jfio/l' Die Schrift trut^t u^üeioM^jffoe dwi ^d, So kindisch cftt und hetsobtift . bioMt ! r. . : 1S5 Durch dör jungeii rat wMTd »rstQrtigiw? glich Ysrafaels und Tp^'aittS0b->ricti(^ >! ih : .,. « Der SocniBcb U.' . uBd gar (ri{f g^fraft - bt aller Teffdorben dis$ir gstflgits ;!,: t;/ Dann gi^alt i^tiisoieiii wit^btig [ djng.y. < i40'Di^fi^ini'die jugsendhist a4 »iög.jiJ 1- -: { Kan steh Bit setiSen «ridep .^^üßky/ : '\ Wania si .so lieUieh anlaoblridii^^lflßk^i; Ja schow, .ivie. jetwawi' te livgi^ip^gm^ All vsx^ eafkeift^diQ«Qdr.«i)diHlngfeati< '! 145 Din gadhidfligkeiit, liehlum and^^^Bohlaotat, DucWst :ein>hefri all^wftjt dia: haecbts-if Man hat iGfe mui' groß' zwM uiid'«aerLr / Stat.gegeir.tlir iif, maiab ^^pinobt ] gnad iherr I Des ich uß gf allen dk[k ecstuinb; A M'. 150 und. k»rt i^kib hME^ TiMi MsierrUinhi -'^ Eisetra: floi istd^r has^/itti gatn-Vn '^ Wan*» schon • vor-^warendf Wjolf^rtteifi • • ^^ SomaAt s' -der giwiUfc aontoub/'und ttiöd, Daß si i»t me,/ vrtd s' viw -^Äa, ^nd ;- ^ * 155 Veraöhtwit rga^HePi fründ 'uöd mag, '/ Allein ÄrJeAfiaf» hstad ail frag : ^ ' • ' : les m^lg', dite TerwaiHltc* -^ uir sier fragen nuf oodüdarna^r weiter^ kommen« *. . : j't BuECHLBiN. 187 und höber sUgBo von grad zfi grad, Obscho&em^land dramb imdergat; Wer s* mt hoch halt; dem sößhent i räch, 160 Was me dni& Tolgt, Htm onch faamacb; Kit allein die-jugent ist dcrgetalt, Sunder Meh dupoh riehtumb, iser^ gwalt YerfSM der wifiest Salomon, - David und andei^ffiödst vii darroü« ' 165 Darumfe je bar bi altm weiten WisB alter rtft nitaA vergelten IFfid b^^ g^aeht, flänß erwielty Den jfo&gfen der jugentmaß sfl gsteit, Ghralt nlt ttf gMb den jungw Jaren, 170 Dwil dick di^ alteta zu eohwach deift' vraren. AtheYäsch« RGtuiech, Spartanisch recht Nit allein >der jungen regteitung vei^ßhnlecht, Sünder 4'jt&igliiig bi inen bev<^et traren Bis si kameijt z& älnf und zurenzigen jaren. 175 Als zwen S<^oflefii' wurdont enschki^eD, ' Die Hömep' groß not und'Sdhoiaoh des tragen, B*g^ Scipio Africimis viotti rat Die hefirti^fimäsdiaftj er weit die that lir^r sd^<)h und Isine vetfeer rttohen ; 180 Dei^ i^enirt thet im sin^metaung brechen, Von weg^tt tinerv jügead ttgraiigeud s'iWtig Bii^ :^st groß' notnrlt si darzÄ xwadg;' Als AmiUiir i Yon Gfürämga starb, Sin sun ^am rbt bb, 185 Die ward dem jflngling ^ abgscblagen. Dem ' BaiiBibal/ thet^^man^ ouoh< versag^Ä, Peoäsdhi hOQplmandbhaft er mt erwarb - Bia mah cftier »ach sim- vater slart). ^ Masimteaa' dear^ kbng empülfa>-sibe kind ^ 190 Dem Gornetto, da i^ be^ogtet stnd, i67 «rwölt und «stdlt. - 474 si fehlt — 185 jünglin. ^ ' ilt>werrm nicht hoch hält. -^: it% Nieht große Gen^Tt der Jugend in die ^Mid gelegt. 188 Salat Bis si maolicfae alter wlaDgen thaten. Hör man, wie*s Salomoos mm ist graten, Roboam, als der verachten thet, Was im sin alter rat seigt bett 196 Und Voigt deüjongefi sins geliob: Verlor zefaen teil von sinem rfd), Die inen erwaiten Jeroboam, Davon ein ewige teilung kam. Das uß jungem rat sin Ursprung nam. 200 Demnach volgt Ochotsias bald, Ganz jung kam er an küngiicben gwalt, Eestiget das volk, volbracht vil sehmaoh; Ihm volgt der jünglmg Aohas nachj Demnach Mantsses, uf in Amen ; ^^ 205 Die all sind jung zur regiepung keb; ' Ouch zwen Joachim, Sedechias desglioh, Durch 81 zerstöret ward das rieb ; Ir etlich erstochen, etlich erblendt, Ir Volk gefangen, umbraoht und gscdiendt; 210 Das alls kam von jungen rogiment. Dann si allein uf hoffieirt und pracht Yertruwtent und in ir eigen macht, Durch hitz der jugent all ding verführt. Er mAß mit sündrer gnad sin zierte 219 Der, jung zu regieren wirt erweit, Blibt, als er was, sich nit entstellt. Was darf darvon vil zeUet werden t Nie ist's erschoßen wol uf erden In kriegen, fHden und andern enden, 220 Das regiment uf d'jugent zft wenden. Ein rat ist 's herz des gmeinen nutz, Drumb von nöten, daß man in erbotzl Wann es da feit, so lit*s gar unden. Der Senat — beisfs — ist uf d'alten bnnden, »3 Jüoglin. — 214 zaert. — IM Bog. I^ iS..-^ BM kestigen,. zilciitigen, cflBtlgare. -^.k*^ ^ ersprießlich gewesen. — an erbutzen, yerweisen. BURGHLBIN. 189* 226 Die ROmer nantend s' die alten old väter, Und ward nit gstellt znr jngent das weiter ; öroß auctoritet und glouben für war Dem rat, so b*2i6rt mit grawem bar. Oott bat's den alten fürsten betten, SSO Alt ratsberren si erwelen sott^. Als des sind alle gscbriften voL Eim jeden, was im gezimpt, stat wol. üf dises Yolget nun das drit Und bringt's junger rat am meisten mit, 285 Entspringt u£ im, kan kum sin dran, Allwegen tbänd s* mit einander gan. Sobald der jung rat den weg erseet, Ist scbnell da ambitiositet. Das ist eergit, ein laster grim, 240 Züoht alle laster gar ssÄ im ; Scblat ganz nüt uß kein sacb zu. sdiwer. Nur daß erfüllt werd ir beger Und bangent ir gröste laster an. So dann ouch werden t nacher gan, 245 Hörst, wann man also die jungen narren Glicb gscbirret an, setzt s' vor in karren Und git inen so ein scböne namen, So wenents', si könnenVs sobon aissamen; Fahnd an, boch oben inbar traben 250 Ueber arm lüt uß: «wo sind mine knaben. So mir sind gliob an gwalt und praobt ?> Fabnd aiU nacbdenken tag \mi naob. Wie si baß kument in diß spiL Ist etwer vorhanden, der für si wil 255 Und börent sin gäten lümden und gschrei, 242 nuD. — 250 Iber, »6 das Wetter war nicht yon der Jugcmd abhangig gemacht. — wr für sin, Torhehalten sein. — S85 dran sin (darohne sein), enthehren. — 954 Ist irgend Jemand da, der es ihnen znvorthnn will und b6ren sie ron ihm guten Leumund und Nachrede. — Der Druck gibt et war, ebenso in Y. 265, doch wohl um: ein fehler fOr etwftr, ^wer. Dasypedius gibt zwar aueh etwar,^ aliguis; Dietionar. lat.-germ. 322 b. 190 Salat Das will iü brechen ir b^rt entzwei ; o t) Ersäcbend liet, fttnd, ansobleg, fol sadien, Wie ßi iü der weit mumgaem machen Mit lügen, verrätsohen und wie man^ trifft; 260 Möcbt*s gsin ingheim, si g«bent im gift, Oder thätend in mit der band ab der weit, Wenn si nit fürchtend widergelt In summa, da ist keins dings in z'vil, Niemant ist in z'lieb in disem spiL 865 Ist dann ouch etwer vor in dran:: «Nun weiß ich, daß ich wol so vi! kan Als der!» und: «muß er uns all- regieren? Er kan doch nieman nützen noch zieren; Wer ist er, was sol er, wo kumpt er hart 270 Man nimpt der gscblechten' nit me war ! Mine vordem band wol eerlicbsF glet)t, Wol billicber man mich erhebt!» Und wann er nit mit warbeit fiddt, Groß lüg und fablen er z'handien nimpt, 275 Damit er den madi bi der wdt verdacht, piß gschlecbt ist bar von Juda bracht) Fraticierent, rüment mit rennen und loufen, Was sunst nit könd, das went s' erkoufen, Stechent und mietent berren und knecht, 280 Das doch verbietend alle recht Erkoufte eer und bettelbrief Und gschriben frommkeit acht ich nit tief! Aber dise eergitigen acbtent's nit ; Nur z6 regieren land und lüt, 285 Ob's schon solt kosten seel, eer und bldt. Ein ganz land bringen zu armüt: Da lit in nit ein tropfen an, Wann nur ir bgird mag fürgang ban. — Item macht jemant ein gedieht, t78 koenn. - 98$ dis. — 384 und 388 n an. M0 verrltftchen, verklagen, verläamden. — mv widepi^ett, VölJ«^ tung. — 276 verdacht part. , verdächtig. — 979 stechen, bestochen.— BCSGHLKIN. 191 290 üa er si nit zum erst infiicht^ Bi fttroß r&mt, git in groß lob; So weot s' uQsinDig werden drob , Lonfcnt, w&ten, toben und schryen, Als ob fi* halb toub oder narren syen. S95 Es ist nit dran, mir gschiobt da z'kurz, leb mdn, kdi litte ouoh ein stürz ! Ist jemant im lA loben wert, So bat man biliicb mich erklärt^ Dann leb bin albir eg vonien dran ; 300 Dromb ich so vil stich und wunden han. Wann dann man stend besetzen will, « So band si aber nit fürtag's vil, Si sehickent und postent mit gaben thAch : «Nun heimlicher junger, gang iiin, versuch, 305 Bringst da& zä. wegen, du m&st wol sehen I Ja wol, ich will nit darvon jehen, Wie du min an dem end uiüst gnießen ! Eum ich dar, da will ich um mich sdiießen Und wer mir je kein leid hat than, 810 Wiäl im's wol trüwlioh werden lanl» Stand also bustlen am ergitbret Wie ein kind, das gern ein triuklin het. In summa, so ist ir art und sit: Si günnent nieman keiur eeren nit; 816 Wirt etwan globt ein gdter gsell Er sig arm, rieh, fromm, wie ev well, Ean er des rAm nit z'stucken schlan, Heukt er im uf 's minst ein «aber» an, «Wo das nit, war er wol ein solich man!» 820 In nid xjßai haß brünend s' so fast, Ir herz hat weder rüw noch rast; 311 hüstlen. — 318 henckt er jms vff nymst. SOS so haben sie abermals nicht viel Feiertage, Ruhe. — soi heimlich, verscbwiegen , vertraut. — aoe j e hen, sagen. — soz welchen Nutzen du schließ- licji Ton mir Mbßn sollst. — «o bustlen (bosseln), schnitzeln, kleinliche Ar- l>eit thun. 192 Salat Ir krankheit ist zu heilen nit. Wann in schon gelingt^ so volgt erst mit, Daß man zu pcatick begiriger wirt. 3S5 (Kein meßer ist, das scher|^r sohirt). Si thünd glich als ein freßiger hund, Der's alls frißt, was in s' mul im kund, Und grüwet stets, wo me har kum. ' Was disen wirt, nit dankent s* drum, 380 Lügent nur stets, daß si höher an stad Eument und uf den obersten grad ; Sehent drumb nit an Gott noch dVelt, Eer, laster, schand, nit gfar und gelt, Old wie s' ir sach zA gang mögend bringen, 386 Schlanf s in d'schanz, dmm in mag glingen. Ir regierung wirt ghaßt von allen gierten, Allein geliebt bi bösen verkerten. Die scbrift gibt's uns also z Verstau, Daß eergit thA diß eigenschaft han: 840 Ein schädliche pestiJenz ußgleit, Zerstörerin alier heOigkeit, ScbafiTt diebstal, mort, zuckung und roub, Krieg, todschleg, simony (mir gloub!) Gibt und mAt, Ungerechtigkeit 845 Fürdert, betrug und all boßheit. Zerstört einigkeit, frid und eid, Falsch kundschaft bricht dem recht sin bscheid; Grützget ir diener mit großer pin, Dann si allein wend gsehen sin 350 Und muß ü* rüm Tor allen gan, Gricht und recht thünd s' zrucken schlan, Ein brunn und Ursprünge aller stlnd. 330 nun. — 333 durmb , nach. — 894 pratick - practik, Bänke, Kniffe. — su scheren, schneiden. - 8t8 grüwen, zu geriuwen, bekümmert sein? so daß es hieße: den HnsQ reut gleichsam zum Voraus jeder Bißen, den er noch nicht hat; mhd. germ- w e n heißt auch klagen , also vom Thier etwa knurren. Vielleicht ist i^ besser zu lesen: guenet, ist lüstern, lauert (Stalder I, 490) oder grnnnot (Schmeller U, 112) murrt, knurrt. — sm zuckung, Baub. BUHGHLBIN. 19S Des Paulus gibt klar verkünd, AugustiD, Ambrosius, alle schritt 355 Fitzt s* uß, für '8 allerverderblicbst gitt ; Ein subtil übel, heimlicher tod Stifterin betrugs und aller not; Olichsnende red, das gift im herzen Sin grund ist nüt dann truren und schmerzen 360 Und u&atz schwer durch stetigs ringen. Wan s' dann ir bgird nit zVegen bringen Mit eeren, so süchent s' ander fOnd ; Wie einer den tempel Diane entztint, Der so kostlich was, v^brennt wolt han, 365 Daß sin nam onch durch all weit wurd gan. Diß laster yerf&rt gar mengen man; Kriegen hat ouch uß diser lesterung Entpfangen sin allererste urspiimg; Diß schützlich thier ist gwon und bsit: 370 In regierung lidt es kein gsellen nit, Drumb Romulus schlug sin brüder z'tod, Eeiser Julius bracht ganz Rom in not. Dem eergitigisten Absolon Mocht sin Tater David kum ftirkon^ 375 Daß er in nit ertodt und zertrent : Thet alls begird zum regiment. Athalia tödt all künglichen stamen. Daß si mocht bhalten regierenden namen ; I Hieroboam betet drumb abgött an^ ! 380 Abimelech ließ drumb z*todt erschlan Sibenzig sine brfider, die eelich gboren, Hatt* im das rieh allein erkoren. Durch eergit Aman an galgen kam, Achitophel am strick sin end ouch nam ; 385 Joab volbracht zwei mörderstuck AUein uß dises lasters truck; 365 woelit. 36ft usfitzen, mit der Ruthe schlagen. — seoufsatz, Last. — s«o bsit, gesittet, geartet, beschaffen. — »77 Reg. II, 11. Baechtold, Hans Salat. 13 L 194 Salat Vil Kömer als ouch Leatuius , Stabilio und öabinius. Getheium, Gaprionem desglicb 890 Gar mengen gwaitigen^ mächtig und Hat eergit bracht an galgen und stric Ouch sunst in schantiich verderben dia Wie dann Jugurta ouch beschehen. Vil ufriiren bat man deßhalb gsehen 895 In der wdste bi *n kindem Jacob, Wann si anhangtend ergits tob:- In summa band all gnon schändlich em WöU je hiemit geworben hend. Der tüfel erkand's ouch so verrächt, 400 Daß er den herren hiemit versüdit, Ob er in dadurch möcht bringen z'fal; Die Schrift ist des vol überal, Daß schädlicher ding nie zä ist gstand In verderbung allen stenden und landet^-- 405 Darumb, wo eergit wonung bat. Da lid man s' nit, jag die von stat, Sust wirt man genzlich schaoh und mat^ ^ Wann man nun also mit jungem rat Versehen, des ding uf eergit stat, 410 So Voigt daruf gar ein schwerer butz, Von recht genempt der eigennutz, Der eergit allweg hanget an Und mag ir keins an*6 ander stan, Sind ganz stark in einandem gmischt. 415 Eigennutz gar ein schädlich monstrum ist, Nämlich wo dasselbig trucket fllr, und gmeiner nutz gstellt hinder d* tür , Ist aber ein fürdrung zä verderben, Mit dem ist erst kein eer zu erwerben. 390 pracht. »98 welche je damit umgegangen sind. — «o butz, Popanz. Das Sprli^li wort sagt: ceigennutz ein böser butz.» Vgl. Grimm D. Wb. H, ftg^ 418 Ihrer keins mag ohne das andre bestehen. — «it aber, wiedenun. ^^ BUEGHLBIN. 195 ■ 480 Ein rat sol sin s'gmeinen nutzes herz, Als dann ghört ist vorharwerts; Wann dann das herz ist krank und schwach, Wie kent's wol stan umb der glider sach? Dann ein hus, uf schwache sül gestellt, 425 Wann man die sQl darunder feilt, Mag je das hus sich nit enthalten: Also der gmein nutz wirt zerspalten, Wenn sin herz ist getheilt in vil. Ein jeder theil im selbs wol will 430 Und hand des armen maus halb verrächt. Die allen band's gar hoch versucht, All ding verwagt und gschlagen in d' schanz. Daß nur der gmein nutz hübe ganz, Ir gröste sorg war daruf gsetzt, 435 On den all sachen gar verschetzt; Erschrocken grimm ding trachtend s' drum an, Willig in tod thatent s' ouch gan, Klagtent nit ir sünen old ftünden sterben Wenn sich der gmein nutz dadurch thet werben; 440 Für den zft sterben si b'geret hand, On den zö leben ward geacht ein schand. Und wer nit lebt eim andern zu heil. Den achtent si ein fulen theil. Wie das Vallensis gar klarlich bschribt, 445 Ouch Cicero ganz lustlich tribt Dnd vil auctores überall: Wann der gmein nutz sig kon zd fall, Hab bald daruf ein endschaffc gnon All polici, die rieh zergan; ^450 Wann jeder nur sin sach erhflb. So werd ein commun ein roubergrüb. Dann also ist eigner nutz besit: Keins andern Schadens acht er nit, 433 nun. — 436 a n fehlt. — US endgscbaflt. 495 So sich von eignem nutz darstellen; und dient zu verderbung und unraat. Wann ftlrkund eigennutzes saat. Nun hörend zfi, was demnach kundl Wann vorgemelte ding han grund ^00 Und kumend z' gang, als ob anzogen, Denen kompt dann uf dem f&ß nachflogen Heimlicher nid gar grüner perden, Zerstörlicher nid kum funden mag werden; Dann wann nun d' Jugend gat in gwalt, 605 Darin ir selbs fliruß wol gfallt Und rit sich wie ein roß in zoum: Dann bliiet zur stund der eergitboum Und bringt sin frücht den eignen nutz, Dann folgt der heimlich nid mit trutz, 510 Da grusamers thier der verderbung an Ja kumerlich man finden kan. Wie der ein böse sünd mag sin. Laß ich ston, dann ich kein prediger bin. Und wie der alte schlang, unser vind, 515 Sin gift ußgUßt z& einer jeden sünd, Erschüt hierzu sin glider am grösten (c ij.) Ja pestilenzisch gift zum hosten; Und wird dabi hie har gedingt, Was heimlich niden offenlichs Schadens bringt, 514 alle. — 513 zur eynr yede. — 517 pestilenUich. 488 rasgen, sich hin und her bewegen, ebenso träjen. — 496 nnrät^ ^*i»gel, Rathlosigkeit, Unheil. — soa grüen oft bildlich gebraucht (gr&niu ^8te) Lexer I, 1098. — sn kumerlich, kaum. — su der schlang, die -Schlange. — sie erschütten, schütteln. — sis dingen, verhandeln. L 198 Salat 5S0 Und 80 ein schandliche krankheit ist Mit aller tirany vermischt. Das liecbt macht finster sinen gedank, Ander lüt gsundheit madiit dise krank, Sins nächsten wolfart bringt im leid, 585 Im torrt sin herz bi gr&ner weid, Sins nächsten frisch leben ist sin tod, Ander lüt hinfart bringt im not. Er frißt sich selbs on anderlaß, Sin wirken hat nit zil noch maß 580 Und wann all andre laster ^nd ab. So henkt diß nach bis uf das grab ; Dann wie sin nächster an wolfart tr&t, So me dis haß und niden blftt Sin herz ist kalt, sin zung voll gift 585 AUweg in unr&w, uf unfal stiift. Rostig sin zend, sin gmüt voll galten, TAr, mager, herdfarb, ganz übel gfaiten. Sin spis sind schlangen, wäst und kat Allein wan*s andern übel gat, 540 Dann lacht das schantlich tütelswunder, Aller boßheit vol, füraß und bsunder, Dem dann hangent tück und laster an, Me dann man melden und zeigen kan. Diß thier erkenn bi disen stucken: 545 Ein jeden frommen wil's nndertruckeU) Ein tröwents angsicbt es stets treit, Geli^ on fhrb, krume gsiobt serspreity Im grißgrament zent, sin lä&en bleich. Ob etwan äne wort sind weich, 550 Merk wol! so kument s' mit zitrender stimm, Daß man den schalk mt merk von im; 53i wolfar. — 546 troewenis am gsicbt. 8iT ._ hiafahrt^ Tod, hier seliger Tod. - sa^-sx Wenn aUe ^^^^ abatehea, so hängt ihn dieses eine nach bis an'sCrrah. -^ »m \xü^^i ^f^ lien. — SM zend, ZUhne. — 687 herdfarb. erdfarbig, — 64« Bin d«*«"* Angesicht trägt es stets. — 64t geli, Gelbheit (vom Neid). BUBGHLBIN. 199 So leif s ouoh alle ding übel uß, Ein tQfel war eim Wäger im husi All sin sach stat zu verrätery 555 Und groß verbunst im wonet by. — Als do der nidig und gitig knab Hattend ein gab gewunnen ab Eim forsten, doch mit dem gebot, Daß einer under in heischen sott, 560 Dem andern werden noch einest so vil, Hiemit verhönt er in das spiel; Der gitig mocht sölohs ganz nit ertiden, So was es wider art dem niden. Je z*letst der nidig heischen mäüt; 565 Nur damit er sim schalk sin bgeren büßt, Hiesch er^ daß man ein oug im näm Damit sin gspan um beid ougen kam. So sobantlich ist des nidigen art, (c üj) Sin leben allweg grimm und hart; 570 Und glich wie rost das isen verderbt, Also das nidig gm&t ererbt Selbsverderbung, pin und schmerz, Glicb wi6 ein sdiwummdurehlöcherts herz. Dann ist heimlich nid erst laster und klag, 575 Vor dem man sich nit h&ten mag. Der git vermeintem fründ ein stoß, VißT dem biwont, nert gl&t in der schoß Und ist kein bdser nid noch gift. Dann wann in schin eins ampts der trifft 580 Und gwalt dem nidigen hanget an, So muß land und lüt zA stucken gan. Denn wer dem nit nachhengen will. Der kompt selbs unvermeint in 's spil, 668 Wäger, besser, lieber. — 566 Als einst ein Neidiger und ein Geizi- ger Ton einem Fürsten eine Gabe gewannen, jedoch mit der Bedingung etc. «w daß dem andern noch einmal so viel werde. Acc. Cv int — ms so, eben- so. — 867 gspan, Kamerad. — Diese alte Fabel des Avianus findet sich aoeh in Bcm&ir's Edelstein (ed. Pfeiffer) p. lt>6 : « von einem ntdigen und einem gi- tigen.» 200 Salat Meng unschuldiger in angst und not, 585 Dem armen entzuckt sin narung und brot, Dem riehen ufsatz in sin eer und^gät; Kein ding der weit me schaden th&t Und weger, von warem fründ ein wunden, Dann heimlich niders flatier, werd fünden. 590 Hievon sind gar dick Ittt und land Gebracht in arm&t, angst, not und schand, Dann ab keim liden si bnügen thüt^ Vil ist drumb vergoßen br&derüch blUt, Verdorben künglich stammen und gschlecht, 595 Vertruckt regiment, gut, Md und recht, üf erd keins dings noch wesens gschont, £!ein fromkeit noch wolhandlung blont. Durch dises lasters vermögen und kreft Ward Christus an stammen des crützes gheft, 600 Gain sin br&der im blüt drumb touft, Joseph von sinen br&dern verkouft; Und findst des bericht in aller gschrift, Daß diß all andre laster (ttrtrifit. Und wo es je hat fürgang gnon, 605 Müßt all polici zA stucken gon. Darumb man's nit sol träjen Ion. So dann heimlich nid besitzt ein land, FArt er ein gsellen an der band. Im gfründ und nächster nachbur ist,, 610 Von im geborn mit bösem list. Der bringt nun bar den bodensatz Mit list, tri:^, pracht, böß tück und tratz Und ist die letst unselig tat. Dadurch dann land und lüt zergat; 615 Vertruckt gricht, recht, all frommkeit gar, Das Ist party, des nemend warl Sobald die bi einer burgerschaft ist — Hat gseit unser lieber herr Jesus Christ, 596 gschenDt. — 597 blennt . 686 entzücken, rauben. — bsö ufsatz, Nachstellung. — ^oeförtfe • fen, übertreffen. — eoifurgang nemen, einreißen. — eis party, Partheloß»' BUEGHLELV. 201 Das commun maß fallen und mag nit gstan, 620 Hat sich allweg also finden lau. (c m.) Dann wann obgseite ding erstanden, So wirt party stark gnan zA banden, Entsprungen u£ eergit, nid und nutz ; Darzü setzt man dann mit zorn und trutz, 6»5 Wütent glioh wie unsinnige thier, ünangsehen, was man mit verlier. Man zeichnet sich uß mit färben und gschrei, Fingerzeigen und zeichen mengerlei. Mit kib und bosheit dergestalt, 6S0 Daß land und lüt drumb z'boden fallt ; ündertruckt und zuckt Ordnung, gricht, recht. Der sterkst wirt herr, grechtigkeit knecht ; Wann dann grechtigkeit von landen wirt gnan, Thät's glioh wie in mörderhülen stan. 635 Dann als zu Rom ir burgerscbaft Ward mit ufrüriger party behaft, Silla und Mario wider einandem waren, Catilina thet Sentorii faren, Ouch Gioeroni dem wisen man ; 640 J. Gesar facht Pompejum an: So bald kam Rom in angst und not, ünzalioh vil wurdend geschlagen z'tod Und unmeßig bürgerlich blüt vergoßen. Derglich ist's andern ouch erschoßen, 645 Dörfent nit von wit bar reden noch schriben. So wir unser zit in gedechtnuß hüben: Wie JenoWj Meyland, derglich vil stett Kein herr gestürmt noch gwonnen hett, Wo si nit selhs partyesoh wem gsin, 650 Ein party im herm zu setzen in; Welch parten dann allein uß obgsagten dingen Mit gelt zu wegen warend z'bringen, Uß dem dann so vil Übels kund. 6to kiby Streit. — es« Mörderhöhlen. -~- eu fären, nachstellen. — 64o an- fechten. — eu erschoßen, bekommen. 1 202 Salat Ein part, da grechtigkeit wer ir gründe 655 Das wer ein göttlich» biUich ding, M&ßt man nit entsitzen misseling; Aber die, so uß git, nid erkooft harkund. Die stoßt irn anbang mit andern z'gnmd ; Wcrdent stett, land, iüt, gricbt, recht als feil <6o üfgrArt und ja schier gschenkt zum teil. Glich als da Jugurta sim unrechten pracht Bi *n Römern mit gelt ein fUrgang macht, Reit wkier von Rom, kart um gen der statt, Die er zwiträcbtig gmaehet hatt 665 Und r&ft : Rom, Rom, du bist feil I Wer gelt gibt, bringt dich umb eer und heil I Et cetera bi andern communen mee, Sind all kon in angst und wee; Das dann ist klarer, dann der tag. 670 Noch man's mit umbstendeu lütren mag : Also ouoh die Gebelliner und Gwelfen Tbatend in selbs irs glQcks entbriftn, (c y.) und ist fiend schedlioher nie entstanden Italia und den welschen landen, - 675 So in gebracht me ao^t und pin, Als die rottung 8rwelf und ßebellin. So ist in disem lauter das böst. Die deiro dann jede party siöh tröst Und in verkouft band iQt und land, / 680 Darvon das gelt schon ingnoa hmi; Denen ist die herrschaft im herzen vind, Daß si so verrucht und närrisch sind, Verkoufend ir seel, eer,lib und göt, Machend über ir eigoen Üb die rät. 685 Wann dann ^l<^r herr ingnipapt das" land, So nimpt er die gmaobet rät zur hand, 6M da müßte man nicht Unglück (misseling) befürchten. — oes rei t, litL •^ M» des, davon ^ deßfaalb. — ero dazu mag man'a ^och mit fblgendem er- läutecB. ~* •19 thi^n iitk BeLbst un ihr Glück bringeir. ^ 6m binden ihrem eigenen Fleisch und Blut eine Rutbe. . . , •^ BuRGHLBm. 208 stricht schaldigs, lidigs^ durch bank enweg, ünangseheD, was party man pfleg, Der nächst der liebst, niemant z jung noch z*alt ; 690 Er spricht : wir band di£ lüt kouft und b*zalt und Wirt ganz nüt verschont der party, Die den herr harin hat zogen ttj ; Hat man in kurzen jaren gsehen, Daß es in Meyiand warlich bschehen: 695 Ein herr uf anlaß darin kam, Sin part half, daß er d'statt innam. Die andern banniten müßtend entrUnnen; Da nun an den selben nüt me was z'gn/?ttnnen, Lagend s* ir party ouch abzuschinden. 700 Als si an denen nit moohtend flnden, Ir mutwillig bosheit zu erzeigen Mit gut, kinden, wiber, was alls ir eigen, — Nüt was ußgnomen oder fry — - Da zwuDgend s' ouch jetz ir party, 705 SoUtend inen nai^h allen mutwilligen dingen Suren zucker und süßen essidi bringen Und was si bübryen köndend erdenken, Si wOltend s' leeren partyen anhenken. Solchs ist dann der partyen Ion. 710 Größer narren sind uf nie kon, Daün die diß laslors schuldig sind ; Was n^n sunst für la&^er zä banden nimpt, Hafc etwas schins gwünns oder lust. Allein in disem ist's alls umbsust. 715 Si ftiUend glich mit den andern in strick, Ir ft*5ud wert nit ein ongenblick; So bald s' erlangend, was begert, Sind si mit Ir Widerpart am schwer!. Und was diß verderblich laster, party 780 Für ein erbermlich mißhandlung si: Oder « also helf mir min urhan I » 775 Die mt^chtend dann den eid nachlan. So man aber schwert, nimpt Got zum zügen, Den niemand blenden mag noch trügen. Der nüt vergißt in ewigkeit: Bricht man sin schwur, bringt ewigs leid 780 Und wirt's uf erd hie nit gestraft. Der Gk)tt, so kein heimlich wacht verschlaft, Wirt*s warlich keinem nimmer schenken; Was an in gzügt, des wirt er denken ; Wie er bi Davids ziten than hett, 785 Drijärigen hunger er schicken thet. Als David mit ernst des nrsach thet frag, Von Gott ujfeeheben die plag: Fand sich das durch Sauls unbscheidenheit 169 den. — 799 schnuor. T8S was bei seinem Namen bezeugt, geschworen warde, daran wird er denken. — rsi u. fif. II. Samuelis il. — tss unbescheidenheit, Ungebühr- lichkeit. 206 Salat Der an Oaboaniten Josues eid 790 Hat broohen^ und d' straf sich nit wurd enden Bis man den eidsk^uch mit bt&ß thet wenden. M&ßt drum sterben was mansnamen hatt, Von Saul geboren, do ward Gott satt. Hett Saui erst brechen sin eignen eid, 795 Wie war man dann kon e& angst und leid, So er eins andern so sur maßt erarnen? Eidsbruch Sedechie land üch warnen, Den Nabucbodonosor bracht z& nöten; Saloman ließ Semey ouch tödten. 800 Diß laster Gott nimmerme nachlat; Ob 's schon ein zit lang mdssig stat, Wird's doch uf's letst gestraft mit der stund. Herr Saul thet mit sim schwur ein pund, Daß niemand spis noch trank innäm 805 Bis er mit dem fiend zu endschaft kam; Den schwur sin sun unwüßenlich brach, Des kamend s' all in ungemach Und müßt das volk zamentlich fQrstan, Sunst hett Saul Jonathan tödten lan. 810 Ja beiden, Juden, all nationen Zum höchsten thünd ir eidspflicht schonen, Verschribne, geistliche und weltliche recht, Land s' nit ungstraft, halt 's gar verschmecht, Wo jemand bricht und schwecht sin eid. 815 Dann — merk man eigenlich uf den bscheid I — Bapst, keiser, küng, all regiment Allein uf eid und glouben lendt; Grechtigkeit, kouf lüt, all handlung gar Ja die sacrament — des nement war — 820 Ist *aUs ersetzt uf eides pflicht. Wo er nun dannen gnon und bricht, 803 Hör Sau]. 796 erarnen, entgelten. — 797 Reg« II, 25. — 799 Reg.I, 2. — soo nach- län, yerzeihen* — «os I. Samuel. 14. — 803 und maßte das gesammte Volk dazwischen stehen, ihn beschützen. — si? 1 enden, zielen. BUEGHLEIN. 207 Da ist all ding umbsunst und vergeben, Kein grechtigkeit noch ordenlich leben; Sunder ward dann der sterker beer, 826 Ungeachtet witer bscheid und eer Dnd m&ßt all ding zä stucken gan, Dann das fundament ward dannen than. Wo dann der eid also nQt me galt, Gwan's ein schützlich, erbermlich gstalt, 830 Verdarb gricht, recht, regiment, land, Itit, Schand, schaden und armüt ward ir büt; Hunger, not, angst, Jammer, sampt todschlag Nament stark fürgang mit herzlicher klag; Und ist zu erzelen müglich nit, 855 Was eidsverschmäliung elends git An seel, eer, lib, wib, kinden und g&t, Hie ewig schand, dort helleglüt. Welchs alls ein jegUch verstendig man Vil baß verstan, dann ich's melden kan, 840 Was disen dingen me hanget an: Drumb ich's dest' kürzer begriffen han. Nur vertruwen und hoflfen in eigen macht — Wan all weit und jeder den andern veraoht Von nöten, daß man's wol betracht; 845 Senat und Väter dannen stellen, Ir authoritet uf d' Jugend feilen. Mit fliß, was es bring, betrachten wellen. Daruß dann kund das monstrum ergit. Was schändlicher handlung daran lit 850 Nit fürzügan ist an der zit; Ob dann fürtrifit der eigennutz. Ein landverderblich, grusamer butz, Eund er z& gang, hilft me kein trutz. heimlicher nid, bistu im land, 841 dess. — 843 man. — 849 lüt. — 851 ergen nutz. 8» y ergeben, vergeblich. — 8S4 sondern da wurde der Stärkere Herr. — 881 büt, Beute, Lohn, — 86ofürgän, übergehen, außer Acht lassen. — Ml für treffen, vorwiegen. — tsj butz, Gespenst. L 208 Salat 85& Hast ailweg bracht eilend und scband, Wo man dich nit zitlich überwand! Uß obgmeltem blüst erwüchsen partyen; Ob die in Übung und ftlrgang syen, ' Muß wib und kind hOchsts mört drum schrien I 860 Wir tröstend uns uf frid und eid; Wann uns entfürt wird ir bescbeid, Ist nit zu erzelien unser herzleid. Darumb nun o all jung und alt, Am ersten die oberkeit und gwalt, 865 Damach die gmeinen, Jüngling und man, Legent luter ougenspiegel an! Sehent daruf die eerlichen frowen, Und wer erfinden kann und schowenl Land uns mit höchstem fliß druf wachen, 870 Ob jetz gemelte laster und Sachen Wöltend schlichen in ein Eidgnoschaft;, Darvor zu sin mit all unser kraft I Dann warlich uns war bas zu vertragen. Daß alle fllrsten wider uns lägen, 875 Dero möchtend wir uns vil bas erweren. Drumb land uns höchsten fliß ankeren, Daß man die Sachen nit versuml gent den verderblich dingen nit rum, Tribent s' uß mit rüten, spießen, Stangen 880 In ansehen, wie *s ander lüten gangen! (d.) Nent anstoß an frömbder communen schaden, Bi zit thünd üch der bschwerd entladen! Dann warlich, wann oberzelte stuck Eument in Übung, gang und truck, 885 Werdent nachglan in unserm land. So kumen wir all in laster imd schand. 859 u n d fehlt. — 864 erbcrkeyt. — 879 raten. — 88J euch. 857 blAst, Blüthe. — sso mort, hier Ausruf «Wehe». — m« ougen- spiegel, Brille. — ssi anstoß, Warnung. — sm in druck kommen, in Gewohnheit kommen. — aas nachlan, zulassen. BUEGHUEIN. 209 Dann darfOr sind wir ganz nit quit, Was andern gschadt, das nützt ans nit. gedenkend trüwlich wib und man, 890 Wie wurd's uns so herzlich übel gan, SoUtend wir kon in ein andre handl Wir sind verhaßt me dann kein land Allein umb unsem frien stand, Und verzeigt bi allen nationen: 895 Der seit von tugaten, diser von krönen, Dem band wir diß, disem das gethan. Ein jeder wurd ein ansprach han üf uns, sA rupfen, schinden und püten, Wirs ist es gangen nie keinen lüten, 900 Man wurd uns durch die knüttel jagen. Wir band gewont fri herrlicher tagen, Sind all gsin vogelfri und herren; Das wurd zii gröstem zwang sich keren. Darumb uns für not, sorg zu han, 905 Unsers Unglücks fröwte sich jederman. Zum uns zii hilf allmechtiger Gott, Laß uns nit werden zfi schand und spott! Das wir vilicht verdienet band. Drum land uns thün stark widerstand 910 Und ob diser laster eins oder mer Hettent bi uns gang und inker: • So bruch man gwalt, Vernunft und witz. Daß man s* zu stucken schlah und fitz; Und in keinswegs nit ufgai\g laß! 915 Dann wann dero eins findt weg und straß. So schlichend die andern flux hernach; Drum rüdt man s' uß mit straf und räch, Unangsehen, wer b'inen stand I Weger ist ein hus, denn ein ganz land 980 Verderbt, zerstört und undertriben. 887 davor sind wir durchaus nicht sicher, frei. — sw püten, Beute ma- chen. — 89» wirs, schlimmer. — 900 durch Spießruthen jagen. — 00a vogel- iri, frei wie der Vogel. — eu ufgang, Aufnahme. Baeebtold, Hans Salat. 14 L 210 Salat Bi zit sich uß dem eilend g^schibenl Ich bitt, mengklich wöU denken dran! Uns warnt fremd, heimsoh, wib und man, Einer in zorn, der ander uß gonst, 986 Uns warnt himmel, erd, der gierten knost, Fründ, flend, natur, das bös und gilt; Der herr Sott zeigt uns ouch sin r&t, R&jft, stupft, mant^ ih&t vät^lich zeichen, Von Sünden uns zu ihm ze weichen. 980 Drumb^ so wir dise ding übersehen, Uns darnach etwas solte bschelien, Sprach alle weit, verstendig ilhd schlecht: ^^'^'^ Dem unsinnigen, touben volk bschieht recht 1 Milßtend den spott zum schaden han, 985 Wurd z*ritter an uns jederman. Drumb so man flißig wachen thdt, Reich jedes nun im selb zu g&t Und ob man möcht finden und erkl&reu, Daß gnennte laster vorband^ wären, 940 In einer Eidgnoschaft wurden brucht: wee, so hett wk übel gstruchtl Sind si bi uns und lat man s* triben, So mögend wir nit me Eidgnoßen bliben; Hat man si lan in ftbung kon, 945 So erbarm's Gott in siner gnaden thron! Darf dann nun niemand anders denken, Der mantel lat sich nit me henken; Wann ir schon werent die wisesten lüt, So wurd's doch Gott gstatten nüt. 960 Der handel, so all weit bracht hat umb, Wir sind ouch in derselben sumb, Und werdent ein tirten machen lan; Ach herr Gott, wie söll's uns ergan! Hettent wir enAAt die not und klag, 955 So wer uns weger der letste tag 987 ydes. — 945 synr. 987 reichen, gereichen. — »u struchen, straucheln, zu Fallö komm BUEGHLEIN. 211 Und man uns all eiosmals yergr&b, Dann dafi man sölich laster &b! Drumb seh man uf gar flißigklich, Ein jeder Eidgnoß erinnre sich, 960 Ob er in disen dingen het schuld; Daß er s' kein stund nit uf im duld! Dann uns vil weger des todes pin, Weder anders, dann Eidgnoßen sini Nun mag*s keinswegs bi einander stan, 965 Man muß warlich eintweders lan, Daß man für mit dem andern kumb: Jetweders stürzt das ander umb: Keiner mag ein Eidgnoß sin hiemit. Die laster und bschwerden tolent's nit 970 Und dissoniert einander so fast, Als finstere nacht und sonnenglasl. Deßhalb erman ich üch allsamen, ErkeDnent loblich harkomen und stamen Und was inhalt der Eidgnoschaft namen, 975 Unser friheit und eramten stand I Schland uß all Üppigkeit, laster, schand, Ermeßent und haltent eid und pünd. Daß wir eidguannten und ewig fründ Mögent hüben und bi 'm Vaterland 980 Werdent bh&t vor Zerstörung, sünd, schand; £ument in reeht trüw und einigkeitl Obgmelten laster werd widerseit Und blib in wesen ein Eidgnoschaft Bis zA. end des sechsten alters kraft I — (d ly.) 985 Verlieh uns das, lieber herr Jesu Christ, Wirdiger, lieber Joannes baptist, Und der, so üch beid an hat gredt Als dich Joannes toufen thet! Gdt's werd druß, wer uns übel redt ! 974 Eydgscham. — 976 Üppigkey. — 987 euch, 909 tolen, dulden. — 988 wesen, Stand. 14* 212 Salat 990 herr öott, durch din macht und kraft Enthalt ein lobliche Eidgnoschaft I Joannes Salat zA Lucem. Dieses Büchlein kannte man nwr noch aus einem Oitat in Hai- lers Bibl, der Schw. Gesch. F, 1^ (Nr. 468). Im Anzeiger für Schto. Gesch. 1874 Nr. 4 hielt ich öffentliche Nachfrage undtourde am ö. April 1873 von Herrn Dr. A. Göldlin von Ti^enau in Wien mit der Anzeige überrascht, dass sich die Schrift Salats a'uf der b. b. Hofbibliothek in Wien befinde. Dwrch die freu/ndUche Ver- mittlu/ng von Herrn J. Maria Wagner gelangte ich au einer genaiten Abschrift. Das Wien&r Exemplar, das bis auf weiteres als Unicum betrachtet werden muss , enthält 34 Seiten in 8®, die Seite zu 26 Zeilen mit der Sign, aij — diij^ mit der Jahrzahl 1337 ^ ohne Druckort 1 m i^lpt\ mm ß^h von dem zug, fo befchehen von einer loblichen Eidgnofchaft z4 künigklicher majeftat uß Frankrych in *s Picardy des 1543. jars, euch wie der künig den keifer abtriben und Landerfy* gefpist hat. In der wis wie das fröwlin uß Brittannia. Jesu Ghriste reine, wir rufend dich trülich an, dann du bist der alleine, der uns sol byestan; d' wil es uf erden so übel gat, trüw, liebe, bund und glouben keiner zum anderen hat! Bi armen und bi riehen hat untrtlw überhand, künig, keiser, all fürsten deßglichen halt keiner sins gloubens stand; als sich dann jetz hat sehen lan, wie Garolus der fünfte dem künig uß Frankrich hat than. 2,7 ihon. * Landrecy. 214 Salat 8 Ein vertrag haltend s' gmachet, solt wären zehen jar, des mencher kriegsman nit glacbet, entschloßen den friden gar. der keiser hielt in nit ein stund; wie der gemacht und brechen, ist aller weit jetz kund. 4 Im driundvierzigsten jare rüst sich der keiser uf mit großer macht und schare, mit sampt Hyspanier huf und großem geschütz uf Gäldren hin; wenn er das selb land gwinnet, so muß es denn an Frankrych sin. 5 Der handel ward offenbare dem ktinig uß Frankenrych, Carolus für uf in dare, des möcht er versehen sich; do ließ er schnell sin botschaft gan gen Baden für die Eidgnoßen, zeigt inen den handel an; 6 Und was sin bitt und meinung um zehen tusend man, nach lut unser vereinung allein sin land zu bhan; sins Schwagers wolt er warten mit beer, den er keinswegs wöll letzen^ sunder stellen in gegenweear. 7 Des ist man ü willen worden, erloubot mit einhelligem miit; 4,7 e s fehlt. — 5,5 gon. — 6,3 nocht lat. — 6,5 Lilieoeron : syns sctiwagers well er nit warten her. — 7,2 eimheiigen. 8,1 Zehnjähriger WaffeDstillstand zu I^izza ,1558 geschlossen. — 8,4 Sie beschlossen, den Frieden durchaus zu halten. — 6,5 Franz T. mit KarPs Schwe- ster Fleonore yermählt. -~ 6,6 letzen, schädigen. J Lied vom Zug in die Picardk. 215 ganz fti nach kiiegschem orden sechs- und drißig fendlin g&t biacbtent s' um Bartolomey an von frommen Schwitzerknaben, gar manchen stolzen man. 8 Also sind wir hinzogen meng heid und wite land, krumm wie die kreien gflogen, bis daß wir vemumm^i band, den keiser in Hftnyg5w ligen stark; hat uns der kOnig lan f&ren in sin land uf sunder mark. 9 Sind also gen Maria kummen, ein flecken in Pickardy; do lernt man lermen kennen und wachen ouch dorby; der Send wolt sich sehen lan, zA Landersy in Hänigow Do woltent s' ir läger han. 10 Die hat der kOnig gewunnen, vor jaren ouch gnummeo in; als er darvon ist kummen Seiend s" wider zum keiser hin; darüber er s" wider gwunnen hat und stat der ganz kriegshandel an Landersy der stat. 11 Die meint der keiser z* gwinnen und satzt dran all sin beer; die frommen kriegslQt drinnen thaten in stark wider weer; dem künig band s* züschriben lan, wenn er s' mög wider spisen, so Sechen s* all weit nit an. 7,3 noch. -- 8,3 kryeD. — 9,5 loo. — 10,4 fteleDd. 9,1 Maries im Departement Pas de Galais. L. *16 Salat IS Do man's dem ktlmg thet sagen, do ilt er und was nit laß, dann im gar vil ist glegen am selbigen starken baß: diewil er Landersy mag bhan, mag er in 's Hänigöw züchen und stund all weit doran. 18 Dorumb ouch Garolus zanet und thfit im im herzen wee, hat Landersy stark gmanet ob er's möcht haben mee mit stürmen, gelt, gschütz und ander list; noch m&ß er's dem künig laßen und wenn's im ein liden ist. 14 Dorum der künig bschicket der Eidgnoßen houptlüt all, den handel in entstricket und daß es jetz war am sohnall: zu Landersy brest spis und win; wenn er s' nit bald versähe, müstend s' d'stat geben hin. 15 Mit höchster bitt und begeren, man soll im thün bistand, daß er s'Landersy mög weren und bhalten in siner band; er wolle niemant kein schaden thün an s'keisers land und lüten, im gschreyen ouch nit ein hün; 16 Sobald er d' stat gespiset hett, so wölt er wider darvon, das er wol z'wegen bringen wett, i3,3 LiL: gmachet. — 14,7 muostend. — 15,1 bgeren. — 15,3 wären. — 16,3 wölt. 18,1 zanen, zennen, knirschen. — 14,4 daß es jetzt am Losschlagen sei. — 14,6 bresten, gebrechen. — 15,7 gschreyen. schreien machen. J LoED VOM Zug in die Pigardie. 217 verlieren ouoh nit ein man; ouch thiüj er sim zusagen stat, sin land und l(lt zu bhalten, wie or's versprochen hatt. 17 Des wurdend im zu willen die houptlüt^ als ich sag, zugen do hin in stille uf Simon und Jude tag, zwen hufen stolz und starch von band; zd Kamarsy schlfig man 's läger ins herren von Wamdame land. 18 All hufen fflrt man zammen^ uf achzig tusend stark; die reisigen mit nammen die ließend sich uß der mark, machtend lermen uf s'keisers läger hin; indem ließ der künig fären spis und trank in d' stat hinin. 19 Der keiser was ouch kummen von Wamwys zu sinem heer; als er das hatt' vemummen, do bleib er im leger nit meer ; vermeint zu weren spisung der stat, noch muß or 's dem kttnig laß^, mit gwalt er s' gspiset hat. 80 Das hat den keiser verdroßen, ruckt ab mit siner macht, wolt über die frommen Eidgnoßen mit schweren und großem bracht; zoch über uns uf aller heiigen tag, überhöchten uns uf einem berge so gegen Ischadtium Eamarsy lag. 16,5 oneh tbuot ers. Die Verbesserung ist von Lil. — 18.) starcb; 4 Lil. liefend. 16,s anch halte er seine Zusage fest. — 17,? Vermandois. — 19,i Wam- wyß (rar. Wammyß) nach Lil. wohl Quesnoi. — 20,t le Chftteau Cambresis. 218 Salat » Zwo Ordnung thet man stellen im witen feld bi 'm gschQtz» gsach Karle imd sine gsellen, * ducht sie, inen wfir nit nütz sich herab zA uns in boden z'lan; sie hattend uns emboten, Gölten zA uns uf *s morgenbrot kon. s> Sie thaten sioh winden und wegen an allerseelMitag thaten sioh meohtig biegen am Samstag und do er lag, und zeigten iren hufen dick und breit, bi hundert tusend mannen, band uns die gfongnen gseit. 88 Thatend allgmacb zA uns rucken, als wöltent s' uns grifen an; das gschütz thet in sie jucken, bi dem wir theten stan; d'Eidgnoßen gaben ein starken scbiaTmutz; sie bettend uns gern angriffen^ do schmackt inen nit der butz. M D^ berg thaten sie schneiten, zugen wider hindersich, forchtend, man spant in d' saiten> so Ion ich's bedunken mich; sie betten uns gern ein sohreckbötlin than, meinten, wir selten fliehen, so wärent s* gwiß nacher kon. S6 Am samstag sind s* umzogen, si zugend wider und für; ir anschleg hat s' «betrogen in was vermacht die thür; 33,4 ston. ~ UjZ zseilen. — 34,7 nocherkon. 28,1 sich wegen^ sich in Bewegung setzen. — 24,i schneiten durch einen Verhau verschanzen. Lied vom Zug in die Pigardie. 219 do das der kOnig hat vernon, hat er mit unsern oberen ein anschlag zehanden gnon; 26 Und inen zum höchsten danket ir trüw und ghorsamkeit, deshalb der keiser schwanket, Landersy in wider breit; nun wöü er sin schwager bsüchen nit, daß sin will sei erstatet^ witer wöU er nun ziehen nit. 87 Und mentags gegen tage so soll man rüstig sin, der fogel sei im schlage, nun wöll er wider do hin uf sin gwarsame und eigen land; den keiser heig er abtriben, Landersy gspist mit gwaltiger band. 88 Also sind wir ufbrocben und zogen uf Gwyssne an mit wenig trutz und bocben im hufen fln darvon, gen Assi in Wamdoma, s^künigs land, daselbst hin sind wir kummen mit fröuden on alle schand. 89 Dem künig ist verlangen, darumb er krieget hat, hat Lützelburg empfangen gwunnen oucb land und stat, ouch Landersy gespiset mit gwalt; man ist im z'willen worden in allem, das im gfalt. 36,6 weU Statt will. — 29,1 verlanget. 28,1 Verderbte Stelle, nach Lil. etwa : uf Guise an ; 5 besser Cussi, Goucy in Isle de France. L. "^ 220 Salat 80 Nun bat man mumsohanz gworfen, wie es g&t französisch ist: wenn sie unser nit me dorfen, so iießend s* uns fuien im mist; zA Assy uf sant Otmars tag hat man uns urloub geben, ist mengs frummen kriegsmans klag. 81 Des send s' inen nit vergeßen ir firummen kriegslüt gar; wer dobeim bab trinken und eßen der neme nit kriegen warl dann d'fürsten und herren band den sit, wenn *s unser nit me dörfen wunstend s* keim kein pfennig nit 8k Darbi wend wir 's lan hüben — verliehe uns Gott macht und kraft I und uns widerumb schiben in die lobliche Eidgnoschaft, die Gott haltet in siner pflicht. — Zft lob den frommen Eidgnoßen hat Hans Salat uns das gedieht. Von dem vorstehenden Gedichte sind 2 Ausgaben bekcmnt: 1) Ein htlpsch nüw \ Lied von dem zug so beschä \ hen von ei- ner loblichen Eydgnoschafft, \ au Kimigklicher Majestät vss Frank- rych, ins Pi \ ca/rdy dess 1543. Ja/rs^ ouch wie der Kvmig den \ Keyser abtriben vnnd Landersy gespysst \ hat. In der wyss wk das Fröw \ Un vss Brittannia. Darunter ein Holzschnitt^ auf wu- chern man im Bintergnmd Bäume und gewaffnete Krieger sieht; 30,4 müst. 30,1 mit falffchen Würfeln gespielt. Lied vom Zug m die Pigardie. 821 im Vorder- u/nd Mittdgnmd liegen die ErsMagenen, deren vorder- ster einen Schild mit dem Reichsadler neben sich hat. Die Verse sind nicht abgesetst, das Ende derselben jeweilen durch \ bezeich- net ; fiiflr jede Strophe ein neues Alinea. Das Gedicht beginnt auf der Rückseite des Titels u/nd füllt genau 7 Seiten, so dass der ganze Druck 4 EU. 8^ unfasst. o. 0. u. J. — Diese Ausgabe, die un- aerm Text %u Grund liegt, bandet sich in einem Sarnmelbande, im Besitz des Herrn Pfarrer Adolf Sarasin in Raset. Die Lettern stim- men ganz mit denjenigen des Berner Druckers Sigfrid Apiarius übereiny von welchem im gleichem Bande zahlreiche Stücke vorkom- men, mehrere vom Jahre 1563 datirt. Warum Liliencron IV, 236 Aan/m. diese Ausgabe, die von ihm nicht benutzt wurde, erst iris Jahr 1S90 setzen will, weiss ich nicht. 2) Ein hüpsch Med vom zug, so beschehen von einer Loblichen Bydgnoschafft, zu Küniglicher Magiestat in Franckreich, inss Picar- dy dess 1343 jars. auch wie der Künig denn Keyser abtriben vnnd Landersyn gespyst hat, in der wyss wie das fröwlin auss Brita- nia. — Am Ende : Getruckt zu Zürich, bey Rudolff Weyssenbach 1598. 4 Bll. 8^, mit Titelholzschn. — Weller, Ann. I, p. 37 u. 11, ö02. — In der Berliner Bibl. Ye 52öl. Neu gedruckt bei Liliencron IV, Nr. 802. Die Singweise des vorstehenden Liedes ist das Fräulein von Britama: ^Nwn wöü wir aber singen», (bei Liliencron Nr. 180, b). L III. Anhang. i . * . 1 i ^annast im hüt Tribt Übermut, Tbiit gar nit gut ; Es straf dann d'rAt Das unrecbt gät Und elend blüt Mit scbwert und glüt, Das Gott gwüß thAt! Uf die fchönen poppen * des „fpnichs von dem krieg zwü- fchend den fünf orten und andren orten der Eidgnofchaft" glimpf- liche Verantwortung, darin du ouch den andern teil verhören und gruntliche warheit verfton wirft. aeber leser 11s micb, Salz zum Salat heiß ich! Ermiß den handel wol! Gott weißt, was Yolgen soll. Der scbüßt gar wit vom zil, Der sin eer Sterken will Mit ander lüten scbmach, Sin unfal ist im nach. Drumb r&m dich nit ze vil, Din bochmüt hat ein zil I Mt vil rimens kan ich. — Gott ist grecht, lüg für dich! Anno 1532. ^ Großhansereien. ^ Poppe eigentl. Schwelger, Großsprecher; «große poppen sagen » ist soviel als Großsprecherei. Vrgl. Wackemagel in Pfeiffers Germania V, 846; Frisch D, 66. Baechtold, Hans Salat. 15 L . l. J e »ttiv%rtx€^ ^^S%^ ^^^^% %^^^^ ^^^^^" Ich hett mich nie versochea, daß jemands u£ unser Eidgao- Schaft immermer understanden hette, unsem großen und schwe- ren Unfall mit so schmechlichen, uflüpfigen, vortheiligen und 5 tratzlichen Worten zu beschriben, als aber der Salat von Luoem gedören hat, der erst damit hat wellen die fünf ort vereeren ; sam das weiß was großer eer sige, die nit on besunderbare große schand biderben lüten ufgericht, oder ob ouch die erbarkeit in den 5 orten an semlichen spätzlen, ufreizen, lesteren biderber orten und loufkratzen der kum erst überwalleten wimden lust habe. So ich doch vil mer gloub, daß im weder von sinen herren von Lucem, noch von den überigen orten ützit bevolhen sige, noch si einiges gefallens an semlichem unrat habend. Und ich zwaren hette wol mögen schwigen, wo mich nit bedurete die groß schand der erheben 15 orten, damit si bi allermengklichen in allen denen landen, dahin diß schmechlich schriben durch den truck verschickt und gelesen Wirt, gelestert und geschendt wurdent ; noch ist der Salat und sin gedieht nit wert, daß im von erheben stetten oder statthaften lü- ten geantwurtet werde: dennocht wird der spruch hin und wider- so getragen und möcht villicht einfalte, biderbe lüt bereden, daß si gedächtind, was seellosen, verruchten, schantlichen und nütsöUen- den Volks wir wermd. Dem fürzekommen, hab ich mir fürgenom- men, kurz ze antwurten, als ein armer, einspenniger gsell, dem von niemands nützit bevolchen ist ; hofT aber, so dem Salat gepürt 25 hat, vortheilig mit den hendlen umbzegon : gepüre mir, die war- heit ze sagen, und biderber lüten eer schirmen ; wiewol ich vil 3 var. inwoner statt immermer. 4 uflüpfig, sich überhebend; vortheilig, überrortheilend. — esam als ob. — T neißwas, ich weiß nicht was. — » spätzle, Spottrede. 10 überwallt, mit einem Schorf bedeckt (Frisch II, 420), vernarbt. — it fitzid, irgend etwas; nützid, nichte. — n seellos, unmenschlich. — ttfürkom- i&en, vorbengen. — n einspennig, schlicht. L lieber {:el)ept yoü uuseris allgeiiieioen . yi^terlgn(]i$ w^^^i .f ^ ,di gedieht nie getruckt were. . So ea ^er getruckt ist» will, ich, die warlieit sagesw wie eich 4ie ding verloufep, uieman^s tA Ijleb npdi zu leid» spnder alleia der warbeit ua4 biderbeQ Uitea, zA gätp. 5 YjiUicbt hat Salat demrimen^ als ein tütscber po^t, .^jg^b^^ oder er bat wellen sprechen wie ein andrer . frigheibbi^^. der ßicVsp^t und gai: verscbempt hat. ' .,. . .,, .\! .j Welcher ein. hjstorien schriben will, soll ynpartyisch schriben, einfaltigklichen und trüwlichep, wie sich d-ie sach zu beicien t^ei- 10 len verloufen hat. Er sol ouch die warbeit nit anders ßürj^en oder verstellen, dann wie es die sach an.iro selbs verxnfÄi.pß^ so du Salat das gethan oder aber gar nit geschribenI|^t^est»:^ero dir haß angestanden; bettest, ouqh die fronmien y()ß ^tjjjpch und . von Bern sampt andren eerlichen stetten, Bjasel, Qolotbujifl^ Scba^iu- i5 6en, Sant Gallen, MüUhusen, Biel etc, ungeschinützf uadvi?^^ veracht g'laßen ! Dann jetzund lüg^ we ünbiljicb 4^ ine^Q dfD,«P' laß des kriega in einer summ erzeilest, ,mMi habe ,Uf|li,.JMg|rJ^ und jar verachtet blüthOnd, klotzen, tanrigrotze^ mi ^J^^P' nempt, go^tlQß geheißen und. iferedt; einer, der Vt yicji ?Ä,«j^^" 20 fen Ikabe, sige beßer., dann der hoch von 8U)ep^ saoif f^^pf ^U J^^^ Und wohin nun dise unzüchtige, uuerbare wort in, ff;öi^g% 1§^*^ gelesen werdent, was soll ein bidenna^, der dis^r^dingep ^*' lieh nit berichtet ist, über die eerlichen,steiA gedijpk^^^^^ si selbs also.geredt, so ist es ze yil;,hftDd si bespnfieriljei;?^®" 25 gehest, .die es geredt und si iiit ge^irafl^; ,^^o i9^M<^^ 3'^^ Die stett aber habend üch nie veracht, und je u^^f.lpri^Jif'' werd gehaltep, band if lil^ und gut jzü.tlcb ^e^et?f;^J»^ ®* under üch band sich selbs veracht gemaciit, daß fii ?i^,F? r®" ftiTBteu und .t^roeu lMibend,pit(geit i4e|x;in die, Jpe^aff; W sodanaenW yiUiqJit c^r.grua^ lyim if^lüjiiHi^. ei;w;a<||?f»!'^ai^ rftmand sich, doch gelhs :ttww,etij^., §ta;rke,^otze'^.''^i; tÄ'^I \, Aven. jijof)zsnd.!un4,s(j^iepjd päit Jui)el,:^ 'j^9 kl^'fr^l-^'^.^'*''^ dan^ de,r Ta)plBgJJot?^, l/^aß Wjel]^d,ir,,dpij,.*f ,flR9f[/^'^ w;89}t(dtea^,. d«s , ir tOp ^dwe^ m^9l^^u^,,;jrib^||; Jffl nP^^ gnot und gar, ganz nnd gar. — » nngeschmütit, nnbes» f Salzzdh Salat. 22t ' wte im w^Ile, 60 Ist doch das gwüß, daß dn fromm« ol)ert6it in . stjetten söKche wort üit gestattet hat, noch si also gmefai g^in, ■ als sJ /du machist. Gottloß aber heißt einer, der one Gott ist, ' Gottefif hlt achtet, Wider Gottes warheit flehtet und in einem seel- .5 lösen, t^rrüchtön leben veriiarret. Wann man nun vor einem ' frommen vii von scballtheit redt, beladt er sich der red nüt ; was beladent ir ttch dann des worts so hoch , das ttch , wie du onch selbs redst» nüt betrifft? Sonst miiß man je von sQnden und lästeren tedön, wie es die geschrift vermag. Thdnd ir nit wie die io gottloßen, so meint man üch nil ; thftnd ir's aber, so ist der man- ' gel an Üch I Warum sollte man die warheit xun üwertwillen ver- ': schwfgen? IM saci'amenten halb, r daß einer beßer sige, der mit vich t^' dcnafAsn habe, dann der hoch von inen hatte, » wo es möglich 15 were, daß ein mensch so verrucht wurde, daß er semiichs redte, hette er war lieh nie iVist bi den stetten gehept ; diewH tmd si doch ' nach gettieiner Satzung alle Gotts- und der sacramenten lesterer mit deäi Schwert richtend ; daß mich wundert, daß doch din un- ' fein red durch den truck in alle land ^ol ußgoßen werden, so doch so über das alles die frommen von Zürich heiter redend in den lets« ten trucltten berichten^ worum die proviand abgeschlagen; dann i^o (sprechend si) ist inen doch je in unseren oberkeiten so schant- ^ Geh zfigeredt worden? Oder wo band si uns doch je einen anzeigt, '" den wir nit gestraft habind? üngezfriflet werdent si keinen fln- ^ (den, äer"8&äi sömlicher lasterlicher schmechungen wider si je ge- bracht habe etö. Also ist das ouch eben scharpf, daß du schribst, man hab ^ üch' %eHen abziehen land und lüt, so ir mit dem schwert übericom- men und^ gütlich erkouft habind. Deßglichen habe man üch wel- le len friügen von ftigheiten und grechtigkeiten wider geschworneu puni und eid. Das nun alles grüwUch ze hüren ist, ouch den frommeü stetten bi biderben lüten ze schwer, ouch den 5 orten sett)s nit gefallen mag, daß du so unbescheiden redst 1 Es habendes aber die von Zürich also im erstgemelten bericht verantwortet : i5 Wir sind des Sinns und g^üts nie gewesen und Tioch nit, si an iro tineMt^m, raohten und srechügkeiUai, ao vU dsro dem göttlichen !»■■*** > ■* 7 sich beladen, sich annehmen. 99 Vrgl. TannfPf» y. tW> u. fL es« BmiimfiKR wort und dem landsfrld«© nit widrig slad; zu l>«lcreiike0, aoeh tuen wngMi inträg, hinderimg oder abbruch daran srCt tÜdn; dafifi'wir weder irwr eeren, liuideü, lüten, gr^ohtigkeit«ti, libs^ gÄtö »cb blfttd, «ondfer alleki Irer fründßohaft tind äaü die fyQüd »teampt «dem landsIHdeü an uns gehalteö wurdent, tieg^rtend. Daatite» sind ire wort,, darmnb ich jetz meögWioheiri, zfL dem «ß Tömießne, unbegrtindte, frefte geschrift kumpt, wül \%tal^ d«- ^ork^tt ^en gebeten haben, daß sieh an iro fiiemandß ver^rgc^te^ SMEi'^i^'ttN^m- men, Verliehen lüt in rtetten söBoh eohantlioh, eerlofii «iötoeidig, lü pttetbrüchig Ittt "öigind, wie diser «ÄVerscbampter s|^eüiier söhtot- lich Terlftmbdet. Dann das hernach volget, ist nit tnitider (vorbehalt«fl isaeht) -erlögen, daß die stbtt ineri »rgenomVöen • bfebmd, die *'o«; Tom watwi christenliiäien glouben ze treög^^j . dÄktin vferstat ^r «felat 15 durch christenlichen glouben alles, das lix^ nawen und' üteo teta- metft begriffen ist, so weißt nien^iöh, ^^^ ^^ üb* -die ötettredt, das nit ist ; v^tfstat et dann durch obpisttlöhöa gtoiifeöÄ P^W^^en etlichen glouben, so ist es eben ^^s^;)»» ^s^ .«^l.^^^^ 1^1^**,^ ich mich uf den itrward, und also lutet drrthm'scMditftdtel,- ^^ ,^ ^r^^t^ ^e^bt bäpstlichen glouben, so ist es eben Wiä?, ^wW dab vorig. '*©«fe böBög ' ich mich uf dei^ '^'*»*^«^' söMdaürtilPÄt . ^^^ .-. ^ .. . ward, und also ^ SSdgöoßeö ^< ^»•b von Gött'äH«öi«iniriw''^'' lesfeB) htOren ■und däirvon -ze *««ift^ bringt, und da83eiÜe;^o aft dei«^ rauben. - - ungerecht, '"'«'KefeH^^'-^*« " Äafehen. '-'^"^^^^f, \ ' m UJiea, i^^iwiKls weren oooh verbieten eto» So ver? . reiobend der.flclridlüteawori Dises und aadare ndttol dw s^ibidU^tea taat^^nd iß nie-^woUfn aimemea und die atett bebend es aUee g^&tikUehen eBgW<^omen als die yor nit wUlfiQS gewesen» jeowids von emem » gloqben %Q' triogas. Wie gedarst« dudeim redep, die .stett habend Qcli welleoa vom ohristenUoheo gloubeii tringen ? Hie ^ebe alle weit z& i}pd ^vtbeile darum« ob man dieb nit habßtin einem offentli- <^a ialsQh fiindenl Lieber l^at, sag mir.ani we^ tringend die iä^forbe )üt.¥om cfarif^anlicben gleubeo^ 4io alle» die nüws und 10 attS' teslament lesend und aa Ctottes safagongen one gefalJeiKp und willens, dann an des bapsts glouben habend, tümeody bJU^nd» Ter- tribeqd» .dew das oAw und filt testaqjent gelesen werde, u^geveobt? Ni}Bi 1%, wer, sieb biUioher zw«^gs,.,und gewaljts bel^i^to. Ja, wer Bit weiüjl:, wie es um die hendel stat, mag. dinen gescbxiiften 15 g|o#ieii I , ^ . . . , Jet( daim ypjgt in 4inem gediobt «und als, wir ni^ woUtend v(ni:«n§er9^.gloubfn ,i^, woU^d.ffi uns hwgefs tOdt ban^i etc. So f^er jetfsund, ougensQbinli(^; dargeUien ist, daJß ü/ob niem^ds hai wellen Yoni^gloubeq trpigea,- sp if^erkt m^, pucb w^U daß 9«fipLQ liQb üwers g^iib^ia baU> nitr bat wellen Jbuugers tiidt^. WjSün i^ ma reobfe wärist mit der, ^^ ufobgaogen, und je het- tis^ ^eUen ein biatonen besph^iban, «so, sqlUilst war^iob un^ trüw- lieb #f^K ba« oueb unser i^aqben, da^^t wir zäi. absoiblabung derj^yiwd yer^rsaidiet aifid; uqd;So.,dijL:dea, entw^ers ui^ un- ^^ wgj^n^H^.ied^'ibübeffy Abfi^s^bw best^ m will iQb> tb;än; damit ouQb idie tfffmwßn» statt. d^r sebwif^n^.siäred. iind spbmfeh enliladen werdept jniilMmde]>.laQ4<)n»: da. maÄ dapni.ftlrgjjbfe man habe von : desi glois0)eilB iW^te^n. i^t .und iW^Sk W^bi vnd.jdu^d,. j^.c^- kind in m^teiiläi^ ' oijtt- ab^bkehen der pr^Yfand w^üm umbrii^gen». das nun aoi^e^h^hwer ze.h^pen.i^ .I)i€(r^qb ab|^]r,hat,^^.al^a.y^|aiifen, wie berMoh tviü^iv.idas aUpSikurz ,uß, Wveraptw^tungen und rjgete6citeni«ifis«la^Wufler ßMi:M4ql^,;ge;ui^ , . lil .{ßfei fjjpnwuen stett.aJiMJ iange,i?iit.scjiwer)i^ gejtre^gt wqrden, :idbiQ^hri»lm^,M deui kv^zlen, .|i»i(*^;in ;n»p^affip,gme^^^ und *fi/8aMtiJi iii 'Buffingert Hfet -Geiek. fll ^ m. — u taxAeA^^.Dli^sperreii. -r- ,« wede?,, welche ypn, beiden* — w Yel» Tanng. V. 62 — 68. \ ' • ui^ Btifxmäte^ «rot '«(■ mMeä,' ttt ma «MmAiMi M«b Sit etSl'ztig ^ (M^^üä- g«4iräg0& b6tte, 'Wo ioi» fift ifelMr^Sttoi d«fiitatei «Aoi^iäääVcir- jitr«to Ii$d' ttOd' ab 'Vreriod; 4]8fl ida&'fN) tm mtf r^üf fl%#iäte'i^,'** 3(rioubenö- •tißgangtnj--aiiß% 4fe^L ^HtÄ^'r W**^ 1l 'gflM"^Mden'g^Pn-ifea6d6-^^f*^UHi-^tt«ii4''f^!^^^ Ml ^eF Ät gehalten; '^Mg^'^SQ^^lifeH '^1^, '^ J«ÖÖ^^ •no"? ' - > . ^r. II ,»' X' Salz, sum SiüuiT. 383 ^ten und yerbot wider der stetten^ :begr(Uidt9n, uraltoo waren glouben o^d aft uadertractii^Qg . dessülbea. gjoubens wd. evaitgeii- scher. w^rbeit bi inen verdacht f^iOi Qbw altes Yerdiea^ hertiklioben aaläi und g&i gestraft^ daräebteti gefeciit und von iiH> bi» uiid ahmi^ erbenxd^lich in*a eilend yertrieben^ Demnach b|J)ind si erst die stett so gar veracht, denen so unmensdilidie^ uncbristiwltche, üppigß scbmacb-, schand« und Scheltwort zflgeldt, daß es ntt allein aU^n erba,reti oT&a ae boren, ^oi^der ou^b ungezwiflet der sonnen ze ttbers^binen^ billicb.ein grüwel ist; und nämlich so habet n^an 10 die stet stotigs und on underlaß geschelmet, kätzeretj-diebet, b^£-, wiebtet scbantlicb eerk)£ lüt und sonst mit anderen e^verletzlicben nami^n, ja schänden übergoßen, daß &i alle k& und märhen'gbigt; ZOrieber. die von Zug verraten imd zu Cappel kftlber gemacht» die ejtUch m die.,kükemben» die si in den baretten getragen .und sich 15 dsMQjt wider 4ßu. Is^s^iden verzeimet, binden wellend. Deißgli-. ob^ sind dero v<»i Zürich undertbanen von atlicben in bUspren i^.iff ^emfeld frefeniich und mit gewaflSaeter band angeloufen, de9 ,glouben$^ halb g^ecbtfertigrt, gebocht, «getratzt^ blütruqs ge- m^t uifd Über . an^otneo f riden darnidergßschlagen und der- u.j^ ifp(:^aatlicb mit inen gehandlet,. daß oucb die armen ice thi^r, .(O^b^igen s^ bi ia^n. nit meie sicher gewesen sind, 1. Biß #Ues. ba^^ zit in christenlicher '^gmAtijg^eit gedoldet^ allw^ der beßeruQg. verbofft und ^i-die ;|ll?iff,oir|jn^a4^r5i fr^^|li^ er^(icht, puchÄi^ tagen upd andersphj^^o «fif^^fJ3|g^nß^^ieher; yjeryplgpI)g!e^ ires gloubens g^tigklicben abzisstain; jjescMjL^prs quQb. die fl^fl^, 4PAtwil^, eichender ^nd . scbxQeher «aph -r;g[fPße|,fr,eß.b!^cJ;^ q^afen^Ä^jUbi eer,un4 gut,, upd daniit d(?m ,^^tn4^J^d^ Qfu^h.sßbi^ldi^exrfllicbt^^ mit, dei; erbietung, .d^ .Mll^d rWd^^<|^^W tr*,wUob,an,,iöe]i^ hallten, wQllind* Sö- a«tjjclj^^^tifj9h jf^9s^9bönrbat:?4t.oao ^plsj^tatt finden piögßn, daß, ..,f^diij.^sc^aj^tlic^^ .sft|ffl(^cljfij;. strafen w?ütlen und ob .si-.scbw .et- !')i?*4>8SÄfefft*tM^^:^^ ?a riagi%., bescbehen ;, . .d^^ 4em üjjel . .;^^j^i^c^?ijc}jit^u,,y;ei^^r^ — rii^mJLrlje, >Roß. — u Statt YerZjeiDLet'^Czüverzii^ißren^. zieren, sich auszeichnen) hat 'der Ab- «i^«JJcS?fe?leö Pfö^ia^^^^ i89,- aiw i^^lfchem öte^Stkle genommen ist, ußgezeichnet. Yrgl. auch Archiv f. schw. Ref.-Greseh. H, *lli;,ilkd0Ol(*S|Wamq|^l;aiifi<*s^A*>O»vdiQ.^^ i»4eji;.kft^. prten. — 18 b Idtruns machen, blutrünstig schlagen. — ti Ref. Gesch. jllly, .^,. -^ 234 BULUNSEB . nieneo gUcljet ist. . Deßglichen sind si ütoruf 1!«^ ^«J»"et . si . welUnd alle die in iro gebieten, so des ev^ngeÜ»«»®'^ giwö^ si- gend. nach irem gefallen strafen. . üfld.ist das aJws em.mvt dem Müßiscben Überfall verböseret, dann al? die stett.pm 6a»pt de- fiae^ von öiaris und Appenzell, den .POntereo rettung.ures la^ds schiektend und zizugead, hat si bedunken «»1^«*^.» ^ ^ J*^ ^**" wend sieh irer widerwertigkeit und.unfftlls, als die W>otü<>^. una ernstliche vermanung der geschwornen pünide0< vedec. des Pttnte- rea noch den 9t^tten zflgezogon. siad- 10 Durch weüche ursaoh ein statt Zürich bewegt i? wü^ was. ^mUch schand, ftefel, wütwill, upd unrecht mit der haad ze rä- chen upd. ward aber darin von anderen etetten «Iso yü gehand- . let, daij die abstrjckung der provi^d fllrgenowme^ ward; «üewil doch die sohidlüt des den sl^tten eiu spruch ^^ ^'^^^^ ^d ,sigel iB geben hattend. DeßgUche» meflgklicbw. U¥^^, '^'^^^ ®^'. waro wÄger und rii^ger, ouch , unscbuldigen .lüteO ^^ »ften.,tsagUcher , die proviand abpchlaben, danft.ejp verderbl^cl?«»« ^fodskrieg fmho- ben; doß sich weh die Züricher gütliph w^«^ v '^'' ft^i*^* bereit warwd, alle mittel ze vei^üob^p , .ge *^^ *"^°* l*pds- », krieg in pffpe zerwürfnuU keinewd;. g^tw }\ß0^^^ ^m^.ßio- mit der zit erfinden, d^ mm d^ß neoiit upd billig- ^4* ^'M'^ ' "^i '"h*^^ Tl ^'' "^ - "^f '«straft, und m '^^t^^^- wjderumb möchte kommen m filte, . i>^^^ ^. .^^tec^«. fr'?*^^^ ■ .cbafl und einigkeit... Und uß der.xy^ÄS'^*^'- ^ »»:dia proviand,. Mer kouf .uj^d manUf *^^^'**^ ^^^ s «rHJ^ - gescWagen. . .. . ., , ''^^ : ^^^ ^^^U^ ^'^. ..^ . ( DariMJ.fnun eip jeder biderina.!! • ; • * '- . '-■ J\^^esS . Jich.mtt.sampt -anderen sji6Üm-xx^^^\'f^l^r-.M4^Pl^^^^ die proyian(^,Ijab^Qd,.abgeschIae;e^ *^^i»ew.piÄti|?|U^ Wi^^y^^^röS. M bin uptl mU eit*Bm;.w^tsprw5lj.;p,/-'**<^«idei; ,aaj:»<\,]P(iii Wr-^ gewötiget. sind. . . Es ver stat ou^ -^*'. ^^fA^ mi^, .ßCl^^ütSB ^ haml. das, kind (als.joaDL . sjji;J*'*^*ö8fkUfilpi. ^«A- M .sopder^grgßer.^e), kri^ Wd .£j2^^tQ| K^^^l*:^;, ,si es jut;hab,ea(^ darnmb aP8rf>ae_\*VV^f^efteÄ ^ B^j""' ,w.in}t hunge?«not5 pn chri^tepli^]^«^*^- .^aß'.sV^jew^' ' I > Salz zum Salat. $35 ren , daß ir die biderben lüt nit trungind von dem göttlichen wort ; sonder das nttw und alt testament frig wurde gelesen von mengk- iichem ; nämlich daß man das möcht ungefecht lesen und unge- straft Von allem dem reden, das grund hat im ntiwen und alten 5 testament. Das habend Ir nun nit geweDen , wie sich das im drit- ten schidartikel erflndt ; darumb lüg , wo wir je haben wellen den andren vom waren, begründten christenlichen glouben tringen, oder wer ftidens und nit fHdens begert habel Beseche man, was doch gehandlet sig glich im abscWahen 10 dei* proViand uf den schidtagen ze Bremgarten ! Ermeße man doch lim gottswillen , wie trtiwlich man üch entgegen gieng f Alle die mittel, so da gestellt wurdent, namend die stett trüwlich und früntlich an. Man versprach Och, daß man üch nienen tringen Welle Von öweren frigheiten ; ptint und landsfriden wollte taari tfüw- i5 lieh an (ich halten ; die meß und alle anderen ceremonien wollte man' üch nit abstricken noch febtbün; tich kein predicanten uf- trecheh, tich nienen von Üvverem glouben tringen; därzü wölte " mati üch unib gottswillen und allgmelnen fridens willen, um gmeirier Eidgholschäft Wblfärt willen alle söhmachred und an- 10 der ansprachen Vei^feichen und vergeberi ; darzü den markt wi- "'''detiimb uflhM^; allein dajß, wo Werfen biderblüt under üch wermd, äik titiwis und ältö testament leseü und äarvon frig, doch öhri- ßtenlich'und' recht' reden wöltend, daß dte söHchs urigefecbSt und ' uiige^aft Vori tidh nach Vermög des landfridens und zösag ze Ba- «i^deti ^et&atf, irig möctitind sin. Aber daran ist es gestanden, daß ir's nie habend gewell en, sonder allweg geredt: ir 'wöllind' die ' NlWei"en häch^'öwereth g'efalWn strafeh; ir nchtind; 'ir halJind ouch '^'^'W^i£ä 4ft"te(sta'metit' uriA habend abei^ 'des fürschläg^ vom nü- -W^'-üM Ältttf tfetaiäeht, fri^ zö lesen, irtt geMenl ''J^a; in lauem Ä^^cttcßö; 'dö iöÄ' alterriretetf söW gftts gehofft Uabeü,smd' jfe len- ' '^^ als däfe man^Hlltbraiiden von *^ijÖM»en','WW'*ttett talt'ünm^nschlieheti; 'xingehöVten' ^'chand- -^-'i-ehöti Ob'ei^eft tirid (efeittlat dtertini ge^tsheti was , wlderumb l)e- - gtiidÄ. '^ IteiÄ daß taön iih anheng^nden bericW Äe ' tätingrotzen , Ä aie'klö ein ^üiWiHsdb' üHd parth^riscli zeicheti tntt dem landMden der ganze folgende Passus wörtl.; ib. III, 68; Archiv i ^^' Öesöti. It, ilÖ.'- ist ' BtÄJi7C6BIt ' ' meret ütid «rioüpt: Bäpäö etHöh frotntrr bidOTblüt' zd "tuiMTi^ al- i*' . ^ ' Mn nm d^s Willen, daS %\ IKe ' schicf&rtfkeY uncler -sfcH ' seibs uß- getlieSt tind gättoen bäiidvia ^ngeüsdBaft unä ad däsf^lt^eii 5 ge!«W)rteft; ÄÖdft als urfib verrättefry ersfiöht und jätamerli'ih'''tä)ep |JI68 veröobukiöti ' ^emflirteret ; geschwigön' das,^ Wenn fniii''Voii d#A stefttidti bat wellefn' reden,' daß sl gmeinliob Iüthei^i^b# Jtcitben TOd böbön g^söholtfen riöfl. '• c . ...j : U»d Biitnal deuü die eerlfcheti stett Bö gat* ' ufigepüt^st; und u ußgetieht «tttd ; über daß dl all6s fridens und billicben erbosten ' habend und doch kein vorgeben ntitzlt bescboßeii hat, sichjt jetz Vikmi ibc^iklfcb, daß dm clag uF dfe stett, daß si namtiöh il^^rdcihten nie' geständig nnd' das reöht Mg ' abgeschlagen hatlnd', ein* iTal- 4öhÄ lintröwe^^ klag ' ist ;■ zudem daß dieöe klag durch 'jie ätatt 1« Zürich in Iro ußschribeh also verleit ist! r Wir *stnd' inen uiiii>^isa- diöü, das göttlich wort belangend,, uiid die mit dete tändsfraäen ' entscih^den ,' rebhtens zft gestatten nit l^chuldig, wie oüch cler lai^ls- friden üf kein recht veranlaßet noch verdingt, oüch nit' dann be- seheided ist, so den jemands tiberfflcrie, daß man ÜemselW erst SO mit recht beziehen sollt; sonder erwist heiter, wie e^' dc^ gldu- bens und der schmachwörten halb und andrer d{ngeü hailj gehal- ten und nit erst darumb gerechtet Werden sott. ' Wj» 'akör^'um Sachen, so rilit dem landsfiriden nit vertfaäcllget'sind, odäi'irö tir- bab uß Oottöis wort und unseren ehristänlichen Ordnungen ; refor- 46 mation und zölasstingen nit händ, zfi'thöii ist, dariiml) ^eWendt wir denen, die uns nit vermeiütend , des 2e ^rlaßeh, ^üMIicben g>e- bortiohen reöhtenä lut der |{)ünten nit vor sin. Deß -wir utis^ltiüch hiemit begeben und frigwiHig erbotten haben wiöHdhd. tJifrf das ailes ist d^r stottert veräntwurten. IWis söltest du ouch "kiügigt 40 haben ub9 nit frig berüs geredt , ' ir habind recht abgerttft' ' und darzA nie miögen kommen. Bartiit ttrell^n wir jertz dan ein^m ^aäen öhriötenlichen leser heim setzen, ze nrteilen, wer jo6b Ü dtäi^m krieg nrsttchig sig, und damit döm Salat sin dichten vbm^todaß des kriegs verantwurtet habön. . • ^ . i -' t meeren, abstimmen. — s Ref. Gesch. III, 80. — 6 ers&cht, inqui- rirt. — T keib, eigeutl. Aas, Schweiz. National fluch wort. Die Stelle wörü. in der Ref. Gesch. Iir, 6. — a vorgeben^ Nachgibigkeit. — i» ußgepaUt und ußge rieht, yerschlmpft und verlistert. Salz zu¥ Salat. 387 ,Nui^ l^om^pd.wir oa den ußaiug. ^oji ,m ^ip schlBcbtea, da tDeDgklich oucb . Aiß uatrUw uqd licbtfi^ge apüren oadß 1 r Ü))er ßölioh ^ er^st gexnelJt axiräfen uoyd s^biet^a des . laodsüridQOS , . atcb über aile^ vori^ebeQ» ao u£. den . sdaidt^g^n 9&e Bremg^len besehe- 5 ben ist, üt>er aUes^ da^ maa Qeb so tr^wUcb X)ai4:ieenit6n isi ynd euch gel^eten bat, oucb über erstgemelt zimlif)b>; trilUeb, :e€irMGh V^d ^j^ffich rectitbot; sipd w ileate uaveraed^ea und zum er- sten ufgebrocben und in die empter ge&dleo^ da du g^pß^n^ jid)el tribet, ,d$^ß üc)i eiA kleiqa bQfli armer, weerkiser lüten' und unbe- ip waf eter . purei? , gewicbea ist; glieb wie dich oucb» ü)[)epwttepyd ^^ Cicb wol.vpr dw abscWahep djer.proyiand ^: flh!er?fj^ep,.d^8rfch^|eri^ ^t;i^.d(eri.ban4 gebe« ui^d, 4eft; yor$trjelch ' , belj^ften) r^ ^isq ,iia^.e«|i(il s^^idep, mit J(rew seiifd?n scbwerÄch wÄjlen 'lglqji|)ep^ ,4^^ J?6onder,s >♦ ; .di^ Kidguosqh^ft ^wurdind io^l^ei^]^,.. ^eßl^alb bfi^fj^e^hi^p i^t,. d^ß k ä^h mt^j^e^m^^kmit \'.f^^^ ^W^(^hy^. 5W^g,zet,Zug. bewiüet ',;,)j^ei^/ grerA^^ gWf(t6,9^üaget und K^M. gewesen sipd;..daiigögen .1^^ ^W^^i^ffi fj^ndlin. .von, ?Ori^ .pjiti vi stuck büchsen und etlichen hagg^,]g^jC^BPi^ fe<«9°^!i^v Am 85 mitwuchen sind ir heruß von Zug uf Gappel zu, das von Zug ein " therlzumäex. -t-^^SVC.!! überwQrten, mit Porten .uJ)eptre4bQn.^ 2AS BuLUNGim halbe oül gelpgeiv xmt beerskrait mit lUlea. fOof inneren, oach Eschentbaleren übeo: da3 einig fendlin von Zürich uüzqgeo, ee und die p^er uß der statt ZOricb, dia yw Gjappel aiuierÜMÜb mil ge- legen, je kommen sige* Des ir alles mee danp «e vil bm(M g^ 6 wesen, insonders von deo^ (wie er dann yerjadi) d^ yiertbeil uf volgenden fritag nsicb der soblacht am Albus ufgeh^dct ^ur4il nitl J^ wü£^°^^ i woran es üch stat, ja, daß es uf der waei^ stat I Grifei^^ ^ ^ 1 hinacht nit an mit heeres kraft, sohlahenil ^wir si binscht nit, ^ I und si sich g'samlind und gerüstind: so w^ erdend si sich der nsM 1 10 Sterken, daß si uns morn allen ze schwer^ ^^erdendl Über all^ I das was man dennooht nit so mutig, daß man des abends noch 1 geschlagen bette und villicht die schanz tibepseben wo nit b^ 1 sonderbar personen, die man wol kennt, so emstlicb getrungen I hettind; und so dem also ist ouch üwep anscblag nie anders g^ \ 15 Wesen, dann daß ir etwan ein kleins völkli ergretscben und damit I die forcht in uns bringen wölltend. Was hast du Ä-wellen von so 1 großer Züricher macht ze schriben, so ticli doch ntltzid liebers gewesen^ dann daß si so klein gsin ist? Es erkanntend's ouch die redlichen Zttr* h r die niit der so panner hernach kamend selbs, daß ire tnacbt con tiwer gno* klein und nüt ze schetzen was; daß ouolx di l^tatt selbs, vo^ dero du so hoch inher prächtist, nit ftij» ^* Darumb ward geratschlagt, daß man widerumb wollte Ul>er a Müligra*^®^ rieben und das läger über nacht grad da nel:> a^ dem MtüacbbAt 25 schlaheo, damit man den graben bevoi* h 4. nd m&n sif^ ^^ recht besamlen und rüsten möchte; dann • Wes beer Aer ^^" richer noch nit vil über die 3000 ffestei-fet^^^^^ TAitixux z^ ^^ und man anhüb, über den graben ztihen -^ soW3to«a^o^^ wald anhabend, sich in die fart ze t-tlsten^^^ ^^e> ^^^^®^ ^ &e so des gwar wurdend : ließend si den lei»u> ^^>^d ^^^ s\cb ^^' panner ernstlich hernach ze manen und ft^i liu>^ 0, di^ «c«te^^ bi drü- oder vierhundert, ouch vil Es^r^vf ^^ ^»^^tx drüff^^ ^' 12 die sehanz übersehen, den VortHeil y^K^^sSßti^ ^^^ gretschen, eigentl. durch Nachgehen erwisel^ ^^ßer i^^< ^^^^f '/J^/W spreizen, dann entkräften, erschöpfen; Grimm t^""^ * ^on ^ ^^ ksM^" mit Fragezeichen) eine abgeleitete Bedeutuncr i--,^J ^^li TlfT^ -«-^^^"^^ ^-Ij.)»- Bedeutung i^j. ^»i. IlC* ^T\pr ten, brachten, sich brüsten. *^^ei* \^ kann ergretzet nur erwischt bedeuten. Vg| ^ ^^e, \^ J^^' ihten, sich brüsten. * ^^«li Sal^ zum Salat. 241 unden am mo£ uß dem wald in die unseren, die noch hievor enet dem graben am wald stAndent. Do ließend sich dieselben unseren gegen (Ich mutig und beschach damit der recht und letst angriff nach den 4 mit ernstlichem schießen, schlahen, weren, ouch 5 werfen der steinen; dann wiewol die unseren nach dem anschlag über den graben trungend^ etlich aber zd dem angriff widerkartend und deshalb zerströwt und verwirrt warend, sind doch die, so vor am wald stündent, üch dermaßen widerstanden, daß ir zeruck widerumb hindersich gen wald zA wichend. Darumb dann ouch 10 die unseren, so da oben bi dem Escher am wald ständent, den angriff nach dem moß trungend. Dardurch beschach, daß dem üweren mächtigen hufen der weg uß dem wald geöffnet ward, daß si beruß in die unseren besitz fallen mochtend; und ouch die an- deren, die üweren, unden am moß widerum gesterkt uf die unse- isren trungend und da z& beider sit strittend, bis die unseren let- sten, die hinder den zeichen kein not littend und sich zum theil ouch vor tiber den graben (wie obgemelt) gemacht, die flucht na- mend. Daruf ir ein so ernstlich nahermanen gehept, daß man ouch daran hat spüren mögen, was ir der sach selbs vertruwet; w und habend tiwer etlich, die vornaher nie daran geweilen, erst da- ruf mannlich uf die unseren trungen, da sich die ersten ouch der- maßen gewert, daß alle die üweren, so darbi gewesen und die warheit reden wellend, bezügend, daß si sich wie die frommen redlichen gewert habend. Doch könnend wir nit absin, daß üch w der sig nit dapferlich verlanget sige ; das ist aber nit, wie du dar- von geschriben, sam üch die* Züricher nie kein widerweer gethan, das ouch üwerm sig wenig lobs gebracht bette. Darum solltest unparthygisch, wie's ergangen ist, darvon ge- schriben haben, oder aber gar nütl Es ist aber kein volk so un- »0 überwintlich nie gsin, das nit etwan die schand der flucht uf sich geladen hab. Wie dick wurdent die herrlichen Römer von Hanni- balen gejagt I So ist es üch selbs nit nüw, als die sölichen unfal zum theil zu Galleran, zu Bigoggen, oft im Meyland und inson- ders zu Pavy im tiergarten und im waßer erfaren band. Deß- 85 glichen ouch empfunden verlurst der werinen, zeichen und schwere 18 besitz, besits, bei Seite, in die Seite; « und besitz in die Zürcher ilelend » Ref. Gesch. III, 128. Kesslers Sabbata im Wörterverzeichniß. Baectitold, Hans Salat. 16 242 BULUNGBR gfangenpchaft, in dero üwer gar nach als vil gewesen und gea Pavy hinin uf den platz gefertiget, als aller Züricher macht jeiz gewesen, die an dise Cappeler schlacht kommen ist. Darumb mAß man die unfdU nit so verechtlich und hoch wannen, gedenken, was 5 uns ouch etwan widerfaren sig xaxd noch widerfaren möchte, und zimlich mit warheit darth&n, was sich gebürt, nit was unser an- fechtung darreicht. Also hand ir die rechten stuck büchsen nit am strit in der weere gewunnen, sonder uf der straß vilmee ufgelesen, als die in 10 sömlicher il und durch so ruchen weg nit hand mögen zu dem strit gebracht werden. Habend ir dann 1500 man uf der walstatt tod funden, so muß der mertheil der üweren gewesen sin; dann die bestelten und verordneten, die todten lichnam ze begraben» hand kein sömliche zal funden. Ja, nit mee dann 403 (yar. 512) man 15 gezelt. Ir redend aber, ir habend wenig lüten verloren, so muß je din recbnung umb vil feien. Darumb wäre nodi hOt bi tag g&t, du bettest dir nie fürgenommen ze schriben, so were ouch die wunden nit ernüweret; es wurde ee vergeßen und brächte me r&wen, ja, wenn du und' dincsgUchen nit vil lieber rAmptind, die 90 wol alsbald am minsten gethan habendi Aber hiemit ban ich dennocht dir wellen zu gutem der warheit und zu rettung biderber lüten eer also kurz antwurten; will damit niemands veraeht noch verkleinert haben; diewil ich gloub, daß alle eerbarkeit glich in den 5 orten des sigs und sölicher eeren wol manglen möchtend, 59 angesehen, daß sömlich glück von Gott und in d'lenge nit allweg allen Volkeren glückselig gsin sind. Ze end der schlacht vervolgest du erst mit schantlichen Wor- ten den frommen man und trüwen diener Gottes Huldrichen Zwingli, den du nempst einen böswicbter und verfArer der frommen gmeind. so Und ist aber sömlich din schriben nützid anders, dann ein üppigs nidigs, verlogens Uäpper; dann den menschen, der frommkeit lert, tugenden pflanzet, die laster und lasterhaften strafet und haßet, erbarlich und züchtigklich lebt, mag niemands billicherwis einen böswichten schelten ; und erkennend aber alle frommen, denen wa- 85 res und rechts gefallt, Huldrichen Zwingli einen sömlichen men- schen gewesen sin. Darumb ist din red nützid anders, dann ein 4 wannen, eigentl. in der Wanne schwingen, mit etwas prahlen. — 81 klapp er, Gekläff. Salz ztJM Salat. 24 S Ms, onmöchtigs zureden. Und Jesus Christus ward ouoh ein ver- fiirer des volks gescholten, Hellas ein ufrArer geheißen, Jeremias ein yerräter und die apostel selbs gotteslesterer genempt; si Wa- rend's aber darumb nit! Dann der ist ein verfürer, der ab dem 5 Ifaren, rechten weg in irthumb abfüret. Wie nur ein Oott imd ein rechter gloub ist, also ist nur ein rechter weg, welcher uß dem wort öottos im nüwen und alten testament verfaßet, erlernet Wirt. Kewil Zwinglin all sin ler uf nüw und alt testament be- grundt hat und sich allwegen erboten, wer in damit beßers under- 10 richten möge, dem wolle er volgen : so ist er ouch nit ein rer- filrer gsin. Es sige dann saoh, daß die heilig, göttlich geschrift, damit er sin ler befestnet, verflre, das doch nit möglich, ouch nit christenlich zA denken ist. DarzAredt Christus selbs Joannis am 10.: Ich bindiethür; welicher nun andersohwo hinin stigt und 15 öSt zur thür hinin gat, ist ein dieb und mörder ? Dannenhar hat euch Zwingli einig zu Christo und in Christum sine schäfli gefftrt und si sunst abgewendt von allen creaturen und mittlen, damit si nit dieben und mörder genempt wurdind. Mit was glirapf kaust du in dann ein verfürer nennen? Oder ist dir der ein verf&rer, der «0 aBein zu Gott durch Christum fürt? Sich also, schampst du dich keiner söhandt Darbi ist ouch das, daß du uf den frommen man und uf die predige der warheit gern wolltist allen unglimpf des kriegs trä- chen; da thii dich nur nebendsich, dann vor hat mengklich ghört, « wer den anlaß zum krieg geben hab ! Nit die predig der warheit, nit der Zwingli, sonder die unerbaren, mutwilligen, freflen hand- lungen von denen bevor gnügsam beschriben ist; dahin ich ouch den leser wisen. Gibst du dann der profland die schuld, so ermiß darneben, uß was ursach die profland abgeschlagen sige ; so wirst 30 du one zwlföl finden, daß der gmein spruch war ist: niemands wird von jemands andrem, dann von im selbs geschediget! Was will man dann die schuld uf andre trächent Deß sind wir ouch nit ab, daß die predig der warheit nit ouch ire rüche habe, dann si lert, daß der gewalt das schwert nit vergebens trage, frilich «5 zur räch des bösen, daß schand, laster, uhrat, frefel und alles un- reöht gestraft werd; daß wittwen und weisen geschirmbt, daß den — ...> ' . ' u traben, ziehen, schieben. 16^ L 244 BcLLoieER undertniokten geholfen und alles güts trüwlioh ufgerioht werde. Ist nun das, so man's ernstlich tribt, tüfelsüchtig und ufrArisch geprediget, so müßend doch die h(k3hsten und liebsten propheten Gottes, Samuel, Helias, Isaias, Jeremias, Ezechiel und andre euch s tüfelsüchtig schriger gewesen sin; das aber nit wider einen men- schen g^edt, sonder Gfott gelestret were, welcher durch sine hei- ligen Prophet^ und apostlen geredt hat. Zwingli hat nie uf un- schuldig blüt getrungen. Ja, hette er den pension^i und dem krieg nit also ernstlich und dapferlich gewert, so hette er ouch 10 friiich minder haßes und uüsatzes gehept. Daß du ouch in dinem lied hmzu setzest, Zwingli hab^s nit lenger mögen triben, laßend wir eins unbesinnten klappermanns wort sin. Wir wißend aber^ was Gott geredt hat: Himmel und erden werdent verenderet, min wort aber blibt in d'ewigkeit! Die- 15 wil dann Zwingiis 1er gegründt ist im wort Gottes, so wirt si ouch vil länger beharren^ dann der ungloübigen weit lieb sig. Die gschrift sagt vom erschlagnen Abel, er sige im glouben verschieden und durch den glouben rede und lebe er nodi hüt bi tag (Hebr. 1 1). Und Zwingli lebt und ist noch überig in sinem glouben und in so sinen geschriften, die durch alle weit getragen werdent, imd m^^k- lieh weißt, wie und was er geschriben, gelert, gloubt und prediget hat. Darumb du gnot nüt schaffist mit dinem unr&wigen, bitteren und erdichtem schriben : Zwingli habe im mtseßen, wenn ein gmeind des inne werde, daß er si verfftrt, wurde er müßen stoben; dann $5 nit allein die gmeind Zürich, sonder alle Völker in tütschen und weltschen landen wüßend, was er giert und gibt im die heilig gschrift kundschaft, daß er die warheit giert und si nit verfiürt habe, darvon ouch vor geredt ist. Hast du aber sine b&cher ge- lesen, so 'weißt du wol, daß er keiner fromkeit widerstrebt; hast 90 du si dann nit gelesen^ so ist das je ein öde schalkbeit in dir, daß du schelten gedarst, da du nit weißt, was es ist. Doch volget grad hernach in dinem gedieht ußlegung des, so du sprichst: er habe im erweit, von eins frommen kriegsmanns handen sterben. * Daruß man wol ermeßen mag, was du fromkeit 35 nempst: rouben, brennen, tödten inad ander verrächte thaten thün; dann das sind unser ziten kriegslüten werk, die du fromm nempst 11 Vgl. Lied vom Zwingli Str. 8. — n ili.* Str* 4. — «s ib. Str. l>. Salz zuh Salat. 245 So hat warlioh der Zwingli «ömlicher firomkeit sin leben lang ernst- lich widerstrebt, ist aber sin höchste eer; wie im oucb das kein sefaand ist, daß er mit, oudi under tsinen sohäflinen und durch siner s(±ilfiinon willen gestorben ist. Glich wie Josias und Ma- 5 chabeiis, die frommen ftkrsten, bi den iren tod und lebendig bli- bend; euch Isaias, der prophet, in alle gfar der belägerung und krieg's sich mit Ezechia und Jeremia mit allem volk begab. Daß du ouch mit etwas besonderbarer hoflichkeit (das dir eben anstat wie einer suw der bendel) beschribst, wie er von dem 10 henker gerichtet sige, ist nit so grusam in uns, die wir wüßend, daß Jesus Gristus und der heilig Petrus von henkeren gecrütziget, Johannes der toöfer, Jacobus und Paulus von inen enthouptet, Polycarpus verbrennt und andere martyrer von inen zerstucket sind. Es redt aber darzü Petrus der apostel: niemands aber under 15 ücb lide als ein mörder oder dieb oder ttbelthäter oder frömds gut begirig (da ist es groß und schantlich, vom richter gericht werden) ; lidet er aber (spricht Petrus witer) als ein Christ, so scheme er sich nit, er prise aber öott in der sach, dann es ist an der zit, daß die straf anhebe an dem hus Gottes. So er aber am ersten 20 an uns anfacht, was ends will es denn mit denen nemen, die dem evangelio Gottes nit gloubend? etc. Demnach daß du rftmpst, ir habind den Zwingli nach keiser- Kehem rechten geurtheilt und verbrennt, daran man wol erkennen möge, was lerers er gewesen sige, söUtist herzÄ gesetzt haben: ^5 wir habend in tod uf der waldstatt fanden und mit dem todtnen liöhnam habend wir wider alles menschlich ouch keiserlich recht (das da heißt, die todten cörpel nit umbherslilchen, ufstellen, ver- spotten noch enteeren, sonder begraben) unseren mä.twillen ge- triben; des wir kein empfelch ghept hattend von der oberkeit und 30 daran nie kein gefallen gehcpt hat unsere selbs erbarkeit. Allein habend disen und andren mütwillen besonderbare personm gethan, und also bettest du geredt, wie sich die sach an iro selbs verloufen hat, bettest ouch dlnen herren minder ungllmpfs bi allen denen tritrocbön, da din gschrift gelesen wh't^ da man vermeint, es habe :85 sich ein stätlicbe oberkeit darüber ze urtheilen gesetzt ^ das si docdi n Vgl. Lied vom Zwingli Str. 10. ■— n sülhen, besudeln; ufstellen, nachstellen/ — = 84 iiftrohen r. afträheB. : , ' ■ / L_ A' W MUajMAt^t» I nit gethan hat; man ouch mt vil findt» daß man sQüobeu m&t- willen mit todten licbnamen getriben, daim mit dem houpl (äce- ronis mtd mit dem houpt Jobannis des töufers, welches diedimen herumb zugend und schmäohtind, 8am der aUerheiligist m^ißch 9 Ooit nie lieb gsin were. Das red ich nun nit darmnb, daß ißh si beid einandren vergliche, sonder wenn die 1er soll uß dem end und tod g^ecbnet werden, so maß doch die ebristemlich ler, die dod^ die allerwarhaftigiet ist, ein falsche, irrige 1er sin; diewil doch Chri- stus selbs, Johannes, Stefanus und Paulus, ouoh gar nach alle 10 boten als rerf&rer von diser zit mit tod abgefertiget sind. Darum redst du, was du wilt, nit was du solltist 1 €k>tt verzieh uns unser sünd ? Dann andere sohmachwort, die du nit one besond^bare intter- keit über den frommen man mit großem gespött sch&ttist» em- pfelhen wir euch Gott, der je und je die sinen mit eilend uß diser 15 zit berfLfb und der weit iren lust an den irommen ze b&ßen ver- beugt hat. Dann also stat es gesdiriben von den heiligen Pro- pheten Öottes (Hebr. 11): die anderen aher sind ußgespa(nn«n.imd habend kein erlösung begert, uf daß si das befier leben erlai^ltin^^ die anderen aber sind verspottet worden und mit rüten lißg'e- 30 schlagen, darzü in band und gfanknuß gworfen; si sind v«iSStei- niget, zerhowen, versdcht, mit dem ßchwert gerieht; si sind. Jiwruixx— gezogen mit mangel, trübsal, angst und not^ deren doob die weit; nit wert was etc. Und darbi laßeaid wir es oucb bübea ,soid wel- lend damit den fporamen man aner person halb und b^vcir eu:^ 25 statt Zürich verantwurtet haben, damit BOÄn^nitÄü» d^. firömbd^ gedenke, was lerers oder gloubens si habend; sitmal.maDido«b iro lerer so unmenashlich nach gescheohnem tod twnb^ngeii §ig^ Hier fügt sich villicht ouch, das ze .rier»ntv«urtm, vor, tor aU6ni. ' a ^n ^^v>%^^i \ Salz zum Salat. 247 theil geoffenbaret habe, zum theü mit der mensohwerdung sines geliebten suns, unsers herren Jesu Gturisti; und uf disen grund setzend si all ir vertruwen und giouben und religion. Dann diewil si gloubend, daß der Gott einig, unsichtbar, ewig und unb&cbriben 5 und allmächtig ist, so wüüend si euch, daß er nit mag nooh kann verbildet werden. Dann wem sölt der unsichtbar allmächtig glich sin? Und so si gloubend, daß der Gott nun einig und allein allmächtig ist, 80 betend si in euch allein an, si r&fend in allein an; dann den man anrftft, in den selben man vertruwt : der muß euch allent- 10 halben zegegen und allmächtig sin. Das ist allein Gott; darumb rufend si die seelen der abgestorbnen, die unbschriben und crea- turen sind, nit an, sonders allein Gott; dann das man von für- spredien fUrwirft, gloubend si, daß si nur einen mittler vor Gott habend und einen ftirsprechen Jesum Christum, den gerechten. I. 15 Tim. 2., Joan. 2., Hehr. 7. Nun rieht man erst die bildnuß uf, wenn man etwas zdvor trost zu dem hat, den man verbilden will. Nun aber vertröstend steh die stett allein Gottes, den kann man nit verbilden; darumb richtend si den creaturen keine bilder uf und die, so ufgericht sind, thünd si mit zucht ab darumb, daß si wider to Gottes gepot und von Gott abfürend. Damit werdent aber die seligen in himlen nit geschmecht. Damit aber werdent si ge- schmecht, wenn man inen zuleite, daß si mit dem tufel gmein hettind; der tüfel begert, daß im göttliche eer beschäche; göttlich eer ist, angebetet, angerüft und vereeret werden. Wann nun sem- H lichs die seligen begertind, so w^ind si nit heilig; si sind aber eins mit dem willen Gottes und Gott will sin eer keinem andren geben, er will allein angerüft, angdsetet und vereeret sin. Darumb könnend des die heiligen nit begeren, aber vil mee, daß wir allein an Gott hafitind durch sinen sun, unseren herren Jesum Christum. «0 Also schmechend noch schend^d die stett weder Gott noch sine heiligen, sonder si haltend uf inen, was von inen nach vermög der warheit ze halten ist. Der vererung halb vermeinend si, Gott noch sine ußerwelten im ewigen leben keiner libliohen dingen not- turftig sin, noch vil mmder die götzen, die ougen habend imd nit 85 sehend, oren und nit hörend, müier und nit eßend; darumb opfe- rend si denen weder gold noch silber, kleidung noch spis, sonder den armen ; dann man langist euch im Bei Daniels erlernet, daß die götzenopfer von götzen, pfaffen und anwälten verschlempt wer- s BtnüilNGKR dind, wie ouch Bairuch am 6« capitot stat. J«i, dti Sa\^t, hai^t doch, die armen gUizm «elbs verspottet und vernfltet, daß man Wbl 'dicht» daß du nüt druf baet Jetz nempet du si dte gselleti mit ^dtem. guldioen haar, bald r&mpst du, «wenn holzhovren dapferkeil sin 'SoU» 80 w^ ich wiber, die ködnend's wol!»' Idt dmnn gbtzen schitea nützid anders dann hcdz sohiten, worumb tödt man die götzen- Stürmer? worumb iiempt man uns dann kUteer*^ so Irir öftt dftüix holz Bchltend? sind dann alle holzhower ImtzerT Sloh alfio, S^ wUßend ir nit, womit ir umbgond 1 ■ Der sacramenten halben haltend die stett liooh und w^^^ ^^^ inen, ja von denen, die von Gott hie sind, und so vil dero ^f' da begerend si, dal^ man si in denen eeren und wirden bäM ^^ man des grund und berioht in Gotts wort Ändt daß Dian ^' ^ gstalt und form halte, wie si geordnet ßind vmd nit ir&tn^^^ ^ koufmanschatz mit inen tribe; daß man si oneh ntt irf ^ A wie si die mensohen verkert, brache, nöcti tnüßend siö ^^^^^ x <^ Verächter der heiligen sacramenten gescholtexi ^Verden' sc'*^^. allwegen wol anders Erfinden möß. — aöco ^ Jetz dann kerend wir widerumb zft. der^ Vi' t rte^' ^ .^^^^ ¥■ «st anhebst an die Berner gefraten, cßo ® ^xif^ L^^' löblichen statt, dero duMt gliche (diö vjviq»» , «x»- v*" ws- allettt tütöolwin laod flndst; Bot» ist je Un^j - J^- ^.Ji^^ ^%ip^' tigkeiti miltibeit, dapferkeit, sig und 'ster^ _*^ Ai^Xl "^^st«^" weißt mengklioh,' wie ei mit kleinei* Ttitt<5»-. i- ^^*^VV^: ^' "^ Eyburg und ouch Oesterrioh erlegt, vvrie si -^ ^^ ^^^^^ ^ '^ künig Rudolfen abgetrieben, wie si dem v^, ^^ ^^^ -^^ß^oJiroI *? Burgund ein besond^bare stützen und ^nd^iTjf^ nach, wie si, alles mutwilligen Adels ^^b^j^o ^ ^& ^<^^^ fiööP^ vü lands gewunneh habend, als manche >^C^^^^^^ V^^"^^ "^^^ Ir Sterke utid maoöheit hand^ a In vil da 0öch die 8 oi*t M ^Inen warend, stritea wider försteti und'hötren urigl *<5^' . - ' '^^ alw^ sigbaft, fa* eer gar schön g^pfIä.nÄ ^^r ^^^^ iö '51 iwid««» den heraög Garli von Bürgutid v*^ * et sYernäten, geringschätMii. Vgl . ; Taixi^ [olz spalten. etid^ V * \ y t ((S«" iteft Salz suk Salat. 24Ö Stettin und ortm bJlf gar ae nUti gemaobt habend, je daß iro nam und eer nie so schoieebiieh gehaltep nooh veracht gewesen, als mm in dinem gedicbt flndt und denocbt alles mit lügen, ja mit oflnen lügen bezieret. s Dann wie du scbrib^ als der Betz, der allgemach harzdge- tapet, ze Yilmftringen gelegen, vernommen habe, wie die Luoerner ze Boßwil lägind, sige er gen Bremgarten hinin geflohen, da er vermeint, sioher ze Qin; sige ouch da u%ebrochen und sige am andren tbeil der Rüß uf der Züridier land herufgezogen, die Züri- 10 eher ze sAchen; indem sigend ouch die Lueerner, als si vernommen, daß in den Empteren iüa fSgend mer, . ufgebrochen, die panner heim gesandt und gen Baar zä gezogen: ist dooh in allen diseo Worten nit ein warheit. Dann die Berner sind uf mittwuehen uß- zogen, als die Züricher mit irem paner sind ußzogen; und als si iür 15 Lenzl)urg sind uß kommen, band si uf ttch getrungen, sind üch uf das üwor, daran ai keiq tbeil gebept, üwerthalb unverhindert gezogen» daß ir, ee und si uf Bremgarten zä zugend, von Boß- wil uf Muri gewichen sind ; wie und was, das wüßeud ir wol, dann du nit vergebens gerimpt.hast; «Do ruoktend si gen Muri bar, 20 daß inen das far dest gleguer war.» Und was aber dasselb far nit vor (ich gegen den figend, sonder binder üoh, und als die Berner uf Bremgarten von Wölben und Vilmäringen nit hindersich gewju^en, wie du fürgibst und anders wüßend, die die gelegen- l^eit des orts wüßend: ist die panner und das gschütz nie gen 25 JBremgarten hinin in die statt, ouch nit uß den Empi»ren kommen, darumb du nun groß lüg spotti$t, wie si enet der Rüß uf der Züricher land z(^en; und legend aber die Züricher selba mit ir panner, gschütz und züg grad enet Bremgarten Z& Zufik»n und da herum. Mcundes, am meotag fr&, wie man des sonntagts ze 30 abend ÖXc Bremgarten kommen^ brach man uf : Zürich für Otteübaoh uf Zug, und Bern für Merischwanden u^Lacern zd; daß abermals meng^icb an der zit^. ai^ or^und andren ]umstenden wol merken mag, ob Uwer saoh dom^l^ so trostlich gstanden. sige, wie du iQrgi)>s|;. . Do vprmalen ni^ajoids in,<£mpterea.was> dann mir ein 55.](leixt;s bU^. armer, weerji^ser pureiji: do wf^. es gät von« Hitzkiloh b Vgl. Tanngr. v. ^40 n. ff. — i« ib. v. !R52 u. f. — m gelegeülfeit, Lage. 250 BOLUNGRR berab zA booben ; do aber widerstand kam, do was es wSger worden; dann daß zt Merisohwanden uf üwerem ei^eo erdrich tu lerer büijeren und schüren stundend (wie du redst) oucb niemands da- beimen was, dann sant Jürgen wurm und die gselien im gokünen 5 baar: was der mangel an ücb, daß ir nit bi inen bliben warend, oder villicbt die widerweer den selben gselien bevolcben hattind, die aber sich selbs nit schirmen mochtend. Nit vil minder spöttlich ist oucb das^ daß du fürgibst, wie hie dißhalb der Rüß ze Ottenbach die 5 ort obsich zogen sigind 10 und da die find, nämlich die Züricher, die sich mit 7 panneren und 9 fendlinen gesterkt, abermals gesucht und doch nienen fan- den habend. Dann nie kein panner nie dar kommen ist, onet allein die einig blüttig Zürich-panuer, die an der schlacht zu Cappel gewesen ist ; sonst sind etliche fendli herzüzogen, und habend sich 15 alle uf Bremgarten , Zuflkon, Oberwil und Lunkhofen gelaßen, darumb ir nidsich und nid obsich söUtend zogen sin, wenn ir si mit ernst hettind wellen soeben. Oder weißt du ouch von dem unghür im Islenberg ze sagen, das die frow gesehen und gen Ottenbach herin geloufen kam und seit, wie das holz voll finden so wer und nüt dann lüt und lüt da werind? da aber nach niemand war, daruf man dennocht ein schnellen abscheid machet und etlich ftimeme mit großer forcht redind, daß uns botz diß und Jens sehend! Was habend wir hieniden than? worum band wir unseren vortheil und ein gwunnen spil von banden geben? Das möß maß 86 dir dennocht sagen, daß du nit meinst, man verstand dich nit und sige all üwer ding nüt dann gwünn gsin. Andere und die unzalbare stuck, sitmals ßi doch öffentlich erdicht sind, mag ich nun nit verantwurten; als daß der Bär den Lucemer stürm über die Rüß zu den Züricheren geflohen sige, 90 dann anders weißt mengklich. Item daß ir üch selbs ze nutz das dorf Baar verlaßen habind, das doch dem niepen glich sieht, das denen von Baar begegnet, ouch si selbs sich nie keins nutzes ge- rÜÄipt; Waö wilt du dann der i4^rtefn, '^ä all^ weit ^ol anders weißt? Dießgliöhen ist ouch das nit wtfr, dÄß wir toandienieljirfzen 8{^ man ani sobarmtttzen verloren. Ich äoht, tifWft söharmütAn wäre nit groß, da it über die Abren in fllr Baar hinuß wiohind Tind ^ '■»■ m .i^.i i . L . . * 1 J I ' . i * . , . .. ' 13 blüttig, nackt, kahl, einzeln. Salz zum Salat. 35:1 aUett züg d^o von Züriob und Bern vil tagen» Bamlicb bi 14, uf öwerem ^drich \\gm ließend» im^iogelou&ii« die ir doch yorfain» aU ir die klein madbit zäGappel wußtend, eben schneU und frisch .warend. 5 Und der schlacht halben am Zugerberg, verjehen wir frig, daß si übersehen ist in vil weg; und so man villicht gehorsamer und minder roubs begirig gewesen, so wer es üeh nit also ver- langt. Dann wie die schlacht ze Cappel durch besonderbarer per- sonen anschlag beschehen , also ouch dise ; zu dem, daß man sich 10 in tiwer gebirg hinin gelaßen, des man nit kündig was, und üch nach üwerer begird und wünsch gezogen, da ir mit einem lands- kundigen man me schaffen möchtind, dann wir mit SO mannen und allem geschütz, des doch nit meo was, dann du ouch gezelt hast, xi stuck. JDa soll man aber ouch die warheit sagen: der isiinsern, dero du 8000 zelst, ist nit ganz SOOO gsin, von den panneren und rechten züg beruf gesandt. Die habend ouch die wirdige mütter Gottes nit gschmecht noch gschendt ; band si glich iren schimpf mit dem götzen zö iSinsidlen getriben, so ist doch die selb nit unsere frow , sonder ein steininer oder hölziner stock. 20 Desglichen mariglend wir nit 800 mannen , die du der umkomm- neii zelst, darumb muß aber üwer anzal da gewesen sin. Aber du müßt nur von großen dingen nach diner wis reden» nämlich wie ir all redlich gsellen gsin, da üch niemands wider ist, dann daß die an der schlacht gsin, redlich, dapfer man gewesen. Mich 85 wundert aber, welche üwere krapfeneßer gsin und was verwisens ir e^anderen gethan , isind ir allsambt so redlich gsin ? Ist dan nit am Grüt und uf Schney ten oder FQrschwanden ein ort , oder ißet man an eim und schlecht man am andreü? Du magst es am allerbesten wüßen, als der du ort und din lüt all kennst und es 30 alles so frig nemen kannst', muß ich 'dir abermals sagen und diöh mähen, daß ir dennocht ei^kennend , daß ir menschen sind. i :v.i; /: Qidruf Uig$ti iQgst'ida.4ooh. 6Q vi^bosoh^id^nliatb von.delsjen, j. ßO'Hdfeiijbwmen söUtioid ejreJöhl$geA babep ,vo4 d^m wto^turiöp^.daß rieh dir; ioHi.imtwjArt^a.mQg*; Panadu 18 eet^e^t^dA uito^i^HidßQJi jb öinöP lmBköi»iBW ißt etQ. Darbi mm merken kun^i.wji^ du oiich die erschlagnen zeit hast , frilich 18 für einen etc. Witer machst ..' •. i 452 BOLLINGBR du ouch eben grämpig üweren mg gen Horgen, da es doch nie- nen ateo ttbel ergangen iBt und ir abermals inueii worden warbd, daß ein kleines hüfli am Hirzel wtr, da wolitend ir «bemale ein manheit begangen haben , die ir aber vorhin gegen der rciefaten ^ macht und da man recht uf der Abern und zu Dann Tersamlet, ouch üwer begert und ir aber üch ingrflbend und verschiffend in das gebirg wie murmelthier. Da vergißest ouch des , daß üwer ein ganze ville , die mit wägen und roßen herab gen H(»'gen ze plünderen kamend, von IS mannen erschreckt, einanderen in der 10 holen gaßen überranntend und fluhend, sam 1500 man strits an si geraten werlnd. Ateo sind ir ouch domals forchtsame men- Bchwi gsin und ist üwer pracht z'ntiti worden. Wer nun anfangs des fridens begiriger gewesen , ir oder wir, und wie sich die saehen warlioh verlaufen, Weißt man Wol tind 15 bedarf dines blümens und färwens gnot nüt ; das alt sprüchwt«^ ist : aDes zft siner zit ! Gott sieht und weißt das end 1 Demnach gerätst du aber über die Berner und v^gißest aber des, das üch itü Eigen widerfaren ist, da weißt du wol, daß ir etlichs vogts tnangletend, den üch mit sampt etlichen andiien der .^0 Bär zerzart; da kannst du aber fin überfaren und des und and* rer dingen, die man wol weiß, nienen gedenken. Ze end dines Spruchs, den man wol umkeren und lätz stel- len möchte, wo man uf ietlichs antworten wollte, hast dö erst den alierhüpschischten spruch hinzögestellt, der uf das allerböchst .«5 ein eerliehe statt und landschaft Zürich veracht und tüfelßuch- tenklich widerum zA nüwem krieg hetzest, ja tratzest und oßbü- test. Der ist also; Hie tannast! Die von Zürich fliehend fast, ;8o Mad kann si weder erriten noch ergon, Si mögend nit ftof köidräckli bston. Zürich,' die uralt, loblich statt hat sich von jewrften har linder keisirn, küngen und fürsten wol gehdlten , daß si- ouch her- nach mft'großefa fri^heiten begäbet, frlg worden und ser wol in ijödem Himtechwtf riet gehalten worden tet Insondwrö hat si iro ' ' . ■ ■■.-.' « 1 'i < . • 1 grerapig, zu Grempe , Krampe , also f keck aufgeschlagen, stblar, Sfich .greriipi^ machen, sich brüsten. ' ■ ^ ' i j Salz zra Salat. 25ft starke und trüw graf RAdolfeu von Hab^purg erwisjt, ate er von dem mächtigen berren von Regfosperg gar naoh z'niXii gemacbet. Do habeml si dem Habspurg^ hilf getbon, til starker, uaüber- wiadlicher sebloßeren zerbroehen , den berren von Regensper g er- 5 legt, überwunden und uf gnad ufgenommen , und damit den Habs- pmrger also erbebt, daß er nit uniang nach disen gescbechnen dingen , als er mit sampt denen von Zürich Basd belageret , z& Römischem künig erweit, damit im ouoh das hus Oesterrich zA- gestelitward (wie die croniken belügend); daß alles rieh, das hus 10 Oesterrich, insonders Habspurg nit wenig lobs, eer und pris der statt Zürich rerjach und noch schuldig ist. Die statt hat sich ouch künig Albrecbten belägerung entsagt. Ein fromme gmeind ZUridi hat allen mutwilligen gwait uß irer statt vertriben, ire^ pratiken wunderbarlicb gebrochen, die mordnaeht mit eerlicbem 15 sig überwunden , ouch den undankbaren Habspurger mit allem adel , pracht und anhang zerknistet. Dameben die großen schlach- ten ze Grinow und Dätwyl mit wenig lüten wider große züg z'roß und z'f&ß gethan, gesiget und dannen mee panneren, roubs und zeichen gebracht ^ ouch mee eeren erlanget, dann si noch in x 20 ßtriten , die nit größer , denn der zu CapQpl gewesen , verlieren mögend. Darumb du dich in din herz hinin Schemen söltest, daß du ein sömliche alte, wolgeacbtete statt, das obrist ort in der Eidgnoschaft , umb eins einigen Unfalls willen so schmächlichen söUiist halten I Hat man doch gar vergeßen der großen trüw , 25 liebe und guttat, die ein statt Zürich der Eidgnoschafl bewisen hat, daß si ire eer, lib, leben, g&t und blöt so dick zä, iro ge- setzt hat? Daß um des ersten punts willen im 13S1. jar mit den 4 Waldstetten gemacht, dann si nach denen die eltisten Eidgno- ßen sind, iro statt zum drittenmal mit beereskraft belageret ward ; io daß si in einen viljärigen krieg wider das rieh» wider das hu&^ Oesterrich , alle siett und wider allen adel umb der 4 orten und der ptoten willen, kommen fet, daß si Karolumy dem 4.,diß na- mens, keiser und Behemiischen künig: mit sampt allem ri^h pmb der 4 orten willen übergeben, und Luzem, .üri, Schwytz.und «5 Üaderwald^ lieber gebept , dann alle zrüsag i^d yerfa^iß^ogea des keisers und ganzen richs ? Hat man doch vergeßen der gro- ßen dapferkeit, mannheit und großmütigkeit, die Zürich einer Eid- gnoschafl; bewisen hat im Eschenthal, Turgöw« SunigÖw, ze,l/V"alz-^ 254 BOLLINORR hAt, in den Burgtmdiselidn kriegen^ item zä Byraiß iai Schwaben- krieg, in den Meylendiecben kriegen und insonders zA Gallenm und ze Marien, da ei sich so trflwlioh und eerlidi gebalten, daß etlich der 5 orten, die dero von Zürich vast fro, vtermeinteDd, 5 soliohe trüw in ire herzen ze sohriben und niemermer ze vergeßen. Jetzuod iat 9i alles vergeßen, jetzuod werdeml ßi'unob eiaes Unfalls willen verachtet, sam si nie kein tröw, noch eer nie be- gangen, noch erzeigt habend; jetzund m&ßend si die allerflüchti- gesten genempt werden; jetzund sollend si nit ttlnf k&idräckli be- 10 ston mögen und werdend dermaß veracht, daß es ze erbarmen ist und menchen redlichen ZOricber dahin bringen sollte, das er sunst nit gesinnet. Aber all ding habend ir zil> darüber man gar nit kommen wirt. Darum so gib ich dir, lieber Salat, disen Spruch um den dinen: 15 Lieber dannast Hut dich vasti Hat Gott Zürich also gethon, Daß er ouch din nit verschon; Zürich ist der eeren ein cron, 20 DW Gott nit ewig wirt verlon : Das glück wirt gwüßlich widerkou, Daß jedem werd sin bschulter Ion ! Dann Übermut Der thet nie gut ! 25 Hiemit will ich dir, lieber Salat, din unbegründt rimen und danten verantwortet haben für din und min person, und sunst für niemandsl Dann diewil din gedieht in alle land ußkommen ist, so was je von nöten, daß^ bi den biderbwi lüten, zÄ denen din ge- schrift kumpt, den loblichen stetten ir glimpf ouch dargethan und 30 die warheit angezeigt werde, damit niemands verböseret, ze Un- gunst bewegt, oder ouch zft abfall (wie dann den einfaltigen gern widerfart) verursacht werde. Hab damit vorgüt, dann ich dineh jetemalen verschonet hab, von wegen der handlung selbs des Vaterlands und daß ich lieber 35 gewellen, du bettest nie ein büchstaben gescbriben, und daß man der und andrer b&cblin, sprUcben, liederen abstünde. Da hast aber 86 Unter den andern Büchlehi ist Jdtiaon Fabers Trostlyftchfeiii gemeint' Salz zum Sault. 2SS- die vorred gehept, darumb gepürt mir ze antwurtea und die naobred ze thftnl Biit, daß alle frommen leser und liebbaber der einigkeit min Bchriben im besten verston wellend, dann es im allerbesten beschechen isti Aller liebl\abender\ evangelischer warl\eit e o ernstlich rufei\ zu Gott. Im thon, wiewol ich bin ein alter gris. 1 heiiger Gott, erbarm dich doch, Daß din volk lidet zwang und hoch! Verzieh uns unser schulden. Daß wir din wort so ring band g'acht Und nit hingleit den stolzen praoht. Daß wir dir möchtend hulden! s Du hast uns gstraft, euch hingenon Huldrichen Zwingli, den frommen man; Doch hast in gnon zu diner hat Mit im vil eeren biderblüt, Die all den tod entsaßend nüt Und d'warheitb'zQgt mit irem blfit. s Damit hast du d'straf laßen stan, Din hus zum ersten wellen schlau Nach dinem alten Sitten; Drum war es jetz um uns ze thiin. Wo wir nit findend gnad und sön Mit trungenlichen bitten, 4 Drum rufend wir, o starker Gott, Stell ab die großen schand und spott, Die din wort jetz maß liden ! « das ebenfalls den Vorgang bei Gappel entstellte und yon BuUinger im gleichen Jahre in einer besondem Schrift abgefertigt wurde. Hess, Bollinger p. 125 ; Pestalozzi, BuUinger p. 88 u. f. 1^ hoch, Hohn. — i^ pracht^ Hoffart. Sunst ndt&'-din beilfe-greehtigMt' '" ' Die »des aiAnatk iHkd itl|i[Hgk«b - ^t-.i'. Mit schirfrftta-'aot»rerfa'zeiBidimdea.:'"<; 5 Herr gib den dinen £eduld.iuid„l?'at^ti|d, Erheb dia heilge, .^tärke Ijaotf , ,, . >, Bia unser Gott iu trllwen! >.,,.,■ Dem bOseh weicb sia stejnip.ii^. Nimm yoa uns alle r^ch mid ecbioei^ .Tbä unser herz ernUyi-ep; ,. ;, ., . i e Daß wir dicb waren, einig:eQ Gott Jetz und in aller unser not Dich recht und war erkennind, . ■ r ; , Ifeti IpawA;' dlneä liabätea -Bon-; \ ■' '■ *'■■"■ >■■; "^i'*'*^ ■■■. Dm «iiu^:ea,''earigafr-gBBdAitbtr(Hi) ■ ''^"■'■'.' '^.^'i *'^"' >. ■..■.AUeäpim gM■8tWel»eeribdI^V..■-H A '-.iv \;..s,\ küV \f. VM-gebeps eereod.si.niiob.niit ^ip^^t^pa^i^Wg^ SM4!}rii4*- Dem Salat. I . ' u Du hast nns |;«d dm^wieDabbtkAchto'," - '^ '>-^'' '"'"'- -: ■ ■ ■■■ 'Dnita bftQ'teh dich' wellefl'vri^r "fefiöheii'^ ')t''h-riV'.' ■"■' ' ■' 'l' "Dna g:ü)',dtr 'hie den iSim^eltagj^ ^^'._ ;.^ ', j^' \," '^'.',^1,^/^ ,. ,\ "'[^ '..liaijRich^'dpF eiflrii BÜfliBn,',ff^'^i ■■/'., r-.Mir.i->i.,!ii;ii:^i' '»,Vms."»rtcU-iMiit we)l«t> "'■'■" ' ' '~'" •'■'■■'1' ■■'if'''iii^ "'■■! ^ 5^" der Berchtoldatf^, in ^er^ Schweif .,-■!„, ii !„ k n;j:il ii — .-ndf. .us ! iöie richtigere Wmaarileiimpf,(;jVaK^i^!in^SffiypV#lP(^^^ Welti in^ der ijTgttTia^ Jajirg,,^6?/M )|pr^pfjje(sbf^ep\^^ 8tehl'j>,.224:,^.fürertwe,iterhin;^ l"''>,en..fWi P?« ^)^pnt,.,^^f;^%„^t|BifljSlrf Salz mu Salat. 3S 5 So dieneDd s' dir sfi dim Salat, Das salz hie fOr das Ol stat; Damit so hast eine ganze traoht. Ein andermal dich baß betracht Und laß din üppig schriben sin, 10 So redt dir niemands also drin, und mach nit also har uf har I Diß hab von mir zum guten jarl Darbi will ich's jetz laßen bliben. Gott wöU all ding zum besten schibenl Buütngers* Salz zum Salat (S, oben p, 12 u. IS, Anm, weder eine ^ grobe* noch nbeissende» Anttüort auf den Tanngrotz cmJ das Lied vom Zwingli (der T&el ist das piquanteste an Schrift), sondern eine ruhige, durchaus sachliche Darlegung Ursachen und des Verlaufs vom zweiten Kappelerkrieg, eine . il — 12 fehlen in der Zürcher Hs. und im Ms. Georg ; ergänzt aus Rollenbutz deutet also das Wort ein nn jenem Tage übliefa geTresenes Geschenk. } in folgenden SteUen: Im Zürcher Taschenbuch 1859 p. 185 ist in der I geschichte Gollin's die Rede davon, daß seine Taufpathin seinen Eltei jährlich ein Andenken an die Taufe schickte. Dieß Geschenklein he den Gundeldingern (Kt. Luzem) «die Osteren», bei den Zürchörn der Zi tag. — Ein Zürcher Mandat von 1650 verbietet, «daß dej^glichen Mtzit zum gütjahr noch under dem schyn der würgeten (Stalder II, 459), zi] tags, stuheten, kindbettinen oder einichem fürwand verehrt werden so die Etymologie des Wortes zimpfel anbetri0t, scheint es eher eine nai weiterang von zipfel, welches auch «närrische Person» bedeutet; Zii ben ist Aberglauben, Zipfelreue, irische Reue; zip fein heißt unent ^i^erg^hen oder zugreiftm, trippeln, tappen; zimpeln sich zieren, ifeberden (Schmeller IV, 268), daher zimpferlich. Alles das deutet ^ i^trrisidie, alte Bräuche, welche an jenem Tage stattfanden; dann ai scberiAiafte Geschenke. — / 6 so, aber. — u haar auf haar machen, Händel stttten, zi llBlzen. — 14 Bchii eil, wenden, lenken. •*^" '•'HiMrich Büllinget geb. 1504 iü Brei» garten , IS'JS - 29- Lehr tekÄH^WÜHulö MOap^el, 1*29 — 8^1 Mn^r in Bremgarten,' wurde 16 Ifi Hachfolger In Zöiieh und öpätei* Antistes, starb 1578. Ba«ehtold, Hans Salat. 17 258 logie Zmnglis und zugleich eine Rechffertigtmg der Städte Bem und \ ZWrichy kommt handschriftlich öftere vor. Diese Antwort BulUngerSy schnell hingeworfen, wie fast alle seine Schriften, ist namentUck \ wichtig durch die eingehende ScMachtbeschreibung, die um so werthr voller ist, als BuUinger das Terrain von Kappet at^s genaueste h^ftytkt. Jiele^St^llfn^flu^^^^^^ ^^^^^TMttnrT"^ dhroitik ithrgegakgin. '^ vij mrsfemntl^iMSffiipe MaiW m Text in Sammelband Ms. A 123 der Zürcher Stadtbibliothek, mn grössten Theil von Rudolf Güder 1S41 — 46 zusammengeschrieben. Mitunter Mmdm '^i^h Leäartm'eiaer) m^Qanaän iSiMeBhieKBs. der Lum^^ StadmbL M: iü (X.^^töa-^97}fy ^g^OiriebeniSSS.o^ä» rieh Mathffs, 'b0igBiopm\wmfd9ml Ideä widßprußh fekknui^iisr lefaien äs, ' Das LiBd ßkUingersi' 'kß'beilgirB0t^,giänff limMSsr- än(Urungi¥^ mtd ßmett^nmgm '-M^ du ' 1946 ^im Wmäi, ^säirudd» A- 'Wn^bu^'^^ee th^nmSiijEiiii^'W^ auA M M. Watdsm^fifßb^h^'^dmi disu^^ Liedern der' üf^^hnten DitMm* nnd* mMmmtr^itiJiMtocBß^^ 'MiB4dh^^p/'8T:r\ i-'i.-''- ^■'■'■.•■: •■/;r-'-".^ ^Mfl- naßf. ->iA Ueiw üÜiBs SadhWöhe veirgleieke B.EgU} 4kScMaxM. v&nßap- pel,'i873, ■ ., ^ "^ ■ ! - -- .1 ' '^^ :-v 'K..-' " - :-[,^; Andere Prob^ &ks dem damaUgen Li\ßdaifbrie0 ö^i iGrünäätu, Mitlaus MlamiSEi pi 47v . • :•• i:! -* • << ^-'i -uuaMu. xiov iUuWv; ■" ., . \ ■. . .- .•.,.■ • '■■—:' '^•■■\^ ':• ..1 M','"*: !'./ .:\ I -tr ,!].!:'• .:V ' "■■ ■''-' /• -'•••'■ '•• ■ 1i^;: iiijfl. n^t-F' ,:vi >--bi nv ij'^ ^^rt\ln '^^'>' ■'.1 i: ; vi.; U . ■.. ■? • i.t'i i. '-i-''^ . •: • ^ '1= >Jv;n'lJi '/ :iir ^ili) >iii':lyj üjI .:,. -/^\''vivi :;jJ'>7/ »u:- r/'fi')'»-^ i'/rrr ri'iit» ^I'ß rtv^H m^fr bnii ?i;w muiüd ^«»>> ^«^«ö w^r '^^« Gottes barmh^. . '^*' '^'^ ^«^<*« ^' ^tö^^.*«°^*-« - i>esor^e? ^*d St° "'!, "" ^'^ ' DartS ^ ®^ "^^ *^ ' t6Ö Bauat ■' Stthuld tm8«rer ersteh Atün st&ddtt'ffie mad det «i^^äieh^^ fltr&ft Mit der vetg«&mg, daß alle' vei^gne aii>^däki''ii6iyiB gar lichtlich tmd bdd ent6<^chend, und gftäi t^ ged«ebtüiÜ(irei^''VeMeßafeJ- Üeri^, tSä flte'iMäa«t§nfifea"aö«ie«» g&ati'ioder pim Üate ; -Waiiti- te-h-.:in.^;^^jiet,li!(a^^ji 4iüeh# cM erVÖi^^ **!nnörreötHctier;''irtiilfii«i6^ M"%rtitä ftirf'drtöö) di^e'mäi ö6liribmi]gf «jd"^ hbhd^ö' |ndÄÄn'^#r''tl •f Äst« --^ ^^^^^ -f' ^ 4 ^HH& ^•iV^ ^^'^mäte ^r^^ »*.• Awwßn v^»-.Ä«i#^^ Ar,rüafun^il4f, 'W^ «md l^VMÜen Gottes Mtell.a>tfa«.fitfhugottt^> b^S^^>ö«*«>* «Wrtiß«fr«*l^^^ Uile)^fal46«& Wi«n? -* »^ ^*^**^ teilt« uai«iil itttad iiali?i Mi di^^j^JJ*«*<^*<»SaDirtsä^liAjeiriat«^:^^*8'«*^ ^ "'^'-ilöv bau aetd.8l£W.:^^f^ ^Of^' ,,,! ,ä4 >^«?-_5> •«i«fcJi.i^ i.'- ^"^^ »'i«r taaan« „Miimd mix oehhnfal danffÜDäteimiaoa. ! D««tuiIJii>diai.J»»le«l/ilanii;« isOvdaiiBjJ^al &iIK]U;4IUl>°'>J«t!lUia«> tem, aller gesoIileoJiten und Völkern grosobloliten. fSOAT / BÜß- (-TT. .w«l«bAQ<. n«t . höpßchaiti,; ötttj, . 1» stt^ZL^^ 1 • ^ « X- ^ ii^eirs etil mogi dnna. wider. filr qxj««» ^WS/sli*|*cbaB»-^u* j^i^m,.6eili9QQ ftim «"Bell. ,tti* te« • ^^'*''*^*'- **** tfM*in9PH.<»e^ weit, iaH« i»*H*ltetl , -u»^wl^"*®^ ^ ^^^^ h.}mi«i,- .vsk\g\mM stow pmifeß^^^™, ^®^Vj(dttÄ .«ndi,i?lr:.sim ofurmg «ÄeiftusflicViti . .^ ***^^ gMeli f«^Ä)iÄt^^^^ BiiBhM^iÄt, ,VöP ;iFMiM;n.4iia od«r «.liSEoW ^**^^ * ^ *^o£«pd«:::^^^^i^ lergiibw lupdign«}. i|»d> swfti.i^ati^^l^^^**^*** ffisftoiipDgidwidtegßttftlteii-g^^l^^'**'*^ '»^ i(k und ze setzen groß.glwfen, ^^j^ '^"*^*iÄ>i-i»t;,^„,ljj ^^g. ^^md-i litte glö}öbfe*fiAlModi.tti|^;^^*flfe ***ftwonßÄiweÄi gms tfOSmgdtdMt. I Witt »^^* " '*»e4clMcaidB,MrtnaBff^J/^«^'^**' IhUi; 4Ae-i«df(&i isti ler. keorkiiiHitaii£.iiilar %b %i =*^°>s ^^«s Lft. b «rii Vö«^ tfii^' .# ^^■r. mm kr Utk; mim0 « l»'istjiall«tin -»«* "tr ^^«^ ^€^t ■So >Qrü Jöx .♦* *« D-i MBcuapcM mit < i©bTi«as- . iswüg^r i b«teakad 'te^ii9gpe»diifundfi*f'?s iocrli. '•**** Dte"hi8^JtÄst(.t fiKAaejevldlieB /izdiJriiBdääruas'i Unii^i^ii^ itwtiixixa w^iß*»*! ^s^»'"^"*» düasi tBiQ^^axKuJ oIDdruint. isitaebunUi an < »lrsaw««.sl^ed'idTe fl^*^*^"*l*?*^*^'irft. -4* -^iü:«^ eh. ABl Sc' lüteit daran zd iveuÄea, daß Ä© N»« «Uff eil rritr. -l-r^^i I Smtn Wi Qg sins goiti^ "^^^ ;V«P?ftrt?|KJ umb daß oueK ^*^*i W '^^- ^^^Z^ m oder dein *^ *t,.^.*^^ ^^ büJhs ^* ^^^9S? _eit lesens anstan. ^"^^^'^^^ ^t*»^«! des ga,ein.u ^^^^ JWW -STi?"* *«*'««*«- ^VteivMaS*** . r'.J.^ *»««^^T*'°«*' tot 4„rt, 4„h«A.i<» /» ,■» ''*«'«liftaf^"^'"* '"""'**''* otMeOKBtoo* «IS* ^ . '**"'«a8^ . ";^' ' *=tt«oJK« M™»,..,«o. Bl-.-«r«l»' *'fc' "«»iSAWwr^ ' ** '*«* «lag "rniiswe«**! Mtta 1» Mfenü*»! Tf.,ri, •*»*«*'' 'ä<*l'***Sl"'«*ilOvi»i»t> !«8r ^SWIl.dSaL,^^'^^'*'*'-" s*«i* •■>ll«'*iri ^ biShirt , »iWiaS^ .*■ »"*"' ■HBWil'aiB-'Msae&riBWn» lal ?^2«' 'sott Aftin atiHs, I tax »ii«h :who ' i^i«* « mrt Jws^MBa -«Tiae« aweVBS^tsiit,» düön-'aterbB'se tiD^J*1^,v niy a(/;.iit/ -',i, mJois Jiri r(-uro .:tß*' f/ 'iutii l,ni/ ,ijÄ7^iijj ^.,i'^;it)i ihjd-iti ,,'jt' JerridU der puneim von Kegeri \ini^'cra\~irt''\.'^ !i-*«»BSf^ D.mll iah d-m »»J ■»!"« .W>lilechton W"*^t*>''^V^>*^^ oht der pmltlBil IM« mtlWs^tieiajjjj^ -^Ä*** rfS^*'^"" pl,i* diq; ^nMÜDfitei^, noti^r^ncli -*****^ ' «llts, llil,>M>»,diB« kW^iuiiJ,^'*****^» gsaWiBSflwUsniWl'i«?)«««!, : ajip i«b ^^ '»'s« "^M\ lit maa ff«t ,^ii wfiptoi. fWi«^ . ^^=V ^"•**l>» f?^' ' MVH. vn^ym. :»etw. «ftw^SB* - .fai' '*^ ' ««"««»»lisai B ,,[IW.i(irt,«io.,w«|iig»Wle»l»»lta„ ■**» «»«Ollli il j >t:M groft»:«)»*-"»» im i»»jr^' "i'*»»' «"iteom,^" ,iiJ,dMli,:Wli,f»ii,,s«toB|i..,»^^*'' P«M»orHeruo- JT",^^ MrtsiamiBigW'PPWM.iaaao. fT""**"* «itMU*,,^. ."*»''^«l, Btf..^,. kW,«**»,««™ ?,■**"»»> w,B«i|i9I,:.dM,isoH.;;r_ «»UÄsn J.!OM_. stoa;,fl «iwtiytr- ™d,ii»ohg|«,4io^~** B!tiBar«.,eti„,^„,^ S.in ist Eia hejdU C^^^*^^,, ^ JJSl^>^, V*-* 1 «m !A,tm«.,lpMx.t, ^ *»r -a«r .„mW«»« J ^ t^rS^-* naß bald han; Übersicht er senteqz und meinungeD, suade -flij ü'is "Ah^ ''s\\'j iviil'^-^-d ii');»i\*'> L • * ->>^* ►\ « •g^wie^et; gfepis«, ' mticlS 'Ubti'^st%teÄrfrfigfeHöhr;#^^ .^öl*mi Of ^ibsii^rWaclis^itt. , i^röxi.^ -1: i -«^»anni^McÄüierid, '^daa- V^W %i\x^ 3#te8aft:^ufidxi*v^iniÄÄI Qi^trt^tö^ii "Uz 272 Salat ' Bs hat die > mmfispreolMnlirtKy bannhsESBigkoit/ unswots' gAtigen liemi €h)ttfl8 und vttere vcm ewig \mr nie «logen Üdea^ Mn fbmeo one grund irren. Dcorum oodi Pkulus zu boden gscblagea ^tMNsbiB sttr^ ken ifero wegen, der aber unreidit . was «ü der sacb tindA. de&balb oueb aliweg sin nfierwelt Tolk (die wir etiaiien jMt sind) yörgiwaniet aller zukünftigen übeioi denen wflflen 2e begegnn», und-bibittrohfllb afaflOebtig zA werden, maders' darnach 'wQfi^ 'se: rtobftem BeeOget aUe gschirift und ' propheten. Soi dann ^dhS'deni Juden,' dieiidkMäi nur ein figur imeer gsin, hfgqhflehen^, wie yii: nrinder >bat nnser lieber berr i^saa Grietos, der unaso -boebi and Irtlwer mit '«kvendibitteren sterben und lide&.erkouft, weUenJaßetibaiaovngeniJametgaiir, ja noch yil minder irre gan, als sch uns schwere ttbd begegaeteadr 'ilmveiv aeobenlich, die. uns. also * sttttzling betteiMl mögen abscdivedben und TerCÜren f Darum neniend. War kura die^ meimongeos • wie > mit! jmttrea, qla&eEi werten* hat ^ uns selbs an:toigt^ daS^^ta unsjate die;recht* g^ul%en im glonben hoob dmrttobten, anfechten und lumbailjittiQnDen understan wurd, und go warnet^ : uns itov abM zfil; taAten^ ^ ioläjiUi^* so uf den rechten weg kon wbrend 1 .: *m,. / '..''; j. Dana als die junger gicngend zuaoiv baren Je^u^' iä «ifriageibift: Herr, sag unsi, was ist das ^cbto diner asAkianft iunä das lendä der wdtt antwurt inen derihem: l&gend, dliß . ücb daüh Kdemand veorfbnm werdi DanDijeswerdeiid vilinminemnameh^onvfiagend: iobr vbki «(ki* stus, denen volgend niinach (als so er sprSch^ . dalB' iri danmmU: and das blibei!id)J -Danh si werdend yü iverftosn ütad bs* fr" jt etaieiid bl^en krieg und .ufrdar, lägend;, daiß ir »darum nit betrAfit: ^werdend, noch ttoh fOrchtmd, denn idJse diiig mAüend aiso togta&i^Eaiiat aber dennoch dt am end; wanneswürt uMteiiini^ skrii erhdben «inf* vaOt wider das ander, etai' rioh wider das aader^'Und; würt pestüenz, bunger, eii)]fiem gan durdh die stetig oudi eijschrocbneinüds gi^itfi« sel- igen werden am bimel, und -difl würt sin >ein anfan^ der /GohmcrznL Si werdend'üch («r meint die gtöubigea) gobanim.'tfüipnaikiHndüaii tödten, und ir werdend von alle^ weit ^eHiaibtHurab iminesf^snaiDeDS willen, und aiir t& geaXigkan&i Denn>weFdent' tO geaoheiik,^ ein an* dem hingeben, und haßen der brüder den bräider in iod^ codi dar Tater dtti anii und arbditod «ieh dte kinder iadia altem, ^ und brin- gend s' zum tod ;< verrätery w^ ouchTon den eitern, br&derovIrQD^ dien und erkantetk Dann* werdend harfWkoni TiL iblBob ipitephatan^ werdeod Yit TerfftreU; 'Wann! die boafaeit hat -dann überhloidiiiid g^^^*«ten '-öd *„h, di^, .Mb^i^Äto«* y- *»»«.XBtol'- "°'"^"^" »«"■"<&, iie^&t,, OB*« a^^ifi^ bürdend, so es g»sit:.mHol«, ,di« X^ "Md^ne- i««üt,.,:i,edOMnd.ttf^ilUi.lraH»Ci zit luto*,!.«*''!«« Wip*. ,,^tt,rt ssfcaar. totsten. ^it.,(»oU.maii dar am Inüna^ ^ a»^lbt»t»o,,etot±M d«Bi,jiiiiesb tag -war .Bwgen^'^, ■KBäi iwäo'.'lei^Dstilxcii „der ( tectu^iw^nüKi »"«^ imafaUllBnd- ' ' ^adi:ter'f3px-i^>t iliftr/ es-iTfeMJdead. vTOi imiiiten ^hmiinelfcrfti i -- doE wibiii- djej.teeanaiid räa I j>I7n^iä lastemcßBii'tbaaerc/WÄtrmea&ediaHt gapectadö* rreHrdUd^Jen/^deaa. mit Uesobizfioeruii T',-/.(' (.i-^^i.'if L/u/ ,,-j.,__ ;h«Iari.iaa£rntI»a«»Äri/iwnrfoJlaa//^ri-at«riMfTBdfi' oii»*ät, «ßj^^^ Baecbtold, Hans Sa.iat. -■ 174 Salat ben gfSirt und sbg^zx^gm werdMid, den wir dennatiial vetid ffili&dcheii- hundert jar ItDg gb» hand, nlt den man eans^t nfi ^iem Ixrffc bar trait. Deß hand wir oodi gtikg, datiffi sdlfir Cli^sto ixttd skietiapo*- stlöQ u»d erangdlsten nit gloubea -geb^, word^nd wir'tttis deültfllf^ W6U iiQglüubigen vergfüdbea, die dtß all utnbstoi&i^id^ wie mtwgldiok weißt. Dawr uns d«r baimheraig öott evrigkiiicäü 4>ewat)e I » V. ■-'r- 1" I« Fön masoiffung' vUer framer, fferecUer ctzs^b^^ so azd wi§^ Jarm har, und w^8 ni gesagt hand, oueh..f»avrtstn Gottiinen slh t^ Es hat unser gütiger, ewi^r vater uh» ouoti niö WiBlote Mök gan one bsuüdfer frmn, gerecht, goltsföro-htig-, ' ©erbar eetenltft -m*i und wib, als grundveste des gloubens, ja ebeti unsers' altfeü' rföu-' bens bruehs und ceremonien, darin wir sttid i-.«^ • ^„„ i_. — ^j,. j « , * j .. ^ i«k^ K««.w -w "nd das wir biltend uß kraft der werten unsere heben herrü Jesu '<*.*.«-,*i • ^ « ,* ■ heiKg geist, den Qch der vater wurt ^m<^^^ii^^'^f'^\ «^ wort üch leren alle ding uhd üch erinüern ulW S^el"" d^Sri^K ^ geseit bau. Und so dann kund der g:ei^- ^er warfeS^' Ha S Tl senden 'wllrd und vom vato- tißgat, iJSr '^vtlr*. Iif « **^^/^'^ ^^ und er -Wüi-t üch leren alle warheitf' Er ferki^it^Vir ^'^^ ^^ ^ diser Versprechung üfad halttrag, diewil aJs w f tatu ^^^^^'^^ ^ öttinst punot darvon ze nüt würt, hand xi^Va 'Q-ofttS, jti'nit'äer evangelisten, iw nachkummen und Än^tex. % ^^ Gri^to • dfie 'iä'^ostel, man und wK) stracks und grkd in kraff « *^ keistlfcli Ttmd' lÄ öohicklen hMligen gefetö der schnür ^^ ^^s Versprocbnöö ' ööd '^ ünsem aSten glouben gflirtand braei^^ .^^tl rifthWg • feisliar "'hi ^Ö^ luteren gloubens (diAwil es alte nüt g^^ ^^*^*** "atnb Win^ - irs^rfeöhiS«ti^ gnad und geist der wissagung ineix 55^' ^* ^^^ ^^* ^^"^ ^**' ^S*^^ ^ flilschen propheten ir pracht und fkls<^^^^^^^^^' ^^'^ Sel)öii, ^ gm gan, sunder alWeg 2Ü Erkennen ^e|i_ ^tkgk^et^ ^^ '^tÄ&^TÜlrä^ tStt- ötraf ; alti ouöh ob vierhundert Ä-ls^si^ ^^t^eW ^^^^^& ze^^S^ aäf verdurbend und zft schandänwui^jj^ "'^^t^ilfe V(j9^^^^i^"tLi-'ki. "^^^ ^\»- v'^*^ ^^6fe^«^«*s^ eben wil) mit' höchstetö fliß gemaüt "^«i^ «lt <ö '^^^*äiö.^jfe•'ws^ Ären «e lani ' Dann' vnf der lötai^^ ^^ti ^^ ^d^ ^ V«*Ä.'>5ss^m-^ ^ an gsin; uns 'Ingeteßen und 'dai*|*^ fblgung, trftbsal/ angst Und not IJ^ ^tt ';^y^p)iä>p i'^'S'WjS^c Alf '^^. B« tal SSiB «m trom«, \VS»t, •''^/ /'' ^ f/ifi na aö NiBKvpaui, gwempt T4»*o4»»' -A V» . ^ j^ ,^. '•»Ob. «n. aer gtwtoaa tqv a»6t 'OB fcHBfligaa dlDg». d«o We «to ** *" <«" ,/,<> > ^ w,e der Tureg,»n4 »m rtot aisll miaWl» . ,l[ft' W/J^J «'erden, spricht et; aber dar^ou viMl ?'* l) 4/ ^ ««ret und das mgUoh opter (das ist to «>«'U '^4 A dM-trupkt- dl» .sa„,a««f, die n,e,Botew ^«^V^-iC mäßig trübaal .„nrt d«m«li Migat «her *,<**„/ l^V nie me gsin. Ouob wie die ■»argken (er V»l v>« V an '''^°''f TUrek;,) die Wlolien. ir Zierden, » / WJe-eiMUgkelt etq. solanfc4ie°'^*^* tSder heiHSW ..PBC«,, ;en,paang darnach das 276 SUxAT / saerameat des libs^ and blAta Cristi» 'yerechiMsdarBEQb iü titoserm altefi cristengleüben mit vHi seiciien und (mimldefi m .letKtna.ilBd jdter-^ bens. . Wekdie gmr.mit ganz^veivtMdig^r'iiii^iDfimigf hafe^io^ der :aiid6nD^di8:Btraf uhd plRg'tibet Rom! und womm^da»ib$dt4eobm^ Und witecv' es vrerd ' gen -ete gsiämr ImmaQ'* dnrobl dmi^ fuA^ Aßß bßtTti, Tferd tdemimdttbersffiohcäa^ sooder iikt Battepr ireph^Blaimfi (a)s von wegen "u&Bersliiid) tOdleii die güDglitig and -J«iQgk£rot^n^'^e aheii mit denjaogen ; und di^ jcoristenlieh'küeb fWetd angffifoQbten un,d gesdhIagQä ais^ ein ^ttwb und Btäck* irübsil Jioii, > deifgUcb >i^r* Bi« me gsecben und derthafi tnrtuixi ingefÜiij dbs tsi benslkb M^^rKit'BKdirM^ mnbihill!; damit 'dafi^sobiiEEi Petrinit erttd&k. ^ Datüber ««^bi^t/^iner : wo der herr Petro nit erschint, wirt Pejjmö.izwiflettl;» : ': i-r'* .• ■' Nit^minder hat oucü X^nceoiurite'Clallus; ordinijs predioa^^ gar eigenifoh an offnen, prctdieiir u&diQuafeleni ^seit ^on'ji^igßt tri^ aeiigfceit und inrung und/wÄi^dfln aiten-dealglouben^v .yw«J:cterr€ul- düi weit hariunz'ut jfitidge isebe^' gtobe, ^obe, iitt^ta^lige» ^-ß^ actebeo'-vap-'büfldert-jaren.' •■. 'i •• . \' \::'-:i'^-''> .'"'-'i M"i> j' . - Afino' 1425 ist in. aohkung 'gäm ^/Rddfs eiil'igö4,i.Ö'omiv gOtt- seUgtir man^ ]?ait> : naonfm iAJpA?«bjinti .dei^' jfi lydpmr^^m^Titiffp^ ü^T sins alters und da fürhin gar mit lutt)muvi.u6g)et}ruokteui!iFo;^j^|i:^t asig^etgtunksr ijetag äiend:^ So dann^.fuiiddn übdtiu/iifrpB^tiQ;^ vor zweujsrg' jaren disetl meinupgcAnDo iSOO omd idttruisdbiBrriiij^ftUiC- zeohen^ bdüdeiirb^undf IS idder SOuWrerdtiLdtjiUßgttitß^ rdlai'.lträql^i^jdier tir&baeligkeit' uinid der lubmiittome '1da:^^rtmm(i^#^ idjj») .x^miemi, ÜB weitdetidnaHimtHfllbeä krüflhen vviihralung'UiadHifrarprfltov ^^baßi^- liebst« irdn* dienern; ou^ gJotibbtfiiQbSg^'^tieQtiicibe» Iftti und wiißir -iftiseitö^ :^r£&rubgen^ >welDbd>.b()S^g60b)e^t(^ im HS^m^W^m^y,^ toikg wflrt-.gehaiteöi und igaribdeh: ftüei-^ilJglj iftilWö wiUfj^iipd .wi gehfonBet,! ibis Iditö' giaem rolk di^on .plogfioöntl^igtn^^ ^ -ui^dbn LÄÄtonai i bagfcn- (nh ttböl taö wöa^i^kv/TOlcbß) YftÄü.wegc^ /Iq^^ sgflr -den aier pii«rtiaoJ ider job«teibi«wdi;ifQlte jiftti/igRftijriaqi^f a^Bj^ri^S^ diatidänauin^^aAsA^oUieitTi«^ b(#urjt> i^^upjIr^Qifidgz^l^^ gäo6(Nr ariwHtsäligkettrigeplag^iW^ ji<)q}a[ iYittö^fmi}t]^TiT4ifeh€«^ aft uäd hadd dar pöoblöottwrjir^iafrtHigl^j^ dWialffife^PaiDt^dkiöT' .mgnfiefeTiund*-jBiii'(pdttrv[döBai Gtotttigtet^^-^ü^teb^ uip„4iei4t,l.ff'W* äafehenijuxidß gsobicbtfiaDDtisedbttij )itad7} id9fiU'/^#ll ) eryiiYjpiri M^QP^d^^Pi^^ .(Ms£tf';zit:*' -««er« ireft^? ^'^^^ *"" »»™'">> ■"•Bde.dmtt \.' . ' /, aar inJ^,» !J ''°^**- Ute. TWB Bind ftindan. woiä«'',/'' ^ Si-t^S*^^ dt« heiligten Kr.l>9, in em«r gar .üto. ä"*^! ^*^ ^^' *""' ■'™l>">'<»B.i«ll««rB. ■■■■.■■ c-'^ 4 /!«« ist hil..,.iBOO ua «aa •■nndBrIielir grusame fcnn, rf: Ra-ccoi. iu I»'"*,^ HjerzBa.; welchs ^baii hat ein mSasohen Üb, ein a^J^ * Qoupt,..fcaök:e*, ifTenfairw, OB« ougMi und uf ctom hoaP* ^ äander 'bituöt ■ lipt biftohstÄfceo uf die ■ formi 7X5,0»»'' m4bn, idt-l rofc »unen über den buoh al>, ]£eiii arm, ^*^ 4epeelbig-ezi! I OQ^^l «is öin ftstermus, «ad die 6chim be^ *fen,.'ffteriBOhfer unförm. UBd-ffr«ßi ; sia raotrtör fiißi als ttfih* Aü'idetn.'brtuvr. ein heiter, oug:, der. iing^ eeljeatei *lö euö'viöoö, daran' eiü eiawöii aie ein- roubvogfel : d MttW^iöng' ■ E(!t- .fllreictb «te «in mansch, auoder widar ^*feöll«^f(ife g-E^ait -htlnd die' gierten mit laiagr'Sr aßi«p ret 'aber; tsiaa ' ■ 'j»deD recht wirstftndigre» iieeoiifc «i> dütnuß , .iKimrKoh. der ■ straf Übels und -eilends, ö(eöd der »reit, aÄS die g-eiMIichen, regrenten an Wnrd; Döß'ictt nun den velT^riffeoliohste'n .erraiid ItMn *■« groBttm g.gtBlt Ist d(s gwttbaiäis^, iTTusu» nun ganz ^*sia recilte g-stalt nie hat; dann daß f 8alat ß, grusam truren und sehrecVien ob irer gstalt e 1 das tuDkel, isengrew bimd, gebtSrnt hG\s^\-'^^t__ der wdt isifts, grdb», bi'tichlgs verstaoÖfe et^VvJ^*^^ , git 8«y tuntel. daß «ich kem recHt \uter' wei* ^^ mit ufgeWaaner, böser, &eht5röt«*i. \.^mi^' kv\^^>^>i»5^^ ^ t hat wöder schfrm, hilf öoSh ^»^ f ^ T^T^'^V^'^^^^^ üstatt der armeftr vergrlfte^vv* ^^^'"^ ^^^ ^^" äas recht vertOnkl«t' hmcter's j^^;jS^"S» ^iet ti iMtaben am beraeil 7XV Cso ^v^lH^ VT^ fi^d^rtntfeid. geschrift dÄS herz uud' leb^^ . - ^oti drtfetj' s her« B<5bw»rlic* ObergNfV^l^l^^*® ^nserg 'g\cÄiY>«; rtdi dri sprachen, als niau jet« ' ^^***'**^t, - «r^t, im gloub«! ech!t: bewegtiti^ .^ ^*^™^' ^^^^ [»öni^eü 5fe''!So 7**^''^,-,^ n. widerfeiR^s^. ,V:«IU '«ttiiti-^ii ^""^it^^ ^^^ m, id ' öreatAre» ^' 'ti?o#* '««tter,''daß fä»b werderid I ' 'Ü^q , 't üfaöi-4naeiia|fi}' #1«, . •*!^'^ ' tt' 'felsJfite 'ttQWS"(Va^ >t* 'kl>- jMMn^bdt :J^t:; t .> • j .^ -i*- • j.'a. '**^w * J V^iJb r/ ., : Daiuk ha*.\ou(Äv Äoetor Sc^fi&tiao** , ^■ ücinio .sölcUer. ding anaug üiau '«it "»i^ ^*\s, - : Uad ija si\TniBft so la^^ad gar ^'i troO*^ sfendiger -reol-, mnA bixixgrterttsc \0t. w *' , Mr (ub»r jdi». otg?rtit4ten) tttr und S»» a''^«' , ?W, recbteö züttLÜn jars \uaA zVts so c\bx, ^ decsaoh darvon igescbribea, unAgwu-n^ituti veCiKjlait»er»s v©r .ougQU gegs^nwürtig ußÄ not liQh-_.al>fcai -t^es. gipubens, ,&i\acb: \er yindpro'^ triBS, ^httiwere,,,vmt«*\, »Bgst, jaoM, ctog» diget, wn», 1,5^^. jiai- Ms ia ii»a '"^S- vui>i ^t^n gfäfüt* t^ ,. i ^ ,,■ ,1 ■ !>-.,,, Itpm !>4,pip.oUiioy ,,j(aHB 0ra9oluili. = e» OiTnqLvta) ^tXr» , »J(* ej;w>efa» >» "ä*" *'''' AheCies, .rw»i-1, ,«i»,,yei-J«and\Bpe, B»r. •>«"» IJeb^ aV». ^an,i mit .*»(»."■«(« «"«^ ^Sf' w»d„«,r8tmm.«..^»..e^2S^art s^w* • ^ . • . ' • • ••. , • 989 spriogt und k«la andcep gTr»lt, w^d^ irdi»* ~w.k u „• . oder wößenheit: kttnftigep diagöix. , . *^^ ^**** nuUtf <*.: M«n«»j Item «i «gend.oBcb, all ■'i««m hi'iiibö^' ren gwftrt und gar grusam sohwer . *"°8^®«» «o -Btlich lob., il^M.jei' teil, apbeit. anget »od j«meo^»l,^^^&enßen mit großfer „Ab aiaoh. und vott «wrfaug hw «^toeht^.r!^??*'' ^ß»ertl* 'Mnd,dnrh»™i.ibfe4dheehir^!? wad-äaiWirib, dkt. B«ep uBdiliAiÖbrtltBii^ -»»aaii ,d|*A r.«ft*,nrtBS^ •^«««f'^Kstaiüsm?; (namllcb nach de,xi^ ***l*«a, *ll*t ^bu ^^LT'^'' '''^^^'^ -^^ schon reformiert u^?^^v. jar) so wOrt 017^ m- *^^'***'"°°*'"^*"^ durch vil jare m^^ ^ Widerbracht und ^irT \^' «***t*iöiklWii ^ - ergezung und tro^t ^^'^ alsdanu under JZ ?? ^^ ^^^"^ ^^ w«ren ren zöstan werd. ^.JU^^ betr^en Wn* ^*/«^ ^^«1« «d, fröud, Dabi doch ztt öiet.jj. l>l,b^^ laß; ^^r es üb ^ ' '^''^ ^"^^ °'^- ' *3^ß die ppophecyen^nuV'^''*'''"''"^*^' nit stracks also uf " die VoHWOfttE. J81 jio* nnd tag gebunden, im «nxetgt, situl, sunder wir tötlicben dte ftrderen oder hindern mögen durch unser hendel, th&n und lan ; als dö dep tnropbet J<)«ras hait veiQcMt der statt Nlni^e uß muntticher dmpfetoli€k)ttes irver(ierbutt|^;,wdob ab^ mit ir emstliobeti bit, söm* IMif prophecy gar von in0n a«f nemen, von Oott erwurbend, des euch J^GtMs-'sidiib^idlag&t im 2?& der uAwarheit genießen werd. 1- Darum ^Bo glichirDl tat und jiur mit Uaine«! angezeigt» wann un* aer^'^lteid :^h enden wdrt, daß doch kein xüversiobt bis unser Sün- den, sehand ui»d> bosnet -ead und bäß wnrt kon, dann der herr uns dabin ü*ibea und gieitig Bmahen würt; darom mögend wir uns wol fürderen* oder verlängern z&' der strat oder ir ufhörung mK abstan ▼on lästern eto* t : Diewil <.wir oueh wüßeod, Gott gar ein gr^ wolgeßillen han, satnpt Valien einen uSerwetten ab dem Sünder, der sieh bekert, und da& er geredt bat, Witinder sun desmöoscben istnit kon, die seien zä'iT'^es'^bf sonder selig' z& machen, und daß er nit well den tod deH «underli^ &qiQder da£ er sich be&ere und lebe. :i;>l>^Qiid]isO!dafiia öuchibiebi verstanden, diö arbeitsetigfaelt und eilend noohi mtiefidifaefbeii, iwir.lünlerend denn uns ^Ibsdarzfi: weißt dann mcoigldiobv I daßiunscA! bairmberzig^ /Oott; herr und vater wil und mag umb alle ding erbeten und alle übel uföeheben abgebeten WK*(fek' i^iflmn sin aJicikecbtigheit'ua^ gwalt nit > gemindert oder in at^ftng'ken: >sid der/ilitJosue^ die infhieos des gstirns ;eü fainder- hfli^tänv daneri^dev j^unnen äwbn.rtaglenge enthielt, stillstände am hi^- nä»& .d)üUii;Heti0^. da: der .'regen 'imiderzrKgenr ward '8 V^ jetr. Item dunükttn^; Eaeehist Aber i das albfeühdig^ sitis Moens, >des -wideruor dih ^elaßeni^iKi-^egiinot. i Daiann iwirMbii' unserer frouDen fordern, uns viril ^IneiüKUikdeDwiäea,! ii^vi^anhflüto,' tttglich: imd steisaü beten (als uiäoiteoniidfiitlDiei^TStiUbB:.^^ ^äe-und^rlaß) blibe» sMv Itenl, tmdr^flüer zeidhcni defi>jpateir".nbsferi>nit 'vnn. .'ull'^rA r,\\, j-i,-!,/ ,,> {•: , .v/. ' •'■•.[. ;i-M;(i ryM^'/r -iHmTj n*<-i*ijifiii!ri"V l-nn rvvTtil n"*';ii''!';(i n-,i!«. :>«vj: liiu ^jairvori' 282 Sai^ . Substanz und kurster begt^fff der reekten, itHPrim hist»H\'l0ffmii und tebens den ft&m&n, äel^m Btdgm^am bru&d&r NMavAtn/ii^uHm der Flüe, laMhnan in Undencülden ^b Sem wald, daruss bsgriUä, ob fnan' su&t'iüediBr eehrift naeh ler hätte, umern alten^ ttim f*«ßj^ ten, tcaren, iinffemö^ten cristenglöubm Und der nüto^mngloubiuiet erdkht fableny traizwngen und endcrmtMiidie hendel sik. Diewil dann, als meD^Hich ^eißt, gaf nach in dergatteen HA- sehen nafiöri und sunders e^ner Eidgnoschaft dis nüwe sect tiß^e^ flößen, deßhalb g^ar bi vileri v!l ding im ^löuben dest Hnger' gekbfii- tet und in groß liechtvertigbeit deßhalb ' (lieider) ton j' so äanö in uns Eidgnoßen des fromen, seligen, lieben brfider Glausen' itrtn teft wenig; gedacht, riüt \n geschriften noch croniken sutidefs Verfttßt, dann daß bi dön üßlendigen cronikschrlbei-ii sin mer, ' däriti 'bl nttii gedacht^ wOrf: ist warfich ein böse liinlftßigkfeifötc:'' - »''''••' i''' - (D»8 Weitere wörtlich in die Vorrede zur Legende vom Br. ül.liufee- nommen. Siehe oben p. 1S9,44— i40,i6. Darauf fblj:tfeiii sürfimanfe'eHer' ^eliöf'- bllek tber daä LebeA \lei» Bt. Ol., dA6 «)rii^<^ wled^btti <^5Hi8^ f)»r..,RBf. fUF)vtt?nböH jlef . , .^Igiefst^tigl^ unaec» wIgftiiy|gAUgWi*. bi|ipü^Jf^(dai» F^to^ blö- 4igkeiti*it!i8eh*ifth^P,.»ftt»r«. o«i3h ^ijönböswiSiff RftWWffMtWT ,lw?bftä «od ffistaeMtiKi^jin Jmsß^^^^sh zft .jim ,frien ,;wilteft^ »A^^yf^lm^ 4^fiijg^ oj^ör,,,böR( ^4'ihfttr^l^iVTO...,wfftp8i bv^irtliiftcig^i^., ^gu?*J^r|^ jmo^ «hön.igüttofe uijtfl ügUbjMij //uftd /ftU«^ «M «lit JIDfi')?Wgft^TO«e%ii#0/i^ feom^i . : üebImteöUjIieF. ; iVMer> gjpgen^eipew t jki«4Wfti lipaero'thÄBüte^i'l firfl octoriörikg!,!! «fiobringj^Ä utwJ/b($baHi^a)bjii4perifcwH/todi,ffp[a4Wi #^ ePMdftnni sBifcfiduBfeh (dfcll•fito^üet0a.lilmd.^gför fcWHebiriJ'lift/jflDjijiößBrtt db8^i0.iB(Jhflftft;»a fluten, . ictrtQm. voll, [ispnft^jnde^-infio^ WiWaÄdlwÄ m min^i Igebotfiit^ uj}4ibe8Qblrntepild//nWi eis^l^tob ti)9diitt|^ii4iiiJ'fi<^wil Wj^üQhiig^aldflm fT^öf Jiäi^8iöer^?W;5.,id^en-^d,e!f|gfipiftij«;frti^ ulto Ööjiuii'örJaHt iiöfct Möp?el.)fuad iifirftQfetßn.-',&)iiwQ?4ei3ö{ iTfe?^^ 9rni4a» Vorworte. 888 und herbsten und üwer brot eten in ersettigung und wonen in ftwer eitlen ona forobt 1 leb gib friden in üwer gioeipden,. ir werdend schlaf, nnd er würt nit sia, der üob dariiß . erschrecke. I leb nim T9n-itob die bSsen thieF und .da3 sobwert würt > nijb gan durqh .üwer la&dnmrehen; ir werdend vertilgen UwttreYJnd .uikd si werdead valton vor üeh;;ü»;er fünf scbkobend hundert» und bon4ert uß üob verfol- gend X ** der frömbden l kb wird üeb. be^cl^wwieix M'od^ machen wachsen, ir werdend gemeeret und ich bestäte min vereinung mit üch etc., gar liepliöh ist der teil,. So ir aber mich nit hörend, mme g|&bot.nit.thiind, sunder verachtend raine gsatz etc., so wird ich üch tbüu.dise ding: ich wird üob schnelligkUch heimsuchen mit durstig- keit und bitz, die do gescbende üwer ougen und verzere üwere seien; vergeben werdend ir sSjen üwer frücht, dann si werdend von vienden undertriben etc. Item er welle wider si sin, ir viend werden^ si feilen, si werdend gevangen» fliechen. so niemand si jage. Si werdend ge- schlagen^ n^it sibenfalter plag, inen werd ein isener himel und erin ertrioh^, ijiamlich daß men kein ftucht werd und si vergeben arbeitend. Er : well ioeo ^oden wilde tbier, ßi und ir yich ze freßen. Item pe- stil^Dz', ihöwerö, hunger, daß si werdend eßen ire eigen fcinder ; ver- derbuüg, 6de und wfistlaßung irer Wndem und ir Überblibuen kriegs- lüt dermaß zu schlau mit forcht, daß si ein ruschend, fliegend loub werdend flien und fürchten als ein seh wert des viends, und der pla- gfeü' o'n zal Vil und' mengerTei.* Öo si sich aber' limbkefenä und bit- tend um verzichung irer siind und bosheit, welle er (der herr) indenk 6!b^ Öiö^r 'getüp!, getatl tö¥t Abraham, Isaac und Jacob. '•'^ ÖKcb^ alöi6,' diewil' unsere frotoen atten ha^d gelept in-dem willen; ^fkllett^, ^Aoten tind getieiß Öottes, hat inen ouch der heirulle din^ eif^att^^ Äa^ äfnetfi zflisftg'en,' dir- dann • niemerto^ ftl^n wOrt, Da öÖMi 4>itf 'gtäöiiifer o!»{stenhelt, ißo' ift httpscher rftwen, frideö undi einige k^Iti'WÄ^,'^bit ist ijit'^k^nät,''^lS'WÄ5f'g!i!mddle targefloßeä :(ünd ate ^inö^ 'Ö^effenHöheö Rötti^y dprüdhwkt'waB, daß dt^ statt' niemer iiflÄdef^öicfer'Vof''Äöhädboj>Kifitatt iso sSin dör all^ftöchötöri tind .g^öß^ f^ ötilk'fäÄdf'^aW'Wirvdwii' dann dil^^^^ öaob*:riefldcbli€toer afcfc iftft''8ol'ghaft"«^äi*eiid''ftl> t<ügefetörnö), Münder 'ßifeh 'darunder^ bBgöbe» lA ilM^i6iBUrA\ sfltideri, ngi^afid^n eto./ d^rtdaß,' di6 sOlcHs^glichenlkünk' jb^/VörbftäddnJigitnf'Äid äiklimg' dwi'Wettc'idiimft'f dfen ' aörh- ÖöiteÄnüf ^S gi^^t^ üttd' >äai^t;i 4er iibs; ^^ituUerlei i^agcin >tttkd sti^f^ni) wfei (jb^tv h^i^diScht^^d^rgliötien ouc6 kiätn ^jemee (dne '4m J9te»iflufrieai S84 ^ ^BiOAM / ziten Noe) gsin. Darzü dann ouOhl die vaticiniert zit und endcrist- lieh alter uf uns leider voa unser sünd und bosheit wegeq hargeruckt und gfürdert. übd *& isömUifeem • eilend und' ai*be1teellg1teSl'- siöd ^tefer^nden «ffi6bVc!i4W!(tet»i*iünch uüd pläflfenf;: deto utsprurigj-Vesetf ifilÄ üf^ rürlsch 1er iöh 'nun ^zeHen WÜ, äIs ich -dann- ih'd^vöi^ia'aiteo^fa hftB, küttJ ohd-aMn, W Biei^zfl dJenlfcb. ' • « . t. ^.! ii: ; > Umb daii dann die uachvolgend Substanz der beschribung desteir lutrer stau und nit hiemit vom weg und der schnür geßirt werd' ouch, wie zum teil, worum und mit wem si zu disem sectischen an- fang; und umbstörang des alten waren cristehgloubens gsfä-niaeij und kon smd, und daß si m den merteil und namlich den iQriiem- sten punoten und artiklen gar wenig oder gar nieüuen xjoncordiertiioofi emhellig gsm smd, oder ems worden, wie dick si docI;i yersamlanffen gmacht band, bis uf diß zit, als si dann ouch selbs uf.einancirea trp- eben und truckt band, als im 26, jar brief und truck uf eim grang- nen zu TBaaea funden: darinn vermerkt, wie Capitp zd Straisbürg truckt Wt uf Oecolampaa uqd Zwinglin; ouch wie verfuriscH si all- daß ouch darnach die göttlich allmeclitigteif in den bimlfin,j die wi^dfig mütter unseVa Herrn i'esu, die rein jungkfrow lifaria und alle'ö^tffes uJS- erweiten nit sicher vor inea gsin, sunder band die allkli,ch gescninäclit und gelästert, und inen ganz nüt entgangen oder über worden, das si nit habend angekert, wie man nun hören würt, wie si smd koa bis m die letst unsinmgkeit und wutung: — smd solche sectfurer anfenarer und.meister erstlich jeder sampt siner opinibh, pieinungen und feect sunders (so vil von nöten) nechst nachvolgends begriffen' und ,gstellt A ' u • •V'!^ -u ■ ■'• 11-' 1. ■ i: •■ ' "* '*"y^ ^'i 1^' i'-^ jKth'lj. ato.r domit mengklich ewigklich sechen mog und merken bi iren discor- dieren und uneinhelligkeiteii, daß ir ding wider öott, nit ÜU 'ijem heiligen.. geist, sunder itel eridcristlich pläst,' erhebung, liiter 'hoffart und bubentant gsin ist. '.' ■ i'" ".A oluvr^'.i'.: ';■ i'W;- •, Jf' •♦•.!' "••/• l:,' '.!« Ij '.'";/' il-,*-rni .' '.!• Warum dies beschribv/ng zuo handen gnan ist, .So deno oh g«r dar gbört, irie CristuS' und die,,i«"opbet|en,:oucb &^ d^, uffsEt.Cris^.viJ froBwr, aodKobtiger . iQt hajtd ^ar Uit^r.cter i^Bd, SQ: hei,tar, ja,!Ou.Gb etwau zit.und teg gewiiesflgtit, als.bettesd si sQmlichs erst nach der that besebribea und.daß^so.grpß jaip^ MUd eilend werde den cristglöubigen menschen an d'haod wachsen ; so dann ouch darbi, daß gedachte cristeö wider zu rüw, ftid und einigkeit komen sollend UDci dpa, *hen. muh\dis€ .»ituodwp^ end der well ge- 8ehe<;hen werden, luter ußgetruckt; hat mich verursacht, diß min schriben zQ banden ze nenien imd on das. hätte ich' es erspart, daß von sömlichem end der weit' doch Cristus nüE halj gwüßes wellen anzeigen, kein propbet, kein rechfglöubiger des wellen ein rechter terroinum ijiachen, dann allein etlichjetz des riüwen unglbubens, band gwOß darvon reden törfen, als wüßen si es, sich damit harÜlrgetaii filr Cristum und all pi;opheten, ■ Bann aber Cristus. sprach: so da würä nochen das eud der weit und wurdend, die zeichen koi:|, als ob- stat,/ und dabi nenjendeiti anzefl^ bini fig^Dbouni, Daijn so da schießend sine' estli und die bletler harflirlnfckend. so wUßei^d' ir, daß ^ '.suraer Qochet., ^sb wann ir spehea wendend dise ^ dyig , alle jaBen- die so jetz yörbanden sind, me^nt' er), so wiißend,.däß die zö- ^lin^.'.des berrn und end* der weit ist- in den Üaren !! itein'so Wrt uljgeleit ,ein clarer sprüeli Ejie : ' die weit soll staü,n^cb Crlstl^ankunft pna igebiy't. ir" jar,' aber die,' zit .werde nit g^ erf^lt, rfänn ,0,ott weirde .ileii zum epd (jiqb unser stünden iind"dio zit gekürzt umb der ,ußerjv"eltei;i" willeq.,"' ',' ' '" ' '" '' ' ' ' " '. ^ ' ^ [ ',' ; , ' "ÖaiTim njin "so i^pr minst.günkl:' von den werten Cri^t'i '^ft zer- gan' oder" underweg«^ 'bjüiei *' ifatschen p^röpbeten harzö.geruckt,'^'äie adbosfieit g^llrdert li'änd.,z6'lcpnp so'^i nunc^tili-- oen. i/Dahn zi^un^er zit'die Jr sÖn'aep ubiing, le^ti^ ä'aß za gjouben, •väter'nit jiiiijßn)£\w£(r, siner' Worten, ni^ii er uß ,der "arci'gieng: die weifwer'lt äil.ifi'^er^ gangen. Aber uf uns ist ko „ les iiöweh nngloubens, so berürt hat die seien, dero ein groß anzal (leider) darin verderpt. Daruf nun wieder zu erwarten ist der zit, nach in- 280 .Salat halt des wort 6h)tts» daß da werd« 6in birt und. äin soha&tall) d»reh die ganz weit, und das eFangely werde gepredi^ alles rki)f n im umbkreis der erden zä gezügknuß alier Völkern, damaob werd koa das end der weit etc. Umh daß maa daiiii mir selben'^ bedcht werd, wie gar vil hirten .und mei^erlei scbafstall ed mimm Ä\m ist diß beschribung ychi oö^ten gfiia* . ^n .. Von aftfängarn der Vtüw^n aeet und vfßs si dari^^ ^^mßml^t hoL Nun nmb- das jar der mmdern gal seöhs öder xvn biat -sidli e^ hept Lucifer wnd gesproobea In siiiem berzön: Ich wil 'rtgen in W^ mel und tlber die gestfrn Gtottes' erböchen mfn^n «itss^l Icfe «Öl'isitzMi im berg des testänlents, in den ^ten des ^ittnaöhtlaüäs, jcäl^wiltll« stigeh überMtehöehe der walken, will glich' werden dem allerob^slJöö f Disem Lucil^r glich ii^t gsfn ein AugustinörtaUndi, gefQam)t'lfa^ tinus Lüter, öucb ein weltlicher priester löit^nemen Ofriob Zwto^ dero histori nachvolgen wtifrt, did do sind gsin an^g^er ünd'älx^r difi Übels undmißgloubens alles; die band ssfigtich dorn Lucifer^ sIcH ^\^ erhept in boflbrt, nfz&stigen über die bimel, Inen seJbs «?ft slellea einen hochen, ewigen still, r&m und namen. Handrerwöt^feii üttf geschü!t5en und In ir^n Schriften heiter ian tißgan, dftß' dUs 'evang«^ listen, apostel 'und alle göttliche scArlber geirrt 'habend an ölllöheö orten. Item sich Wiser geschetzt, dann David, Salomon, aB projihfetöti, jo otich wiser , dann Oott selbs; dann öldeö'^ater at etHchen ört«i geschulten in sinen werchen, und dem «un «in g:*eiß lind fiott m etlichen und vil orten corrigieren^ züchtigen uöd beßern w^i«i;''döfl beigen geist aber gar verjagen und hindertriben, ind^n daß- si' toöö verworfen allconöilia, bäpst und Väter, die vl€fr lerer; «Jiei^'als^'uih ntite; und allein habend si den geist Gtottes ^ etc. ^Denn i>s '^t ^ melter Zwingli sich, als er noch studens was Bfeisili», ^twÄ^ge^fe sinen schftlgesellen gar tippigklioh merken fern und gerMit; sf mftlteöÄ gsechen, erW^ll sin selbs noch ein ewigenf Äfemfen maöfi^.'^Ist oü<* das gär bi-vil dlögen känd und offenbar wotvieai, WM ^iflto%emEefc wol höreti, 6i fr 'öcta^iben und nttwe ^sect' Allein üb«) hkÄk^, iHSia ööd eergtts wlUen fllrgenoimen han, und wellen» göeehen sin (daöä^üäi-iiBete dfeer ßie€ftita^,-äer eergit*'and^öm tii m^ngita mW *ät kAtzeryöfi t*^ gebracht in der cristenlichen kilcben). Difl 'erk^öttehd^'Si %ielri«^(Jiiö^ däßWgit'sIg $r pHööipal, do si *ä Wdöt^ Mtfpk^n iind^ami iren ^ I VORWOIOTE. 887 widerfeehteirn gesohriben, in iren elpisUen aozögea: 6i, ir wkterwer^ tigen gfengecid allein ia irem widerfecbten uiBb,i daß m inen selbe ein- imt($tüohen namea machen wUlten. Hand übel relrstandidn Pafdlum, do er iBpHcht: ich sag Qeh allen, ir sollend nit me wttßem, dann zfi ^vttßen not ist; eunder aw^ wüßen soll sin bi nftcbtem, das ist onß vermeßcnheit. Und ir sond nit ersöeben boche ding^ äünder alliregea me betrachten die ding, die vor Gott geboten. — So dann si, ge- dachter nüwen sect houptsächer, vil dialogos gemacht wider die hoch- g'elerten doctores Mumer, Faber, Ecken und ir mitbaften, gar un- möntsehliche spött und tratz in si geriebt: da zugend s' mßn aber für des, so si an inen selbs wüßtend, nämlich doctor Eggen, wie er gern wi oardinftlat ghabea hatte etc. Dargegen ouch deui Lateiro wide* rumb angezeigt) .daß er nach einem cardinalat geworben, bewise sich $elbs in siner sebribung de captivitate Babiloo&ca, da er sich benennt uf des bapsts säen gsin sin. Item peosion voa im gnan baa und vil göttbatv als oueh die Luldrscben Qin lied gemaeht, gsuogenund aUemt- balben lan u£gan> daßLuter wol cardmal und bisehof, so «rg weit bätt, worden war; dann eretlieh zit selbs an bäpsüicben hof gsin, Keb^ gebept und yil g&ttat da dannen easpfangen, deßhalb erftlUt der Spruch im psalmen: der min bnot ißt, würt uf imch treten eto.. Iteoi domals hat Luter ouch den ablaß für gerecht und gut bewiUrt ' und bsohriben, eben ssm jar vor disem handel, bekennt ; sieh des und sobript selbs daruf also: Aber es rüwet mich über d'maß., daß ich die b&cbli vom ^laß bau lan ußgan, wiann ich bieQgjsur selben zit mit nöweß groißen «ber^loubens an der römiscben tlrai^y etc. Da vindt sich, da&er ein • erzschaUc lang gsia ist. Eintweders so bat er zur selben zit, als er dem Rom» stula^abengig wiüS) gwüßt, dem ablaß ein unreebtfertig sacda sin, hat die doch für gerecht lau ußgen, umb ddß ^ der lügnitet eins cardinals. begert^ . daß die in^ wurd« Oder, nun ^ so im < das cai:aUer; m^Lcbt wsder. And^ 288 Salat ream von Carolstatt, so der erst sacramentstfirmer was» bis er ia ußtreib, da nam er eben die selb geschrift und sturmpt mit dero allein, daß im der ewig namen würd etc. Da band die hellbränd ir stül mit Lucifero stellen wellen, als obghört. Aber wie dann witer stat im text: du würst abgezogen z& der bell^ in die tüfe und ab- grund des sees etc. das dann ouch disen bouptsächern etlichen ge- schechen, den andern vorbanden und (ob Gott gunnt) nit me wit ist, ouch zA beschecben. XI. Anzeügy tcas und wer ein käizer aige, und ob dann icb etwan in minem schriben dis nüwen unglou- bens houptsächer kätzer nenn, hab ich in geschriften ußgangen und in abscheiden also fanden. Damit man dann baricht werd, wer ein kätzer Uüd daß eben diß dieselben siend, ^o Hat es disen grund. Item lüt, so gar vom glouben fallend und sagend, das evangely 8% nit Gotts wort, die Juden habend den reohtefi glouben und nit wir, und fallend deßbalb mit verlougung Cristi zum Türgken , Jud^ oder and«!rm unglouben, diß siod nit, noch sond kätzer genempt wer- den ; sonder oShe vind Gottes, Mamalucken od^ verlöugner Cristi. Aber die^ so \A der herd, kilchen und gmeihd Gristi sind und bli- bend und da weilend die besten sin, ein sohin f&rdnd, als weti^ s' ee steirbeniy datm «in puncten vdn Gotes wort M\m udd stürmen ian, sich deßhaQ) absündersod, als habend siiaUeim und, yerstanddöd das gtMüch wort, sehrietid, lermend, schnerzend üimI bochehd an (smr len, bögend und meisternd das evangelium tif ir thon und Js^ßfmit gwalt, taid das gfttiMch wort dergstait nit nui^^^lbertretend:, iSUiitd^ Terk^r^d^'Sj-legetkd^s l&lsohUeh liß und «^siüieltdndiiaileLläiöiiSo' ti95^^ meiüüng haltend uiod"^aimdnlend^ weUemt'sjbb^'nit >lati]^jibiiy i^h ^trAfi^r fit'ecid uf irein ^thoü stas^k' tttr; g9lixzIvoi«bo|ift iisM- \iii^^^ mit BüW^i' opIoiQnett vookI leoren^ eto^ iu&d'%älelad^ 4d> ijiid6b*i>Üt mit^ gwidit iaoeb- tmckon etc: : - ilasJ «fad ihsreticü, ^Mtzejr. üiDafub böi^abümimi'deiL ibaadei^'imd aoht»* n;dr. 4as:\nieiiiändfifLU:^lQl)ölV'^si^^ dil^ &iaeter> etwan^^äteoiäareml^ odeir .liabetiiieiimad!:4fikrdfü4^'H>di^ ii^- r€^'daiiab;i*suild«r ieiineß0tidi^^ndLePwidge0d,noti nit'>^v^ dto'ibüweiD üligl^b60s^.£&n3r,' ibeia mit> diffezkiiübgeiBeitenaisIriiihwi '!0icht«di IDbuüDlitetiyiteer ^ir f^hter^ nam, würtiMrnaoh'^iT^ter g^iiit^j^Mde- WotM '>midh) dei&ihiertsK nit ^eblracbi^: wit^J tWoaieU» äbsri^ixi' 8«' » .'>.*, Vorworte. 289 Schriften si also genempt funden, han ich s' kätzer bliben lan und euch also genempt. Das woi*t kätzer iät grusam in unsern oren, umb daß man ein kätzer (ja uncristenliöher werken^) verbrennt; die ußiegung ist aber nit so ruch an disen lüten, als jetz ghört. . XII. • Zeichen tmd anaeüg der immgen, dass ouch dero vü und mengerleiy ouch dass dis secien gelb gwüsst hand sich irren und die fromen einfältigen mit falsch veffil&refn. , JQiaß aja^r di& qQw s^ctiacdiao et^^mmster ßampt all. ireo bisten- dera mit betrüg und list umbgangien, die writ mit falscber 1er uod tbat kl irrung gfikt» daß si bSs b(>Qm und ÜBtlscbi propheten gain UQ4 noob 6ind; ist lutor, jliteiter luxd dar t^ merken, abzemmen und an .t9£ !2A briBgeB« JE^stUcb uß 4ei» muod der warbeit» unserem herrtt; (Üato^i ateörgöspi^hen vom g&ten und bösen boum .etcj. und uß. iren ;fclipbten .werdeirf ir %\ bdceoaen*; Ist niemand verborgen, WtJrt puch bernfwb etariiflb augezeigt, was tlbels> edleuds, jamers, anglet, lioleu uod not VQU disar ußw<^zK secteD^.uud iren anbengern und; >bißteK34^a erstanden und voilbra^bt . ist und ^ar k^in gäts an keinem oct, . euöder itel bös frü daoD Luter:. Item ir vilfaltig ungloubenund taü% als i das oueb berTidoctor Egg in sineim sobriben. meldt (würt im. 25. jar. ghört) da er die itlten ort gor trülioh warnt vor.den ntlw:en sectiachmund under anderm mit disen werten : Sechend an, bitt ich; die sect dlser kätzsern, Baechtold. Hans Saiat. 19 290 Salat ir zerteilung, wie si wankend, stamlend, zwiflend, stoßend, zittrend, erstunend, unsicher, unriwig, unfridiich sind ; wie under inen in kur- zen ziten so vil underscheid und meinungen worden irer sect, als bildstürmer etc. und daß si in die letsten verzwiflung gfallen, nüt geschücht ab keiner irrung me inzüfiSren. Item sodann band euch etlich offenlich gepredyej, Gristus habe nit am crütz, sunder wie der min- der sant Jacob gelitten. Man würt ouoh jetz hernach in der secter cronick me und vil ir widerspännigen artiklen und vilfaltigen unglou- ben hören, alles zeichen irer irrung. Sodann ouch , daß si under- gelegen und iigend mit wort und waffen, krieg, 'wo man je aö si kon ; ouch ir groß sorg, forcht, angst und unrftwe, so bi inen in Übung ist tag und nacht allenthalben. Deßgliohen ir großer pracht, ufblasen, erheben und hoffart, das wider fVom cristen- und unsern glouben ist; als ouch Zwingli sich nüt recht nennen kond, sunder mit vil namen sich hat lau ußrüfen, als Ürich (das dann sin rechter nam was) Ulrich, Huldrich; Zwingli, Zingli, Zinli etc; alles bewist mit sinem eignen ußsenden. Also ouch ein groß zeichen irs uöglofl- bens und wider cristenbruch und glouben, ' daß si so hoch und on end die alt^löubigen und iren anhang verschmachtend, tratztööä, spätzletend, ranztend und verachtend mit dichten, dialagen, on^al bübM, lieder, trück und Schriften {^a denn Sant Hieronimüs schript/ilaß«s ^g der kätzer letste entßchüttüng ; so sf sechend, ii* din^ kefn gög han mög^n, ftichend s* dann äti, gift uügießen mit soMBfflgefli* gen und so si iicb Seöhßnd übWtrandeü'"6in, tretend si zöftobrÄ* und soheltüng etc.), als ouch den fütif orten 'iaitllKeröaiöeü' ßchalkfeöit, Wirt hernach ghbrt: Item so Behiibtod'fei Sölbfe,'däü' sig ein eitiiggw^ß zeichen einis ftilschen «sölb lodffeidien',^ nit^öü^eott ^rweiteti' pfbfheteö, sö sili'feach mit Voüistftt* wü', -siö fijfr^g'itind'tiS- ööhrien'nit tutid odef '^rfftfit] feund^^ tsmbftert' ünd'äffc'n(Mf>ti^ltft,'tf8 ^er h«jirr öfelbÄ g^pcbc^n^ Hab^dir dfes'Mrdrit zeifebeft, m^^'p- phet' ötwafe 'dirMfericüht im nkm^en 4&s ^herm, unti'^'dä&"*it'tööi, ^öctet aäs(>'m!^atr.86'hftt döröött nit durch in geiber ein andern schirmstreich, ' als nämlich mit höchen, .g^ljpp^eq, .tujikieo, blinden anzögen und argum'enten, und so si et- ,17^ .^vottepd ,lqn ußgan, (Jas ^ediciertend s'- lind sehrthend s' zft et- '^^i. eiip., ^^^l^^si^leh :nit hätte t^P^ odw, fnps,:ft4 Ü; ,fcen;lflii, a 1 294 Salat ^lert sin ; als do Ülen spiegeis entworfen kunst kein uneelicber se- oben mocht, wollt niemand uneelich sin, dann der narr etc. So schwigend vil der gierten und wottend diu nit widerfechten, vermeintend villicht den wortkrieg zi ersparen und daß die sach in maß so verfürisch angienge, daß si sich selb bald umstoßen wurde und müßte das aber verseßen und zö bösem geraten; als euch bi Husen und andern durch sölchs beschechen ist. Dis ntkw secter sumptend sich aber gar keinswegs, schrüwend stets, schribend und tractiertend vor und gegen ires glichen, da dannen ouch zu den unverstendigen ; zugend an propheten, Paulum, evangelisten, geschriften, bullend, sehultend, schnerztend, rümtend und flatiertend die iren, speckli in 's mul etc. und dann die leien irs anhangs bschirmtend si, (als man hören würt), daß ouch etwan die gierten der alten party ntit reden torfend. Solchs was glich, als so jemand eim blinden lang von farwen seit, wiß für schwara angibt. Er gloubt's, dwil kein andrer sechender nit widerspricht Also diewil die gierten den sectern nit mit aller macht widerstiÜn- dend (und dann ouch schwigen bi wilen in Sachen geacht würt als mithaben), raößt der ungelert gmein man wänen, die secter gäbend warheit für. Dergestalt und sölchsgelichen band des tüfels hetz- Kund Luter und Zwingli etc. die spur und stand funden und damit so wit geftiren ; als man dann in ir und irer mithaftien historien hö- ren Würt, so nun hernach volgend. 1 • XIV, Htsiori der teetmeistenn und arrfmger der XXIV. und aller gru- samsten .^cisma tmd spaUung . im waren,,, rechten cri^tengloub^ny so von Pekra her. bis vf dis ait je gmn^. dooh]nur zum Jmr^ten i^berioufen als eii} ussmg bdeker,\ dieniUdii. So dama nach änfang Lutri gar unzalich vil sms glichen licht- vertig, v^rrücAti seellos i schandöi- und welthegirig, üppig, -gottlos, gelert totintjh und pfäffon «ich demselben» Luter und siner unleer an- hengig gmacbt, die dann ouch gar* vil und mengerlei sect, nüwrun- gen, optriionen und verfiirung in söhrift imd truck ußgan ließen^; alle land ' und sundörs tütsche natiön am grösten und bösten- damit befleckt uüd verwü^t, dero ouch hinder vilen oberkeiten die flimem- lichsten bftbrien und Schriften noch als zu einer ewigen gedechtnuß ligend funden werdend, so hieher nit von nöten, ouch zu bschriben Vorworte. 295 kum niuglich, unfonnlich und allein ganz abschüche, verdrüßige verlengerungen briogen wurdend: — darum bierin allein anzogen und begriffen erstlich Luterus; demnach die fürnemlichsten und grösten sectfQrer, so ouch hochs, ewigs namens begert und sunder secten an- gezettelt baben, ouch dero tant und unmüßig bfibry und irrig fabel- werch, nur allein der grösten und hosten stucken erfaßt, uß all irem schriben gezogen und harin gestellt, blos als vergichten, so man uß bösvertiger, ganz schantlicher, malefltzischer lüten bekerung und naißtat list, als wirdig urtel und andre liechtvertigke.it oder über- grusam, unerhört bosheiten überhupft und ußlat etc. ; und dann ouch zä.letst Zwingiis handlung, wie und was er damit z'wegen bracht, ouch sine vilfaltigen verendrungen, jetz deßglich einanders gruntlich angezogen als ein fundament alls tibels und bosheit, ku- mers, lidens, angst und plag, so deßhalb einer loblichen Eidgnoschaft zugestanden und ouch andrer sins glichen, in irrung im mithälig und anbäBgig. XV. Was die schtceresten reizmigen sind zuo irrung und fall auo komen in der heiigen, cristenlichen glauben, "Wie dann oiich- in den prognosticaoionen und göttlichen gschrif- ten an raengem ort anzogen, daß, so die hirten^ regenten, priester \md geistlicher stand ergerlicher und- verrÄchtUcher lebe und handle, dann die schaf und leien : davon kume und ein ursach sig eins aller- schweristen falls, irrung, unrüw und zwispaltung der cristenlichen kilchen und gloubens ; äai^on Luter itü bflicbli Von guten werken ouch i also schreib, daß so ougenschinltcher war, allen den geistlichen j^ stand und statt verruchter und sündiger ^in, dann der leien und weltlichen, daruß von höt^n Voigt e, die «risten sampt iren dingen verderben und zu nüt werden mißen. üjad ; ©lüch in der ußiegung über Methodum am 3, oapitel olütrlich anzeigt, würt daß die hin- nemung des gmeinea opfere (das ist abstellung der meß, so dann leider zA diser unser zit in Äbung), davon gar ril und von je wei- ten har gewissagt ist, werde verursacht äü kunaea mit vier \aslern und Sünden; nämlich das erst von wegen der euteerung und.scbm*^- chung des hoch würdigen saciraments, des froUcbaams msws bftTm Jesu Gristi, das dann ist ein allergröste, schwerste sUud, nn\^ d\^ swvt Tomas ußleit. Für das ander von wesren der tiranxrs u^^ ^^S^- 296 rechtigkeit der fürstlichen und weltlichen obern, als kund ist in vie- len flguren des alten testament, daß umb der sünd willen der für- sten und obern Gott der herr hat gstraft ein ganze gmein, als durch Pharoonen, David, Roboam, Senacherib, Nabuchodonosor, Antiochus etc. Zum dritten von wegen des gits der prelaten, da sant Hiltgart in ir ofFenbarung von nechst genempter zwei Sünden wegen redt mit dergstalt werten : von wegen tiranny der fürsten und gits der prelaten würt die kilch geschlagen als ein wittwe etc. Das vierde ist ursach, die vilfeltig sünd der leien und böser cristen. Darum der gloub dann so hert gepiniget durch die ußlendisohen und nach- pürischen Türggen. So dann die prophecy anzeigt, dis Sünden un- sem fall, Zerstörungen, kumer, liden, angst, not und hinnemuDg des gmeinen opfers zA uns fürdern und uf uns bringen : ist zu b'sorgen und leider lutmär gnäg, dis alles mit einandern zu un- ser zit in Übung und all sünd und laster im schwank, bruch und trib sin (das ich doch hie fürgon, mich nit strafens und prediens an- nemen wil). Darin denn ouch die räch und straf Grottes uns huf- fech und grusam heimsucht, wie dann ein zit lang gewäret und man des ends noch kein kundschaft hat. Nach der von Johann Salat selbst geschriebenen Chromk, Ms, im Besitze von Herrn Professor J, PL Segesser in Luzern, Auf dem zweiten Vorsetzblatte steht geschrieben : Hanc partem Cronicorum autJientice sie congestonim et propria manu conscriptorum per fide dignissimum J>. Joannem Salatum, CancellaricB Lu- cemensis Juratum Notarium a. D, Jodoco Trottman, CoUegiatce Lucemensis Ec- clesicB Provisore et Pedello, nobilis atque admodum R, D, 2>, Wendelinus Gebi- storff Sacerdos Lucemm jure optimo possidet ab octava Junii Ä. R, et H.ißiß. Zusätze und Verbesserungen. p. 4 Z. 8. V. 0. 1 5 3 2 statt 15SS. p. 10 Z. 10 V. 0. wildere statt mildere. p. 14 Anm. 1. Fernere Gebetsparodien in Schades' Satiren II, 270—274: Paro- die des Benedicite, Gratias, Paternoster, Ave, der X Gebote; ib. 114 Evan- gelium secundum Pasquillura; Hoffmann v. Fallersleben, in dulci jubilo p. 100 : Die trunkene Mette. Hieher gehört auch Niclaus Manuels Brief an seine Herren zu Bern über die Passion des Weines, bei Grüneisen p. SJ9i, in Wackernagels Lesebuch III. Theil, Sp. 269. t>. 16 Anm. 1. Weitere Handschriften von Salats Chronik in der Vadianischen Bibl. in St. Gallen, Einsiedeln, Zug, Frauenfeld, in den Sammlungendes hist. Vereins der V Orte (vrgl. Archiv f. Schw. Bef.-Gesch. HI, 21. Nr. 155); das Original der St. Urbaner Hs. im Besitz des Herrn Prof. Segesser in Luzern. p. 18 Z. 12 V. u. 1539 statt 1538. p. 22 Z. 16. V. 0. Die Bemerkung: Schließlich bittet er um Mittheilung etc. die eine gar äu monströse Zumuthung wäre, ist dahin zu modificiren, daß Salat alle ihm früher anvertrauten Staatsgeheimniße bei sich zu behalten ' verspricht. Vrgl. p. 74. p. 25 Z* 6 V. u. Niclasens V. Wyle zehnte Translation herausgeg. v. Heinrich Kurz. p. 37 Z. 11 V. 0. sin rechtshandel statt sie r. p. 40 Anm. 4. lieber diese Waldenser Ketzer vrgl. Fetscherin in den Abhand- lungen des hist Vereins v. Bern U, 835 ; Fetscherin*s histor. Zeitung 1854 p. 31; Becueil diplom. de Fribourg V, 444 u. ff.; Studer im Berner Archiv VI, 570 u. ff.; Eidgen. Abschied zu Baden v. 27. März 1531 im Archiv f. Ref.-Gesch. II p. 166; Rochholz, Bruder Claus p. 212 u. f. p. 44. Zu sinnist eg vrgl. Birlingers Alemannia I, 151. p. 45 Z. 7. V. 0. unz gar in boden gehört besser hinter erfror Z. 8. p. 46 Z. 10 V. u. das Semicolon zu streichen. p. 61 Z. 8 V. u. ob der bibel am linggen bein, bibel = fibel, fibula, der Röhrenknochen. p. 80 Z. 8 V. o. feyse — feuse wohl zu feutsch, Hündin, feutsche, altes Weib, Hexe ; Staider I, 367. p. 82 Z. 6 V. u. mir statt nur. 298 p. 84 Z. 5 T. u. wib statt wyl d. h. wenn ein Weib solches sagt, erkläre ich dasselbe für eine Kindsverderberin und Hexe, p. 90 T. 34 nach gelitten das Komma za streichen und yersc hm echt (ahd. farsmähida) als Substantiv zu nehmen, p. 91 Y. 58 nach wegen das Komma zu streichen, p. 94 y. 149 1 i b statt leib. p. 95 y. 189 schüzlich statt scheuzlich; y. 196 ouch statt auch; Anm. zq y. 185 grunzten statt grunzen (grinnen praet. zu grlnen). p. 110. Als Antwort auf die Gedichte yom Krieg und Zwingli kann folgen- des bei Liliencron IV, N. 482 gedruckte Lied angesehen werden: tEin nüw lied von dem thüren beiden Huldrichen Zwinglin. Im ton: Wiewol ich bin ein alter gris. 0. 0. u. J. (1581). Auf. In Gottes namen heb ich an Und singen von dem thüren man etc.» u. Nr. 488, das im nämlichen Ton geht. p. 118 Anm*. Murner, Kirchendieb- und Ketzerkalender (ed. Götzinger) p. 42: tZwingli ein stolzer figenfreßer in der heiligen gschrift, ein giger des hl. euangelions unde ein lutenschlaher des alt«n und nuwen testamenfs.» p. 121 u. ff. Triumphus Herculis Helvetici. Als der Druck dieses Stückes schon vollendet war, fand mein unermüdlicher Freund, Herr von Liebenau, die Originalhandschr. des St. ürbaner Cod. im Besitze von Herrn Prof. Segesser in Luzern. Dieselbe, von Renwart Cysat jun. 1592 geschrieben, gibt eine Anzahl beträchtlicher Varianten, die mir Herr v. Liebenau mit einer Beschreibung der interessanten Hs. zugestellt hat. Foliant v. 493 Bli. Außen trägt er den Titel: AD N« 18. CRONICA HRN. lOANN SALATH. K. Inhalt: 1) Fol. 1— 4S6,b. Chronik von Salat mit allen Vorworten, «Renuardus Cysatus iunior scripsit 1592, Coep. 29. Mai.» 2) Fol. 487—442. Hercules Helvet. Ueberschrift: «Voigt hamach ein kurtzwilig gedieht über disen Handel von vorgemeltem authore vU- gangen vnd ist zÄ merken, das vnder dem Namen Hetcüles Vlrict Zwingli, der Ertzkätzer sol verstandeii werden.» 8) Fol. 448-446: Notizen aus zttroherischeii Akifen über den ittinger ' Hander (Bütiinger). .' 4) Fol. 447—448. Notizen aus «örcherischen Akten libfer die St;' Gaflischen und Rheinthäliächen Händel (Bailinger). ' ' 5) Fol. 448, b— 461. «Luggarner Handel v. 1584V (v. R. Cysat junior). 6) Fol. 461, b. Bericht, wie sich KÖntg Framclscns I. zA ^rankrych in disen dingen verhalten (v. R. Cysat sen.). 7) Fol. 462—412. «Denkwürdige Üistori , Wie es den Closterfrawen de» Closters S. Cathrinenthals by Dießenhofen, Predigerordens ergangen 1529—1581.» (Auszug aus der b«^kannteft, im Arch. für Schw. Ref. Geach. III, 100 u. ff. herausgegebenen Klosterchronik, y. R. Cysat jutiior.) J 299 8) Fol. 47S. «Substanzlicher bericht, wie sich der Franzos in disem krieg gegen den Eydgnoßen ghalten anno 1531» (v. R. Cysal junior. Hier ist eine Notiz über die Ermordung Heinrich IV. von 1610 beigefügt und zwar von späterer Hand, doch zeigt der Inhalt, dai^ dieses Gapitel nicht lange nach der Thronbesteigung Heinrich IV. geschrieben ist.) 9j Fol. 474. «Von der Truckey zu Lucern» (v. R. Cysat sen.). 10) Fol. 478. Notizen über die Eroberung des Waadtlandes durch Bern und die Stellung der kalh. Ort-e zu Savoyen v. R. Cysat sen. 41) Fol. 475,b — 476. «Appendix, so dient z& der Luthrischen puren rffrür A° 1525» (V. R. Cysat jun.). 42) Fol. 477—484. «Solothurner Histori» (v. 1588) v. R. G. sen. 48) Register. Varianten des Mscr. Segesser: v. 3 kessler statt keller. — v. Sg'bra- tes mehr dann. — v. 18 schier statt thier. — v. 62 vor mir statt von miner. — v. 74 Pringelend. — v. 75 für und ouch vilerlei gru- samer wer. — v. 108 gfangner statt gfangen. — v. 108 jehen statt sehen. — v. 129 har statt gar. — v. 188 ußgespitzt. — v, 137 wan- delstäck. — v. 156 Denn du. — v. 158 Hier änderte ich meine Vor- lage: den roß zorn stillschweigend in groß zorn. Das Original gibt: Dz r9ß zorn. Mir unverständlich und kaum euphemistisch für gotls zorn. — V. 181 min statt ein. — v, 186 liebs herli. — (Die var. 200 auf p. 127 soll erhalt geben st. erhall.) — v. 251 Bekleidet. — v. 262 daruß st. daruf. — v. 264 trügend. — v. 272 köstlicher acht. — V. 281 selzamst, — v. 291 leyb (leiben, übrig lassen, schonen) nüt St. laß bliben nüt. — v. 296 man statt mit. — v. 299— 300 gschrift — vergrift. — v. 881 Valerius. — v. 334 Noch statt doch. — v. 883 Im Orig. steht wirklich die bei Bullinger vorkommende schwache Form bsouft. — V. 887 grusamlichen. — v. 890 was st. war. — v. 898 ne- bel statt schwebcl. — 416 glag. — v. 448 schuf st. schief. — v. 451 Darinn. — v. 457 Räntcnd statt rittend, — v. 459 tröwwort. — V. 488 gesprungen. — v. 494 hartran'g st. antrang. p. 186. Haller Bibl, der Schweiz. Gesch. II, Nr. 1676 schreibt auch ein frühere» Gedicht gegen Zwingli in Renwart Cysats observationes notabiles ad con- futandas haereticorum opiniones, betitelt: «Ein spruch wider den meineiden^ treulosen, abgefallenen pfaffen und weltverführer Ulrich Zwingli» 1526, ohne weitere Anhaltspunkte dem Salat zu. Anf.: Maria, ein mÄtter der Christenheit, Wie ist es mir so trüwlich leid etc. (Ms. 881 in Einsiedeln.) Nach Th. v. Liebenau rührt diese Satire entschieden von einem Geistlichen her. Gegen die Autorschaft spricht auch, wie im Gesch. Fr. XXIII, 114 mit Recht bemerkt ist, die Anonymität, der sich Salat nie bediente. — p, 175,82 Schwaden (der alte Druck gibt schaden), bedeutet giftige Aus- därapfung. Herr J. M. Wagner in Wien hatte die Freundlichkeit, eine Collation 800 der AushäD(|:cbogen mit dem Originaldruck vom cBfichlein» vorzunehmen. Die £rgebniße sind folgende: p. 175,80 von ßt. vom. — p. 176,« in st. des ergänzten nf; i« und st. pun — p. 177,85 köntend s' st. küntend s\ — p. 180,5 je st. nie; t enp fangen st. empfangen; is mengkliehem st. mengklich ein. — p. 181,8 hattend st. hatten; 4 in gutem st. im guten; 6 laß ich nun dise; t5 trutz st. crutz. — p. 186, V. ISS gwälteu st. gwalten. — p. 194 v. sm mangen st. mengen. — p. 195, V. 4SI ersucht st. versucht; v, 4S4 was st. war. — p. 197, v. 49» hand st. han; v. su der Druck gibt das emendirte alt st. alle. — p. 200, V. 695 nach gät das Komma zu streichen; v. 005 policy st. polici. — p. SOS, V. 710 sind nf erd nie kon. — p. 20ö, v. 78e hett st. thet; in der ersten var. 1. 769 st. 169. — p. 209, v. »09 Drumb st. Drum. — p. 210, v. 988 solt's st. fiöli's; var. 987 1. yedes st. yd es. p. 283,15. Statt verzeimet ist vielleicht verzeinct anzunehmen; zu zein, Stäbehen von Metall, Draht (also mit metallenen Verzierungen, hier Küh- kämmen, versehen). p. 257* Wenig bekannt (auch von Kurz übersehen) scheinen die folgenden Verse Fisch arts zu BuUingers Bildniß, abgiedr. im Anzeiger des germa- nischen Museums 1856, Sp. 163 u. fT. : Eigentliche Gonterfahtung Heinrichen BuUingers, Dienerf der Kirchen ZÜ Zürich. - .., Wiewol groß Alter, und graw Haar, | Seijxd an» jm setti$ ftnsehlich zwar: | ist doch fümcmlich hoch zdhalten { Das Alter» .m denset^ea Alten, j Die jhr graw Haar also erlangen, jiDa» sie« mit. Ehfenid.armil. praiige%j < Und sdkhe gräwe han bekommen |>Ia QDttesidieooißt,. mit natz jmÜ,Jmi^ men { Dcs^Votteclandts,. und Christi, gmein« (MFü^war^ die.hoah.KÜ W^rm 'sein. I (jrl6ichwie'>HBrr Builinger. gethon,i. | .Det- fiinfflizig Jm^ on npdß^lpi.l Nun in ' des iHerreoi Wefaiberg hie |.Anbftitr:Qiit> )elQaftdarm:>^iß>it^nid jnCiHäji Das er diß iab lümt cben^eich \ Dasifiib&Ad: iii&df9efibtz^gisl)[if)a^«r^ß}i^j - (iMnü -er 'geboren- w&rd älifeier l-kttifar taiweoAitifiUttfflitiRdwfe Tieft ;)4:Ia welcher t»yt er:.all' sein''L6iDen^t:Hai' amdET das Firedig^vi^t l^dge^bcs^iliDp^ ^ mitigbdientigar nBanoher Jlirek: liUadi nicht aili^n>!da$sjQ};b} z&^ffih).^ (^ • >cr niBB^viertzig» ibTtversich^i-'t' Des ZmngUns stf&t^iidÄS.lYptekirJjft^cJ^tÖiJ > Sönded der^gM^tz^n/i^andtachnfft audiv { I^aon^hoihftti^ai^nde^Hßhijglll^^^cJ^^ Bremg^rtetiseihüieb .¥>atlei;laTidt^( |>]DäIfüßi^asi[Ba|)ijt«mbi'Jai$t y^««^t{!-| ' > ^p{>eiiiea ler oncb > 'tt&dieir#ieifi[^ » Jhi büß diehbäfiBtisäh »»ilibseüGhdie^^/ßAJ — andl^e Ort lonoh «noch «ideL mchr^ | Dacälilmündtli^h^'^un! d»iiK^H )mphriiU|jd^ •l^ri^'l Jkl 'seinf^Kkmist |gestmgenMi<>uch:y[| Über .dadiSK^hri^eibiPdilii^lär^ßfi^ ^' < ) t&mihi I Das iiiim'seini^ugiinditttxdvftcstantiit^ I i%ür(l'£rembikli Wol^r^ <^> bekti3idl;<» D^naii4tio'si^)eiB'war Ghitistiich QHhi inl d^saiialktn^liMift QqU^s 1. W()rti| l'jßa mAnt T^cht-xoa seili^iBneheto iWißtf^l) Di<]^his^.4)Uigbiiml'ifr^ DaÄoc.unö halt bey^gsttu^iett (Lehr ;|,üii.d:.tiie»ö tiahr^...luß,J^^fib§y[yi,,. .^^j.j Gedruckt zä Straßburg Durch Bernh. Jobin Formschneider. Jmwk^JiSUi' 301 p. 259 Z. 11 Y. u. wohl zu lesen trüwer, yerlesner statt rüwe rerlesner» Ich konnte mich nicht dazu entschließen, den Uebersetzungen Salatsaus den Briefen des Erasmus und Hieronymus, unreifen Erstlingsversuchen (1580)^ einen Platz unter dessen Schriften einzuräumen. Zur Begründung dieses ür- theils folge hier der erste Brief, der ohne das Original kaum yerständlich ist. (Mscr. allemand 238 Bl. 46, a.) Mn Epistel Ereumi von redlicJikeit der lernung zuo etlichem einem frund. *) So ich dich gar nit zwiflet, in etwas unglcüplicher brunst der Schriften brünoenden ( N. wirst nit geoffenbart fründ), hab ich gm«5int, nit ermauung not sin; sunder des, welchs du ingaogen wärest des wegs jez gef&rt, ald als mit eiffl zeiger, hab ich geurteilt, das mins ampts sin, nämlich, daß ich dir, als einem mentschen, jez nit vilmalen vereiugotesten (copulatissimo), aber ouch lustbarlichsten die fdßtrit anzeigte, mit welchen ich von kiiid uf ingangen wäre» Welch, so du's mit glicher sorg annemest, als ich ouch dir si gseit han, ver- trüw ich in zukünftig, daß es nit mich warnende noch dich vergichten gerüwe» Darum die erst sorg sige, daß du dir erwellest ein praeceptorera, welchen 6in giertesten (quam eruditissimum); dann es mag nit gsin, daß der etlichen recht underwise, der selbs ununderwlsl sig, durch den du ouch ungschickt ^rst (quem simulatque nactus erisl), tii allweg, daß du werdest, daß er eins Vaters in dich und du eins suns begirde umwechslende in im tftjest: zu wel- chem uns fürwar dise erlich ursach uns (I) sol zAmanen, daß wir nit minder schuldig sind denen, von welchen wir Ursachen der dinge recht zd leben, dann TOn denen wir anfang zft leben genumen band: so dise wandelbar wolwellung so vil hat der cleinzitigen Verwandlung zA lernen, daß du vergebens han bist den gebieter der Schriften, dannen du heigest an im ouch einen fründ. Dem- iiach, daß du dich im gebest ganz uftnerklich und emsig, wann mit großer be- 8b»itung verfallend nit niemer (nonnunquam) die vernunft der lernenden, aber dmsickeit und mit ira meßigung verharret, und mit derglichen Übungen in a^htung* samlet er ein größeren hnfen. So in allen dingen nftt schädlkhers der ersatigung (satietate ctim omnibus in rebus, tum in literis nihil periculo- sius), so fürnemlieh in den geschriften, darum ist ufzAlösen etwan dick die stät stritung der lemungen zä undermischen mit kurzwilungen, aber friliche (liberales), aber wirdig der Schriften und von denen nit fast abschüchend^ fcirwar, denen mitten der lemunge ist zdzemisclien etliche ewige lustung (vo- Inptas), tnet als ein spil sdhezind der lemung, dann für ein arbeit* Wann nüt mag nberlang gschechen, das den Abenden nit mit etwas wollust enthalte. Und ottch die beste lere bald, ald zum ersten. Es ist ein ußerste unsjni (ex- tremsß est dementisB), leren^ die z& entlemen werind, welchs die arzt gwon sind in arznyung des magens (Bl. 47) zd verbieten, dasselbig schez dir in den ver- *) Opus epistolarura D. Erasmi Boterodami. ßasileiB MDXXXIX p. 367. Erasmus Gtiristiano Lubecensi s. d. ^Gam te incredibili qaodam ardore literarum flagrare minime dubitarem Christiane non vulgaris amice (1), hortatore nihil opus esse putavi, sed ejus quam ingressus esses via3 duce modo ac tanquam indice, id quod mei offlcii ess^ judicavl" etc. * 302 nanften zu bhalten. H&t dich, wann du mit schedlicher ald vile der spis be- deckst die yernanft, und wird von beden gclezt (offenditur). Es ist nüz im anfang, du vernemist, nit wie vil, aber wie gut, aber jetz nim ein ursach, mit welcher du magst nit allein rechtist, sunder ouch lichtlichst zA leren. Wann das ist gwon in eim künstlichen mentschen fürzestan (prsstare), ursach der kunst, das er z& letst des werchs so rechtist und bcquemlichst und ouh liechtlichst werde usgmacht vollkommen. Den tag solltu teilen alls in die werch, welchs wir ouch von Plinio und von bapst Pio dem andern, den furbündigsten mannen aller gedechtniß geschechen sin, glesen band. Anfencklich, das das houpt ist, den lesenden preeceptorcm, nit jez uf merkend allein, sunder gitick- licb uf losen, bis nit bniügig, flißlich nachzAvolgen den wisen lerer; sonder vermein etwan ouch für zA faren! Alle fümemlichste gedieht der gedechtniß (omnia illius dicta memorise, praecipua etiam literis mandabis) enipfil ouch den gschriften, den aller trüwisten buteren der stimen, welchen du wlderum also zii yertruwen (den sinnen) dich hAtest, als diser spotwirdiger richer bi Se- neca, der sin grünt also ingf&rt hat, daß er sich gloubt zu bhalten, was ein jeder der knechte gedcchte. Du soll dir selb ouch nit z&laßen, daß du wise b&cher habest und du siest unglert. Daß die ghörten dir nit wider entschü- chend, so retractier si bi dir selbs old mit anderen. Solt ouch an der hörung nit bnilgig sin, sunder gedenk zii geben etlichen teil der zit der schwigenden gedechtnuß, welchs der heiig Aurelius so im gmiit, so in der Vernunft, an- fangs mitfürende gschriben hat und als ein stürmende ringung der verstendnußen die ädern des gmüls, so erzeigt^ so erweckt, so meret. Und nit so du etwas zwiflest z& erfaren, noch erl uteri z& werden (castigari) so du etwas irrst, du dich Schemist! Du sollt fliechen necbtlich tichtungen (lucubrakiones) und unzitige lernungen, wann si löschend uß die gedechtnuß und lezend schnellicklich die mügenheit (valetudinem). Die morgenrötin ist ein fründin der gedichten (an- rora musis amica), gschicktiich den lernungen. Nach dem mal so spil, old wandle, old fabulier fröliche ding I was ist, das under disen und den lernungen mag sin ein stat? Du nim din spis nit nach dinem wollust, sunder wie fil zu der vergn&glickeit gndg isti Um das nachtmal wandle enwenig; nach dem mal aber also ; um den schlaf so lis etwas ußerforschends old wirdigs der ge- dächtnuß von dem der schlaf, betrachtende, getruckt werd; das, so du wider vom schlaf erwachst, wider sAch von dir selber! Dise meinung Plinii hange all wegen an dinem gm&t, daß man alle zit verliere, die man den lemungen nit mitteilt. Betracht, nüt filüchtigers sin der Jugend (cogita juventa nihil esse fugacius), welch, so si hinflügt, nimmermer widerkunt. Aber jez fach ich an sin ein ermaner und nit den versprochnen zeigen Du süßister fründ 1^. volg nach diser maß (hanc formam), old ob du magst ein beßcre. Leb woll (BI. 48, a.) Welchs do sig die gstalt der widertfrung old recapHuU$rung der lesungm. Es ist etlicher erste old einige sorg gar noch bald zd der lemung der Worten, welchs ich fürwar nit lob (wann es ist so großer arbeit, so noch keiner frucht); wann wohin langt es zii geben unverstentliche wort nach art des Siticiisen? etc. (Auch aus Erasmus?) 303 (Bl. BO, a.) Mn Epistd sant Iherommi, so er hat geschriben zuo Paulino, darin das fümem' liehst argument, dass er ratet Paulino zuo lemimg der heiligen gschriften. *) Brüder Ambrosius mir dine gäblin bringende, bracht ouch dine süßesten Schriften, welche von anfang unser fründschaft die truw jetz eins bewärten gloubens und alter fründschaft jetz wider ernüwerung harfür brachtend etc. *). Sanctor. patr. opascula selecta tom XI, p. 166. ^' »' ( * fi '• 1 I M .< • .^ < , . » ", I ' 1- f. ; <:•.! 1^ "- ::^ ■l ! '.... •.«\' V )•■• i" Wortregister. i- •■ , t ■ < t aat 47 abbecläwen 278 abenürti 65 absin 241 abstricken 280 ' ' abtädigei» 280 acbteB(»75 äferung 151 ätti 14, 15* ' ■ ''•■' ald 110 • ' ^ allmend 55 ' : ' • alt entbor stf^lteiil i'dS alwel41 angster 47 ' ' '* angstlüs 12* ' ' anmuten 77 "'^ .-- anstoß 208 '' ' •' arbeiten 164 ^ -■ '<'■'• * ' «rznen 47 • '• '• l liachant 80 bache 117 '•' ^ bank, durch banir' enfWef 208 '' •" " ' ' bandrfl^O' ' -" ' bankart 47 ' • ' ' ** bannit 203 '|^^' ' ' beckelhube 87 ^ '' * ' bedöi^en'löi '• ' began sich 121 ' begrifen 122 beielzedel 17 ' beit 92, 98 - ' ' beiten 181 beladen s. 216 1 •» •♦ ' ii ' ■ '( 1 bdre 42 bereichen 178 berli 1^ > bermctin 165 beschriben 92 besitz 241 betreten 98 *" bibel ei^ bevor 246 bidmen 61, 12? ' bimesser 59 bis imp. zÄ Wetseki !S66^- blangen 85 blatt 47-'- ■' - ' ^' blatter 125 ' " - blattet 125 "•' ^' : blÄmen 282 ■ " blüst 208 ■ • ^'«y '^- blütruns madh'en '"SfS* ''- bfcttt^'fSÖ ' hoch 100, 25» • l ■ - bochen 178 '•' ''^^"' '^ bögg 125 "- ^' '" ' bosnet 28i'" "^ ^'•'^■ boten 246. ''" •^' .•.• 'v boura 47 "^ ^f '^^ brachten 177^' '^•"^■^ bran z. brennen 'llff''- brattelenmatt 12$ ' ' bresten 216 briegjga ':"•-:--.• bÄbentant ^4 ' ' '-'■ bug 179 ^'^'- i-n •>r>- bunt 68. ^'^ :r)ilsfsv b'Bs19eh il&!et^^rm'49l hüm^ -ätfd'lii^lcfn ifSl butz (Popanz) 1^1 '" ' bnlz (Butzfeny'2l8^-^'l ' ^' eapse 129 '^'-^ ^'^''^-""^ chrismen 80' • «'^^ '^^'' '• cüstfry 46 ^'^ ^''• Chor spanneif -iftj^^'ild'* dank 130 ^'' ^'-*' danteil'''f»4--i'"" n'^i-^^-p.^ir darafter-'f^'''"'^'*'^^-''^' däw^^iW^ '^f'*' ^^'^'^'^ demmen 148 '-^ ^^^■' dick 78 '^^ ^'»'J^V»'- dingen 197 *'^ -^^f^"' di%B%i«'l8«i»'T^ fl'jish'/: druck, in druck koiüiben eini^'44e^f*89 -•''^^•^'^''^'■• einbinden^W-^^'«"'^^'"^'J' einraündig^' -^^^•"' eUenden 264 '' -''=^' empfelch 245' '' '" •^•* enent,'enet 68, lÖ"^-' "' entchrist44 * enthelfen 202'' t M 805 entschüttung 290 entsitzen 156 entweris 42 entzücken 200 eräfern 264 erarnen 179, 206 erben und rächen 46 erblasnng 290 erbutzen 188 ergetzen 110 ergretschen 240 erin 283 erkücken 157 erkranken (?) 276 erschießen 90, 188, 201 erschütten 84, 197 erstunen 289 ersuchen 236 erziehen 112 etwer, etwar 133, 189, 269 fallen, vom seil 289 faren 201 faß 132 s. vaß fendel 196 ^ feysc 80, 297 flÄ 64 flocknen 62 firen 79 frigassen (frica^ser) 279 irigheitsbüb ^^28 frucht und bug^ 179 Mg 121 fuglent 14 . ' funst 54 funtelen (mmjkvwidelo) : -.271; • . I; .:: fürgan 149, 207 fQrgang nemen^* ^Opi fQrkommen 287 ; fürrucken ii78 farsin 179 ; . , . . •„ für sin 189 ' c \| fürtrefiöp apo, 2W7 * . . sad, gaden iiß gächlich 90 .^ , , gaben 98 Baechtold , Hans Salat. gail 98, 126 gawertscher 38 gegne 153 geheimd 74 gelegenheit 249 geli 198 gell 133 gensenhor 122 geschieren s. 110 gesiebt 149 geschopfd 182 gfar 121 ghien 39, 233 gichtig (geständig) 79 gifter 65 gilge 147 gilte 58 gimmel 59 glänz (adj. heiter) 66 gleitig 281 glichsnend 151 gliropf 254 gnaden 152 gnieß 100 ■ gnot und gar 228 gote 30 göti 30 , ^ gouch 298 grätten 240 greinen. 106 grempig, s. g. machen 252 gremplerin"66 grendel 42 grind 28 grinen 95, 134 gründen 271 grün 197 grüwen 192 , gsp^n .199 , . . gschreiejp 2J6. gschwy 53 güdfementag ^^^, Febr.) AS gugenfÄr 127 .. \j .r ..f gwiößne 18Q,.^ . . . liaar ufha<^mjaieh(^Q 25/7 haller 79'^' I ' _ >w hamascht und wer 75 heiltum 129 heimlich 158 heiter 65 hßinwert 182 helmli abnemen 131 herd 61, 6^ 80 herdfarb 198 herwüschen 134 heu sehen 79 hienoth 158 hinfart 198 hocken 81 hochzitlich 129 hol 127 hostig 58 hund (centenarius) 89 hüpsche zinstag (lo. Febr.) 89 hupschlich 116 hüppenbdb i20 hurd 115 hftreclit 127 hurst 122 ienem 91 ' infäschen 122 inrisen 278 irte 101 itel 56, 124 Jagen, durch di^ Knüttel 209 jehen 191 ioch 144 .... Joder St. 92 Johannes im vaß 118» .119 häzern 30 kaiatz 20 s'kalt 57, 88 ..:. karren für ^'jnoß stelle^ 77, 271,. . .^. r. .. ■> keib 236 ... ,. , , keibenschin^er i4. kestigen 154, 138 < kib 201 \l', kibig 102 .^(. kilbi 20 21 ' 1 ,f? :i i^a; 1 806 - •- M •f. kilchhöri ^, Jf^Q kinden (verb) A^, klamme 128 kläpper 242 klappermann 24.4, knobel triben i4ä^ kommenlich 9Q, lo4 . köpf 64 , ; \, ; krapfeneßer ,^51^ kralten 127 ,;. , ,, krauen 127 % kriese 84 krütig, s. krr in.J^clien wichtig thuD) '80 kry 102 kugel schlai^fn 66 kAghier 80 T I ' ' 'i ''maßen s. f^ ''' rmeeren286' * ' • ,1 ' •( 'VVfttschcn 178 ^^ fiöuiLi'-j^ meien 149 '-' *- j Wehen (bolehi^83i^(JiÖ^'i2 milchjar UV'"' '•'-' ^'"''■■"V ; eben) 210 <^^ a'^üxUirio^ minestra 128 '"'•;/'^' '.'t^^^® ^®*^'^ '''^ Jioijü7/:(D2 , mißeling 202 ^ '^* '• ' rreyement 70 ^•''^ soilßynlj^ »mithälig 29hi''- '.J ' ''; '^'f i^chtage 129 ^^'^ suuy;fi'j? mornades 61 ^'' ' '^' Ti^ngfertig 85-'* flüdmfif s liiorl 208 ''• ' '"' '■ 'pingf&g 177 ^i- i^i-^vniht mÄen 98 ' ^ ' ' " ; " '? ifingwichtig 140 "^i' feo I f 093 Aiummschaöz wf6n^'2iKr| ^itt 196 •'^^^ ('^.ii'?^) fj^t*-^ Äiuti 196 ■•'' •'■'' - '"•'"roden (bewej^ tfliljiuKb« müjitig 47^*-' ':;■■''' '■*'''|to«AaiMbl-tKttüü.) .Kij^^T lii:.. .■,/ pg^^ ^^^^^^ 7^^ ■•'.• . I..'" |gchiffrig 71 0«]1 n'^slüfe .fr; 1 J ' r I letzen 110, ^1^' ^ ' 'i pfitz 124 leutsch 117 ■ ' ' ' • pfitzen 185. lidig 208, /';''"''■'*' :pläst^ufw4in^'Ö^'''^" \\^\r.r^ fti " ^ ^ ' ^ ' pliuweu 58 ^' > ' ' '■"•■'- ''' '.poppen 225 ''- -^ -•'-'•'-'-' 'l'pracht t2^, «SU ^■-f-Ji'ti^ prächten 240* ' '^ ' -Mir lidlon 81 liien 112 •K'f fl .» ^ » lumde 189, 1Ö9 ' lusten 18^ 1 .T. schinbein rilÄif'lEÖft''^üüa schiten 248 '^''* ^Ä3""Ty'^«t schlang (mas<£y^9T{^>''^'iß* Schlegel Mäch^^e^ll««^ laä^to'liy/) n.i\toriiiiiid schlipfung 265 l'-^- l'^^i schluce (oa?ich'' schnaU 216 ^^^ '^^^^^'^ schnarwenOft* ^^1^=?^ "n>- schneiten 21Ä- ^ '^»^ ^^' ^^^ schnerzen 288, 29iH(trrtkeh schrien (Urtheiis(ÜclMiQ>JKr 8Q7 . i ' unred 84 r üüschimpflich 150' un&bang 292 j / Unz 150 urstend 5ß ^ Ußfitzen iW ußgan ^8 /)■ f ,r'.1 -> ■?7ß . .^ flcMUeu.8>?'.i*S.,..t ^'.^i^^U^age 12^ ..,;, ,,. «chützlich 95 .- ■ . v: ; , , , trähen 243, 28^ ^ ^ .. , ., Schwaden 175, 29^.^. f r,/,lträjen 197 «chwalme 68 *: ;,, „f,,,.,,.Lträm 45 . , schwänz 122 »y-jt r,t.f;;„.,i|ftratzen 11, 290.. ^: ...■.,<».,j, — «? — ^-f ..,. achweihen 62 6^ ^itv.n.jrltratzlich 51 jj,\;,._,.Ußputzeri'28B achwiger 54 --| .;;,:::itrenimel 91 ^.,, ^^ [ußrichten ?3^ ^ .. aeellos 227 M|.i v-nw^-ri trösten 88 ,. Ußspannen 246,. aegel (seigel) 148 bui'^ul^?^MrM^^>^..iv4^^ If : iielzamliC^ ^^....m ;r,[.oi trumm 51, 65 ,. , ,. J ^stendig 78 ^ «emUch (söngi*){«8(rtfe| tüfelsüchtig 244 ^, , Ußtaj^e 55, 62 . aezlig 58 .:u ...... töfgründige (^h5t.),2^ ? ußtreten fOi ., .; sichtig 67 M. ... jfcrungenlich,?j^5.,,j .. .3 ützid 227 fiiechtajfcß^Ävl .1 . : , ,r: tarnen 28i^.. . .^ ,, . J irecht smnistäg 44, 297 tm ;h- J *ißen 122 ^ < ^«««"T so 181 (,, .li...iiJtwär62 Spätzle 227, 267 T'jIt fr J Aber 287 Spätzlen (verb) 290h: r jj^rJ überf&ren 44, 48-^ , ., stat 161 Oü JY/i..[i!:iJ|übergen, die^lj^mat 85 stat thün 217 i- 1 t ' J übgBhüp^fRpp^ ,^70 . ^ stechen 190 SP h ,fj "**'"""' Strauß a66l-j:rrM[,j nuM^^ StrimaJl4&jj-i;5/{'!')7 \ir-ji struchen 210 ükI :. v, ,} Stützung 27?;:] m .;// .i süichen W^ z\j ,,.,|;,| sülzen 196 t: oiM-fiifi sündflil^?ggifh iji^.i.jir] ta^erweis 60 'r-i^ ir.jifr tagwolw.(164^,,,,, ;...: i *wpiro^j«9il-^ ^-,-.i,i tanngrotzen (verb) )403,. { tant 291 ;:rs: vvimnj.'Mj lemmen 78 f-.jji , o^juiii-, terminieren 127 <•{ toggi 680:0 T'MM.\'iMa;r)=; tolen 211 1,1:: ..i.;:,(s^ törpeltanz ^j, ..,.j.ih' torteche 18|;v, , .. toub 41, 44, 50 L'ii- ii 1Sfllbe•44i^':■';tjl ;• n -i-'^' n ■' « '. I .-. -^ ': . unbescheidenhQi^',20i5 ,,..| j verschinen ,3,7^ ä'70 ..;. . **s? '^.'fll'l verschlagen s.; 185 verschieden 44 ^_ verschmechd ^6^238 ' ungeschmützii;^g8, , . ^ j verschriben (engl^tftshyjf^^ u^g^ftÖ^t- 230. ., . . ,, . Beicht hörwi) ^% . ,;, undertriben 288, r ,, , ungeniet 260 ,.; c ,, . /,,.j ungeschepf 277 - . , , . ^ unbändig 266 unmiltsame ».S7& : r unrat 197 . j~ . • verschwinen I44 , I versuchen, 2^,.; , ' verwisen 128 ' > ' SOS verzeimen 288, 800 verr 281 visiere (Finsterniss) 268 YOgelfrei 209 vorgeben 236 vortheiüg 227 ivächerig 146 wandelsack (?) 125, S99 wannen 242 war 128 wart 94, 267 wasen 86 wat 128 watz, mir ist w. 126 weere 78 wegen 218 weger 199 weidgang 141 |werch 88, 68 werchen 4 wesen 211 wideräfem 184, 168 widerschwall 108 wienachtkftchen 286 wolfmanat 88 wül 188 zanen 184, 216 zend 198 zennen 116 zennerii 79 zennföchsi 94 zepfen s. 186 zergengen 179 zerknisten 117^ 288 zigerklotz 118 zimpeltag, zimpfeitag 25$ 287 zom, groß zom 126, 29^ Zuckung 192 zügeben, den hörnern 177 zubelen-krieg 84 Druck von B. Schwendimano in Solothuro. r