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der
Naturwissenschaftlichen Gesellschaft
in Dresden.
Herausgegeben
von dem Redaktionskomitee.
Jahrgang 1909.
Dresden.
In Kommission der K. Sachs. Hofbuchhandlung H. Burdach.
1910.
Naturwissenschaftlichen Gesellschaft
ISIS Im-
Herausgegeben
v/on dem Redaktionskomitee.
in Dresden.
Jahrgang 1909.
Januar bis Juni.
Mit 2 Tafeln und 8 Abbildungen im Text.
Dresden.
In Kommission der K. Sachs. Hofbuchhandlung H. Burdach.
1909.
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Redaktionskomitee für 1909.
Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr» Förster.
Mitglieder: Prof. Dr, E. Lohrmann, Geh. Hofrat Prof. Dr. 0. Drude, Oberlehrer Dr. P. Wagner, Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller, Prof. Dr. A. Lottermoser und
Prof. Dr. A. Witting.
Verantwortlicher Redakteur: Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller.
Inhalt.
Verzeichnis der Mitglieder S, V. — Ernst Fürchtegott Zschau f S. XV.
A. Sitzungsberichte.
I. Sektion für Zoologie S. 3. — Ernst Hackel- Stiftung S. 3. — Escherich, K.: Aus dem Leben der Termiten S. 3. — Lohrmann, E.: Geweihbildung in der Familie der Hirsche, neue Literatur S. 3. — Schorler, B.: Neue Literatur S. 3,. — Stadel- mann, H.: Lichtversuche am Chamäleon S. 4. — Viehmeyer, H.: Über Raupen und Ameisen S. 3; gegenwärtiger Stand der Tierpsychologie S. 4. — Besichtigung der Eiersammlung des Lehrers B. Hantzsch im Heimatkundlichen Schul- museum S. 4.
II. Sektion für Botanik S. 4. — Drude, 0.: Chlorophyll und Assimilationsprozefs unter dem Einflufs der Sonnenbestrahlung und des Himmelslichtes, mit Bemerk, von
R. Jahr, Literaturbesprechungen S. 5; Vorlage von Bildern von Alpenpflanzen am natürlichen Standorte S. 4. — Neger, F.: Scheuchzeria- Früchte im Flachmoor bei Okrilla S. 4; Mutation parasitischer Pilze S. 5. — Scheidhauer, R.: Literatur- besprechung S. 4. — Schorler, B.: Bereicherungen der Flora Saxonica 1906—1908
S. 4; neue Literatur S. 5. — Stiefelhagen, H.: Ergebnisse einer botanischen Sammelreise in die Seealpen S. 4.
III. Sektion für Mineralogie und Geologie S. 6. — Engelhardt, H.: E. F. Zschau f S. 6. — März, Chr.: Eiszeiten und Moränen in der sächsischen Oberlausitz S. 6.
— Schönfeld, G.: Neuer Stegocephalen-Fund aus dem sächsischen Rotliegenden, ent- wicklungsgeschichtliche Stellung der Stegocephalen S. 6. — Stutzer, 0.: Sommer- aufenthalt in Alaska und Yukon 1908 S. 6. - Wagner, P.: Neue Literatur S. 6.
IV. Sektion für prähistorische Forschungen S. 6. — Bruhrn, A.: Gefäfse aus einem Hügelgrabe bei Merseburg S. 7. — Deichmüller, J.: La Tene- Funde von Cröbern bei Leipzig S. 7; vorgeschichtliche Votive und Weihegaben S. 8; neue Literatur S. 7.
— Döring, H.: Steinzeitliche Besiedelung der Gegend um Leipzig, mit Bemerk, von J. Deichmüller S. 6; Steinäxte von Wachau S. 7; neue Literatur S. 6. — Göhler, P.: Votive und Weihegaben des katholischen Volkes als urgeschichtliche Zeugnisse und Reste S. 7, mit Bemerk, von 0. Jäkel S. 8. — Klähr, M.: La Tene-Funde der Leipziger Gegend, neue Literatur S. 7.
V. Sektion für Physik und Chemie S. 8. — Beythien, A.: Die chemischen Grund- lagen einer rationellen Ernährung S. 9. — Förster, Fr.: Zwei elektrochemische Vor- lesungsexperimente S. 9. — Friese, W. : Der Staub- und Rufsgehalt der Dresdner Luft S. 8.
VI. Sektion für reine und angewandte Mathematik S. 9. — Heger, R.; Zür Kon-
struktion der rationalen Kurven 3. Ordnung S. 9. — Krause, M.: Näherungsweise Integration totaler Differentialgleichungen S. 12. — Müller, F.: Gedächtnisrede an Hermann Grafsmann S. 10. — Neovius, E. R.: Minimalflächenstücke, dere^i Be- grenzung von drei geradlinigen Teilen gebildet wird S. 12. — Schreiber, Ai: Be- dingungsgleichungen für Rückwärtsschnitte S. 11. — Weinmeister, Ph.: Ableitung der Formel für den Mantel des schief abgeschnittenen Umdrehungskegels &. 10; Rollenverwandtschaft zwischen Parabel und Kettenlinie S. 12. — Witting, A. : V Vor- richtung zum Zeichnen von Ellipsen S. 12. 1
Inhalt des Jahrganges 1909.
Verzeichnis der Mitglieder S. V. — Ernst Fürchtegott Zschau f S. XV.
A. Sitzungsberichte.
I. Sektion für Zoologie S. 3 und 21. — Ernst Hackel- Stiftung S. 3. — Es eher ich, K.: Aus dem Leben der Termiten S. 3; Beziehungen zwischen Ameisen nnd Pflanzen S. 21; neue Literatur S. 22. — Lohrmann, E.: Geweihbildung in der Familie der Hirsche S. 3; die Familie der Hirsche S. 21; neue Literatur S. 3. — Neger, F. : Neue Be- obachtungen an körnersammelnden Ameisen S. 21. — Schorler, B.: Neue Literatur S. 3. — Stadelmann, H.: Lichtversuche am Chamäleon S. 4. — Viehmeyer. H.: Über Raupen und Ameisen S. 3; gegenwärtiger Stand der Tierpsychologie S. 4; Ver- gleich zwischen der Ameisen- und Menschen-Psyche S. 21. — Besichtigung der Eier- sammlung des Lehrers B. Hantzsch im Heimatkundlichen Schulmuseum S 4.
II. Sektion für Botanik S. 4 und 22. — Drude, 0.: Chlorophyll und Assimilations- prozefs unter dem Einflufs der Sonnenbestrahlung und des Himmelslichtes, mit Bemerk, von R. Jahr, Literaturbesprechungen S. 5; Bilder von Alpenpflanzen am natürlichen
• Standorte ‘S. 4.. — Naumann, ArT Botanische Ergebnisse eines dreitägigen Aufent- halts an der Franz - Schlüterhütte in den Südtiroler Kalkalpen S. 22. — Neger, F.: Scheuchzeria - Früchte im Flachmoor bei Okrilla S. 4; Mutation parasitischer Pilze S. 5. — Scheidhauer, R.: Literaturbesprechung S. 4. — Schorler, B. : Berei- cherungen der Flora Saxonica 1906 — 1908 S. 4; neue Literatur S. 5 und 22. — Stiefelhagen, H.: Ergebnisse einer botanischen Sammelreise in die Seealpen S. 4. — Besichtigung der Ausstellung über die Dresdner Heide im Heimatkund- lichen Schulmuseum S 22.
III. Sektion für Mineralogie und Geologie S. 6 und 23. — Engelhardt, H.: E. F. Zschau f S. 6. — Kalkowsky, E. : Geologische Reliefs vom Vesuv und von Santorin, neue Minerale aus Sachsen, über Pleochroismus, Versuche mit der Wünschel- rute, neue Literatur S. 23. — März, Chr.: Eiszeiten und Moränen in der sächsischen Oberlausitz S. 6. — Schönfeld, G.: Neuer Stegocephalen-Fund aus dem sächsischen Rotliegenden, entwicklungsgeschichtliche Stellung der Stegocephalen S. 6. — Stutzer, 0.: Sommeraufenthalt in Alaska und Yukon 1908 S. 6. — Wagner, P. : Neue Lite- ratur S. 6 und 23. — Ausflug nach Niederschöna S. 23.
IV. Sektion für prähistorische Forschungen S. 6 und 24. — B rühm, A. : Gefäfse aus einem Hügelgrabe bei Merseburg S. 7. — Deichmüller, J.: La Tene- Funde von Cröbern bei Leipzig S. 7; vorgeschichtliche Votive und Weihegaben S. 8; Gründung einer Deutschen Gesellschaft für Vorgeschichte, neue Funde aus Sachsen S. 24; neue Literatur S. 7 und 24. — Döring, H.: Steinzeitliche Besiedelung der Gegend um Leipzig S. 6, mit Bemerk, von J. Deichmüller , S. 7; Steinäxte von Wachau S. 7; Literaturbesprechung S. 6 und 24. — Ebert, O. : Literaturbesprechung S 24. — Göhler, P.: Votive und Weihegaben des katholischen Volkes als urgeschichtliche Zeugnisse und Reste S. 7, mit Bemerk, von 0. Jäkel S. 8. — Klähr, M.: La Tene- Funde der Leipziger Gegend, neue Literatur S. 7.
Y. Sektion für Physik und Chemie S. 8 und 25. — Beythien, A.: Die chemischen Grundlagen einer rationellen Ernährung S. 9. — Förster, Fr.: Zwei elektrochemische ' Vorlesungsexperimente S. 9. — Friese, W. : Der Staub- und Rufsgehalt der Dresdner Luft S. 8; Methodik der Staub- und Rufsbestimmung in der Luft S. 25. — Hall- wachs , W. und Dember, H.: Kontakt- elektrische und lichtelektrische Arbeiten aus dem physikalischen Institut der Technischen Hochschule S. 25. — Lottermoser, A. : Jetziger Stand der Kolloid chemie S. 25.
VI. Sektion für reine nnd angewandte Mathematik S. 9 und 26. — Heger, R.: Zur Konstruktion der rationalen Kurven 3. Ordnung S. 9; irrationale ebene Kurven 3. Ordnung S. 26; Wandtafeln mit Kurven 3. Ordnung S. 29. — Krause, M. : Näherungsweise Integration totaler Differentialgleichungen S. 12. — Müller, F.: Ge- dächtnisrede an Hermann Grafsmann S. 10. — Neovius, E. R.: Minimalflächenstücke, deren Begrenzung von drei geradlinigen Teilen gebildet wird S. 12. — Schreiber, A : Bedingungsgleichungen für Rückwärtsschnitte S. 11; der harmonische Analysator von Mader S. 27; Logarithmenpapiere und deren Anwendung, Abacus zur Auflösung drei- gliedriger kubischer Gleichungen S. 28. — Weinmeister, Ph.: Ableitung der Formel
IV
für den Mantel des schief abgeschnittenen Umdrehungskegels S. 10; Rollverwandtschaft zwischen Parabel und Kettenlinie S. 12; graphische Bestimmung der Achsen des schiefen elliptischen Kegels S. 26. — Witting, A.: Vorrichtung zum Zeichnen von Ellipsen S. 12.
VII. Hauptversammlungen S. 14 und 29. — Beamte im Jahre 1910 S. 30 und 32f — Veränderungen im Mitgliederbestände S.17, 30 und 31. — Kassenabschlufs für 1908 S. 14, 15 und 18. — Voranschlag für 1909 S. 14. — Freiwillige Beiträge zur Kasse S. 31. — Geschenk von 500 M. zur Drucklegung eines neuen Bibliothekskatalogs S. 30. — Bericht des Bibliothekars S. 34. — Bibliotheksangelegenheiten S. 30. — Ernst Häckel - Stiftung S. 15. — Naturschutzpark in den Alpen S. 15. — Erhaltung der Sternwarte im Dresdner Ausstellungspark S. 30. — Verbilligung der sächsischen topographischen Karten S. 15. — 500jährige Jubelfeier der Universität Leipzig S. 15, 17 und 30. — Gedenkfeier des 100. Geburtstages von Charles Darwin S. 14. — Drude, 0.: Die Theorie der Entstehung der Arten als Markstein im Lebensbilde Darwins S. 15. — Göllnitz, 0.: Die erdmagnetische Vermessung Sachsens und deren Ergebnisse S. 30. — Hempel, W. : Elektrische Laboratoriumsöfen S. 30. — Kalkowsky, E.: Die geologischen Grundlagen der Entwicklungslehre S. 15. — Lange, E.: Immunitätserscheinungen S. 16. — Meyor, E.von: Die chemische Ver- edelung der Zellulose und ihre wirtschaftliche Bedeutung S. 15. — Schiffner, K.: Die neueren Untersuchungen über Radioaktivität» und radioaktive Wässer Sr. 14 Schreiber, A.: Das Stereoskop und die Stereomethoden, sowie deren Anwendung in der Phologrammetrie S. 30. — Ausflug nach Meifsen, Besichtigung der Alt- städter Dampfmolkerei S. 16, und der Nähmaschinenfabrik von CI. Müller in Dresden S. 29.
B. Abhandlungen.
Bachmann, E.: Die Flechten des Vogtlandes. S. 23.
Deichmüller, J.: Einige neolithische Funde aus Sachsen. Mit 2 Abbildungen. S. 112. Drude, 0.: Die Theorie der Entstehung der Arten als Markstein im Lebensbilde Darwins. S. 11.
Hall wachs, W., und Dember, H.: Mitteilungen über im Physikalischen Institut der Technischen Hochschule Dresden ausgeführte Arbeiten. Mit 2 Tafeln. S. 65. Heger, R.: Zur Konstruktion von Kurven 3. Ordnung. Mit 8 Abbildungen. S. 48. Heger, R.: Vorführung dreier Wandtafeln für Kurven 3. Ordnung. S. 110. Kalkowsky, E.: Geologische Grundlagen der Entwicklungslehre. S. 3.
Müller, F. : Zur Erinnerung an Hermann Grafsmann. S. 43.
Naetsch, E.: Über Lichtgrenzkurven und geodätische Linien. S. 58.
Naumann, A.: Die botanischen Ergebnisse eines dreitägigen Sammelausfluges in die Umgebung der Franz - Schlüterhütte (D.-Oe. A -V.). S. 86.
Wanderer, K.: Der erste Fund eines Moschusochsen im Diluvium des Königreiches Sachsen. Mit 1 Tafel und 1 Abbildung. S. 79.
Wanderer, K. : Zum Alter der Schichten an der Teplitzer Strafse in Dresden-Strehlen. S. 114.
Weinmeister, Ph.: Graphische Bestimmung der Achsen des schiefen elliptischen Kegels. Mit 3 Abbildungen. S. 103.
Die Verfasser sind allein verantwortlich für den Inhalt ihrer
Abhandlungen .
Die Verfasser erhalten von den Abhandlungen 50, von den Sitzungsberichten auf besonderen Wunsch 25 Sonderabzüge unentgeltlich, eine gröfsere Anzahl gegen Er- stattung der Herstellungskosten.
Verzeichnis der Mitglieder
der
N aturwissenschaftlichen Gesellschaft
ISIS
in Dresden
im Juni 1909.
Berichtigungen bittet man an den Sekretär der Gesellschaft, d. Z. Hofrat Prof. Dr. J. Deicliinüller in Dresden, K. Mineral.- geologisches Museum
im Zwinger, zu richten.
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L Ehrenmitglieder.
Jahr der Aufnahme.
1. Agassiz, Alex., Dr. phil., Kurator a. D. des Museum of Comparative Zoology in
Cambridge, Mass. 1877
2. Credner, Herrn., Dr. phil., Geh. Kat, Prof, an der Universität und Direktor
der geolog. Landesuntersuchung des Königreichs Sachsen in Leipzig (1869)1895
3. Galle, J. G., Dr. phil., Geh. Regierungsrat, Professor a. D. in Potsdam . . 1866
4. Haugliton, Sam., Rev., Professor am Trinity College in Dublin ..... 1862
5. Jones, T. Rupert, Professor a. D. in Penbryn, Chesham, Bucks ..... 1878
6. Krone, Herrn., Hofrat, Professor a. D. in 'Laubegast (1852) 1908
7. Laube, Gust., Dr. phil., K. K. Hofrat, Professor an der Universität in Prag 1870
8. Ludwig, Priedr., Dr. phil., Hofrat, Professor, Oberlehrer am Gymnasium in
Greiz (1887)1895
9. Magnus, Paul, Dr. phil., Professor an der Universität in Berlin 1895
10. Omboni, Giov., Professor an der Universität in Padua 1868
11. Rohn, Karl, Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der Universität in Leipzig (1885) 1904
12. Seydewitz, P. von, Dr. jur. et phil., Staatsminister a. D. in Dresden, Lennestr. 1 1903
13. Stäche, Guido, Dr. phil., K. K. Hofrat, Direktor a. D. der K. K. Geologischen
Reichsanstalt in Wien (1877)1894
14. Tschermak, Gust., Dr. phil., K. K. Hofrat, Professor an der Universität in Wien 1869
15. Verbeek, Rogier D. M., Dr. phil., Direktor der geologischen Landesuntersuchung
von Niederländisch-Indien in Buitenzorg 1885
16. Wiesner, Jul., Dr. phil , K.K. Hofrat, Professor an der Universität in Wien (1868) 1908
17. Wolf, Franz, Dr. phil., Professor, Realschuldirektor in Rochlitz 1895
18. Zirkel, Ferd., Dr. phil., Geh. Rat, Professor an der Universität in Leipzig . . 1895
II. Wirkliche Mitglieder.
A. In Dresden und den Vororten.
1. Baensch, Wilh., Verlagsbuchhandlung und Buchdruckerei, Waisenhausstr. 34 1898
2. Baldauf, Rieh., Privatmann, Geinitzstr. 5 1878
3. Barthel, Theod., Kais. Telegraphensekretär, Ludwig Richterstr. 35 ... . 1901
4. Bauer, J. Adolf, Kaufmann, Falkenstr. 12 ... " 1903
5. Beck, F. Heinr., Bezirkschullehrer, Lortzingstr. 15 1896
6. Becker, Herrn., Dr. med., Oberarzt am Stadtkrankenhause, Sidonienstr. 16 . 1897
7. Beier, Herrn., Bürgerschullehrer, Schillerstr. 39 . . . 1907
8. Berger, Karl, Dr. med., Pragerstr. 44 1898
9. Bernkopf, Georg, akadem. Bildhauer, Wittenbergerstr. 43 1900
10. Besser, C. Ernst, Professor, Münchnerstr. 30 1863
11. Beythien, Adolf, Dr. phil., Direktor des städt. ehern. Untersuchungsamtes,
Carolinenstr. 8 ..... 1900
12. Biedermann, Paul, Dr. phil., Professor an der K. Tierärztlichen Hochschule
und Oberlehrer an der Annenschule, Reinickstr. 11 1898
13. Böhme, Max, Dr. phil., Oberlehrer an der III. Realschule, Feldlierrnstr. 29 . 1904
14. Böhmig, Konr. Heinr., Dr. med., Hauptstr. 36 1904
15. Bose, K. Mor. von, Dr. phil., Fabrikdirektor a. D., Löbauerstr. 22 1868
16. Bracht, Eugen, Geh. Hofrat, Professor an der K. Akademie der bildenden
Künste, Franklinstr. 11 1905
17. Brömel, Alb., Dr. phil., Professor, Oberlehrer an der Dreikönigschule, Puls-
nitzerstr. 10 1906
18 Bruhm, Arth., Forstassessor, Uhlandstr. 29 1907
19. Burdach, Fritz, Dr. med., Oberstabsarzt, Melanchtonstr. 5 ...... . 1902
VIII
Jahr der Aufnahme.
20. Calberla, Heinr., Privatmann, Bürgerwiese 8 1897
21. Ciippers, Friedr., Kaufmann, Julius Ottostr. 12 1896
22. Dannenberg, Osk. Eugen, Dr. med., Christianstr. 1/3 1902
23. Deichmüller, Job., Dr. phil., Hofrat, Professor, Kustos des K. Mineral.-geolog.
Museums nebst der Präbistor. Sammlung, Bergmannstr. 18 1874
24. Dember, Harry, Dr. pbil. , Assistent an der K. Tecbniscben Hocbscbule,
Residenzstr. 9 . 1906
25. Dietz, Rud., Dr. pbil., Professor an der K. Technisch en Hochschule, Sedanstr. 14 1902
26. Döring, F. Herrn., Bezirkschuldirektor, Glacisstr. 24 1885
27. Dressier, Heinr., Professor, S.eminaroberlehrer, Würzburgerstr. 61 ... . 1893
28. Drude, Osk., Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der K. Technischen Hochschule
und Direktor des K. Botanischen Gartens, Stübel- Allee 2 1879
29. Dutschmann, Georg, Bezirkschullehrer, Bernhardstr. 113 1903
30. Ebert, Gust. Rob., Dr. phil., Professor, Weinligstr. 7 1863
31. Ebert, Otto, Taubstummenoberlehrer, Falkenstr. 2 1885
32. Eiinert, Osk. Max, Vermessungsingenieur, Teutoburgstr. 8 1893
33. Eisenbaus, Theod., Dr. phil., Professor an der K. Technischen Hochschule,
Hohestr 37 b 1909
34. Engelhardt, Bas. von, Dr. phil., Kais. Russ. Staatsrat, Astronom, Liebigstr. 1 1884
35. Engelhardt, Herrn., Hofrat, Professor, Bautznerstr. 34 1865
36. Entner, Paul, Dr. phil., Oberlehrer an der I. Realschule, Fürstenstr. 52 . . 1906
37. Fehrmann, Max Rieh., Bürgerschullehrer, Neubertstr. 25 1901
38. Eickel, J., Dr.phil., Prof., Oberlehrer am Wettiner Gymnasium, Anton Graffstr. 11 1894
39. Fischer, Hugo Rob., Geh. Hof rat, Professor an der K. Technischen Hoch-
schule, Schnorrstr. 57 1879
40. Flachs, Rieh., Dr. med., Oberarzt, Sidonienstr. 6 1897
41. Flatlie, Mart., Bergdirektor a. D., Richard Wagnerstr. 5 1905
42. Förster, Friedr., Dr. phil., Geh. Hof rat, Professor an der K. Technischen
Hochschule, Hohestr. 46 1895
43. Francke, Hugo, Dr. phil., Mineralog, Müllerbrunnenstr. 5 1889
44. Freitag, Willy, Oberlehrer an der II. Realschule, Eisenstuckstr. 26 ... . 1906
45. Freude, Aug. Bruno, Bürgers chullehrer, Seminarstr. 11 ........ 1889
46. Freyer, Karl, Bczirkschuldirektor, Herbertstr. 34 1896
47. Friedrich, Edm., Dr. med., Sanitätsrat, Lindengasse 20 1865
48. Friese, C. Walter, Dipl. -Ingenieur, Nahrungsmittelchemiker, Ostra - Allee 31 1905
49. Frölich, Gust., K. Hofbaurat, Elisenstr. 11 1888
50. Galewsky, Eug. Eman., Dr. med., Christianstr. 21 1899
51. Gebhardt, Mart., Dr. phil. , Professor, Oberlehrer am Vitzthumschen Gym-
nasium, Walpurgisstr. 11 1894
52. Geinitz, Leop., Bureauassistent an den K. Sächs. Staatsbahnen, Rabenerstr. 11 1886
53. Geissler, Gust. Alfr., Oberlehrer an der I. Realschule, Wittenbergerstr. 18 . 1904
54. Giseke, Karl, Privatmann, Franklinstr. 17 1893
55. Göllnitz, Osk., K. Obervermessungsinspektor, Gutzkowstr. 15 1908
56. Gottlöber, Mart., Bezirkschullehrer, Weinbergstr. 18 1908
57. Grahl, Hans, Apotheker, Augsburgerstr. 69 1908
58. Gravelius, Harry, Dr. phil., Astronom, Professor an der K. Technischen
Hochschule, Reissigerstr. 13 1897
59. Grossmann, Alb., Dr. ing., Fabrikbesitzer, Königsbrückerstr. 22 1906
60. Grübler, Mart., Geh. Hofrat, Kais. Russ. Staatsrat, Professor an der K. Tech-
nischen Hochschule, Bernhardstr. 98 .... 1900
61. Grützner, C. Max, Professor, Realschuloberlehrer, Ermelstr. 5b 1906
62. Grüner, Harald, Bergingenieur, Werderstr. 24 1909
63. Gühne, Herrn. Bernh., Dr. phil., Professor beim K. Sächs. Kadettenkorps,
Jägerstr. 28. 1896
64. Günther, Osw., Chemiker, Frankenstr. 5 . 1899
65. Guthmann, Louis, Geh. Kommerzienrat, Fabrikbesitzer, Pragerstr. 34 . . . 1884
66. Haase, Gertr., Drs. med. Ww., Eisenstuckstr. 28 1907
67. Ilähle, Herrn., Dr. phil., Chemiker, Blasewitz, Schubertstr. 42 . . . . . 1897
68. Hänel, F. Paul, Dipl.-Chemiker, Fabrikbesitzer, Behrischstr. 30 1899
69. Hallwachs, Willi., Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der K. Technischen
Hochschule, Münchnerstr. 2 1893
70. Hefelmann, Rud., Dr. phil., Chemiker, Schreibergasse 6 . . 1884
71. Heger, Gust. Rieh, Dr. phil., Studienrat, Professor an der K. Technischen
Hochschule, Wiuckelmannstr. 37 1868
IX
Jahr der Aufnahme,
72. Heinrich, Karl, Buchdruckereibesitzer, Johann Georgen-Allee 27 ... . 1898
73. Heller, Karl, Dr. phil., Professor, Kustos des K. Zoolog, und Anthrop.-ethnogr.
Museums, Franklinstr. 22 . 1900
74. Helm, Georg Ferd., Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der K. Technischen
Hochschule, Dippoldiswaldaergasse 10 1874
75. Hempel, Hans, Dr. phil., Nahrungsmittelchemiker, I. Assistent am städtisch.
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76. Hempel, Walt. Matthias, Dr. phil., Geh. Bat, Professor an der K. Tech-
nischen Hochschule, Zelleschestr. 44 1874
77. Henke, K. Bich., Dr. phil., Prof., Bektor der Annenschule, Lindenaustr. 9 . 1898
78. Herrmann, Em., Bezirkschullehrer, Döbelnerstr. 62 1905
79. Hofmann, Alex. Emil, Dr. phil., Ge]i. Hofrat, Goethestr. 5 1866
80. Hofmeier, Ernst, Privatmann, Leubnitzerstr. 32 1903
81. Hoyer, K. Ernst, Dr. phil., Professor, Oberlehrer an der I. Bealschule,
Marschnerstr. 18 1897
82. Hühner, Georg, Dr. phil., Apotheker, Am Markt 3 und 4 1888
83. Hupfer, Herrn. Paul, Dr. phil., Professor, Oberlehrer an der II. höh. Töchter-
schule, Gneisenaustr. 20 1907
84. Jacobi, Arn. , Dr. phil. , Professor an der K. Technischen Hochschule und
Direktor des K. Zoolog, und Anthrop.-ethnogr. Museums, Marsdorferstr. 7 1904
85. Jacoby, Julius, K. Hofjuwelier, Jüdenhof 1 1882
86. Jahr, Bich., Photochemiker, Fabrikbesitzer, Schubertstr. 15 1899
87. Jenke, Andreas, Bezirkschuloberlehrer, Zirkusstr. 10 1891
88. Jühling, Franz, Streichinstrum.- und Saitenfabrikant, Moritzstr. 2 ... . 1900
89. Ihle, Karl Herrn., Professor, Oberlehrer am K. Gymnasium zu Neustadt,
Kamenzerstr. 9 1894
90. Kadner, Paul, Dr. med., Krenkelstr. 13 . . 1906
91. Kämnitz, Max, Dipl. - Chemiker, Bautznerstr. 79 1894
92. Käseberg, Mor. Bich., Dr. phil., Institutslehrer, Gr. Plauenschestr. 9 . . . 1886
93. Kalkowsky, Ernst, Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der K. Technischen
Hochschule und Direktor des K. Miner. -geolog. Museums nebst der Prähistor. Sammlung, Bismarckplatz 11 1894
95. Kiefsling, Hugo, Dipl.-Ingenieur, Stadtvermessungsinsp., Martin Lutherstr. 3 1908
96. Klähr, Max, Oberlehrer an der I. Bealschule, Fürstenstr. 11 1899
97. Klette, Alfons, Privatmann, Besidenzstr. 18 1883
98. Knauth, Bernh., Bezirkschuloberlehrer, Dorotheenstr. 18 1909
99. Köckhardt, Walt., Oberlehrer an der Kreuzschule, Kyffhäuserstr. 23 . . . 1907
100. König, Klemens, Professor, Oberlehrer am K. Gymnasium zu Neustadt,
Stephanienstr. 95 1890
101. Kopeke, Klaus, Dr. ing., Geh. Bat, Sedanstr. 25 1877
102. Köpert, Otto Herrn., Dr. phil., Professor, Oberlehrer am Yitzthumschen
Gymnasium, Krenkelstr. 17 1903
103. Kotte, Erich, Dr. phil., Seminaroberlehrer, Briesnitz, Maximilianstr. 8 . . 1905
.104. Krause, Martin, Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der K. Technischen Hoch- schule, Bäcknitz, Friedrich Wilhelmstr. 82 1888
105. Kühn, Gust. Em., Dr. phil., Geh. Schulrat, Vortragender Bat im K. Ministerium
des Kultus and öffentlichen Unterrichts, Ferdinandstr. 16 1865
106. Kühnscherf, Alex., Techniker, Gr. PJauenschestr. 20 1904
107. Kühnscherf, Emil, Fabrikbesitzer, Gr. Plauenschestr. 20 1866
108. Kühnscherf, Erich, Kaufmann, Gr. Plauenschestr. 20 1904
109. Kürzel, Arth. Eduard, Privatmann, Nordstr. 25 1903
110. Küster, Max G., Dr. med., Fürstenstr. 58 1905
111. Kuntze, F. Alb. Arth., Bankier, An der Kreuzkirche 1 . . . . . • . . 1880
112. Kunz-Krause, Herrn., Dr. phil., Medizinalrat, Professor an der K. Tierärztlichen
Hochschule, Ludwig Bichterstr. 6 1901
113. Ledebur, Hans Em. Freiherr von, Friedensrichter, Uhlandstr. 6 1885
114. Lehmann, Ernst, Dr. phil., Seidnitzerplatz 7 1906
115. Lehmann, F. Georg, K. Hofbuchhändler, Handelsrichter, Schlofsstr. 32 . . 1898
116. Leuner, F. Osk., Ingenieur, Klarastr. 16 1885
117. Lewicki, Ernst, Professor an der K. Technischen Hochschule, Würz-
burgerstr. 51 1898
118. Lohmann, Hans, Dr. phil., Oberlehrer am König Georg -Gymnasium, Bern-
hardstr. 106 , . . . ? ...... . f . , , f , 1896
X
Jahr der Aufnahme,
119. Lohrmann, Ernst, Dr. phil., Professor, Oberlehrer an der II. Realschule,
Lüttichaustr. 16
120. Lottermoser, K. A. Alfred, Dr. phil., Professor an der K. Technischen Hoch-
schule, Wintergar tenstr. 15
121. Ludwig, J. Herrn., Bezirkschullehrer, Wintergartenstr. 66
122. Ludwig, Walt., Dr. phil., Professor an der K. Technischen Hochschule,
Zelleschestr. 10
128. Luther, Rob., Dr. phil., Professor an der K. Technischen Hochschule, Reichen- bach str. 53
124. März, Christ., Dr. phil., Professor, Oberlehrer an der Dreikönigschule,
Bautznerstr. 22
125. Manliu, Jean, Professor, Nürnbergerstr. 50
126. Mann, Max Georg, Dr. med., Sanitätsrat; Ostra- Allee 7
127. Meier, E. F. Gust., Oberlehrer am Yitzthumschen Gymnasium, Dippoldis-
waldaergasse 6
128. Meigen, Friedr., Dr. phil., Oberlehrer an der II. Realschule, Nöthnitzerstr. 26
129. Meiser, Emil, Mechaniker, Kurfürsten str. 27
130. Meissner, Georg, Ingenieur, Palaisstr. 8
131. Menzel, Osk., Baumeister und Architekt, Ferdinandstr. 8
132. Menzel, Paul, Dr. med., Sanitätsrat, Mathildenstr. 46
133. Meyer, Ernst von, Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der K. Technischen
Hochschule, Lessingstr. 6
134. Modes, Herrn., Ingenieur, Antonstr. 18
135. Möhlau, Rieh., Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der K. Technischen Hoch-
schule, Semperstr. 4
136. Mollier, Rob. Rieh., Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der K. Technischen
Hochschule, George Bährstr. 4
137. Morgenstern, Osk. Wold., Oberlehrer an der Annenschule, Holbeinstr. 26 .
138. Moritz, P. Wald., Zahnarzt, Pragerstr. 48
139. Mühlberg, Joh., Rumän. Konsul, Kaufmann, Webergasse 32
140. Miihlfriedel, Rieh., Bezirkschuldirektor, Theresienstr. 21
141. Müller, Felix, Dr. phil., Professor, Weifser Hirsch, Bautznerstr. 84 . . .
142. Müller, G. Felix, Dipl. -Ingenieur, Bernhardstr. 115
143. Müller, Rud. Ludw., Dr. med., Blasewitz, Friedrich Auguststr. 25 ... .
144. Nägel, Adolf, Dr. ing., Prof, an der K. Techn. Hochschule, Eisenstuckstr. 17
145. Naetsch, Emil, Dr. phil., Professor an der K. Techn. Hochschule, Blasewitz,
Striesenerstr. 5
146. Naumann, K. Arno, Dr. phil., Professor, Assistent am K. Botanischen Garten
und stellvertr. Direktor an der Gartenbauschule, Borsbergstr. 26 ... .
147. Nessig, Rob., Dr. phil., Prof., Oberlehrer an der Dreikönigschule, Lutherplatz 9
148. Neumann, E. Günt., Dr. phil., Seminarlehrer, Bernhardstr. 103
149. Niedner, Chr. Frz., Dr. med., Geh. Medizinalrat, Winckelmannstr. 33 . .
150. Oeder, Reinhard, Dr. phil., Zahnarzt, Marschallstr. 28
151. Ostermaier, Josef, Kaufmann, Blasewitz, Barteldesplatz 4
152. Pander, John, Eisenbahndirektor a. D., Wintergartenstr. 9
153. Pattenhausen, Beruh., Geh. Hofrat, Professor an der K. Technischen Hoch-
schule und Direktor des K. Mathem.-physikal. Salons, Reichenbachstr. 53 .
154. Paul, M. O., Dr. phil., Seminaroberlehrer, Pestalozzistr. 15
155. Pazsclike, Otto, Dr. phil., Privatmann, Forststr. 29
156. Pestei, Rieh. Mart., Mechaniker und Optiker, Hauptstr. 1
157. Peuckert, F. Adolf, Oberlehrer an der Dorotheenschule, Seilergasse 2 . .
158. Pfitzner, Paul, Dr.phil., Professor, Oberlehrer an der Kreuzschule, Bettinastr. 12
159. Pötschke, F. Jul., Techniker, Gärtnergasse 5
160. Preller, Bernh., Realschullehrer, Schmiedegäfschen 2
161. Presspricli, Gust., Stadtbaumeister, Schumannstr. 6
162. Putscher, J. Wilh., Privatmann, Reichsstr. 26
163. Rahenhorst, G. Ludw., Privatmann, Stolpenerstr. 8
164. Range, E. Alb., Oberbaurat, Blumenstr. 1 . .
165. Rebenstorff, Herrn. Alb., Professor beimK. Sächs. Kadettenkorps, Glacisstr.3
166. Reichardt, Alex. Wilibald, Dr. phil., Professor, Oberlehrer am Wettiner
Gymnasium, Chemnitzerstr. 35 . .
167. Renk, Friedr., Dr. med., Geh. Medizinalrat, Professor an der K. Technischen
Hochschule und Direktor der Zentralstelle für öffentliche Gesundheitspflege, Münchner Platz 16
1892
1898
1897
1909
1908
1907
1909 1900
1900
1901
1901
1907
1902 1894
1894 1887
1895
1897 1891
1906
1903
1898
1908
1903 1877
1909
1896
1889
1893
1907 1873
1908
1896 1905
1893
1909 1905
1899 1873 1901 1882 1908
1904 1872 1881 1898 1895
1897
1894
_XI_
Jdür der Aufnahme.
168. Reuter, Am. Klem., Privatmann, Anton Graffstr. 22 1908
169. Richter, Emil, Privatmann, Loschwitz, Robert Diezstr 9 1908
170. Richter, F. Arth., Privatmann, Blase witz, Marschall- Allee 18 1899
171. Richter, K. Wilh., Dr. med., Hähnelstr. 1 1898
172. Richter, Konrad, Oberlehrer an der Annenschule, Räcknitz, Friedrich Wilhelm-
strafse 74 1895
173. Richter I, M. J. Em., Dr. jur., Rechtsanwalt, Waisenhausstr. 27 1901
174. Riemer, Osk., Chemiker, Braumeister, Chemnitzerstr. 58 1906
175. Rimann, Eberh., Dr. ph.il., Dipl. -Ingenieur, Assistent an der K Technischen
Hochschule, Hopfgartenstr. 8 .... 1905
176. Röhner, K. Wilh., Bezirkschullehrer, Elisenstr. 16 1898
177. Rohrs, Friedr., Lehrer an der Handelschule, Niederwaldstr. 31 1907
178. Römisch, Adolf, Amtsgerichtsrat a. D., Anton Graffstr. 21 1909
179. Rühencamp, Rob., Dr. phil., Fabrikdirektor, Blasewitz, Südstr. 17. . . . 1903
180. Salbach, Franz, Dipl.-Ingenieur, Reichenbachstr. 67 1895
181. Sauer, Kurt, Realschullehrer, Rabenerstr. 20 1908
182. Saupe, Albin, Dr. phil., Prof., Oberlehrer an der I. Realschule, Kyffhäuserstr. 17 1907
183. Schade, F. Albin, Gymnasiallehrer, Franklinstr. 16 1906
184. Schanz, Fritz, Dr. med., Sanitätsrat, Pragerstr. 36 1901
185. Scheele, Kurt, Dr. phil., Professor, Oberlehrer am Wettiner Gymnasium,
Blasewitzerstr. 13 1893
186. Scheidhauer, Rieh., Zivilingenieur, Reinickstr. 9 1898
187. Schiller, Karl, Privatmann, Bautznerstr. 47 1872
188. Schmidt, Herrn. G., Bezirkschullehrer, Niederwaldstr. 15 1898
189. Schneider, Bernh. Alfr., Dr. phil., Apotheker, Schandauerstr. 43 .... 1895
190. Schneider, Friedr., Realschullehrer, Teutoburgerstr. 5 1909
191. Schneider, Gust., Dr. phil., Semiaaroberlehrer, Carlowitzstr. 29 1908
192. Schöne, J. E., Dr. phil., Seminaroberlehrer, Loschwitz, Karolastr. 23 . . . 1908
193. Schönfeld, Jul. Georg, Bezirkschullehrer, Naufslitz, Annabergerstr. 2 . . . 1905
194. Schorler, Bernh., Dr. phil., Realschuloberlehrer und Kustos des Herbariums
an der K. Technischen Hochschule, Krenkelstr. 34 1887
195. Schreiber, Paul, Dr. phil., Regierungsrat, Professor, Direktor der Landes-
wetterwarte, Gr. Meifsnerstr. 15 1888
196. Schulze, Georg, Dr. phil., Professor, Oberlehrer an der Dreikönigschule,
Markgraf enstr. 34 1891
197. Schulze, Jul. Ferd., Privatmann, Liebigstr. 2 1882
198. Scliunke, Th. Huldreich, Dr. phil., Professor, Seminaroberlehrer, Blasewitz,
Waldparkstr. 2 1877
199. Schwede, Rud., Dr. phil., Apotheker, Gutzkowstr. 28 1901
200. Schweissinger, Otto, Dr. phil., Apotheker, Medizinalrat, Dippoldiswaldaerplatz 3 1890
201. Schwotzer, Mor., Bürgerschullehrer, Kl. Plauenschestr. 12 1891
202. Seyde, F. Ernst, Kaufmann, Strehlenerstr. 29 ... 1891
203. Seyler, Heinr., Dr. phil., Chemiker, Hohestr. 50 1905
204. Simon, H. Jos., Dr. phil., Assistent an der K. Pflanzenphysiologischen Ver-
suchstation, Reifsigerstr. 15 1904
205. Sporbert, Erich, Gymnasiallehrer, Bankstr. 5 1908
206. Stadelmann, Heinr., Dr. med., Niirnbergerstr. 45 1905
207. Stauss, Walt., Dr. phil., Chemiker der städtischen Gaswerke, Pillnitzerstr. 57 1885
208. Stein, Max, Kaufmann, Bischofsweg 100 1909
209. Stiefelhagen, Hans, Bezirkschullehrer, Albrechtstr. 3 1897
210. Stresemann, Rieh. Theod., Dr. phil., Apotheker, Residenzstr. 42 1897
211. Struve, Alex., Dr. phil., Fabrikbesitzer, Struvestr. 8 1898
212. Täger, E. H., Geh. Forstrat, Kaitzerstr. 64 1908
213. Tedesco, Adolf, Fabrikdirektor a. D., Blasewitz, Forsthausstr. 4 1903
214. Tempel, Paul, Professor, Oberlehrer am K. Gymnasium zu Neustadt, Mark-
grafenstr. 37 1891
215. Teucher, O. Alfr., Oberlehrer am König Georg- Gymnasium, Barbarossastr. 17 1907
216. Thallwitz, Joh., Dr. phil., Prof., Oberlehrer an der Annenschule, Mathildenstr. 6 1888
217. Thiele, Herrn., Dr. phil., Chemiker, Privatdozent an der K. Technischen Hoch-
schule, Winckelmannstr. 27 1895
218. Thiele, Karl, Apotheker, Leipzigerstr. 82 1900
219. Thümer, Ant. Jul., privat. Institutsdirektor, Blasewitz, Residenzstr. 12 . . 1872
220. Toepler, Aug., Dr. phil. et med., Geh. Rat, Professor a. D., Reichenbachstr. 9 1877
221. Toepler, Max, Dr. phil., Professor an der K. Techn. Hochschule, Uhlandstr.40 1896
XII
Jahr der Aufnahme.
222. Tschaplowitz, Friedr., Dr. phil., Privatmann, Pfotenhauerstr. 51 .... . 1906
223. Ulbricht, F. Rieh., Dr. phil., Geh. Banrat, Professor an der K. Technischen
Hochschule, Hettnerstr. 3 1885
224. Yiehmeyer, Hugo, Bezirkschullehrer, Reissigerstr. 21 1898
225. Yieth, Joh. von, Dr. phil., Professor, Oberlehrer am K. Gymnasium zu Neustadt,
Arndtstr. 9 1884
226. Yogel, G. Klemens, Bezirkschullehrer, Lindenaustr. 25 1894
227. Yoigt, Alban, Privatmann, Münchnerstr. 34 1909
228. Yorländer, Herrn., Privatmann, Parkstr. 2 1872
229. Wagner, A. Paul, Dr. phil., Oberlehrer an der I. Realschule, Eisenacherstr. 13 1897
230. Wagner, M. Joh., Dr. phil., Bürgerschullehrer, Burgsdorffstr. 13 1903
231. Walther, Reinhold Freiherr von, Dr. phil., Professor an der K. Technischen
Hochschule, Münchnerstr. 15 1895
232. Weber, Friedr. Aug., Institutsoberlehrer, Zirkusstr. 34 1865
233. Weber, Rieh., Dr. phil., Nahrungsmittelchemiker, Loschwitz, Leonhardistr. 5 1893
234. Weigel, Joh., Kaufmann, Marienstr. 12 1894
235. Werner, Friedr., Dr. phil., Oberlehrer an der Dreikönigschule, Johannstädter
Ufer 12 1902
236. Werther, Joh., Dr. med., Oberarzt am Stadtkrankenhause, Eisenstuckstr. 44 1896
237. Wiechel, Hugo, Oberbaurat, Bismarckplatz 14 1880
238. Winzer, Hugo, Dr. phil., Privatmann, Mockritzerstr. 6 1903
239. Wirth, Herrn., Dr. phil., Prof., Oberlehrer an der I. Realschule, Borsbergstr. 19 1907
240. Witting, Alex., Dr. phil., Prof., Oberlehrer an der Kreuzschule, Waterloostr. 13 1886
241. Wobst, Karl, Professor, Oberlehrer a. D., Ammonstr. 78 1868
242. Wolf, Theod., Dr. phil., Privatgelehrter, Hohestr. 62 1891
243. Zielke, Otto, Apotheker, Altmarkt 10 1899
244. Zinimermann, Rieh., Dr. phil., Chemiker, Altenbergerstr. 3 1908
245. Zipfel, E. Aug., Bezirkschuldirektor, Zöllnerstr. 7 1876
246. Zschuppe, F. Aug., Oberlandmesser, Holbeinstr. 15 1879
B. Aufserhall) Dresden.
247. Arldt, Th., Dr. phil., Realschuloberlehrer in Radeberg, Badstr. 8 1906
248. Beck, Ant. Rieh., Professor an der K. Forstakademie in Tharandt .... 1896
249. Boxberg, Georg von, K. Kammerherr, Rittergutsbesitzer auf Rehnsdorf . . 1883
250. Brand, Willy, akadem. Bildhauer, Tolkewitz, Dresdnerstr. 31 1908
251. Carlowitz, Karl von, K. Kammerherr, Majoratsherr auf Liebstadt .... 1885
252. Dietel, E., Hauptmann und Batteriechef im K. Sachs. Feldartillerieregiment
Nr. 28 in Pirna 1902
253. Döring, Horst von, K. Oberförster in Klotzsche - Königswald , Gartenstr. 6 1905
254. Engelhardt, Rud., Dr. phil., Dipl. - Chemiker in Oberlöfsnitz, Reichsstr. 19 . 1896
255. Escherich, K., Dr. phil., Professor an der K. Forstakademie in Tharandt . 1907
256. Fritzsche, Felix, Privatmann in Niederlöfsnitz, Wilhelmstr. 2 1890
257. Gebier, Walter, Fabrikbesitzer in Pirna, Mühlenstr. 10-12 1904
258. Hentschel, L. W., Dr. phil., Chemiker, Löfsnitzgrund 1902
259. Hoffmann-Lincke, Max, Privatmann in Radebeul, Leipzigerstr. 17 ... . 1902
260. Jentsch, Joh. Aug., emer. Lehrer in Klotzsche, Königsbrückerstr. 86 . . . 1885
261. Jentzsch, Albin, Dr. phil., Fabrikbesitzer in Radebeul, Goethestr. 34 . . 1896
262. Kesselineyer, Charles, Privatmann in Bowdon, Cheshire 1863
263. Mammen, F., Dr. phil., Forstassessor, Privatdozent an der K. Forstakademie
in Tharandt 1902
264. Neger, Frz. Willi., Dr. phil., Professor an der K. Forstakademie in Tharandt 1905
265. Sanner, Hugo, Bergrat, Radebeul, Wasastr. 68 1908
266. Schreiber, Albert, Dr. ing., K. Bauamtmann in Niedersedlitz 1907
267. Seidel, T. J. Rud., Kunst- und Handelsgärtner in Grüngräbchen .... 1899
268. Siegert, Theod., Bergrat, Professor, Radebeul, Gabelsbergerstr. 1 . . . . 1895
269. Thiermann, Rud., Forstassessor, Assistent an der K. Forstakademie in
Tharandt 1906
270. Yater, Heinrich, Dr. phil., Professor an der K. Forstakademie in Tharandt 1882
271. Wanderer, Karl, Dr. phil., Direktorialassistent am K. Miner.- geolog. Museum
nebst der Prähistor. Sammlung, Tolkewitz, Dresdnerstr. 31 ..... . 1906
272. Weinmeister, Joh. Philipp, Dr. phil., Geh. Hofrat, Professor an der K. Forst-
akademie jn Tharandt . ............ 1900
XIII
Jahr der Aufnahme.
273. Wislicenus, Adolf, Dr. phil., Professor an der K. Forstakademie in Tharandt 1899
274. Zetzsche, Frz., N ahrungsmittelchemiker, Assistent an der Techn. Prüfung-
stelle der K. S. Zoll- und Steuerdirektion, Kötzschenbroda, Schützenstr. 19 1906
III. Korrespondierende Mitglieder.
1. Albert!, Osk. von, Regierungsrat, Badedirektor in Elster 1890
2. Altenkirch, Gust. Mor., Dr. phil., Realschullehrer in 0 schätz ...... 1892
3. Amthor, K. E. A., Dr. phil., in Hannover 1877
4. Ancona, Cesare de, Dr., Professor am R. Instituto di studi superiori in Florenz 1863
5. Ardissone, Frz., Dr. phil, Professor an der Ackerbauschule in Mailand . . 1880
6. Artzt, Ant., Vermessungsingenieur in Plauen i. V. . 1883
7. Ascherson, Paul, Dr. phil., Geh. Regierungsrat, Prof, an der Universität in Berlin 1870
8. Bachmann, Ew., Dr. phil., Prof., Konrektor der Realschule in Plauen i. V. . . 1883
9. Baltzer, Armin, Dr. phil., Professor an der Universität in Bern 1883
10. Barth, Rieh., Dr. phil., Institutsoberlehrer in Leipzig . 1903
11. Beck, K. R., Dr. phil, Oberbergrat, Prof, an der K. Bergakademie in Freiberg 1908
12. Bernhard!, Joh., Landbauinspektor in Altenburg . 1891
13. Bibliothek, Königliche, in Berlin . 1882
14. Blaschka, Rud., naturwissensch. Modelleur in Hosterwitz ....... 1880
15. Blochmann, Rud., Dr. phil., Physiker am Marinelaboratorium in Kiel . . . 1890
16. Bureau, Ed., Dr., Professor am naturhistor. Museum in Paris 1868
17. Capelle, G., Apotheker in Springe 1903
18. Carstens, K. Dietr., Ingenieur in Varel . 1874
19. Conwentz, Hugo Wilh., Dr. phil., Professor, Direktor des Westpreuss. Pro-
vinzialmuseums in Danzig 1886
20. Danzig, Emil, Dr. phil., Professor, Oberlehrer an der Realschule in Rochlitz 1883
21. Dathe, Ernst, Dr. phil., Geh. Bergrat, K. Preufs. Landesgeolog in Berlin . 1880
22. Dittmarsch, Alfr. Ludw., Bergschuldirektor in Zwickau 1870
23. Doss, Bruno, Dr. phil., Professor am Kais. Polytechnikum in Riga .... 1888
24. Dzieduszycki, Wladimir Graf, in Lemberg 1852
25. Eisei, Rob., Privatus in Gera 1857
26. Flohr, Konrad, Amtsgerichtsrat in Leipzig 1879
27. French, C., Esqu., Governement Entomologist in Melbourne 1877
28. Friederich, A., Dr. med., Sanitätsrat in Wernigerode 1881
29. Friedrich, Osk., Dr. phil., Professor, Konrektor des Gymnasiums in Zittau . 1872
30. Fritsch, Ant., Dr. med., Professor, Direktor a. D. des böhm. Landesmus. in Prag 1867
31. Gaudry, Alb., Dr., Membre de lTnstitut, Prof, am naturhist. Mus. in Paris 1868
32. Geheeb, Adelb., Apotheker in Freiburg i. Br 1877
33. Geinitz, Frz. Eug., Dr. phil., Professor an der Universität in Rostock . . . 1877
34. Gonnermann, Max, Dr. phil., Apotheker und Chemiker in Rostock . . . 1865
35. Groth, Paul, Dr. phil., Geh. Rat, Professor an der Universität in München . 1865
36. Haupt, Hugo, Dr. phil., Chemiker in Bautzen 1902
37. Heim, Alb., Dr. phil., Professor an der Universität und am Polytechnikum in Zürich 1872
38. Heine, Ferd., K. Domänenpächter und Klostergutsbesitzer auf Hadmersleben 1863
39. Hennig, Georg Rieh., Dr. phil., Professor am Kais. Polytechnikum in Riga . 1888
40. Herb, Salinendirektor in Traunstein ............... 1862
41. Herrmann, Wilh., Dr. theol. et phil., Professor an der Universität in Marburg 1862
42. Hibsch, Emanuel, Dr. phil., Prof, an der Höh. Ackerbauschule in Liebwerd 1885
43. Hilgard, W. Eug., Professor an der Universität in Berkeley, Kalifornien . . 1869
44. Hofmann, Herrn., Bürgerschullehrer in Grofsenhain 1894
45. Hottenroth, Isidor R. M., Lehrer in Gersdorf 1903
46. HuH, Ed., Dr., Professor in London 1870
47. Issel, Arth., Dr., Professor an der Universität in Genua . 1874
48. Jentzscb, Alfr., Dr. phil, Geh. Bergrat, Prof., K. Preufs. Landesgeolog in Berlin 1871
49. Kesselmeyer, Wilh., in Manchester 1863
50. Kirbach , Fr. Paul, Dr. phil., Oberlehrer an der Realschule in Meifsen . . 1894
51. Klein, Herrn., Herausgeber der „Gaea“ in Köln 1865
52. Köhler, Ernst, Dr. phil., Seminaroberlehrer a. D. in Schneeberg 1858
53. König von Warthausen, W. R. Freiherr von, Kammerherr auf Warthausen . 1855
54. Krebs, Wilh., Privatgelehrter in Altona 1885
55. Krieger, W., Lehrer in Königstein . .... , f . , ...... . 1888
XIV
56.
57.
58.
59.
60. 61. 62.
63.
64.
65.
66.
67.
68.
69.
70.
71.
72.
73.
74.
75.
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. Jahr der Aufnahme,
Krutzsch, Herrn., K. Oberforstmeister in Auerbach 1894
Kyber, Arth., Chemiker in Riga 1870
Lanzi, Matthaeus, Dr. med., in Rom 1880
Lefevre, Theod., Dr., in Brüssel 1876
Leonliardt, Otto Emil, Seminaroberlehrer in Nossen 1890
Liittke, Joh., Dr. phil., Fabrikbesitzer in Hamburg 1884
Mann, Otto, Dr. phil., Kais. Regierungsgeolog in Viktoria, Kamerun . . . 1903
Mehnert, Ernst, Dr. phil., Seminaroberlehrer in Pirna 1882
Menzel, Karl, Geh. Bergrat, Bergamtsrat a. D. in Ereiberg 1869
Möller, Valerian von, Kais. Russ. Staatsrat, Oberberghauptmann in Petersburg 1869
Müller, Herrn. Otto, K. Oberförster in Unterwiesenthal 1896
Müller, K. Alb., Dr. phil., Professor, Oberlehrer an der Realschule in Pirna 1888
Muhle, Willy, Dr. phil., Realschuloberlehrer in Kamenz 1905
Naschold, Heinr., Dr. phil., Fabrikbesitzer in Aussig. ........ 1866
Naumann, Emst, Dr. phil., Greolog in Berlin 1898
Naumann, Herrn., Professor an der Realschule in Bautzen 1884
Nohhe, Eriedr., Dr. phil., Geh. Hofrat, Prof, an derK. Forstakademie in Tharandt 1864
Oshorne, Wilh., Privatmann in München 1876
Osborne, Wilh., Dr. phil., Chemiker in München 1898
Papperitz, Erw., Dr. phil., Oberbergrat, Prof, an der K. Bergakad in Freiberg 1886
Peschei, Ernst, Lehrer in Nünchritz 1899
Petrascheck, Wilh., Dr. phil., K. K. Sektionsgeolog in Wien 1900
Pigorini, L., Dr., Professor an der Universität und Direktor des Kirche-
rianischen Museums in Rom 1876
Prasse, Ernst Alfr., Betriebsingenieur a. D. in Leipzig 1866
Rathsburg, A., Dr. phil., Oberlehrer in Chemnitz 1906
Rehmann, Antoni, Dr., Professor an der Universität in Lemberg .... 1869
Reiche, Karl, Dr. phil., in Santiago, Chile . 1886
Reidemeister, K., Dr. phil., Fabrikdirektor in Schönebeck 1884
Schimpfky, Paul Rieh., Lehrer in Lommatzsch 1894
Schlaginhaufen, Otto, Dr. phil., wissenschaftl. Hilfsarbeiter am K. Zoolog, und Anthrop.-ethnogr. Museum in Dresden, z. Z. in Simpsonhafen, D. Neuguinea 1907 Schnorr, Veit Hans, Professor und Konrektor a. D. in Zwickau .... 1867
Scott, Dr. phil., Direktor der Meteorological Office in London 1862
Seidel, Osk. Mor., Seminaroberlehrer in Zschopau 1883
Seidel, Heinr. Bernh., Seminaroberlehrer in Zschopau 1872
Seidlitz, Georg von, Dr. phil., in Ludwigsort bei Königsberg i. Pr. . . . 1868
Sieber, Georg, Privatus in Niederlöfsnitz 1879
Stephani, Franz, Kaufmann in Leipzig 1893
Sterzei, Joh. Traug., Dr. phil., Professor, Direktor der städt. naturwiss.
Sammlung in Chemnitz 1876
Steuer, Alex., Dr. phil., Bergrat, Grofsherzogl. Hess. Landesgeolog inDarmstadt 1888 Stevenson, John J., Professor an der University of the City in New -York 1892 Temple, Rud., Direktor des Landesversicherungamts in Budapest .... 1869
Thümer, K. A., Dr. med. in Karlshorst bei Berlin 1904
Ulrich, George, Dr. phil., Prof, an der Universität in Dunedin, Neu-Seeland 1876
Umlauf, Karl, Dr. phil., Professor in Hamburg. . 1897
Vetters, K., Dr. phil., Prof, an den Technischen Staatslehranstalten in Chemnitz 1884 Voigt, Bernh., Steuerrat, Bezirksteuerinspektor a. D. in Oberloschwitz . . 1867
V oretzsch, Max, Dr. phil. , Prof, am Herzog!. Ernst-Realgymnasium in Altenburg 1893
Weinland, Dav. Friedr., Dr., in Hohen Wittlingen bei Urach 1861
Weise, Aug., Buchhalter in Ebersbach 1881
Welemensky, Jak., Dr. med. in Prag 1882
White, Charles, Dr., Kurator am National -Museum in Washington . . . 1893
Wicke, Fritz, Dr. phil., Realschullehrer in Chemnitz 1905
Worgitzky, E. Grg., Dr. phil., Oberlehrer in Frankfurt a. M. . . * . . . 1894
Ernst Fürchtegott Zschau.
In Plauen -Dresden, wohin er sich nach langem arbeitsreichen Leben im hohen Alter zurückgezogen hatte, um während seiner letzten Jahre dem nach diesem Orte benannten Grunde, welchem er einen grofsen Teil seiner Zeit und Kraft gewidmet, nahe sein zu können, verschied am 29. April dieses Jahres unser Ehrenmitglied E. F. Zschau. Den Jüngeren unter uns nur dem Namen nach bekannt, steht er den Alteren noch frisch im Gedächtnis da als Forscher, Lehrer und Charakter.
Geboren wurde er am 8. November 1828 in dem nördlich von Leisnig gelegenen Dorfe Zschoppau, wo sein Vater ein Gärtnergütchen besafs. Hier verbrachte er unter der Obhut der um ihn besorgten Eltern die ersten Lebensjahre in der Einfachheit und Freiheit, wie sie das Land bietet, be- suchte später auch die Schule des Ortes, welche in ihrer Einrichtung und Leistungsfähigkeit weit abstand von den Schulen der Jetztzeit. Gar bald erkannte man sein frisches Auffassungsvermögen wie seinen eifrigen Lern- trieb, denen jedoch unter obwaltenden Verhältnissen nicht genügende Förderung zuteil wurde, weshalb ihn die Eltern mit dem 9. Jahre zum Grofsvater, dem Kirchschullehrer von Colm, brachten. Dieser nahm sich seiner weiteren elementaren Ausbildung mit Eifer an und der Enkel ver- galt die treue Tat durch immer wachsende Strebsamkeit. Das stille bäuer- liche Hinleben gefiel ihm bald nicht mehr, Sehnsucht nach Befriedigung seines Wissensdurstes erfafste ihn und so entstand der Wunsch, auf einer höheren Schule weiter arbeiten zu können. Das freilich war leichter ge- dacht als getan. Woher sollten die Mittel kommen? Nur einen Teil der- selben vermochten die Eltern zu bestreiten, im übrigen mufste man sich auf Gott und gute Menschen, besonders auch auf die Selbsthilfe unseres Zschau verlassen. Doch mit der ihm eigenen Energie setzte er seinen Willen durch und bezog, 14 Jahre alt, die damalige technische Bildungs- anstalt zu Dresden, die wir als Keim der heutigen Technischen Hochschule, welche sich infolge der grofsartigen Entwickelung des technischen Wissens und Könnens wie der Bedürfnisse der Zeit organisch aus ihr gestaltet hat, ansehen müssen. Hier war Zschau in seinem Elemente. Die Vorträge und Übungen seiner Lehrer Seebeck, von dem er stets mit Begeisterung sprach, und des damals jugendlichen H. B. Geinitz, dem er bis zu dessen Tode treu zugetan war, fesselten ihn am meisten und liefsen in ihm den Entschlufs reifen, Lehrer zu werden. Nach Vollendung seiner Studien trat er als solcher zunächst in das Institut seines Onkels Kallunsky ein, Michaeli 1846 aber in das des bekannten Pädagogen Blochmann, der seine
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Liebe zu Schule und Erziehung im unmittelbaren Umgänge mit Pestalozzi genährt hatte. Ostern 1854 erkrankte er schwer am Typhus, was zur Folge hatte, dafs er zwei lange schwere Jahre ohne feste Stellung war. In dieser Zeit unterrichtete er in verschiedenen Anstalten, z. B. in dem Freimaurerinstitut für Knaben, in dem von Käufer, von Dzondi u. a., hielt auch vor einem Lehrerkreise Vorlesungen über Mineralogie. Eine feste Anstellung als Oberlehrer ward ihm darauf wieder im Jahre 1857 an der Öffentlichen Handelslehranstalt der Dresdner Kaufmannschaft, der er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1891, nachdem er mit dem Titel „Pro- fessor“ ausgezeichnet worden war, treu blieb. In allen diesen Stellungen zeigte er, dafs er von der Natur zum Lehrer bestimmt sei und leistete Bedeutendes. Einfachheit und Anschaulichkeit strebte er in erster Linie an; Wortgeklingel war ihm zuwider; immer galt ihm die Sache allein. Er hatte sich seine eigene Methode herausgebildet, unbekümmert um die Regeln, welche andere festgestellt, wobei er freilich in der Unterschätzung derselben manchmal zu weit ging. Selbständigkeit, bisweilen starre, war ihm eben eigen.
In den von Amts- und Familienpflichten freien Stunden gab er sich seiner Lieblingswissenschaft, der Mineralogie hin. Seine ersten Sammel- studien vollzog er an den Geschieben und Gerollen der Weifseritz, bald aber richtete er seine Aufmerksamkeit auf die Steinbrüche des Plauen- schen Grundes, zu denen er während langer Jahre fast Tag für Tag wanderte, da suchend und forschend, die Arbeiter zum Sehen und Sammeln anleitend. Bald war er in diesem Gebiete der Herrscher, dem kein Vor- kommnis verborgen blieb; bald arbeitete er sich zu einem Kenner der im Syenit auftretenden überaus zahlreichen Mineralien empor, wie es vordem und nachdem keinen besseren gegeben hat. Seine Tätigkeit blieb nicht verborgen, sein Ruf drang rasch über Dresdens und Sachsens Grenzen hinaus und brachte ihm ihn ehrende Verbindungen mit Männern der Wissenschaft in der Nähe und Ferne, wie zahlreiche Besuche von solchen, die seine Schätze kennen lernen wollten. Wer ihn freilich dabei nur als Mineralienhändler behandelte — einen regen Vertrieb von Steinen aller Herren Länder hatte er eingerichtet — , den wufste er kurz und bisweilen schroff abzufertigen mit dem Worte, dafs bei ihm nichts zu finden, noch weniger zu lernen sei. Da half kein Bitten; die Kästen blieben ver- schlossen. Ihm selbst aber brachte dies Auftreten bei manchem den Ruf eines unnahbaren Mannes ein.
Während der Ferien durchwanderte er alljährlich die verschiedensten Gegenden des Erzgebirges, in denen er auf Schächten den Steigern und Beamten, in Steinbrüchen den Betriebsleitern und Arbeitern nur zu be- kannt wurde, überall von dem Gefundenen das Beste erwerbend. So blieb er frei von Einseitigkeit. Ganz besonders zog es ihn nach Norwegen. Im Jahre 1851 trat er seine erste Reise dahin an, die ihn u. a. mit Forch- hammer, von dem er stets mit grofser Liebe sprach, zusammenbrachte. Sechs andere folgten im Laufe der Zeit, die eine in Gesellschaft von Professor Scheerer in Freiberg. Reiche Schätze brachte er heim für sich und für andere, u. a. das eine Mal für die Universitätsammlung zu Strafs- burg, der damals unser ehemaliges Mitglied Professor Groth Vorstand, ein andermal für die Universität München, die ihn dafür mit der Überweisung einer Medaille ehrte. Einmal jedoch war sein Mühen umsonst gewesen, da das Schiff, dem er zwei Kisten übergeben, unterging, während er.
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durch einen Zufall gezwungen, mit einem anderen zu fahren, mit dem Leben davon kam. Dies hatte auf seine Gattin einen tiefen Eindruck ge- macht. Als er beschlossen, noch einmal, des letzte Mal, den Norden auf- zusuchen, wollte sie ihn nicht allein reisen lassen, sondern ihm den Sohn, der damals Heeresdienst leistete, als Begleiter zuweisen. Ein Gesuch um Be- urlaubung desselben für diesen Zweck wurde von den militärischen Behörden abgewiesen, aber vom König, dem sie darauf ihre Bitte vorgetragen, bewilligt. Auch Tirol und Salzburg hat er für seine Zwecke besucht. Gern erzählte er von all diesen Reisen und einmal machte er uns den Vorschlag, mit ihm in die Alpen zu gehen, ein gemeinschaftliches Standquartier einzunehmen, von dem aus die Geologen, Mineralogen, Zoologen und Botaniker am Morgen vereinzelt nach den für ihre Zwecke geeigneten Lokalitäten ausziehen möchten, um, am Abend zurückgekehrt, Rechenschaft über ihr Beobachten und Sammeln abzulegen. Leider ist der mit viel Beifall aufgenommene Vorschlag nicht ausgeführt worden.
Von all diesen Fahrten und Reisen hat die Isis nennenswerten Nutzen gehabt. Das Beste vom Besten legte er ihr vor, und wie oft das geschah, erzählen ihre Berichte. Während er bemüht war, die Fesseln seines Pakets zu lösen und die Mineralstücke von ihren Hüllen zu befreien, sprach er einleitende Worte, in denen er bat, nicht viel erwarten zu wollen; dann aber erfolgte seine stets willkommen geheifsene Erläuterung, nicht von oben herab und über die Köpfe hinweg, sondern in entwickelnd elemen- tarer Weise, wie sie vorher in seinem Geiste erwachsen war. Auch hier zeigte er den trefflichen Lehrer. Wie sehr man ihn und seine Belehrungen schätzte, ersieht man daraus, dafs man ihn während vieler Jahre meist neben Geinitz zum Vorsitzenden der Sektion für Mineralogie und Geologie ernannte. Ihren Dank trug die Gesellschaft ab, indem sie ihn im Jahre 1908, nachdem er 59 Jahre Mitglied derselben gewesen, zu ihrem Ehrenmitgliede ernannte.
Leider hat er sich über seine Forschungen fast gar nicht schriftlich verbreitet. Wie oft habe ich ihn gebeten, eine Arbeit, in der er sein reiches Wissen von den Mineralien des Plauenschen Grundes zusammen- fassen möge, zu veröffentlichen. Stets verwies er auf späterhin; das Späterhin kam aber nie, und so ist uns leider eine Quelle reicher Erfahrung verschlossen geblieben. Von seinen Veröffentlichungen seien genannt:
Einige Bemerkungen über den Basalt. (Progr. d. Blochmannschen Erziehungsanstalt 1849.) Über die Mineralien des Syenits im Plauenschen Grunde bei Dresden. (Allg. naturh. Zeitung 1856/57.)
Ueber einen Monazit aus Norwegen. (Allg. naturh. Zeitung 1857.)
Bemerkungen über ein neues Vorkommen des Orthits im Plauenschen Grunde bei Dresden mit besonderer Hinsicht auf die Orthit-Fundstätten auf Hitteroe in Nor- wegen. (N. Jahrb. f. Min. 1852.)
Bemerkungen über das Vorkommen der phosphorsauren Yttererde in den Gang-artigen Graniten des Norits auf Hitteroe in Norwegen. (N. Jahrb. f. Min. 1855.) Avanturinfeldspath und Orthoklasfeldspathe Norwegens. (Sitzungsber. d. Isis 1869.) Kupfervorkommen im Syenite des Plauenschen Grundes. (Sitzungsber. d. Isis 1883.) Analcim im Syenite des Plauenschen Grundes. (Sitzungsber. d. Isis 1883.)
Bemerkungen über den Quarz im Syenite des Plauenschen Grundes. (Festschrift d. Isis zur Feier ihres 50jährigen Bestehens 1885.)
Bemerkungen über den Quarz im Syenite des Plauenschen Grundes. (Abh. d. Isis 1892.) Die Zeolithe im Syenitgebiete des Plauenschen Grundes bei Dresden. (Abh. d. Isis 1893.) Ein Titanit- Abkömmling im Syenite des Plauenschen Grundes bei Dresden. (Abh. d. Isis 1893.)
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Es gehörte längeres Bekanntsein mit ihm dazu, ihn richtig einzuschätzen. Wer den stillen, gegen Fremde verschlossenen Mann auf der Strafse mit zum Boden gesenkten Augen, unbekümmert um das, was um ihn vorging, langsamen aber festen Schrittes dahinschreiten sah, ahnte den Reichtum nicht, den seine Seele barg. Wen er länger beobachtet und schätzen ge- lernt, den liefs er tiefe Blicke in sein Inneres tun, dem gab er kund, was ihn bewegte, freilich bisweilen in einer ihm eigenen, andere befremdenden Weise. Seine tief religiöse und durch und durch sittliche Natur ent- rollte sich dann. Gottesfurcht, Wahrheitsliebe, Hochschätzung alles Guten und Schönen, besonders tiefer Natursinn und erquickende Freude an der Natur traten zutage. Es erscheint so, als habe ihm mit pro- phetischem Blicke in die Zukunft der Vater die Namen Ernst Eürchtegott gegeben. Besonders dankbar war er für das, was seiner Entwicklung das Studium der Naturwissenschaften geboten; den Afterglauben von der All- macht der Sprachen teilte er nicht und herbe Worte entflossen seinem Munde, wenn er Überschwängliche im philologischen Lager behaupten hörte, dafs ideales Denken und ideale Gesinnung nur durch das Studium der griechischen Sprache erweckt werden könnten. Feind war er aller konventionellen Rechtgeberei. Bisweilen behauptete er, um die Selbständig- keit im Denken einzelner zu prüfen, das Gegenteil von dem, was er für wahr hielt, und helle Freude brachte ihm dann eine lebhafte Opposition. Feind war er auch dem Herumwerfen mit gelehrten Brocken, das einen Schein der Gelehrsamkeit erwecken sollte, wie dem Mifsbrauch von Fremd- wörtern, denn deutsch dachte er und deutsch wollte er auch sprechen. Nachtragend konnte er nicht sein. Zum Beweise nur ein Stückchen. Ich hatte an einem Sonntage mit Schülern eine Exkursion in sein Reich unter- nommen, wobei einer derselben auf dem Strohdache einer Arbeiterhütte Stücke Syenits, übersäet von grofsen und selten schönen Titaniten, ent- deckte. Soviel ich nur fortzuschleppen vermochte, nahm ich mit heim, in der festen Meinung, dafs sich solche Gelegenheit wohl nie wieder bieten würde, die anderen den anderen überlassend. Als nun später gelegentlich einer in Dresden tagenden Geologenversammlung eine Exkursion in Zschaus Gebiet unternommen worden war und nach gröfseren Titaniten Verlangen laut wurde, erzählte er, wie er an einem Sonnabend, weil schon über- mäfsig bepackt, den Arbeitern Befehl gegeben, die ob ihrer Schönheit von ihm bewunderten Stücke zu verbergen, damit er sie am Montage abholen könne, und wie er erschienen, — sei alles verschwunden gewesen. Als ich nun gestand, dafs ich der Dieb sei, traf mich nur ein durchbohrender Blick und rasch warf er mir entgegen: „Wenn sie nur in die rechten Hände gekommen sind!“ Was hätte wohl ein anderer in gleicher Lage getan? Er liefs es dabei bewenden. Auf unser Verhältnis zu einander warf meine Sünde nicht den geringsten Schatten. Noch sei hervorgehoben, dafs er verschiedenen höheren Schulen Suiten von Vorkommnissen aus dem Plauenschen Grunde in uneigennützigster Weise als Geschenk überwies, damit reifere Schüler derselben eine Ahnung von dem bekämen, was die nächste Nähe ihnen böte. Sehr einfach war seine Lebensweise; äufsere Ehren liefsen ihn kalt; von Familie, Natur und Wissenschaft beglückt schritt er durchs Leben als ein Original, wie er oft genannt wurde, jedoch frei von aller Karikatur.
Hatte er lange Zeit als ein Bild der körperlichen Gesundheit vor uns gestanden, so ergriff uns vor neun Jahren die Nachricht schmerzlich, dafs
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er plötzlich schwer erkrankt sei. Bei seiner Übersiedelung nach Plauen mufste er in der Chaise in das neue Heim getragen werden. Dort er- fafste die Beine eine gewaltige Schwäche, weshalb er fortan nach seinen geliebten Brüchen im Grunde von seinen Töchtern, deren unermüdliche Sorge um ihn er nicht genug zu rühmen wufste, im Fahrstuhl gebracht werden mufste. Dazu gesellte sich eine immer weiterschreitende Schwer- hörigkeit, die aber in den letzten Wochen seines Lebens auffallenderweise völlig wich. Sein Geist blieb dagegen frisch bis ans Ende und das Inter- esse an der Welt im allgemeinen wie am Leben in unserer Isis, der er im letzten Jahrzehnt fernzubleiben gezwungen war, erlosch in ihm nicht. Doch endlich kam der Tod auch an ihn heran. Sanft und schmerzlos ist er eingeschlummert. Sein Begräbnis bei hellem Sonnenschein versammelte noch einmal eine grofse Zahl seiner Freunde, Kollegen und Schüler um ihn. Schätze hat er nicht hinterlassen, wohl aber einen Schatz, seine grofs- artige Sammlung der Mineralien des Plauenschen Grundes, von der wir hoffen, dafs sie unzersplittert in unser Mineralogisches Museum überführt werden könne als ein grofsartiges Denkmal, das er sich selbst geschaffen. Er ruhe in Frieden! H. Engelhardt.
Sitzungsberichte
der
Naturwissenschaftlichen Gesellschaft
ISIS
in Dresden.
1909,
I. Sektion für Zoologie.
Erste Sitzung am 14. Januar 1909. Vorsitzender: Oberlehrer Dr. E. Lohr mann. — Anwesend 49 Mitglieder.
Kustos Dr. B. Schorler legt vor:
Hentschel, E. : Das Leben des Süfswassers. München 1909.
Lehrer H. Viehmeyer trägt vor über Raupen und Ameisen.
Der Vortragende berichtet über die verschiedenartigen Beziehungen, welche zwischen Raupen und Ameisen Vorkommen, und behandelt besonders ausführlich und auf Grund eigner Untersuchungen die Verhältnisse bei den Raupen der Lycaeniden. Die Zahl der myrmekophilen Raupen dieser Familie ist anscheinend sehr grofs. An Schnitten durch den Raupenkörper wird die Anatomie der Sekretions- und Duftorgane erläutert und gezeigt, dafs die Raupen der südafrikanischen Gattung Phasis in dieser Beziehung wesentlich von dem bekannten Typus abweichen. Ihre mit Haarpinseln ausgestatteten Exsudatgruben erinnern auffällig an ähnliche Gebilde bei den echten Gästen der Ameisen, sodafs die Vermutung nahe gelegt wird, dafs diese Raupen zu den eigentlichen Sym- philen gehören. Zum Schlüsse macht der Vortragende eine Lycaenidenpuppe aus Manila bekannt, die sich durch eine grofse, zu einem Becken erweiterte Exsudatöffnung aus- zeichnet. An Literatur wird vorgelegt:
Hagmann, G. : Beobachtungen über einen myrmekophilen Schmetterling am Amazonenstrom. Biolog. Centralbl. 1907 ;
Thomann, H. : Schmetterlinge und Ameisen. Naturf. Ges. Graubündens 1900, 1908.
Der Vorsitzende spricht über die Geweihbildung in der Familie der Hirsche.
Zweite Sitzung am 11. März 1909. Vorsitzender: Lehrer H. Vieh- meyer. — Anwesend 78 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende legt vor:
Escherich, K.: Die Termiten oder weifsen Ameisen. Braunschweig 1909.
Darauf hält Prof. Dr. K. Escherich Vortrag über das gleiche Thema, indem er die hervorstechendsten Züge aus dem Leben der Termiten schildert und die Anschaulichkeit durch eine grofse Menge von Lichtbildern unterstützt.
Dritte Sitzung am 13. Mai 1909. Vorsitzender: Oberlehrer Dr. E. Lohr mann. — - Anwesend 54 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende gibt bekannt, dafs die Sammlung für die Ernst Häckel-Stiftung zum weiteren Ausbau des phylogenetischen Museums in Jena 85 Mark ergeben hat.
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Dr. med. H. Stadelmann berichtet über seine Lichtversuche am Chamäleon.
Es werden dargestellt die Wirkungen von rotem, gelbem, grünem, blauem und violettem Licht auf die Hautfarbe und den allgemeinen Körperzustand dieser Tiere.
Lehrer H. Viehmeyer hält Vortrag über den gegenwärtigen Stand der Tierpsychologie.
Unter Vorlage der wichtigsten älteren und neueren tierpsychologischen Literatur berichtet der Vortragende über die verschiedenen Auffassungen der Tierseele. Er kritisiert die einzelnen Richtungen im Anschlufs an Wundt und kommt zu folgendem Ergebnis: Tierseele und Menschenseele sind qualitativ gleich, sie sind Stufen ein und derselben Entwicklung, also nur graduell verschieden. Charakteristisch für die Tierseele ist das Vorherrschen der Instinkte und das Fehlen der abstrakten Denkformen.
Am 19. Juni 1909 besichtigten 8 Mitglieder die Eiersammlung des Lehrers B. Hantzsch im Heimatkundlichen Schulmuseum, wobei Herr Hantzsch selbst die nötigen Erklärungen gibt.
Die Sammlung enthält etwa 800 Arten, unter Bevorzugung der europäischen, die meisten in einer gröfseren Anzahl, sodafs die Schwankungen innerhalb derselben Art sehr deutlich zum Ausdruck kommen.
II. Sektion für Botanik.
Erste Sitzung am 21. Januar 1909. Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. 0. Drude. — Anwesend 50 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende legt 35 von J. Ostermaier in Postkartenform her- gestellte, ausgezeichnete Bilder von Alpenpflanzen am natürlichen Standorte vor.
Kustos Dr. B. Schorler spricht über Bereicherungen der Flora Saxonica in den Jahren 1906 — 1908. (Vergl. Abhandlung VIII des Jahrganges 1908.)
Im Anschlufs hieran erwähnt Prof. Dr. F. Neger einen Fund von Scheuche eria- Früchten in einem Flachmoor bei Okrilla.
Lehrer H. Stiefelhagen hält einen Vortrag über die Ergebnisse einer botanischen Sammelreise in die Seealpen, unter Vorlage reichhaltigen Herbarmaterials.
Dasselbe wird auf iy2 Woche im Herbarsaal ausgelegt, um den Floristen ein ein- gehenderes Studium der interessanten Pflanzensammlung zu ermöglichen.
Zweite Sitzung am 18. März 1909. Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. 0. Drude. — Anwesend 50 Mitglieder und Gäste.
Ingenieur R. Scheidhauer berichtet über R. H. France: „Das Leben der Pflanze“, Abt. II: Floristische Lebensbilder, Bd. 1, Algen, Pilze und Moose. Stuttgart 1908.
Das Buch wendet sich weniger an den Fachmann, als an den gebildeten Liebhaber der Botanik.
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Prof. Dr. F. Neger behandelt die Mutation parasitischer Pilze.
An vielen Beispielen ist beobachtet worden, dafs Formen, die sonst nicht zu unter- scheiden sind, sich gleichen Wirtspflanzen gegenüber verschieden verhalten. Diese Er- scheinung ist in einzelnen Fällen auch künstlich hervorgerufen worden. Für Pleophagie, die Fähigkeit, sehr viele Wirte zu befallen, liegen eine Reihe von Beispielen vor. Bei Verschlagung in andere Erdteile wurde Erweiterung des Kreises der Wirtspflanzen beob- achtet. Eine andere interessante Erscheinung ist die Einengung des Entwicklungs- ganges durch Ausschaltung der Uredoform bei Rostpilzen. Zuletzt wird der Eichen- mehltaupilz erwähnt, der 1907 zum ersten Mal in Frankreich beobachtet wurde und sich seitdem weit über Europa verbreitet hat.
Kustos Dr. B. Schorler legt vor:
Wiesner, J.: Biologie der Pflanzen. Wien 1902;
Ludwig, F. : Biologie der Pflanzen. Stuttgart 1895;
Migula, W.: Pflanzen -Biologie. Leipzig 1908;
Wagner, M.: Biologie unserer einheimischen Phanerogamen. Leipzig 1908;
Sohns, Fr.: Unsere Pflanzen. Namenserklärung und Stellung im Volks- aberglauben. 4. Aufl. Leipzig 1907.
Geh. Hofrat Prof. Dr. 0. Drude bespricht die von Dr. B. Schorler bearbeitete neue Auflage von 0. Wünsche: ,,Die verbreitetsten Pflanzen von Deutschland“. 5. Aufl. Leipzig -Berlin 1909;
ferner Rutger Sernander: „Monographie der europäischen Myrme- kochoren.“ Upsala- Stockholm 1906.
Unter dem Namen Myrmekochoren werden Pflanzen verstanden, die unter Mit- wirkung von Ameisen verbreitet werden, - — eine Tatsache, die gröfsere Verbreitung und Bedeutung hat, als man bisher annahm;
sowie eine von Dr. R. Pohle bearbeitete Lieferung der „Vegetations- bilder aus dem nördlichen Rufsland“ von Karsten und Schenk.
Zur Erläuterung sind eine Reihe von Herbariumtafeln ausgelegt, die Dr. R. Pohle früher hier selbst zusammengestellt hat. Eine Anzahl seiner Vegetationsbilder wird als Lichtbilder vorgeführt.
Vorgelegt wird noch, unter Hervorhebung einiger Probestellen:
Warburg, 0., und von Someren-Brand, J. E.: Kulturpflanzen der Welt- wirtschaft. Leipzig 1909.
Dritte Sitzung am 10. Juni 1909 (im Kgl. Botanischen Garten). Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. 0. Drude. — Anwesend 48 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende hält einen Vortrag über das Chlorophyll und den Assimilationsprozefs unter dem Einflufs der Sonnen- bestrahlung und des Himmelslichtes.
Photochemiker R. Jahr knüpft daran einige vergleichende Betrachtungen über diese Ergebnisse der Botanik und solche der Photochemie.
An den Vortrag schliefst sich ein Rundgang durch den Botanischen Garten.
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III. Sektion für Mineralogie nnd Geologie.
Erste Sitzung am 4. Februar 1909. Vorsitzender: Oberlehrer Dr. P. Wagner. — Anwesend 46 Mitglieder.
Lehrer G. Schön fei d berichtet über einen neuen Stegocephalen- Fund aus dem sächsischen Rotliegenden und die entwicklungs- geschichtliche Stellung der Stegocephalen.
Im Anschlüsse daran weist der Vorsitzende auf die neuen Arbeiten von Versluys- Giefsen über die Entwicklungsgeschichte der Sala- mander hin.
Referat in der Naturwiss. Wochenschrift 1909, Nr. 3.
Zweite Sitzung am 1. April 1909. Vorsitzender: Oberlehrer Dr. P. Wagner. — - Anwesend 50 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende legt vor:
Berg, A.: Einführung in die Beschäftigung mit der Geologie. Ein Weg- weiser für Freunde der geologischen Wissenschaft und Heimatkunde. Jena 1909;
Wanderer, K.: Die wichtigsten Tierversteinerungen aus der Kreide des Königreichs Sachsen. Mit 12 Taf. und 11 Textfig. Jena 1909;
März, Chr.: Das Diluvium der sächsischen Oberlausitz. Jahresber. der Drei-König-Schule Dresden 1909.
Hierauf hält Oberlehrer Dr. Chr. März einen Vortrag über Eiszeiten und Moränen in der sächsischen Oberlausitz.
Dritte Sitzung am 17. Juni 1909. Vorsitzender: Oberlehrer Dr. P. Wagner. — Anwesend 31 Mitglieder und Gäste.
Hofrat Prof. H. Engelhardt widmet dem verstorbenen Ehrenmitgliede der Isis Prof. E. F. Zschau in Dresden einen Nachruf. (Vergl. S. XV.)
Privatdozent Dr. O. Stutz er- Freiberg spricht unter Vorführung von Lichtbildern über seinen Sommeraufenthalt mit der kanadischen geo- logischen Landesanstalt in Alaska und Yukon 1908.
Vergl. des Vortragenden Bericht im „Globus“ 1909, Bd. 95, Nr. 18 und 19.
IY. Sektion für prähistorische Forschungen.
Erste Sitzung am 18. Februar 1909. Vorsitzender: Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller. Anwesend 45 Mitglieder und Gäste.
Schuldirektor H. Döring spricht über die steinzeitliche Besiede- lung der Gegend um Leipzig, unter Hinweis auf die neueste, über diesen Gegenstand erschienene Schrift von
Näbe, M.: Die steinzeitliche Besiedelung der Leipziger Gegend unter be- besonderer Berücksichtigung der Wohnplatzfunde. Veröffentl. städt, Mus. f. Völkerkunde Leipzig, Heft 3, 1908.
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Im Anschlufs hieran erläutert der Vorsitzende seine von der M. Nahes abweichende Ansicht über das Alter der keramischen Gruppen der jüngeren Steinzeit.
Oberlehrer M. Klahr berichtet über die La Tene-Funcle der Leip- ziger Gegend, unter Zugrundelegung der Arbeit von
Jakob, K.: Die La Tene-Funde der Leipziger Gegend, ein Beitrag zur vorgeschichtlichen Eisenzeit der Leipziger Tieflandsbucht. Jahrb. städt. Mus. f. Völkerkunde Leipzig, Bd. II, 1907.
Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller legt eine Anzahl prächtiger La Tene- Funde aus dem Gräberfelde von Cröbern bei Leipzig vor, welche in neuerer Zeit von der K. Prähistorischen Sammlung in Dresden erworben worden sind.
Zweite Sitzung am 22. April 1909. Vorsitzender: Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller. — Anwesend 51 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende legt folgende Bücher vor:
Eichhorn, G.: Die paläolithischen Funde von Taubach in den Museen zu Jena und Weimar. Festschrift zum 350jähr. Jubil. d. Univers. Jena. Jena 1909 ;
Bericht über die Prähistoriker -Versammlung am 23. — 31. Juli 1907 zur Eröffnung des anthropologischen Museums in Cöln. Cöln 1908,
sowie einige der Bibliothek der K. Prähistorischen Sammlung vor kurzem geschenkte Originalzeichnungen zu dem Werke von
Bär, J. K. : Die Gräber der Liven. Dresden 1850.
Durch Forstassessor A. Bruhm kommen zur Vorlage mehrere Ge- fäfse des Lausitzer Typus aus einem Hügelgrabe der Gegend von Merseburg,
durch Schuldirektor H. Döring zwei durchlochte Äxte aus Feld- spatamphibolit, bez. Diabas aus der Flur Wachau bei Radeberg.
Pfarrer P. Göhler hält einen Vortrag über Votive und Weihe- gaben des katholischen Volkes als urgeschichtliche Zeugnisse und Reste.
In den katholischen Kirchen und Kapellen aller Länder sieht man oft in der Nähe von Altären oder bei Bildsäulen und Statuen Votive und Weihegaben aufgehängt und angebracht. Dieselben sind gestiftet, um die Gottheit günstig zu stimmen zur Ge- währung eines Anliegens oder um den Dank für erhörte Bitte auszudrücken. So fremdartig oft diese Gaben und Bilder („ex voto“) erscheinen, findet doch der Forscher Linien, die auf sehr alte, heidnische, prähistorische Zeiten zurückführen. Nach dem Vorgänge Tredes (Das Heidentum in der römischen Kirche), Höflers u. a. hat besonders Prof. Dr. Rieh. Andree - München, unterstützt durch die Forschungen und Sammlungen seiner Frau, Marie Andree-Eyfsn, unter Zuhilfenahme von Volkskunde, Religionspsycho- logie und vergleichender Religionsgeschichte dies Gebiet bearbeitet. Schon die Stätten, an denen diese Wallfahrtsorte auf Höhen oder an Stelle alter Tempel erbaut sind, weisen oft auf vorgeschichtliche Zeiten hin. Besonders lehrreich ist hierfür auch die Quellen- forschung: gerade an und auch in den Quellen sind oft vorgeschichtliche Funde gemacht worden, die als Weihegegenstände bezeichnet werden müssen. Die Funde von Tier- und Men sehen votiven in der Attis zu Olympia,, in verschiedenen ehemaligen Asklepios- heiligtümem u. a. m. erinnern sehr lebhaft an das Darbringen von Opfern solcher Figuren in der Gegenwart. Viel Kopfzerbrechen haben die kettenumspannten Leonhardskirchen gemacht; eine sehr einleuchtende Erklärung für dieselben hat R. Andree in seiner Schrift: „Votive und Weihegaben des katholischen Volkes“ gegeben und gezeigt, wie weit zurück auch die Hufeisenvotive gehen. Der Vortragende weilt besopders lange bei den Votiven,
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welche menschliche Körperteile: Augen, Ohren, Lungen, Füfse, Arme, Beine, Herzen usw. darstellen, welche ebenfalls vorgeschichtliche Vorbilder haben.
Als Material kommt gegenwärtig hauptsächlich Wachs, auch wohl Silber, bis zu Holz und Papier herab vor, früher Eisen (St. Leonhard!), in prähistorischer Zeit Bronze, Stein (Amulette!), aus etrurischen Gräbern Terrakotta in Betracht. Die Formen der heutigen Votive weisen ebenfalls auf sehr alte Muster hin und sind zumeist stilisiert; gerade bei den Formen der Menschen- und Tiergestalten, sowie der einzelnen Glieder wird der Zusammenhang mit prähistorischen Fundgegenständen sehr deutlich. Besonders ist interessant, wie engbegrenzt das Krötenvotiv bei Frauenleiden vorkommt (anscheinend nur im bajuvarischen und alemannischen Stamme), und wie es südlicher von der Stachel- kugel abgelöst ist. Der Hinweis auf die Schiffsvotive, gewidmete Kindersärge mit den Anfangsbuchstaben, geweihte Kleidungsstücke, Zöpfe (Haaropfer) liefs wieder völker- psychologische und religionsgeschichtliche Zusammenhänge ahnen.
Eine Anzahl Votive aus Wachs und Eisen, welche die uralten prähistorischen Formen auf weisen, dienen zur Veranschaulichung des Gesagten.
Hofrat Prof. Dr. J. Deich müller ergänzt diese Ausführungen durch Mitteilungen über Votive und Weihegaben aus vorgeschichtlicher Zeit.
Die Sitte, Votive darzubringen, reicht bis in die jüngere Steinzeit zurück; zu den ältesten derartigen Funden dürften rohe Darstellungen des Menschen aus Bernstein ge- hören. Von Quellenfunden werden die reichhaltigen Depots von Bronzegegenständen in der jetzt versiegten Riesenquelle bei Dux und in der Mähe einer der Quellen von Pyrmont erwähnt.
Prof. Dr. 0. Jäkel - Greifswald erläutert noch weiter die Bedeutung des Krötenmotivs.
Y. Sektion für Physik und Chemie.
Erste Sitzung am 7. Januar 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Lotter- moser. — Anwesend 110 Mitglieder und Gäste.
Dr. W. Friese spricht über den Staub- und Rufsgehalt der Dresdner Luft.
Durch die kolorimetrische Methode der Rufsbestimmung in der Luft nachRubner, verbessert von Renk, fand letzterer, dafs in Dresden im Winter stets mehr Rufs in der Luft suspendiert ist als im Sommer, ferner am Vormittage stets mehr als am Nach- mittage, wobei auch die Sonntage keine Ausnahme machen, ein Hauptbeweis dafür, dafs es nicht ausschliefslich die Industrie ist, die unsere Luft mit Rufs erfüllt, sondern haupt- sächlich die Hausfeuerungen. Ferner ergab sich, dafs der Rufsgehalt der Aufsenluft immer mit dem der Zimmerluft übereinstimmt.
Weitere Versuche im hygienischen Institute ergaben, dafs Rufs- und Staubgehalt der Luft fast nie parallel gehen, und dafs der Staubgehalt der Luft über Dresden schwankt, je nach der Lage und Höhe des Untersuchungspunktes und nach der Wind- richtung und Witterung. Auch die sich freiwillig aus der Luft innerhalb von 24 Stunden absetzenden Staubmengen stimmen im Freien und im Zimmer ziemlich überein.
Aus Regen- und Schneeschmelzwasser gewonnene feste Bestandteile unserer Luft zeigten, dafs in letzterem zumeist mehr suspendierte und gelöste Stoffe enthalten sind als in ersterem, so dafs also Schneefälle besser die Luft von Staub und Rufs zu befreien vermögen als Regen.
In den meisten, an verschiedenen Orten Dresdens gesammelten Staubarten konnte stets ein geringer Kupfergehalt nachgewiesen werden, der offenbar einesteils aus den Kohlen, die mehr oder weniger reich an kupferhaltigen Pyriten sind, stammt, andernteils vielleicht durch mechanische Abscheuerung der Leitungsdrähte der Strafsenbahn in die Luft gelangt.
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Zweite Sitzung am 4. März 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Lotter- moser. — Anwesend ca. 80 Mitglieder und Gäste.
Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster führt zwei elektrochemische Vorlesungsexperimente vor.
Obgleich das Aluminium ein unedles Metall ist, ist es doch sehr widerstandsfähig gegen oxydierende Einflüsse. Das kommt daher, dafs es sich mit einer kaum wahr- nehmbaren dünnen Oxydschicht bedeckt, die einen schützenden Überzug bildet. Auch bei anodischer Polarisation entsteht sofort eine Schicht von Oxyd oder basischem Salz, welche einen hohen Übergangswiderstand bildet. Diese Eigenschaft wird bekanntlich benutzt, um Wechselstrom in Gleichstrom umzuwandeln.
Der Vortragende führt dann ein durch Werner von Bolten wieder bekannter gewordenes, interessantes Experiment vor, welches nur durch die erwähnte Eigenschaft des Aluminiums möglich ist: Ein Stück Aluminiumdraht wird elektrisch erhitzt, er über- zieht sich mit Oxyd, in dieser höchst festen Oxydhaut schmilzt das Metall, und der Draht kann als stromdurchflossener Leiter durch einen Elektromagneten in Bewegung versetzt werden.
Das zweite Experiment besteht in der Vorführung des Castnerschen Quecksilber- verfahrens der Alkalichloridelektrolyse in einem für Experimentierzwecke von Le Blanc konstruierten gläsernen Apparate. Dieser besitzt drei Abteilungen, die durch Glas- scheidewände von einander getrennt sind, die nicht ganz den Boden erreichen. Der Boden ist mit Quecksilber bedeckt, welches die Scheidewände verschliefst. Durch schaukelnde Bewegung des Apparates fliefst das Quecksilber hin und her. In der einen, mittleren Abteilung, wo eine Graphitanode in die Alkalichloridlösung taucht, wird Chlor am Graphit gebildet, welches abgeleitet und verwertet wird. In den beiden anderen Abteilungen werden Eisenelektroden zu Kathoden gemacht. So fungiert das Quecksilber als Mittelleiter, ist der Kohle gegenüber Kathode und nimmt Natrium oder Kalium als Amalgam auf. In den beiden anderen Abteilungen dagegen ist das Quecksilber den Eisenkathoden gegenüber Anode, so dafs das Amalgam unter Alkalibildung und Wasser- stoffentwicklung zersetzt wird.
Auf einige Bemerkungen von Prof. Dr. H. R ebenstorff antwortet der Vortragende mit kurzen Worten.
Dritte Sitzung am 6. Mai 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Lotter- moser. — Anwesend 56 Mitglieder und Gäste.
Direktor Dr. A. Beythien hält einen Vortrag über die chemischen Grundlagen einer rationellen Ernährung.
Der Vortragende gibt zunächst die Zahlen für den täglichen Eiweifs-, den Kohle- hydrat- und den Fettbedarf eines erwachsenen Menschen. Dann verbreitet er sich über den Gehalt der wichtigsten Nahrungsmittel an diesen Stoffen. Endlich zieht er den Preis der einzelnen Nahrungsmittel und die Menge und den Preis der in ihnen ent- haltenen Ernährungsbestandteile in Vergleich und kommt zu dem Resultate, dafs als Volks- ernährung vor allem preiswert und dem Bedarf des Menschen an den verschiedenen Ernährungsbestandteilen am besten angepafst Fische (in erster Linie der Hering) und Magerkäse neben Kohlehydraten zu empfehlen sind.
Zum Schlufs geht der Vortragende noch auf die Eigenschaften verschiedener Genufs- mittel und ihre Einwirkung auf den menschlichen Organismus ein.
An den V ortrag schliefst sich eine äufserst rege Diskussion an.
VI. Sektion für reine und angewandte Mathematik.
Erste Sitzung am 11. Februar 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Witting. — Anwesend 11 Mitglieder.
Studienrat Prof. Dr. R. Heger spricht zur Konstruktion der ratio- nalen Kurven 3. Ordnung. (Vergl. Abhandlung V.)
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Geh. Hofrat Prof. Dr. Ph. Weinmeister spricht über die Ableitung der Formel für den Mantel des schief abgeschnittenen Um- drehungskegels.
Projiziert man die in der Grundfläche des Kegels entstehende Schnittellipse mit den Achsen 2 a und 2 b auf eine durch die Spitze 0 gehende Ebene, die zur Achse des Um- drehungskegels senkrecht steht, so entsteht in dieser eine Ellipse mit den Achsen 2 a' und 2 fr, deren Fläche sich darstellen läfst als Projektion des Kegelmantels M in ihre Ebene, also ist
... tc a' b , sin a
(1) M=— — - — tz ab
sin
sin 4> ’
wenn 2 der Öffnungswinkel des Umdrehungskegels und a der Winkel ist, den die Um- drehungsachse mit der Grundfläche bildet. Derjenige Achsenschnitt 0 AB des Kegels, welcher senkrecht zur Grundfläche steht, ist ein Dreieck, dessen eine Seite AB — 2a ist, während die beiden anderen Seiten mit Zt und Z?, d. i. die längste und die kürzeste Mantellinie des Kegels, bezeichnet werden sollen. Die Seite 2 a dieses Dreiecks zerfällt durch die Kegelachse 0 0' in die beiden Abschnitte A 0' = ix und 0' B = i2. Da aber
sm a
so hat man
Weil ferner
ist, so wird
(2)
sin 4»
li = b = l/W-2 und a =
V Mo 2
Vl-Vü-Vg-V!;
M=tz
2
b.
Denkt man sich nun, um b auszudrücken, in den Kegel eine Kugel eingeschrieben, so wird diese die Grundfläche in einem Brennpunkte F der Ellipse berühren. Der Achsenscbnitt des Kegels schneidet die Kugel in dem dem Dreieck 0 AB eingeschrie- benen Kreise, der insbesondere AB in F berührt. Nun ist einerseits, weil ^ der halbe Winkel des Dreiecks 0 AB in 0 ist, nach einer bekannten Formel der Trigonometrie
sin 4»
-V^
BF
U ’
andererseits, weil F Brennpunkt der Ellipse mit den Halbachsen a, b ist,
AF FB = &2,
mithin
V'.
(3) b = \/ i, i2 sin 4*
Also wird
(4)
Setzt man im speziellen Falle =
und
l sin 4» = r,
so ergibt sich die bekannte Formel für den Mantel des geraden Kreiskegels
(5) M= iz Ir.
Der Vortragende bemerkt zum Schlüsse, dafs aus Gleichung (4) die Formel für die Oberfläche des Hufes hergeleitet werden kann.
Zweite Sitzung am 15. April 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Witting.
— Anwesend 16 Mitglieder und Gäste.
Prof. Dr. F. Müller nimmt das Wort zur Gedächtnisrede an Hermann Grafsmann. (Vergl. Abhandlung IV.)
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Bauamtmann Dr. A. Schreiber spricht über Bedingungsgleichungen für Rückwärtsschnitte.
Gegeben sind 4 Punkte A1} A2, ASl A4. Den Strahlen von einem beliebigen Punkte C nach jenen 4 Punkten mögen in bezug auf irgend ein Koordinatensystem die Richtungswinkel aM, a0 2, u03, a04 zukommen; die Längen der 4 Strahlen seien nacheinander durch rlt r2 , r3, r4 ausgedrückt. Von den 6 Winkeln zwischen den 4 Strahlen reichen zwei aus, um die Lage von G gegen At, A2} As, A4 vollständig zu bestimmen. Demnach bestehen 4 Bedingungsgleichungen, von denen 8 Winkelbedingungen sind, die man leicht anschreiben kann. Es ist z. B.
^34 = ^4-21*3,
wo 5t34 den Winkel zwischen den Strahlen CAS und GA4 bedeutet usw. Die letzte Bedingungsgleichung ist eine Seitenbedingung, mit deren Aufstellung sich bereits C. F. Gauss beschäftigt hat. Die Gleichung findet sich ohne Ableitung in seinem Nach- lasse. (Gesammelte Werke, Bd. VIII, S. 319.)
Der Vortragende zeigt, wie man solche Bedingungsgleichungen in eleganter Weise auf vektoranalytischem Wege herleiten kann, und führt zu diesem Zwecke zunächst eine Vektorgleichung vor, die sich auf das Pothenotsche (Snelliussche) Problem in seiner einfachsten Form bezieht. Werden hier die Winkel auf C zwischen CA1 und GA2, zwischen CA2 und Ci3, zwischen C As und G At nacheinander mit 9t3, 5R, be- zeichnet, so kann man fragen, wie verschiebt sich der Punkt C, wenn sich diese Winkel um differentiale Gröfsen ändern, wobei selbstverständlich
dU||H-^2 + d3l8 = 0
sein mufs. Ist dQ der differentiale Vektor der Punktverschiebung in (7, so gilt, wie der Vortragende zeigt, die Gleichung
(1)
— - — = + + — '<* si8.
^2^*3 ^ 7*1 11 T t) Z T 3
Darin sind 9^, 9£2, 91 3 Einheitsvektoren, deren Richtung dieselbe ist, wie die der Strahlen CA4, GA2, CAS, und X ist zur Abkürzung gesetzt für
X = rt sin 5R -f- r 2 sin 2l2 -j- r3 sin $3.
Die Gleichung (1) wird illusorisch, wenn X = 0 ist. In diesem Falle liegen aber C, Av A2, Ab auf einem Kreise.
Wenn nun 4 Strahlen vorliegen, so kann man sich eine beliebige Verschiebung des Punktes G vorstellen und die Gleichung viermal ansetzen, weil man unter den 4 Strahlen viermal eine Auswahl zu je dreien treffen kann. Man erhält also mit leicht verständ- lichen Bezeichungen
r2 r3 r4 ^
«-««) 7 1
n rA
~zr d («04 — «03) "i" ~zf d («o
*2 1 3
+ ~ d («0
• «04) Jr'^d Ks — «02) «01) + “ d (u03 — a01)
^‘124 j O %
m.
— \r~zr d 3 — ~rr d («04 — «02) + ~^r d («01 — «04) +
X 9?
d S = d (ao 3 — «02) 4- ~^r d («01 — «03) + — ^(a0
r, r9r.
%
To
4“ ~ d ( «02 «Ol)
• a01).
1 '2#3 '1 ' 2
Addiert man die 4 Gleichungen, nachdem man vorher die erste und dritte mit — 1 multipliziert hat, so kommt die gesuchte Bedingungsgleichung in der Form
(2) v4 X 2 3 4 "j- t2 X 4 3 4 ^3 2 4 ^*4 X j 2 3 — 0-
Dabei ist z. B., wie oben
X234 = ^2 sin («04 — «03) + h sm (a02 — ao4) + r4 sin (a03 — aj.
Zum Zwecke der Ausgleichung von Rückwärtsschnitten mit überschüssigen ge- messenen Richtungen oder Winkeln braucht man aber eine Bedingungsgleichung, welche die Differentiale der Richtungswinkel oder der Winkel zwischen den Strahlen CAU GA2 usw. enthält.
Durch eine anderweite Zusammenfassung der obigen 4 Gleichungen gelangt man nun zu der Gleichung
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dS
U r •» rs
^234 [9^1 ^4] G 3 4 [3^2 ^4] + ^124 [9^3 *R
_ ( m. *Ü.l
= Sft4
[SR, SR4K , , . [SR, SR4] 7 ; , . [SR3 SRJ a ,
V~~r d (a03 — «02) + " d («01 — a03) + d (a02
'1 y4 ?2 94
r- rA
+ ™ -r~ d («01 - «03) + ^7^ d («04 — «02) + d («o4 — «01) }
' 1 ‘ 9 M 'S '9*3 7
Da auf jeder Seite ein Vektor als Faktor steht, und da der Vektor d 3 ganz be- liebig gerichtet sein soll, so müssen die in den geschweiften Klammern stehenden Skalare auf jeder Seite für sich verschwinden. Hiermit ergibt sich zunächst links eine neue Form der Bedingungsgleichung (ohne Differentiale)
(3) X 2 3 4 sin («04 — «01) — X j 3 4 sin («04 - «03) + X 1 2 4 sin («04 — «u3) = 0.
Durch passende Vertauschung der Indices bekommt man noch drei andere Be- dingungsgleichuugen der Form (3)
Setzt man aber den Skalar auf der rechten Seite gleich Null, so ergibt sich nach einigen Umformungen die gesuchte Bedingungsgleichung mit Differentialen in der Form
(4) «j d «01 -)- «2 d «02 + «3 d «03 + «4 d «04 = 0,
worin gesetzt ist
«1 — ri ^234) «2 = ^2 ^134?
«3 — ^*3^1241 «4 — ^4^123?
und dabei ist nach (2)
«1 H- «2 «3 “I“ «4 — 0*
Für Ausgleichung nach Winkeln würde die Bedingungsgleichung lauten «2 d 3l12 + «3 d 9f13 + «4 d 5l14 = 0.
Eine eingehendere Darstellung befindet sich in einem demnächst erscheinenden Aufsatz im Archiv für Mathematik und Physik, Band XV.
Geh. Hofrat Prof. Dr. Ph. Weinmeister spricht über eine gewisse Roll Verwandtschaft zwischen Parabel und Kettenlinie.
Wird eine Parabel auf einer Geraden abgerollt, so durchläuft ihr Brennpunkt eine Kettenlinie und ihre Direktrix hüllt eine symmetrisch zur Bahn gelegene Kettenlinie ein. Wird andererseits eine Kettenlinie auf einer Geraden abgerollt, so hüllt jede mit ihr starr verbundene Gerade eine Parabelevolute ein. Der Vortragende gibt für beide Sätze einfache synthetische Beweise. Den letzten Satz hat Giard gefunden und Ribaucour bewiesen und zwar mit Hilfe einer nach Savary benannten, aber von Euler herrührenden Formel. Der Vortragende bespricht noch den Ribaucourschen Beweis.
Zum Schlüsse macht der Vorsitzende auf eine einfache zum Zeich- nen von Ellipsen dienende Vorrichtung aufmerksam, die neuerdings zu billigem Preise im Handel erschienen ist. Die Vorrichtung beruht auf dem Prinzip des gewöhnlichen Ellipsenzirkels.
Dritte Sitzung am 10. Juni 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Wittin g. — Anwesend 13 Mitglieder und Gäste.
Geh. Hofrat Prof. Dr. M. Krause spricht über näherungsweise Inte- gration totaler Differentialgleichungen.
Der Vortragende gibt einen Überblick über die Rungesche Methode für die an- genäherte Auflösung von totalen Differentialgleichungen erster Ordnung und ersten Grades nebst geometrischer Deutung derselben.
Senator Prof. Dr. E. R. Neovius-Helsingfors spricht über Minimal - flächenstücke, deren Begrenzung von drei geradlinigen Teilen gebildet wird.*)
*) Siehe Acta Soc. Scient. Fennica, Tom. XIV, Helsingfors 1891.
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In seiner Abhandlung ..Über die Fläche vom kleinsten Inhalt bei gegebener Be- grenzung“ hat Riemann die Aufgabe behandelt, ein Minimalflächenstück analytisch zu bestimmen, dessen Begrenzung aus drei einander kreuzenden geraden Linien besteht, und stellt für den Fall, dafs die Geraden den Koordinatenaxen parallel laufen, die fertigen Ausdrücke für die rechtwinkligen Koordinaten eines Punktes der Fläche auf.
Der Vortragende teilt mit, dafs er für den erwähnten speziellen Fall die Aufgabe mit einfachen Hilfsmitteln gelöst hat, und dafs er die verschiedenartigen Gestalten, welche die durch die Formeln dargestellten Minimalflächenstücke dadurch annehmen können, dafs sowohl die Abstände zwischen den begrenzenden Geraden als auch die Vorzeichen dieser Abstände variiert werden, einem genauen Studium unterworfen hat, und zeigt durch eine gröfsere Anzahl von Modellen, welcher Reichtum von Gestalten hierbei auftritt.
Zu einer vollständigen Übersicht aller in Betracht zu ziehenden Fälle gelangt Vor- tragender durch die Bemerkuug, dafs die Ausdrücke für die kürzesten Abstände A, B und G zwischen den begrenzenden Geraden in die Form eines Produktes von zwei Faktoren ersten Grades dreier von einander unabhängiger Parameter j?, q , r gesetzt werden können.
A = k [4 p2 — (p -|- q + r)2] = tc (ßp + q + r) (p — q — r), oder A = A2 . A1 und analog damit
B = B2 . Bt, C = C2 . Cx.
Betrachtet man also die Parameter als die homogenen Koordinaten eines Punktes in einer Ebene (p, g, r), so wird durch die sechs Geraden Ax = 0, A2 = 0 usw. die ganze Ebene derart in 16 Gebiete eingeteilt, dafs innerhalb jedes einzelnen derselben die Vor- zeichen der Abstände bei festgestellter Verknüpfung der Enden der drei begrenzenden Geraden durch die ins Unendliche verlaufenden Sektoren des Flächenstückes sich nicht ändern, während beim Überschreiten einer Trennungslinie zweier benachbarter Gebiete einer der Abstände sein Vorzeichen wechselt.
Für jedes einzelne dieser Gebiete, sowie für die Trennungslinien und die Eckpunkte derselben wird die Gestalt der entsprechenden Flächen durch Modelle zur Anschauung gebracht.
Wird einer der Abstände dadurch gleich Null, dafs der Punkt (p, q , r) sich einer der Geraden Ax, Bx oder Cx nähert, so nähert sich der betreffende, sich ins Unendliche erstreckende Sektor einem ebenen Flächenstücke von der Gestalt der Fläche einer Viertel- ebene, welches sich schliefslich von dem Minimalflächenstücke trennt, während dagegen eine Annäherung des Punktes (p, q , r) an eine der Geraden A2, B2 oder C2 damit gleich- bedeutend ist, dafs das Minimalflächenstück sich selbst zu durchschneiden anfängt. Be- trachtet man z. B. das Gebiet in Form eines Fünfeckes, welches von Strecken der Geraden Cx Ax B2 A2 Bx begrenzt wird, so entsprechen den drei Ecken Bx A2, Bt A2 und B2 Ax drei verschiedene Minimalflächenstücke mit derselben Begrenzung, gebildet von drei Geraden, von welchen zwei von der dritten geschnitten werden. Durch dieselbe Be- grenzung geht noch ein viertes Minimalflächenstück, die gewöhnliche Schraubenfläche und aufserdem eine Minimalfläche, welche eine sogenannte Doppelfläche ist. Von sämt- lichen fünf Flächenstücken werden Modelle vorgezeigt.
Der Vortragende geht hiernach über zur Beantwortung der Frage, ob unter Bei- behaltung der Verknüpfung der ins Unendliche reichenden Enden der begrenzenden Geraden ein Minimalflächenstück eindeutig bestimmt ist, wenn die Verhältnisse der Ab- stände A: B : C=a:b : c gegeben sind.
Da die Ausdrücke für die Abstände Funktionen zweiten Grades der Parameter jo, q , r sind, so bezeichnet A : B — a:b die Gleichung eines durch die vier Schnittpunkte der Geraden Ax, A2, Bx , B2 gehenden Kegelschnittes, welcher, wenn die Abstände A und B dasselbe Vorzeichen haben, eine Hyperbel, im entgegengesetzten Falle eine Ellipse ist. Eine analoge Bedeutung haben die Gleichungen B : G=b : c und A : G = a : c. Die drei Kegelschnitte haben vier Schnittpunkte mit einander gemein. Die Beantwortung der aufgestellten Frage ist somit zurückgeführt auf die Entscheidung, ob ein oder mehrere dieser Schnittpunkte in dasselbe Gebiet, oder auch in verschiedene Gebiete mit derselben Zeichenkombination der Abstände fallen können. Es zeigt sich nun, dafs nur für die Zeichenkombination ( ) das Minimalflächenstück durch die Abstände ein-
deutig bestimmt ist, während für die übrigen Zeichenkombinationen einem gegebenen Wertverhältnisse der Abstände ein, zwei oder drei verschiedene Minimalflächenstücke ent- sprechen können. Von solchen von einander verschiedenen Flächen, die durch dieselbe Begrenzung hindurchgehen können, werden Modelle vorgelegt.
Auf den betrachteten Minimalflächenstücken kann im Innern ein singulärer Punkt von der Beschaffenheit, dafs durch denselben drei Asymptotenlinien hindurchgehen, auf- treten; oier auch hat die Fläche zwei entweder auf derselben oder auf zwei verschiedenen der begrenzenden Geraden gelegene sogenannte Rückkehrpunkte der Normale. Die
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hierbei eintretenden Übergangsfälle werden durch Zeichnungen erläutert, und ebenfalls wird gezeigt, wie man imstande ist, über das Eintreten der verschiedenen Möglichkeiten betreffend die Lage dieser singulären Punkte einfach zu entscheiden.
Über die Herstellung der Modelle teilt der Vortragende folgendes mit :
Die Drahtgestelle zu den Plächenstücken sind aus 0,8 mm dicken, stark geglühten Klaviersaiten hergestellt. Nach einem von Professor H. A. Schwarz angegebenen Ver- fahren wird das Minimalflächenstück aus Gelatine derart hergestellt, dafs man das Gestell in eine Lösung von einem Gewichtsteil Gelatine in 5 bis 6 Gewichtsteilen Wasser bei einer Temperatur von 35 bis 45° C. taucht und recht langsam ohne Schütterung heraushebt. Nachdem die so erhaltenen Lamellen etwa 24 Stunden in der Kälte erstarrt sind, werden dieselben in eine Lösung von Wachs, Canadabalsam und Harz bei einer Temperatur von 74 bis 75° C. getaucht. Zu dieser Lösung verwende man 48% reines, weiches Wachs, 48% Canadabalsam und 4% Harz, welches bei 72° schmilzt (die Her- stellung dieses Harzes ist recht mühsam).*) Diese Mischung erwärmt man in einem Sandbade 8 bis 10 Stunden bei einer Temperatur von 95° C. Der Überzug, den die Gelatinlamellen so erhalten haben, wird nach dem Verlaufe von ca. 10 Tagen hart, und jetzt werden die Lamellen noch einmal in eine Gelatinlösung (1 : 10 bis 12) bei einer Temperatur von 45 bis 50° C. getaucht. Werden die so erhaltenen Lamellen nach etwa einer Stunde einem gelinden Dampf bade von nicht über 40° ausgesetzt, so werden die Lamellen durchsichtig und sehen beinahe wie bläuliches Glas aus. Lamellen, die über acht Monate alt sind, zeigen noch gar keine Veränderungen und werden wohl Jahre lang halten.
VII. Hauptversammlungen.
Erste Sitzung am 28. Januar 1909. Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. — Anwesend 113 Mitglieder und Gäste.
Prof. Dr. K. Schiffner-Freiberg spricht über die neueren Unter- suchungen über Radioaktivität und radioaktive Wässer.
Zweite (aufserordentliche) Sitzung am 18. Februar 1909. Vor- sitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. — Anwesend 45 Mitglieder und Gäste.
Hofrat Prof. H. Engelhardt, der Vorsitzende des Verwaltungsrates, gibt den Kassenabschlufs für 1908 (siehe S. 18) bekannt; als Rechnungs- prüfer werden Lehrer M. Gottlöber und Lehrer E. Herrmann gewählt.
Derselbe legt weiter den Voranschlag für 1909 vor, der genehmigt wird.
Dritte Sitzung am 25. Februar 1909. Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. — Anwesend ca. 300 Mitglieder und Gäste.
Die in der Aula der K. Technischen Hochschule stattfindende
Gedenkfeier des 100. Geburtstages von Charles Darwin,
zu der Einladungen an das Kultusministerium, an die Professoren der K. Technischen Hochschule und an die Mitglieder des Vereins für Erdkunde und des Lehrervereins für Naturkunde ergangen waren, eröffnet
*) Sil van us P. Thompson (Phil. Mag. 1878, Vol. V, 5. Serie, S. 269) hat zur Her- stellung von Lamellen eine Lösung von 46% Harz und 54% Canadabalsam bei einer Temperatur von 93 bis 95° angewendet. Bessere Resultate hat E. Stenius (Ueber Minimalflächenstücke, deren Begrenzung von zwei Geraden und einer Ebene gebildet wird, pag. 71. Helsingfors 1892) erreicht, indem er das Harz mit Wachs ersetzte und in diese Lösung die Gelatinlamellen tauchte.
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Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster mit einer Begrüfsung der zahlreich erschienenen Gäste und mit einem kurzen Hinweis auf die Bedeutung der Feier.
Hierauf nimmt Geh. Hofrat Prof. Dr. E. Kalkowsky das Wort zu einem Vorträge über die geologischen Grundlagen der Entwick- lungslehre. (Vergl. Abhandlung I.)
Geh. Hofrat Prof. Dr. 0. Drude spricht anschliefsend über die Theorie der Entstehung der Arten als Markstein im Lebensbilde Darwins. (Vergl. Abhandlung II.)
Vierte Sitzung am 25. März 1909. Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. — Anwesend 79 Mitglieder und Gäste.
Hofrat Prof. H. Engelhardt teilt mit, dafs die Rechnungsprüfer den Kassenabschlufs für 19 08 geprüft und richtig befunden haben. Der Kassierer wird entlastet.
Oberlehrer Dr. E. Lohrmann verliest einen Aufruf zu einer Samm- lung, deren Ertrag als Ehrengabe für Ernst Häckel dem von dem- selben gegründeten phylogenetischen Museum in Jena zufliefsen soll.
Mitgeteilt wird weiter ein Aufruf zu Beiträgen für Schaffung eines Naturschutzparks im Alpengebiet.
Geh. Hofrat Prof. Dr. E. von Meyer hält einen Vortrag über die chemische Veredelung der Zellulose und ihre wirtschaftliche Bedeutung.
An den Vortrag schliefst sich eine kurze Aussprache an.
Fünfte Sitzung am 29. April 1909. Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. — Anwesend 59 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende berichtet über eine aus Anlafs der 500jährigen Jubelfeier der Universität Leipzig geplante Kundgebung.
Mitglieder der naturwissenschaftlichen Gesellschaft „Isis“ und des Vereins für Erdkunde in Dresden, wie des Vereins Deutscher Chemiker (Bezirk Sachsen-Thüringen) haben die Frage angeregt, ob und in welcher Weise die naturwissenschaftlichen und verwandten Vereine Sachsens der Universität Leipzig zur Jubelfeier ihres 500jährigen Bestehens ihre Glückwünsche .darbringen könnten.
In Aussicht wurde die Überreichung einer künstlerisch gestalteten Glückwunsch- adresse genommen, an der sich zu beteiligen diejenigen Gesellschaften aufgefordert werden sollen, welche von ihrer Tätigkeit in wissenschaftlichen Veröffentlichungen Zeug- nis geben.
Auf die durch Geh. Hofrat Prof. Dr. E. von Meyer im Aufträge des Ausschusses an unsere Gesellschaft „Isis“ ergangene Einladung beschliefst die Hauptversammlung einstimmig, sich an dieser Kundgebung zu be- teiligen.
Auf die Eingabe an das K. Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts vom 20. Dezember 1908, die Verbilligung der vom K. Finanz- ministerium herausgegebenen Karten betreffend (vergl. Sitzungs- berichte 1908, S. 27), ist nachstehender Bescheid eingegangen:
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Dresden, den 31. März 1909.
Das Finanzministerium hat sich auf Antrag des Unterzeichneten Ministeriums bereit erklärt, Umdrucke der Mefstischblätter im Mafsstahe 1:25000 hersteilen zu lassen und sie zum Preise von 50 Pfg. für das einzelne Blatt an Schulen, Lehrervereine, geo- graphische und naturwissenschaftliche Vereine abzugeben, wenn zu erwarten stehe, dafs die herzustellenden Sektionen mindestens in einer Anzahl von je 300 Stück innerhalb 2 — 3 Jahren abgesetzt werden würden. Dem Finanzministerium ist es daher zunächst erwünscht, einen Überblick darüber zu erlangen, wie grofs der erstmalige Bedarf an solchen Umdrucken sein würde.
Die Adressaten werden deshalb hiermit veranlafst, diesen erstmaligen Bedarf fest- zustellen und ihn — getrennt nach den einzelnen Sektionen der topographischen Karte — unter Beachtung des nachstehenden Musters
spätestens bis zum 10. Mai dieses Jahres hierher anzuzeigen, hierbei auch anzugeben, wie hoch sich voraussichtlich der künftige Jahresbedarf stellen wird.
Ministerium des Kultus und öffentlichen Unterrichts, (gez.) Dr. Beck.
Zur Erläuterung bemerkt Oberlehrer Dr. P. Wagner, dafs von der topographischen Karte in 1 : 25000 zwei Ausgaben vorhanden sind: eine ältere, auf Grund der alten Meilenkarten hergestellte, die manche Un- genauigkeiten aufweist, und eine Neuaufnahme, von der bisher nur das östliche Sachsen bis zur Elbe fertiggestellt ist.
In der Debatte wird der Wunsch geäufsert, das Ministerium um Ver- längerung der Zeichnungsfrist und um eine Bekanntgabe der erschienenen Sektionen der Neuaufnahme zu ersuchen, ferner in den Isis -Sitzungen alljährlich zweimal Zeichnungslisten aufzulegen und auf dieselbe in den Ankündigungen der Sitzungen im Dresdner Anzeiger aufmerksam zu machen.
Hierauf hält Privatdozent Dr. L. Lange einen durch Demonstrationen und Experimente veranschaulichten Vortrag über Immunitätserschei- nungen, an den sich eine kurze Aussprache anschliefst.
Sechste Sitzung und Ausflug nach Meifsen am 20. Mai 1909. —
Zahl der Teilnehmer 44.
Auf dem Wege von der Dampfschiff haltestelle Sörnewitz nach der Bosel werden zunächst die am Fufse derselben gelegenen Granitbrüche besucht. Auf der Boselspitze macht Geh. Hofrat Prof. Dr. 0. Drude auf die dortige interessante Pflanzenwelt aufmerk- sam und berichtet über die vom Bunde „Heimatschutz“ getroffenen Mafsregeln zur Sicherung derselben; Oberlehrer Dr. P. Wagner erläutert die Entstehung der Eibaue in der Umgebung der Bosel und Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller die Bedeutung des die Boselspitze abschliefsenden vorgeschichtlichen Walles.
Nach einer in der „Deutschen Bosel“ unter Vorsitz von Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster abgehaltenen geschäftlichen Hauptversammlung wandern die Teil- nehmer über Niederspaar und Siebeneichen mit seinem herrlichen Park nach Meifsen, wo sie im Burgkeller ein gemeinsames Mittagsmahl mit Mitgliedern der Meifsner „Isis“ vereinigt.
Der Nachmittag wird von einzelnen Teilnehmern zur Besichtigung der Stadt Meifsen, von anderen zu einem Besuche der unterhalb der Stadt gelegenen Steinbrüche an der Knorre benutzt.
Siebente Sitzung am 26. Juni 1909. Vorsitzender: Geb. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. — Anwesend 39 Mitglieder und Gäste.
Die Versammlung ist einer Besichtigung der „Dresdner Milch- versorgungsanstalt Altstädter Dampfmolkerei“ in Dresden-Plauen, Würzburgerstr. 9, gewidmet, deren vortreffliche, nach den neuesten Er-
17
fahrungen auf dem Gebiete des Molkereiwesens hergestellte Einrichtungen von Herrn P. Reh, dem Direktor der Anstalt, und einem Beamten der- selben den Besuchern eingehend erläutert werden.
Hieran schliefst sich im „Plauenschen Lagerkeller“ eine kurze geschäft- liche Hauptversammlung, in der der Vorsitzende mitteilt, dafs die von den naturwissenschaftlichen und verwandten Gesellschaften Sachsens beschlossene Adresse zur 500jährigen Jubelfeier der Universität Leipzig am 29. Juli d. J. gelegentlich der Festsitzung im Leipziger Theater durch Geh. Hofrat Prof. Dr. E. von Meyer überreicht werden wird.
Veränderungen im Mitgliederbestände.
Gestorbene Mitglieder:
Am 1. Februar 1909 starb Apothekenbesitzer Karl Stephan in Dresden, wirkliches Mitglied seit 1904.
Am 22. März 1909 starb Hofrat Dr. med. Friedrich von Mangoldt, Oberarzt am Karolahaus in Dresden, wirkliches Mitglied seit 1903.
Am 29. April 1909 verschied der Senior der Isis-Mitglieder, Professor Fürchtegott Z sch au, Oberlehrer a. D. an der Öffentlichen Handelslehr- anstalt in Dresden, wirkliches Mitglied seit 1849, Ehrenmitglied seit 1908.
Nachruf s. S. XV dieses Heftes.
Am 24. Mai 1909 starb Kommissionsrat Adolf Schöpf, Betriebs- direktor des Zoologischen Gartens in Dresden, wirkliches Mitglied seit 1897.
Neu aufgenommene wirkliche Mitglieder :
Elsenhans, Theodor, Dr. phil., Professor an der K. Technischen Hoch- schule in Dresden, am 26. Juni 1909;
Grüner, Harald, Bergingenieur in Dresden, am 29. April 1909;
Hempel, Hans, Dr. phil., Nahrungsmittelchemiker in Dresden, am 26. Juni 1909;
Knauth, Bernhardt, Bezirkschuloberlehrer in Dresden, am 20. Mai 1909; Ludwig, Walter, Dr. phil., Professor an der K. Technischen Hochschule in Dresden, am 26. Juni 1909;
Manliu, Jean, Professor in Dresden, am 18. Februar 1909;
Nägel, Adolf, Dr. ing., Professor an der K. Technischen Hochschule in Dresden, am 25. März 1909;
Paul, M. O., Dr. phil., Seminaroberlehrer in Dresden, am 18. Februar 1909; Römisch, Adolf, Amtsgerichtsrat a. D. in Dresden, am 25. März 1909; Schneider, Friedrich, Realschullehrer in Dresden, i , 1Anrv
Stein, Max, Kaufmann in Dresden, } aln 39 ' APnl 1909;
Voigt, Alban, Privatmann in Dresden, am 26. Juni 1909.
Aus den korrespondierenden Mitgliedern in die wirklichen
ist übergetreten:
Rimann, Eberhard, Dr. phil., Diplomingenieur, Assistent an der K. Tech- nischen Hochschule in Dresden.
Aus den wirklichen Mitgliedern in die korrespondierenden
ist übergetreten :
Krutzsch, Herrn., K. Oberforstmeister in Auerbach i. V.
Kassenabschlufs der Naturwiss. Gesellschaft ISIS vom Jahre 1908.
Einnahme. Ausgabe.
18
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Dresden, am 17. Februar 1909. Hofbuchhändler Georg Lehmann, z. Z. Kassierer der Isis.
Sitzungsberichte
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der
Naturwissenschaftlichen Gesellschaft
ISIS
in Dresden.
1909.
3
I. Sektion für Zoologie.
Yierte (aufserordentliche) Sitzung am 10. Juli 1909. Vorsitzender . Prof. Dr. E. Lohrmann.
Nachmittags Y24 Uhr versammelten sich 22 Mitglieder und Gäste im zoologischen Institut der K. Forstakademie zu Tharandt.
Nach einer Begrüfsung durch Prof. Dr. K. Es che rieh hält Prof. Dr. E. Lohrmann einen Vortrag über die Familie der Hirsche, wobei zahlreiche Stücke aus der Sammlung der Forstakademie vorgezeigt werden.
Die Familie der Hirsche ist über ganz Amerika, Asien, Europa und den Nordrand von Afrika verbreitet. In seinem Werke „The deer of all lands“ unterscheidet Lydekker 57 lebende Arten in 11 Gattungen, wozu noch 17 ausgestorbene Arten und 3 Gattungen kommen. Dabei sind nur die sicher bekannten Arten gerechnet und der Artbegriö nicht sehr eng gefafst. Die geographische Verteilung der Arten ist derart, dafs die unvoll- kommeneren im südöstlichen Asien und in Südamerika Vorkommen, während in Europa Reste derartiger Formen aus den tertiären Ablagerungen bekannt geworden sind. Diese Verteilung stimmt in den Hauptzügen zu der von Simroth vertretenen Pendulations- theorie.
Nach dem Vortrag macht die Mehrzahl der Erschienenen einen Spazier- gang nach der Edlen Krone.
Fünfte Sitzung am 4. November 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. E. Lohr mann. — Anwesend 62 'Mitglieder und Gäste.
Prof. Dr. E. Neger berichtet über neue Beobachtungen an körner- sammelnden Ameisen.
Der Vortragende hat in Dalmatien, besonders auf der Insel Arbe, eingehende Beob- achtungen über diesen Gegenstand angestellt. Die Arbeiterinnen der Art Messor bar- barus sammeln grofse Mengen kleiner Früchte und Samen, auch Schneckenhäuschen in ihre feuchten Baue. Hier findet die Keimung der Samen statt, was aber nicht als ein Mälzprozefs zu erklären ist, vielmehr wird durch das Keimen nur das Abschälen der Samenschale erleichtert. Schalen sowohl als Körner werden dann wieder vor den Bau gebracht zum Abtrocknen in der Sonne; dann werden die Körner wieder in den Bau getragen, wo sie zerkleinert werden zu einer äufserst feinen krümeligen Masse, die dann wieder vor dem Bau getrocknet wird. Diese Krümel sind von früheren Beobachtern für Erde gehalten worden. Aus ihnen konnte der Vortragende einen Schimmelpilz, Aspergillus niger , züchten, und er vermutet, dafs die Krümel als Nährboden für das Mycel dieses Pilzes hergerichtet werden, und dafs der Pilz dann den Ameisen zur Nahrung dient.
Lehrer H. Viehmeyer zieht darauf einen Vergleich zwischen der Ameisen- und Menschen-Psyche.
Prof. Dr. K. Escherich spricht über die Beziehungen zwischen Ameisen und Pflanzen im allgemeinen.
22
Gegenüber der von den Botanikern ausgearbeiteten Ansicht, dafs die sogenannten Ameisenpflanzen durch ihre Gäste Schutz gegen schädliche Insekten erhalten und ihnen dafür Wohnung und Nahrung gewähren, ist von Zoologen neuerdings durch Beobachtungen festgestellt worden, dafs dies durchaus nicht in dem angenommenen Mafse stattfindet; einige gehen sogar, so weit, einen derartigen Schutz vollständig zu leugnen, was aber jedenfalls als eine Übertreibung ins Gegenteil zu betrachten ist.
Vorgelegt werden dabei folgende Arbeiten:
Kohl, H.: Die Ameisenpflanzen des tropischen Afrika mit besonderer Be- rücksichtigung ihrer biologischen Verhältnisse. Natur u. Offenbarung, Bd. 55, 1909;
Nieuwenhuis, M. u. von Üxküll- Güldenbr an dt: Extraflorale Zucker- ausscheidungen und Ameisenschutz. Annales du jardin botan. de Buiten- zorg, ser. 2, tome 6, 1907;
Jhering, H. von: Die Cecropien und ihre Schutzameisen. Englers botan. Jahrb., Bd. 39, 1907;
Sjöstedt, Y. : Akaziengallen und Ameisen. Wissenschaftl. Ergebnisse der schwed. zoolog. Expedition nach dem Kilimandjaro, dem Meru usw. 1905—1906. Upsala 1908.
II. Sektion für Botanik.
Vierte Sitzung am 11. November 1909. Vorsitzender: Kustos Dr. B. Schorler. — Anwesend 55 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende bespricht folgende Werke, die vorgelegt werden:
Hegi, G.: Jllustrierte Flora von Mittel-Europa. Bd. I: Pteridophyta, Gym- nospermae u. Monocotyledones I. Teil; Bd. II: Monocotyledones II. Teil. München 1907—1909;
Clarke, Oh. B.: Jllustrations of Cyperaceae. London 1909;
Lin dm an, C. A. M. : Karl von Linne als botanischer Forscher und Schrift- steller. Jena 1908;
Lotsy, J. P. : Progressus rei botanicae, Bd. II. Jena 1908.
Prof. Dr. A. Naumann hält einen Vortrag über die botanischen Ergebnisse eines dreitägigen Aufenthalts an der Franz Schlüter- Hütte in den Südtiroler Kalkalpen. (Vergl. Abhandlung IX.)
Es werden die alpinen Vegetationsformationen geschildert an der Hand eines für diesen Zweck hergestellten Formationsherbariums, das aus 20 Tafeln besteht, und einer Anzahl farbiger Projektionsbilder, welche von dem Exkursionsteilnehmer, Herrn J. Oster- maier, hergestellt wurden.
Fünfte (aufserordentliche) Sitzung am 16. Dezember 1909 (im
Heimatkundlichen Schulmuseum). Vorsitzender:) Kustos Dr. B. Schorler. — Anwesend 17 Mitglieder.
Der Dresdner Lehrerverein hat in diesem Jahre in den Räumen des Schulmuseums eine Ausstellung über die Dresdner Heide veran- staltet, die nicht nur den gegenwärtigen Zustand der Heide, ihre Boden- beschaffenheit, Pflanzen- und Tierwelt, sondern auch ihre Geschichte und Vorgeschichte zur Anschauung für weite Kreise bringen soll.
Unter Führung von Ingenieur B,. Scheidhauer, der dabei mitgewirkt und die hauptsächlichsten Moose der Dresdner Heide in schönen Tafeln zusammengestellt hat,
23
besichtigt die Sektion für Botanik eingehend die Ausstellung. Sie erregt bei allen Teil- nehmern reges Interesse und findet wegen ihrer Vielseitigkeit und übersichtlichen An- ordnung ungeteilten Beifall. Man ist sich darüber einig, dafs eine solche Ausstellung Liebe zur heimatlichen Natur wecken und naturwissenschaftliche Kenntnisse in weite Kreise tragen wird.
III. Sektion für Mineralogie und Geologie.
Ausflug nach Niederschöna am 29. August 1909. — Zahl der Teil- nehmer 12.
Von Klingenberg- Colmnitz aus wird zunächst im Tharandter Wald ein Sandstein- aufschlufs mit Exogyra und Serpula besucht und dann nach .Niederschöna gewandert. Hier werden in allen Steinbrüchen die Crednerienschichten des Cenomansandsteins nach Kesten von Laubhölzern abgesucht.
Nach dem Mittagsmahl regt Oberlehrer Dr. P. Wagner in einer kurzen Besprechung an, die Isis möge — ähnlich wie auf floristischem Gebiete — auch für paläontologische Funde aus Sachsen eine Sammelstelle für die Einzelbeobachtungen einrichten. Der Plan soll in einer späteren Sitzung ausführlicher begründet werden.
Nachmittags schliefst eine Wanderung durch den Wald über Grüllenburg nach Klingenberg-Colmnitz den Ausflug ab.
Vierte Sitzung am 18. November 1909. Vorsitzender: Oberlehrer Dr. P. Wagner. — Anwesend 67 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende bespricht einige Neuerscheinungen:
Stromer von Reichenbach, E.: Lehrbuch der Paläozoologie I. Leip- zig 1909;
Kays er, E.: Lehrbuch der allgemeinen Geologie. 3. Aufl. Stuttgart 1909;
Beier, H.: Geologische Karte von Sachsen und Nordböhmen. Dresden 1909.
Geh. Hofrat Prof. Dr. E. Kalkowsky legt zwei geologische Reliefs vom Vesuv und von Santorin, hergestellt von Aureli-ftom, vor und bespricht
Stübel, A. -Bergt, W.: Der Vesuv, eine vulkanologische Studie für jeder- mann. Leipzig 1909.
Derselbe demonstriert ferner einige neue Minerale aus Sachsen: Ottrelith von Rabenstein bei Chemnitz, Mangangranaten aus dem Phytlit und Glimmerschiefer der Umgebung des Granulitgebirges, Andalusit mit Korund aus dem Granulitgebirge und Dumortierit von Penig.
Daran knüpfen sich allgemeine Erörterungen über den Pleochroismus. Schliefslich berichtet
Geh. Hofrat Prof. Dr. E. Kalkowsky noch über die Versuche mit >* -der Wünschelrute, die unter Kontrolle verschiedener Gelehrter von den Herren von Uslar, von Bülow und Voll in der Dresdner Gegend aus- geführt worden sind.
Der Vortragende stellt fest, dafs alle drei Herren einige Kohlenausbisse und die Grenze zwischen Kohlenformation und sibirischen Tonschiefern im Döhlener Becken mit grofser Genauigkeit gefunden haben, und dafs das in seinen Ursachen noch völlig un- geklärte Phänomen einer genauen Prüfung durch naturwissenschaftliche und insbesondere medizinische Sachverständige wert und bedürftig sei.
24
IY. Sektion für prähistorische Forschungen.
Dritte Sitzung am 9. Dezember 1909. Vorsitzender: Hofrat Prof.
Dr. J. Deichmüller. — Anwesend 30 Mitglieder.
Der Vorsitzende bespricht eine Arbeit von H. Schmidt: „Die vor- geschichtlichen Rundwälle in der Amtshauptmannschaft Löbau i. S.u (Jahres- hefte der Ges. für Anthrop. und Urgeschichte der Oberlausitz, Bd. II, Heft 3/4. Görlitz 1909.)
Zahlreiche Veröffentlichungen über die vorgeschichtlichen Wälle und mannigfaltige Hypothesen über den Zweck zeugen für das rege Interesse, welches diesen Bauwerken von den Altertumsforschern geschenkt worden ist. Abweichend von der üblichen Gruppierung in Schlacken-, Stein- und Erdwälle teilt sie der Verfasser nach den Funden in denselben in Yorslawische, slawische und mittelalterliche Wälle ein Der einzige vorslawische Wall der Amtshauptmannschaft Löbau, der auf dem Löbauer Berg, ist nach seiner Ansicht durch Ablesen der Steine von dem bewohnten Innenraum und Auf- schichten derselben am Rande entstanden und hat als Einfriedigung, nicht als Schutz- wehr ge^en Überfälle gedient. Die Verschlackung einzelner Teile des Walles führt er auf zufällige Entstehung, hauptsächlich durch Herdfeuer, zurück. Die Mehrzahl der Wälle des behandelten Gebietes gehören der slawischen Zeit an. Auf herrschenden, zum Teil schwer zugänglichen Punkten aus Lehm oder Erde errichtet und auf der Aufsenseite durch Steinbelag befestigt, dienten sie vor allem dem Schutze der in die Innenböschung eingebauten Wohnungen. Einzelne sind stellenweise verschlackt oder • geglüht. Diese Erscheinung wird als eine absichtlichem einem tiefen . Graben in der Längsaxe des Walles erzeugte angesehen und bezw^kte da§ Trockenlegen des Erd-, reichs hinter und über den Wohnräumen. Zu den mittelalterlichen Wällen gehören * die beiden auf dem Hochstein bei Kleindehsa, die im Gegensatz zu den slawischen aus freistehenden, ungemörtelten Mauern aus flachen, geschlagenen Steinen bestehen, an deren Innenseiten Hütten angebaut waren. Einen besonderen Wert erhält die vor- liegende Arbeit durch die eingehende, durch Grundrisse und Durchschnittszeichnungen und Abbildungen von Fundstücken erläuterte Beschreibung der einzelnen Wälle. Zum Schlufs berichtigt der Verfasser verschiedene Irrtümer über angeblich vorgeschichtliche und andere Altertümer der Amtshauptmannschaft Löbau.
Derselbe legt weiter vor:
Weber, Fr.: Die vorgeschichtlichen Denkmale des Königreichs Bayern,
I. Bd.: Oberbayern. Mit 5 Übersichtskarten. München 1909,
und berichtet über die Gründung einer Deutschen Gesellschaft für Vorgeschichte.
Direktor H. Döring bespricht eingehend die neue „Prähistorische Zeitschrift“, herausgeg. von C. Schuchardt, K. Schumacher und H. Seger,
Bd. I, Heft 1. Berlin 1909, „und .
Oberlehrer 0. Ebert das kurz vorher erschienene Organ der Deutschen Gesellschaft für Vorgeschichte: „Mannus, Zeitschrift für Vorge- schichte“, herausgeg. von G. Kossinna, Bd. I, Heft 1/2. Würzburg 1909.
Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller berichtet kurz über die abschliefsenden^. Ergebnisse seiner Ausgrabungen auf dem Gräberfelde der früh- römischen Kaiserzeit bei Piskowitz-Prositz und •
legt einige von Lehrer J. Hottenroth-Gersdorf eingesandte und zum Teil der K. Prähistorischen Sammlung geschenkte, interessante neue Funde aus Sachsen vor:
Aus einer Herdgrube der jüngeren Steinzeit in Flur Birmenitz bei Lommatzsch stammt der Torso einer in sehr realistischer Weise dargestellten weiblichen Figur aus Ton und ein Rohstück von Amphibolschiefer mit langem, tiefem Sägeschnitt, von Jessen bei Lommatzsch ein durchlochtes Gerät aus Hornblendeschiefer in der Form einer Kreuzhaue. (Vergl. Abhandlung XII.)
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Y. Sektion für Physik und Chemie.
Vierte (aufserordentliche) Sitzung am 8. Juli 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Lottermoser. — Anwesend 75 Mitglieder und Gäste.
Geh. Hofrat Prof. Dr. W. Hallwachs und Dr. H. Dem her erstatten einen Bericht über kontakt-elektrische und licht-elektrische Ar- beiten aus dem physikalischen Institut der K. Technischen Hochschule. (Vergl. Abhandlung VII.)
Fünfte Sitzung am 7. Oktober 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Lottermoser. — Anwesend 39 Mitglieder und Gäste.
Der Vorsitzende berichtet über den j etzigen Stand der Kolloid- ehern i e.
Nack einer kurzen Einleitung über die Gasgesetze, die Avogadrosche Hypothese und die kinetische Gastheorie und ihre Übertragbarkeit auf Lösungen, wird zunächst gezeigt, dafs zwischen den Eigenschaften von Gasen, Lösungen und Suspensionen keine sprunghaften Änderungen zu bemerken sind. Die Untersuchungen Svedbergs und Perr ins haben streng bewiesen, dafs alle denselben Gesetzmäfsigkeiten gehorchen, so dafs nunmehr auch die kinetische Gastheorie und die Molekulartheorie auf sicherer experimenteller Grundlage stehen. *
Die Ladung der Hydrosolteilchen kommt nach den. neuesten Forschungen durch Jonenadsorption zustande und steht in engster Beziehung zum Verhalten der Hydrosole Elektrolyten gegenüber und zur Einwirkung verschiedener Hydrosole aufeinander. Es werden auch hier die neuesten Forschungsergebnisse mitgeteilt. Ferner wird die Methode der Ultrafiltration, die Anwendung der Zentrifuge für die Untersuchung von Hydrosolen, die Einwirkung grofser Temperaturänderungen, namentlich starker Abkühlung (Aus- frieren) besprochen. Endlich wird über die neueren Bestrebungen berichtet, den kri- stallinischen als den allgemeinen Zustand der Materie hinzustellen, insonderheit die Hydrosole als heterogene Gebilde mit einer kristallinischen, festen Phase aufzufassen.
An der Diskussion beteiligen sich Geb. Hofrat Prof. Dr. E. von Meyer, Privatdozent Dr. H. Thiele und der Vortragende.
Sechste Sitzung am 2. Dezember 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Lottermoser. — Anwesend 51 Mitglieder und Gäste.
Dr. W. Friese spricht über die Methodik der Staub- und Hufs- bestimmung in der Luft.
Nach einer kurzen Rekapitulation des an gleicher Stelle im Januar 1909 über den Staub- und Rufsgehalt der Stadtluft gehaltenen Vortrags, wird zunächst an der Hand einiger durch das Kaiserl. Gesundheitsamt in Berlin herausgegebenen Tabellen ge- zeigt, wie in den letzten Jahrzehnten ein Rückgang der Tuberkulosesterblichkeit im Deutschen Reich zu verzeichnen ist, dafs aber im Gegensatz hierzu sich ein Anwachsen der Sterblichkeit an akuten Krankheiten ‘der Atmungsorgane bemerkbar gemacht hat. Nicht zum wenigsten ist diese letzte -Tatsache der Rauch*- und Rufsplage, namentlich in den Grofsstädten, zuzuschreiben. Deshalb mufs es eine Hauptaufgabe der modernen Hygiene sein, sich mit diesem Kapitel eingehend zu befassen und zunächst nach brauch- baren Methoden an möglichst vielen Orten des Reiches VYerte über den Gehalt der Luft an Staub und namentlich an Rufs zu sammeln, mit deren Hilfe dann eine sachgemäfse Rauchbekämpfung in die Wege geleitet werden kann.
Nunmehr werden die bis jetzt angewendeten Methoden der Staub- und Rufs- bestimmung in der Luft erläutert. Hieraus ergibt sich eine bedingte Brauchbarkeit der quantitativen Staubbestimmungsart nach Liefmannn und eine unbedingte Zuverlässigkeit der kolorimetriscken Rufsbestimmungsmetbode nach Rubner und Renk. Die letztere ist
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so empfindlich, dafs es damit noch möglich ist, die Schwankungen des Rufsgehaltes eines Zimmers je nach Lage der Untersuchungsstelle in demselben, also ob am Boden oder an der Decke usw. einwandfrei zu ermitteln.
Weiter wird über verschiedene Versuche berichtet, um diese kolorimetrisch-ver- gleichende Methode zu einer quantitativen zu verwerten. Da diese Untersuchungen zur Zeit noch nicht abgeschlossen sind, konnten sie nicht eingehend behandelt werden. Jeden- falls läfst sich aber mit Bestimmtheit sagen, dafs die Renksche Untersuchungsmethode (siehe „Arbeiten aus den Hygienischen Instituten zu Dresden“ 1907, Heft 1) recht wohl geeignet ist, sich auch in dieser Hinsicht verwenden zu lassen.
Nach Verlesung der Resolutionen, welche auf dem XIV. internationalen Kongrefs für Hygiene und Demographie zu Berlin 1907 zur Rauchbekämpfung in den Städten aufgestellt wurden (siehe Berichte dieses Kongresses), wurde auf die Notwendigkeit der Gründung einer Zentralstelle zur Unterdrückung der Rauch- und Rufsplage im Deutschen Reiche nach einem Vorschläge von Ascher auf dem diesjährigen Kongrefs in Zürich hingewiesen.
Wenn dieses Ziel erreicht ist, dann wird wohl auch ein Absinken der Sterblichkeit an akuten Erkrankungen der Atmungsorgane zu verzeichnen sein, ähnlich wie durch die Erfolge der Bakteriologie in jüngster Zeit die Sterblichkeit an Tuberkulose ganz bedeutend zurückgegangen ist
An der Diskussion beteiligen sich Geb. Hofrat Prof. H. Fischer, Priv. M. Hoffmann-Lincke, Geh. Hofrat Prof. Dr. E. Kalk.owsky und der Vortragende.
Yl. Sektion für Teine und angewandte Mathematik.
Vierte Sitzung am 14. Oktober 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Witting. — Anwesend 14 Mitglieder und Gäste.
Geh. Hofrat Prof. Dr. Ph. Weinmeister spricht über graphische Bestimmung der Achsen des schiefen elliptischen Kegels. (Vergl. Abhandlung X.)
Studienrat Prof. Dr. R. Heger macht Mitteilungen über irrationale ebene Kurven 3. Ordnung.
I. In einer 1847 veröffentlichten Abhandlung gibt 0. Hesse einen Satz über Kurven 3. Ordnung, in dem sich eine irrige Abzählung vorfindet ; Cremona hat diesen Satz in seine „ebenen Kurven“ aufgenommen, aber ohne die Abzählung; Dur ege gibt ihn in seinen „ebenen Kurven 3. Ordnung“, mit der unrichtigen Abzählung.
In bezug auf ein Dreieck Ax A2 A31 in dem A3 ein realer Wendepunkt, A8 Ax die zugehörige Wendetangente ist und A3 Ä2 die Kurve in A2 berührt, hat man bekanntlich xx : x2 :x s=px sin3 am X : p2 sin am X :p3 cos X A am X, wobei pxp 2p3 und der Modul k die besondere Natur der Kurve bezeichnen.
Wenn die drei Punkte \x X2 X3 der C3 auf einer Geraden* liegen, so ist bekanntlich • X, — [— Xg — |— X3 — 0, d. i. — m • 2 K. — j— fl • 2 K' ?,
* * wob$i m und n ganze Zahlen sind und K und K ' die übliche Bedeutung haben. Ebenso
ist für (»-Punkte eines Kegelschnitts, bezw. für 9 Punkte einer andern Kurve 3. Ordnung X1*G*_ ■ ■ - 0, bez\V Xf— j— • • • — Xg 0.
Die Punkte, in denen die C3 von einem Kegelschnitte sechspunktig berührt wird, sind die Wurzeln der Kongruenz 6X~0; unter ihnen befinden sich die 9 Wendepunkte, die der Kongruenz 3X^ 0 genügen; es gibt daher 27 eigentliche, eine C3 sechspunktig be- rührende Kegelschnitte. Ihre 27 Berührungspunkte sind die Berührungspunkte der die Wendepunkte enthaltenden Kurventangenten. Werden K:3 mit a und K'i: 3 mit ß bezeichnet, sö ordnen sich die 27 Punkte in drei Gruppen zu je 9, je nachdem die Punkte sich von den Wendepunkten um 3 a, 3 ß oder 3a + 3ß unterscheiden. Bezeichnet man mit mn den Puukt ma-j- nß, so erhält man für die Wendepunkte ( W ) und die drei Gruppen (I, II, III) zugeordneter Berührungspunkte die Übersicht
27
|
w |
I |
LE |
III |
|
00 |
30 |
03 |
33 |
|
02 |
32 |
05 |
35 |
|
04 |
34 |
01 |
31 |
|
20 |
50 |
23 |
53 |
|
22 |
52 |
25 |
55 |
|
24 |
54 |
21 |
51 |
|
40 |
10 |
43 |
13 |
|
42 |
12 |
45 |
15 |
|
44 |
14 |
41 |
11 |
Hesse behauptet, dafs unter den 84 Kombinationen 6. Klasse, ohne Wiederholung, der Punkte einer Gruppe, I, II oder III, 66 sein sollen, die auf einem Kegelschnitte liegen.
Die Punkte einer Gruppe unterscheiden sich von den in derselben Zeile stehenden (zugehörigen) Wendepunkten um 3 a, 3 ß, bezw. 3 a -p 3 ß ; die Summe von 6 Punkten einer Gruppe ist demnach der Summe der zugehörigen Wendepunkte kongruent, und diese Bemerkung gilt auch noch, wenn von den 6 Punkten nicht alle verschieden sind. Sollen 6 verschiedene Punkte einer Gruppe auf einem Kegelschnitte liegen, so müssen daher die entsprechenden 6 verschiedenen Wendepunkte die Summe kongruent Null haben. Da nun die Summe aller 9 Wendepunkte kongruent Null ist — in Überein- stimmung damit, dafs die Wendepunkte auf der Hesseschen Kurve liegen — so ist die Summe von 6 verschiedenen W nur dann Null, wenn die übrigen drei auf einer Geraden liegen; damit ist bewiesen, dafs es in jeder Gruppe nur 12 mal vorkommt, dafs 6 verschiedene Punkte auf einem Kegelschnitte liegen.
Der Hessesche Satz läfst eine Ergänzung zu. Bei den Kombinationen 6. Klasse dersflK, bei denen ein W zweimal auftritt, während die übrigen von diesem und unter- einander verschieden sind, ergibt sich die Summe Null nur dann, wenn die fünf W auf zwei Geraden liegen, die den wiederholten W gemein haben. Da dies 66 — 12 = 54 mal vorkommt, so folgt: Unter den Punkten jeder Gruppe I, II oder III kommt es 54 mal vor, dafs ein Kegelschnitt, der 4 Punkte der Gruppe enthält, die Kurve in einem fünften Punkte derselben Gruppe berührt. Durch die vier Punkte, in denen ein solcher Kegelschnitt die C3 schneidet, gehen noch drei Kegel- 0r schnitte, die die Cs berühren; auch deren Berührungspunkte gehören der Sechs- i ^^ilungsgruppe des Punktes Null, d. i. der Gruppe 6X 0 an; z. B. die Kegel- schnitte, die durch
30, 34, 10, 14
gehen und die C3 berühren, haben die Berührungspunkte
2X = 4a + 4ß,
woraus folgt
X -ze 22, 52, 25, 55.
* * Für drei Wendepunkte, die auf einer Geraden liegen, und einen beliebigen anderen dreimal gezählten Wendepunkt sind die beiden Zeigersummen ebenfalls kongruent 0 (mod 6). ln jeder Gruppe kommt es daher 72 mal vor, dafs ein Kegelschnitt in einem Gliede der Gruppe die C3 dreipunktig berührt und drei andere Glieder derselben Gruppe enthält. Wenn man zu drei Wendepunkten, die auf einer* Geraden liegen, einen dieser Wendepunkte dreifach hinzufügt, so kommt man auch auf durch 6 teilbare Zeigersummen. Die Glieder einer jeden Gruppe, deren zu- gehörige Wendepunkte auf einer Geraden liegen, bestimmen daher drei Kegelschnitte, die in einem Gliede die C3 vierpunktig berühren und durch die beiden anderen hindurchgehen.
Fünfte Sitzung am 9. Dezember 1909. Vorsitzender: Prof. Dr. A. Witting. — Anwesend 17 Mitglieder und Gäste.
Bauamtmann Dr. A. Schreiber führt den neuen harmonischen Analysator von Mader vor.
Es handelt sich um die Bestimmung der Koeffizienten An und Bn (Amplitudeu) in der Entwicklung einer beliebigen (willkürlichen) periodischen Funktion f(x) mit der Periode o nach der sogen. Fourierschen Beihe ;
28
f{cc) = ~ A0 -[- Ax cos x • — -f- A2 cos 2.« • — -j-
a ct
IT> ' ^ I X> • o 2 TC
4- -üi sm ai h B9 sm 2a? H >
1 a a
wobei sich bekanntlich die An und Bn in folgender Weise als bestimmte Integrale dar- stellen lassen:
a a
A n —
aj y COä (B x-2i)dx Bn = Ij y siu (» * • -£)
d x .
0 0 Bei dem vorliegenden Analysator wird eine kreisrunde Scheibe mit vertikaler Dreh- achse durch einen Mechanismus derart in fortschreitende und drehende Bewegungen ver- setzt, dafs ein Punkt P der Scheibe, während der Fahrstift des Analysators die Kurve befährt und, am Ende der Perioie angelangt, auf der Basis a geradlinig bis zum Anfang der Kurve zurückgeführt wird, eine geschlossene Kurve beschreibt, deren Inhalt, ab- gesehen von einem konstanten Faktor, der gleich 100 gemacht wird, den Koeffizienten An darstellt. Ein anderer Punkt Q derselben Scheibe gibt in derselben Weise den Koeffizienten Bn. ln den Punkt P wird der Fahrstift eines gewöhnlichen Planimeters eingesetzt, so dafs es nur nötig ist, vor und nach dem Umfahren der zu analysierenden Kurve das Planimeter abzulesen. Dem Instrumente sind Scheiben für die 1. bis 11. harmonische Schwingung beigegeben. Ein wesentlicher Vorteil des Instrumentes beruht darin, dafs es für jede beliebige Basis zwischen « = 20 und 360 mm eingestellt werden kann. Das Instrument ist sehr leicht zu handhaben, derart, dafs eine gezeichnet vor- liegende Funktion samt Aufstellung und Adjustierung des Instrumentes bei einiger Übung etwa in einer Stunde bis zur 4. oder 5. Schwingung analysiert werden kann.* Der
Koeffizient — A0 wird natürlich ermittelt, indem man die vorgelegte Kurve direkt 'mit &
dem Planimeter umfährt und die erhaltene Fläche durch a teilt.
Der Analysator wird von der Firma Gebr. Stärzl, München, Amalien str. 28 zum Preise von 120 Mk. geliefert. D R G. M. Ausführliche Darstellung der Theorie und des Gebrauchs vergl. 0. Mader: Ein einfacher harmonischer Analysator mit beliebiger Basis... Elektrotechn. Zeitschr. 1909, Heft 36.
Über ältere Instrumente zur harmonischen Analyse vergl. den Aufsatz won;
0. Henrici im Katalog mathem. und mathem. -physikalischer Modelle, Apparate un#1* Instrumente der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. München 1892, S. 125; ebenda- selbst S. 213 ff.
Der Vortragende teilt einige Versuchsreihen mit, die gewonnen worden sind durch harmonische Analyse einer aus geraden Linien zusammengesetzten Funktion (von
A , . ci a . . a a a . . 3 3
x = 0 bis — y = 0, von x = — bis — i y = x — — , von & = — bis x — y — x — ^ a>
wobei es dann durch Integration möglich ist. "
die Koeffizienten An und Pu analytisch und numerisch (a = 200 mm) zu ermitteln. Der
Funktionsverlauf zeigt dann für x = ^ eine Unstetigkeit ^Sprung von auf —
Die Vergleichung der berechneten’ Koeffizienten mit den durch das Instrument mechanisch ermittelten zeigte, dafs die gröfsten Fehler nur 4 0,3 mm sind. An Unstetigkeitsßtellen
wird die dort vorhandene Ordinate filier die zu = gehörende Ordinate zw^olien ~ ^ befahren, als wäre sie ein Teil der Kurve.
Bauamtmann Dr. A. Schreiber spricht ferner über Logarithmen- papiere und deren Anwendung, sowie über einen Abacus zur Auf- lösung dreigliedriger kubischer Gleichungen.
Diese Papiere sind erst kürzlich von der Firma Schleicher & Schüll, Düren
1. Rheinland, in den Handel gebracht worden Die erste Sorte ist in der einen Richtung linear, d. li. wie gewöhnliches Millimeterpapier, in der anderen Richtung wie eine sogen. Gunterskala (Skala des Rechenschiebers), d. h. logarithmisch geteilt. Die Kurve
y = aekx,
schliefslich von x = a bis 4
2
ö y = o),
y —
und
29
(e Basis der nat. Logarithmen, a und k Konstante) stellt sich auf diesem Papier als gerade Linie dar. Der Vortragende deutet eine Reihe von mathematischen, physikalischen und technischen Anwendungen an.
Die zweite Sorte der Logarithmenpapiere ist in beiden Achsenrichtungen logarith- inisch geteilt. Eine auf solchem Papier gezeichnete Gerade stellt die Kurve
Xm yn = C
dar, wo m, n und C Konstante sind ; eine Schar paralleler Geraden gibt eine Isoplethen- dar Stellung für die Funktion
z = Ä . xm y™ ,
wo A, in imd n Konstante sind. So ist es leicht, sich einen Abacus für graphische Multiplikation und Division herzustellen, der die Gleichung
z = xy
vertritt. Die Schar der hier auftretenden Hyperbeln erscheint auf dem Logarithmen - papier als eine Schar von parallelen Geraden, die auf den Achsen des Logarithmenpapiers (gezählt von dem mit 1 bezifferten Punkte) gleiche Abschnitte hervorbringen. Die Haupt- anwendung finden diese Papiere in der Nomographie (Lehre von den Isoplethendar- stellungen).
Der Vortragende legt schliefslich einen auf logarithmischein Papier der zweiten Sorte entworfenen Abacus zur Auflösung kubischer Gleichungen vor, der auf dem be- kannten Satze beruht, dafs die Abszissen der Schnittpunkte zweier Kurven mit den Gleichungen
y = %?- y=px Wurzeln der kubischen Gleichung
xz — px-\-q — Q (p >> 0, #^0) sind. Die Wurzeln der Gleichung
xz -\-px — cf = 0
ergeben sich aus den beiden Kurven
y — q — xs, y=px (p >» 0, q >- 0).
Der Abacus besteht daher aus zwei einzelnen Teilen und läfst sich infolge der Eigen- schaften des Logarithmenpapiers sehr leicht zeichnen und auf geringen Raum ein- schränken. Die Gleichung
xz-{-px-\-q = 0 (p > 0, q > 0)
kann auf dem Abacus nicht dargestellt werden. Ihre einzige reelle und negative Wurzel findet man aber, indem man die positive Wurzel der Gleichung
xz -\-px — q = 0
aufsucht. In dieser Weise fiudet man auch in anderen Fällen die negativen reellen Wurzeln irgend einer vorgelegten kubischen Gleichung. Durch Wurzelvergröfserung oder Verkleinerung kann man jede reelle Wurzel einer beliebig vorgelegten kubischen Gleichung auf den Abacus bringen.
Vergl. hierzu A. Schreiber: Über Logarithmenpapiere. Zentralblatt der Bau- verwaltung, 1909, Nr. 88, S. 574.
Studienrat Prof. Dr. R. Heger führt Wandtafeln mit Kurven 3. Ordnung vor und gibt eingehende Erläuterungen dazu. (Vergl. Ab- handlung XI.)
VII. Hauptversammlungen.
Am 29. September 1909 fand an Stelle der Hauptversammlung eine Besichtigung der Nähmaschinenfabrik von Clemens Müller in Dresden-N., Grofsenhainerstrafse 1/5, unter Führung der Direktoren der Fabrik statt, an der 28 Mitglieder und Gäste teilnahmen.
30
Achte Sitzung am 28. Oktober 1909. Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. — Anwesend 59 Mitglieder und Gäste.
Ausgelegt sind die Photographien der Adresse, welche der Uni- versität Leipzig zur 500jährigen Jubelfeier von den naturwissen- schaftlichen und verwandten Gesellschaften Sachsens überreicht worden ist.
Hofrat Prof. H. Engelhardt und Bibliothekar A. Richter berichten über die Fortschritte der Katalogisierung der Gesellschafts- bibliothe k.
Prof. Dr. A. Wittin g veranlafst eine kurze Aussprache über die Be- teiligung der Isis an den Bestrebungen, welche auf die Erhaltung der jetzt im Ausstellungspark erbauten Sternwarte für Dresden ge- richtet sind.
Bauamtman'n Dr. A. Schreiber hält einen Lichtbildervortrag über das Stereoskop und die Stereomethoden, sowie deren Anwendung in der Photogrammetrie.
Neunte Sitzung am 25. November 1909. Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. — Anwesend 93 Mitglieder und Gäste.
Hofrat Prof. H. Engelhardt gibt bekannt, dafs der Gesellschaft von einem ungenannten Mitgliede ein Beitrag von 500 Mk. zur Drucklegung eines neuen Bibliothekskataloges geschenkt worden sind.
Hierauf wird die Wahl der Beamten für 1910 vorgenommen. (Vergl. die Zusammenstellung auf S. 32.)
Geh. Rat Prof. Dr. W. Hempel hält einen Experimentalvortrag über elektrische Laboratoriumsöfen.
Zehnte Sitzung am 16. Dezember 1909. Vorsitzender: Hofrat Prof. H. Engelhardt. — Anwesend 47 Mitglieder.
Auf Antrag der Sektion für prähistorische Forschungen wird be- schlossen, die beiden neu erschienenen Zeitschriften für Vorgeschichte:
Prähistorische Zeitschrift, herausgeg. von 0. Schuchhardt, K. Schu- mncher und H. Seger, und
Mannus, Zeitschrift für Vorgeschichte. Organ der Deutschen Ges. für Vorgesch., herausgeg. von G. Kossinna,
für die Gesellschaftsbibliothek zu abonnieren.
Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller teilt mit, dafs die gegenwärtige Zahl der wirklichen Mitglieder 279 beträgt und damit der Höchstbestand an wirklichen Mitgliedern seit Gründung der Gesellschaft (278 im Jahre 1873) überschritten worden ist.
Baurat 0. Göllnitz spricht unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder über die erdmagnetische Vermessung Sachsens und deren Er- gebnisse.
Vergl. Jahrbuch für das Berg- und Hüttenwesen im Königreiche Sachsen, Jhrg. 1909, A, S. 3 ff. Mit 4 Tafeln.
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Yeräiiderungen im Mitgliederbestände.
Gestorbene Mitglieder:
Am 27. November 1908 starb in Paris Dr. Albert Gaudry, früher Professor der Paläontologie am Musee d’liistoire naturelle, Membre de ^Institut, korrespondierendes JVIitglied der Isis seit 1868.
Am 13. September 1909 starb Adelbert Geheeb, privatisierender Apotheker in Freiburg i. Br., korrespondierendes Mitglied seit 1877.
Neu aufgenommene wirkliche Mitglieder:
Guthmann, Louis, Kaufmann in Dresden, am 25. November 1909; Heinich, Rud., Dr. phil., Gymnasiallehrer in Dresden, am 16. De- zember 1909;
Lange, Ernst, Dr. phil., Geh. Schulrat, vortrag. Rat im Kultusministerium in Dresden, am 28. Oktober 1909;
Langenhan, J., Dr. jur., Rechtsanwalt in Dresden,! \rnvpmnpr ,q0q
Riehmer, Ernst, Organist in Leuben b. Dr., J a
Freiwillige Beiträge zur Gesellschaftskasse
zahlten: Dr Amthor, Hannover, 3Mk.; Prof. Dr. Bachmann, Plauen i. V., 3 Mk.; Oberbergrat Prof. Dr. Beck, Freiberg, 3 Mk.; K. Bibliothek, Berlin, 3 Mk. ; naturwissensch. Modelleur Blaschka, Hosterwitz, 3 Mk. ; Apotheker Capelle, Springe, 3 Mk.; Privatmann Eisei, Gera, 3 Mk.; Chemiker Dr. Haupt, Bautzen, 3 Mk. ; Prof. Dr. Hibsch, Liebwerd, 2 Mk. 89 Pf.; Bürgerschullehrer Hofmann, Grofsenhain, 3Mk.; Lehrer Hotten- roth, Gersdorf, 3 Mk.; Prof. Dr. Müller, Pirna, 3 Mk.; Prof. Naumann, Bautzen, 3 Mk. 5 Pf.; Sektionsgeolog Dr. Petrascheck, Wien, 3 Mk. 5 Pf.; Oberlehrer Dr. Raths bürg, Chemnitz, 6 Mk.; Oberlehrer Seidel I, Zschopau, 4 Mk.; Prof. Dr. Sterz el, Chemnitz, 3 Mk. 5 Pf.; Dr. med. Th ümer, Karlshorst, 3 Mk.; Prof. Dr. Umlauf, Hamburg, 6 Mk. 5 Pf. — In Summa 64 Mk. 9 Pf.
G. Lehmann, Kassierer der „Isis“.
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Beamte der Isis im Jahre 1910.
Vorstand.
Erster Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. Zweiter Vorsitzender: Hofrat Prof. H. Engelhardt. Kassierer: Hofbuchhändler G. Lehmann.
Direktorium.
Erster Vorsitzender: Geh. Hofrat Prof. Dr. Fr. Förster. Zweiter Vorsitzender: Hofrat Prof. H. Engelhardt.
Als Sektionsvorstände:
Prof. Dr. E. Lohr mann,
Prof. Dr. F. Neger,
Oberlehrer Dr. P. Wagner,
Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller,
Prof. H. Rebenstorff,
Prof. Dr. A. Witting.
Erster Sekretär: Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller. Zweiter Sekretär: Direktor A. Thiimer.
Verwaltungsrat.
Vorsitzender: Hofrat Prof. H. Engelhardt.
Mitglieder: Geh. Hofrat Prof. H. Fischer,
Bankier A. Kuntze,
Geh. Kommerzienrat L. Guthmann, Privatmann W. Putscher,
Fabrikbesitzer E. Kühnscherf,
Zivilingenieur R. Scheid hau er.
Kassierer: Hofbuchhändler G. Lehmann.
Bibliothekar: Privatmann A. Richter.
Sekretär: Direktor A. Thümer.
Sektionsbeamte.
I. Sektion für Zoologie.
Vorstand: Prof. Dr. E. Lohrmann.
Stellvertreter: Lehrer H. Viehmeyer.
Protokollant: Lehrer G. Dutschmann.
Stellvertreter: Lehrer G. Schönfeld.
II. Sektion für Botanik.
Vorstand: Prof. Dr. F. Neger.
Stellvertreter: Kustos Dr. B. Schorler.
Protokollant: Prof. Dr. A. Saupe.
Stellvertreter: Lehrer E. Herrmann.
33
III. Sektion für Mineralogie und Geologie.
Vorstand: Oberlehrer Dr. P. Wagner.
Stellvertreter: Dr. K. Wanderer.
Protokollant: Dr. E. Ri mann.
Stellvertreter: Oberlehrer A. Geifsler.
IV. Sektion für prähistorische Forschungen.
Vorstand: Hofrat Prof. Dr. J. Deichmüller.
Stellvertreter: Direktor H. Döring.
Protokollant: Oberlehrer 0. Ebert.
Stellvertreter: Oberlehrer M. Klahr.
V. Sektion für Physik und Chemie.
Vorstand: Prof. H. Rebenstorff.
Stellvertreter: Direktor Dr. A. Beythien.
Protokollant: Privatdozent Dr. H. Thiele.
Stellvertreter: Fabrikbesitzer R. Jahr.
VI. Sektion für reine und angewandte Mathematik.
Vorstand: Prof. Dr. A. Witting.
Stellvertreter: Prof. Dr. E. Naetsch.
Protokollant: Bauamtmann Dr. A. Schreiber.
Stellvertreter: Gymnasiallehrer E. Sporbert.
Redaktionskomitee.
Besteht aus den Mitgliedern des Direktoriums mit Ausnahme des zweiten Vorsitzenden und des zweiten Sekretärs.
Bericht des Bibliothekars.
Im Jahre 1909 wurde die Bibliothek der „Isis“ durch folgende Zeit- schriften und Bücher vermehrt:
A. Durch Tausch.
(Die tauschende Gesellschaft ist verzeichnet, auch wenn im laufenden Jahre keine Schriften eingegangen sind.)
I. Europa.
1. Deutschland.
Altenburg : Natur forschende Gesellschaft des Osterlandes.
Annaberg- Buchholz: Verein für Naturkunde.
Augsburg: Naturwissenschaftlicher Verein für Schwaben und Neuburg. — 38. Bericht. [Aa 18.]
Bamberg: Naturforschende Gesellschaft.
Bautzen: Naturwissenschaftliche Gesellschaft „Isis“.
Berlin: Botanischer Verein der Provinz Brandenburg.
Berlin: Deutsche geologische Gesellschaft. — Zeitschr., Bd. 60, Heft 4; Bd. 61, Heft 1 — 3; Monatsberichte 1908, Nr. 8 — 12; 1909, Nr. 1 — 7. [Da 17.]
Berlin: Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. — Zeitschrift für Ethnologie, 40. Jahrg., Heft 6; 41. Jahrg., Heft 1—5. [G 55.]
Bonn: Natur historischer Verein der preussischen Rheinlande, Westfalens und des Reg.-Bez. Osnabrück. — Verliandl., 65. Jahrg. ; 66. Jahrg., 1. Hälfte. [Aa 93.]
Bonn: Niederrheinische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. — Sitzungs- ber., 1908; 1909, 1. Hälfte. [Aa 322.]
Braunschiveig : Verein für Naturwissenschaft.
Bremen: Naturwissenschaftlicher Verein. — Abhandl., Bd. XIX, Heft 3 nebst Beilage. [Aa 2.]
Breslau: Schlesische Gesellschaft für vaterländische Cultur. — 86. Jahresber.
[Aa 46.]
Chemnitz: Naturwissenschaftliche Gesellschaft. Danzig: Naturforschende Gesellschaft.
lerzogl. geologische Landes- Fa 8.]
Darmstadt: Verein für Erdkunde und Gross anstalt. — Notizbl., 4. Folge, 29. Heft.
Donaueschingen: Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar und der angrenzenden Landesteile. — Schriften, XII. Heft. [Aa 174.] Dresden: Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. — Jahresber. 1908 — 1909.
[Aa 47.]
Dresden: K. Sächsische Gesellschaft für Botanik und Gartenbau „Flora“. — Sitzungsber. und Abhandl., Jahrg. 10—1*3. [Ca 26.] — Verzeichnis der Bibliothek. [Je 122.]
Dresden: Verein für Erdkunde. — Mitteil., Heft 8 u. 9, und Mitglieder- verzeichnis 1909. [Fa 6.]
Dresden: K. Sächsischer Altertumsverein. — Neues Archiv für Sächs. Geschichte und Altertumskunde, Bd. XXX. [G 75.]
35
Dresden : Oekonomische Gesellschaft im Königreich Sachsen. — Mitteil., 1908—1909. [Ha 9.]
Dresden : K. Mineralogisch -geologisches Museum.
Dresden : K. Zoologisches und Anthrop.- ethnogr. Museum.
Dresden : K. Oeffentliche Bibliothek.
Dresden : K. Tierärztliche Hochschule. - — Bericht für das Jahr 1908, n. F., III. [Ha 26 b.] — Bericht über das Veterinär wesen in Sachsen, 53. Jahrg. [Ha 26.]
Dresden : K. Sächsische Technische Hochschule. — Bericht für das Studien- jahr 1907 — 1908 und 1908—1909; Verzeichnis der Vorlesungen und Uebungen samt Stunden- und Studienplänen, S.-S. 1909, W.-S. 1909 bis 1910. [Je 63.] — Personalverz. Nr. XXXIX — XL. [Je 63b.] Dresden'. K. Sächs. Landeswetterwarte. — Deutsches meteorolog. Jahrbuch für 1904, II. Hälfte, und 1905, I. Hälfte. [Ec 57.] — Dekaden Monats- berichte, Jahrgang XI. [Ec 57 c.]
Dürkheim : Naturwissenschaftlicher Verein der Rheinpfalz „Pollichia“. — Mitteil. LXV, Nr. 24. JAa56.]
Düsseldorf : Naturwissenschaftlicher Verein.
Elberfeld : Naturwissenschaftlicher Verein. — Jahresber., 12. Heft. [Aa 235. J Emden\ Naturforschende Gesellschaft. — 93. Jahresber. [Aa-48.]
Emden : Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer. Erfurt: K. Akademie gemeinnütziger Wissenschaften. — Jahrbücher, XXXIV. Heft. [Aa 263.]
Erlangen: Physikalisch -medizinische Sozietät. — Sitzungsberichte, 39. u. 40. Bd. [Aa 212.] — Festschrift zur Feier des lOOiährigen Bestehens. [Aa 21.2 b.]
Frankfurt a. M.: Senckenbergische naturforschende Gesellschaft. — Bericht für 1909. [Aa 9 a.]
Frankfurt a. M.: Physikalischer Verein. — Jahresbericht für 1907 — 1908.
[Eb 35.] — Der Neubau und seine Eröffnungsfeier 1908. [Eb 35b.] Frankfurt a. O.: Naturwissenschaftlicher Verein des Regierungsbezirks Frankfurt.
Freiberg: K. Sächsische Bergakademie. — Programm für das 143. Studien- jahr. [Aa 323.]
Freiburg i. Br.: Badischer Landesverein für Naturkunde. — Mitte^., Nr. 226 — 244. [Aa 346.] — Mitteil, des badischen botanischen Vereins, Nr. 51 — 225 und 4 Beilagen. [Ca 31.]
Fulda: Verein für Naturkunde. — IX. Bericht. [Aa 22b.]
Gera: Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften.
Giessen: Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. — 3. u. 4. Bericht der medizinischen Abteil.; Bericht der naturwissensch. Abt. Bd. 2. [Aa 26.]
Görlitz: Naturforschende Gesellschaft. — AbUandlungen' Bd. 2*6. [Aa 3.] Görlitz: Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften. — Codex diplo- maticus Lusatiae superioris, Bd. 81, Heft 5; Neues Lausitzisches Magazin, Bd. 85. [Aa 64.] — W. Scheibe: Die baugeschichtliche Ent- wicklung von Kamenz. [G 158.] — R. Doehler: Geschichte der Ritter- güter und Dörfer Lomnitz und Bohra. [G 159.] — W. Steitz: Friedrich von Uechtritz als dramatischer Dichter. [Ja 102.]
Görlitz: Gesellschaft für Anthropologie und Urgeschichte der Oberlausitz. — Jahreshefte, Bd. II, Heft 3—4. [G 113.]
36
Greifswald'. Naturwissenschaftlicher Verein für Neu- Vorpommern und Rügen. — Mitteil., 40. Jahrg. [Aa 68.]
Greifsivald : Geographische Gesellschaft. — XI. Jahresbericht. [Fa 20.] Greiz : Verein der Naturfreunde.
Guben : Niederlausitzer Gesellschaft für Anthropologie und Urgeschichte. — Mitteil., X. Bd., Heft 5 — 8. [G 102.]
Güstroiv : Verein der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg. — Archiv, Jahrg. 62, Abt. II mit Anhang, u. Jahrg. 63, Abt. I. [Aa 14.] Halle a. S.: Naturforschende Gesellschaft.
Halle a. S.: Kais. Leopoldino-Carolinische Deutsche Akademie. — Leopoldina, Heft XLV. [Aa 62.]
Halle a. S.: Sachs. -Thüring. Verein für Erdkunde. — Mitteil., 32. Jahrgang. [Fa 16.]
Hamburg: Wissenschaftliche Anstalten. — Jahrbuch, XXV. Jahrg. mit Beiheft 1—7. [Aa 276.1
Hamburg : Naturwissenschaftlicher Verein. — Verhandl., III. Folge, 16. Heft. [Aa 293 b.]
Hamburg: Verein für naturwissenschaftliche Unterhaltung.
Hanau: Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde. J£^wnover:,-NaturhistoHsche Gesellschaft.
Hannover :r Geographische Gesellschaft. — 4. u. 5. Nachtrag zum Kataloge der Stadtbibliothek, 1906. [Fa 18.]
Heidelberg: Naturhistorisch -medizinischer Verein. — Verhandl., Bd. VIII, Heft 5; Bd. IX; Bd. X, Heft 1—2. [Aa 90.]
Hof: Nordoberfränkischer Verein für Natur-, Geschichts- und Landeskunde. — - V. Bericht. [Aa 325.]
Karlsruhe: Naturwissenschaftlicher Verein. — Verhandl., Bd. 21. [Aa 88.] Karlsruhe: Badischer zoologischer Verein. — Mitteilungen, Nr. 18. [Ba 27.] Kassel: Verein für Naturkunde. — Abhandl. u. Bericht Nr. LII. [Aa 242.] Kassel: Verein für hessische Geschichte und Landeskunde. — Zeitschrift,
Bd. 43. [Fa 21.]
Kiel: Naturwissenschaftlicher Verein für Schleswig-Holstein.
Köln : • Redaktion der Gaea.
Königsberg i. Pr.: Physikalisch - ökonomische Gesellschaft. — Schriften, % 49. Jahrg. [Aa 81.]
Königsberg i. Pr.: Altertums -Gesellschaft Prussia.
Krefeld: Verein für Naturkunde. — Mitteilungen 1909. [Aa 329.]
Landshut : Naturwissenschaftlicher Verein.
Leipzig: Naturforschende Gesellschaft. — Sitzungsberichte, 34. u. 35. Jahr- gang. [Aa 202.]
Leipzig: K. Sächsische' Gesellschaft der Wissenschaften. — Berichte über die Verhandl., mathem.-phys. Klasse, LX. Bd., Heft 6 — 8; LX1. Bd., Heft 1 — 3/ {Aa 296.] *
Leipzig: K. Sächsische geologische Landesuntersuchung. — Erläuterungen zu Sektion Rosswein-Nossen (Bl. 63), 2. Aufl., und zu Sektion Franken- berg-Hainichen (Bl. 78), 2. Aufl. [De 146.]
Leipzig: Städtisches Museum für Völkerkunde. — Jahrb., Bd. 2. [G 155.]
Lübeck: Geographische Gesellschaft und naturhistorisches Museum. — Mitteil., 2. Reihe, Heft 22 u. 23. [Aa 279b.]
Lüneburg: Naturwissenschaftlicher Verein für das Fürstentum Lüneburg.
Magdeburg: Naturwissenschaftlicher Verein.
37
Magdeburg : Museum für Natur- uncl Heimatkunde. — Abhandl. u. Berichte, Band I, Heft 4. [Aa 342.]
Mainz: Bömisch -germanisches Centralmuseum. — Mainzer Zeitschrift, Jahrg. 1907. [G 145a.] — Röm.-germ. Korrespondenzbl., 1. Jhrg. [G153.] Mannheim : Verein für Naturkunde.
Marburg: Gesellschaft zur Beförderung der gesamten Naturwissenschaften.
— Sitzungsber., Jahrg. 1908. [Aa 266.]
Meissen: Naturwissenschaftliche Gesellschaft „Isis“.
München: Bayerische botanische Gesellschaft zur Erforschung der hei- mischen Flora. — Mitteil., Bd. II, Nr. 9 — 13; Berichte, Bd. XII, Heft 1. [Ca 29.]
München: Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein. — Mitteil., Jahrg.
1909. [Fa 28.] — Zeitschrift, Bd. XXXIX. [Fa 28b.]
Münster: Westfälischer Provinzialverein für Wissenschaft und Kunst. — 36. u. 37. Jahresbericht. [Aa 231.]
Neisse: Wissenschaftliche Gesellschaft „Philomathie“. — 34. Bericht. [Aa 28.]
Nürnberg: Naturhistorische Gesellschaft.
Offenbach: Verein für Naturkunde. — 43. — 50. Bericht nebst Ergänzung. [Aa 27.]
Osnabrück: Naturwissenschaftlicher Verein.
Passau : Naturwissenschaftlicher Verein.
Posen: Deutsche Gesellschaft für Kunst u. Wissenschaft. — Zeitschr. der naturwissenschaftl. Abteilg., XV. Jahrg.] Heft 3 — 5; XVI. Jahrg., Heft 1 bis 5. [Aa 316.]
Regensburg: Naturwissenschaftlicher Verein.
Reaensburq: K. Bayer, botanische Gesellschaft. — Denkschriften, n. F., LV. Bd. [Cb 42.]
Reichenbach i. V.\ Verein für Natur- u. Altertumskunde. — VI. Bericht. [Aa 29.]
Reutlingen: Naturwissenschaftlicher Verein.
Schneeberg: Wissenschaftlicher Verein.
Stettin: Ornithologischer Verein.
Stuttgart: Verein für vaterländische Naturkunde in Württemberg. — Jahres- hefte, Jahrg. 64, mit 2 Beilagen. [Aa 60.]
Stuttgart: Württembergischer Altertums verein.
Tharandt: Redaktion der landwirtschaftlichen Versuchsstationen. — Land- wirtsch. Versuchsstationen, Bd. LX1X, Heft 5—6; Bd. LXX; Bd. LXXI. [Ha 20.]
Thorn: Coppernicus -Verein für Wissenschaft und Kunst. — Mitteil., 16. Heft. [Aa 145.J
Trier: Gesellschaft für nützliche Forschungen. — Jahresber., n. F., I. [Aa 262.]
Tübingen: Universität. — Württembergische Jahrbücher für Statistik und Landeskunde, Jahrg. 1908, Heft II; Jahrg. 1909, Heft I. [Aa 335.] Ulm: Verein für Mathematik und Naturwissenschaften.
Ulm: Verein für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben. — Mitteil., Heft 13—16. [G 58.]
Weimar: Thüringischer botanischer Verein. — Mitteil.^ n. F., Heft 24 u. 25. [Ca 23.]
Wernigerode: Naturwissenschaftlicher Verein des Harzes.
38
Wiesbaden: Nassauischer Verein für Naturkunde. — Jahrbücher, Jahrg. 62. [Aa 43.]
Würzburg : Physikalisch-medicinische Gesellschaft. — Sitzungsberichte, Jahrg. 1907 und Jahrg. 1908, Nr. 1 — 6. [Aa 85.]
Zerbst : Naturwissenschaftlicher Verein.
Zwickau : Verein für Naturkunde.
2. Österreich-Ungarn.
Aussig : Naturwissenschaftlicher Verein.
Bistritz : Gewerbelehrlingsschule. — XXXIII. Jahresbericht. [Je 105.] Brünn: Naturforschender Verein. — Verhandl., Bd. XLVI. [Aa 87.] Brünn: Lehrerverein, Klub für Naturkunde. — IX. Bericht. [Aa 330.] Budapest: Ungarische geologische Gesellschaft. — FöldtaniKözlöny, XXXVIII.
köt., 11. — 12. füz.; XXXIX. köt., 1. — 5. füz. [Da 25.]
Budapest: K. Ungarische naturwissenschaftliche Gesellschaft, und:Ungarische Akademie der Wissenschaften.
Graz: Naturwissenschaftlicher Verein für Steiermark. — Mitteilungen, Jahrg. 1908. [Aa 72.]
Hermannstadt: Siebenhür gisch er Verein für Naturwissenschaften. — Ver- handl. u. Mitteil., Jahrg. LVilL [Aa 94.]
Iglo: Ungarischer Karpathen -Verein. — Jahrb., Jahrg. XXXVI. [Aa 198.] Innsbruck: Naturwissenschaftlich -medizinischer Verein.
Klagenfurt: Naturhistorisches Landesmuseum für Kärnten. — Jahrbuch, Heft 28. [Aa 42.] — Carinthia II, Mitteil., Jahrg. 98, Nr. 4 — 6; Jahr- gang 99, Nr. 1 — 5. [Aa 42b.]
Laibach: Musealverein für Krain.
Linz: -Verein für Naturkunde in Oesterreich ob der Enns.
Linz: Museum Francisco -Carolinum. — 67. Bericht nebst der 61. Lief, der Beitr. zur Landeskunde von Österreich ob der Enns. [Fa 9.]
Olmütz: Naturwissensch. Sektion des Vereins „Botanischer Garten“. Hag: Deutscher naturwissenschaftlich -medizinischer Verein für Böhmen „Lotos“. — Naturwissenschaft!. Zeitschr. „Lotos“, Bd. 56. [Aa 63.] Prag: K. Böhmische Gesellschaft der Wissenschaften. — Sitzungsber., mathem.- naturwissensch. Kl., 1908. [Aa 269.] — Jahresber. für 1908. [Aa 270.]
Prag: Gesellschaft des Museums des Königreichs Böhmen. — Bericht 1908.
[Aa 272.] — Pamätky archaeologicke , dil. XXIII, ses. 4 — 6. [G 71.] Prag: Lese- und Redehalle der deutschen Studenten. — 59. u. 60. Bericht. [Ja 70.]
P*ag: »Ceska Akademie Cisafe Frantiska Josefa. — Rozpravy, trida II, roenik XVII. [Aa 313.] — Bulletin international, XII. u. XIII. annee. [Aa 313b.] — B. Nemec: Anatomie a Fysiologie Rostlin, 1. Bd., 2. Hälfte. [Cc 76.]
Presburg: Verein für Heil- und Naturkunde. — Verhandl., Bd. XVIII u. XIX. [Aa 92.]
~Reichenberg : Verein der Naturfreunde. — Mitteilungen, Jahrg. 39. [Aa 70.] Salzburg: Gesellschaft für Salzburger Landeskunde.
Temesvar : Südungarische Gesellschaft für Naturwissenschaften. — Termes- zettudomänyi Füzetek, XXXII. evol., füz. 3 — 4; XXXIII. evol., füz. 1. [Aa 216.]
39
Trencsin: Naturwissenschaftlicher Verein des Trencsiner Komitates. Triest: Museo civico di storia naturale.
Triest : Societä Adriatica di scienze naturali.
Wien: Kais. Akademie der Wissenschaften. — Anzeiger, 1908. [Aa 11.] Wien: Verein zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse. — Schriften, Bd. XLIX. [Aa 82.]
Wien: K. k. naturhist. Hofmuseum. — Annalen, Bd.XXII, Nr. 2—4; Bd.XXLlI, Nr. 1—2. [Aa 280.]
Wien: Anthropologische Gesellschaft.
Wien: K. k. geologische Beichsanstalt. — Verhandl., 1908, Nr. 15 — 18; 1909, Nr. 1 — 9. [Da 16.] — Jahrbuch, Bd. LVIII, Heft 4; Bd. L1X, Heft 1 — 2. [Da 4.] — Abhandl., Bd. XXI, Heft 1. [Da 1.]
Wien: K. k. zoologisch-botanische Gesellschaft — Verhandl., Bd. LVIII. [Aa 95.]
Wien: Naturwissenschaftlicher Verein an der Universität.
Wien: K. k. Zentral- Anstalt für Meteorologie und Geodynamik. — Jahr- bücher, Jahrg. 1907. — Offizielle Publikation Nr. III u. Nr. IV; all- gemeiner Bericht und Chronik der 1906 und 1907 in Oesterreich beobachteten Erdbeben. [Ec 82.]
3. Rumänien.
Bukarest: Observatoire astronomique et meteorologique de Roumanie. — Buletinul lunar, anul XVII und XVIII. [Ec 75 b.J
4. Schweiz.
Aarau: Aargauische naturforschende Gesellschaft.
Basel: Natur forschende Gesellschaft. — Verhandl., Bd. XX, Heft 1 u. 2. [Aa 86.]
Bern: Naturforschende Gesellschaft. — Mitteil., Nr. 1665—1700. [Aa 254.] Bern: Schweizerische botanische Gesellschaft.
Bern: Schweizerische naturforschende Gesellschaft. — Verhandl. der 91. Jahresversamml. [Aa 255.]
Chur: Naturforschende Gesellschaft Graubiindens. — 51. Jahresber. [Aa51,] Frauenfeld: Thurgauische naturforschende Gesellschaft.
Freiburg : Societe Fribourgeoise des Sciences naturelles. — Bulletin, vol. XVI. [Aa264.] — Memoires: Botanik, Bd. III, Heft 1; Chemie, Bd. III, Heft 2; Geologie u. Geographie, Bd. VI; Bakteriolgie, Bd. I, Heft 1. [Aa 264b.] St. Gallen: Naturwissenschaftliche Gesellschaft. — Jahrbuch für 1907. [Aa 23.]
Lausanne: Societe Vaudoise des Sciences naturelles. — Bulletin, 5. ser., vol. XLIV, no. 164; vol. XLV, no. 165- 166. [Aa 248.]
Neuchatel: Societe Neuchäteloise des Sciences naturelles. — Bulletin, tome XXXV. [Aa 247. J
Schaffhausen: Schweizerische entomologische Gesellschaft. — Mitteil., Bd. XI, Heft 9 u. 10. [Bk 222.]
Sion : La Murithienne, societe Valaisanne des Sciences naturelles. Winterthur: Naturwissenschaftliche Gesellschaft. — Mitteil., Heft 7. [Aa331.] Zürich: Naturforschende Gesellschaft. — Viertel] ahrsschr., Jahrg. 53; Jahrg. 54, Heft 1 — 2. [Aa 96.1
40
5. Frankreich.
Amiens : Societe Linneenne du nord de la France.
Bordeaux : Societe des Sciences physiques et naturelles. — Memoires, ser, 6, tome IV, cah. 1 u. 2. [Aa 253.] — Proces-verbaux, annee 1907 — 1908. [Aa 253b.] — Observations pluviometriques et thermometriques 1904 bis 1905; Bulletin de la Commission meteorologique du departement de la Gironde 1907, II. partie. [Ec 106.]
Cherbourg: Societe nationale des Sciences naturelles et mathematiques. — Memoires, tome XXXVI. [Aa 137.]
Dijon : Academie des Sciences, arts et belles lettres.
Le Mans : Societe d’agriculture, Sciences et arts de la Sarthe.
Lyon : Societe Linneenne.
Lyon: Societe d’agriculture, Sciences et industrie. — Annales 1907. [Aa 133.] Lyon: Academie des Sciences, belles -lettres et arts.
Paris: Societe zoologique de France. — Bulletin, tome XXX11I. [Ba 24.] Ä Toulouse: Societe Frangaise de botanique.
6. Belgien.
Brüssel: Societe royale zoologique et malacologique de Belgique. — Annales, tome XLIII. [Bi l.j
Brüssel: Societe entomologique de Belgique. — Annales, tome 52. [Bk 13.] — Memoires, tome XVII. [Bk 13b.]
Brüssel: Societe Beige de geologie, de paleontologie et d’hydrologie. — Proces-verbaux, tome XXII, Aug. — Dez.; tomeXXHI, Jan. — Jun. [Da34.] Brüssel: Societe royale de botanique de Belgique. — Bulletin, tome 45. [Ca 16.] — Essai de geographie botanique des districts littoraux et alluviaux de la Belgique par J. Massart. [Cd 134.]
Gembloux: Institut chimique et bacteriologique.
Lüttich: Societe geologique de Belgique. — Annales, tome XXX, livr. 4; tome XXXIII, livr. 4; tome XXXV, livr. 3— 4; tome XXXVI, livr. 1. [Da 22.]
7. Holland.
Cent: Kruidkundig Genootschap „Dodonaea“.
Groningen \ Natuurkundig Genootschap. — Verslag 108. [Je 80.] Hartem: Musee Teyler. — Archives, ser. II, vol. XI, p. 3. [Aa 217.] — Catalogue du cabinet numismatique, 2. Ausg. [Je 123.]
Hartem: Societe Hollandaise des Sciences. — Archives Neerlandaises des Sciences exactes et naturelles, ser. II, tome XIV. [Aa 257.]
8. Luxemburg.
Luxemburg: Institut grand-ducal.
Luxemburg: Gesellschaft Luxemburger Naturfreunde. — Monatsberichte, I. u. II. Jahrg. [Aa 347.]
9. Italien.
Brescia: Ateneo. — Commentari per l’anno 1908; Index 1808 — 1907. [Aal99.] Catania: Accademia Gioenia di scienze naturale. — Atti, ser. IV, vol. XX, u.ser. V, vol.I. [Aal49.] — ßollettino, 1909, 2. ser., fase. 5 — 9. [Aal49b.] Florenz : Societa entomologica Italiana. — Bullettino, anno XL, trimestre I— II. [Bk 193.]
41
Mailand : Societä Italiana di scienze naturali.
Mailand'. R. Instituto Lombardo di scienze e lettere. — Rendiconti, ser. 2, yoI. XLI, fase. 17 — 20; vol. XLII, fase. 1 — 15. [Aa 161.]
Modena : Societä dei naturalisti e materaatici. — Atti, ser. IV, vol. VII — X. [Aa 148.]
Padua : Accademia scientifica Veneto-Trentino-Istriana.
Palermo'. Societä di scienze naturali ed econoraicbe. — Giornale, vol. XXVI. [Aa 334.]
Parma: Redaktion des Bullettino di paletnologia Italiana. — Bullettino, anno XXXIV, no. 9 — 12; anno XXXV, no. 1 — 4. [G 54.]
Pisa: Societä Toscana di scienze naturali. — Processi verbali, vol. XVIII, no. 1— 4; Memorie, vol. XXIV. [Aa 209.]
Rom: Accademia dei Lincei. — Atti, Rendiconti, vol. XII, 2. sein., fase. 11 — 12; Rendic. sol. d. 6. giugno 1909; Rendic., vol. XVII I, 1. sem.; 2. sem., fase. 1 — 10. [Aa 226.]
Turin: Societä meteorologica Italiana. — Bolletino bimensuale, vol. XXVII, no. 7 — 12; vol. XXVIII, no. 1 — 6, 10 — 12; Bolletino meteorologico e geodinamico delFosservatorio dei Real Collegio Carlo Alberto, Monca- lieri, 1909, Jun. — Dez.; 1908, Jan. — Nov. [Ec 2.]
Venedig : R. Instituto Veneto di scienze, lettere e arti.
Verona: Accademia d’agricoltura, scienze, lettere, arti e commercio di Verona. — Atti e Memorie, ser. IV, vol. VIII e 2 append.; vol. IX. [Ha 14.]
10. Grofsbritannien und Irland.
Dublin: Royal Irish academy. — Proceedings, vol. XXVII, sect. A, no. 10 — 12;
sect. B, no. 6 — 11. [Aa 343.]
Dublin: Royal geological society of Ireland.
Edinburg: Geological society. — Transactions, vol. IX, p. 3 u. 4. [Da 14.] Edinburg: Scottish meteorological society.
Glasgow: Natural history society.
Glasgow: Geological society.
Manchester: Geological and mining society.
Newcastle-upon-Tyne: Natural history society of Northumberland, Durliam and Newcastle-upon-Tyne.
11. Schweden.
Stockholm: Entomologiska Föreningen. — Entomologisk Tidskrift, Arg. 29. [Bk 12.]
Stockholm: K. Vitterhets Historie och Antiqvitets Akademien. — Antik- varisk Tidskrift för Sverige, Del. XVIII, H. 2. [G 135.] — Fornvännen meddelanden 1907 und 1908. [G 135 c ]
Upsala: Geological Institution of the university.
12. Norwegen.
Bergen: Museum. — Aarbog 1908, 3. Heft; 1909, 1. — 2. Heft; Aarsberet- ning 1908. [Aa 294.]
Christiania : U niversität.
Christiania: Foreningen til Norske fortidsmindesmärkers bevaring. — Aarsberetning 1908. [G 2.]
42
Ghristiania : Redaktion des Nyt Magazin for Naturvidenskaberne. — Nyt Mag., Bind 47, Heft 1—3. [Aa 340.]
Tromsoe : Museum. — Aarshefter 29. [Aa 243.]
13. Rufsland.
Ekatharinenburg: Societe Ouralienne d’amateurs des Sciences naturelles.
— Bulletin, tome XXVIII. [Aa 259.]
Helsingfors : Societas pro fauna et flora fennica. — Acta, vol. 24, 29 — 32.
[Ba 17.] — Meddelanden, Heft 33 — 35. [Ba 20.]
Kharkoff: Societe des Sciences physico-chimiques. — Travaux, tome XXXV;
Register zu XXXIV; Supplements, fase. XXI. [Aa 224.]
Kiew : Societe des naturalistes.
Moskau : Societe imperiale des naturalistes. — Bulletin, 1907, no. 4. [Aa 134.] ^
Odessa: Societe des naturalistes de la Nouvelle-Russie. — Memoires, tome XXX 11. XXXI. [Aa 256.]
Petersburg: Kais, botanischer Garten. — Acta horti Petropolitani, tome XXVIII, fase. 2; tome XXIX, fase. 2; tome XXX, fase. 1. [Ca 10.] Petersburg: Comite geologique. — Bulletins, XXVII, no. 4 — 10. [Da 23.] — Memoires, nouv. ser., livr. 36, 43 — 50. [Da 24.]
Petersburg: Physikalisches Zentralobservatorium. — Annalen 1905. [Ec 7.] Petersburg: Academie imperiale des Sciences. — Bulletins, Jahrg. 1908, Nr. 18, u. Jahrg. 1909, no. 1—17. [Aa 315.]
Petersburg: Kaiserl. mineralogische Gesellschaft. — Verhandl., Bd. 45; Bd. 46, Lief. 1. [Da 29.] — Materialien zur Geologie Rufslands, Bd. XXIII, Lief. 2; Bd. XXIV. [Da 29 b.| — Travaux de la section geologique du cabinet de Sa Majeste, vol. VII. [Da 29c.]
Riga: Naturforscher -Verein. — Korrespondenzblatt LI u. LII. [Aa 34.]
IX. A m e r i k a.
1. Nordamerika.
Albang: University of the state of New- York. — State Museum report, no. 60, p. 1 — 3, 5; no. 61, p. 1 — 3. [xYa 119.]
Baltimore: John Hopkins university. — University circulars, vol. XXIII, no. 209 — 218. [Aa278.] — American journal of mathematics, vol. XXX, no. 3—4; vol. XXXI, no. 1 — 3. [Ea 38.] — American Chemical journal, vol. 40; vol. 41; vol. 42, no. 1. [Ed 60.] — Studies in histor. and politic. science, ser. XXVI, no. 11 — 12; ser. XXVII, no. 1 — 7. [Fb 125.] — American journal ofphilology, vol. XXIX, no. 3 — 4; vol. XXX, no. 1 — 2. [Ja 64.]
Berkeley: University of California. — Department of geology: Bulletin, vol. V, no. 12—17. [Da 31.] — Botany, vol. III, pag. 303- 395. [Da 31c.] — Zoology, vol. 5, no. 2 — 3; vol. 6, no. 2. [Da 31 d.] — Phvsiology, vol. III, pag. 87-94. [Da31e.]
Boston: American academy of arts and Sciences. — Proceedings, new ser., vol. XLIV, no. 1 — 26; vol. LXV, no. 1—2. [Aa 170.]
43
Boston : Society of natural history. — Proceedings, vol. 34, no. 1 — 4.
[Aa 111.] — Occasional papers, vol. Y1I, no. 8 — 10. [Aa 111b.] Buffalo : Society of natural Sciences. — Bulletin, vol. IX, no. 2. [Aa 185.] Cambridge : Museum of comparative zoology. — Bulletin, vol. LI I, no. 6-13; vol. LIII, no. 2—4. [Ba 14.]
Chicago : Academy of Sciences. — Bulletin, no. VII, pt. 1; Natural History survey, bulletin, vol. III, no. 1—2. [Aa 123b.]
Chicago'. Field Columbian museum. — Publications, no. 129, 133, 134. [Äa 324.]
Bavenport'. Academy of natural Sciences. — Proceedings, vol. XII, pag. 95—222. [Aa 219.]
Halifax : Nova Scotian institute of natural Science. — Proceedings and transactions, vol. XI, p. 3 u. 4; vol. XII, p. 1. [Aa 304.]
Lawrence'. Kansas university. — Science bulletin, vol. IV, no. 7 — 20. [Aa 328.]
Madison : Wisconsin academy of Sciences, arts and letters. — Transactions, vol. XVI, p. 1. [Aa 206.]
Mexiko : Sociedad cientifica ,, Antonio Alzate“. — Memorias y Bevista, tomo XXV, no. 4 — 8; tomo XXVI, no. 10 — 12; tomo XXV II, no. 1—3. [Aa 291.]
Mihvaukee: Public museum of the city of Milwaukee.
Milwaukee: Wisconsin natural history society. — Bulletin, new ser., vol. VI, no. 3—4; vol. VII, no. 1-2. [Aa 233.]
Montreal: Natural history society.
Neiv-Haven: Connecticut academy of arts and Sciences. — Transactions, vol. XIV, pag. 59 — 290; vol. XV. [Aa 124.]
New- York: Academy of Sciences. — Annals, vol. XVIII, p. 3. [Aa 101.] Philadelphia: Academy of natural Sciences. — Proceedings, vol. LX, p. 3; vol. LXI, p. 1. [Aa 117.]
Philadelphia: American philosophical society. — Proceedings, vol. XLVII, no. 190; vol. XL VIII, no. 191-192. [Aa 283.]
Philadelphia: Wagner free institute of Science.
Philadelphia: Zoological society. — Annual report 37. [Ba 22.] Pochester: Academy of Science.
Pochester: Geological society of America. — Bulletin, vol. XIX. [Aa 28.] Salem: Essex Institute.
San Francisco: California academy of Sciences. — Proceedings, 4. ser., vol. III, pag. 41 — 48. [Aa 112.]
St. Louis: Academy of Science.
St. Louis: Missouri botanical garden. — Annual report 1908. [Ca 25.] Topeka: Kansas academy. of Science.
Toronto: Canadian institute. — Transactions, vol. VIII, p. 3. [Aa 222b.] Tufts College. — Studies, vol. 11, no. 3. [Aa 314.]
Washington: Smithsonian Institution. — Annual report 1907. [Aa 120.] — Report of the U. S. national museum 1908. [Aa 120c.] Washington: United States geological survey. — Annual report, no. XXIX. [De 120.] - Bulletin, no. 341, 347, 349, 351—380, 382-385, 387, 388, 394. [De 120b.] — Professional papers, no. 58—61, 63. [De 120e.] — Water-supply papers, no. 219 — 226, 228—231, 234. [De 120 f. | — Mineral resources of the United-States, 1907, p. I u. II. [Db 81.] Washington: Bureau of education.
44
2. Südamerika.
Buenos- Air es: Museo nacional. — Anales, ser. 3, tomo X. [Aa 147.] Buenos- Aires: Sociedad cientificä Argentina. — Anales, tomo LXVI, entr.
2 — 6; tomo LXV1I; tomo LXVIII, entr. 1. [Aa 230.]
Cordoba: Academia nacional de ciencias. — Boletin, tomo XVIII, entr. 3a. [Aa 208.]
La Plata: Museum. — Revista, tomo XII — XV. [Aa 308.] — Anales, ser. 2, tomo I, entr. 1 — 2. [Aa 308 b.]
Montevideo : Museo nacional. — Anales, vol. VII [Flora Uruguaya, tomo IV, entr. 1], [Aa 326.]
Rio de Janeiro : Museo nacional.
San Jose: Instituto fisico-geografico y del museo nacional de Costa Rica. Sao Paulo : Commissao geographica e geologica de S. Paulo. — Carta topo- graphica, folha Braganga, folha St. Bento. [Aa 305 a.] — Dados clima- tologicos, ser. 2, no. 4 — 7. [Aa 305 b.]
Santiago de Chile : Deutscher wissenschaftlicher Verein.
III. Asien.
Batavia : K. natuurkundige Vereeniging. — Natuurk. Tijdschrift voor Nederlandsch Indie, Deel 68. [Aa 250.]
Calcutta : Geologica! survey of India. — Memoirs, vol. XXXIV, p. 4; vol. XXXVII, p. 1-3. [Da 8.] — Records, vol. XXXVII, p. 2-4; vo! XXXVIII, p. 1—2. [Da 11.] — Palaeontologia Indica, new ser., vol. II, no. 4 — 5; vol. III, no. 3; vol, VI, no. 1. [Da 9.] — Annual report of the board of scientific advise for India, 1906—1907, 1907 — 1908. [Da 18b.] — G. Burrard and II. Hayden: A sketch of the geography and geology of the Iiimalaya mountains and Tibet, part IV. [Fb 147.J Tokio: Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasiens. — Mitteilungen, Bd. XI, Teil 3 u. 4; Bd. XII, Teil 1. [Aa 187.]
IV« Australien.
Melbourne : Mining department of Victoria. — Annual report of the secretary for mines 1908. [Da 21.]
B. Durch Geschenke.
Arldt, Th.: Die Ausbreitung einiger Arachnidenordnungen. Sep. 1908. [Bb 47.]
Arldt , Th.: Die Ausbreitung der terricolen Oligochäten im Laufe der erd- geschichtlichen Entwicklung des Erdreliefs. Sep. 1908. [Bb 68 f.] Arldt , Th.: Wirkung des Insellebens auf einige Tiergruppen. Sep. 1908. [Bb 68g.]
Arldt, Th.: Die erste Ausbreitung des Menschengeschlechtes. Sep. 1909. [Bd 35 b.]
Arldt, Th.: Die Bedeutung der kambrischen Fauna für die Entwicklungs- geschichte. Sep. 1909. | Db 152 b.]
45
Arldt, Th.: Die Simrothsclie Pendulationstheorie. Sep. aus dem Archiv für Naturgeschichte. 1909. [Fb 145 g.]
Arldt, Tli.: Die Simrothsche Pendulationstheorie. Sep. aus Gerland u.
Rudolph’s Beiträgen zur Geophysik, Bd. X, Heft 2. [Fb 145h.] Bureau, deutsches, der Internationalen Bibliographie in Berlin: Biblio- graphie der deutschen naturwissenschaftl. Litteratur, Bd.XI, Nr. 28 — 30. [Je 121.]
Centralblatt, botanisches: Beihefte, Bd. XXIV, Abt. 1, Heft 2 und Abt. 2, Heft 1. [Ca 30.]
Dathe, E.: Gliederung und spezielle Entwicklung der Cuseler Schichten zwischen Waldenburg und Friedland und bei Albendorf in Schlesien. Sep. 1908. [De 196t.]
Dathe, E.: Kugelporphyre südöstlich von Waldenburg in Schlesien. Sep. [De 196u.]
Dieterich, K.: Zur Pharmadiakosmie und chemischer Analyse der Hausen- und Fischblasen. — Abhandl. zur Erlangung der Lehrberechtigung an der K. Sachs. Tierärztlichen Hochschule zu Dresden. [Ed 90.] Dörfler, J.\ Botaniker-Adrefsbuch, 3. Aufl., Wien, 1909. [Je 120.] Elberfeld: Bericht über die Tätigkeit des chemischen Untersuchungsamtes für das Jahr 1908. [Hb 140.]
Engelhardt, H.: Tertiärpflanzen von Foca in Südostbosnien. Sep. 1909. [Dd 94 dd.]
Etzoldt, Fr.: Die Erdbebenwarte. Sep. 1909. [Ec 100f.]
Freiberg i. S.: Geologische Gesellschaft. — 2. Jahresber. |Da36.]
Fries, Th.: Breef och skrifvelser af och tili Carl v. Linnee, III. Teil. [Jb 99.]
Geinitz, E.: XX. Beitrag zur Geologie Mecklenburgs. [De 217u.|
Göllnitz, 0.: Die magnetische Vermessung des Gebietes des Königreichs Sachsen. — II. Mitteil. Sep. 1909.
Gutzmer, A.\ Bericht über die Tätigkeit des Deutschen Ausschusses für den mathematischen und naturwissenschaftl. Unterricht im Jahre 1908. Sep. [Ja 99.]
Herrmann, E.: Die Doppelgänger unter den Pilzen. Sep. 1908. [Cf 34.] Herrmann, E.: Pilzkochbuch. 1909. [Hb 138.]
Herrmann, E.: Der Schulgarten. Seine Anlage und Verwendung. Dresden 1909. [Hb 139.]
Issel, A.: Liguria preistorica epilogo. Genua 1908. [G 154.]
Lima: Cuerpo de ingenieros de minas del Peru. — Boletin 63 — 74. [Aa 337.] März, Cli .: Das Diluvium der Sächsischen Oberlausitz. Sep. 1909. [De 257.] Monaco: Institut oceanographique. — Bulletins 126 — 153. [Aa 336.] Observatoire physique central Nicolas. — Annales 1904; 1905; 1906, p. I u. p. II, fase. 1 — 2. [Ec 111.]
Pessler, W.: Richtlinien zu einem Volkstumsatlas von Niedersachsen. Sep. Hannover, 1909. [Fb 151.]
Poscharsky, G.: Bericht über Pflanzenkulturversuche im 750 m hoch ge- legenen Garten bei Schellerhau. 1909. [Cb 54.]
Raleigh: Elisha Mitchell scientific society. — Journal, vol. XXIV, no 3 — 4; vol. XXV, no. 1 — 2. [Aa 300.]
Schlaginhaufen, O.: Die Rand-Butam des östlichen Süd -Neu -Mecklen- burg. Sep. 1908. [Bd 36 e.]
Schlaginhaufen, O.: Ein Besuch auf den Tanga-Inseln. Sep. 1908. [Bd 36 f.]
46
Sclilaginhawfen, 0.\ Orientierungsmärsche an der Ostküste von Süd- Neu-Mecklenburg. [Bei 36 g.]
Schlaginhaufen , 0.: Streifzüge in Neu -Mecklenburg und Fahrten nach benachbarten Inselgruppen. Sep. 1908. [Bd 36 e.]
Schlaqinhaufen, 0.: Geographisches und Sprachliches von den Feni-Inseln. Sep. [Bd 36 f.]
Schneider, 0.: Typen-Atlas, sechste farbige Ausgabe. 1909. [Fb 108.] Schreiber, H.\ X. Jahresbericht der Moorkulturstation in Sebastiansberg. 1908. ^ [Ha 42.]
Station meteorologique de Kharbin. — Observations meteorologiques en Mandcbourie faites en 1898 — 1906. [Ec 112.]
Stevenson, J.: The carboniferous of the Appalachion- Basin. [De 253 d.] Stiibel, A.\ Der Vesuv, eine vulkanologische Studie für jedermann. Er- gänzt und herausgegeben von W. Bergt. Leipzig 1909. [De 237 g.] Swedish explorations in Spitzbergen von 1758 — 1908. Herausgegeben von Nathurst, Hulth u. De Geer. [Fb 149.]
Aufserdem eine gröfsere Anzahl älterer naturwissenschaftlicher Werke, Geschenk eines Mitgliedes.
C. Durch Kauf.
Abhandlungen der Senckenbergischen naturforsch. Gesellschaft, Bd. XXX, Heft 4. [Aa 9.]
’ Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde, n. F., Bd. XI. [G 1.] Anzeiger, zoologischer, Bd. XXII, No. 14 — 26; Bd. XXXIII, No. 21 — 25;
Bd. XXXIV: Bd. XXXV, no. 1—10. [Ba 21.]
Berichte des westpreufsischen botanisch-zoologischen Vereins. — Bericht 31. [Aa 341.]
Boelsche, W.: Charles Darwin. 2. Aufl. Leipzig 1906. [Jb 101.]
Bronns Klassen und Ordnungen des Tierreichs, Bd. III (Molluska), Lief. 95 — 108; Suppl. (Tunicata), Lief. 81 — 87; 2. Abteil., Lief. 1 — 3; Bd. VI, Abt. 1 (Pisces), Lief. 29 — 31. [Bb 54.]
Centralblatt, biologisches, Bd. XXXIX. [Aa 344.] (Vom Isis-Lesezirkel.) Darwin, Ch .: Reise eines Naturforschers um die Welt. Autorisierte deutsche Ausg. [Fb 150.]
Gebirgsverein für die Sächsische Schweiz: Ueber Berg und Thal, Jahrg. 1909. [Fa 19.]
BLaeckel, E.\ Das Weltbild von Darwin und Lamarck. Festrede zum 100jährigen Geburtstag von Ch. Darwin. II. Aufl. 1909. [Ab 29b.] Hedivigia, Bd. 47. [Ca 2.]
Heimatschutz, Sächsischer, Landesverein zur Pflege heimatlicher Natur, Kunst und Bauweise. — Mitteilungen, Heft 4 — 8. [Fa 147.] Jahrbuch des Schweizer Alpenklub, Jahrg. 44 und 3 Karten. [Fa 5.] Mannus, Zeitschrift für Vorgeschichte, Bd. I, Heft 1 — 2. [G 157.] Prähistorische Zeitschrift, Bd. I, Heft 1. [G 156.]
Prometheus, No. 1000 — 1053. [Ha 40.]
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Suess, Ed.: Das Antlitz der Erde. III. Bd., 2. Hälfte; Namens- u. Sach- register für sämtliche Bände. [De 161.]
Wochenschrift, naturwissenschaftl., Bd. XXIV. [Aa 311.] (Vom Isis -Lese- zirkel.)
Zeitschrift, allgemeine, für Entomologie, Bd. V. [Bk 245.]
Zeitschrift für die Naturwissenschaften, Bd. 81. [Aa 98.]
Zeitschrift für Meteorologie, Bd. 26. [Ec 66.]
Zeitschrift für wissenschaftliche Mikroskopie, Jahrg. XXV; Jahrg. XXVI, No. 1. [Ee 16.]
Zeitschrift, Oesterreichische botanische, Jahrg. 59. [Ca 8.]
Zeitung, botanische, Jahrg. 67. [Ca 9.]
Abgeschlossen am 23. Dezember 1909.
A. Dichter, Bibliothekar der „Isis“.
Zu besserer Ausnutzung unserer Bibliothek ist für die Mitglieder der „Isis“ ein Lesezirkel eingerichtet worden. Gegen einen jährlichen Beitrag von 3 Mark können eine grofse Anzahl Schriften bei Selbstbeförderung der Lesemappen zu Hause gelesen werden. Anmeldungen nimmt der Biblio- thekar entgegen.
Abhandlungen
der
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Naturwissenschaftlichen Gesellschaft
ISIS
in Dresden.
1909.
I. Geologische Grundlagen der Entwicklungslehre.
Von Prof. Dr. Ernst Kalkowsky.
In der Welt ist alles in Bewegung und in ewigem Wechsel. Wir er- forschen die Entstehung der Sonnen, und wir erkennen die Trümmer zer- fallener Himmelskörper in den Meteoriten wieder, die auf die Erde nieder- fallen. Wir sehen auf unserer Erde Lebewesen zu einem kurzen Dasein erwachen und wir sehen sie wieder vergehen, Wesen hinab bis zu den winzigsten Gebilden. Dafs die Welt auch aufserhalb uns selbst in der Zeit besteht, erkennen wir an dem ewigen Wechsel in der Vergangenheit. Leichter ist es für den Menschen, durch einen Blick zum bestirnten Himmel, dem Erhabensten, was wir sehen können, sich eine immer mehr vertief bare Vorstellung zu erwerben von der Gröfse der Welt nach räum- lichen Mafsen; viel schwerer ist es, hinabzutauchen in die Vergangenheit zum Versuch, sich auch eine Vorstellung von der Gröfse der Zeit zu er- werben. Wenn auch die uns erkennbaren Möglichkeiten des Werdens der Welten geeignet sind, uns neben der Erkenntnis der Gröfse des Raumes auch die der Zeit zu vermitteln, so nehmen solche Vorstellungen doch immer wieder ihren Anfang in den Beobachtungen an unserer Mutter Erde; aber es bleibt uns recht schwer, uns vorzustellen, wie lange auch nur die Erde ihre Bahn um die Sonne und mit ihr im Weltenraume verfolgt. In wenigen Tagen vermögen wir jetzt eine Strecke Weges zurückzulegen, die das Millionenfache unserer Leibeslänge ist; aber was ist auch nur eine Million Tage? Seit der Gründung Roms ist eine Million Tage noch nicht vergangen. Der Musiker kann ein kurzes Zeitmafs gleichmäfsig innehalten, aber wer vermag es, auch wenn er wohlbewandert ist in der Geschichte einiger Völker, die man mit arger Selbstüberhebung die Weltgeschichte zu nennen beliebt, sich vorzustellen, auszufüllen in gleichem Mafse die Zeit von einer Million Jahre. Mit Gewalt müssen wir uns immer erst dazu zwingen, bei jeder Betrachtung über das Alter, die Vergangenheit unserer Erde, daran zu denken, dafs sie besteht seit vielen Millionen von Jahren. Lange, lange vor dem Menschen grünt und blüht es auf unserer Erde, lebt und liebt eine Schar von Wesen auf ihr: sie kommen und gehen, sie werden geboren und sterben, und wir erhalten Kunde von alledem durch die Spuren ihrer Körper, die in den kalten, unansehnlichen Steinen er- halten sind.
Vergleichen wir unsere Erde mit anderen Himmelskörpern, so können wir wohl zu dem Schlüsse kommen, dafs es eine Zeit gegeben haben möchte, in der auf der Erde lebende Wesen noch nicht vorhanden waren. Das Leben soll auf der Erde einstmals begonnen haben, nachdem die
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Erde als solche schon längst bestanden hatte, zusammengesetzt an ihrer Oberfläche aus Kristallen. Lebewesen sind aber anders aufgebaut aus Grundstoffen als die toten Kristalle unserer Gesteine; Kristalle sind oder könnten wohl aufgebaut sein durch einfache Aneinanderlagerung gleich- artiger Teilchen, sie leben nicht und sie können nicht sterben; sie können zerstört werden durch Kräfte, die von aufsen auf sie einwirken, ihre Zu- sammensetzung kann aufgelöst werden durch fremde Eingriffe in ihr Dasein, nicht dadurch, dafs sie altern wie jedes lebende Wesen. Die Kluft, die den leblosen Kristall von den niedrigsten lebenden Wesen trennt, ist un- überbrückbar — so sagt man. Kristalle sollen auf der Erde viel eher vorhanden gewesen sein als Lebewesen; gewifs kann aus Kristallen ein Lebewesen nicht entstehen, ein Übergang ist unmöglich, aber umgekehrt können Kristalle sich aufbauen aus den Resten organischer Körper.
Wir können aber unsere Phantasie schweifen lassen, auch als beob- achtende und aus Beobachtungen schliefsende echte und ihrer Forschung getreue Naturforscher, und uns vorstellen, entweder dafs Leben vorhanden gewesen sei gleich zu Anfang der Entstehung der Erde, oder dafs es von anderswoher auf sie gekommen sei. Der Zukunft ist es vielleicht noch Vorbehalten, solche Erwägungen in einen logisch unangreifbaren Zusammen- hang zu bringen. Ob das Leben auf der Erde überhaupt begonnen hat, ob wir von einer Entstehung des Lebens zu sprechen berechtigt sind, das wissen wir nicht: ob wir es nicht werden wissen können, das ist eine andere Sache, denn ein Ignorabimus erkennen wir als grundsätzlich be- rechtigt nicht an.
Wenn wir also diese Frage zurzeit überhaupt ganz aus dem Spiele lassen müssen, so könnte man doch gerade den Geologen fragen, der die Geschichte aller Veränderungen auf der Erdoberfläche insbesondere zur Aufgabe seiner Forschung hat, wie haben denn die ältesten erkennbaren, oder auch nur erschliefsbaren Lebewesen auf der Erde ausgesehen? Die Geologen bleiben die Antwort auf diese Frage schuldig. Und das geht so zu. Es ist ein alter und vielgebrauchter, aber auch höchst zutreffender Vergleich, wenn wir von dem grofsen Geschichtsbuche der Erde sprechen, das uns in den Schichten von Gesteinen vorliegt, die sich nacheinander im Wasser abgelagert haben. Schlagen wir dieses Buch auf, so finden wir an seinem Anfänge nur Blätter mit völlig verwischten Schriftzügen; es hat augenscheinlich auf den Blättern ein Bericht gestanden, seinen Inhalt können wir nicht erkennen, denn Buchstaben oder Bilder sind nicht mehr zu finden, nur noch Druckerschwärze ist vorhanden. Und das ist gar nicht mehr bildlich gesprochen, sondern wirklich dem Worte gemäfs. Schwarzer Kohlenstoff in nicht kristallinischer Form ist es, der uns hauptsächlich Kunde davon gibt, dafs Wesen auf der Erde gelebt haben noch vor anderen, früher als andere, von denen uns deutliche Reste erhalten vorliegen.
Das Buch, in dem die Geologen lesen, ist im Laufe der uns wie un- endlich erscheinenden Zeit arg dick geworden; immer lagen die ersten Blätter zu unterst und ihre Schriftzüge wurden allmählich immer unklarer. Die Gesteine, die wir als die ältesten nachweisbaren bezeichnen müssen, haben bald nach ihrer Ablagerung oder im Laufe der Zeit eine solche Veränderung erlitten, dafs der Kristall zerstört und verdrängt hat die organische Form. Wir können es wagen, den Nachweis zu führen, dafs die ältesten uns zugänglichen Gesteine einst Absätze im Meere und vul- kanische Laven waren, wie sie sich noch heute bilden; wir können das
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Bestehen von Leben auf der Erde zur Zeit ihrer ersten Ablagerung noch als einen ganz leisen Hauch spüren, aber einzelne Formen oder Gestaltungen können wir nicht mehr erkennen. Es erscheint auch ganz ausgeschlossen, dafs wir irgendwo auf der Erde in noch unerforschten Gegenden eine Stelle finden werden, wo wir in der Erkenntnis des Lebens durch unmittel- bare Beobachtung weiter in die Vergangenheit werden Vordringen können. Trotzdem aber mufs es als völlig sicher bezeichnet werden, dafs organische, lebende Gebilde eine ungezählte Reihe von Millionen von Jahren auf der Erde vorhanden gewesen sind, ehe diejenigen lebten, von denen uns Reste erhalten sind.
In den Bergen ist der Geologe so glücklich, mehr zu sehen und zu empfinden, als landschaftliche Schönheit, als Formen und Farben; die Steine erzählen ihm lange Geschichten von dem, was einst war, und nur demjenigen, der flüchtig und ohne genügende Vorbereitung in dem grofsen Buche der Erdgeschichte blättert, kommt es so vor, als erschiene plötzlich ein Blatt, auf dem in klarer Schrift ein Bericht erhalten ist über Tiere und Pflanzen: das sind aber sicherlich nicht die ersten, die auf der Erde gelebt haben, sondern nur die ersten, von denen wir handgreifliche Kunde haben. Diese Unterscheidung ist im höchsten Grade bedeutungsvoll und früher sehr oft nicht genügend berücksichtigt worden. Wenn zum Beispiel früher geradezu gelehrt wurde, dafs die ersten luftatmenden Tiere in der Zeit der Ablagerung der Steinkohlen gelebt hätten, so bezeugen uns heute Skorpione und Netzflügler nicht nur, dafs schon in dem Zeitalter des Ober- silurs, Millionen von Jahren früher, auch aufserhalb des Meeres Tiere lebten, sondern auch, dafs schon damals trockenes Land ein mannigfaltiges Pflanzenkleid trug, obwohl uns davon nichts erhalten ist.
Es braucht uns deshalb durchaus nicht in besonderes Erstaunen zu versetzen, dafs die ältesten uns bekannten Tiere und Pflanzen im grofsen und ganzen schon so aussahen, wie die Wesen unserer Tage. Das was wir Stämme des Tier- und Pflanzenreiches nennen, die Urformen des Auf- baues ihrer Körper, das tritt uns sogleich schon abgeschlossen, als etwas Fertiges und Gegebenes, entgegen. Wir kennen nur einige wenige Formen, bei denen wir unsicher sind, zu welchem Stamme sie gehören, allein das liegt doch wahrscheinlich nur an ihrem Erhaltungszustände, und sie sind für weitere Betrachtungen recht bedeutungslos.
Die ältesten deutlichen Tiere und Pflanzen gehören also zwar schon den noch jetzt lebenden grofsen Abteilungen der lebenden Wesen an, es sind das aber doch Gebilde, die trotz aller Ähnlichkeit in den allgemeinen Grundzügen ihres Baues in ihrer besonderen Form und Gestalt und in manchen Fällen offenbar auch in einzelnen ihrer Organe ganz verschieden sind von allen jetzt lebenden. Unsere besondere Aufmerksamkeit erregt es sogar, wenn darunter auch einige Vorkommen, deren Nachkommen noch heute fast unverändert leben. So gräbt der arme Strandbewohner der japanischen Inseln im Sande nach einem kleinen wurmartig gestalteten Tiere, einer Lingula, die in fast genau derselben Gestalt ihrer beiden die Atmungsorgane schützenden Schalen zu den ältesten uns bekannten Ver- steinerungen gehört. Sonst eben sind die Meerestiere jener Zeit ganz andere als die heutzutage lebenden; die Formen sind andere, die herrschen- den Klassen sind andere. Wir nennen ihre Zeit die paläozoische Ära, weil uns diese Lebewesen fremdartig und altertümlich erscheinen, genau in
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demselben Sinne, in dem wir die Zeiten unserer eigenen Vorfahren alt- vaterisch nennen.
Blättern wir in unserem Geschichtsbuche weiter, steigen wir hinauf in der Reihe der Schichten von Gesteinen, die sich einst auf dem Boden der Meere ablagerten, so kommen wir in die sogenannte mesozoische Ära, in das Mittelalter der Erdgeschichte. Damals war nichts mehr von jenen altertümlichsten Formen im Meere vorhanden, andere Geschlechter sind es, die herrschen, andere gröfsere Tiere sind vorhanden, denen sie zur Nahrung dienen. Und gerade diese grofsen Tiere, Wirbeltiere, Saurier von bizarren Formen und zum Teil gewaltiger Gröfse sind es aus dieser Zeit, die uns so erstaunlich Vorkommen, weil wir sie unseren heutigen Säugetieren gegenüberstellen, ja unversehens uns selbst.
Die Säugetiere aber sind es und die Blütenpflanzen, die in den oberen Schichtensystemen der Erde reichlich und in grofser Formenmannigfaltig- keit auftretend die neue Zeit, die känozoische Ära, charakterisieren.
•Berücksichtigen wir nun auf einer Wanderung durch die Zeiten, die Ären der Erdgeschichte, möglichst alles, gehen wir langsam und sozusagen schrittweise weiter, dann erkennen wir mit dem allergröfsten Erstaunen, dafs sich Tier- und Pflanzenwelt unaufhörlich im Laufe der Zeit, von einer Schicht zur anderen, ändert, und nicht lange bleibt uns ein noch viel merkwürdigeres Verhältnis verborgen: niemals kehrt eine besondere Form, die eine Zeitlang gelebt hat und dann ausgestorben ist, noch einmal wieder. Neue und wieder neue Gestalten treten im Laufe der Zeit auf, aber niemals, durchaus niemals kehrt wieder von organischen Gebilden, was einmal zu sein aufgehört hat.
Das ganze Gebäude unserer Kenntnis von der Geschichte der Erde beruht auf der einfachen Tatsache, beruht ganz wesentlich darauf, dafs wir die Zeit mit grofsem Mafsstabe messen und bestimmen können nach den einzelnen jeweilig vorhanden gewesenen Formen der Tiere und Pflanzen. Diese Erkenntnis bildet überhaupt den Anfang einer wissenschaftlichen Lehre von der Vergangenheit der Erde, eines Teiles der Geologie. In der beständig vor sich gehenden Veränderung der Lebewesen ohne alle Wieder- holungen haben wir sogar den einzigen sicheren Leitfaden, wenn es sich darum handelt, die Gesteinsschichten in weit voneinander entfernten Ge- bieten ihrem Alter nach miteinander zu vergleichen.
,, Medaillen der Schöpfung“ wurden deshalb die versteinerten Reste der Tiere und Pflanzen genannt; wenn aber der menschliche Geist sich vermessen kann, den grofsen Gedanken der Schöpfung noch einmal zu denken, wie der Dichter gesagt hat, dann kommt er ganz langsam zu der Auffassung, dafs es doch höchst auffällig ist, dafs diese Schöpfung, das Auftreten neuer und immer wieder neuer Formen, in einer ganz fest- bestimmten Richtung verläuft, nachdem er schon erkannt hat, dafs eine Schöpfung nicht einmal, auch nicht mehrmals eingetreten ist, sondern dafs sie vielmehr fortdauernd und ohne alle Unterbrechung vor sich gegangen ist. Gewifs, lückenhaft ist unsere Kenntnis und sie wird es bleiben für die einfache Beobachtung auf begrenztem Raum, allein in allem, was uns von Fossilien, von Versteinerungen vorliegt, finden wir doch nur, dafs in der Aufeinanderfolge der verschiedenen Formen im grofsen und ganzen einfache Reihen vorliegen, die sich durch Abstammung, durch Herkunft von einem Vorfahren, am einfachsten erklären lassen. Die Natur macht
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keine Sprünge, so lautet ein alter Lehrsatz: an die Stelle der Medaillen der Schöpfung setzen wir den Ausdruck Medaillen der Entwicklung; denn fortdauernde, ununterbrochene Schöpfung ist gleichbedeutend mit Ent- wicklung.
Die Geologen und Paläontologen sind es gewesen, denen sich zuerst der Zusammenhang der Fauna und Flora einer Zeit mit denen der vorher- gehenden und denen der nachfolgenden darbot. Gleich bei der ersten Ausbildung der Lehre von den sogenannten geologischen Formationen galt, man kann sagen ohne alles Besinnen und ohne Nachdenken über die Ur- sachen der Erscheinung, der Satz, dafs die Formen in den unmittelbar aufeinander folgenden Schichten einander recht ähnlich sind, dafs sie, das Wort einfach auf die Form bezogen, miteinander verwandt sind, und dafs sie ferner um so verschiedener sind, je mehr Schichten zwischen den beiden untersuchten liegen. Daran hat auch alle jüngere Forschung durch- aus nichts geändert, und wir sind durch tausendfältige Erfahrung so sicher, dafs wir mit aller einem Menschen überhaupt möglichen Gewifsheit be- haupten dürfen, an dieser geologischen Grundlage der Lehre von der Ent- wicklung der lebenden Wesen zu anderen Formen im Laufe der Zeit kann nicht gerührt und gerüttelt werden.
Die Geschlechter von Tieren und Pflanzen, die zeitlich aufeinander folgen, verändern sich oft in der bestimmten Richtung, dafs höher organi- sierte Formen die jüngeren sind; höher organisiert aber sind die Formen, die mehr besondere Organe für besondere Leistungen haben und die besser ausgestaltet sind für die Erhaltung ihres Lebens und ihrer Nachkommen- schaft.
Am leichtesten ist diese Regel zu erkennen an der Reihenfolge der Klassen und Ordnungen der Wirbeltiere. Auch wenn wir uns immer be- wufst bleiben, dafs alle unsere Kenntnis auf Grund einfacher Beobachtung gerade von den früheren Wirbeltieren besonders lückenhaft ist und bleiben wird, so mufs es doch unser Erstaunen in hohem Grade erregen, dafs gerade die am niedrigsten stehenden Wirbeltiere, die Fische, die ältesten sind, selbst wenn wir nur sagen wollen, die ältesten, die wir bisher kennen, nicht die ältesten, die gelebt haben könnten. Und wie in unseren zoo- logischen Systemen, so folgen im geologischen System, nach der Zeit ihres Auftretens, auf die Fische die Amphibien, auf diese die Reptilien, dann erst die Vögel, und zuletzt treten die Säugetiere hervor, dann endlich, end- lich auch der Mensch.
Tiere und Pflanzen sind abhängig von ihrer Umgebung, von dem Gebiet, der Stelle der Erde, wo sie leben. Rosen blühen nicht am Nord- pol und der Elefant lebt nicht im Meere. Es ist nun aber auch gerade eine Aufgabe des Geologen, zu erkennen und zu verfolgen einen Wechsel von Land und Meer im Lauf der Zeiten, er ist Chidher, der ewig junge, der morgenländischen Sage, der zwar nicht erlebt, wohl aber nacherlebt alle die Veränderungen, die an der leblosen und scheinbar so starren Erd- kruste vorgekommen sind. Diese Erkenntnisse aber befähigen ihn, die Erscheinung zu erklären, dafs in den aufeinander folgenden Schichten der Erde sich auch unvermittelte Sprünge in der Entwicklungsgeschichte der organischen Welt einstellen, einzustellen scheinen; diese Sprünge sind nur vorhanden an je einer besonderen, einzelnen Stelle der Erde, zum Beispiel weil dort alle Reste zerstört worden sind, oder weil sich dort in einer Zeit überhaupt keine Ablagerungen gebildet haben.
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Unser Geschichtsbuch behandelt eben nicht auf jeder Seite die ganze Erde, sondern nur bald einen, bald einen anderen Teil, weil Land und Meer ihre Stellen gewechselt haben. Damit mufste auch jeweilig die Ver- breitung einzelner Klassen oder Familien der Tier- und Pflanzenwelt ver- ändert werden. Die Bewegungen in der Erdkruste, die eine veränderte Verteilung der Wasserhülle zur Folge hatten, zwangen die lebenden Wesen zu Ortsveränderungen und warfen damit auch gelegentlich die Bewohner verschiedener Gebiete zusammen und durcheinander. Tiere und Pflanzen brauchen Nahrung, mit einer neuen Vergesellschaftung aber verändern sich auch die Bedingungen für ihre Ernährung. Sie fangen an zu wandern, wenn sie durch Nahrungsmangel infolge geologischer Vorgänge dazu ge- zwungen werden.
Damit gibt gerade die Geologie auch zugleich und zuerst eine der Ursachen an, die eine beständige Änderung der Fauna und Flora bewirkten. Es müssen durch geologische Vorgänge die Lebensbedingungen der Lebe- wesen geändert werden, und von den Lebensbedingungen hängt auch die Form ab, die Dauer nicht nur des Einzelwesens, sondern auch die des Geschlechts. Nicht nur das Einzelwesen stirbt, auch die Art stirbt.
Man wolle jedoch nicht einwenden, dafs die Geologen eine Verände- rung der Lebensbedingungen nur erschliefsen, nein, wir können sie auch unmittelbar erkennen. Jetzt starren zum Beispiel die polaren Gebiete von ewigem Eise bedeckt, dort spielt das dem Leben feindliche Eis die Rolle eines Gesteins, es bildet den Boden des Landes, das keine Pflanzen zu tragen imstande ist. Steinkohlenlager im hohen Norden lehren uns dagegen, dafs dort einstmals auch eine üppige Vegetation gedieh, von der wieder eine reiche Tierwelt ernährt werden konnte. Aber das nicht allein. Jetzt ist das Wasser in allen unseren Weltmeeren in der Tiefe kalt, hinab bis zu nahe an 0 Grad; allein wenn an den Polen keine Eismassen vorhanden waren, dann gab es keine kalte Unterströmung von dort zu den äqua- torialen Gebieten, und das Meereswasser war warm von der Oberfläche bis zum Grunde. Wärme ist eine der gewaltigsten Mächte für das Leben. Wir selbst leiden von der Kälte, wie wir unter zu grofser Hitze leiden. Das Leiden geht über in Erlöschen für ganze Geschlechter im Laufe geo- logischer Zeiträume, und war Kälte in der Tiefe der Grofsmeere bedeutungs- los für die im flachen Wasser in der Nähe der Küsten lebenden Tiere, konnten Landtiere der Kälte durch Auswanderung entfliehen, so war doch das Leben im ganzen, der Haushalt der Natur, beeinflufst durch wechselnde Zeiten mit Kälte und Wärme. Der Zeiten einer gröfseren Verbreitung des Eises auf der Erde weist die Geologie mehrere nach.
Alle Schrecken auf der Erde, Vulkanausbrüche und Erdbeben, Sint- fluten und wandernde Berge, Sandstürme und sengende Sonnenglut, giftige Gase und an Salz überreiche Wasser treten immer nur stellenweise auf oder vorübergehend, und wir kennen keine Erscheinungen aus dem Gebiet rein geologischer Forschung, die das Leben der Art vernichten können, aufser den erwähnten grofsen Erscheinungen des langsamen Klimawechsels und des langsamen Wechsels in der Gestaltung der Erdoberfläche. Allein der Geolog, der die beständige Veränderung aller Lebewesen verfolgt, der hat sich doch auch geübt, bei allen Veränderungen auf der Erde daran zu denken, dafs sie eine lange Zeit in Anspruch genommen haben. Das gilt wie für Vorgänge im Reich der Steine, so offenbar ebenso im Reiche des Lebens. Gewifs, der einzelne Kristall, das Sandkorn stirbt nicht, aber
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es wird zerstückelt und zerrieben: wir können nachweisen, dafs vor nicht langer Zeit die Elbe nicht in ihrem heutigen Tale flofs, sondern oben über den Gipfelflächen des Liliensteins und des Pfaffensteins, vor nicht langer Zeit — nicht am Mafsstabe des Menschenlebens gemessen, sondern am Mafsstabe des Alters der Erde. Wenn wir die Veränderung, die all- mähliche Vertiefung der Täler doch nicht blofs erschliefsen, sondern in manchen Fällen auch unmittelbar beobachten können, sollen wir es dann nicht ebenso für möglich halten, dafs sich im Laufe der Zeit, im Verlauf sehr, sehr langer Zeiträume auch die Lebewesen verändern, von denen das einzelne zwar stirbt, die aber fortbestehen in ihrem Geschlecht, in ihrer Art und so fortdauernd die Einwirkung von Umwandlungen der Erd- oberfläche erleiden?
Mögen nun solche Gedanken auch soeben eingekleidet sein in die Form, die ihnen ein heute lebender Geolog geben kann, so sind sie doch schon Gemeingut der Wissenschaft seit einem Jahrhundert. Die Geologen, die Naturforscher, die ihre Arbeit möglichst mit gleicher Liebe den leblosen Steinen wie den fühlenden Lebewesen zuwenden müssen, sind es gewesen, die zuerst nachdrücklich darauf hingewiesen haben, dafs Tiere und Pflanzen im Laufe der Zeit sich beständig verändern, dafs sie niemals ganz aus- gestorben sind und einer neuen Schöpfung den Platz überlassen haben, dafs also eine Abstammung unter ihnen in gerade Linie bestehen ge- blieben ist, dafs sie sich entwickelt haben zu neuen und immer wieder neuen Formen. Alle Ursachen einer solchen Entwicklung zu erforschen, das ist nicht Aufgabe der Geologie.
Die Lehren von der Entwicklung lebender Wesen der Art nach, die Lehre von der Abstammung einer erwachsenen Form von einer anders gestalteten, nimmt heute eine bedeutsame Stellung ein in der Naturforschung; sie hat rückwirkenden Einflufs auf die Geologie, und zwar nicht blofs auf den Teil, der als historische Geologie oder Formationslehre bezeichnet wird und es eben mit den ausgestorbenen Geschlechtern von Tieren und Pflanzen zu tun hat, sondern auch auf die allgemeine Geologie, die doch in erster Linie mit der anorganischen, leblosen Natur zu schaffen hat. Die Ergebnisse der Biologie veranlassen den Geologen darüber nachzudenken, ob nun nicht die so vielfach betonte lückenhafte Überlieferung in unserem steinernen Buche der Entwicklungsgeschichte der Erde nur angeblich vor- handen ist, nur darauf beruht, dafs wir dieses Buch doch noch nicht gut zu lesen verstehen. Schon lange sprechen Geologen von diesem Buch, wir wollen jetzt besser sagen, dafs uns schon eine ganze Reihe von Büchern vorliegt, nachdem sich die Forschung von Mitteleuropa aus weiter über die Erde verbreitet hat. Noch wird der Geolog meist in Verlegenheit geraten, wenn von ihm verlangt wird, er solle eine lückenlose Reihe von Formen vorlegen, die sich augenscheinlich, schon auf Grund ihrer äufseren Gestalt, auseinander bei gradliniger Abstammung entwickelt haben. Wir beginnen jetzt erst zu suchen nach der Fortsetzung einer Erzählung in einem anderen Bande, weil sie in dem uns in den Schichten Mitteleuropas vorliegenden abgebrochen ist. Immer wieder von neuem und besser erkennt jedes Geschlecht von Naturforschern die Gröfse unserer Aufgabe; wir sagen bescheiden zugleich, stolz und vertrauensvoll ,,ignoramus non ignorabimus“, wir wissen wenig, aber wir werden mehr lernen. Der einzelne kommt mit seinem Wissen und Können nicht in Betracht, um die ganze Menschheit handelt es sich. Wir streben erst mühsam dem Ziele zu, zu erkennen:
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„Wie alles sich zum Ganzen webt,
Eins in dem andern wirkt und lebt!“
Der einzelne kommt nicht in Betracht. Und doch! Ein einzelner war es, der als junger Gelehrter auszog in ferne Länder, ausgerüstet mit dem Wissen seiner Zeit, mit voller Kenntnis der Ergebnisse gerade der Geologie, und dem erfolgreichen Bemühen ergeben, durch Beobachtungen unsere Kenntnisse über Vulkane und Koralleninseln, über Vorgänge in der leblosen Natur und ihre Verbindung mit der Welt der Lebewesen zu ver- mehren, der heimgekehrt in reifem Alter, als Biologe in regem Verkehr stand mit den Geologen seines Landes.
Das was die Geologen erkannt hatten, lag vor, lag handgreiflich da, sich aufdrängend einem vorurteilsfreien Forscher: die Welt der lebenden Wesen verändert sich beständig und stetig, die Ursachen der Veränderung sind schwer zu übersehen, die Geologie beantwortet darauf hinzielende Fragen nur im allgemeinen: es fragt sich also, ob die Biologie, die Lehre vom Leben, nicht die Lehre von der Erde, die Geologie, ergänzen, ihr zu Hilfe kommen oder gar zu Ergebnissen kommen kann über die unmittel- bare Beobachtung hinaus. Die Grundlagen der Entwicklungslehre waren von der Geologie unantastbar gegeben, es mufsten Gelehrte auftreten, die die Lehren von der Erde und vom Leben zur Erklärung des Beob- achteten zu verbinden vermochten.
Der Mann, der sich diesen Aufgaben zuerst in umfassender Weise zugewendet hat, der einen mächtigen Anstofs gab durch Erschliefsung neuer Wege der Forschung auf der Grundlage des schon Errungenen, der gezügelte Phantasie in den Dienst nüchterner Beobachtung stellte, das war Charles Darwin.
II. Die Theorie der Entstehung der Arten als Markstein im Lehenshilde Darwins.
Yon Prof. Dr. Oscar Drude.
In einem der glänzenden Säle des Naturhistorischen Museums zu New-York, welches vielleicht mehr als irgend ein anderes der Welt. den Zustand der heutigen Forschung zu einem Allgemeingut lernfreudiger Menschheit macht, steht hochaufgerichtet wie eine von Titanen herein- gewälzte Wurfscheibe der Querschnitt vom Holzstamm eines Mammuth- baumes, der Sequoia gigantea. In seinem Umfange weiter spannend als ein mächtiges Schwungrad ist dies Naturdenkmal eines Baumes, der um das Jahr 550 p. Chr. in der Sierra Nevada von Kalifornien keimte, dazu ausersehen worden, zugleich ein Denkmal zu bieten für die führenden Geister in der Geschichte der Naturforschung, die in den mehr als 13 seitdem verstrichenen Jahrhunderten fortschreitend hohe Ziele verfolgt und neue Forschungsrichtungen auf eigene Erkenntnis gegründet haben. Nahe des Baumes tausendstem Jahresringe prangt der Name von Copernicus, 66 Jahre später folgt Keppler, im Jahre 1682 Newton, und zwischen diesen beiden ist mit dem Jahre 1619 Harveys Entdeckung der Blut- zirkulation als erste hochbedeutende physiologische Tat gegenüber der Voreingenommenheit alter medizinischer Ideen verzeichnet. Wir finden die Namen von Linnee, Cuvier, Lyell, von Baer, die Begründer der Zelltheorie der organischen Welt Schleiden und Schwann; dann steht Charles Darwin auf dem im Jahre 1859 gewachsenen Holzringe mit seinem Buche: ,,Die Entstehung der Arten durch natürliche Zucht- wahl“, und die ausführliche für die Besucher gedruckte Erklärung fügt hinzu, dafs dieses Buch nach allgemeinem Urteil mehr Einflufs auf die Gedankenrichtung des Menschen gehabt habe, als irgend ein anderes während des verflossenen Jahrhunderts.
An dieses Buch,*) das ich als den Markstein in Darwins wissenschaft- lichem Leben bezeichne, wollen wir daher die Betrachtungen anknüpfen, die zum Ruhme seines glänzenden Namens und zur Beleuchtung des durch ihn erzielten Fortschrittes in der organischen Naturforschung heute diesen hervorragenden Platz verdienen.
*) Es ist dasselbe jetzt in einer neuen, nur 1 Mark kostenden Volksausgabe er- schienen, bearbeitet von Dr. H. Schmidt-Jena nach der Übersetzung von J. V. Carus und der letzten englischen Ausgabe. — Das englische Original : Origin of Species by means of Natural Selection, kostet 6 S. und in der Volksausgabe 2 S. 6 d. bei John Murray, Albemarie Street, London 1907. Es sollte dieses berühmte Buch in seiner Originalaus- gabe, und nicht in den vielen darüber gemachten Behandlungen anderer gelesen werden.
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In fünfjähriger, ganz allein der Herausgabe dieses Werkes gewidmeter Arbeit batte Darwin in seinem vom Geräusch der grofsen Welt und von jeder Berufspflicht gleich zurückgezogenen Leben alles das zusammengetragen, was er auf seiner grofsen Reise und später als Beweismittel der Veränder- lichkeit der Arten und ihres fortschreitenden Umbildungsganges erkannt hatte. Ein Manuskript vom dreifachen Umfange des 1859 gedruckten Buches lag lange vorher schon in seinen Händen; unbefriedigt und zweifelnd liefs er es liegen. Da kam im Sommer 1858 eine kleine Abhandlung von Wallace über denselben Gegenstand, für die Linneeische Gesellschaft in London bestimmt, an ihn, der nun auf Wunsch seiner Freunde Lyell und Hooker gleichfalls seine Theorie in einer kurzen Abhandlung an dieselbe Gesellschaft einsendete. Darwin erzählt selbst,*) dafs damals ihre gemein- samen Erzeugnisse sehr wenig Aufmerksamkeit erregt hätten; nur eine einzige Kritik darüber von einem Dubliner Professor sei ihm erinnerlich, und dessen Ausspruch sei gewesen, dafs alles, was neu in den beiden Abhandlungen wäre, falsch, und dafs das Richtige alt sei.
Hierin fand später Darwin einen Beweis, wie notwendig es sei, jede neue Ansicht in ziemlicher Ausführlichkeit mitzuteilen, um die öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Und dies geschah 13 Monate später: im November 1859 wurde die „Entstehung der Arten“ als selbständiger, sehr inhaltsreich überarbeiteter Band herausgegeben; die erste kleine Auf- lage von 1250 Exemplaren war sofort verkauft und ebenso bald darnach die zweite Ausgabe von 3000 Exemplaren. Bald folgten andere Ausgaben und Übersetzungen, nach und nach in fast allen europäischen Sprachen, auch in das Japan esische: der Kampf um den „Darwinismus“ hatte begonnen 1
Ein geistreicher Gelehrter jener Zeit, Alph. de Candolle, schildert sehr anschaulich den damaligen Eindruck des Darwinschen Buches,**) das einige Naturforscher sogleich als Morgenröte eines neuen Tages begrüfsten, während andere zunächst von Staunen und oft von Unwillen überwältigt waren. Aber ehe die Kritik die richtigen Gegenzüge auf so ganz un- gewohnten Bahnen gefunden hatte, folgten die Fortsetzungen derselben Gedankengänge in neuen Büchern, voll von bisher niemals so dargestellten Tatsachen und originellen Ansichten. Es war wie die Invasion einer sieg- reichen Armee! Überall begann man sich mit „Darwinismus“ zu be- schäftigen, mit diesem eigenartigen Komplex von Ideengängen auf Grund- lage vielseitiger Beoachtungen, den man bei der Neuheit in seinem Auf- treten sehr richtig nach dem Urheber selbst so benannte. Die hart- näckigsten Gegner mufsten immerfort seine Anhänger zu Worte kommen lassen, und die öffentliche Meinung bildete sich ein, dafs überhaupt alles in Darwins Schriften neu und noch nie zuvor bekannt gewesen sei.
Man hat diesen Ungeheuern und ganz ungewohnten Erfolg eines einzelnen Buches damit erklären wollen, dafs die darin ausgesprochenen Anschauungen „in der Luft gelegen hätten“. Darwin selbst bestreitet dies und, wie ich glaube, mit Recht: er weist darauf hin, dafs er selbst die bereits früher von anderen ausgesprochenen Ideen über Veränderung der Arten nicht für sich brauchbar gefunden hätte, und dafs alle, mit
*) Leben und Briefe von Charles Darwin, I, S. 76. Stuttgart 1887.
**) Darwin considere an point de vue des causes de son succes et de l’importance de ses travaux. Geneve 1882.
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denen er vor 1858 über sein geplantes Buch gesprochen hätte, immer gegenteiliger Meinung gewesen seien.*) „Es ist mir (vorher) niemals vor- gekommen, sagt Darwin selbst, auch nur auf einen einzigen Naturforscher zu stofsen, welcher an der Beständigkeit der Arten zu zweifeln geschienen hätte. Selbst Lyell und Ilooker, obschon sie mir mit Interesse zuhörten, schienen niemals mit mir übereinzustimmen. Ich habe ein oder zwei Mal versucht, tüchtigen Männern zu erklären, was ich unter natürlicher Zucht- wahl verstände, doch entschieden ohne Erfolg. Eins war meiner Meinung nach vollkommen richtig, dafs nämlich unzählige gut beobachtete Tatsachen in den Geistern der Naturforscher aufgespeichert waren, bereit, sofort die richtige Stelle angewiesen zu erhalten, sobald irgend eine zu ihrer Auf- nahme aufgestellte Theorie hinreichend erklärt sein werde.“ — Der Erfolg läfst sich aber nur durch ein ausgedehntes Studium der mafsgebenden Werke und Lehrbücher vor 1858, sowohl nach ihrem Inhalt als besonders auch nach ihrer Methode richtig verstehen und lag demnach in zwei sich gegenseitig ergänzenden Gründen.
Der eine war der, dafs die auf die Spezies und ihre höheren Gruppen- bildungen gestützte natürliche Systematik, das Hauptarbeitsgebiet der damaligen Zeit, in ihrem theoretischen Ausbau sich in sich selbst verrannt hatte und nur durch die Deszendenztheorie Befreiung von einem unerträg- lichen Zwange finden konnte. Man hat nachträglich die Vorläufer Darwins, hauptsächlich Lamarcks Schriften, ausgegraben; aber diese waren ja ganz ohne wirklichen Einflufs geblieben.
Noch stand man allgemein unter dem Einflufs des von Linnee so stark in seiner „Philosophia botanica“ ausgesprochenen Dogmas von der Un- veränderlichkeit der Arten; die Charaktere dieser Spezies aufzuspüren galt daher als Grundlage und Ziel an sich. Durch den bedeutenden Einflufs von August Pyrame de Can dolle, den Vater des oben erwähnten Freundes von Darwin, war die in der Theorie elementaire de la Botanique im Jahre 1819 von neuem als richtig hingestellte Unveränderlichkeit weiter in der Herrschaft erhalten.
„Seit Jahrhunderten“, so schrieb P. de Candolle,**) „überzeugen uns alle gut beobachteten Tatsachen von der Richtigkeit der Theorie unver- änderlicher Arten, und wenn einige Parteigänger für die entgegengesetzte Meinung zugeben, dafs sich die Veränderungen erst im Laufe von Jahr- hunderten zeigen können, so dürfen einige zweifelhafte Beobachtungen an einer kleinen Zahl von Pflanzen nicht die Theorie der Spezies zerstören.“ — Man sieht also, es gab wohl Parteigänger für die Transmutation der Arten, aber sie kamen nicht zu Gehör. Statt dessen quälte man sich mit nicht endender Mühe damit herum, zu entscheiden, was denn eigentlich in der „natürlichen Systematik“ als wirklich von der Natur geschaffene, also natürliche Einheiten zu betrachten wäre, ob neben den als sich in sich selbst fortpflanzend erkannten Individuen-Reihen auch die Spezies mit ihren Varietäten, ob auch die Genera, und auch die höheren Gruppen- bildungen, also Familien und Klassen. Immer von neuem wurden die Meinungen solcher Schriftsteller, welche sich mit dieser Frage beschäftigt hatten, untereinander verglichen und abgewogen, also nach P. de Candolle besonders von Lindley, Schleiden und Fries. Die Erörterungen darüber
*) Vergl. Leben und Briefe, I, S. 78.
**) 1. c. S. 195.
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zeigen deutlich, dafs man mit allen den geäufserten Meinungen doch nicht vom Flecke kam, und dafs jeder Versuch, irgend eine Grenze zu ziehen zwischen den „wirklich natürlichen“ Einheiten und den mehr von künstlich zusammenfügenden Gründen geschaffenen, als unbefriedigend angesehen werden mufste und daher zu neuen Versuchen über eine Entscheidung auf- forderte, die dann doch nicht eintraf.
Es ist sehr interessant, dafs gerade im Jahre 1858 eine sehr gelehrte „Theoria Systematis Plantarum“ von Agardh in Lund erschien, in der alle diese Fragen nach der damals neuesten Literatur sehr gründlich und kenntnisreich behandelt waren ; als Motto ist dem lateinisch geschriebenen Werke der Ausdruck Linnees vorgesetzt: „Natur ae opus semper est Species et Genus. Generum genus est Ordo, Ordinum autem genus Classis est.“ Es ist nicht leicht mehr für uns, die wir uns jetzt schon in eine ganz andere Anschauungsweise hineingelebt haben, mit Interesse den damals von Agardh für seine Zeit wirklich sehr gut geäufserten Betrachtungen für und wider zu folgen. Aber in solche Quellen hineinzuschauen müfste allen denen empfohlen werden, die den durch die Annahme von Darwins Mu- tationstheorie erfolgten gewaltigen Umschwung und Fortschritt am Zeit- geiste selbst spüren wollen, da doch die eigentliche Klassifikation, Auf- suchen der natürlichen Verwandtschaft und Abtrennung von Gattungen, Arten und Varietäten praktisch nach Darwins Buch nicht anders ge- worden ist, als es etwa in der Periode vom älteren Jussieu 1789 bis zum Jahre 1859 betrieben worden war.
Der Hauptvorzug lag also in der Anschauungsweise und Forschungs- methode. Das war gerade das Ausgezeichnete und den durchschlagenden Erfolg von Darwins Theorie Versprechende, dafs diese sich auf den Grund und Boden einer ganz neuen, so ganz unbefangenen Beobachtung und Darstellungsweise stellte, aber einer Darstellung, in der man das Leben der organisierten Lebewelt pulsieren fühlte. Wie immer das ge- schickte und innerlich berechtigte Zusammenfassen grofser Grundgedanken aus verschiedenen Wissenschaftszweigen zu einheitlichen Schlufsfolgerungen vom gröfsten Erfolge ist, so war es hier der Fall: aus den Anregungen der Geologie und Paläontologie hatte Darwin sein Arbeitsgebiet auf die lebende Tier- und Pflanzenwelt übertragen; nicht in Herbarien hatte er die Spezies- frage als solche drückend empfunden, sondern als Sammler auf fernen ozeanischen Inseln mit der Wirkung eines Klimas, welches auf eine Eigen- entwicklung hinzudrängen schien.
So dürfen wir voraussetzen, dafs der merkwürdige und von vornherein gar nicht auf einen gelehrten Naturforscher hinzielende Lern- und Lebens- gang von Darwin für seine späteren Erfolge gerade die günstigste Vor- bedeutung bildete. — -
Wohl ziemt es sich heute bei der Gedenkfeier dieses merkwürdigen Denkers und Forschers, das wichtigste aus seinem Leben mitzuteilen, so viel auch schon in diesen Tagen darüber gesprochen und in Zeitungen gedruckt sein mag.
Als Sohn eines sehr klugen, mit scharfer Beobachtungsgabe begnadeten Arztes wuchs er in behaglichem Hause und Wohlstände heran, ohne sich auf der Schule irgendwie besonders auszuzeichnen. Er beklagt selbst später seine Unfähigkeit, Sprachen zu beherrschen, und bei seinen Literatur- studien in gereiften Jahren bereitete ihm z. B. das Deutsche so viel Mühe, dafs er unsere Sprache und stilvolle Schreibweise nicht gerade liebens-
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würdig zu bezeichnen pflegte. Als er, 13 Jahre alt, eine Tour zu Pferde durch Wales machte, erfüllten ihn die landschaftlichen Bilder und Beize mit höchstem Entzücken und riefen den Wunsch in ihm wach, dereinst die grofse Welt zu sehen. Die Jagd auf Vögel, das Sammeln von Mineralien, chemische Versuche mit seinem älteren Bruder wiesen wohl auf natur- wissenschaftliche Passionen hin, brachten ihm aber nicht so sehr Lob, als vielmehr den Tadel ein, dafs er seine Zeit mit so nutzlosen Sachen ver- schwende.
Mit 16 Jahren wurde er nach Edinburg in das College geschickt, um dort ein medizinisches Studium einzuleiten; aber die langweiligen Vor- lesungen zogen ihn nicht an, und er versäumte auch, sich Kenntnisse in der vergleichenden Anatomie zu erwerben, die er später schwer entbehrte. Angeregt durch guten Verkehr machte er wohl einige gute zoologische Beobachtungen und Ausarbeitungen, fafste aber zugleich eine heftige Ab- neigung gegen die schlecht vorgetragene Geologie, die ihn später zuerst zum richtigen Forscher stempeln sollte.
So war es ganz natürlich, dafs er auf Wunsch seines Vaters sein Studium wechselte und Geistlicher zu werden beschlofs. Zu diesem Zweck bezog er 19 Jahr alt die Universität Cambridge, verschwendete — wie er es selbst in der Skizze seines Lebens bezeichnet — seine Zeit mit nutz- losen akademischen Studien ohne inneren Drang, und bestand recht gut sein erstes theologisches Examen. Die Freiheit, auch andere Vorlesungen zu hören, führte ihn zu Henslo w, dem damaligen ersten Professor der Naturgeschichte in Cambridge, der ihn sehr begeisterte, zu botanischen Exkursionen mitnahm, sein Auge und sein physiologisches Wissen übte, ihn auch zum Betreiben der Geologie zurückführte. Er las Humboldts Reisebeschreibung, wurde von dem brennenden Wunsche erfafst, Teneriffa bald selbst zu besuchen, und bereitete sich auf so veränderte Neigungen durch kleine geologische Aufnahmen in Wales vor. Und nun, da er anfing, auch zum Geistlichen sich untauglich zu machen, kam der glückliche Wendepunkt seines Lebens: er wurde auf eine wissenschaftliche Expedition mitgenommen, auf eine fünfjährige Weltumseglung. Darwin bezeichnet diese grofse Weltreise selbst als die erste wirkliche Erziehung seines Geistes, da sie ihn dazu führte, mehreren Zweigen der Naturgeschichte ein- gehende Aufmerksamkeit zu widmen. „Ich bin sicher“, fügt er hinzu, „dafs diese Dressur es war, welche mich dazu befähigt hat, das in der Wissenschaft zu leisten, was ich etwa geleistet habe“. — Dieser Wendepunkt trat ein in den Herbstferien des Jahres 1831, als Darwin also 22*/2 Jahr alt war. Der Kapitän Fitzroy bereitete sich auf eine Expedition zu vergleichenden Längenmessungen vor und wünschte einen jungen Naturforscher von Talent und guten Sitten als Genossen in seiner eigenen Kabine aufzunehmen. Henslow wurde gefragt, und es spricht sehr für den vortrefflichen Eindruck, den Darwin auf ihn ge- macht haben mufste, dafs er ihn allein zu solcher verantwortungsvollen Aufgabe empfahl. Die nicht grofse Kriegsbrigg, der „Beagle“, lag schon bereit. Darwin hatte zwei Monate Zeit für seine eigenen Vorbereitungen, und der Beagle, zweimal durch Stürme am Auslaufen verhindert, verliefs endlich England am 27. Dezember 1831.
Fünf Weihnachten verlebte Darwin auf diesem Schiffe: das erste unmittelbar vor der Ausfahrt, das zweite nahe dem Kap Horn, das dritte an der Ostküste Patagoniens, das vierte in einem wilden Hafen an der
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Halbinsel von Tres Montes in Valdiyien, das fünfte in Neuseeland — das sechste nach glücklicher Rückkehr von der Küste Brasiliens in das Eltern- haus (Oktober 1836).
Wenn Darwin von der geistigen Zucht, die diese Reise an ihm aus- übte, spricht, so darf ein Umstand, ein geistiger Begleiter nicht vergessen werden, der in Gestalt eines reformatorischen Buches ihm kurz vor der Abfahrt von Henslow empfohlen wurde: dies waren Lyells ,,Principles of Geology“. Als Geolog hat Darwin seine eigene Laufbahn begonnen und seine Kräfte gestählt; die schöpferischen Ideen Lyells zeigte ihm das hohe Ziel eigener Forschertätigkeit und regten ihn zu allgemeinen Ausblicken auf die organische Welt durch das Band der Paläontologie an. Mit Lyell blieb er sein Lebenlang innig verbunden und schrieb auf den Empfang von der Nachricht von dessen Tode am 23. Februar 1875:
„Ich vergesse niemals, dafs ich beinahe alles, was ich in der Wissen- schaft geleistet habe, dem Studium seiner grofsen Werke verdanke.“
Der Wunsch, die Absicht, gleichfalls etwas Ordentliches auf dieser Welt- umseglung zu leisten, durchdrang ihn mehr und mehr, schärfte sein Nach- denken; und so haben auch seine Worte auf ihn selbst Bezug, die er am Schlufs seines überaus anregenden Reisewerkes über den Wert solcher Naturforscher-Expeditionen ausspricht: *)
„Das während solcher Zeit genossene Vergnügen wiegt die Übel- stände nicht auf. Es ist nötig, nach irgend welcher Ernte, wie fern dieselbe auch sein mag, blicken zu können, wo man gewisse Früchte ernten, irgend etwas Gutes bewirken kann“.
Und den Hauptteil des reichen Erntekranzes, den Darwin aus den Früchten seiner Reise für sich wand und dann den Zeitgenossen darbot, den finden wir in dem 1859 erschienenen Buche, das uns zum Mittelpunkt seiner Leistungen in der Verknüpfun g der Geologie mit der Lebewelt dient.
Denn das war doch wohl der eigentliche Hauptsinn des Buches über die „Entstehung der Arten“, auszudehnen auf die Welt der Organismen, was in der Geologie zum herrschenden Prinzip erklärt und als richtig be- funden war. In der geologischen Entwicklung der Erde soll die Ver- gangenheit durch die Gegenwart erklärt werden, wenn nicht gute Gründe für das Gegenteil nachgewiesen werden können. W arum denn nun die in den geologischen Schichten eingeschlossenen Versteinerungen, die Zeugen einer längst verschwundenen Lebewelt, anders beurteilen als die Entwick- lung der toten Steine selbst? Mufste nicht alles dazu einladen, nun auch diese fossilen Schöpfungen mit der heutigen Lebewelt in unmittelbaren Zusammenhang zu bringen, d. h. die heutige Lebewelt als Nachkommen- schaft jener ausgestorbenen Zeugen geologischer Vergangenheit hinzustellen?
Bis dahin hatte das Niemand auszuführen gewagt, auch Lyell selbst nicht. Die Überzeugung von der Richtigkeit dieser Folgerung drängte sich Darwin während seiner Weltreise an einigen dafür besonders geeigneten Stellen mit überwältigender Kraft auf, und ich glaube sagen zu dürfen: Darwin hat die Antwort auf die brennende Frage der Herkunft der heutigen Organisation in ihren Grundzügen sich selbst bereit gestellt, ehe er die wissenschaftlichen Schwierigkeiten der ganzen Fragestellung überschaute — eben weil er damals durchaus noch nicht ein vertieftes Studium von
*) Reise eines Naturforschers um die Welt, 2. deutsche Ausgabe 1899, S. 551.
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zoologischer und botanischer Systematik mit all ihrem gelehrten Apparat betrieben hatte. Und so erleichterte ihm seine Unbefangenheit darin später seine eigene Beweisführung im Ersinnen vollständig selbständiger Wege, die er mit eigenen Beobachtungen so scharfsinnig ebnete und mit so starkem Rüstzeug versah, dafs ihm seine Gegner, die auf solche Beweis- führung gar nicht gefafst sein konnten, darin gar nicht zu folgen ver- mochten und, von der Wucht der logischen Schlüsse überwältigt, einer nach dem andern sich zu ihm bekannten oder einer jüngeren, rasch für Darwin eintretenden Gelehrten-Generation Platz machten.
Die Galäpagos-Inseln, jene merkwürdige, unbesiedelt-öde Gruppe von zehn kleinen vulkanischen Inseln, 150 Meilen westlich der Küste von Ecuador im Stillen Ozean, brachten hauptsächlich viel wertvolle Anregungen. Kein Säugetier aufser einer Maus bewohnt sie, aber eigentümliche Vögel, riesige Schildkröten und Eidechsen in friedlichem Zusammensein, in welches nur der Mensch störend eingreift. Zwei Arten Eidechsen von der Länge einer Elle, oder sogar mehr als 1 m, und mit breitem Maul, ernähren sich dort von Seegräsern und Kakteen; die Schildkröten haben, Tausende an Zahl, breite Wege vom Strande bis zu den Bergquellen im Innern zwischen schwarzem Geröll und ärmlichem Gestrüpp ausgetreten und wandern auf diesen Tag und Nacht. — „Wenn der Geolog dies hört — sagt Darwin in seinem Reisewerk*) — so wendet er sich wahrscheinlich in seiner Er- innerung zurück zu den mesozoischen Perioden, wo Eidechsen, einige pflanzenfressend, manche fleischfressend, und von Dimensionen, die sie nur mit unsern heutigen Walfischen vergleichen lassen, auf dem Lande und im Meere schwärmten.“ Der Verwandtschaft nach sind fast alle Tiere und Pflanzen dieses Archipels amerikanisch, aber eine überraschend grofse Zahl besteht aus Arten, die nirgends auf der Welt als eben auf diesen kleinen Inseln leben. „Warum sind — so fährt Darwin fort — auf diesem kleinen Stückchen Land, welche aus basaltischer Lava bestehen und daher in ihrem geologischen Charakter vom amerikanischen Kontinent verschieden sind und die auch ein eigentümliches Klima besitzen, — warum sind hier alle diese Tiere und Pflanzen nach amerikanischen Organisationstypen er- schaffen? Und warum tragen die Cap Verdeschen Inseln, die den Galäpagos- Inseln so ähnlich sich verhalten, durchaus nur afrikanischen Charakter?“
Und nun ist noch der allermerkwürdigste Zug der, dafs auf den zehn einzelnen Inseln unter sich etwas verschiedene Schildkröten, ver- schiedene Arten von Vögeln, verschiedene Pflanzenarten leben, wenn auch alle einander nahe verwandt und oft sehr ähnlich. . . .“ Das ist es, was mich mit Verwunderung erfüllt, dafs mehrere der Inseln gerade ihre besonderen eigenen Spezies besitzen, während doch alle dieselben Lebens- gewohnheiten haben und offenbar im Naturhaushalt des Archipels ganz die gleichen Stellen ausfüllen.“ Nur sind die Inseln alle durch sehr starke Meeresströmungen voneinander getrennt gehalten. . . . „Überblickt man die hier mitgeteilten Tatsachen, so ist man über den Betrag an schöpferischer Kraft, wenn ein derartiger Ausdruck gestattet ist, erstaunt, der sich auf diesen kleinen, felsig-nackten Eilanden entfaltet hat, und noch mehr über deren verschiedenartige Wirkung auf so nahe bei einander gelegenen Punkten.“
Diese „schöpferische Kraft“ bildete denn später